31.05.2011

7. Sonntag der Osterzeit A - 5.6.2011

(Fortsetzung)

Jetzt ist es so weit, Bilanz zu ziehen über seine Zeit auf Erden und sich an den himmlischen Vater
zu wenden. Leider fehlen am Schluss des heutigen Evan-
gelienabschnittes die nächsten Sätze, die das noch deutlicher machen: „ Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. So lange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren…“
Jesus hätte sicher auch still für sich beten können. Wenn er jedoch laut betet und dabei den Blick zum Himmel richtet,
sollen seine Jünger etwas ganz deutlich mitbekommen.
Jesus nimmt sie ins Gebet, aber im besten Sinne des Wortes: Jeder kann und soll es hören, wie Jesus seinen Vater bittet für die Zeit, in der er nicht mehr auf der Erde ist. Jeder soll es wissen, dass Jesus ganz sicher niemand im Stich lässt. Er geht nicht einfach weg nach dem Motto: Sollen sie sehen, wie sie klar kommen – ich habe ihnen doch alles erklärt!
Nein, Jesus sorgt sich auch in dieser Stunde um seine Lieben, um die ihm vom Vater anvertrauten Jünger. In seiner Bilanz,
die er hier zieht, stellt Jesus aber zuerst einmal klar, wie innig die Beziehung zu seinem Vater ist: Immer wieder kommt im heutigen Text vor, dass sein Vater ihm alles gegeben hat. In seinem Auftrage hat er alles vollbracht, und Gottvater war es auch, der Jesus die Jünger anvertraut hat.
In seinem Namen
hat Jesus immer gehandelt, nicht auf eigene Rechnung. Wenn Jesus hier sagt: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast“, scheint uns das heute nicht besonders aufregend zu sein. Wenn wir jedoch wissen, welche Bedeutung der Name Gottes in der Bibel hat, dann sieht das schon anders aus: Der Name Gottes sagt etwas aus über ihn selbst, über sein Wesen.
Gott ist schon im Alten Testament der „Ich-bin-da“. Das ist wie ein Pass, wie ein Ausweis, der wichtigste persönliche Daten enthält. Gott ist eben immer da, das ist seine auffallendste Eigenschaft. Er ist da bei uns in Freude und Schmerz, einfach immer.
Ob wir ihn bemerken, das ist allerdings eine andere Frage. Unsere Wahrnehmung funktioniert leider nicht perfekt – oder haben Sie z.B. heute schon gefühlt, wie die Erde sich dreht?
Es sollen pro Stunde immerhin etwa 1200 Kilometer sein; wir alle sind also auch in diesem Moment hier auf einer rasend schnellen Karussellfahrt und merken es noch nicht einmal.
Wenn Jesus uns den Namen Gottes offenbart, heißt dies auch: Ich gebe euch Einblick: Schaut, so wie ich mich euch gezeigt habe, so ist Gott. Er ist wirklich die Liebe in Person. Vom menschlichen Verstand kann das gar nicht erfasst werden;
es ist, wie Kirchenvater Augustinus schon bemerkte, als ob wir mit einem kleinen Schöpfgefäß das ganze Meer leerschöpfen wollten.
Das Leben Jesu ist ganz auf seinen Vater ausgerichtet. Alles geschieht nur mit Blick auf den Vater. Ihn zu verherrlichen, ihm die ihm zustehende Geltung zu ver-
schaffen, das ist sein sehnlichster Wunsch. Es soll ans Licht kommen, wie herrlich Gott ist. - So sind die heutigen Worte Jesu ein einzigartiges Zeugnis der innigen Einheit zwischen Gottvater und Sohn. Wie ein Wegweiser zeigt das Gebet Jesu: schaut doch, denn dort und nur dort ist Heil und Heilung für euch! Orientiert euch an mir, dann findet ihr den Vater!
Unüberhörbar ist aber auch, dass Jesus sich um seine Jünger-
schar berechtigte Sorgen macht. Er formuliert es so: „Für sie
bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.“

Das hätten wir ja eigentlich ganz anders von Jesus erwartet.
Da sagt er: „Nicht für die Welt bitte ich…“ – Das klingt ja fast so, als wäre ihm die Welt egal, Hauptsache, seine Jünger sind auf dem rechten Weg. Dass es nicht so gemeint sein kann, die übrigen Menschen quasi als hoffnungslose Fälle aufzugeben, wissen wir aus den vielen Gleichnissen und Wundergeschichten der Bibel. Immer wieder hat Jesus sich darum bemüht, Men-
schen zu heilen und zu retten, und zwar auch solche, die in den Augen der Mitmenschen bereits verloren waren, wie z.B. der Zöllner Zachäus oder die Ehebrecherin.
„Die Welt“ ist hier verstanden als ausdrücklicher Gegensatz zum Heilswillen Gottes. Die Welt – das ist alles, was sich gegen Gott auflehnt und seine Ehre bewusst verletzt. Diese Welt lehnt die Regeln Gottes bewusst ab und ersetzt sie durch die eigenen, durch Machtgier, durch Stolz, durch Rachsucht, Egoismus, Lieblosigkeit, Gewalt und vieles mehr.
Es ist wie ein Sog, den das Böse auf die Menschen ausübt - wer sich in seine Nähe begibt, der wird mit in den Strudel gerissen, der ins Verderben führt. Die Welt mit allen ihren Versuchungen bleibt für Jesu Jünger damals wie heute eine Herausforderung, denn wir leben nicht im Wolkenkuckucksheim, sondern wir leben ebenfalls in und mit der Welt.
Da kann es deshalb auch mal erforderlich werden, dass wir Christen zum Spaßverderber werden und nicht alles so toll finden, was diese Welt uns vorsetzt und zumutet. Natürlich ist
es in der Praxis anstrengend, nicht wegzuschauen, nicht totzuschweigen, nicht alles und jedes im Namen einer angeb-
lichen Toleranz zu akzeptieren. Es gibt Grenzen, und die wichtigste davon ist die Wahrheit.
Die Gefahr, wie allein gelassene Schafe in die Irre zu gehen, ist unsere tägliche Bewährungsprobe, und meistens kommt eine solche ausgerechnet gerade dann, wenn man sie am wenigsten brauchen kann, wie es schon im Gleichnis vom barmherzigen Samariter passierte.
Jesus bittet daher den Vater, den Seinen, die ihm gehören (!), weiteren Beistand zu gewähren, damit sie die Versuchungen bestehen können. Während Jesus mit dem Vater ganz eins ist - er betont ja gerade: „Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein“, sind wir als seine Jünger immer in der Gefahr, die Einheit zu verlieren, uneins zu sein.
Wenn ein Kirchenchor in den verschiedenen Stimmlagen gleichzeitig verschiedene Lieder singt, statt ein einziges Lied nach Anweisung des Dirigenten, klingt dies nicht sehr harmo-
nisch. So gilt auch für jeden von uns: Wir sollten nicht jeder sein eigenes Lied singen, sondern der Welt nur die Melodie Gottes zu Gehör bringen. Mit Hilfe des versprochenen Geistes sollten wir dies tun – in Gottes Namen.

Predigt Pfr. Heinz Büsching
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Pfr. Martin Günter
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Predigt Prof. Dr. Dr. Klaus Müller
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Predigt P. Hans Rudi Krieg SVD
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Predigt Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann (pdf)
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Prof. Dr. Ernst F. Ströter: Betrachtungen zu Joh 17 (23 S. / pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Predigt Dr. Bernhard Kaiser (pdf)
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Der Pfarrer stattet dem Kindergarten einen Besuch ab. Er fragt ein kleines Mädchen: "Weisst Du eigentlich, wer ich bin?"
"Na klar, Du bist der Nachrichtensprecher aus der Kirche..."


Ein Österreicher hat einen kleinen Unfall und einige kleine Dellen im Auto. Da kommt ein Bayer vorbei und sagt zu ihm: "Du musst kräftig in den Auspuff blasen, da drückt`s die Dellen wieder raus." Der Bayer fährt weiter, und der Österreicher denkt sich, das kann ich ja mal probieren. Er bläst und bläst. Da kommt die Polizei vorbei und fragt ihn, was er da macht. Er sagt, ein Bayer habe ihm geraten, um die Dellen herauszubekommen, solle er in den Auspuff blasen. Da fangen die Polizisten an zu lachen und sagen: "Wenn das Schiebedach auf ist, kann das natürlich
nicht funktionieren."


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28.05.2011

Christi Himmelfahrt - 2.6.2011

(Fortsetzung)

In allen Bereichen, z.B. in der Europäischen Union, wird mehr oder weniger erfolgreich versucht, mit Verordnungen und Paragraphen Ordnung für das menschliche Miteinander zu gewährleisten.
Und immer wieder haben Theologen sich darüber den Kopf zerbrochen, wie denn nun Glaubenswahrheiten wie die göttliche Dreifaltigkeit zu verstehen sind. In tiefen und sehr weitläufigen Gedankengängen wurde darüber immer und immer wieder nach-
gedacht. Sicher war man dabei durch immer neue Anläufe wesentlich erfolgreicher als das Reichs-
gericht 1879 mit der Definition der Eisenbahn.
Doch wie Menschen so sind, beließen sie es nicht nur beim Nachdenken. Die Kirche war in der Zeit des berühmten Konzils von Nicäa (325 n.Chr) so heftig über die Frage der Dreifaltigkeit zerstritten, dass es sogar zu Prügeleien, Verbannungen und Kirchenausschlüssen kam. Es tobte ein regelrechter Meinungs-
kampf insbesondere um die Stellung Jesu innerhalb der göttlichen Dreifaltigkeit. Sogar der damalige Kaiser Konstantin war wegen der Gefahr einer größeren Krise so sehr beunruhigt, dass er mit seiner politischen Autorität für eine klare Glaubens-
aussage des Konzils sorgte, um endlich wieder Ruhe in die Kirche zu bekommen. Als Folge davon kennen wir alle seit
jenem Konzil das „Große Glaubensbekenntnis“ („GOTTESLOB“ Nr. 356), das insbesondere an Hochfesten wie heute statt des kürzeren apostolischen Glaubensbekenntnisses gesprochen wird.
Doch manchmal ist es eben mit solchen komplizierten Denk-
gebäuden im Glauben doch ein wenig wie mit der gerichtlichen Definition der Eisenbahn. Alles ist hundertprozentig richtig, und doch entsteht bei Nicht-Theologen leicht das Gefühl, der Aus-
sage fehle gewissermaßen die Seele.
Es ist, als habe man eine schöne Scheibe Brot versprochen bekommen, aber man erhält dann doch leider nur ringsherum den harten Rand, die zähe Kruste der dogmatischen Formulierungen, an der man schwer zu kauen hat. Das leckere und bekömmliche Innere der Scheibe Brot, das schon ein Baby genüsslich kauen kann, ist dabei irgendwie abhanden gekommen.
Da ist es nur gut, sich am heutigen Sonntag auf den Text des Evangeliums zu besinnen. Es handelt sich um die allerletzten Sätze des Matthäus-Evangeliums, nach der Auferstehung Jesu. Das wissen wir alle: Die letzten Worte haben ein ganz beson-
deres Gewicht. Wenn jemand sagt: „Das ist mein letztes Wort!“, dann ist da keinen Millimeter mehr Platz für weitere Verhand-
lungen.
Das Evangelium schildert heute, wie die Jünger Jesu zurück nach Galiläa ziehen. Sie gehen gemeinsam auf einen Berg, den sie schon von Jesus kennen. In der Stille und Einsamkeit des Berggipfels fühlen sie sich wie viele andere Menschen Gott besonders nahe. Tatsächlich dürfen sie dort dem Auferstandenen begegnen. Doch ganz genau steht im Text, dass sie Jesus sehen. - Das ist schon ein Unterschied: Sehen im biblischen Sinne ist mehr, sehen ist erkennen, sehen hat zu tun mit dem tieferen Wahrnehmen der Person.
Kein Wunder also, dass die Jünger vor Jesus niederfallen. Sie sind in diesem Moment dabei, Jesus wirklich zu sehen. Sie sind dabei, ihn in seiner ganzen machtvollen göttlichen Größe plötz-
lich vor Augen und Herz zu haben.
Dieses Sehen, diese neue Sicht haut die Jünger einfach um. Nur zu ver-
ständlich also, dass sie vor Jesus niederfallen, wie das Evangelium erklärt.
Auch da lohnt es, auf die Feinheiten
zu achten: Niederfallen ist nicht der Wechsel vom Stehen zum Knien,
wie wir das aus dem Gottesdienst kennen.
Niederfallen – das ist etwas Spontanes, etwas ganz und gar Unvermeidliches, die einzig mögliche Reaktion auf einen gewaltigen Sinneseindruck. Sie stürzen zu Boden. Sie knien nicht, sondern sie liegen der Länge nach bäuchlings auf der Erde. - Kleiner kann man sich nicht machen, um seine Ehrfurcht auszudrücken. Wir kennen das auch von der Priesterweihe und anderen Weihehandlungen (z.B. Diakon), wo die Kandidaten sich flach auf den Boden legen.

Die letzten, entscheidenden Worte Jesu an seine Jünger werden jetzt gesprochen. Jesus lenkt ihren Blick auf das, was kommen wird. Er sagt: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befol-
gen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Das ist eine geballte Ladung an klärender Information und präzisem Auftrag. Zuerst bestätigt Jesus seine Gottheit. Ihm ist alle Macht gegeben. Alle Macht im Himmel und auf der Erde.
Das Wort „gegeben“ signalisiert aber auch die innige Verbindung mit seinem Vater. Nicht aus eigener Initiative heraus, sondern in allerengstem Miteinander innerhalb der göttlichen Dreifaltigkeit wirkt Jesus. „Ich und der Vater sind eins“, sagt demgemäß Jesus an anderer Stelle (Joh 10,30).
Was immer der Vater will, das will der Sohn, das will auch der Heilige Geist. Da ist absolute Harmonie, für uns unfassbar innige liebende Gemeinsamkeit, aber auch die vollkommene Macht, die alles im Himmel und auf Erden umschließt und in Händen hält. Gott ist Liebe und Glück in ewiger Vollendung.
Interessant ist auch, dass Jesus zu den Jüngern sagt:
Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern…“
Dreieinigkeit ist nichts Abstraktes. Gott hat ein Ziel, sonst hätte er die Welt nicht er-
schaffen. Gott ist kein Gott, der öfter mal Langeweile hat und deshalb die Erde von ferne lenkt wie ein Kind sein Fernlenkauto. Er sitzt auch nicht einsam auf seinem himmlischen Vorstands-Sessel und schüttelt dabei immer häufiger sein Haupt, wenn er die Menschheit von oben herab betrachtet. Die ganze Schöpfung ist von ihm aus überströmender Liebe geschaffen, und die Menschen sind es erst recht. Jesus sagt ja im heutigen Evan-
gelium, darum sollten alle Menschen zu seinen Jüngern gemacht werden, weil Gott über alle wirkliche Macht im Himmel und auf Erden verfügt.
Alle Menschen sollen zu gläubigen Jüngern Jesu werden. Das heißt doch: Gott hat etwas vor. Jeder Mensch liegt ihm wirklich
so sehr am Herzen, als gäbe es nur ihn oder sie allein auf der ganzen Welt.
Wirklich niemand soll außen vor bleiben, wenn es um den Himmel geht. Alle sollen das große Los ziehen dürfen, alle sollen das Glück haben, in Gottes Angesicht sich auf ewig wie im sieb-
ten Himmel fühlen zu dürfen, in seligem Glück ihn und sein Erbarmen lobpreisend.
Um genau das geht es: der dreieinige Gott ist die Liebe in Vollendung. Er liebt uns so sehr, dass er sein Glück im Himmel mit uns Menschen teilen möchte. Gott möchte, dass jeder Mensch schließlich und endlich den Weg zu ihm nach Hause findet und an Gottes Glück teilhat. Früher haben mehr Menschen um diese Wahrheit gewusst als heute. Da hieß es nach dem Tod eines Menschen: Er oder sie ist heimgegangen, also in sein wirkliches Zuhause. Heute wird im Text der Todesanzeigen oft genug einfach nur noch gestorben.

Alle Jünger Jesu bekommen im heutigen Evan-
gelium einen ganz konkreten Auftrag: „…macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“
Bei Gott ist die Erdenzeit also immer auch Erntezeit. Menschen sollen gefischt werden für das Himmelreich. Alle Menschen sollen von Gott erfahren und sich dann als Jünger zu ihm bekennen. Durch die Taufe im Namen des dreieinigen Gottes werden sie dann endgültig seiner Obhut anvertraut.
Manche hören das heute mit gemischten Gefühlen, wenn zur Bekehrung anderer Menschen aufgerufen wird. Man tut so,
als sei das ein schwerer Eingriff in die Intimsphäre fremder Menschen. Doch es gibt hier keinen Spielraum für Verharm-
losung und Abschwächung. Jesus meint es wirklich so: Aufgabe der Jünger, also auch heute Aufgabe der Kirche und damit unsere Aufgabe ist es, so vielen Menschen wie möglich den Weg zu Gott aufzuzeigen.
Natürlich gilt das Sprichwort: Gebranntes Kind scheut das Feuer. Es ist traurig und wahr, dass im Namen der Mission im Laufe der Jahrhunderte auch viel Unrecht geschehen ist. Dazu gehört z.B., dass Menschen mit Gewalt zu Christen gemacht wurden, wie wir das auch von anderen Religionen kennen.
Wir neigen heute dazu, es jedem selbst zu überlassen, was er glaubt oder nicht glaubt. Das klingt menschenfreundlich und tolerant. Man kommt niemanden in die Quere und erwartet auch von anderen, gefälligst in Ruhe gelassen zu werden. Schließlich sind wir doch keine Zeugen Jehovas, die zu zweit von Haus zu Haus gehen.
Was da so tolerant klingt, ist es in Wirklichkeit aber nicht.
Wie sind wir selbst denn zum Glauben gekommen?
Na sicher – durch andere Menschen, die uns diesen Weg gezeigt haben. Was wäre wohl aus uns geworden, wenn die Genera-
tionen vor uns gedacht hätten wie so viele heute?
Was wäre wohl aus uns geworden, wenn nicht im Laufe der Jahrhunderte so viele ihren Glauben an den liebenden Gott sogar mit ihrem Leben bezeugt hätten? - Jesus hat es uns heute noch einmal ganz bewusst gemacht: Es ist weniger die Frage,
wie wir den dreifaltigen Gott mit vielen klugen Worten zu beschreiben versuchen. Wichtiger ist es, ob wir ihn überhaupt ernst nehmen. Was ist dieser liebende Gott, der auf uns und alle wartet, für mich persönlich?
Halte ich ihn mir nur für alle Fälle vorsorglich mal warm - oder versuche ich, ihm die gebührende Liebe und Ehre zu erweisen?
Sein sehnlichster Wunsch ist es, möglichst vielen seiner so geliebten Menschen Anteil an seiner Freude zu schenken. Unsere Aufgabe ist es, mit Gottes Hilfe das Evangelium zu verbreiten und Wegweiser für andere zu sein. Es darf uns eben nicht wurstegal sein, ob unsere Mitmenschen zum wahren Gott finden oder nicht, ob sie auf ewig glücklich werden oder nicht.
Den schönsten Schluss für diese Predigt hat übrigens Jesus heute selbst gesprochen. Sicher hat er dabei auch daran gedacht, wie leicht wir Christen mutlos werden können, statt Flagge zu zeigen. Seine Zusage sollten wir darum nie vergessen. Jesus verspricht allen seinen Jüngern: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Predigt Diakon Lengauer: „Nicht als Waisen…“ (pdf)
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Predigt Pfr. Dr. Jörg Sieger
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Predigt Pater Gottfried Eigner OSA
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Predigt Pfr. Hans Stehle: „Verschiedene Wege…“
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Bischof Kurt Koch: Demissionieren oder missionieren? (pdf)
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Vortrag Kardinal Schönborn: Mission als zentrales Thema…
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Sekten in Lateinamerika: Werden Katholiken verlieren?
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Vier Studien: Warum konvertieren Muslime?
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Sanct Augustin und das Knäblein

„Der heilige Augustinus, der fromme Bischof und erleuchtete Kirchenvater, erging sich eines Tages am Ufer des Meeres, sinnend und nachdenkend, wie er das große Geheimniß von dem dreieinigen Gott ergründen möge. Da, wie er einige Zeit lang in diesen Gedanken vertieft dahinwandelte, bemerkte er am Gestade ein Knäblein sitzen, das emsig aus dem Meer in ein Grüblein Wasser schöpfte. Der heilige Mann schritt sofort auf das Knäblein zu, und fragte dasselbe: was sein Beginnen sei, und warum er also emsiglich Wasser schöpfe? Der Knabe erwiderte: Ich will das Meer ausschöpfen in dieses Grüblein. Darob lächelte Augustinus, und sagte: Wie magst du also thun und erhoffen, das ganze weite und tiefe Meer auszuschöpfen in dieses winzige Grüblein?
Hierauf versetzte der Knabe: Und wie magst du so thöricht sein und verhoffen, du werdest das große und tiefe Geheimniß des dreieinigen Gottes ergründen mit deinem winzigen Verstande?
Der heilige Kirchenvater ward betroffen von dieser Antwort; und als er, wieder erwachend aus seinem Erstaunen, das Knäblein nicht mehr sah, welches verschwunden: so merkte er wohl, es habe ihn Gott durch einen Engel warnen und belehren lassen, daß der Mensch nicht versuchen solle, den Schleier zu lüften vor dem Allerheiligsten, das selbst den Engeln verdeckt bleibt zur Anbetung.“
(Quelle: Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein. Bd. 2, Leipzig
[um 1878/79], S. 48-49.

Was ist der Unterschied zwischen der Mission und dem Generalvikariat? - Die Mission macht die Wilden fromm.

Vor dem Eingang des Generalvikariats in ... wurde ein Baby in einem Körbchen gefunden. Kurze Zeit später wurde dort eine Sitzung aller Abteilungen einberufen und das Projekt "Moses" gestartet mit dem Ziel, die Herkunft des Babys zu klären. Bereits nach wenigen Projektsitzungen stand das wichtigste Ergebnis fest: das Baby konnte nicht aus dem Generalvikariat stammen, denn 1.) es sei unvorstellbar, dass im General-vikariat etwas innerhalb von neun Monaten fertig werde; 2.) es sei ebenso unvorstellbar, dass etwas mit Lust und Liebe gemacht werde; 3.) es habe noch nie ein Ergebnis gegeben, das Hand und Fuß hatte.


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26.05.2011

Der Schriftenstand in der Kirche - Aschenputtel oder Aushängeschild?

(Fortsetzung)
Offensichtlich kümmert sich in diesen Beispielen niemand so recht um den Stand, so wie man auch Schaukästen erleben kann, in denen Plakate mit Terminen hängen, die schon etliche Wochen verstrichen sind.
Wer solch etwas Liebloses sieht, fühlt sich wohl kaum ange-
sprochen und eingeladen. Und das ist bedauerlich, ist doch der Schriftenstand eines der Markenzeichen für den öffentlichen Auftritt einer Pfarrei. Da es ist nur gut, dass viele Pfarrer und Pfarrgemeinderäte dies erkannt haben und sich um einen ansprechenden und vielseitigen Schriftenstand bemühen.
Die Bandbreite der angebotenen Schriften reicht von religiösen Büchern für Kinder bis hin zum bebilderten Kirchenführer, vom kleinen Geschenkbüchlein für so manche Lebenslagen bis zur Kirchenzeitung.
Wie in so vielen anderen Bereichen, so ist auch hier etwas Phantasie gefragt. Wo eine Einzelperson oder gar ein kleines Team dafür verantwortlich ist, können etwa durch Anwesenheit eines Betreuers besonders zu den Gottesdienstzeiten auch teurere Bücher angeboten werden, ohne dass man den Diebstahl fürchten muss. Auch die Ausleihe z.B. von Kindergebetbüchern und ähnlichem wäre für manche jungen Eltern eine Hilfe, auch während des Gottesdienstes für unruhigen Nachwuchs.
In jedem Falle ist es zu empfehlen, sich in den Pfarreien Ge-
danken über dieses Aushängeschild der Kirche zu machen und Verantwortlichkeiten zu klären.

Nachfolgend einige Linktipps insbesondere zur Beschaffung von Kleinschriften usw.:

Das Foto zum Artikelanfang zeigt den Schriftenstand der Pfarrei St. Gertrud in Schuld/Ahr, die auch Passionsspiele organisieren
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Beispiel: Schriftenstand der Kirche in Haselünne
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Kleinschriften Kath. Evangelisationswerk Regensburg
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Kleinschriften bei pro-buch
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Geschenkhefte VER SACRUM
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Kleinschriften Media Maria
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Kleinschriften Buchhandl. Lesen + Leben
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Kleinschriften Immanuel Medien
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Kleinschriften EOS-Verlag
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Kleinschriften asaphshop
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Münsterschwarzacher Kleinschriften
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Bücher aus dem Vivat-Verlag
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Geschenkhefte des Schwaben-Verlags
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Geschenkideen Eschbach-Antiquariat
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Geschenkhefte der Katholischen Landvolkbewegung
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Geschenkhefte VaB-Buchversand
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Diverse christliche Geschenke
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Lahrer Geschenkhefte
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Geschenkhefte Butzon&Bercker/Lahn-Verlag
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Geschenkideen neuesbuch.de
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Geschenkbücher Edition Hasenburg
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Segenspost der Neukirchener Verlagsgesellschaft
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Verlag Am Birnbach
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„Glauben Kompakt“ - 16 Heftchen zu Lebens- und Glaubensfragen *) >> BITTE KLICKEN !


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24.05.2011

6. Sonntag der Osterzeit A - 29.5.2011

(Fortsetzung)

War das Feuer der Liebe vielleicht nur
ein Strohfeuer, das schneller abbrennt,
als man sich das eigentlich gedacht hat? - So manche gescheiterte Ehe ist an erkalteten Gefühlen zerbrochen. Nicht umsonst spricht die Alltagssprache übrigens davon, dass man jemand gut leiden kann – das Mitleiden mit dem geliebten Partner gehört dazu, wenn man jemand wirklich besonders gern hat.
Wirklich lieben heißt auch, sich selbst nicht in den Vordergrund stellen, sondern eigene Wünsche und Interessen am Partner orientieren, sich auch mal zurücknehmen dem anderen zuliebe.

Jesus will denen, die ihm nachfolgen, also auch uns heute, eindringlich klarmachen, dass es nicht genügt, im Überschwang der Gefühle von Jesus begeistert zu sein, also ähnlich zu fühlen wie ein Verliebter. Es ist zwar verständlich, dass wir uns so
etwas wünschen, das besondere religiöse Erlebnis, den heiligen Schauder, die wunderschöne Hl. Messe, die uns mit Glanz und Gloria bis in die Zehenspitzen elektrisiert oder auch die mit-
reißende Stimmung beim Weltjugendtag oder in Taizé. Verständlich, dass wir Menschen uns wünschen, schon auf Erden ein bißchen durch Gottes Schlüsselloch schauen zu dürfen.
Jesus will uns die Freude bestimmt nicht nehmen.
Im Gegenteil: er verspricht sie denen, die ihn lieben, indem sie seine Gebote halten. - Aber er will, dass seine Freunde realistisch bleiben.
Den Himmel auf Erden kann man zwar erträumen, aber es wird ihn immer nur kurzfristig geben, und die Ernüchterung im Alltag kann schmerzlich sein.
Also heißt Jesu guter Rat: Wenn du mich wirklich ganz gern hast, dann warte nicht auf ein Wunder, auf eine Erscheinung, auf eine religiöse Sensation für dich. Wenn du mich wirklich gern hast, dann wird es dir mit der Zeit leicht fallen, mir eine Freude zu machen. Dann wird es dir leicht fallen, dein Herz zu fragen, womit du mir als deinem Herrn einen wirklichen Liebesdienst erweisen kannst. Nicht die großen Worte brauche ich von dir, nicht die Bekenntnisse deiner Lippen, sondern deine Tat, also das Einhalten meiner Gebote. Sie sollen im Alltag immer deine Richtschnur sein, deine Leitplanken, an denen du dich immer orientieren kannst.
Jesus will keine bloßen Lippen-
bekenntnisse. Bei einem Liebespaar stimmt etwas nicht, wenn es zwar immer wieder tolle Liebes-Erklärungen gibt, aber im Alltag dagegen wenig Rücksichtnahme, keinerlei Aufmerksamkeiten, keine Blumen.
Der heilige Augustinus hat es für den Glauben einmal so formuliert: „Liebe, und dann tu, was du willst!“ - Er weiß es auch: wer wirklich liebt, der wird sowieso immer danach streben, mög-
lichst das zu tun, was den anderen glücklich macht.
Jesus überfordert also niemanden, er verlangt nichts Über-
menschliches. Er sorgt vielmehr für die Gläubigen, die auf seinem Weg gehen wollen, sogar für die passende Unter-
stützung, damit sie die Kraft zur Liebe im Sinne Gottes bekommen.
Im heutigen Evangelium heißt es dazu: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“
Jesus sagt also einen anderen Beistand zu, so wie er selbst auch stets Beistand für die immer wieder gefährdeten Jünger war. Dieser versprochene Beistand (griechisch: Paraklet = Schützer, Helfer, Anwalt) ist nicht nur Tröster, sondern der Heilige Geist ist auf unserem Weg eine Kraft, die stützt und stärkt. Niemand wird von Jesus als Waisenkind zurückgelassen. Der Geist Gottes ist da und sorgt für uns.
Das geschieht aber offenbar nicht mit großem Getöse. Der große Auftritt vor dem auf Sensationen lauernden Publikum bleibt aus. Es geschieht stattdessen sanft und leise. Die Welt, die Gott so gerne in eine unbedeutende Ecke schieben möchte, hat gar kein Gespür für diesen Geist Gottes, so sehr ist sie ausschließlich mit sich selbst beschäftigt.
Jesus sagt dazu: „Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“
Das ist im Prinzip
wie mit einem guten Radio-Sender: Der kann die schönste Sendung ausstrahlen – das hilft aber dem-
jenigen gar nichts, der immer einen anderen Sender eingestellt hat und der gar keinen Versuch macht, den besseren Sender zu finden. - Oder man kann die Welt verglei-
chen mit einem Kind, das noch nicht lesen kann. Der schönste Text ist für dieses Kind noch bloßer Buchstabensalat, einfach so lange nicht verstehbar, bis es lesen gelernt hat.
So ist die Welt, sagt Jesus. Sie hat keine Antenne für Gottes Liebe, weil sie ständig in völlig anderen Kategorien denkt: Macht, Ansehen, Gewinn usw.
Natürlich sagt Jesus das nicht nur so nebenbei. Die Gefahr, sich selbst in der Denkweise dieser Welt zu verlieren, lauert auch immer wieder auf jeden einzelnen Christen und auch auf die Kirche als Organisation. Das passt eben einfach nie und nimmer zusammen: Gott sehr lieben und in den Kategorien dieser Welt denken und leben.
Zum Schluss verspricht Jesus seinen Jüngern und uns noch etwas: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“
Er ruft damit allen gewissermaßen etwas zu: Lass dir doch helfen vom Heiligen Geist! - Wenn du mich wirklich liebst, dann wird er zu dir kommen und dir beistehen. - Lass dich doch einfach darauf ein, halte einfach Augen, Ohren und dein Herz offen für den Beistand für dein Leben! Trau dich doch!
Das ist so wie mit einer großen Liebe zwischen zwei Menschen - du kannst auch nicht nur ein kleines bißchen lieben, du kannst einen mutigen weiten Sprung auch nicht mittendrin abbrechen, denn sonst plumpst du so richtig kräftig auf die Nase!
Jesus will uns also sagen: Wenn du mich liebst, wenn du dich auf dieses große Wagnis einlässt und dich jeden Tag um diese Liebe mit Ausdauer kümmerst, so wie du das vielleicht längst mit Kleinigkeiten wie etwa dem Zähneputzen schon machst, dann bekommst du Übung, dann kommst du auch zum Ziel.
Wenn du mich nicht vernachlässigst, dann wirst du irgendwann nicht mehr verschwommen sehen, so wie diese Welt das tut, sondern du wirst klar sehen! Du wirst mit dem Beistand des Heiligen Geistes die Liebe Gottes spüren dürfen und du wirst mit den Augen der Liebe sehen.
Statt der dicken Luft dieser Welt weht dann für dich der frische Wind Gottes! Dann kann es dir sogar passieren, dass du mehr Kraft hast, als du dir selbst zugetraut hättest. Das sollte dich jetzt gar nicht mehr wundern!


Predigt Eberhard Gottsmann: „Gottes Geist – auch heute“
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Predigt Pfr. Josef Mohr: Auf dem Boden der Wirklichkeit…
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Predigt Steyler Missionare: Christen sind keine…Verlierer
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Die Liebe zu Jesus – ausgelegt von Prof Dr. Ludwig Volz
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Predigt Pfr. Wilhelm Weber: „Der Paraklet“ (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerks (pdf)
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Fritzchen erkundet erstmals den Dachboden des Elternhauses. Dort steht der Laufstall, in dem er seine Babyzeit zugebracht hat. Als er ihn sieht, rennt er schnell runter und ruft aufgeregt nach seiner Mama: „Mami, Mami, wir kriegen bald ein neues Baby!“ –
Die Mutter ist doch sehr erstaunt deswegen und fragt zurück: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“ – Fritzchen berichtet über seine Entdeckung: „Ich war auf dem Dachboden. Da ist schon die Falle dafür aufgestellt!“

Sprüche:
Wussten Sie schon, dass man eine Tageszeitung auch bei Nacht lesen kann?
Auch andere machen Fehler – aber wir haben darin die meiste Erfahrung.

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Am kommenden Montag (30.5.)
erscheint eine Extra-Predigt zu Christi Himmelfahrt!