29.01.2009

Kirchliche Segensfeiern zum Valentinstag ?

(Fortsetzung!)

Was aber ist die Konse-

quenz daraus? Soll eine Pfarr-

gemeinde

„aus pastora-

len Gründen“, wie das oft so schön heißt, jedem den Segen spenden, der diesen erbittet?

Oder trägt dies zur Verwirrung der Gläubigen über Glaubensgrundsätze bei und wird von Gläubigen und Teilen der Öffentlichkeit als wohlwollende, augenzwinkernde Toleranz gegenüber Menschen verstanden, die sich mit ihrem oft öffentlich demonstriertem Verhalten schon lange außerhalb der Kirche gestellt haben?

Müssten also ggf. in den veröffentlichten Einladungen und/oder zu Beginn der Feier einige Klarstellungen erfolgen? Welche konkret? Oder stellt sich das Problem vor Ort vielleicht überhaupt nicht?

Andererseits: Sollte die Kirche nicht froh darüber sein, dass auch Menschen, die sich nun wirklich nicht zur „Kerngemeinde“ zählen, sich auf den Weg machen, vielleicht einer unausgesprochenen Sehnsucht folgend, das Christliche in ihrem Leben (wieder) zu entdecken?


Da gilt es, zum Pro und Contra reifliche Überlegungen anzustellen, aber auch im Falle einer solchen Feier, wie diese konkret gestaltet wird. Die Bandbreite ist da riesig; gerade habe ich z.B. von einer katholischen Einladung zu einer „Segensfeier für Liebende“ gelesen mit anschließendem „freien Schwimmbad- und Saunaeintritt“.


Auch in Deutschland werden einige Arbeitshilfen und Materialien angeboten, von denen ich nachfolgend einige vorstelle:

Broschüre der AKF e.V. (Arbeitsgemeinschaft für Katholische Familien-

bildung) „Weil die Liebe uns beflügelt – Segensgottesdienste zum Valentinstag“ >> erhältlich z.B. beim Bischöflichen Generalvikariat Aachen:

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Einen „erprobten“ Zeit- und Ablaufplan (pdf-Datei)mit Meditation, der wohl eher nicht auf 100 % Zustimmung stoßen dürfte, findet man im Internet bei

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Als Beispiel für eine umfangreiche Seite mit vielen Linktipps und Deutungen zum Valentinstag mag dienen >>> RECHTSKLICK !


Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke: „Segensfeier für Liebende“ (grundsätzliche Überlegungen und Ablaufplan, download Word-Datei)

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Freiburger Seelsorgeamt: „In Zeichen Gott begegnen“ (pdf-Datei), dort ab S.57 Thema Segnung zum Valentinstag, aber auch vorher viele Anregungen

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Diözese Rottenburg-Stuttgart: „Valentinsgottesdienst – Konzept und Idee“ >>> RECHTSKLICK !


Buchtipp und Buchbesprechung: „Wo die Liebe wohnt – Gottesdienste und Segensfeiern für Paare“

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Mich interessiert natürlich der Trend bei der Meinung der Leserinnen und Leser meines „Predigtgartens“. Daher gibt es - auf der HAUPTSEITE - aktuell eine kurze Umfrage

(im rechten Infofeld).

Machen Sie mit? – Vielen Dank!


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27.01.2009

4. Sonntag im Jahreskreis B - 01.02.2009

(Fortsetzung)

Aber die pure Angst spricht aus der Nachfrage, wozu Jesus gekommen ist. Was die Menschen ringsum noch nicht erkannt haben, das haben ausgerechnet diese Mächte längst kapiert:

In Jesus begegnet ihnen gerade in diesem Augenblick derjenige, den sie respektvoll als den „Heiligen Gottes“ betiteln.

Die dunklen Mächte erkennen also die Heiligkeit des Gottessohnes, sie wissen sehr wohl, dass er der Messias ist. Aber wie man sehen kann, führt das keineswegs zu freiwilliger Umkehr und zum Glauben, sondern trotz dieses Wissens lehnen sie Jesus als ihren Herrn und Meister ab.

Da mag vielleicht manch einer denken: Ach, so ist das eigentlich auch bei vielen modernen Menschen, die genug über Jesus wissen, aber ihm noch lange nicht nachfolgen wollen.


Jedenfalls signalisieren die Kräfte, die diesen Mann besetzt und in ihrer Gewalt haben, dass sie diesen Menschen nicht kampflos aufzugeben gedenken.

Sie pokern ganz schön hoch und suchen mit lautem Getöse die direkte Auseinandersetzung mit Jesus: „Was haben wir mit dir zu tun…?“ - so schreien sie ihn an.

Das soll heißen: Was du tust, das geht uns nichts an, aber für dich gilt auch: was wir tun, das geht dich nichts an! Halte dich also da raus! Das ist unser Einflussgebiet, nicht deines!


Doch Jesus hat nicht vor, mit ihnen in irgendwelche Verhandlungen einzutreten. Mit dem Bösen schließt man keine Kompromisse und keine Waffenstillstands-Verhandlungen. Wenn man dem auch nur einen Finger reicht, nimmt es garantiert die ganze Hand.

Sabbatruhe hin oder her, hier muss Jesus eingreifen. Die bösen Mächte haben einen Menschen zu ihrem Spielball gemacht. Mit einem einzigen Machtwort aus dem Munde Jesu ist dieser Spuk zu Ende. Ein letztes Mal hat sich das Böse aufgebäumt und den Mann hin- und hergeschleudert. Dann verlässt es ihn mit wütendem Gebrüll.


Wir wissen nicht genau, welche teuflischen Mächte diesen Mann so lange gepeinigt haben. Das ist auch nicht die Hauptsache. Das Evangelium selbst formuliert, was hier wirklich wichtig ist: „Da er-

schraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“ - Das heutige Evangelium stellt es unmissverständlich und für jeden klar: Ja, es gibt das Böse, und das Böse kann furchtbare Macht über Menschen gewinnen.

Uns fällt es nicht schwer, dem zuzustimmen. Wir brauchen z.B. nur an die entsetzlichen Geschehnisse in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches zu denken. Wenn wir die Nachrichten sehen, wird uns auch oft genug vorgeführt, zu welchen Grausamkeiten und schreienden Ungerechtigkeiten Menschen fähig sind, im Namen von was auch immer. Selbst das Personal in Mutter Kirche hat sich im Laufe der Geschichte nicht immer sonderlich mit Ruhm bekleckert.


Das Evangelium bestätigt aber nicht nur, dass es das Böse gibt. Es demonstriert auch, wer wirklich das Sagen hat, auch wenn das leider in unserem Alltag nicht immer so offensichtlich wird wie hier.

Die Menschen in der Synagoge haben es damals auf den Punkt gebracht: Wer solche Wundertaten allein durch sein Wort vollbringt, der ist ganz sicher mit göttlicher Vollmacht ausgerüstet. Ja, diese Tat ist sogar eine verkündete Lehre. Jesus erteilt ihnen eine Lehre. Bei ihm können sie in die Lehre gehen, wenn sie ihm nachfolgen.


Die bösen Geister dieses Mannes sind vertrieben. Er kann aufatmen und ein ganz neues Leben beginnen. Ob er sich bei Jesus dafür bedankt hat, wird im Evangelium nicht verraten.

In jeder Taufe und bei der Tauferneuerung in der Osternacht werden auch wir heutzutage daran erinnert, dass die bösen Mächte keineswegs in Winterschlaf gegangen sind. Wir sind konkret aufgerufen, wachsam zu sein und Widerstand gegen das Böse zu leisten: „Widersagt ihr dem Bösen?...Widersagt ihr dem Satan?“ heißt es, und von uns allen wird eine klare Absage erwartet: „Ja, wir widersagen!“


Doch mit dieser feierlichen Absage allein ist die Angelegenheit nicht ein für allemal erledigt. Oft genug möchte man fragen: „Was ist bloß in uns gefahren?“ Das ist wie mit einer chronischen Krankheit, die immer wieder versucht, sich zum Angriff auf unser Immunsystem zurückzumelden.

Aktuell in die Schlagzeilen geraten ist die Banken- und Finanzkrise. Etliche Leute als Verkäufer und auch als Kunden konnten den Hals nicht voll genug kriegen.

Die Folgen breiten sich jetzt lawinenartig aus, viele Milliarden und vor allem viele Existenzen wurden schlagartig vernichtet. Die eigentliche Krise sitzt aber viel tiefer. Was ist da bloß in uns gefahren?-

In der modernen Gesellschaft breitet sich die Gier in jeder denkbaren Variation aus wie die Finanzkrise. Die Gier nach Macht, die Gier nach immer mehr Geld, nach immer mehr Nervenkitzel, die Gier nach Sex, die Gier nach Anerkennung und nach vielem mehr. Man lebt so, als sei das Leben wie immerwährende Olympische Spiele: Es muss noch ein Rekord sein, man braucht noch eine Trophäe, noch einen Pokal. Man sortiert die

Menschen in Sieger und in Verlierer. Pech gehabt, dass du so krank bist! Pech gehabt, dass du in einem armen Land lebst! Pech gehabt, dass du keine reichen Eltern hast!


Da ist so einiges Unheilvolle und Böse, in uns, in die heutige Gesellschaft, hineingefahren. Achten wir als Christen immer darauf, dass diese Quälgeister nicht auch von uns Besitz ergreifen und uns zu Besessenen machen!



Fotos und Infos: Kafarnaum

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Predigt Pater Werner Schwind SJ (pdf)

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Predigt Eberhard Gottsmann

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Markus Brunner Predigt (pdf)

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Meine Gedanken zu „Darstellung des Herrn“ 2.2.

(Lk 2,22-40) >> RECHTSKLICK !


„Beichte für Anfänger“ (Infos der Karl-Leisner-Jugend)

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Beispiel: Psychotherapeut Pater Dr. Jörg Müller SAC

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Theologie-Manuskript: „Versöhnung“ (pdf)

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Der „Fall“ Anneliese Michel – Dämonisch besessen?

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Ein wortgewaltiger Prediger ist in der kleinen Gemeinde zu Gast und gibt sein Bestes, um die Gläubigen zu einem engagierten Christentum zu bewegen. So zieht er alle Register und droht am Schluss mit theatralischer Geste mit den ewigen Qualen der Hölle. Man sieht es den Gesichtern an:

die ganze Kirche ist geschockt und zittert vor Angst.

Doch da traut er seinen Augen kaum: in der letzten Reihe sitzt ein Mann und grinst ständig vor sich hin. Erbost donnert der Prediger vom Ambo: „Auch wenn Sie so tun, als ginge Sie das Ganze nichts an – Ihnen da hinten wird das Lachen schon noch vergehen!“

Einen Moment eisige Stille, dann schallt es lautstark zurück: „Irrtum, Hochwürden, ich bin nämlich gar nicht von hier!“


Ein jüdischer Rabbi geht am heiligen Sabbat einige Schritte spazieren. Wie es das Schicksal so will, sieht er ausgerechnet heute eine Geldbörse auf der Erde liegen. Natürlich weiß er, dass er gegen die Sabbat-

ruhe verstößt, wenn er das gute Stück aufhebt, dann das wäre verbotene Arbeit am geheiligten Tag.

Da ist intensives Nachdenken vonnöten. Nach einer Weile fällt der Rabbi mit einem glücklichen Gesichts-

ausdruck auf die Knie und ruft: „Ich danke dir, Herr, für dieses große Wunder. Überall ringsum ist Sabbat, nur an dieser Stelle nicht!“


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19.01.2009

3. Sonntag im Jahreskreis B - 25.01.2009

(Fortsetzung)

Jesus entscheidet sich, damals und heute. Jesus ruft heraus aus dem Alltag. Er wählte keine Schriftgelehrten aus, sondern Fischer. Wir können letztlich nur ahnen, warum er gerade sie auswählte. Fischer sind jedenfalls Menschen, die wie Hirten hellwach sein müssen. Schnelle Wetterwechsel waren auf dem See sehr gefürchtet. Sie halten stets Augen und Ohren offen. Sie wissen, dass ihr Erfolg von vielem abhängt und nicht immer nur ihr Verdienst ist. Das Wetter muss mitspielen, und man muss im richtigen Augenblick an der richtigen Stelle im See sein, um Erfolg beim Fang zu haben. Dankbarkeit für gesunde Heimkehr und für ein volles Netz ist bei ihnen selbstverständlich. Zudem sind die Fischer ausgesprochene Team-Arbeiter, denn bis zu 14 Leute arbeiteten damals in einem Boot als Steuermänner, Ruderer und Fänger. Alle saßen wortwörtlich in einem Boot, jeder war von den anderen abhängig.


Jesus entscheidet sich. Er ruft Menschen konkret heraus. Letztlich weiß nur er allein, warum er gerade jenen ruft. Doch als Bibelleser wissen wir natürlich, dass er auch Fehlschläge erlitt. Viele hat er gerufen, im ganzen Lande zur Umkehr aufgerufen, aber lange nicht jeder, der gerufen wird, folgt auch diesem Ruf. Das war damals so, und heute ist es nicht anders.


Jesus ruft also weit mehr Menschen, als man aus dem heutigen Evangelium vermuten kann. Wie wir eben schon erkannt haben: Viele hören ihn, aber es fehlt ihnen der Mut, seinem Ruf zu folgen.

Der Berg ihrer Einwände und Bedenken ist zu groß.

Oder sie sind unsicher, ob sie auch wirklich gemeint

sind. Diese Angst lähmt. Sie fühlen sich, als müssten sie wie ein Zirkus-Artist über ein Seil balancieren,

den gefährlichen Abgrund unter sich. Wirkliche Artisten jedoch belehren uns: Sie können nur erfolg-

reich sein, wenn sie hart trainieren und sich absolut vertrauen. Der Springer streckt im entscheidenden Sekundenbruchteil nur die Hände aus, und nur der Fänger packt zu. Würde der Springer auch zupacken wollen, gäbe es ein Handgemenge und das Risiko einer gebrochenen Hand. Der Springer streckt nur die Hände aus, zupacken und fangen muss ein anderer. Anders geht es nicht.


So ähnlich ist es auch mit denen, die Jesus nach-

folgen. Die Fischer damals haben das kapiert, und viele Tausende, die ihnen nachfolgen. Viele haben den Ruf Jesu gehört, egal ob für ein Leben im Kloster, ein Leben als Priester oder pasto-

raler Mitarbeiter oder auch für ein Leben als Christ in Familie und Gesellschaft. Die innere Einstellung ändern, hellhörig werden, den modernen Ratten-

fängern nicht auf den Leim gehen, denen die richtigen Klamotten und die Verjüngungs-

creme wichtiger sind als das ewige Heil. Darauf kommt's an.


„Die Zeit ist erfüllt“, ruft uns Jesus zu. Wenn er uns ruft, dann sorgt er auch für uns, dann packt er uns auch an der ausgestreckten Hand und fängt uns sicher auf. Da wird keine Familie verhungern, weder bei den Fischern noch bei uns.

Gott sorgt wunderbar für die, die sich ihm wirklich öffnen. Sie wissen: Wir können nicht tiefer fallen als bis in Gottes Hand, und die ist noch sicherer als das Rettungsnetz, das die Trapez-Artisten immer spannen. Das bezeugen viele, die sich wirklich wie diese Fischer auf den Ruf Jesu eingelassen haben.

Ihr Leben ist reich und schön geworden.


Da treffen sich nach langer Zeit zwei Bekannte zufällig an einer Imbissbude. Der eine bestellt sich eine Currywurst mit Fritten. Er ist sehr erstaunt, als der andere sich das auch bestellt: „Ich denke, du bist Vege-

tarier?“ – Der andere darauf: „Ja, unbedingt! Das stimmt schon, aber ich bin nicht praktizierend!“

Das finden wir lächerlich. Wie kann man bloß behaupten, Vegetarier zu sein, wenn man in der Praxis doch Fleisch isst?! - Wenn man das jedoch auf Christen überträgt, scheint das nicht lächerlich, sondern normal zu sein: Man behauptet, Christ zu sein, aber in der Praxis lebt man nicht so.

Wenn Jesus uns also das nächste Mal zuruft:

„Das Warten ist vorbei – das Reich Gottes ist dir nahe! Komm, hinter mich!“ -, dann könnten wir die Chance nutzen, der er uns bietet. Dann könnten wir es mal ausprobieren mit einer Antwort. Am besten mit dieser: „Ja, Herr, hier bin ich! Zeige mir den Weg, den ich für dich gehen darf!“


Predigt St.Josef Lohne: Nachfolge (pdf)

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Kurzpredigt: Rasch entschlossene Fischer

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Heinrich Spaemanns Lebensregeln

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Allerlei über Mariä Lichtmess / Darstellung des Herrn (2.Februar) >>> RECHTSKLICK !


Meine Gedanken zu Darstellung des Herrn (2.2.)

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Heiligen-Kalender und Namenstage online

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Weiterer Heiligen-Kalender online

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Ökumenisches Heiligenlexikon / Kalender

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Anton ist ein extremer Geizhals. Als seine Mutter überraschend gestorben ist, muss er einen Sarg für sie besorgen. Ihn trifft fast der Schlag, als der Bestatter dafür 1.200 Euro haben will.

„Ausgeschlossen!“, findet Anton, „so viel will ich auf keinen Fall ausgeben.“ – So zeigt ihm der allmählich etwas genervte Bestatter Sarg um Sarg, bis sie schließlich beim billigsten Modell für 390 Euro angelangt sind.

Das Gesicht von Anton verrät dem guten Mann schon, was sein Kunde davon hält. Da wird es dem Bestatter doch zu dumm. „Wissen Sie was, bringen Sie Ihre Mutter einfach her, und wir beide schrauben für 80 Euro schnell vier Griffe dran!“


Wie bekannt, tragen die Angehörigen von Ordens-

gemeinschaften hinter ihrem Namen ein Kürzel, das verrät, in welcher Gemeinschaft sie tätig sind.

Die Franziskaner z.B. benutzen das Kürzel OFM,

die Jesuiten SJ und die Benediktiner OSB. Bei einer Tagung treffen sich Mitglieder verschiedener Orden und geraten am späteren Abend in Streit darüber, welchen der Orden Gott wohl am liebsten habe.

Schließlich kommen sie auf die rettende Idee, Gott selbst in dieser Sache zu befragen. Einen Zettel mit der Frage legen sie noch nachts auf den Altar der Kapelle im Tagungshaus. Für den nächsten Morgen haben sie sich um 8.00 Uhr in der Kapelle verabredet, um gemeinsam nachzusehen, ob Gott geantwortet hat.

Tatsächlich – in sauberen Druckbuchstaben steht Gottes Antwort auf dem Zettel: „Ihr Lieben alle ! Selbstverständlich sind mir alle Ordensgemeinschaften gleich lieb. Mein Segen für euch! Unterschrift: Gott SJ“


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12.01.2009

2.Sonntag im Jahreskreis B - 18.01.2009

(Fortsetzung)

„Kommt und seht!“ – was für eine herrliche Einladung! Das heißt nicht nur: Kommt mit mir in meine Woh-

nung, in meine gute Stube. Dazu sollte man auch wissen, dass es im Orient eine große Ehre ist, in die Privatwohnung eingeladen zu werden.

In der Regel wurde und wird man z.B. in ein Café eingeladen. Die eigene Wohnung bleibt wirklichen Freunden vorbehalten.

„Kommt und seht!“ – Das heißt doch: Ich verstecke nichts, ich lege euch alles offen, bei mir ist immer Tag der offenen Tür! - Ich möchte, dass ihr euch ein eigenes Bild von mir macht und nicht einfach etwas nachplappert, was Johannes oder sonstwer euch sagt. Ich will euch nicht überrumpeln und nichts auf-

schwatzen. Kommt mit und verschafft euch selbst einen gründlichen Eindruck von mir und meiner Botschaft.

Kommt und nehmt euch die Zeit dafür, ich schenke euch die Zeit. Nehmt eine Kostprobe von mir – probiert es einfach mal aus! Ja, testet mich ruhig, denn gedankenlose Hinter-

herläufer kann ich nicht gebrauchen. Ich möchte, dass ihr wisst, worauf ihr euch mit mir einlasst!

„Kommt und seht“, oder genauer übersetzt, „kommt und ihr werdet sehen“ – das heißt: Nur wer sich der Mühe unterzieht, sich mit mir wirklich ins Gespräch zu begeben, der wird auch sehen, der wird die Frohe Botschaft erst verstehen können. Du kannst 100 kluge Theologie-Bücher lesen und trotzdem nichts begreifen.

„Kommt und ihr werdet sehen“, das ist etwas anderes als eine kleine Wohnungsbesichtigung bei Tee und Keksen. Es ist ein Eintauchen in die Gedankenwelt Jesu, in seine Lebenshaltung, und das ist alles andere als ein Plauderstündchen. Jesus gibt keine billigen Ratschläge und keine schnellen Rezepte, bei denen die Enttäuschung schon vorprogammiert ist. Da gibt es kein „Man nehme…“ wie im Schul-Kochbuch.

Da geht es an die eigene Substanz, da geht es ans Eingemachte, da muss Butter bei den Fisch! Wo stehst du, was glaubst du?


So folgen die beiden Jesus, den sie schon in ihrer Frage anerkennend „Rabbi“, also „Meister“, genannt haben. Sie folgen ihm in sein Quartier. Damals war es so, dass ein Rabbi seine Schüler bei sich zu Hause unterrichtete. Sie lernten bei ihm und lebten in Gemeinschaft mit ihm. So macht es Jesus auch. Im Evangelium ist die genaue Uhrzeit angegeben und die Formulierung: sie „blieben jenen Tag bei ihm“.

Das können wir uns gut vorstellen. Da gab es so viele Fragen, und auf alle gab Jesus geduldig und klar eine Antwort. Da wären wir sicher alle gerne dabei gewesen, um ihm vielleicht auch die Frage zu stellen, die uns gerade im Glaubensleben Kopfzerbrechen macht.

Wirklich sehr schade, dass im Evangelium so rein gar nichts über die Themen dieser langen Gesprächsnacht verraten wird! – Das lässt darauf schließen, dass dies wohlbedachte Absicht ist. Den Hörern und Lesern soll klar werden, wo der Aussage-Schwerpunkt des heutigen Textes liegt. Schau, so wird uns hier gesagt, da haben welche den Mut gehabt, sich ganz auf Jesus einzulassen.

Sie haben sich von ihm zum Gespräch einladen lassen. Sie haben sich mit ihrem Glauben, aber auch mit ihren Zweifeln auseinandersetzen müssen. Jesus überfällt niemand und rennt niemand die Bude ein. Du musst dich schon selbst in Bewegung setzen und mit ihm gehen. Mach dich doch auch auf den Weg und nimm eine Kostprobe!

Den beiden Jüngern in unserem Beispiel hat das lange Gespräch jedenfalls die Augen geöffnet. Erst jetzt wird ein Name verraten: Andreas, der Bruder des Simon Petrus, ist einer der beiden. Der ist so begeistert, so aus dem Häuschen, dass er sich am nächsten Tag sofort als der erste Missionar betätigt: Er macht sich auf den Weg zu seinem Bruder, und dann sprudelt es nur so aus Andreas heraus. Uns ist nur der entscheidende Satz überliefert: „Wir haben den Messias gefunden.“


Was für ein Satz! Ein Satz wie ein Fanfarenstoß, ein Satz, der alles Glück der Welt enthält: Wir haben den Messias gefunden! Da schlägt das Herz vor Aufregung bis an den Hals – mehr Glück geht gar nicht! Diesen Schatz darf man nicht für sich alleine behalten. Man muss die gute Nachricht hinausposaunen, man darf sie seinen Nächsten auf keinen Fall vorenthalten! – So betätigt sich Andreas bei seinem Bruder als Zeuge und Anwerber. „Er führte ihn zu Jesus“, heißt es im Text.

Er führte ihn. Das heißt: ganz alleine kann man Jesus nicht so einfach entdecken. Da werden Helfer gebraucht, Führer, die einen zu ihm bringen, die einem den Weg zeigen, die den Weg auch ein Stück weit mitgehen.

So hat es angefangen mit den Jüngern Jesu, sagt das Evangelium.

Es ist wie beim „Domino-Day“, den viele aus dem Fernsehen kennen. Da ist eine unglaublich lange Reihe von Domino-Steinen, und sie alle werden nach und nach in Bewegung gesetzt. Eine Art Kettenreaktion wird da ausgelöst. Das geschieht dadurch, dass jeder Stein den Anstoß von einem anderen Stein bekommt. Einer wird angestoßen, und dann geht das immer so weiter, einer nach dem anderen.


Dieser Domino-Effekt funktioniert auch im Glaubens-

leben, und das will uns das heutige Evangelium auch anschaulich zeigen. Der Glaube wird weitergegeben, von einem zum anderen, von einem kleinen Missionar zum nächsten. Einen hat es gepackt. Er durfte Jesus kennenlernen.

Das muss einfach weitergesagt werden! Da darf es keine falsche Scheu geben: Oh, entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich katholisch bin! Es soll auch nicht wieder vorkommen!

So verhält sich keiner, der Jesus nachfolgen will.

Das Evangelium zeigt: Wer Jesus kennengelernt hat, der darf nicht schweigen. Natürlich soll er oder sie niemanden überreden. Das schadet nur. Jeder soll Jesus selbst ausprobieren, selbst eine Kostprobe nehmen, ihn selbst testen und sich eine eigene Meinung bilden.

Dazu ist es aber nötig, dass ihn jemand an die Hand nimmt und zu Jesus führt. Das ist die Auf-

gabe der Kirche. Das ist die Aufgabe jedes Christen. Handlanger Jesu sollen wir sein. Also Hilfskräfte, die anpacken, die dem Meister Jesus zuarbeiten. Nicht wir bauen das Haus der Kirche.

Es ist der Meister selbst, der da baut. Aber ihm zuarbeiten, ihm nach Kräften helfen, das können und sollen wir schon. Diese Handlanger sind dringend gesucht, überall auf der Baustelle Jesu.

Packen wir’s an!


Predigt Pfr. Johannes Taig zu Joh 1,35-42

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Predigt, erzählt aus der Sicht des Andreas (pdf)

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Predigt Pfr. Heinz Janssen (anlässlich Konfirmationsjubiläum)

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online-Namenstagskalender

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Portal der Verbraucherzentralen in Deutschland

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Themenportal für Verbraucherbildung

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Ein weiser geistlicher Lehrer sagte einmal zu einem seiner Schüler: “Wenn du nach Gott verlangst, so wird er zu dir kommen.“

Der Schüler verstand nicht. Eines Tages badeten beide im Fluss und der Lehrer sagte:“ Tauche unter!“

Der Schüler tat es. Sofort war der Lehrer über ihm und hielt ihn unter Wasser fest, bis der Schüler erschöpft war. Dann ließ er ihn frei. Aufgetaucht fragte er ihn: „Was hast du da unten empfunden?“

„Das unbändige Verlangen nach einem Atemzug“, antwortete der Schüler. „Sehnst du dich nach Gott ebenso?“

„Nein.“ „Dann musst du es lernen“, erwiderte darauf der Meister, „denn erst, wenn du das tust, wirst du Gott finden.“

(Quelle: unbekannt)



Gottfried August Bürger: Die Schatzgräber

Ein Winzer, der am Tode lag,
rief seine Kinder an und sprach:
„In unserm Weinberg liegt ein Schatz,
grabt nur danach!“ – „An welchem Platz?“
schrie alles laut den Vater an.
„Grabt nur!“ O weh! da starb der Mann.
Kaum war der Alte beigeschafft,
so grub man nach aus Leibeskraft.
Mit Hacke, Karst und Spaten ward
der Weinberg um und um geschart.
Da war kein Kloß, der ruhig blieb;
man warf die Erde gar durchs Sieb
und zog die Harken kreuz und quer
nach jedem Steinchen hin und her
Allein, da ward kein Schatz verspürt,
und jeder hielt sich angeführt.
Doch kaum erschien das nächste Jahr,
so nahm man mit Erstaunen wahr,
daß jede Rebe dreifach trug.
Da wurden erst die Söhne klug
und gruben nun jahrein, jahraus
des Schatzes immer mehr heraus.


Bibelfest: Kurz vor der Messdienerstunde: Großes Geschrei draußen vor der Kirche. Der Pfarrer sieht aus dem Fenster des Pfarrhauses, wie einer der neuen Ministranten unter den interessierten Blicken seiner Kumpels seine Katze schwungvoll am Schwanz durch die Luft wirbelt.

Kurz danach beginnt der Unterricht. Natürlich tadelt der Pfarrer diese üble Tierquälerei und stellt die schon fast obligatorische Frage, was denn wohl Jesus dazu gesagt hätte.

Kurzes Grübeln bei den Lausbuben, doch dann hat einer eine Eingebung: „Er hätte gesagt: Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen!“


Informationsbedarf: Großes Entsetzen von

Pfarrer Schmidt beim Blättern in der Tageszeitung: Im Anzeigenteil muss er die Schandtat eines Witzboldes lesen, nämlich eine große Todesanzeige für ihn, den Pfarrer.

Sofort ruft er seinen Bischof an, um den Vorfall zu melden und auch, um jeglichen Irrtümern vor-

zubeugen. Der ziemlich beschäftigte Bischof hört ihm vielleicht nicht ganz aufmerksam zu, aber er drückt dem Gepeinigten schließlich doch sein herzliches Mitgefühl aus.

Er schließt mit den Worten: „Eine Frage habe ich allerdings noch, lieber Mitbruder. Von wo aus rufen Sie eigentlich an?“


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06.01.2009

Taufe des Herrn (B) - 11.01.2009

(Fortsetzung)


Wir sind etwas irritiert: Im Evan-

gelium wird der eigentliche Vorgang dieser ungewöhn-

lichen Taufe er-

staunlich schnell abgehakt. Es heißt nur: „Jesus… ließ sich von Johannes im Jordan taufen.“ - Ende der Mitteilung!

Man muss schon ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Ist Ihnen z.B. aufgefallen, dass da überhaupt nichts steht über ein etwaiges Sündenbekenntnis Jesu vor der Taufe, wie die anderen es alle machen?!

Für den Evangelisten und die ersten Christen war das klar: Jesus ist der Einzige ganz ohne Sünde. Aber er lässt sich taufen. Nötig im geistlichen Sinne hat er das nun wirklich nicht. Sein Verhalten ist eine Demonst-

ration: Ich erkläre mich mit meinem Verhalten mit den reuigen Sündern solidarisch. Ich verurteile die Sünde, aber nicht den Sünder!


Jesus wird untergetaucht, wird getauft, und es geschieht – nichts!

Das ist auch für uns heute interessant. Ist das nicht Wasser auf die Mühlen derer, die da sagen: "Ach, ich lasse mein Kind nicht taufen. Ist doch kein Unter-schied, ob ja oder nein. Soll es später selber ent-

scheiden. Man merkt doch eh gar nichts davon im täglichen Leben!" - Die Taufe – ein lohnendes, abendfüllendes Thema, vielleicht auch für manches kirchliche Bildungsangebot!


Meinen Schülern habe ich bei solchen Bemerkungen auf die Schnelle mal nur diese Fragen gestellt:

"Sagt mal, wie schnell fährt eigentlich euer Auto so maximal?" - Meistens kam dann eine Zahl zwischen 160 und 200 Stundenkilometern.

"Und", frage ich weiter, "merkst du, wenn ihr schnell fahrt?" - "Na klar!" -

"Und wie schnell ist ein Passagierflugzeug, sagen wir mal, das bekannte Mittelstreckenflugzeug Boeing 727?"

Was folgte, war ein längeres Raten. Dann die Lösung: Reisegeschwindigkeit etwa 850 - 900 km/h. -

"Hört und sieht man, dass es schnell fliegt?"

Leichter Unmut bei den Schülern. – Dann ihre Ansage: "Na logo, Chef!" -

"Und nun zu unserer Erde, auf der wir alle leben dürfen. Wie schnell ist denn die?" - Ratlosigkeit und Verblüffung.

"Nun, schaut es ruhig daheim selber mal im Internet nach", sage ich dann, "die Erdumdrehung – die Rotation- beträgt am Äquator mal gerade so eben 1.670 Stundenkilometer, also deutlich schneller als ein Passagierflugzeug! Bei uns in Deutschland, einige Breitengrade näher zum Pol hin immerhin noch etwa 1.000 – 1.100 Stundenkilometer, wobei die etwas näher am Äquator lebenden Bayern wieder einmal etwas schneller sind als die Nordlichter…

- Und? Könnt ihr dieses extrem hohe Tempo am eigenen Leib spüren? - Also dreht sich die Erde wohl doch nicht, oder wie???" -


Jetzt hat es „Klick“ gemacht: Wir leben auf einer Erde, die sich eigentlich rasend schnell dreht, doch wir merken außer dem langsamen Wechsel der Tages-

zeiten überhaupt nichts davon. Es geht uns wie dem Fisch im Meer, der doch so gerne wüsste, wo das Meer eigentlich ist.

Er lebt darin und kennt es nicht. Wir leben als Getaufte auch mitten in der Taufgnade Gottes, die uns ganz umfasst, und wir merken nicht, was die Taufe alles in uns und um uns herum bewirkt. Aber später, später merken wir es, dass wir durch die Taufe ganz fest zu Gott gehören. Den eingangs zitierten Slogan von Barack Obama muss man als Christ deshalb klar korrigieren: Yes, God can!


Später, erst nachdem Jesus wieder aus dem Jordan gestiegen ist, da passiert das eigentlich Aufregende. Im Evangelium heißt es: „Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“

Der Himmel öffnet sich. Jesus blickt durch. Mit einem Schlag, wie vom Blitz getroffen, ist ihm alles klar. Er ist sich jetzt seiner Gottessohnschaft voll und ganz bewusst. Der Heilige Geist ist auf ihn herabgekommen „wie eine Taube“. So ähnlich heißt es in der Apostel-

geschichte über das Pfingst-Ereignis: „Zungen wie von Feuer“.

Das Wörtchen „wie“ sollte man nicht überhören. Der Heilige Geist schoss nicht als Super-Taube im Sturz-

flug vom Himmel. Da steht „wie“, das heißt, dies dient nur zur annähernden Umschreibung von etwas, was man menschlich kaum erklären kann.

Doch die Leute damals haben etwas von diesem Bild verstanden: Brieftauben können weite Strecken zurücklegen, finden aber immer wieder mit fas-

zinierender Sicherheit den Weg zu ihrem Ursprungsort zurück. Mit ihren scharfen Augen (sie könnten aus 30 Meter Entfernung noch die Zeitung lesen!) sehen sie, was uns Menschen immer verborgen bleibt.


Für Jesus öffnet sich jetzt der Himmel. Er bekommt endgültige Gewissheit. Das ist seine von Gott organisierte Amtseinführung. Ohne Pressekonferenz, aber schnell und unmissverständlich. Und sofort wirksam. - Ja, so ist es wirklich! Du bist es, du bist mein geliebter Sohn!


Johannes der Täufer hat vollkommen recht. Jesus ist der, der stärker ist. Aber eben nicht aus eigenem Macht-Denken, sondern aus dem Macht-Handeln Gottes, und das ist ein himmelweiter Unterschied!

Diese Amtseinführung sagt: Alles, was dieser vom himmlischen Vater so geliebte Jesus tut, kommt direkt aus Gott. Mit göttlicher Autorität kann Jesus wie eine geistliche Schiffsschleuse wirken: durch sein Heilshandeln bringt er die Menschen, die vor unüberwindlichen Sünden-Hindernissen stehen und aus eigener Kraft nicht mehr weiter können, wieder in das richtige Fahrwasser für ihren eigenen Lebensweg zu Gott.


Die radikale Lebenswende Jesu ist die Konsequenz aus dem soeben Erlebten. Jesus wird die Familie, Heim und Hof, seine Verwandtschaft und Nazareth verlassen, um die Frohe Botschaft im ganzen Land zu verkünden. Jesus wird allerdings vorher noch getestet werden, ob er dieser vom Bösen so angefeindeten Aufgabe gewachsen ist.

In der heute nicht vorgelesenen nachfolgenden Bibelstelle wird Jesus daher vom Geist in die Wüste geführt, um dort 40 Tage zu fasten und zu beten, und vor allem: um dem auf Erden allgegenwärtigen Versucher widerstehen zu lernen. Wörtlich übersetzt heißt es ziemlich dramatisch: „Der Geist schleuderte ihn hinaus aus dem Jordan, in die Wüste hinein…“

Was Jesus auch hier braucht, ist wieder die Konsequenz. Der Teufel unterbreitet ihm nämlich einige attraktive Sonderangebote. Die ganze Erde will er Jesus schenken. Der müsste dafür nur mal die Augen zudrücken. Er müsste nur mal vor dem Teufel niederknien und ihn ein paar Minütchen anbeten.

Ist doch nix dabei, oder???


Der Teufel hat jedoch Pech. Er muss jetzt lernen, wer wirklich der Herr über die ganze Schöpfung ist! Jesus bleibt auch in ärgster Not von 40 Wüsten-

tagen ohne Nahrung seiner göttlichen Berufung treu.

Keine Chance für den teuflischen Blender und Durch-einanderwerfer! - Das griechische Wort „pais“ für „Sohn“ kann übrigens auch korrekt mit „Knecht“ übersetzt werden. Der Gottessohn ist also gleichzeitig der Gottesknecht. Alles dreht sich ab dem heutigen Tauftag Jesu, nach diesem Schlüsselerlebnis in seinem Leben nur darum, in Treue den Willen des geliebten Vaters zu erfüllen.

Der Himmel hat sich über ihm geöffnet, auch wenn wahrscheinlich alle Umstehenden damals überhaupt nicht mitbekommen haben, was Jesus da gesehen und gehört hat. Das war eine Herzenssache zwischen Jesus und Gottvater, und daher wird im Evangelium keinerlei Reaktion der anderen Menschen erwähnt, auch nicht von Johannes.


Himmel und Erde sind jetzt wieder miteinander in Sprechweite. Mit Jesus ist der Himmel nicht aus der Welt, sondern er kommt ein Stück weit in diese unheile Welt hinein. Alle Menschen, die jetzt den Mut finden, diesem Jesus ihr Herz wirklich zu öffnen, sind keine hilflosen Waisenkinder im Strudel der wirren Zeiten. In der Taufe sind sie als Gotteskinder an-

genommen. Besser geht’s nicht. Yes, God can!


Trotzdem ge-

hören wir oft genug zum Stamme der „Ja-Aber“. Dieser merk-

würdige Volks-

stamm lebt weltweit, auch unter den Christen. Ob es ein Gen-Defekt ist, dass sie immer sofort ein „Aber“ auf den Lippen haben, wenn eine gute Nachricht kommt?

Es funktioniert in aller Regel etwa so: Man hört als Erwachsener die Predigt in der Kirche, man ist schon lange getauft und weiß natürlich, wie man nach Gottes Spielregeln leben soll.


Der Prediger ermuntert dazu, selbst einmal Lebens-Bilanz zu ziehen und sich dazu Jesus anzuvertrauen. Gerade im heutigen Evangelium wird uns ja wieder klar gemacht: Achtung, das ist er! Er ist da, für dich und alle! Das ist der wirkliche Messias, mit göttlicher Beauftragung, das Heil zu bringen!

„Ja, aber“ – so tönt es schnell aus den Wüsten des teuflischen Fallenstellers. Es kommt sofort, wie aus der Pistole des Teufels geschossen: „Ja – aber!“


Ich bin mir sicher: Dieses „Ja – aber“ liegt schon vorformuliert auf der Zunge, bevor der Prediger überhaupt einen einzigen Satz gesprochen hat.

Es ist stets vorrätig und wartet nur auf den günstigen Moment, wo ein einfaches, klares „JA“ diesem Menschen zuviel Aufwand bringen würde. - „Ja, aber“, sagt sich dieser Mensch nach der Predigt. „Das mag ja für viele gelten, aber für mich doch nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch gar nicht so die rechte Zeit…“


„Ja, aber“, sagt sich ein anderer dieses Stammes der Zweifler nach der Predigt. „Ich bin doch getauft, ich zahle kräftig Kirchensteuern, ich strample mich im Leben ab und leiste was. Und es geht mir doch gut dabei. Was will ich mehr?! Also bitte kein zusätzlicher Jesus-Stress für mich! Klar bin ich Christ. Soll ich Ihnen meinen Taufschein zeigen?


Weder der Evangelist noch die Prediger wollen irgendjemand persönlich angreifen. Gemäß dem heutigen Evangeliumstext wollen sie nur klarstellen: „Wach doch endlich auf! Der göttliche Sohn ist da, auch für dich!“

So gesehen, ist das heutige Fest „Taufe des Herrn“ ein guter Abschluss des kirchlichen Weihnachts-

festkreises. Das heutige Fest sagt: So, nun wisst ihr endgültig, woran ihr bei Jesus seid! Nehmt nicht nur das anrührende Bild eines kleinen Kindes in einer Krippe zur Kenntnis, sondern auch das Bild des Gottessohnes, dessen Speise es ist, den Willen seines himmlischen Vaters zu erfüllen. Nehmt diese Weihnachtsbotschaft mit in euer Jahr, in euer Leben!


Vor allem: Packt euer antrainiertes „Ja-aber“

auf den Müll. Es ist hoch-

giftiger Sondermüll!

Geht stattdessen zu Jesus, sprecht offen und ehrlich mit ihm! -Aber vergesst diese etwas dumme Tour: „Ich habe doch meinen Taufschein, also ist bei mir alles im grünen Bereich!“

Eine Person, die sich auf einem Parkplatz hinstellt, wird schließlich auch kein Auto! -

Nimm das Fest „Taufe des Herrn“ zum Anlass, über dein eigenes Verhalten als Getaufter nachzudenken.


„O Herr, ich bin nicht würdig!“ – Das gilt wohl für uns alle. Wenn es nach unseren Verdiensten vor Gott ginge, wären wir alle verloren. Aber genau darum geht es Jesus doch! Er bittet inständig, auch in jeder Heiligen Messe: Komm, lass dich von mir einladen! Komm, Gott will dir das Heil schenken, und zwar für dich kostenlos, gratis!

Das Wort „gratis“ kommt übrigens vom lateinischen „gratia“, und damit ist die göttliche Gnade gemeint! Gratis ist sie für uns, die göttliche Gnade, weil wir sie als Getaufte für immer und ewig geschenkt bekommen. Sie ist schon von jemand anders für uns bezahlt.


So richtet sich Jesus an jeden von uns und bittet herzlich: Komm auch du zum großen Fest! Gott wartet voll Freude auf dich. Lass deinen etwas vergilbten Taufschein, deine Eintrittskarte, von Gott mit seiner Gnade neu zum Strahlen bringen. Trau dich was!

Du wirst sehen:Yes, God can!




Taufe des Herrn (A)– 08.01.2008

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2.Advent B - Mk 1,1-8 - Räumdienst im Einsatz

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Nikolaus Wandinger: Gedanken zum Fest Taufe des Herrn >> RECHTSKLICK !

Die Taufe im Katholischen Erwachsenen-Katechismus

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Karl Veitschegger: Taufe ist Herrschaftswechsel

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Werkblätter der Kath. Landvolkbewegung (KLB), u.a. Taufe >>RECHTSKLICK !


Pfr. Dr. Johannes Holdt: Vom Sinn der Kindertaufe

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Die Feier der Kindertaufe – Pastorale Einführung (pdf)

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Alternative: Die gute Magda ist Haushälterin beim Pfarrer und kocht ebenso vorzüglich wie reichlich.

Und weil man keine Lebensmittel wegwirft, wird die fleißige Köchin immer runder.

Eines Tages wird ihr das doch zu riskant und sie macht dem Pfarrer einen einleuchtenden Vorschlag: „Herr Pfarrer, so kann das nicht mehr weitergehen. Entweder kommt ein Schwein in den Stall, oder es muss ein Kaplan ins Haus!“


Erfolgreich: Im Wallfahrtsort Lourdes herrscht mal wieder Hochbetrieb. Gerade kommt eine kleine Gruppe an die Grotte: ein Blinder, ein Tauber und ein Lahmer. Kein Problem: der Blinde schiebt den Rollstuhl des Lahmen, und der Taube führt die beiden sicher durch die Menschenmenge.

An der Quelle angekommen, besprengt der Blinde seine Augen mit Wasser. Ein lauter Ruf folgt nach unmittelbar danach: „Hurra! Ich kann wieder sehen!“

Der Taube drängt jetzt eilig nach vorne, tupft das Wunderwasser auf seine Ohren und schreit sofort: „Halleluja, die Jungfrau hat geholfen – ich kann wieder hören!“

Der Lahme wird sichtlich unruhig: „Mach voran!“, treibt er den Kollegen an, „schieb mich endlich auch zur Quelle!“ –

Gesagt, getan: mit einem kräftigen Schwung fahren sie den Rollstuhl bis ins Wasser. Es dauert nur eine Sekunde – und tatsächlich: Der Rollstuhl hat neue Reifen!


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