30.07.2008

18.Sonntag im Jahreskreis A - 03.Aug.2008

(Fortsetzung)

Wenn sie jetzt endlich weggehen, können sie sich in den umliegenden Dörfern gleich selbst verpflegen. Irgendwie wird bei der berühmten Gastfreundschaft jeder zurechtkommen. Die Leute sind dann gar nicht auf uns angewiesen. Wir haben das Problem vom Hals, und außerdem kehrt endlich Ruhe ein, und die haben wir nötig, aber Jesus erst recht!

„Schick doch die Menschen weg!“ - Wie oft denken wir das auch! Als einzelne Christen und auch als Kirche sehen wir oft genug so viele handfeste Probleme, dass wir wie die Jünger schnell kalkulieren:
Das schaffen wir nie! Wie soll das bloß gehen? Wenn wir die Nachrichten im Fernsehen anschauen, kann uns schlecht werden: Krieg, Elend, Hunger!
Etwa 24.000 Menschen sterben pro Tag an Hunger, etwa 13.000 Kinder sterben pro Tag an den vielen Folgen von Hunger, errechnete die UNICEF.
Doch nicht nur diesen Hunger sehen wir. Auch den Hunger nach Zuwendung, den Hunger nach Sinn im Leben, den Hunger nach Liebe.
Wie viele Kinder warten auf Eltern, die sich um sie kümmern? Wie viele Alte warten auf jemand, der Zeit für sie hat? Wie viele Menschen auch in unserer eigenen Kirchengemeinde würden sich über ein gutes Gespräch freuen! Wie viele Reiche mit übervoll be-
ladenen Tischen sind innerlich bitterarm und hungern nach wirklicher Wertschätzung ohne Blick auf ihr Geld? -
Die Welt hungert. Und wir sind mittendrin in dieser Welt.

Wie reagiert Jesus auf die deutliche Aufforderung der Jünger? Schickt er die vielen Menschen mit einer eiligen und energischen Handbewegung weg?
Das Evangelium verrät es uns:
Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns.“

So klang es damals, und so klingt es heute. Wir rechnen auch unsere vorhandenen Mittel aus und müssen erkennen: Das reicht nicht! Wir haben nicht genug, um allen zu geben, wir können nur wenigen Menschen ihren Hunger nehmen. Lieber Jesus, dein Vorschlag ist realitätsfremd. Das können wir nicht leisten. Schick die Leute weg!
Sie sollen uns in Ruhe lassen. Wir wollen sie und ihre diversen Hungerprobleme nicht mehr sehen. Es überfordert uns und überschreitet schmerzlich unsere Grenzen. Wir können von Glück sagen, wenn wir selber über die Runden kommen!

Ja, wir müssen es dir eingestehen, lieber Jesus: Es mangelt uns an genügend Kraft und Möglichkeiten. Auch als Kirche sind wir oft nur eine Art Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Jesus, du siehst, wir würden liebend gerne helfen, aber es geht beim besten Willen nicht. Sieh das doch endlich ein! Es ist nicht so einfach, wie du denkst…!

Jesus hat gut zugehört und nimmt die Bedenken seiner Jünger ernst. Er hört sich auch alles geduldig an, was wir ihm sagen. Er hört wie bei den Jüngern damals, dass die Not daraus spricht. Es ist die alte Angst der Menschen, letztlich selbst zu kurz zu kommen. Es ist der alte Zweifel, der Mangel an Glaubensmut: Theoretisch glaube ich schon, dass Jesus hilft, aber ganz praktisch und bei mir und bei uns – nein, das wage ich nicht zu glauben! Und so sehe ich, so sehen wir alle erst einmal nur unsere Mängel.

Jesus lässt die Bedenken der Jünger überhaupt nicht gelten. Es erscheint schon fast wie Sturheit, wie unbeeindruckt er bleibt von den Bedenkenträgern aus den eigenen Reihen. Er sagt nur mit Blick auf die fünf Brote und zwei Fische: „Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen.“

Wir sollen das, was wir Menschen haben, zu ihm bringen. Das ist seine klare Ansage. Es mag uns sehr wenig vorkommen, aber wir sollen unseren Teil zu ihm bringen. Kürzer kann man sich nicht fassen – er sagt ohne weitere Diskussion nur: „Bringt sie her!“ - Und dahinter steht im heutigen Evangelium unübersehbar ein Ausrufezeichen!
Es ist, als wollte Jesus damit sagen: Haltet mich doch nicht für blind oder für verkalkt! Natürlich sehe ich eure Schwachheit, natürlich sehe ich eure Armseligkeit, eure engen Grenzen. Natürlich sehe ich die Fallen, in die ihr immer wieder hineintappt. Die Falle der Resignation und des kirchlichen Selbstmitleids, die Falle der Gleichgültigkeit, und was am schlimmsten ist:
die Falle des Zweifels an Gottes Güte und Barmherzigkeit!

Jesus wird energisch, denn er sagt den Jüngern nicht nur, dass sie ihre Gaben bringen sollen, sondern er befiehlt im gleichen Atemzug, dass die Leute sich ins Gras setzen sollen. Das heißt doch: Wenn ihr mir das bringt, was ihr habt, dann kann es gleich losgehen mit dem Sättigen der Menschen.
Gebt ihr alles, was ihr geben könnt, und bringt es zu mir. Dann bin ich dran.

Wer das Alte Testament wie die meisten Juden damals gut kennt, der weiß: man rechnete damit, dass der verheißene Messias einst das Volk speisen wird, so wie Gott es mit Wachteln und Manna auf der Wüsten-
wanderung für sein Volk Israel tat. Ja, er wird seine Speise zur rechten Zeit geben...Was jetzt also geschieht, ist nicht nur ein ungeheuer beeindruckendes Wunder, sondern soll für gläubige Juden ein Zeichen sein, wer Jesus ist.

Weiter heißt es im Evangelium: „Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern…“
Diese Wortwahl Jesu erinnert uns natürlich sofort an seine Worte im Abendmahlssaal, beim letzten Abend-
mahl mit seinen Jüngern, wo es heißt:
„Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es seinen Jüngern und sagte: Nehmt und esst…“ (Mt 26,26-28)

In der heutigen Szene haben wir schon das Bild für die Eucharistie: Was wir dem Herrn an Gaben bringen, das wird von ihm verwandelt. Daraus ergibt sich aber auch: Was wir nur für uns behalten und nicht abgeben, das kann auch nicht von ihm zum Heil der Welt verwandelt werden. Wer sich also etwa bei Gott beklagen will, dass der so wenig gegen die Not in der Welt tut, der könnte (nach Anthony de Mello) die Antwort bekommen: Wieso? Ich habe dich doch geschaffen…!

Was die Verwandlung unserer Gaben bewirken kann, schildert der Schluss des Evangeliums. Nachdem Jesus die Brote in Stücke gebrochen hatte, gab er sie den Jüngern. Weiter heißt es:
“… die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig-
gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.“

Wenn wir unseren Teil gegeben haben, können wir erleben, wie verschwenderisch Gott wird, wenn er die verwandelten Gaben austeilt: Er schenkt uns allen viel mehr, als wir überhaupt verbrauchen können! Das ist ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel, auf die Überfülle der liebenden Fürsorge Gottes. Damals waren es 12 Körbe voll mit Brotresten, das erinnert an die 12 Stämme Israels. Aber vielleicht zeigt sich hier auch wieder der Humor Jesu: ironischerweise blieb für jeden der 12 vorher so skeptischen Apostel ein ganzer Korb mit Proviant übrig…

Wenn Jesus also damals wie heute dazu aufruft:
„Gebt ihr ihnen zu essen!“, dann ist das kein netter frommer Spruch. Er meint es ernst. Niemand wird von ihm einfach so heimgeschickt.
Wir wollen nicht hungrig bleiben, und andere auch nicht. Bringen wir Jesus also unsere Gaben, nicht nur bei jeder Kollekte im Gottesdienst.
Jeder Tag, an dem wir großzügig von dem abgeben, was wir haben an Geld, Zeit, Ideen, Hilfeleistungen und allem, wonach gehungert wird, der wird ein guter Tag. Den braucht niemand aus dem Kalender zu streichen. Im Gegenteil: dick ankreuzen wird er ihn! Und Jesus auch.


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Eine kurze Erzählung passt gut zum Anliegen des heutigen Evangeliums. Ich drucke sie hier ab mit freundlicher Genehmigung des Verlages. Da mir das Buch gut gefallen hat, werde ich es im Herbst hier ausführlich besprechen.

Brot der Hoffnung

Ein Professor der Medizin starb, und seine drei Söhne lösten seinen Haushalt auf. Im Arbeitszimmer des Vaters fanden die Söhne neben vielen wertvollen Dingen in einem Schrank ein steinhartes, vertrocknetes halbes Brot. Die Haushälterin, die noch lebte, wusste, was es damit auf sich hatte.
In den ersten Jahren nach dem Krieg war der Professor todkrank. Da schickte ihm ein guter Freund ein halbes Brot, damit er etwas zu essen hatte. Der aber dachte an die viel jüngere Tochter eines Nachbarn
und ließ dem Mädchen das Brot schicken. Die Nach-
barsfamilie aber mochte das wertvolle Brot nicht für sich behalten und gab es weiter an eine arme alte Witwe, die oben im Haus in einer kleinen Dachkammer hauste. Die alte Frau brachte das Brot ihrer Tochter, die mit zwei kleinen Kindern ein paar Häuser weiter wohnte und nichts zu essen hatte für die Kinder.

Die Mutter dachte, als sie das Brot bekam, an den Medizinprofessor, der todkrank lag. Sie sagte sich, dass er ihrem Jungen das Leben gerettet und kein Geld dafür genommen hatte. Nun hatte sie eine gute Gelegenheit, es ihm zu danken. So ließ sie das Brot zum Professor bringen.
„Wir haben das Brot sofort wieder erkannt“, sagte die Haushälterin, „unter dem Brot klebte immer noch das kleine Papierstückchen.“
Als der Professor sein Brot wieder in der Hand hielt, sagte er: „Solange noch Menschen unter uns leben, die so handeln, braucht uns um unsere Zukunft nicht bange zu sein. Dies Brot hat viele satt gemacht, obwohl keiner davon gegessen hat. Dies Brot ist heilig.
Es gehört Gott!“ - So legte er es in den Schrank.

>>> Entnommen aus: Axel Kühner: „Überlebensgeschichten für jeden Tag“
17.Auflage 2008, Aussaat-Verlag
Neukirchener Verlagsgesellschaft, Neukirchen-Vluyn

Der direkte Link zum Buch: >>> hier klicken!



Predigt über die Parallelstelle bei Johannes:
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Der heutige Predigttext, sehr "flippig" ausgelegt:
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Infos über die Brotvermehrungskirche Tabgha:
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Welthungerhilfe: >>> klicken!
MISEREOR: Bio-Sprit verursacht Hunger:
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China: Gold für Menschenrechte ???
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Zu Beginn der Lehrzeit werden die neuen Auszubildenden gerne mal auf die Schippe genommen, z.B. mit unsinnigen Aufträgen, irgendwo für den Meister etwas abzuholen. Schöne Beispiele:
Hole mir mal…den, die, das… Birnchen für die Tankinnenbeleuchtung, Dreiecksbohrer, Diabetikerseife, Diskettenfett, 12er-Getriebesand, Kolbenrückholfeder, Betonmagnet, Toleranzpaste, eine Rolle Verbundglas, Schmelzkammerschlüssel, Siemens Lufthaken, Steuerhinterziehungs-Formulare, Trockenwassertabletten, 3,5%-Zinsfuß, Packung Zündfunken…

Das Telefon klingelt. Gerhard Schröder geht ans Telefon.
Anrufer: "Guten Tag, ich möchte gern den Bundeskanzler sprechen!"
Schröder: "Tut mir leid, ich bin nicht mehr Kanzler. Da müssen Sie jetzt woanders anrufen."
Der Anrufer legt auf. Zwei Minuten später klingelt das Telefon wieder. Gerhard Schröder geht ans Telefon.
Anrufer: "Guten Tag, ich möchte gern den Bundeskanzler sprechen!"
Schröder: "Tut mir leid, ich bin nicht mehr Kanzler, habe ich das eben nicht schon gesagt?! Sie sind hier falsch!"
Der Anrufer legt wieder auf. Wieder eine Minute später: Das Telefon klingelt erneut. Gerhard Schröder geht ans Telefon.
Anrufer: "Guten Tag, ich möchte gerne den Bundeskanzler sprechen!"
Schröder: "Also, wie oft soll ich Ihnen das denn noch sagen? ICH BIN NICHT MEHR DER KANZLER!"
Anrufer: "Ja ich weiß, aber ich kann's nicht oft genug hören..."

Mitschnitt eines Gespräches zwischen Tower und Cockpit einer 727:
Tower: „Um Lärm zu vermeiden, schwenken Sie bitte 30 Grad nach rechts!“ - Der Pilot: „Was können wir in 35.000 Fuß Höhe denn für einen Lärm machen?“ - Tower: „Den Krach, wenn Ihre 727 mit der 747 vor Ihnen zusammenstößt!“

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Thema am MONTAG: "Chinesisch süß-sauer. Chinas brutaler Umgang nicht nur mit Christen"

28.07.2008

Vokabeltraining: Bitte sprechen Sie "google" !

(Fortsetzung)

Also verfeinere ich die Suche weiter, indem ich "google" vorschreibe, dass nunmehr drei Begriffe verpflichtend vorkommen müssen.
Dazu wähle ich als zusätzlichen Begriff "Lesejahr A". - Dadurch sollen nur Predigten nach katholischer Lese-
ordnung erreicht werden. Das Ergebnis sieht sehr gut aus, nur noch 88 Seiten sind im Angebot. Da finde ich garantiert, was ich suche!
Natürlich
kann ich durch das Weglassen des dritten zwingenden Begriffes und damit durch das Auffinden von 6.780 Seiten auch noch die eine oder andere schöne Blume am Wegesrand der Predigten finden. Ob ich das will, entscheide ich nach der mir für die Predigtvorbereitung zur Verfügung stehenden Zeit.






In der Regel ist für die Suche ein ganz bestimmter wichtiger Satz bekannt, wie in unserem Beispiel aus Mt 14,13-21 etwa dieser: "Sie brauchen nicht wegzugehen" als Antwort Jesu an die Jünger. Zusammen mit dem Begriff "Predigt" erreiche ich so 2.600 Treffer. Und nun verbessern wir dieses Ergebnis erheblich:

Jetzt sehen wir nur noch 44 Seiten statt 2.600 angezeigt.
Wo liegt das Erfolgs-Geheimnis?
Genau - an den Redezeichen!
Ohne diese versteht "google" meine Anfrage nämlich nicht und sucht alles, wo einer der Begriffe vorkommt.
Sobald also auf einer Seite "brauchen" steht oder "Predigt" oder "nicht", wird diese Seite schon mit angezeigt.
Mit benutzten Redezeichen jedoch ist der Fall für "google" eindeutig: Der Kunde sucht genau diesen Satz, und zwar in einer Predigt.
Natürlich gibt es auch bei solch einer Suche den einen oder anderen Ausrutscher, aber insgesamt kommen wir schnell und erfolgreich ans Ziel, wenn wir ein bisschen "google" sprechen!

Diese Reihe wird fortgesetzt.
Den nächsten PC-Tipp gibt's am Mo, 18.August:

"Schlaumeier: Expertentipps über google in Büchern und im Internet"
-Alle Tipps stets ohne Gewähr!-

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23.07.2008

17.Sonntag im Jahreskreis A - 27.7.2008

(Fortsetzung)

Der Acker ist so teuer, dass er ihn nur be-
kommen kann, wenn er alles dafür opfert, was ihm bisher lebenswichtig war.
Es ist eine ganz radikale und unwiderrufliche Entscheidung, wie bei einem Auswanderer. Der Mann zeigt also unternehmerisches Risiko in höchster Form!

Dabei legt der Mann eine beeindruckende Bauern-
schläue an den Tag, was die Zuhörer Jesu sicher zum Schmunzeln brachte. Seine Zuhörer merkten: Ja, der kennt sich aus! Jesus ist kein theologischer Theoretiker, sondern er kennt das wirkliche Leben durch und durch und weiß, wovon er spricht. Diese Offenheit Jesu hat sicher vielen imponiert!

Natürlich stößt es uns unangenehm auf, wie schlitz-
ohrig der Mann vorgeht. Rein rechtlich ist der Kauf absolut einwandfrei, aber er verschweigt dem Verkäufer ganz bewusst die entscheidende Information.
Der Verkäufer seinerseits wird vielleicht froh gewesen sein, eines seiner Felder für erstaunlich viel Geld abgestoßen zu haben.
Wie dem auch sei: Es ist schon etwas unanständig, wie der Schatzsucher an sein Ziel gelangt. Dies macht er freilich nicht, um zu betrügen, sondern weil er keine andere Möglichkeit hat, an den Schatz zu kommen.

Jesus geht es nicht darum, moralisch bedenkliches Verhalten auch noch zu loben. Es ist hier wie z.B. auch beim Gleichnis vom klugen Verwalter (Lk 16,1-8). Dort hat ein Verwalter das Vermögen seines Herrn schlecht verwaltet und steht vor seiner Entlassung. Um sich unter den zahlreichen Schuldern seines Herrn möglichst viele Freunde zu machen, die ihm später aus Dankbarkeit helfen sollen, ruft er diese nacheinander zu sich und erlässt jedem einen großen Teil seiner Schuld auf dem Schuldschein.
Jesus lobt dort auch nicht den Betrug des Herrn, sondern die Schläue, mit der dieser Mann seine Zukunft sichert.

Auch der Perlenhändler als zweites Beispiel Jesu geht ganz konsequent seinen Weg. Wir haben im Evangelium gehört: „Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.“

Hier ist die Situation etwas anders. Der Kaufmann, offenbar ein Großhändler mit Kontakten rund um die damalige Welt, ist konkret auf der Suche nach be-
sonders schönen Perlen. Heute würde man sagen: Er ist ein Schnäppchenjäger, der überall da zuschlägt, wo er möglichst viel Profit wittert. Dieser Mann setzt auch eines Tages alles auf eine Karte, als er die schönste und wertvollste Perle angeboten bekommt, die er je
gesehen hat. So ist es übrigens auch im Jahre 1917 dem weltberühmten Uhren- und Schmuckhändler Cartier ergangen: um eine einmalig schöne Halskette aufkaufen zu können, blieb ihm nichts anderes übrig, als sein komplettes Bürogebäude in New York zu verkaufen. Wie wir wissen, hat sich das mutige Manöver inzwischen sehr gelohnt…

Wenn es darauf ankommt, darf man nicht zögern. Das wissen wir heute auch: es gibt Chancen im Leben, die bekommt man nur einmal und nie wieder. Vielleicht ist es Ihnen mit einer wichtigen Lebensentscheidung oder gar mit der Liebe Ihres Lebens auch so gegangen: Man kann sich nicht immer alle Türen offen halten.
Derjenige, den es bei der „Liebe seines Lebens“ wie ein Blitzeinschlag getroffen hat, wird auch nicht Tabellen anlegen über die Vor- und Nachteile des geliebten Menschen. Es ist so wie mit der Freude des Schatz-
finders:
Wenn es dich gepackt hat, dann hast du einen ganz besonderen Blick auf einen Menschen, nennen wir ihn den Schatzsucher-Blick. Was du siehst, das erkennt ein anderer vielleicht gar nicht. Du aber weißt, warum du mit größter Freude vor Gott und den Mitmenschen für immer „JA“ zum ihm oder ihr sagen kannst.

In unserem heutigen Gleichnis will Jesus seinen Zuhörer damals und uns heute klar machen, dass es mit dem Himmelreich genau so ist: Wer sich den auf-
merksamen Schatzsucher-Blick antrainiert hat und dann für sich entdeckt, wie unendlich wertvoll der Schatz des Himmelreiches ist, der wird mit größter Freude alle Anstrengungen unternehmen, um diesen Himmelsschatz zu bekommen.

Also nicht Entsagung und schmerzliches Opfer, nicht Verlust und ermüdende Kraft-
anstrengung kennzeichnen den Christen auf der Schatzsuche seines Lebens , sondern die unbändige Vorfreude auf das, was er schon im Blick hat: die herrliche Aussicht auf das spätere Leben im Himmelreich!
Vor kurzem drückte dies in einer Fernsehsendung über das Kloster Beuron der Bruder, der sich um die Gärtnerei kümmert, mit strahlendem Gesicht so aus: „Hier im Kloster leben zu dürfen, das ist für mich wie ein Sechser im Lotto, mit Zusatzzahl!“

Seinen Super-Gewinn bietet Jesus allen Zuhörern an. Das Beispiel des Schatzsuchers auf dem Acker und das Beispiel des Perlenhändlers sollen uns zeigen: Lass dich nicht abbringen von dieser Suche! Du wärst ja verrückt, wenn du dir das entgehen lassen würdest – also sei auch du mit dabei und kümmere dich um die Sicherung deiner ewigen Zukunft!

Auffallend im Gleichnis ist auch, dass beide Schatz-
sucher ihren Schatz letztlich für ihre Altersvorsorge einsetzen. Der Perlenhändler wird die Perle mit großem Gewinn weiter verkaufen, und der neue Besitzer des Schatzes aus dem Acker wird zumindest einen Teil seines Schatzes rasch verkaufen müssen, denn er braucht für seine Zukunft ein Dach über dem Kopf und das Nötige zum Leben. Beiden geht es also um ihre sichere Zukunft, nicht um ein schönes Schmuckstück. Mit ihrem cleveren Vorgehen haben sie sich ihre Zukunft endgültig abgesichert.

Um sicher zu gehen, dass er auch verstanden wurde, macht Jesus wie ein guter Lehrer am Schluss seiner Erklärungen sogar eine Lernkontrolle. Er fragt ausdrücklich nach: „Habt ihr das verstanden?“
Ja, haben wir ihn wirklich verstanden?
Oder versuchen wir, mit möglichst geringem Einsatz ans Ziel zu kommen, immer nach dem Motto: Lieber Gott, ich gebe Dir gerne eine Stunde in der Woche, aber dafür lass mich bitte im Alltag in Ruhe!

Der Schluss des heutigen Gleichnisses soll uns warnen: Glaubt bitte nicht, dass ihr so mit Gott ins Geschäft kommen könnt! Das funktioniert in eurem Alltag ja auch nicht, wenn ihr mit nur lauwarmem Wasser richtig kochen wollt!

Wir haben die Worte Jesu eben gehört: „Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.“
Das klingt nun allerdings weniger appetitlich. Schade, denken wir da sofort. Der Anfang des Gleichnisses war doch so schön und positiv!
Unser Empfinden ist jetzt eher das: Aha, nun holt Jesus doch noch den Knüppel raus, um uns zu drohen! -

Wer so denkt, hat das Herzensanliegen Jesu jedoch falsch verstanden. Der Schluss mit den schlechten Fischen, die da aussortiert und weggeworfen werden, ist gut gemeint wie eine besorgte Warnung von liebenden Eltern. Sie möchten auch nicht, dass ihr Kind, für das sie alles hergeben, in sein Unglück rennt.
So ist also die Warnung Jesu zu verstehen: Am Ende wird es eine Trennung geben, eine Trennung in die Guten und die Bösen. Das ist so sicher wie das Fische-Sortieren der Fischer, denn die ungenießbaren Fische will keiner haben!
Das Herzensanliegen Jesu ist, dass es möglichst viele Gute gibt, wenn aussortiert wird. - Er weiß und sagt es uns allen, wie es den Bösen ergehen wird: Sie werden heulen und mit den Zähnen knirschen!

Das soll heißen: Nachdem sie alle Warnungen in den Wind geschlagen haben, werden sie die Konsequenzen ihrer eigenen freien Entscheidung zu tragen haben.
Sie haben alle Einladungen zum Festmahl ausgeschlagen! Immer hatten sie eine Ausrede parat. Und jetzt wird es bitter! Ihnen wird ihr eigenes Versagen und ihre
Schuld so eindringlich bewusst werden, dass sie bitter darüber weinen werden, dass sie Gottes Liebe immer wieder abgelehnt haben.
Das Schlimmste dabei ist aber die so schmerzhafte Erkenntnis, dass der Schatz vor ihrer Nase für sie bereit lag, aber sie haben ihn nicht wirklich gesucht.
Die tränenreichen Selbstvorwürfe kommen nun reichlich spät. -
So geht auch an uns die eindringliche Frage Jesu: „Habt ihr das verstanden?“




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"Ja, Bogenschießen."
"Alle Achtung, geradeaus ist ja schon schwer genug."

Warum leben Frauen länger als Männer?
Weil der liebe Gott ihnen die Zeit gutschreibt, die sie für's Einparken benötigen.

"Woher hast Du das blaue Auge ?", fragt Georg seinen Kollegen.
"Ach, als wir gestern bei Tisch gebetet haben '... und erlöse uns von dem Übel !' ,
hab ich zufällig meine Schwiegermutter angeguckt ...

Beim Verkaufswagen für Geflügel gibt’s nur noch vier Hühner. Die Kundin zur Marktfrau: "Suchen Sie mir doch bitte die zwei ältesten Hühner aus!"
Die Marktfrau unterdrückt ein Schmunzeln und kommt dem Wunsch der Kundin nach: "Darf ich die Hühner gleich einpacken?"
Die Kundin grinsend: "Nein, danke. Ich nehme die anderen zwei...!"

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16.07.2008

16.Sonntag im Jahreskreis A (20.07.2008)

(Fortsetzung)
Die Zuhörer Jesu wussten das offenbar auch, denn manche hatten sicher schon als Tagelöhner auf Feldern gearbeitet. Würde man die bereits sehr starken Unkrautpflanzen herausreißen, dann zöge man auch die benachbarten guten Weizenpflanzen mit heraus. Die Wurzeln des Taumellolchs umklammerten nämlich tückischerweise auch noch die Wurzeln des Weizens. Für eine Sabotage-Aktion also das perfekte Unkraut!

Ein Angriff auf ein Weizenfeld ist auch deshalb be-
sonders boshaft, weil der Weizen ein Grundnahrungs-
mittel ist und damals insbesondere die armen Leute sich hauptsächlich von preiswerten Getreideprodukten (Brei, Brot) ernährten. Wenn da die Ernte ausfällt, steigen die Preise!

Im Grunde gab es nur zwei Lösungs-
strategien für den Ge-
schädigten: entweder in einem sehr frühen Stadium die Pflanzen entdecken und herausreißen, was in der Praxis nur mit größten Verlusten von Weizen möglich ist. Durch Verwechslung würden viele gute Pflanzen ebenfalls ausgerissen werden. - Oder aber man muss, um doch noch einen guten Ertrag zu bekommen, bis zur Ernte warten und dann fein säuberlich und sehr mühsam Unkraut und Weizen trennen. Und das genau so, wie Jesus es im heutigen Gleichnis beschrieben hat: erst das Unkraut vorsichtig abschneiden (man schnitt es mit einer Sichel direkt unterhalb der Ähren ab) und einsammeln, danach dann die Ernte des guten Weizens. Die ganze Ernte musste dann sicherheitshalber noch mehrmals gründlich gesiebt und in Augenschein genommen werden. Mühsam, aber zum Schutz der Verbraucher unvermeidbar!

Was mit dem Unkraut nach dessen Ernte geschah, schildert Jesus auch genau so, wie es damals gehandhabt wurde: Es wurde in Bündel gepackt und diente so im holzarmen Palästina wenigstens noch als wertvolles Brennmaterial, z.B. zum Kochen. Der gute Weizen hingegen wurde in Scheunen sicher verwahrt, meistens direkt am Haus.

Doch schauen wir uns das Gleichnis Jesu mit diesem Hintergrund-Wissen noch einmal an. Jesus beginnt so: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.“ Es geht also um das Himmelreich im heutigen Gleichnis. Damit knüpft es an das Evangelium des vorigen Sonntags an, bei dem es um den Sämann ging, dessen ausgestreuter Samen nur an wenigen Stellen auf fruchtbaren Boden fiel. Die Ernte war aber dennoch 100-fach, 60-fach, 30-fach, also entgegen den Befürchtungen doch sehr reichlich.

Heute geht es auch um die Ernte für das Reich Gottes. Doch heute ist die Situation dramatisch verschärft: das Reich Gottes hat einen bösen Feind, der offenbar sehr clever ist und alle schmutzigen Tricks und Mittel nutzt, um dem Gutsherren - sprich: Gott - zu schaden. So wie der Taumellolch dem Weizen verteufelt ähnlich sieht, so ist es auch mit allem anderen, was „der Feind“ so in unserer Welt täglich ausstreut.
Erst sieht alles Böse ganz harmlos aus, ja, man kann es glatt für Gutes halten, weil es als Gutes ausgegeben wird. Das war schon im Paradies so: Es ist angeblich gut für den Menschen, wenn er vom Baum der Erkenntnis isst und dann sein kann wie Gott.
Das behauptet zumindest die Schlange.

Und das Ergebnis? Wir kennen es: Viele Menschen sind verwirrt und wissen nicht mehr, was gut und was böse ist. Sie leben ein Leben ohne Gott und glauben dabei auch noch, dass sie gut handeln, wenn sie sich vermeintlich selbst verwirklichen. Ja, die teuflische Saat geht auf. Und meistens wird sie erst sehr spät erkannt, früher wie heute.

Die Frage der Jünger im heutigen Evangelium ist aber eine ganz konkrete: „Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?“
Das ist die Kernfrage des heutigen Textes! Wie sollen wir mit dem Bösen umgehen?
Wir wollen ja, dass Gottes Reich kommt! Wir wollen ja etwas tun dafür, indem wir das Böse fernhalten, herauswerfen, abtrennen. Wir wollen Ordnung schaffen, alles in bester Absicht. Schließlich soll unsere Kirche eine Kirche sein, in der es bildlich gesprochen möglichst nur guten Weizen gibt.
Aber vielfach sehen wir leider auch Zank und Streit, Missgunst und Neid, Eitelkeiten, übles Getratsche, Besserwissereien und Pauschal-Urteile. Und immer ist natürlich die andere Seite an dem ganzen Schlamassel schuld, wie Dr. Manfred Lütz es in seinem Buch „Der blockierte Riese“ so anschaulich und humorvoll beschrieben hat. Da gibt es schon hin und wieder die Versuchung, dass einem der Geduldsfaden reißt!

Schnelle und effektive Lösungen – das ist besonders heutzutage gefragt. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ – also zupacken, entscheiden, reinigen, aufräumen… Unsere Wohnungen sind picobello sauber, so dass man vom Fußboden essen könnte. Die Werbung demonstriert uns sowieso ein Leben wie ein einziges Hochglanz-Foto: alles glänzend sauber, alles im Leben fest unter Kontrolle, von der Versicherung bis zum Abführmittel. Was noch fehlt, ist die Turbo-
Schwangerschaft, die vielleicht nur fünf statt der langen neun Monate dauert.
Aber gerade die Schwangerschaft ist für die Kirche und das Verhalten der Christen untereinander ein gutes Beispiel:
Schnelle Lösungen sind zwar ein verständlicher Wunsch, aber nicht immer anzuraten! Das Getreide braucht seine Zeit bis zur Ernte, das Baby braucht seine Zeit bis zur Geburt. Und manches liegt gottlob gar nicht in unserer Hand!

Die Knechte des Gutsherren in unserem Evangelium wollen jetzt und sofort eingreifen. Sie meinen es gut, wenn sie das Unkraut ausreißen wollen. Sie wollen sich für ihren Herrn einsetzen und die harte Arbeit des Säuberns, des Aussortierens auf sich nehmen.
Aber ihr Herr reagiert ganz anders, als sie erwartet hatten:
„Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Laßt beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.“

Das ist eine klare Ansage, ein klares Verbot des Herrn: Finger weg von meinem Acker! Ihr könnt jetzt gar nicht wirklich unterscheiden, was gut und was nicht gut ist! Ich bestimme, wann es so weit ist. Ich werde es den Arbeitern sagen.
Auffallend ist nicht nur, dass der Herr den Zeitpunkt ganz klar selbst bestimmt, sondern auch sein Hinweis auf die „Arbeiter“, was gerne überlesen wird. Der Herr sagt eben nicht: „Dann werde ich euch sagen“, sondern er spricht von speziellen Arbeitern.
Die Erklärung dafür:
Die Erntearbeit war damals sehr langwierig und anstrengend. So setzten die meisten Gutsherren dafür nicht ihre eigenen Knechte ein. Die hatten mit Alltags-
arbeiten genug zu tun. Für die Ernte holte man sich zusätzliche Tagelöhner, die täglich auf den Markt-
plätzen auf Arbeit hofften.
Wir kennen das vom Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, wo auch die letzten vom gütigen Herrn den vollen Lohn bekamen.

Daraus ergibt sich, das die Ernte und die Trennung von Weizen und Unkraut eindeutig überhaupt nicht die Aufgabe der Knechte sein kann. Der Herr will das deshalb auch nicht dulden, so lieb das Angebot auch gemeint sein kann. Wen Jesus mit den zusätzlichen Arbeitern meint, wird in der Langfassung des heutigen Evangeliums erläutert: es sind die Engel Gottes, die ihm bei der Ernte und Entscheidung helfen, und die sind da sicher viel hellsichtiger als wir.

Gut gemeint ist eben nicht immer gut. Wir haben zu wenig Durchblick, um wirklich eine sichere Entscheidung treffen zu können. Der begreifliche Wunsch, in Gottes Kirche mal wieder Ordnung zu schaffen, ist ebenso verständlich wie gefährlich. Heute gibt es zwar keine Scheiterhaufen mehr, aber andere wirksame Methoden: da wird jemand mundtot gemacht, kaltgestellt, lächerlich gemacht. Wir sind da recht phantasievoll.
Klar, wir kennen alle jene Mitchristen, die uns den letzten Nerv rauben können. Da ist der endlose Debattierer, der sich auf jeder Sitzung so gerne reden hört.
Da ist der Besserwisser, der gefragt und vor allem ungefragt zu allem seinen Senf abgibt, vielleicht sogar in der Öffentlichkeit.
Da ist der Beschwerdeführer, der sofort den Bischof informiert, wenn der Pfarrer mal ein Wort nicht hundertmal abgewogen hat. Ja, die Liste ist lang, und sicher sind wir alle auch irgendwie dabei.

Jesus führt uns mit dem heutigen Gleichnis vor Augen, dass wir mit unserem Urteil ganz schön daneben liegen können. Nur Gott allein weiß, was in einem Menschen steckt. Und Gott hat offenbar Geduld, ganz viel Geduld, oft genug zu unserer Enttäuschung. Er lässt die Dinge erst reifen. Wie gut das ist, sieht man z.B. an den Lebensgeschichten mancher Heiliger. Ob Paulus, ob Augustinus, ob Franziskus oder Charles de Foucauld – wir könnten Hunderte heiliger Menschen finden, die nach unserem Ermessen wegen ihres früheren Lebenswandels jedenfalls mit Sicherheit kein guter Weizen waren. Wie gut, dass niemand dieses vermeintliche Unkraut herausgerissen hat!

Der heutige Rat Jesu heißt auch: Kümmert euch jetzt nicht ständig um das Unkraut! Wer seine Gedanken auf das Böse konzentriert, der bekommt den Kopf nicht frei. Schließlich sieht man nur noch das Negative, natürlich stets bei den anderen, versteht sich!
Jeder von uns soll dem Bösen widersagen, wie wir es bei der Taufe
versprochen haben. Natürlich soll man wachsam sein, damit kein Unkrautsamen auf den eigenen Acker gelangt. Es gibt da viel zu tun, vor allem, wenn wir uns selbst da einbeziehen. Eine Redewendung heißt ja aus gutem Grund: „Wer mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigt, der zeigt mit drei Fingern auf sich selbst!“

Wir haben also bei Lichte betrachtet Grund genug, mit unserem Urteil zurückhaltend zu sein und nicht Gott spielen zu wollen. „Gottvertrauen“ – das ist für Christen eine wichtige Tugend.
Wer Gott vertraut, der kann auf Machtspielchen und Verurteilungen verzichten und braucht mit niemandem kurzen Prozess zu machen. Einfach vertrauen – der Vater im Himmel weiß schon, was er tut!

Zum Schluss noch eine Klarstellung: Gott lässt sich keineswegs auf dem Kopf herumtanzen. Wenn auch jetzt die Zeit der Ernte noch nicht da ist: sie wird kommen, so sicher wie der Weizen reif wird. Und dann wird der Herr selbst für die Trennung von Gut und Böse sorgen. Beten wir, dass wir dann Weizen sind, und nicht Unkraut.







Predigt über die Geduld:
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Kurz-Video: Buchtipp "Klosterkräuter"
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Benediktinerinnenabtei Fulda: Kräutergarten
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Interessante Seite über Kräuter:
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Noch eine interessante Seite über Kräuter:
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UNO-Antrag: Das Christentum abschaffen!
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Elternbriefe der katholischen Kirche
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Karikaturen, z.B. die heutige (Bier-Wein-Cola)
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Mein aktueller Kinderbuchtipp:
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"Bei der nächsten Sinflut wird Gott nicht Wasser, sondern Papier verwenden." (Romain Gary)

Ein Patient sieht sehr schlecht aus. Der Arzt rät ihm: „Sie müssen unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Höchstens eine Zigarette nach dem Essen!“
Vier Wochen später kommt der Patient zur Nachuntersuchung.
Der Arzt ist begeistert: „Sie sehen ja prächtig aus! Sogar ordentlich zugenommen haben Sie!“
Der Patient:
„Kunststück, bei täglich 20 Mahlzeiten!“


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13.07.2008

Buchtipp: Paulus von Tarsus













(Fortsetzung)
Die Skeptiker gibt es freilich auch unter den Bibelwissenschaftlern. In einem Interwiew mit der Aktion „Kinder in Gefahr“ (siehe unten) formuliert Hesemann es so: „Mittlerweile erleben wir die geradezu absurde Situation, dass Historiker und Archäologen viel eher an die Authentizität der Apostelgeschichte und der meisten Paulusbriefe glauben als die Theologen und Exegeten. Oft habe ich den Eindruck, dass mancher Theologe sich gar nicht für den archäologischen Befund interessiert, weil dieser seine schönen Hypothesen…infrage stellen würde. Da kommt es dann zu den schönsten Spekulationen, die so fern von der Lebenswirklichkeit sind, dass man schon schmunzeln muss.“

So mag es also durchaus sein, dass einige Exegeten die eine oder andere Aussage anders deuten. Mir geht es da sicher wie den meisten Lesern: Kleinlicher Detailstreit mag zwar wissenschaftlich interessant sein, hilft mir aber nur selten. Mein Eindruck: Mit diesem Buch ist Erfolgsautor Michael Hesemann ein großer Wurf gelungen. Ein so faktenreiches Buch zu schreiben, das den ernsthaft interessierten Leser bis zur letzten Seite fesselt, ist eine beeindruckende Fleißarbeit.
So manches (Vor-) Urteil über Paulus wird da gut begründet korrigiert, z.B. der vermeintliche Sturz vom Pferd bei seinem Damaskus-Erlebnis (S.63) oder
dessen angebliche Frauenfeindlichkeit (S.132). Allerdings:
Der Reichtum an Details verlangt vom Leser konzentrierte Aufmerksamkeit, ein Lesen „so nebenbei“
ist nicht angeraten.

Michael Hesemann:
„Paulus von Tarsus. Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels“
Sankt Ulrich Verlag, 256 Seiten,
19,90 Euro
ISBN 978-3-86744-024-0


Hier weitere Informationen:

Der Direktlink zu diesem Buch beim Verlag
Sankt Ulrich
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Buchbesprechung (Bistum Augsburg)
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Interview mit "Kinder in Gefahr" >> hier klicken!

Internetseite des Autors zum Paulusjahr
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Interview mit "kath.net" über sein Buch "Die Dunkelmänner" - Mythen und Legenden um die Kirchengeschichte >> hier klicken!

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09.07.2008

15.Sonntag im Jahreskr. A (13.7.2008)

Wer zuletzt lacht... (Fortsetzung)

In unserem eigenen Leben ist das, was wir mühsam auf unserem Lebensacker gesät haben, nach unserer eigenen Einschätzung oft überhaupt nicht aufgegangen.
Das schmerzt! Auch bei manchem von Ihnen wird sich in einer stillen Stunde eine innere Trauer oder Enttäuschung melden. Ich nenne einige Stichworte; jedem fällt für die eigene Situation sicher noch Passenderes ein:

Da hat man sich krumm gelegt und für die eigenen Kinder abgerackert. Auch bezüg-
lich der Kirche hat man sich immer bemüht, ein Vorbild zu sein. Man hat z.B. auch dann die Heilige Messe besucht, wenn man eigentlich gar nicht dafür in der Verfassung war. Und was machen die Kinder? Schon lange haben sie keine Kirche mehr von innen gesehen! Was ist bloß aus den christlichen Werten geworden, die wir ihnen viele Jahre lang vermittelt haben?

Anderes Beispiel: Da hat man sich in der Pfarrgemeinde schon so oft als Katechetin für die neuen Kommunionkinder engagiert. Mit Engels-
zungen hat man geredet, getan und gemacht, und es schien so, als hätte man bei manchen Kindern eine Tür aufstoßen dürfen zum Glauben. Und dann die kalte Dusche: Schon wenige Wochen nach der Erstkommunion sind fast alle Kommunionkinder aus unseren Gottesdiensten spurlos verschwunden, von deren Eltern ganz zu schweigen.

Letztes Beispiel: Auch viele Priester leiden am Zustand der Kirche, und das nicht zu knapp! Etliche sind mit mehreren großen Pfarreien an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen. Auch bei ihnen verlangt die leidige Bürokratie immer mehr Aufwand an Zeit und Kraft. Manche fühlen sich inzwischen eher als herumreisender Sakramentenspender und Gemeinde-Manager statt als Seelsorger. Was waren das für Zeiten, als man den Pfarrer zu jeder Tages- und Nachtzeit und das ganze Jahr hindurch im Pfarrhaus erreichen konnte! - So haben manche Priester innerlich schon resigniert. Wie viel Enttäuschung und Verletztheit spricht aus dem Satz, den ich neulich von einem erschöpften Pfarrer hörte: „Ich bin schon froh, wenn meine Arbeit niemand schadet. Ob sie jemand nutzt – ich weiß es nicht…!“

Denken wir bei der Kirche an das Bild des Wasserglases: Ist ein halb gefülltes Glas Wasser eigentlich halb voll oder eher halb leer? Schaut man auf die allgemeine Stimmungslage, ist es wohl eher halb leer. Wie bei einem Autotank denken manche vielleicht: In unserer Kirche blinkt doch längst schon die Warnleuchte für „Reserve - bitte auftanken!“ -- Was hat man sich nicht alles einfallen lassen in der Kirche! So viel Engagement auf allen Ebenen, von den etwa 800 Stunden Religionsunterricht, die jeder Schüler im Durchschnitt bekommt, bis hin zu den vielen kirchlichen Angeboten, vom katholischen Kindergarten bis zum Gottesdienst für Motorradfahrer, bis zu wer-weiß-was-alles an Aktionen und „Events“, wie das heute heißt. Bei vielen, die sich so engagiert haben, kommt irgendwann die Frage: „Wo bleibt der sichtbare und dauerhafte Erfolg meiner Arbeit? War alles vielleicht doch nur vergebliche Liebesmüh’?“

Und mit dieser Frage stehen wir auch schon mitten im Text unseres heutigen Evangeliums. Die Jünger Jesu mussten auch allerhand Rückschläge und Niederlagen miterleben, und Jesus selbst auch. Wie oft war es genau so, wie wir eben gehört haben: „Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.“ - Ja, es waren viele, die Jesus hören wollten, sehr viele. Im heutigen Text waren es so viele, dass Jesus vom Ufer aus in ein Boot ausweichen musste, um nicht überrannt zu werden.

Nur durch diesen Sicherheitsabstand zum Ufer, wo die Leute standen, war es zu schaffen, dass alle ihn hören und sehen konnten. Ja, es waren viele, sehr viele. Vielleicht wie heute bei einem Weltjugendtag oder einem großen Festgottesdienst.
Die Leute wollten Jesus hören, und der gab sich alle Mühe. Im Text des heutigen Evangeliums heißt es: „Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen.“ - Jesus sprach lange, und er erklärte ihnen die Heilige Schrift durch Gleichnisse aus dem Alltag, damit es auch wirklich jeder verstehen konnte. Lange, gründlich und geduldig erklärte er es ihnen. Im heutigen Text wird extra erwähnt, dass Jesus dabei nicht im Boot stand, sondern er saß im Boot. Das Sitzen beim Predigen war damals ein bekanntes Signal: Hier spricht jemand mit größter Autorität, er sitzt dabei, wie ein großer Gesetzeslehrer oder ein König dies tut, und alle anderen stehen.

Doch was er da erzählte im Gleichnis vom Sä-
mann, klang erst einmal nicht so berauschend: Da gehen ja 75 % des kostbaren Saatgutes verloren! Es fällt auf den Weg, wird zertreten oder von Vögeln aufgefressen. Anderes fällt auf Steine und vertrocknet in der Hitze. Manches fällt unter die Disteln – es wächst zwar an, wird aber dann doch vom Unkraut erstickt. Einfach unfassbar – solch ein grandioser Misserfolg!

Bevor wir diesen offenbar so unfähigen Bauern für verrückt erklären, müssen wir allerdings wissen, dass es damals im Gegensatz zur heutigen Methode so war, dass zuerst gesät und danach erst unter-
gepflügt wurde. Manches von dem, was da zuerst einmal auf der Oberfläche herum lag, gelangte so doch noch ins tiefere Erdreich.
Dennoch: Wenn man nur den Zeitpunkt der Saat betrachtet, ist das Verhalten dieses Sämannes aus wirtschaftlicher Sicht heute nicht akzeptabel.
Wie kann man nur so verschwenderisch mit dem wertvollen Saatgut umgehen? Das ist ja wie Perlen vor die Säue geworfen…!

Wenn wir so denken, haben wir Gedanken von Menschen. Wir denken so schlicht in den Kategorien von Gewinn und Verlust. Wir sind es so gewohnt, zu fragen: Was bringt das? Wo bleibt da der Erfolg? - Man hat sogar uns Christen erfolgreich beigebracht, so zu fragen. - Gott sieht und denkt da wohl etwas anders. Gott hat immer auch den Zustand der Ernte im Blick, was wir bei der Aussaat noch nicht können. Daran erinnert die anfangs erwähnte Redewendung: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“
Sie ist Ausdruck einer alten Erfahrung: Am Ende ist es oft nicht so, wie man am Anfang noch vermuten konnte. Daher ist es klug, wenn man sich mit spöttischen Bemerkungen zurückhält.

Ja, Gott schaut immer auch auf das Ende, auf die Ernte, auf den eigentlichen Zweck der ganzen Aussaat-Aktion. Gottes Bilanz sieht da doch anders aus, als man zuerst vermuten konnte. Der Teil der Saat, der auf guten Boden fällt, bringt enorme Erträge, 100-fach, 60-fach, 30-fach. Damit macht er den Verlust nicht nur wieder gut, sondern es bleibt jede Menge Ernte-Überschuss übrig!

So sieht es aus, wenn Gott sät! – Ja, er ist der Sämann, nicht wir. Nicht wir säen aus, sondern Gott tut es, er tut es auch durch uns. Und dieser Gott ist ein überaus großzügiger und verschwenderischer Gott! Er sagt nicht vorher schon: Ach, bei Herrn X und bei Frau Y hat es sowieso keinen Wert! Und den Pfarrer Z kann ich glatt vergessen, so wenig Erfolg hat der in seiner Pfarrei! - Nein, Gott beherrscht mehr Rechenarten als wir, und seine Rechnung geht langfristig immer auf. Gott kann so großzügig sein, dass für jeden was abfällt, sogar für die Vögel auf dem Feld. Was in unseren Augen als Missgeschick begann, endet mit einer Riesenernte!

Wir haben sicher verstanden, was Jesus seinen Jüngern und uns heute mit diesem Gleichnis sagen will: Ja, nicht jedes Saatkorn geht auf. Es findet ja auch nicht überall gute Bedingungen zum Wachsen vor. Bei vielen Mitmenschen nicht, und vielleicht bei Dir und mir manchmal auch nicht?! Genug Disteln des Bösen, die alles Gute bereits im Keim ersticken, gibt es ja auf der Welt!

Doch vergessen wir nicht: Wir sind nicht der Sämann! Nicht die besorgten Eltern, nicht die enttäuschte Kommunion-Katechetin, nicht der resignierte Priester. Nicht wir haben zu ent-
scheiden, was für Gott erfolgreich war. Das macht er schon selber.
Unsere gefühlten Misserfolge in Beruf, Familie und Kirche tun uns weh. Dieser Kummer ist verständlich. Ob er aus Gottes Sicht aber langfristig auch berechtigt war, wird sich erst noch herausstellen.
So erzählt Jesus mit diesem Gleichnis eigentlich nicht vom Misserfolg, sondern er lädt uns eindringlich ein zum Vertrauen in die Aussaat-
Entscheidung Gottes, auch und gerade in Zeiten, die wir als Durststrecken oder Misserfolg empfinden. Über die Geduld, die wir dazu brauchen, spricht das Evangelium des nächsten Sonntags.

Lassen wir zum Schluss in einer kurzen Anekdote den herzensguten Papst Johannes XXIII. zu Wort kommen: Als ein neu ernannter Bischof zum erstenmal von Papst Johannes XXIII. in Privataudienz empfangen wurde, klagte er, die neue Bürde lasse ihn nicht mehr schlafen. Mitfühlend sagte ihm der Papst: "Mir ging es in den ersten Wochen meines Pontifikats genauso. Aber dann sah ich auf einmal im Wachtraum meinen Schutzengel, der mir zuraunte: 'Giovanni, nimm dich nicht so wichtig ...' Seitdem schlafe ich wieder."




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Kurz vor seinem Tod verfügte der alte Schotte in seinem Testament: "Meine drei Söhne müssen mir jeweils 100 Pfund ins Grab legen." Widerwillig legen die ersten zwei bei der Beerdigung 100 Pfund auf den Sarg. Der dritte stellt einen Scheck über 300 Pfund aus. Und steckt die zwei Hunderter ein.

Der Patient hatte heftiges Händezittern.
Der Arzt fragte ihn daraufhin: "Sie trinken wohl ziemlich viel, wie?"
"Nein, gar nicht, Herr Doktor. Das meiste verschütte ich."


"Chef, darf ich heute zwei Stunden früher Schluss machen? Meine Frau will mit mir einkaufen gehen."
"Kommt gar nicht in Frage."
"Vielen Dank, Chef, ich wusste, Sie würden mich nicht im Stich lassen!

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Am Montag (14.7.): Vorstellung des empfehlenswerten Buches
von Michael Hesemann: "Paulus von Tarsus"


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