30.11.2010

2. Advent A - 05.12.2010

(Fortsetzung)

Johannes hat bemerkt, dass auch „viele“ Pharisäer und Sadduzäer in der langen Reihe standen, um sich von ihm taufen zu lassen. - Aber warum freute er sich nicht darüber, dass viele der geistigen Führer des jüdischen Volkes ihn ebenfalls aufsuchten? War das nicht ein großes Kompliment für ihn?
Unglaublich, wie heftig er sie mit Worten attackierte: „Schlangenbrut“ nannte er sie, wobei die Schlange seit Adam und Eva als Symbol für Täuschung und Falschheit galt. Heute würde man vielleicht sagen: Johannes rastete beinahe aus, als er vor sich die „Superfrommen" sah. Er machte ihnen in seiner Predigt auch prompt die Hölle heiß: Sie sollten bloß nicht glauben, sie würden dem Gericht entgehen!

Die Erklärung für seine heftige Reaktion lieferte er gleich nach: Offenbar beriefen sie sich gerne darauf, Abraham zum Vater zu haben und damit gewissermaßen ganz automatisch zu denen zu gehören, die den Himmel sicher haben. Daher auch seine klare Aufforderung an sie: „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“ – mit anderen Worten: Ihr könnt mir hier viel erzählen, lasst erst mal Taten sprechen!
Johannes wusste offenbar ganz genau, dass es ausgerechnet bei denen, die sich für sehr fromm hielten, besonders schwierig wird. War ihr Auftritt bei Johannes wirklich echt? - Oder war es doch eher so, dass sie ganz selbstverständlich dachten, Gott könnte mit ihnen und ihren religiösen Leistungen im Grunde doch mehr als zufrieden sein?
Ja sicher, auch sie gingen mit zu Johannes – aber Hand auf’s Herz: waren sie wirklich bereit zur Umkehr? - War ihnen überhaupt bewusst, dass auch sie der Buße und Umkehr bedurften?

Damit nähern wir uns auch der Frage, was das heutige Evangelium mit uns zu tun hat. Johannes sagt auch uns am zweiten Advents-
sonntag: Vertut euch nicht! An euren Früchten werdet ihr gemessen – es genügt eben nicht, sich selbst für fromm zu halten.
Und damit sind wir bei einem Kernproblem. Sicher haben manche Prediger in vergangenen Jahrhunderten mit ständigem Schüren von Höllenangst viele Gläubige total verängstigt und so zu einem sehr einseitigen Gottesbild beigetragen. Aber heute haben wir oft genug das andere Extrem, frei nach dem Motto: Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind, wie es so schön in einem Karnevalslied heißt.
Wenn wir den liebenden Gott predigen, zu dem Jesus so herzlich „abba“ (Papa) sagte, ist dies grundsätzlich gut. Aber heute wird oft auch in der Kirche so getan, als sei Gott der alte, harmlose Mann, der uns einfach alles durchgehen lässt. - Ein Prediger, der heute seinen „Schäfchen“ im Gottesdienst mit Worten wie „Hölle“ und „Gericht“ kommt, ist natürlich auch kein so beliebter Seelsorger wie sein Kollege, der es allen passend macht und es mit niemandem verderben will.
Die Warnung des Johannes gilt jedoch, ob wir sie nun weitersagen oder lieber ver-
schweigen: Die Axt des Gerichtes ist schon an den unfruchtbaren Baumstamm gelegt, um ihn zu fällen, denn die ihm zugedachte Aufgabe des Obstbaumes ist es nun einmal, für seinen Herrn gute Frucht zu bringen.
Die Warnung des Johannes geht ausdrücklich an die Frommen,
an die schon glaubenden Menschen. Und da betrifft sie auch uns. Er macht jedem von uns klar: Fromme Leute, die sich im Alltag wie Heiden benehmen und ihren Taufschein fälschlich schon für die Eintrittskarte in den Himmel halten, die haben es sehr schwer,
sich wirklich zu Jesus zu bekehren.
Das ist wie mit dem Sperrmüll. Man muss sich schon entscheiden: wer ernsthaft eine neue Einrichtung haben will, der muss die alte auch wirklich aufgeben wollen und loswerden.
Der Advent ist Zeit der Besinnung, Zeit der Vorbereitung. Da kann sich jeder ehrlich fragen:
-Auf was bereite ich mich vor? - Wo muss ich in meinem Leben gründlich Ordnung schaffen und den Sperrmüll rausstellen? - Richte ich mich selbst im Advent neu ein und neu aus – auf Jesus?

Jesus wird nach mir kommen, sagt Johannes. Aber was tun wir, wenn er zu uns kommen will?
Lassen wir ihn doch herein und bitten ihn, unser Herz neu einzurichten. Nur dann kann in uns wirklich Weihnachten werden.

Die Abbildung einer Ikone von Johannes dem Täufer wird veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von www.ikonen-maler.de (Ikonenmaler: Heinrich Schmitt) >> BITTE KLICKEN !

Alternativ einsetzbar: Meine Predigtgedanken zum 2. Advent Lesejahr B (2008)
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Exegetisch-theologischer Kommentar
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Anregung z.B. für Gruppenstunden
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Lesehilfe und Auslegung des Katholischen Bibelwerkes
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Predigtgedanken Pater Werner Schwind SJ zum 2. Advent A
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Hier finden Sie alle Predigtgedanken von Pater Schwindt SJ
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Deutscher Katechetenverein: „Wir feiern Kinderwortgottesdienst“
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Wieviel Erde braucht der Mensch?
Einem armen Bauern, der kaum das Nötigste zum Leben hat, wird eines Tages ein unerwartetes Glück zuteil. Ein reicher Grundbesitzer erlaubt ihm, so viel Land als sein Eigentum zu betrachten, wie er in der Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und -untergang zu Fuß umgehen kann. Die einzige Bedingung: Er muss, wenn die Sonne untergeht, genau wieder an dem Punkt angekommen sein, an dem er morgens aufgebrochen ist.
Zunächst ist der arme Bauer über-
glücklich, weil er bei weitem nicht den ganzen Tag brauchen wird,
um so viel Land zu umwandern, wie er zu einem reichlichen Lebensunterhalt braucht. So geht er frohen Mutes los, ohne Hast, mit ruhigem Schritt.
Doch dann kommt ihm der Gedanke, diese einmalige Chance auf jeden Fall auszunutzen und so viel Boden wie nur eben möglich zu gewinnen. Er malt sich aus, was er alles mit dem neu gewonnen Reichtum anfangen kann.
Sein Schritt wird schneller, und er orientiert sich am Stand der Sonne, um nur ja nicht den Zeitpunkt zur Rückkehr zu verpassen.
Er geht in einem großen Kreis weiter, um noch mehr Land zu erhalten. Dort will er noch einen kleinen Teich hinzu bekommen,
hier eine saftige Wiese und da ein kleines Wäldchen.
Sein Schritt wird hastig, der Schweiß der Angst tritt ihm auf die Stirn. Endlich, mit letzter Kraft, ist er am Ziel angekommen: Mit dem letzten Strahl der untergehenden Sonne erreicht er den Ausgangspunkt.
Ein riesiges Stück Land gehört nun ihm. Doch da bricht er vor Erschöpfung zusammen und stirbt. Sein Herz war der Belastung nicht gewachsen. Es bleibt ihm jenes winzige Stück Erde, in dem er beerdigt wird; mehr braucht er jetzt nicht mehr!
Leo Tolstoi

Ein Opel-Manta-Fahrer zum anderen: „Ich habe mein Puzzle jetzt endlich fertig." - Der Andere: „Ach ja ? Und wie lange hast du dafür gebraucht ?"-
Erster: „Na etwa sechs Monate." - Zweiter: „Ist das gut ?" - Erster: „Ich denke schon, auf der Packung stand: 4 bis 6 Jahre !"


Der Dachdecker-
meister, sein Geselle und der Lehrling arbeiten ganz oben auf dem Kirchturm am Dach. Plötzlich rutscht der Meister ab, fällt hin und verschwindet schimpfend in die Tiefe. - Der Lehrling ruft ihm nach: „Sie können gleich unten bleiben, Meister, es ist sowieso gleich Mittagspause!"

Darauf schnauzt ihn der Geselle an: „Du Oberschlauer! Das sieht er doch selbst, wenn er an der Turmuhr vorbeikommt!"

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26.11.2010

Bußfeiern im Advent - einige Linktipps

(Fortsetzung)

Buchtipp: „17 Bußfeiern mit Gegenständen aus dem Alltag“
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Willi Hoffsümmer ist zum Begriff geworden für solide und gut umsetzbare Anregungen. Hier werden Bußfeiern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vorgestellt. Der ausführliche Anhang ist eine besondere Fundgrube.

Adveniat: „Bußgottesdienst im Advent“ (pdf)
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Weiterer Bußgottesdienst bei Adveniat (pdf)
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Liturgiebörse Oberösterreich: Bußgottesdienst „Dunkel umgibt mich“
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Liturgiebörse Oberösterreich: „Ein Duft hängt immer an der Hand…“
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Diözese Linz: Bußgottesdienst „Zur Mitte kommen…“ (pdf)
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Bußgottesdienst: „Alles beginnt mit der Sehnsucht“ (pdf)
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Buchtipp: „Mein Name ist in deine Hand geschrieben…“
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Sonderausgabe des TE DEUM.
EXTRA mit vier Modellen für Bußgottesdienste in der österlichen Bußzeit und vier weiteren für die Adventszeit.


Liturgisches Institut Trier: Materialien u.a. für Bußgottes-
dienste >> BITTE KLICKEN !

Buchtipp mit Leseprobe: „Gerechtigkeit blickt vom Himmel nieder“
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25 komplette Gottesdienstvorlagen aus der Reihe „Werkstatt Liturgie“ mit Buß-
gottesdiensten zu verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres, auch zu Themen wie Armut, Gewalt, Umwelt…


Bußgottesdienst Pfr. Stefan Mai: „Du bist Weihnachten!“
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Bußgottesdienst: „Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil“
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… und zur eigenen Erinnerung und Information:
„Die Feier der Buße nach dem neuen Rituale Romanum“
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23.11.2010

1. Adventssonntag A - 28.11.2010

(Fortsetzung)

Damit ist auch und
vor allem die innere Vorbereitung gemeint, gewissermaßen der innere Hausputz, z.B. mit Fasten, Beten, Beichten und mit
guten Werken.
In diesem ausdauernden Wachen und sich Vorbereiten auf die Ankunft des Herrn haben auch die nächtlichen und früh-
morgendlichen Gebetszeiten der Mönche und Nonnen ihren Ursprung, ebenso die Rorate-Messen.

Seid wachsam! - Je mehr wir darüber nachdenken, merken wir:
das ist ganz und gar keine Drohung – das ist vielmehr ein guter Rat, den Jesus uns gibt. Gerade die Zeit vor Weihnachten eignet sich dafür, sich Fragen über sich selbst zu stellen:
- Habe ich mein Leben angefüllt mit dem vielen Kleinkram des Alltags-Trotts und drohe ich daran zu ersticken?
- Auf welche Fundamente baue ich mein Leben auf, und wie macht sich das konkret in meinem Leben bemerkbar?
-Nutze ich die Chance, die mir Jesus gerade in der Zeit vor Weihnachten gibt, mich innerlich darauf vorzubereiten, dass er zu mir kommen will?

Haben Sie schon mal versucht, in ein randvolles Glas mit Saft noch ein volles Glas mit einem anderen Getränk hinzu-
zuschütten?
Sicher nicht, aber was dann passiert, das wissen wir: das funktioniert einfach nicht – beide Getränke durchmischen sich, und das Glas läuft dabei immer weiter über. Am Ende steht eine klebrige Pfütze auf Tisch und Fußboden.
Würden Sie sowas machen? - Wir alle machen es, wenn wir nicht sehr genau aufpassen und wachsam sind!
Zu groß ist die Versuchung, in der Vorbereitung auf Weihnachten in den Saft unseres Alltags das Getränk der Freude auf den Herrn zu schütten – das gibt aber nichts Ganzes und nichts Halbes.
Das hat schon der Mystiker Meister Eckart gewusst und deshalb so formuliert: „Damit ich ein Glas füllen kann, muss es erst leer sein.“
Klingt einleuchtend, oder? Sorgen wir also in den nächsten Wochen dafür, dass Jesus überhaupt Platz finden kann in unseren Gläsern,
in unserem Herz.

Predigt Eberhard Gottsmann
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Predigt Pater Manfred Wussuw: „Wie ein Dieb in der Nacht“
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Maria Katharina Moser: „Mahnungen im Hinblick auf das Ende“
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„missio-Weihnachtswelt“: Etliche Geschenkideen
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„MISEREOR“: Spenden statt Geschenke (vor allem Unternehmen)
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Volles Glas…?

Eines Tages wurde ein alter Professor der französischen nationalen Schule für Verwaltung gebeten, für eine Gruppe von etwa 15 Chefs großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über sinn-
volle Zeitplanung zu halten. Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu vermitteln.
Er begann: „Wir werden ein kleines Experiment durchführen."
Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor und stellte ihn vorsichtig vor sich. Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine hervor, etwa so groß wie Tennisbälle, und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in den großen Krug. Als der Krug bis an den Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Schüler:
„Ist der Krug nun voll?"
Alle antworteten erwartungsgemäß: „Ja." - Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte seine Schüler: „Wirklich?"
Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit feinem Kies gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine und schüttelte den Krug. Der Kies verteilte sich zwischen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Krugs. Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: „Ist diese Kanne jetzt voll?" - Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen antwortete: „Wahrscheinlich eher nicht!"
„Gut!" antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter seinem Pult und diesmal holte er eine Schüssel mit Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies auf. Die Glaskanne schien nun aber wirklich randvoll zu sein. Wieder fragte er: „Ist dieses Gefäß denn jetzt voll?"
Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler ohne zu zögern
im Chor: „Ja, jetzt aber wirklich!"
„Aha", antwortete der Professor. Und als hätten seine Schüler alle nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und schüttete das Wasser in den augenscheinlich doch absolut vollen Glaskrug. Von seinen Schülern hörte man nur ein erstauntes Raunen…
Dann blickte er auf und fragte sie: „Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?"
Der Kühnste unter seinen Schülern - nicht dumm - dachte an das Thema der Vorlesung und antwortete: „Daraus lernen wir, dass selbst bei einem randvollen Zeitplan immer noch Platz ist, um etwas dazwischenzuschieben."
„Nein", schmunzelte der Professor, „darum geht es nicht. Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können, ist folgendes: wenn man die große Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hineinpassen."
Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Professor recht hatte. Dann fragte er: „Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine? Eure Gesundheit? Eure Familie? Eure Freunde? Euer Glaube? - - Was wirklich im Leben wichtig ist, ist doch, dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle setzt!
Wenn man jedoch zuallererst auf Kleinigkeiten achtet, verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit und Kraft für die wichtigen Dinge in seinem Leben. Deshalb vergesst nicht, euch selbst die Frage zu stellen: „Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben?“ Und dann legt diese zuerst in euren Krug des Lebens!"
Mit einem freundlichen Wink verabschiedete sich der alte Professor von seinem Publikum und verließ langsam den Saal...


Die katholische Haltung zur Sünde

Ein Mann hat im Zorn seine Frau ermordet. Er bleibt unentdeckt, und doch schlägt ihn furchtbar das Gewissen und die Gewissensbisse treiben ihn unbarmherzig vor sich her. So sucht er Trost und Hilfe und wendet sich dabei an einen Rabbi.
„Rabbi, helfen Sie mir, ich habe gemordet!" Der Rabbi weicht erschrocken zurück und fährt den Mann scharf an: „Schwer ist Deine Sünde, und sie fordert Rache und Vergeltung. Ich kann Dir nicht helfen, denn es heißt ‚Aug um Aug, Zahn um Zahn'"
Ungetröstet stürzt der Mann davon. Der nächste, an den er sich wendet ist ein Guru, einer der eingeweiht ist in die esoterischen Lehren: „Großer Meister, helfen Sie mir, ich habe gemordet!"-
Der große Guru unterbricht nur widerwillig seine Meditation und spricht dann salbungsvoll die weisen Worte: „Mein Sohn, alles Leben ist Schein. Es gibt weder gut noch böse. Durchschaue den Schein und lass dich von Deinen Taten nicht beunruhigen, auch sie sind nur Schein! Meditiere und erkenne dich selbst."
Nun, jedenfalls geht der Mann ungetröstet weg. Schließlich landet er vor einem Beichtstuhl. Es brennt Licht. In seiner Unrast geht der Mann eilig hinein und kniet nieder. Angstvoll stammelt er: „Bitte helfen Sie mir. Ich habe gemordet!"
Einen Augenblick ist es ganz still hinter dem Gitter des Beichtstuhls. Man kann hören, wie der Priester tief durchatmet und schluckt. - Dann tönt seine sanfte, gütige Stimme aus der Finsternis des Beichtstuhls: „Wie oft, mein Sohn?"

Weihbischof Laun aus Salzburg hat dies veröffentlicht und schreibt dazu: Diese Geschichte verdanke ich P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz. Sie veranschaulicht treffend die Haltung der Kirche. – Pater Wallner: „Wo die Sünde nicht eingestanden wird, da muss die Kirche mahnen und warnen. Wo die Sünde erkannt und bekannt wird, da ändert sich das Verhalten der Kirche völlig: da wird sie zur barmherzigen Mutter, die tröstet, verzeiht und aufrichtet."

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20.11.2010

Hilfe, Adventsfeier! - Einige Tipps zur Vorbereitung

(Fortsetzung)

„Wo Gott und Mensch sich einig sind“ ist der Titel eines Buches von Alexander König (Hrsg.) mit Impulsen und Gestal-
tungsvorschlägen zu verschiedenen adventlichen Feiern. Über den nach-
folgenden Link kann man auch eine Leseprobe einsehen:
Buchtipp: „Wo Gott und Mensch sich
einig sind“ >> BITTE KLICKEN !


Das Buch „Advents- und Weihnachts-
feiern mit Senioren“

bietet insgesamt neun gut um-
zusetzende Vorschläge:
Buchtipp: „Advents- und Weihnachts-
feiern mit Senioren“ >> BITTE KLICKEN !

Humor: Die Dienstweihnachtsbaumverordnung für Beamte >> BITTE KLICKEN !
Advents- und Weihnachtsquiz für PC (Fragen notieren)
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Adventsquiz der Stuttgarter Zeitung
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Buchtipp: „Weihnachts-Quiz“ – 128 Fragen und Antworten
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Anregungen für Gruppenstunde vor Weihnachten
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26 Quizfragen Advent
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Praxis Jugendarbeit: Ideen für die Gruppenstunde
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Word-Dateien: Weihnachtsquiz, Weihnachts-Millionär u.a.
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Weihnachts-Millionär nicht nur für Schulklassen
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„Giessener Fünfzigervereinigung“: Weihnachtsquiz (pdf)
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Schule Lienz-Süd: Weihnachtsquiz 40 Fragen
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Zum Schluss hier noch eine kleine Geschichte:

Die Kerze, die nicht brennen wollte..
Nein, das hatte es noch nie gegeben. Eine Kerze, die nicht brennen wollte, war absolut einmalig. Es herrschte große Aufregung unter den Kerzen im Wohnzimmer. Zumal bald Advent war und gerade diese Kerze mit ihrem festlichen Glanz als nächste brennen sollte. Eine alte, abgebrannte, erfahrene Kerze bot sich an, mit der kleinen zu reden.
„Nein, ich möchte nicht brennen!" antwortete die Kleine störrisch. „Wer brennt, der verbrennt recht bald, und dann ist es um ihn geschehen. Ich möchte bleiben, wie ich bin, so schlank und so golden und so elegant."
„Wenn du nicht brennst, bist du tot, noch bevor du gelebt hast", antwortete die Alte gelassen. „Dann bleibst du auf ewig Wachs und Docht, und Wachs und Docht sind nichts. Nur wenn du dich ent-
zünden lässt, wirst du, was du wirklich bist!"
„Na, da danke ich schön!" entgegnete die Kleine ängstlich.
„Ich möchte mich nicht verlieren, ich möchte lieber bleiben, was ich jetzt bin. Gut, es ist etwas langweilig und manchmal auch etwas dunkel und kalt, aber ich brauche nichts von mir zu geben und werde auch nicht von der flackernden Flamme verzehrt."
„Man kann es eigentlich nicht mit Worten erklären, man muß es erfahren", antwortete die Alte rätselhaft. „Nur wer sich für etwas hergibt, kann sich und die Welt verwandeln. Aber es braucht den Mut, etwas zu wagen, die Bequemlichkeit aufzugeben und das Risiko einzugehen, sich selbst zu verlieren."
Da ging der kleinen Kerze plötzlich ein Licht auf: „Du meinst, man ist eigentlich das, was man von sich herschenkt?"
So geschah es, dass die kleine Kerze ihren Widerstand aufgab und sich anzünden ließ. Je mehr sie flackerte, umso mehr verwandelte sie sich in reines Licht. Und sie leuchtete und strahlte und wurde immer glücklicher! Wachs und Docht verzehrten sich, aber ihre Wärme und ihr Licht brannte in den Augen und Herzen der Menschen weiter!
(Die Quelle ist mir leider nicht bekannt.)

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