26.11.2012

Predigt 1. Adventssonntag C -- 02.12.2012

(Fortsetzung) 
 Advent – da denken wir doch in erster Linie gerne an den Advents-
kranz, an Licht in dunkler Zeit, wir denken vielleicht an Glühwein und Plätzchenduft,
an geschmückte Straßen und Häuser und sicher auch immer häufiger und dringlicher an all die zu leistenden Vorbereitungen für das bevorstehende Weihnachtsfest, wie z.B.: Für wen muss ein Geschenk besorgt werden? - Wen darf man bei der Weihnachtspost auf keinen Fall vergessen? - Sind auch alle Termine der mehr oder weniger adventlichen Feiern richtig notiert? - Was gibt es dieses Jahr als Festessen und wer besucht wen an welchem Tag?

So oder so ähnlich spukt es jetzt in den meisten Köpfen herum. Die alljährlich vorweihnachtliche Routine hat uns eben fest im Griff. Wenn man da nicht aufpasst, ist man auch bald gefangen in solch einem Denken, in der all-
täglichen und alljährlichen Wiederkehr von Tätigkeiten, von Planungen, von Verpflichtungen. Es ist wie bei dem berühmten Sketch, der an Silvester immer läuft. Bei „Dinner for One“ gibt es jedes Jahr die absolut genau gleiche Prozedur. Eben „alle Jahre wieder“, wie es so treffend auch in einem Weihnachtslied heißt.
Da wird heute im Gottesdienst unsere Routine aber erheblich gestört! Biblische Ruhestörung sozusagen. Jesus wendet sich mit dem heutigen Evangelium ausdrücklich an Menschen, die ihm nachfolgen, an seine Jünger und damit auch an uns, die wir ihm als Christen heutzutage ebenfalls folgen wollen.
Zuerst schildert der Evangelist Lukas die vielfältigen Zeichen der kommenden Endzeit vor der Wieder-
kehr des Herrn. Diese Zeichen sind nicht nur unübersehbar, sondern einfach furchterregend, ohne dass sie im Evangelium im Detail ausgemalt werden. Im Text heißt es aber: „Die Menschen werden vor Angst vergehen“. - Noch wörtlicher übersetzt würde die Bibelstelle lauten: ihnen geht der Atem weg, ihnen geht die Luft aus. Die Ereignisse sind also so schrecklich, dass den meisten Menschen glatt die Spucke wegbleibt. Sie können kaum noch Luft holen, sie sind mit den Nerven völlig am Ende. Sie stehen total unter Schock. Das hatten sie so nicht erwartet, das wirklich nicht. Damit hatten sie einfach nicht gerechnet. Das Ende der Welt, das war rein theoretisch schon klar, aber dass es gerade jetzt kommt…
Das Evangelium hat gottlob noch einen zweiten Teil, wie Sie wissen. Er beginnt mit einer Dienstanweisung Jesu: „Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter…“, heißt es da ganz präzise. Diejenigen, die an Jesus glauben und ihm nachfolgen, bekommen hier Verhaltensregeln für diese Situation mit auf den Weg. Der Weltuntergang und die Wiederkehr des Herrn „mit großer Macht und Herrlichkeit“ sind also nichts, wo Christen sich abducken müssten. Es gilt für sie eben nicht das Motto: Kopf in den Sand, bloß nichts sehen, nichts hören. - Nein, Christen brauchen nicht auf Tauchstation zu gehen, wenn es so weit ist. Sie gehören nicht zu denen, die dann vor Angst erstarren wie das Kaninchen vor der Schlange.
Ganz im Gegenteil: Die Christen haben sich darauf vorbereitet. Sie wissen schließlich, dass dies irgend-
wann so kommen wird. Ihr ganzes Leben ist eigentlich so etwas wie eine Vorbereitungszeit. So wie die Sportler sich jahrelang auf ihre Teilnahme bei den
Olympischen Spielen vorbereiten und dafür fleißig und ausdauernd trainieren, so bereiten die Christen sich ihr Leben lang auf das Kommen des Herrn und den Tag des Gerichtes vor. Wenn dieser Tag, wenn diese Stunde dann da ist, dann sind sie also keineswegs überrascht. Der Herr selbst hat es doch angekündigt. Wie könnte man das nur überhören?
Die Christen richten sich auf und erheben ihre Häupter, wie der Herr es ihnen gesagt hat. Erhobenen Hauptes und standhaft im Glauben können und dürfen sie auf das Wiederkommen des Herrn warten. Das Ende dieser Welt mit all ihrem Schmerz und all ihren kleinen und großen Katastrophen ist für die Christen kein schreck-
liches Ende. Sie können vielmehr voller Freude sagen: Ende gut, alles gut!
Dies sagt das heutige Evangelium auch in der Begründung, warum die Christen erhobenen Hauptes das Ende erwarten dürfen. Der Satz endet nämlich mit der Erklärung: „…denn eure Erlösung ist nahe“. Da wird also kein sinnloses Chaos stattfinden, kein kosmischer Blutrausch, der alles Leben vollkommen auslöschen will!
All das läuft vielmehr auf ein vorher bestimmtes Ziel hinaus: auf das machtvolle Erscheinen von Jesus Christus. Dessen Gericht muss sich jeder Mensch stellen. Da gibt es kein Austricksen, keine Gesetzes-
lücke, keine Steuer-Oase und auch kein ärztliches Attest.
Erhebt eure Häupter! Kopf hoch! Aber nehmt euch in acht!
Im Evangelium heißt es: „Nehmt euch in acht, daß Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren…“
Da sehen wir mal wieder, wie gut doch die Menschenkenntnis der Bibel ist! Auch wir Christen sind nicht davor gefeit, uns in der Routine des Alltags-
betriebes zu verfangen. Auch wir Christen sind immer wieder in der Gefahr, uns einzunebeln oder einnebeln zu lassen, sei es durch Alkohol oder andere Rausch-
mittel oder sei es einfach durch die vielen Sorgen und Probleme des Alltags. - Die Bibel weiß, wie gefährdet wir da sind. Es gibt ja sooo viele wichtige Dinge, die unbedingt noch erledigt werden müssen.
Und gerade vor Weihnachten, da gibt es sooo viel zu bedenken, zu planen. Da hat man den Kopf wirklich voll, wobei das kirchliche Bodenpersonal nicht ausgenom-
men ist, das im Advent oft genug im schnellsten Galopp von Besinnung zu Besinnung eilt.


 
Das heutige Evangelium sagt aber nicht nur, was wir nicht tun sollen, sondern es verrät uns auch, wie wir uns am besten auf das Kommen des Herrn vorbereiten können. Hören wir es noch einmal genau hin: „Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.“
Na, wunderbar! - So mag mancher jetzt denken. Wachen und beten, und das allezeit… Vielleicht fällt dem einen oder anderen dabei sogar der Dienstmann Alois ein, der als Münchner im Himmel nach festgelegter Ordnung frohlocken und „Hosianna“ singen sollte. Dies missfällt ihm jedoch auf’s Äußerste, und so wird er schließlich als untauglich für den Himmel wieder auf die Erde zurückgeschickt…

Wachen und beten. Wie soll ich das denn schaffen? Das ist ja wohl eher etwas für die Fachleute, die das gelernt haben und auch die nötige Zeit dafür haben, also
z.B. die Mönche und Nonnen in den Klöstern! -- Solch ein entmutigender Gedanke kann manch einem schon kommen. Ich und wachen! Ich und beten!
Ich habe ja schon Mühe genug , dem Gottesdienst konzentriert zu folgen! – Wie soll ich denn dann erst solch eine gewaltige Anforderung bewältigen?
Und schon fühlt man sich unter riesigem religiösen Leistungsdruck!
Gleichzeitig will man den Appell Jesu am liebsten möglichst schnell für sich beiseite schieben und ver-
drängen: Das kannst du vergessen, Jesus! Ich schaffe das einfach nicht. Das ist wie mit einer Diät. Bei mir ist das Umfallen und Versagen schon garantiert, da habe ich noch überhaupt nicht angefangen. Das macht wirklich keinen Spaß!

Diese Reaktion ist auf den ersten Blick nur allzu verständlich. Wer von uns ist schon so ein frommer Super-Athlet?! Doch Vorsicht – vielleicht liegt da ein grundsätzliches Missverständnis vor, wenn man gleich von schweißtreibender Schwerstarbeit ausgeht.
„Wacht und betet allezeit…“ – Vielleicht ist damit gar nicht eine religiöse Schinderei gemeint, die uns die letzte Kraft raubt.
Niemand, kein Mensch, kann ununterbrochen wachen. Niemand kann tage- und nächtelang rund um die Uhr und ohne jede Unterbrechung Ge-
bete sprechen. Irgendwann, früher oder später, kippt da jeder um, und im schlimmsten Falle ist man kranken-
hausreif oder gar tot.
Die Angelegenheit ist also doch etwas komplizierter. Versuchen wir es mal mit einem Vergleich. Sicher kennen Sie eine Person, an der Ihr Herz hängt. Das kann der geliebte Ehepartner sein, ein Kind oder Enkelkind – da gibt es viele Möglichkeiten. Und ganz und gar und bis über beide Ohren verliebt waren die meisten auch schon mal. Wie schrecklich ist es dann, wenn man für längere Zeit oder gar für immer von einem so geliebten Menschen Abschied nehmen muss, wenn man sich also trennen muss! Und wie schnell fließen
die Tränen, wenn man einen geliebten Menschen nach langer Zeit, die einem fast unendlich vorkam, wieder in die Arme schließen darf…!
Immer denkt man an die geliebte Person, sie geht einem gar nicht aus dem Sinn! Manchmal ist das sogar so heftig, dass man sich deswegen kaum noch auf andere Dinge konzentrieren kann. Es kann sein, dass man z.B. als heftig Verliebter kaum noch essen und schlafen kann, so sehr ist man in Gedanken bei diesem Menschen!
„Wacht und betet allezeit…!“ – Wie selbstverständlich und geradezu federleicht ist das, aus den Augen des unsterblich Verliebten betrachtet. So wie man sich wohl kaum zwingen muss, jetzt und gleich nur ja an den geliebten Menschen zu denken, so wenig ist es Arbeit oder Mühe, wach zu sein und an Gott zu denken!
So wie man ganz selbstverständlich alles daran setzt, mit einem gelieb-
ten Menschen in ständigem Kon-
takt zu bleiben, heute auch gerne mit Handy und vielen getippten SMS-Nachrichten, so ist das eigentlich auch mit dem Beten gemeint. Wer sich der Liebe Gottes wirklich öffnet und sich dessen Liebe tagtäglich bewusst ist, der verliebt sich gewissermaßen auch in Gott.
Es ist dann fast schon so wie mit dem Atmen. Da musst du dir ja auch nicht ständig einreden: So, jetzt einatmen! So, jetzt ausatmen! – Du machst es einfach. Mit jedem Atemzug kannst du sogar innerlich mitbeten, z.B. das kurze „Herr, erbarme dich!“ oder Ähnliches.
Jetzt ist Advent. Jetzt ist die Zeit, sich besonders auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. „Wachet und betet allezeit!“, sagt Jesus zu uns. So bittet er uns um die Erwiderung seiner unfassbar großen Liebe. Seien wir
in Gedanken möglichst oft bei ihm, dem wirklich lieben Gott. Und für die Sparfüchse unter Ihnen: Sie wissen ja - es kostet uns noch nicht einmal Telefongebühren – wir Christen haben da auch eine „Flatrate“ … 



 

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           Vorbereitung
Auf einer Halbinsel an einem italienischen See liegt ein großes Anwesen mit einer herrlichen alten Villa. Nur der Gärtner lebt dort jahrein und jahraus ganz allein und pflegt alles offensichtlich ganz prächtig.
Als ihn einer der ganz wenigen Spaziergänger am Zaun des Parks antrifft, kann er seine Frage nicht unterdrücken: „Sagen Sie mal, wie lange sind Sie eigentlich schon hier?“
Der Gärtner rechnet nicht lange: „28 Jahre.“
„Aber ich habe die Besitzer noch nie zu Gesicht bekommen. Wann waren die denn das letzte Mal hier?“
Auch diesmal braucht der Gärtner nicht lange nachzu-
rechnen. Sofort kommt seine präzise Antwort: „Vor 12 Jahren, mein Herr!“
Das erstaunt den Frager noch mehr, und er meint anerkennend: „Wie es scheint, haben Sie aber alles so gut in Ordnung gehalten, dass die Herrschaften morgen hier einziehen könnten…“
Der Gärtner lächelt ein wenig und meint nur: „Heute, mein Herr, heute!“
So wie dieser Gärtner mit seiner Herrschaft rechnet,
so möchte ich auf die Wiederkehr des Herrn warten können.    (Quelle: mir leider nicht bekannt)

 
Die Religionslehrerin will das Thema „Gebet“ elegant beginnen: „Was tut ihr zu Hause vor dem Essen?“, fragt sie die Kinder.
„Wir waschen uns die Hände“, ist die einzige Antwort.
„Naja, das ist richtig. Aber was ist noch viel wichtiger?“
Keiner weiß darauf eine Antwort, so muss sie etwas nachhelfen: „Was sagt denn dein Vater, wenn er sich
an den Tisch setzt?“
Da meldet sich Simon und verkündet: „Was, schon wieder Eintopf?“


„Bist du wahnsinnig geworden, auf einen Jogger zu schießen?!“, schimpft ein Jäger mit seinem Kollegen auf dem Hochsitz. „Wieso denn Jogger?“, grinst der, „auf seinem T-Shirt steht doch Reebok…!“

Große Trauer im Bischöflichen Ordinariat. Ein Abtei-
lungsleiter ist plötzlich verstorben. Natürlich ist dies auch noch nach Tagen Gesprächsthema Nr. 1 im Hause. Eine Angestellte meint zu ihrem Kollegen: „Ist schon traurig, dass er so früh von uns gegangen ist.“ – „Ja“, meint der, „aber ich frage mich die ganze Zeit, wer da eigentlich zusammen mit ihm gestorben ist!?“ – „Wieso denn mit ihm?“ – „Na, in der Todesanzeige
stand doch: Mit ihm verstarb einer unserer fähigsten Mitarbeiter…!“

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20.11.2012

Predigt 34. Sonntag im Jahreskreis B -- 25.11.2012

In dieser ständig unruhigen Region des römischen Reiches ist die La-
ge ohnehin angespannt.Immer wie-
der tauchen aus den Reihen der Juden Führerpersönlichkeiten auf, die eine Bedrohung darstellen könnten. Der römische Geschichts-
schreiber Flavius Josephus berichtet wörtlich von mehreren „Räuberkönigen“ in Israel, die Aufstände angezettelt hatten. Sie alle mussten von den Römern - koste es, was es wolle -  gefunden, gefangen und gekreuzigt werden.
Unter allen Umständen sollte Ruhe im römischen Ein-
flussbereich herrschen, gab es doch ohnehin genügend Brandherde vom fernen Germanien bis hierher. Doch diese Ruhe war in den Provinzen Israels nicht nur im Interesse der römischen Besetzer, sondern auch im Interesse etlicher religiöser Würdenträger der Juden.
Aus vielen Bibelstellen wissen wir, wie misstrauisch auch sie beobachteten, wieviel Zuspruch Jesus im Volk fand. Nicht nur die Tempelreinigung Jesu steckte ihnen als Schrecken noch in den Knochen. Aus ihrer Sicht war Jesus mit seinem Eifer nichts anderes als geschäfts-
schädigend. Und wenn er damit weitermachte, ihre religiöse Heuchelei beim Namen zu nennen, war ihre ganze privilegierte Stellung in Gefahr.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis die römische Staatsmacht und ein Teil der religiösen Elite der Juden einige gemeinsame Interessen entdeckten. Eine der Folgen davon war die Gefangennahme Jesu.
Nun ist es im Evangelium so weit: Jesus steht  vor Pontius Pilatus. Ein Gefangener, der zum Tode verurteilt werden soll. Er soll rasch aus  dem Weg geräumt werden. Doch dafür braucht man Pontius Pilatus. Todesurteile sind allein seine Sache.
Als angeblicher Messias strebe dieser Jesus nach der Macht im Lande, heißt es jetzt. Ein gefährlicher Auf-
rührer also. Schon sein Einzug in Jerusalem war ein einziger Triumphzug, so wie das Volk ihm zujubelte! -   Das Volk, das waren leidende und unterdrückte Men-
schen, die auf einen Messias warteten, der sie aus der Hand der Römer befreite und außerdem immer für genug Brot sorgte. Jesus selbst hatte natürlich nie ge-
sagt, König von Israel werden zu wollen.
Nun steht Jesus also da, Auge in Auge mit Pontius Pilatus, dem mächtigen und mit allen Wassern ge-
waschenen Politiker. Gewissermaßen findet jetzt ein Spitzengespräch statt, auf der einen Seite der brutale Vertreter der waffenstarrenden Macht der Besetzer, auf der anderen der gewaltlose berühmte Rabbi, der für so viel Wirbel sorgt.
Pontius Pilatus ist das Ganze wahrscheinlich sowieso sehr lästig; am liebsten sollten die Juden ihre Querelen untereinander austragen.
Der Zeitpunkt kommt ihm auch ungelegen, denn kurz vor dem Paschafest ist die Stadt proppevoll mit Pilgern, und vielleicht auch wieder mal mit irgendwelchen Heiß-
spornen und Störenfrieden. Da heißt es jetzt besonders aufpassen und die Lage genau beobachten!
Zu allem Überfluss für Pontius Pilatus ist auch noch sein einflussreicher Freund und Förderer Sejan in Rom wegen eines Putschversuchs gegen Kaiser Tiberius hingerichtet worden. Der Machtpolitiker Pilatus weiß, dass er sich jetzt keinen Fehler erlauben darf, sonst ist auch sein  eigenes Ende gekommen.
Pontius Pilatus kommt bei Jesus gleich zur Sache. Er will die ganze Angelegenheit so schnell wie möglich vom Tisch haben, er will nicht lange herumfackeln. Seine Frage ist so knapp wie irgend möglich: „Bist du der König der Juden?“ - Was für eine Frage ist denn das, wenn sie aus seinem Munde kommt?! 
Ein König, das ist für ihn doch einer, der ohne mit der Wimper zu zucken alles durchsetzt, was ihm gerade nützlich erscheint.
Ein König, das ist ein Machthaber, also einer, der die Macht hat und  sie fest umklammert hält, damit sie ihm niemand mehr entreißen kann.
Und vor allem ist ein König einer, der auch über genügend folgsame Untergebene und Soldaten verfügt, um seinen Ansichten stets den  nötigen Nachdruck zu verleihen.
Natürlich weiß Pontius Pilatus, dass der Mann, der da vor ihm steht, alles das nicht ist und nicht sein will. Aber er ist nun mal angeklagt, König sein zu wollen. Das wäre dann natürlich nicht nur Majestätsbeleidigung, sondern Aufruhr und Volksverhetzung.
Als Jesus zurückfragt, woher Pilatus das denn wisse, nennt Pilatus sofort Ross und Reiter: Deine eigenen jüdischen Leute waren es, die das behaupten. Und er signalisiert sofort, dass er das Ganze ohnehin nicht versteht: „Bin ich denn ein Jude?“ -  Das soll heißen: Frage mich bitte nicht, ich verstehe sowieso nicht, was denn jetzt schon wieder bei euch Juden los ist.
Jesus versucht dennoch, Pilatus auf die richtige Spur zu führen, indem er antwortet: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.“
Jesus bestätigt es hier ausdrücklich: Ja, ich bin ein König!  -Doch seine gleich doppelt angefügte Erklärung lässt keinen Zweifel aufkommen: Das ist nicht ein Königtum, wie Pontius Pilatus es sich vorstellt. Manchmal sagt man das heute schon mal über jemand: „Der ist wohl nicht von dieser Welt!“ – Damit will man ausdrücken, dass ein solch edles und fast naives Verhalten nicht in unsere harte Wirklichkeit passt.
Nicht von dieser Welt, das heißt hier aber: Jesu Königtum ist kein Königtum, wie viele Menschen es in dieser Welt ertragen und erleiden mussten: ein Königtum der Gewalt, der Intrigen, der bösen Machtspielchen, der Ausbeutung und Ungerechtigkeit. „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt“, sagt dagegen Jesus.  - Ob Pilatus so etwas überhaupt versteht?
Ganz verdutzt fragt er noch einmal nach: „Also bist du doch ein König?“ - Jesus bestätigt es ihm ausdrücklich und fügt an: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“
Jetzt wird es dann doch für den Machtmenschen Pontius Pilatus endgültig zu kompliziert. Ein König, der gekommen ist, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. Was soll man denn dazu sagen?
Seine Reaktion ist auch dementsprechend, steht aber leider nicht mehr im heutigen Evangelium, sondern direkt anschließend. Pilatus entgegnet Jesus nämlich: „Was ist Wahrheit?“  – Und dann verlässt Pilatus einfach den Raum. Das Gespräch ist damit beendet.
Was ist schon die Wahrheit? – So wie Pontius Pilatus denken auch heute die meisten Menschen. Das ist doch alles relativ. Da hat doch jeder so seine eigene Sicht der Dinge. Soll doch einfach jeder so leben, wie er will, so lange er die anderen in Ruhe lässt. Das ist doch wie beim Essen, da hat eben jeder so seinen eigenen Geschmack… 
Also heißt heute die Devise: leben und leben lassen. Es muss doch jeder selber wissen, was er tut. Da mischen wir uns nicht ein. Das geht uns eigentlich nichts an.
Das ist allerdings nicht die Haltung Christi und der Christen. Jesus sagt an anderer Stelle von sich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)
Diese Wahrheit heißt eben auch, dass es nicht nur die vielen Könige, Mächtigen und Herrscher dieser Welt gibt. Diese Wahrheit heißt auch, dass eben aus christlicher Sicht nicht jeder munter drauflos leben kann, wie er gerade will. Da gibt es nämlich so etwas, dass sich Gebote Gottes nennt. Unsere menschliche Ungerechtigkeit und all das Böse haben eben nicht das letzte Wort. Gott wird eben nicht zu allem Ja und Amen sagen oder wie beim Computer flott mal für uns die „ENTER“-Taste drücken.
Jesus ist gekommen, um für die wirkliche Wahrheit Zeugnis abzulegen. Die Wahrheit – das ist die Wahrheit Gottes, die im ganzen Universum gilt. In der ara-
mäischen Sprache, die auch Jesus sprach, steht für „Wahrheit“  übrigens das Wort
„emuna“, und das heißt wörtlich übersetzt nicht nur „Wahrheit“, sondern auch „Treue“.
Gott ist die Treue, er steht zu seinem Wort. Die Bibel ist voll von Beispielen, wie Gott seine Zusagen einhält. Als Stichworte sollen hier nur Abraham oder David genü-
gen. Die größere Wahrheit Gottes ist, dass es nicht nur die Könige und Mächtigen dieser Welt gibt. Der eigent-
liche König und Herr ist Gott selbst. Das ist eine wirklich frohe Botschaft, denn der wirkliche Herrscher ist kein Herrscher, der sich seine goldene Krone polieren lässt. Der wahre König hat stattdessen die Erniedrigung und den Schmerz der Dornenkrone für uns auf sich genom-
men. Der wirkliche König ist so groß, dass er sich ganz klein machen kann, und auch so klein, dass er in einem zugigen Stall als Menschensohn geboren wird. So klein, dass er sich vor seine Jünger hinhockt und ihnen ihre staubigen Füsse wäscht. So klein, dass er uns alle an seiner Königswürde teilhaben und in der Taufe Kinder Gottes werden lassen will.
Ja, das ist wirklich ein König! – Dieser König sieht es als seine wichtigste Aufgabe an, Recht zu sprechen in seinem Reich. Den Armen, den Benach-
teiligten, den Unter-
drückten wird er zu ihrem Recht verhelfen. Na, wenn das kein krönender Abschluss des Kirchenjahres ist! – Doch auch den letzten Satz des heutigen Evangeliums sollte man nicht übersehen. Er heißt: „Jeder, der aus der Wahrheit ist,
hört auf meine Stimme.“
Die Wahrheit Gottes ist nicht einfach nur da. Die Wahrheit Gottes will auf Erden auch angewendet und verbreitet werden. Sie will nicht nur geglaubt, sondern vor allem auch getan werden.
So sagt es Jesus auch dem Ratsherrn Nikodemus: „Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht.“   (Joh 3,21) Die Wahrheit tun, also nach der Wahrheit des wahren Königs leben, dazu sind wir aufgerufen. Christus ist der eigentliche König. Ihn sollen wir hören. Ihm sollen wir
ge - hören. Ob jemand in seinem Leben auf der Seite des wahren Königs steht oder nicht, das zeigt sich.
Ob jemand  aus der Wahrheit lebt, das zeigt sich.
Solche Menschen hören auf seine Stimme, sagt Jesus. Sie hören, was er sagt, und sie folgen ihm, ihrem König. - Prüfen wir auch uns immer wieder: Lebe ich wirklich so, dass ich meinem König treu folge?


Predigt P. Martin Löwenstein SJ
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Predigt Dr. Nikolaus Wandinger
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Pfr. Karl Sendker: Predigt dort auswählen!
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Predigtgedanken in „Dienst am Wort“
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Predigt Br. Richard Kuchenbuch  >> BITTE KLICKEN !
Gottesdienstentwurf Pfr. Bruno Layr
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VIRC Wien: Lesungen und Kurzkommentar  (pdf)
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Jesus und Ratsherr Nikodemus: Die Wahrheit tun 
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Dr. Jörg Sieger: Pontius Pilatus und andere Statthalter  
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Meine Predigtgedanken zu Christkönig Lesejahr A
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Ein augenzwinkernder Test: Welcher Adventstyp sind Sie ? (pdf)  >> BITTE KLICKEN !
Das Teekesselchen-Spiel  >> BITTE KLICKEN !            


Mit über einer Stunde Verspätung kommt Hans im Büro an. Der linke Arm ist in einen dicken Verband einge-
wickelt. „Tut mir leid, Chef“, meint er entschuldigend, „aber ich bin gestolpert und hingefallen…“ – Der unterbricht ihn barsch und meint nur: „Na und? Das dauert doch keine ganze Stunde…!“

Richter zum Angeklagten: „Wissen sie, was Sie hierher geführt hat?“ Angeklagter ernst: „Mein starker Glaube, Herr Richter!“ –
„Ihr Glaube??“ – „Aber ja, ich habe ganz fest geglaubt, dass die Bank keine Alarmanlage hat...!“

Ein Mann gibt seine Einkommenssteuer-Erklärung persönlich ab. Der Finanzbeamte lässt ihn Platz nehmen, bittet aber noch um einen Moment Geduld und schaut dann minutenlang auf den Bildschirm seines Computers. Irgendwann wird der Steuerzahler doch etwas ungeduldig. Er versucht es einigermaßen höflich, zeigt auf die Blumen auf der Fensterbank und meint ganz trocken: „Das soll ja ziemlich ungesund sein…!“ -
Was denn bloß?“, schaut der Finanzbeamte missmutig hoch.  – „Na, Blumen im Schlafzimmer…“


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14.11.2012

Predigt 33. Sonntag im Jahreskreis B -- 18.11.2012

(Fortsetzung)
Und schnell werden sie alle in diesen Chor miteinstim-
men: die Sekten-
anhänger, Jünger aller möglichen Weltuntergangs-Propheten von Nostradamus bis zur Möchtegern-Wahrsagerin aus Fernsehen oder Zeitschrift, Kartenleger und wer weiß  wer sonst noch alles.
Auch die Vertreter der heute weit verbreiteten Ellen-
bogen-Mentalität  sind da gerne mit einem Spruch mit von der Partie, frei nach dem Motto: Alles geht sowieso den Bach runter! Lasst uns also auf die Pauke hauen, dass es nur so kracht! Wir wollen Spaß, wir wollen so viel von allem, wie wir irgendwie mit beiden Händen schaufeln können.Wir sind doch nicht blöd! Jetzt gilt es – und nach uns die Sintflut!
Wer in diesen Kategorien denkt, der hat das heutige Evangelium nicht zu Ende gelesen oder gehört. Es geht eben nicht um die große Panikmache. Das Thema ist eben nicht: Großalarm - das Weltall brennt!
Vielmehr geht
es um ein Er-
eignis,das alle Christen weder überraschen noch schockieren soll. Da bricht eben nicht völlig über-
raschend der Winter herein und kein Mensch hat Winterreifen mon-
tiert. Zumindest die Christen wissen es vorher und sind rechtzeitig gerüstet dafür.
Es geht um den endgültigen Advent, um die Erfüllung unserer Vater-unser-Bitte: „Dein Reich komme!“. –
In der Messfeier beten wir nach den Wandlungsworten:
„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auf-
erstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“
  Wir wissen es doch: Der Herr wird wiederkommen, und zwar „mit großer Macht und Herrlichkeit“, wie es im heutigen Evangelium heißt. Schon das Wort  „Herrlich-
keit“
 signalisiert, dass dies wohl kaum als Drohung gedacht sein kann. Oder fühlen Sie sich bedroht, wenn Sie etwas ganz Herrliches sehen? Einfach herrlich wird es sein, wenn der Herr einst wiederkommt! Unbeschreiblich herrlich!
Seine Engel wird er aussenden, heißt es. „…vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels“  werden seine Boten unterwegs sein. Das heißt doch: sie werden überall unterwegs sein, in jedem Winkel, an jedem Platz, an den sie als Boten geschickt werden. Ihre Aufgabe ist klar formuliert:
Sie sollen die Menschen, die der Herr ausgewählt hat, aus allen Ecken und Enden zusammenführen und zu ihm bringen. Eine himmlische Extrafahrt gewisser-
maßen. Keiner wird dabei vergessen.
Das ist die ganz frohe Botschaft an diejenigen, die auf dieses Ereignis vorbereitet sind. Und das ist auch das Stichwort für das heutige Evangelium: es geht um die richtige Vorbereitung!
Jesus wählt dazu einen sehr an-
schaulichen Vergleich. Vom Feigenbaum sollen wir Christen lernen: „
Sobald seine Zweige saf-
tig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.“   --
Dazu muss man wissen, dass im Lande Israel wegen des milden Klimas viele Bäume auch im Winter ihr Laub behalten. Der Feigenbaum gehört aber zu den wenigen Bäumen, die auch dort ihr Laub abwerfen und daher im Frühjahr neue Blätter treiben. Wenn es dann so weit ist, kann jeder, der nicht mit völliger Blindheit geschlagen ist, eindeutig und zweifelsfrei erkennen: Aha, jetzt geht es mit dem Frühling los, der Sommer ist also nicht mehr weit!
Jesus macht uns allen damit klar, dass es kein Rätsel-
raten geben wird um die Zeichen der Zeit. Nein, da wird keine Spekulation nötig sein, kein Kartenlegen und auch keine Wahrsagerei. All das ist grober Unsinn, denn das Ende wird so deutlich und unmissverständlich erkennbar sein wie das Austreiben saftiger Blätter. Allerdings nur für diejenigen, die  ihre Augen offen halten.
Wenn Jesus ausgerechnet ein Bild des Frühlings wählt, ein Bild des Wachsens, dann will das bei uns Christen ganz besondere Frühlingsgefühle wecken: Ja, da grünt alle Hoffnung, da wird Leben sein in Fülle!
Die Augen offen halten – das ist ein zweites Stich-
wort: Der Christ soll also  ein aufgeweckter Bursche sein.Christen sind keine Tagträumer und keine, die ihr Leben lang herumdösen. Christen sind aufmerksame Leute.
Sie lassen sich nicht einlullen vom Geschrei der Medien und Verkaufs-Strategen. Sie wissen, das ihr Leben kein Produkt eines blinden Zufalls ist, sondern gottgewollt.
Und die Christen wissen auch, dass ihr Leben schließ-
lich nicht in einem sinnlosen Nichts endet. Am Ende steht nicht der Untergang, sondern da steht Christus, der strahlende Sieger und Herr! -- Es geht also nicht um ein Ende wie bei einer Sackgasse, sondern es geht um ein Ankommen am eigentlichen Ziel, es geht um Voll-
endung,
um ein Ende in unfassbarer Fülle!
Die Menschheit wird also nicht einfach mal so unter-
gehen, bloß weil da vielleicht ein Irrer auf den Atom-
raketenknopf gedrückt hat. Alles, was geschieht und wann es geschieht, liegt nämlich fest in Gottes Hand. „Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft“, sagt Jesus. Und „Generation“ ist da gemeint im Sinne von Menschengeschlecht. Auch dies ist also eine klare Absage an jede Panikmache!
Wir haben diesen Appell sicher schnell verstanden: Jesus erzählt dies alles so genau, um auch uns heute ganz wach zu machen. Seine Botschaft ist klar: Schaut genau hin, was sich in eurer Welt, in eurer täglichen Umgebung so alles tut. Lasst euch nur kein X für ein U vormachen.
Damit wären wir beim letzten Stichwort:Wie geht das denn:  wachsam sein? -- Das beant-
wortet uns schon unser Alltag. Schauen wir z.B. auf die Feuerwehr. Damit es im Ernstfall nicht zum Chaos kommt, damit jeder Handgriff sitzt, wird immer wieder geübt. Immer wieder werden denkbare Gefahrensituationen von der Mann-
schaft durchgespielt. Jeder kennt seinen Platz und seine Aufgabe. In kürzester Zeit kann im echten Notfall ein-
gegriffen und Leben gerettet werden.
Zu unserer christlichen Wachsamkeit gehört also auch, dass wir unsere Aufgabe, unser Leben als Christ immer wieder überdenken und einüben. Da reicht es eben nicht, Gottes Gebote  auf dem Papier zu kennen. Man muss sie auch einüben, man muss sie auch trainieren.
Oder mit einem Bild aus dem Bereich der Eisenbahn erklärt: man muss rechtzeitig in seinem Leben die Weichen richtig stellen, sonst fährt der eigene Lebens-
zug wer weiß wohin.
Wachsamkeit ist aber nichts Hektisches. Wir müssen nicht ständig unter Strom stehen. Das Christentum ist keine Sportart und es gibt weder Sekt noch Siegertreppchen für einige wenige Gewinner. Unser aller Aufgabe besteht vielmehr darin, konzentriert zu sein, allzeit bereit zu sein, wie die Pfadfinder es formuliert haben. Also einfach immer nur Ausschau halten, denn jeder Tag, jede Nacht könnte der letzte Tag, die letzte Nacht unseres Lebens sein, bevor der Herr eintrifft!
Das heutige Evangelium kurz vor Ende des Kirchen-
jahres erinnert uns Christen ganz eindringlich daran: alle irdischen Sicherheiten zählen gar nichts mehr, wenn der Herr kommt! 
Manche haben dies schon schmerzlich in ihrem Leben erfahren müssen. Ganz plötzlich und ohne jede vor-
herige Warnung kann das Verfallsdatum von Wohlstand, Gesundheit und allem irdischen Glück erreicht sein. Wohl dem, der nicht blind und taub für die heutigen Worte Jesu  ist, wohl dem, der sich auf diesen Frühling freut.
 


Predigten und Fürbitten der Karl-Leisner-Jugend
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Predigt (ev.-ref.) aus der Schweiz (pdf-Datei)
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Predigt Pfr. Karl Sendker >> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Josef Mohr >> BITTE KLICKEN !
Gottesdienstentwurf Pfr. Bruno Layr
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Predigt Pfr. Georg Späh (pdf)
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Predigt Diakon Franz Schuh
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Familiengottesdienst-Entwurf des Bonfiatiuswerkes (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar zu Mk 13,24-32 (pdf) >> BITTE KLICKEN !
VIRC Wien: Lesungstexte und kurze Einführung (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Weltuntergang 21.12.2012: Der Countdown läuft (nicht) …  >> BITTE KLICKEN !
„Wikipedia“ über den Katastrophenfilm 2012
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Viele Tipps für selbstgebastelte Adventskalender
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Der Pfarrer erklärt im Religionsunterricht:
„Manche Gebote Gottes gelten besonders dringend für ganz bestimmte Leute. Wer kann mir ein Beispiel nennen?"
Der kleine Hans hat eine Idee: „Das achte Gebote zählt hauptsächlich für die Lehrer, denn da heißt es: Du sollst kein falsches Zeugnis geben!"

Eine Pfarrgemeinde hat sich zu einer Missionswoche entschlossen,um den Glaubensschwung in der Pfarrei zu erneuern. Ein Pater ist als Referent auf einem Plakat an der Kirchentüre angekündigt.
Sein Thema steht in großer Schrift da und soll die Leute wachrütteln: „Weißt du, was Höllenqualen sind?“
Ein aufmerksamer Kirchenbesucher hat darunter gekritzelt: „Klar doch, ich habe unseren Kirchenchor schon gehört!“

Die heutigen Predigtgedanken können Sie per E-Mail anfordern oder selbst herunterladen (Link funktioniert bis mindestens 1.1.2013):
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08.11.2012

Ist "kreuz.net" bald gestoppt? -- David Berger hat (angeblich) die Namen der Macher...

(Fortsetzung)

Wie es heißt, trudeln täglich E-Mails mit mehr und vor allem weniger brauch-
baren Hinweisen ein. Ziel der Aktion unter or-
ganisatorischer Leitung von David Berger ist es, den Behörden mög-
lichst eindeutiges Material liefern zu können, um – ja, um was eigentlich…?
Da man die Server von kreuz.net offenbar trotz vieler Versuche nicht dauerhaft angreifen kann und kreuz.net „überall und nirgends“ ist, wie "DER SPIEGEL" den aktuellen Standort ziemlich dürftig umschreibt, will man stattdessen die Verantwortlichen persönlich erwischen. Und was die betrifft, so gibt es merkwürdigerweise recht verschiedene Angaben der privaten Ermittler gegen kreuz.net: Der Schwulen- und Lesbenverband etwa verkündete, beim Personal von kreuz.net handele es sich um „insgesamt 14 Personen: neun katholische Pfarrer, ein Bischof, ein Diakon, ein Landtagsabge-ordneter aus Bayern und zwei Atheisten.“ Hingegen weiß „DIE ZEIT“ von David Berger, dass es sich „um eine drei- bis vierköpfige Redaktion handelt“, bestehend aus Kirchenmitarbeitern, und sogar „im Hinblick auf die Finanzierung“ sieht Berger Verbindungen zur Kirche, kann man dort lesen.
Doch auch „DER SPIEGEL“ hat diesbezügliche Informationen von David Berger erhalten. Der Berliner Staatsanwaltschaft sei eine Liste mit fünf (!) Namen übergeben worden: „eine Person lebt in Deutschland, eine in der Schweiz, drei Personen leben in Österreich“, behauptet er dort, und „auch ein deutschsprachiger Bischof ist unter den Verdächtigen“, aber „die Beweis-
lage ist noch zu dünn“
.
Um das Bild von den Erkenntnissen Bergers abzu-
runden, sei noch die „AUGSBURGER ALLGEMEINE“ erwähnt, die ihn mit dem Hinweis zitiert, dass auffallend viele kreuz.net-Nutzer aus dem Bereich der Diözese Augsburg kämen. – Na, nun wissen wir es also ganz genau, wo die Verantwortlichen stecken…
Konkrete Namen werden auch gehandelt, so etwa der von Pfarrer Hendrick Jolie, einer der Sprecher des Netzwerkes katholischer Priester. Der aber ist sauer über die Unterstellung und distanziert sich „in aller Deutlichkeit“ von kreuz.net…
Einige journa-
listische Beobachter können sich ange-
sichts dieser Lage etwas Ironie nicht ganz verkneifen.
So heißt es etwa
bei „heise.de“, die aktuelle Kampagne gegen kreuz.net habe denen „eine Million Extra-Zugriffe durch den Presserummel“ beschert. Man verstehe auch nicht ganz, warum solche Leute sich darüber aufregten (dass von Dirk Bach behauptet wird, er schmore nun in der Hölle), die selbst gar nicht an die Existenz der Hölle glaubten. Spöttisch schließt der Artikel dort mit einem fiktiven Ausblick auf den ggf. anstehenden Gerichtspro-
zess, in dem man sich dann erst mal richterlich mit dem Problem beschäftigen müsse, „ob eine Hölle existiert und wie sich diese untergliedert…“  --
Na, ich fürchte, da ist noch reichlich Material in Reserve für die nächsten Kapitel in diesem Krimi… 

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David Berger outet sich…

Entzug der Lehr-Erlaubnis…

David Berger: Papst für Todesstrafe für Schwule?

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