19.01.2009

3. Sonntag im Jahreskreis B - 25.01.2009

(Fortsetzung)

Jesus entscheidet sich, damals und heute. Jesus ruft heraus aus dem Alltag. Er wählte keine Schriftgelehrten aus, sondern Fischer. Wir können letztlich nur ahnen, warum er gerade sie auswählte. Fischer sind jedenfalls Menschen, die wie Hirten hellwach sein müssen. Schnelle Wetterwechsel waren auf dem See sehr gefürchtet. Sie halten stets Augen und Ohren offen. Sie wissen, dass ihr Erfolg von vielem abhängt und nicht immer nur ihr Verdienst ist. Das Wetter muss mitspielen, und man muss im richtigen Augenblick an der richtigen Stelle im See sein, um Erfolg beim Fang zu haben. Dankbarkeit für gesunde Heimkehr und für ein volles Netz ist bei ihnen selbstverständlich. Zudem sind die Fischer ausgesprochene Team-Arbeiter, denn bis zu 14 Leute arbeiteten damals in einem Boot als Steuermänner, Ruderer und Fänger. Alle saßen wortwörtlich in einem Boot, jeder war von den anderen abhängig.


Jesus entscheidet sich. Er ruft Menschen konkret heraus. Letztlich weiß nur er allein, warum er gerade jenen ruft. Doch als Bibelleser wissen wir natürlich, dass er auch Fehlschläge erlitt. Viele hat er gerufen, im ganzen Lande zur Umkehr aufgerufen, aber lange nicht jeder, der gerufen wird, folgt auch diesem Ruf. Das war damals so, und heute ist es nicht anders.


Jesus ruft also weit mehr Menschen, als man aus dem heutigen Evangelium vermuten kann. Wie wir eben schon erkannt haben: Viele hören ihn, aber es fehlt ihnen der Mut, seinem Ruf zu folgen.

Der Berg ihrer Einwände und Bedenken ist zu groß.

Oder sie sind unsicher, ob sie auch wirklich gemeint

sind. Diese Angst lähmt. Sie fühlen sich, als müssten sie wie ein Zirkus-Artist über ein Seil balancieren,

den gefährlichen Abgrund unter sich. Wirkliche Artisten jedoch belehren uns: Sie können nur erfolg-

reich sein, wenn sie hart trainieren und sich absolut vertrauen. Der Springer streckt im entscheidenden Sekundenbruchteil nur die Hände aus, und nur der Fänger packt zu. Würde der Springer auch zupacken wollen, gäbe es ein Handgemenge und das Risiko einer gebrochenen Hand. Der Springer streckt nur die Hände aus, zupacken und fangen muss ein anderer. Anders geht es nicht.


So ähnlich ist es auch mit denen, die Jesus nach-

folgen. Die Fischer damals haben das kapiert, und viele Tausende, die ihnen nachfolgen. Viele haben den Ruf Jesu gehört, egal ob für ein Leben im Kloster, ein Leben als Priester oder pasto-

raler Mitarbeiter oder auch für ein Leben als Christ in Familie und Gesellschaft. Die innere Einstellung ändern, hellhörig werden, den modernen Ratten-

fängern nicht auf den Leim gehen, denen die richtigen Klamotten und die Verjüngungs-

creme wichtiger sind als das ewige Heil. Darauf kommt's an.


„Die Zeit ist erfüllt“, ruft uns Jesus zu. Wenn er uns ruft, dann sorgt er auch für uns, dann packt er uns auch an der ausgestreckten Hand und fängt uns sicher auf. Da wird keine Familie verhungern, weder bei den Fischern noch bei uns.

Gott sorgt wunderbar für die, die sich ihm wirklich öffnen. Sie wissen: Wir können nicht tiefer fallen als bis in Gottes Hand, und die ist noch sicherer als das Rettungsnetz, das die Trapez-Artisten immer spannen. Das bezeugen viele, die sich wirklich wie diese Fischer auf den Ruf Jesu eingelassen haben.

Ihr Leben ist reich und schön geworden.


Da treffen sich nach langer Zeit zwei Bekannte zufällig an einer Imbissbude. Der eine bestellt sich eine Currywurst mit Fritten. Er ist sehr erstaunt, als der andere sich das auch bestellt: „Ich denke, du bist Vege-

tarier?“ – Der andere darauf: „Ja, unbedingt! Das stimmt schon, aber ich bin nicht praktizierend!“

Das finden wir lächerlich. Wie kann man bloß behaupten, Vegetarier zu sein, wenn man in der Praxis doch Fleisch isst?! - Wenn man das jedoch auf Christen überträgt, scheint das nicht lächerlich, sondern normal zu sein: Man behauptet, Christ zu sein, aber in der Praxis lebt man nicht so.

Wenn Jesus uns also das nächste Mal zuruft:

„Das Warten ist vorbei – das Reich Gottes ist dir nahe! Komm, hinter mich!“ -, dann könnten wir die Chance nutzen, der er uns bietet. Dann könnten wir es mal ausprobieren mit einer Antwort. Am besten mit dieser: „Ja, Herr, hier bin ich! Zeige mir den Weg, den ich für dich gehen darf!“


Predigt St.Josef Lohne: Nachfolge (pdf)

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Kurzpredigt: Rasch entschlossene Fischer

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Heinrich Spaemanns Lebensregeln

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Allerlei über Mariä Lichtmess / Darstellung des Herrn (2.Februar) >>> RECHTSKLICK !


Meine Gedanken zu Darstellung des Herrn (2.2.)

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Anton ist ein extremer Geizhals. Als seine Mutter überraschend gestorben ist, muss er einen Sarg für sie besorgen. Ihn trifft fast der Schlag, als der Bestatter dafür 1.200 Euro haben will.

„Ausgeschlossen!“, findet Anton, „so viel will ich auf keinen Fall ausgeben.“ – So zeigt ihm der allmählich etwas genervte Bestatter Sarg um Sarg, bis sie schließlich beim billigsten Modell für 390 Euro angelangt sind.

Das Gesicht von Anton verrät dem guten Mann schon, was sein Kunde davon hält. Da wird es dem Bestatter doch zu dumm. „Wissen Sie was, bringen Sie Ihre Mutter einfach her, und wir beide schrauben für 80 Euro schnell vier Griffe dran!“


Wie bekannt, tragen die Angehörigen von Ordens-

gemeinschaften hinter ihrem Namen ein Kürzel, das verrät, in welcher Gemeinschaft sie tätig sind.

Die Franziskaner z.B. benutzen das Kürzel OFM,

die Jesuiten SJ und die Benediktiner OSB. Bei einer Tagung treffen sich Mitglieder verschiedener Orden und geraten am späteren Abend in Streit darüber, welchen der Orden Gott wohl am liebsten habe.

Schließlich kommen sie auf die rettende Idee, Gott selbst in dieser Sache zu befragen. Einen Zettel mit der Frage legen sie noch nachts auf den Altar der Kapelle im Tagungshaus. Für den nächsten Morgen haben sie sich um 8.00 Uhr in der Kapelle verabredet, um gemeinsam nachzusehen, ob Gott geantwortet hat.

Tatsächlich – in sauberen Druckbuchstaben steht Gottes Antwort auf dem Zettel: „Ihr Lieben alle ! Selbstverständlich sind mir alle Ordensgemeinschaften gleich lieb. Mein Segen für euch! Unterschrift: Gott SJ“


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