25.10.2010

Allerheiligen - 01.11.2010

(Fortsetzung)

Nein, von Freude und Jubel ist ausdrücklich die Rede. Diejenigen, die nach den oft brutalen Spielregeln dieser Welt von den meisten wohl eher als Verlierer angesehen werden,
die sind in Wirklichkeit,
in Gottes Wirklichkeit, ausgesprochene Glückspilze! - Sie hören hier eine verbindliche Zusage: Ihr habt
allen Grund zum Jubeln, zur Freude. Gott wird es euch auf seine
Art danken!

Viele Heiligennamen stehen in unseren Kalendern, und viele haben so im Laufe des Jahres ihren eigenen Festtag. Das heutige Fest erinnert uns aber daran, dass es viel mehr sind, unfassbar viele, die nach einem vorbildlichen Leben ihren Lohn im Himmel empfangen haben. Da gibt es eben nicht nur die Giganten unter den Heiligen und Seligen, deren Namen in aller Munde sind, vom heiligen Nikolaus über Franz von Assisi bis hin zu Mutter Teresa aus Indien.
Nein, allein die offizielle Liste der Kirche verzeichnet derzeit fast 7.000 Heilige und Selige und weit über 7.000 Märtyrer, von denen ganz zu schweigen, über deren Heiligkeit niemand weiß außer Gott.
Wenn man näher hinschaut, sieht man, dass da eine ganz bunte Schar zusammenkommt. Es gibt sie eben nicht, die Einheitsheiligen nach festem Normmaß. Da gibt es Kinder und Alte, da gibt es Handwerker und Priester, da gibt es einfache Menschen und tiefgeistige Mystiker.
Gerade in der Frühzeit des Christentums und in Hitlers Drittem Reich haben viele ihren Glauben nicht verleugnet, sondern sind dafür ins Leid oder gar in den Tod als Märtyrer gegangen. Auch heute noch werden zahlreiche Christen wegen ihres Glaubens in vielen Ländern verfolgt und benachteiligt.

Wir sind immer in der Versuchung, die Heiligen auf einen möglichst hohen Sockel zu heben. Da stehen sie dann gut.
Schön weit weg vom Alltag und für uns unerreichbar. Das hat den Vorteil, dass man die Heiligen als Exoten und irgendwie welt-
fremde Träumer abtun kann. Unsere Sprache spricht von „seltsamen Heiligen“ und meint damit schrullige Einzelkämpfer, fernab von Gut und Böse, fernab von jeder Realität, einfach lebensuntauglich.
Da ist es gut, dass uns das heutige Evangelium wieder auf den Boden zurückholt. Jesus zählt Verhaltensweisen auf, die keineswegs unerreichbar sind. Wenn er da z.B. sagt, „Selig, die arm sind vor Gott“, dann heißt das nicht, dass Leute gemeint sind, die keinen Cent mehr in der Tasche haben.
Arm sein vor Gott – das heißt doch in erster Linie: Wer sich in aller Demut vor Gott stellt und weiß, dass es nur Gott ist, der meine Leere mit seiner Gnade und Liebe füllen kann, der gehört vor Gott schon dazu zu seiner riesigen Jubelschar.
Wenn man sich die Lebensgeschichten von Heiligen anschaut, dann sieht man bei den meisten nicht nur eitel Sonnenschein. Manch einer von ihnen wurde wegen seines Einsatzes, wegen seines Eifers für Gott sogar in den eigenen Reihen misstrauisch beäugt und belächelt. Einige mussten großes Unrecht erdulden, das ihnen vom Boden-
personal Gottes auf die Schultern gepackt wurde. Als ein Beispiel von vielen will ich da Mutter Rosa Flesch nennen, die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Unter schwierigsten Be-
dingungen baute sie die Ordensgemeinschaft auf und musste dann erleben, wie sie durch Manipulation und hässliche Intrigen ins Abseits geschoben wurde. Doch Rosa Flesch tat weiter als einfache Schwester schweigend ihren Dienst bis an ihr Lebensende.

Heilige und Selige – das sind Menschen, bei denen zum Teil auch Fehler und Schwächen erkennbar sind. Oft haben sie selbst darunter am meisten gelitten. Heilige sind Menschen wie du und ich, die Vorurteile und Ängste hatten, denen manchmal Informationen fehlten und die Kinder ihrer Zeit waren. Das wird von der Kirche nicht aus-
geblendet oder unterschlagen.
Manche von ihnen waren im Umgang auch recht unbequem und sperrig, besonders, wenn sie sahen, wie Menschen gegen Gottes Gebote lebten. Auch die Versuchung kannten sie, und von vielen Heiligen weiß man, dass sie sogar häufig furchtbar unter dem Gefühl der Gottesferne litten. Nach dem Tod fand man zum Beispiel ein Tagebuch von Mutter Teresa in Indien und war bestürzt, wie oft sie dort niedergeschrieben hatte, sich von Gott ganz und gar verlassen zu fühlen. Aber sie hat eben nicht alles hingeschmissen, sondern sie ist wieder und wieder durch solche dunklen Tunnel gegangen, bis sie das Licht sah.

Heilige – das müssen nicht immer Super-
männer und Superfrauen sein. Aber es sind Menschen, denen die große Sehnsucht nach Gott nicht abhanden gekommen ist. Menschen, die mit ihrem Leben dafür einstehen, was sie glauben. Heilige sind wie weithin sichtbare Wegweiser. Sie wissen, wo es lang geht. Den anderen zeigen sie die Richtung an:
Nimm diesen Weg, geh daher, ich kann dir das nur empfehlen,
denn das ist ein Weg, der zu Gott führt!

So sind die Heiligen, alle Heiligen, auf ihre Art für uns heute auch immer wieder Mutmacher. Wenn wir ihr Leben studieren, sehen wir, wie sie auf ihre Art und in ihrer Situation das angenommen haben, was als Aufgabe vor ihnen lag. Dabei sind sie in der Spur ihrer Aufgabe geblieben, wie mit Winterreifen, die sich mit genügend
Profil ihren Weg durch den Schnee bahnen.
Wenn wir beim Friedhofsgang unserer lieben Verstorbenen gedenken, dann sind wir voller Trauer über alle, die uns schon verlassen haben. Doch der Besuch der Gräber und die Segnung zeigen auch: Wir wissen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Wer an Christus glaubt, der stirbt nicht einfach, sondern er zieht um – man könnte sagen, er hat in der Heimat eine neue Adresse.
Er kommt nach Hause, dorthin, wo er schon mit Liebe erwartet wird. Unser Gedenken, unsere Fürbitte an den Gräbern möge unseren Verstorbenen helfen, dass sie gut in Gottes Händen ankommen.


Predigt Pfr. Dr. Robert Nandkisore (pdf)
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Predigt Erzabtei St. Ottilien
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Predigt Prof. Dr. Dr. Klaus Müller: „Christliche Charakterkunde“
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Allerheiligen – ein beständiger Strom der Erinnerung
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Meine Predigt zu Mt 5,1-12a am 4. Sonntag im Jahreskreis A
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Überblick über das Selig- und Heiligsprechungsverfahren
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Heiligenlexikon: Heiligsprechungsverfahren in der kath. Kirche
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Beispiel M. Rosa Flesch: Intrigen in den eigenen Reihen
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Neuregelung bei Winterreifenpflicht in Deutschland
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Kein Streit mehr…


Nicht jeder hat ohne Hilfsmittel das Talent
zur Heiligkeit. Der heilige Vincenz von Paul erzählte gerne, eines Tages sei eine einfache Frau zu ihm gekommen, die sich bitter be-
klagte, sie lebe in ständigem Streit mit ihrem Mann. Vincenz von Paul nickte und bat sie, am nächsten Tag wiederzukommen. Inzwischen werde er ihr Anliegen Gott vortragen.
Als die Frau gegangen war, suchte er im Fluss einen runden Stein, nicht zu groß, nicht zu klein. Den steckte er sich in die Tasche. Als die Frau am nächsten Tag kam, erklärte er ihr, er habe einen Stein, der besondere Kräfte besitze.
„Wenn dein Mann mit dir zu streiten anfängt, nimm einfach den Stein in den Mund. Du darfst ihn erst wieder herausnehmen, wenn dein Mann sich beruhigt hat.“ - Die Frau bedankte sich herzlich und ging.
Nach einiger Zeit traf Vincenz von Paul die Frau wieder und er-
kundigte sich, wie es denn in der Ehe jetzt klappte. Die Frau strahlte: „Sehr gut, dein Stein ist wirklich ein besonderer Stein. Wir streiten überhaupt nicht mehr…“
Wenn Vincenz von Paul dies erzählte, fügte er gerne hinzu:
„Sie konnte ja auch nicht reden mit dem Stein im Mund. Auch mir hat diese Methode geholfen, die Sanftmut zu erlernen.“

PHONETIK - Der Lehrer bittet die Kinder, einen Satz mit Norwegen zu bilden. Meldet sich Josef zu Wort: "Ich weiß einen Satz, Herr Lehrer. Gestern hat meine Mama zu meiner Tante gesagt: 'Du hast deinen Mann doch nor wegen des Geldes geheiratet.'"

BAUERNSCHLAUHEIT - Der am 16. Juni 2002 heilig gesprochene Pater Pio war kein missmutiger Heiliger. Er liebte Scherze und erzählte gerne folgenden Witz: Ein Bauer sitzt im selben Abteil zusammen mit einem Priester. Als der Zug besonders schnell fährt, macht der Bauer ein etwas furchtsames Gesicht. Das nützt der Pfarrer aus und sagt: „Ja, mein Lieber, ist schon recht, dass Sie sich fürchten, denn jetzt geht es vielleicht direkt in die Hölle".
Die Angst des Bauern aber verwandelt sich zum Erstaunen des Pfarrers in Freude, und er erwidert: „Wie gut, dass ich eine Rückfahrkarte habe!"

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31. Sonntag im Jahreskreis C - 31.10.2010

(Fortsetzung)

Etwa 25 %
Zoll auf den Warenwert waren das damals – und manchmal sicher auch mal etwas mehr. Das war für viele Händler und Bürger sehr schmerzlich, zumal man von seiner Willkür abhängig war. Da rollte sicher manche Träne, da wurde vor Wut so manche Faust geballt. Aber er war ein Aufsteiger, ein Günstling der Römer, die seine Zollstationen auch mit Soldaten schützten. Da gab es kein Pardon – wer die Wucherpreise nicht zahlte, wurde massiv bestraft, bis hin zur Sklaverei.
Also beliebt war er nicht gerade, der raffgierige Großbetrüger Zachäus. Nun aber schien seinen Landsleuten endlich ihre Stunde gekommen, um zu zeigen, was sie von ihm hielten. Jesus war nämlich gerade dabei, auf seinem Wege nach Jerusalem durch Jericho zu gehen, damals eine größere Stadt mit Theater, Pferde-
rennbahn und einem regen Handel wegen der verkehrsgünstigen Lage an einer Karawanenstraße.
Zachäus hatte von Jesu Kommen gehört, wie die anderen auch.
Im Herzen hatte der Ausbeuter doch noch eine geheime Sehnsucht, und die ließ ihm keine Ruhe: er wollte Jesus sehen und sich selbst ein Bild von diesem
Gottesmann machen. Zachäus hatte aber ein Handicap, von dem bei uns jedes Kinder-
gartenkind schon weiß, denn die Zachäus-Geschichte wird immer wieder gerne erzählt und gespielt: Zachäus war etwas klein von Gestalt – also strengte sich die Zuschauermenge nach Kräften an, ihm die Sicht zu versperren. Durch deren Reihen gab es für ihn kein Durchkommen, und seine Landsleute amüsierten sich wohl heftig über seine vergebliche Liebesmüh.
Zachäus war klein, aber oho. Das hatte er leider schon oft genug geschäftlich bewiesen. Er konnte vorausdenken. So war ihm schnell klar, welchen Weg Jesus nehmen würde. Also lief er die Strecke voraus und - man glaubt es kaum - er kletterte auf einen Baum!
Das hat wohl eher nicht allzu vornehm ausgesehen, wie er sich da diesmal hocharbeitete – man sieht ihn förmlich schwitzen und keuchen, einfach eine Lachnummer…! Aber er schaffte es und verschwand fast für neugierige Blicke hinter den dichten Blättern
des Maulbeerfeigenbaumes.
Das macht ihn irgendwie sympathisch: Zachäus zeigt Einsatz und sitzt nicht wartend daheim im Wohnzimmer. Zachäus wusste, was er wollte. Auf dem Weg zu einem Ziel überwand er Hinder-
nisse, egal, wie anstrengend das für ihn wurde. Und als Zaungast im Baum konnte man in Ruhe abwarten und die Lage beobachten. - Ehe Zachäus aber irgendetwas tun oder sagen konnte, hatte Jesus ihn längst im Baum entdeckt. Das Unfassbare geschah: er rief Zachäus sogar bei seinem Namen. Bei Heilungen und Totenerweckungen hat er das oft so gemacht – den Namen gerufen. Zachäus war sprachlos vor Erstaunen. Offenbar kannte Jesus ihn, so als habe er ihn genau hier an dieser Stelle erwartet. Sofort folgte Zachäus der Aufforderung Jesu und kletterte herunter.
Interessant ist auch, dass Jesus sagte: „Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ - Hier wird sein göttlicher Lebens-Auftrag klar:
er ist der, der Heil bringt, der Heiland. Er geht diesen Weg konse-
quent und gegen Widerstände, bis er selbst es auch mit einem Baum zu tun bekommt, nämlich dem des Kreuzes.

Was dann bei den Zuschauern geschah, wundert uns nicht.
„Als die Leute das sahen, empörten sie sich“, heißt es. Es gab
doch wirklich genug Fromme im Ort, die Jesus liebend gerne auf-
genommen hätten. Aber nein – er musste ja unbedingt zu diesem Ekelpaket gehen und sich mit ihm in dessen schicker Villa an einen Tisch setzen. Im Orient trifft man sich normalerweise nicht privat daheim, sondern auf neutralem Boden, in einem Café zum Beispiel. Ins eigene Haus, an den eigenen Tisch kommen nur Verwandte, Freunde und Leute, denen man wirklich vertraut.
Zachäus war begeistert. Er nahm Jesus „freudig bei sich auf“, heißt es im Bibeltext. Zachäus war ein Licht aufgegangen. Er spürte sofort: Das ist nicht irgendein Prophet oder Wanderprediger. Das zeigte sich auch daran, dass er Jesus gleich mit dem gläubigen „Herr“ ansprach – wenn einer sein Leben für den Herrn öffnet, kann das Ergebnis eigentlich nur Freude sein.
Jesus tadelte Zachäus nicht, er kanzelte ihn nicht ab. Kein Wort der Kritik über dessen Sünden, die er garantiert mindestens ebenso schlimm fand wie die Mitbürger von Zachäus. Jesus spürte, was gerade in Zachäus vorging. Er ist durch die Begegnung mit Jesus heil geworden, geheilt von seiner Krankheit, der Geldgier.
Wir wissen, Jesus konnte auch heftig reagieren. Hier jedoch war Jesus wie ein Arzt, der Verwundetes heilt. Erst wer geheilt ist, kann überhaupt anders, kann gesund und richtig leben.
Zachäus machte jetzt Nägel mit Köpfen. Jetzt oder nie!
Ganz klar hatte er selbst seinen wunden Punkt aufgedeckt, die unersättliche Gier nach immer mehr Geld. Da setzte er nun von sich aus den Hebel an: er versprach Jesus, die Hälfte seines Vermögens an Arme zu geben und denen, die er über’s Ohr gehauen hatte, das Vierfache zurückzugeben.
Faszinierend, wie er sich um 180 Grad gedreht hat: vorher unbe-
grenzte Raffgier, nun fast grenzenlose Großzügigkeit. Der Mann ging wirklich auf’s Ganze – diesmal als ein Aufsteiger, der den schwierig-
sten Aufstieg für Menschen geschafft hat, nämlich den über den eigenen Egoismus hinaus!
Und wir? Lassen wir uns von der Bekehrung des Zachäus Mut machen? - Lassen wir uns von Jesus mit unserem Namen ansprechen?
Sehen wir unsere Schattenseiten und verdrängen sie nicht? - Bedenken Sie: Was ich nicht wahrnehme, kann ich auch nicht verändern!
Jesus möchte auch unser Gast sein. Lassen auch wir ihn
in unser Herz hinein – wir werden es nicht bereuen.
Die Geschichte von Zachäus zeigt: wir sind von Gott über alles geliebt. Nichts von unseren Taten und Untaten kann so schlimm sein, dass er nicht zu uns kommen will. Gibt es einen schöneren Grund, um unsere Mitmenschen und auch uns selbst zu lieben und barmherzig zu sein?

Kinderkirche – Nacherzählung mit overhead-Projektor
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…ausgelegt von Prof. Dr. Ludwig Volz
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„Sie werden euch hassen“ – Christenverfolgung weltweit (112 S. pdf)
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Einleuchtend: Heute ist Pilotenprüfung für Hubschrauber. Der Prüfer will den ersten Prüfling etwas aus der Reserve locken und fragt: „Wozu hat ein Hubschrauber eigentlich diese Rotorblätter?“ Die Antwort irritiert ihn doch etwas: „Damit der Pilot nicht so schwitzt!“ - Etwas angesäuert reagiert der Prüfer: „Lassen Sie solchen Unsinn!“ - Der Kandidat jedoch beharrt auf seiner Antwort: „Nein, nein, das ist schon richtig so! Neulich habe ich beim Training mal einen gesehen, bei dem die Rotorblätter ausgefallen sind.
Was glauben Sie wohl, wie da der Pilot geschwitzt hat…!“


Gut aufgepasst: Der Bischof höchstpersönlich hatte sich aus-
nahmsweise zur Prüfung eines jungen Religionslehrers in einem Bergdorf angekündigt. Der Prüfungskandidat belehrte darum seine Schüler: „Kinder, glaubt bitte nicht, weil wir zu unserem Herrgott
„du" sagen, dürft ihr auch unseren hochwürdigsten Herrn Bischof
so anreden; zu dem sagt man immer „Euer Bischöfliche Gnaden!" Während der Religionsprüfung fragte der Oberhirt ein braves Mädchen: „Kannst du mir sagen, wie das sechste Gebot lautet?" Das Mädchen dachte an die eindringliche Belehrung des Lehrers
und antwortete pflichtbewusst: „Euer Bischöfliche Gnaden sollen nicht Unkeuschheit treiben."

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23.10.2010

Pfarrbriefe - Gestaltung und Druckmöglichkeiten

(Fortsetzung)

Recht gute Ergebnisse erzielt man schon nach relativ geringer Einarbeitungszeit mit weniger detailreichen Programmen wie
etwa „Microsoft Publisher“, das es auch in Deutsch für derzeit
189 Euro direkt bei Microsoft gibt. Auch das zeitlich beschränkte kostenlose Testen ist dort nach Anmeldung möglich
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Auch bei „Microsoft Publisher“, das ich selbst gerne nutze, ist natürlich ein relativ schneller Computer mit entsprechender Speicherkapazität angeraten. Allein der download des Programmes kann je nach Übertragungsgeschwindigkeit über eine Stunde dauern.
Um den Pfarrbrief später drucken zu können, müssen die fertigen Vorlagen der Druckerei allerdings meistens in ganz bestimmten Dateiformaten vorliegen, häufig im pdf-Format. Dafür gibt es wiederum eine ganze Reihe von Programmen. Ich selbst verwende dafür den kostenlosen und anwenderfreundlichen „pdf24 Creator“, mit dem ich sehr zufrieden bin >> BITTE KLICKEN !

Es geht erfreulicher-
weise noch wesentlich einfacher:
das Bistum Hildesheim bietet mit dem neuen Gemeinde-
DruckPortal
eine leicht bedienbare und preiswerte Hilfestellung für Pfarrbrief-Redakteure an. Ein Demo-Film führt anschaulich vor, wie nutzerfreundlich die Software ist, die den Kunden nach Anmeldung zur Verfügung steht. Der Preis: Gemeinden aus dem Bistum Hildesheim zahlen eine monatliche Gebühr von 10 Euro, solche aus anderen Bistümern 20 Euro.
Das ist gut investiertes Geld, wenn man seine Nerven schonen will und mehr als ein bis zwei Pfarrbriefe im Jahr herausbringt.
Der Nutzer wird von diesem Programm von Menüpunkt zu Menüpunkt weitergeführt, wobei derzeit etwa 18 verschiedene Seiten-Layouts zur Verfügung stehen. Auf Wunsch übernimmt das Bistum sogar den Druck über eine angegliederte Druckerei, man kann aber auch die fertige Datei speichern und den Druckauftrag anderweitig vergeben.
Die Anmeldung lohnt sich in jedem Falle, denn man darf das Gemeinde-DruckPortal 14 Tage kostenlos und unverbindlich ausprobieren >> BITTE KLICKEN !

Letztlich ist die Frage der geeignetsten Druckerei nicht pauschal zu beantworten, denn die Voraussetzungen und Ansprüche der Pfarr-gemeinden sind schlichtweg zu verschieden. Beispielsweise wird so mancher Pfarrbrief sehr kostengünstig gedruckt, weil die Druckerei dort eine große Anzeige gratis schalten darf oder den Druck auch mal als Sachspende gegen Spendenquittung ansieht. Viele Ge-
meinden haben jahrelange gute und verlässliche Verbindungen, die man nicht wegen ein paar Euros aufgibt.
Wer da flexibler ist, sollte auf jeden Fall mehrere Angebote einholen. Dabei muss man aber sehr genau hinschauen, damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Das beginnt bei der Qualität des Papiers und endet z.B. bei der Pünktlichkeit der Lieferung. Auch die Bedingungen für die von der Redaktion zu liefernden Dateien sollte man gründlich studieren, um Enttäuschungen zu vermeiden. In der Regel ist es aber von Vorteil, wenn die dann ausgewählte Druckerei bereits über Erfahrungen mit Pfarrbriefen verfügt, wie überregional z.B. diese hier: „KIRCHENDRUCKEREI“ >> BITTE KLICKEN !
„Gemeindebriefdruckerei“ >> BITTE KLICKEN !
"Pfarrbrief24.de" >> BITTE KLICKEN !
„Druckzeitung.de“ >> BITTE KLICKEN !
"gemeindebrief-in-farbe.de" >> BITTE KLICKEN !

Diese Liste ist natürlich ohne Gewähr und subjektiv; sie lässt sich z.B. durch persönliche Empfehlungen und Recherche im Internet beliebig verlängern.
Welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht? Vielleicht haben Sie selbst als „Macher“ sogar einen Tipp auf Lager? Schreiben Sie mir und meinen Lesern Ihren Hinweis –
ein ganz dickes „Danke“ dafür!

HINWEIS ZUR
HAUPTSEITE DES PREDIGTGARTENS:
ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE? >> bitte hier klicken !


19.10.2010

30. Sonntag im Jahreskreis C - 24.10.2010

(Fortsetzung)

Und durch seine un-
bestritten vielen guten Taten glaubt er, den Himmel bereits im Vorverkauf erworben zu haben. Für den Zöllner da hinten hat er nur einen verächtlichen Blick übrig.
Jesus macht solchen Leuten einen Strich durch die Rechnung. Es geht um Gläubige, die „von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten“. Solche Menschen sehen ihre Mitmenschen durch ihre eigene Gerechtigkeits-Brille, aber nicht mit dem liebenden Blick, der die Sünde hasst, aber den Sünder liebt.
Die Sympathie von Jesus gehört eindeutig dem Zöllner, aber nicht wegen seiner üblen Machenschaften. Jesus sieht auf sein Herz.
Er sieht, was der Pharisäer nicht sehen will: da ist ein verachteter Sünder, der in seinem Leben ganz unten angekommen ist.

Der Zöllner weiß, dass er ein Sünder ist. Er beschönigt gar nichts. Er sagt nicht: „Einer muss es doch machen!“ oder „Meine Eltern und meine Erziehung sind schuld!“ oder sonstwas, womit man sich gerne herausreden will. Das ist heute ja schon fast ein Volkssport:
alles lässt sich irgendwie entschuldigen. Der Zöllner hat seine Lage wirklich erfasst. Sein Leben ist eigentlich wie ein Schrotthaufen.
Jetzt zieht er vor Gott Bilanz und bekennt voller Schmerz:
Lieber Gott, was man im Leben falsch machen kann, das habe ich auch alles falsch gemacht. Ich bin vor dir hoffnungslos in den roten Zahlen…! - Er wagt gar nicht, zu Gott aufzublicken. Der Kopf bleibt vor Scham gesenkt.
Jesus zeigt mit diesem Beispiel: Dieser Mann zeigt echte Reue.
Im Gegensatz zum Pharisäer weiß er, dass er sich nicht in den Himmel einkaufen kann. Und vor allem: er kehrt vor der eigenen Tür und nicht bei anderen! Und dieser Mann verlässt den Tempel in den Augen Gottes als „Gerechter“, der Pharisäer aber nicht.
Wir lernen daraus, dass wir die Beurteilung anderer Menschen getrost Gott überlassen sollten – der ist der einzige Experte!
Franz von Assisi soll dazu gesagt haben: „Der Mensch ist nur das, was er vor Gott ist, nicht mehr und nicht weniger!“
Gott erhebt durch Jesu Wort laut Einspruch gegen alle unsere Arten von Hochmut. Der ist nämlich die Grund-
sünde schlechthin. Schon im Paradies hat der Mensch sich überschätzt und wollte „sein wie Gott“. - „Hochmut kommt vor dem Fall“, sagt ein Sprichwort dazu.
Wir alle sind immer wieder in Gefahr, ein Stück weit solch ein Pharisäer zu werden, der seinen Stellenwert aus dem Vergleich mit anderen und mit der Verachtung anderer definiert. Vor Gott hat aber jeder Schuld auf sich geladen; niemand ist unschuldig am Zustand dieser Welt.
Es bleibt eine lebenslange und anstrengende Aufgabe, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen (man zeigt dann mit vier Fingern auf sich selbst).
Es sind schon mehr Leute über ihre lose Zunge ge-
stolpert als über ihre Füße, sagt eine Redewendung.
Niemand von uns hat die Eintrittskarte für den Himmel schon in der Tasche. - Aber Jesus ist kein Angstmacher; im Gegenteil: das heutige Beispiel ermutigt uns, dass wir wie der Zöllner mit allem, was wir falsch gemacht haben, vor Gott kommen sollen und es aussprechen dürfen.
Machen wir es wie der Zöllner - besinnen wir uns und beten:
„Gott, sei mir Sünder gnädig!“

Predigt Prof. Dr. Gerhard Rau, Heidelberg (pdf)
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Predigt Pfr. Michael Thein, Bayreuth
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Predigt Pfr. Heiner Reinhard, Walkenried (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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missio-Gestaltungselemente zum Sonntag der Weltmission
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Heiliger Beistand für die kostbaren Daten?
Jedenfalls wird auf der verlinkten Seite ein „Maria USB Stick“
mit 2 GB oder 4 GB Speicher-
kapazität angeboten. Wenn der Speicherstift mit dem Computer verbunden ist, beginnt das rote Herz Mariens zu schlagen – erst langsam, dann beim Speichern von Daten schneller. Der Stift wurde vom Designer Luis Eslava entworfen und schon auf mehreren internationalen Design-Ausstellungen präsentiert.
Näheres hier: >> BITTE KLICKEN !


Beinahe Philosophisches - Wenn Superkleber wirklich überall klebt, warum nicht auf der Innenseite der Tube?
- Warum muss man für den Besuch beim Hellseher einen
Termin haben?

- Warum ist einsilbig dreisilbig?
- Leben Verheiratete länger, oder kommt ihnen das nur so vor?
- Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht, kann er dann wegen Geiselnahme verurteilt werden?
- Wenn nichts an Teflon haftet, wieso haftet es dann an der Pfanne?
- Auf den meisten Verbrauchsgütern steht "Hier öffnen". Was wäre, wenn dort stehen würde: "Woanders öffnen"?
(Quelle: mir leider nicht bekannt)

Lecker: Aufregung bei Familie Schmitz: Die 17-jährige Tochter bringt ihren neuen Verehrer am Sonntag zum Abendessen mit.
Der Freund ist vom üppigen Essen begeistert und macht der Hausfrau ein Kompliment: „Also, so gut wie bei Ihnen habe ich schon lange nicht mehr gegessen!“ Alles strahlt, bis man den Kommentar des kleinen Bruders deutlich hört: „…und wir auch nicht!“

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