30.12.2008

2. Sonntag nach Weihnachten (B) - 04.01.2009

(Fortsetzung)

Doch Johannes und die christ-

lichen Gemeinden mussten in den Jahrzehnten nach Jesu Tod und Auferstehung auch enttäuscht erleben, dass die Finsternis in den Herzen vieler Menschen das leuchtende Licht für sich ab-

lehnte. Wörtlich heißt es: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“

Diese Ernüchterung merkt man dem heutigen Text auch an. Nur eine Minderheit bekehrte sich, nahm Gottes Geschenk an und wurde selbst zu Christen.

„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ - So heißt es weiter bei Johannes. Gott kommt in sein Eigentum, und man schlägt ihm die Tür vor der Nase zu. Eintritt für den Herrn und Gott unerwünscht.

Ist das nicht furchtbar? Es sind die Seinen, heißt es ausdrücklich. Die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wir gehören Gott, wir sind sein Eigentum, wir gehören zu ihm. Aber wir tun so, als ginge uns das nichts an. Nein danke, wir brauchen nichts!


Mehr noch: Dieser Gottessohn Jesus wurde aus-

gesprochen lästig. Für so jemand war auf Dauer kein Platz in den Machtgefügen dieser Welt.

Im griechischen Urtext heißt es „ou topos“. Das heißt nicht nur: kein Platz, sondern wir erkennen unschwer das Wort „Utopie“ darin wieder. Das heißt: In den Denk-Kategorien dieser Welt werden die Gedanken, das Handeln und die Aufforderungen Jesu an uns einfach für utopisch erklärt, für Schaumschlägereien eines realitätsfremden Träumers. Lieber Gott, du hast ja keine Ahnung, soll das eigentlich heißen.

Wir echten Menschen brauchen nun mal unsere strengen Religionsvorschriften, unsere Mauern, unsere Grenzen, unsere Panzer und Atom-Raketen. Wenn du wüsstest, wie die anderen Menschen wirklich sind! Wenn die so wären, wie wir eigentlich sein sollten, dann, ja dann…


Genau da liegt der große Denkfehler, sagt nicht nur das heutige Evan-

gelium. Gott hat nicht mal so nebenbei Mensch gespielt, weil ihm vielleicht lang-

weilig war und er mal was erleben wollte.

Er hat sich nicht etwa als Mensch verkleidet, um sich dann dünne machen zu können, wenn es brenzlig wird.

Nein, sagt auch Johannes, das Wort Gottes ist wirklich und wahrhaftig Fleisch geworden. Nicht geboren wie ein Mensch, sondern geboren als Mensch.

Gott wird mit uns leibhaftig solidarisch gegen Ungerechtigkeit, Leid und Not. Alles, was Menschen erleiden und erleben, ist ihm wohlbekannt, die Hochzeiten ebenso wie die Trauerfeiern, die Egoisten (auch die in religiöser Verkleidung) ebenso wie die Umkehrwilligen, den Zöllner und Obergauner Zachäus eingeschlossen. Jüngere Kinder fragen dann schon mal, wenn sie das im Unterricht hören: „ War Jesus wirklich ein Mensch in echt?“ – Ja, in echt!

Die Menschwerdung Gottes war und ist kein Spiel, sondern blutiger Ernst. Man lese es selbst in der Leidensgeschichte nach.


Johannes formuliert dann weiter: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

Genauer heißt es im Urtext allerdings nicht einfach nur wohnen, sondern „zelten“. Gott schlägt mitten unter uns sein Zelt auf – was für ein schönes Bild! -

Er steht nicht irgendwo auf einem unbeweglichen Denkmal-Sockel, um sich dann und wann verehren zu lassen. Nein, Gott ist mittendrin im wirklichen Leben. So wie die Israeliten früher jahrelang weiterzogen bis ins Gelobte Land und die Bundeslade immer dabei hatten, so ist Gott in Jesus zu uns gekommen, mitten hinein in unser Getümmel, mitten hinein in unser Glück und Leid, in unsere Hoffnung und Enttäuschung, in unsere Freude, unseren Schmerz. Er hat uns nicht im Dunkeln sitzen lassen. Er ist da, wo wir sind. Er zieht mit uns in unserer Unstetigkeit, wenn wir mal wieder irgendwo die Zelte abbrechen müssen auf dem Weg zu unserem Ziel. Er geht mit, durch dick und dünn. Seine Weihnachtsgrüße stehen nicht nur auf dem Papier.


Dieses Motiv des Zeltes hat auch die Kirche aufge-

griffen. Sie spricht vom wandernden Gottesvolk, und daher sind auch zahlreiche Kirchengebäude in zeltähnlicher Form konstruiert. "Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh", heißt es auch treffend in einem Kirchenlied („Gotteslob“ Nr. 656). Wir als Christen wissen, dass das so flexible Zelt ein gutes Symbol für uns ist: Unser Leben hier auf Erden währt nicht ewig. Es ist nur kurzfristig, hat ein Verfallsdatum, dass wir selbst nicht lesen können. Wir können hier nichts wirklich dauerhaft einzementieren; von einem Moment zum anderen kann alles dahin sein, was man so gerne für immer konservieren möchte: Gesundheit, Wohlstand, Arbeit, Glück.


Kommen wir zum Schluss des heutigen Evangeliums. Dort heißt es: „…und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“

Johannes schreibt ausdrücklich: „Wir haben…“ –

Das soll heißen: Wer dem Mensch gewordenen Jesus nicht die Türe vor der Nase zuschlägt, sondern wer ihn zu sich hereinbittet, der wird ihn auch kennen-

lernen können. Das hat Johannes nicht alleine so erlebt, sondern mit ihm viele Christen in den Gemeinden, damals und heute.


Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, wie er auch von sich selbst sagt (Joh 14,6). Wer ihn gesehen hat, der hat den Vater im Himmel gesehen. Gott lässt diejenigen, die ihn bei sich aufnehmen, nicht im Dunkeln sitzen. Wer ihn wirklich bei sich aufnimmt, bekommt die Kraft, ein Gotteskind zu werden.

Dann muss man nicht mehr schwarz sehen.

Dann darf man von Herzen Weihnachten feiern, und das sogar, genau genommen, ein ganzes Erdenleben lang. Da haben wir sein Wort drauf.




Predigt Pfr. Karl Sendker

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Predigt Eberhard Gottsmann

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Bischofssynode 2008 über das Wort Gottes

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Erscheinung des Herrn – 06.01.2008 - Mt 2,1-12 (ABC)

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Gute Vorsätze für 2009 – Eine Umfrage

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Ihre Lebensuhr – so viel Zeit von Gott geschenkt

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Herr Meiser ist schon 45 und zu seinem Bedauern immer noch nicht verheiratet. So geht er schließlich zu einem Heiratsinstitut. Die freundliche Dame im Büro hat seine Daten schon abgefragt und bittet ihn dann, seine Vorteile mit eigenen Worten zu beschreiben.

„Ich trinke nicht, ich rauche nicht, ich bin kein Spieler und ich flirte schon gar nicht mit anderen Frauen. Ich helfe gerne jeden Tag im Haushalt und lese meiner zukünftigen Frau selbstverständlich jeden Wunsch von den Lippen ab!“

Die Vermittlerin ist begeistert: „Na, da werden wir sicher schon bald jede Menge Bewerberinnen für Sie haben! Aber sagen Sie mal, haben Sie denn eigentlich keinen Fehler?“

Herr Meiser lächelt etwas gequält und sagt: „Nun ja, ich muss zugeben, dass ich ziemlich oft lüge…“


Pfarrer Meier hält seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde. Anschließend beim Abschied stehen ihm und vielen seiner Schäfchen die Tränen in den Augen. Natürlich weiß er, wie wichtig jetzt ein tröstliches Wort des Seelsorgers ist: „Ihr bekommt bestimmt

bald einen neuen Pfarrer, der viel besser ist als ich!“

„Das glauben wir nicht“, meint da der Pfarr-

gemeinderatsvorsitzende, „das hat uns der Herr Bischof beim Abschied Ihres Vorgängers schließlich auch versprochen!“



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25.12.2008

Heilige Familie - 28.12.2008

(Fortsetzung)

Auch die Heilige Familie hatte ihre Sorgen und Nöte. Aber andererseits wurde in ihr offenbar auch vieles grundgelegt, was wir an Jesus so schätzen: seine feste Verbundenheit mit den Geboten der Religion, aber auch seine so großartige Hinwendung zu Menschen in Not, seine Offenheit anderen gegenüber auch über gesellschaftliche Schranken hinweg,

sein großes Vertrauen in die Umkehrmöglichkeit von Menschen und vor allem das felsenfeste Vertrauen in den liebenden Gott. In dieser Familie wurde Jesus erzogen und geprägt.


Die große Bedeutung der Familie für die Entwicklung des Glaubens ist auch heute allen Verantwortlichen bewusst. Die Familie ist nicht nur Grundlage der Gesellschaft, sondern auch der wichtigste Weg in die Gemeinschaft der Kirche. Gott hätte in seiner Weisheit sicher auch einen ganz anderen Weg wählen können, um als Mensch in diese Welt einzutreten. Offenbar hat er ganz bewusst diesen Weg über die Geburt und über die Familie gewählt.


Für die Kirche ist die Familie ein wichtiges Thema. Bereits 1999 haben die deutschen Bischöfe öffentlich beklagt, dass Familien „vielfach benachteiligt“ werden. Wer viel Lebenszeit für seine Kinder einsetzt, der kann in dieser Zeit nicht außer Haus arbeiten. Weniger Arbeit bedeutet aber weniger Lohn und später im Alter auch weniger Rente. Ausgerechnet diejenigen, die durch ihre Arbeit mit Kindern entscheidend zum Miteinander der Generationen und zur Sicherung zukünftiger Rentenzahlungen beitragen, werden durch strukturelle Ungerechtigkeiten abgestraft. Nicht nur die deutschen Bischöfe finden, dass dies „in beson-

derem Maße ungerecht“ ist.

Doch die Kirche muss auch vor der eigenen Haustüre kehren. So erinnert beispielsweise der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick in einem Hirtenwort daran, dass man sich überall intensiver bemühen sollte, die Pfarreien so familienfreundlich wie möglich zu machen.


Doch zurück. Wir sind ja noch Zeuge einer besonderen Begegnung im Jerusalemer Tempel. Der alte Simeon hat nicht nur das Kind an sich gedrückt und hat nicht nur prophetische Worte gesprochen. Er hat noch etwas ganz Entscheidendes getan. Erinnern Sie sich?


Es heißt im Evangelium ausdrücklich: „Und Simeon segnete sie…“ - Hier wird das ganz anschaulich und konkret, was wir gerade an Appellen der heutigen Kirche gehört haben. Simeon ist ganz extrem familienfreundlich. Er segnet diese Familie öffentlich im Tempel.

Das ist mehr als eine Kindersegnung, wie sie in diesen Tagen in vielen Pfarreien praktiziert wird. Simeon segnet die ganze Familie. Segnen, das ist nicht nur ein netter, tröstlicher Spruch und vielleicht etwas Weihwasser.

Segnen – das ist entschieden mehr: Wenn man jemanden segnet, dann ist einem dieser Mensch ans Herz gewachsen. Man ist in Gedanken bei ihm, man will alles nur Erdenklich Gute für ihn oder sie. Segnen, das ist nicht nur eine rituelle Handlung wie bei Eheschließung oder wie z.B. beim Primizsegen. Es kann sogar eine Lebenshaltung sein, ein Lebensstil. Wer segnet, der vertraut einen Menschen damit ausdrücklich Gott und seiner Gnade an, der Liebe und Güte des barmherzigen Gottes.

Segnen – das kann nicht nur Simeon. Segnen – das kann jeder. Begleiten wir die Menschen, die uns in Familie, Kirche und Alltag begegnen, ausdrücklich mit unserem Segen!

Wer segnet, der liebt und vertraut. Wer segnet, der ist überzeugt, dass der gute Gott und seine Engel über allem wachen.


Das wusste damals im Tempel auch noch eine weitere Person, die am Schluss des heutigen Evangeliums einen ganz kurzen Auftritt hat. Es ist eine gottesfürchtige Frau namens Hanna, schon 84 Jahre alt. Viele Jahrzehnte lebte sie als arme Witwe am Rande der Gesellschaft, schutzlos und ohne Rente oder andere Absicherungen. Sie war von außen gesehen wirklich arm dran.


Von innen gesehen war sie jedoch alles andere als arm. Kein Schicksalsschlag konnte sie von Gott trennen. Armut, Einsamkeit, Trauer, Hilflosigkeit – alles nahm sie an in Liebe zu Gott. Wir haben gehört, dass sie sich Tag und Nacht im Tempel aufhielt und Gott mit Fasten und Beten diente.

Sie war eine weise Frau geworden, die wie Simeon wusste, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Auf alles konnte sie verzichten, aber nicht auf die Gegenwart Gottes im Tempel. Dort hält sie gerade Fürbitte für andere Menschen, als auch sie auf Maria und Josef aufmerksam wird. Ohne Fragen stellen zu müssen, erkennt sie sofort die Bedeutung dieses Kindes. Hanna kommt eilig hinzu, preist Gott und macht alle im Umkreis aufmerksam, wenn auch offensichtlich mit nur mäßigem Erfolg.


Maria und Josef jedenfalls kommen jetzt erst nach dieser aufschlussreichen Störung zum eigentlichen Zweck ihres Tempelbesuches. Nach den üblichen Handlungen des Priesters kehren sie nach Nazareth zurück.

Zum Schluss des heutigen Evangeliums heißt es nur: „Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.“ - Mehr erfahren wir nicht.

Ganz bewusst hat das Evangelium den Schwerpunkt auf die atemberaubende Begegnung im Tempel gelegt. Das heißt, dass wir alle genau darüber nachdenken sollten. Sonst wäre die Szene wohl kaum erzählt und aufgeschrieben worden.


Hunderte waren zu jener Stunde im Tempel, doch nur ganz wenige haben das Entscheidende wahrgenommen. Da wurde gebetet, da wurde ge-

opfert, da wurde getan und gemacht. Direkt neben-

dran geschah das große Wunder, und kaum einer hat es bemerkt.

Wie kann das nur sein? Müssten nicht alle sofort aufmerksam werden auf den alten Mann und die alte Frau, so aufgeregt und völlig aufgelöst wie die beiden waren?

Nichts dergleichen. Alle waren nur mit sich selbst beschäftigt. Wahrscheinlich sogar in bester Absicht verrichteten sie, was die religiösen Vorschriften von ihnen verlangten. Das Heil jedoch haben sie nicht gesehen. Dazu waren sie viel zu beschäftigt.

Dazu waren sie aber auch viel zu wenig vorbereitet. Sie haben nichts von den beiden Alten gelernt.


Die frommen Tempelbesucher und Priester haben nie gelernt, wirklich aktiv und voller Sehnsucht zu warten. Sie haben nicht gelernt, ganz genau hinzuhören und hinzusehen. Sie haben nicht wirklich damit gerechnet, dass die Prophezeihungen gerade jetzt und hier wahr werden könnten. Man könnte sagen: Sie haben nur rein formal geglaubt, aber nicht mit jeder Faser ihres Herzens. So haben sie die große Stunde schlicht und einfach verpasst.

Sie hatten gar keine Chance auf einen Sechser im Lotto, obwohl sie die richtigen Zahlen wussten. Sie haben erst gar nicht auf dieses kleine Kind getippt. Gott aber kommt nicht mit Donnerhall, Show-Treppe und Glitzer und Licht-Effekten. Nein, er kommt als Mensch, ganz unauffällig und bescheiden. Du kannst ihn sehen. Sei bereit!




Rembrandt’s letztes Bild: Simeon mit Jesuskind

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Predigt zu Hl. Familie B

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Hörpredigt Kardinal Meisner zu Lk 2,22-40 (Darstellung des Herrn

2.Febr = ebenfalls dieses Evangelium!)

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Meine Gedanken zum 1.Januar: Hochfest der Gottesmutter Maria

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Material zum Familiensonntag 18. Januar 2009

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pdf Arbeitshilfe zum Familiensonntag 2009

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Elternbriefe „du + wir“ der Kath. Kirche

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Arbeitsgemeinschaft für kath. Familienbildung

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Familienkatechese (Prof.Dr.Biesinger)

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Katholische Elternschaft Deutschlands

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Familie, die kleine Kirche (Broschüre Erzbistum Köln)

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Vatikan: Weltfamilientreffen Januar 2009 in Mexiko

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Erzbischof Dr. Schick: Familienfreundliche Pfarrei! (pdf)

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Baugeld vom Pfarrer

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Familienwegweiser der Bundesregierung

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dbk Hirtenschreiben Nr. 61 pdf Ehe und Familie

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Arbeitshilfe Nr. 215 Hier beginnt die Zukunft

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Familie statt Kirche (Umfrage in Deutschland)

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Die etwas schlichte Frau Höhler zählt zu den treuesten Gottesdienstbesuchern der Gemeinde. Heute jedoch stutzt der Pfarrer, als er vor der Sonntagsmesse an ihrem Platz vorbeikommt: Da liegt doch tatsächlich ein Gebiss auf ihrem Gebetbuch!

Er vermutet Zahnschmerzen und will Trost spenden: „Ach, Sie haben Kummer? Das Gebiss drückt wohl ein wenig beim Singen?“

Die Angesprochene meint: „Nee, der Kummer hat jetzt ein Ende. Das Gebiss gehört meinem Mann daheim. Der frisst mir jetzt nicht mehr den Rinderbraten weg!“


Drei Schotten besuchen als Touristen eine Heilige Messe im Kölner Dom und sind beeindruckt.

Mit Entsetzen sehen sie jedoch, wie mitten im Gottesdienst aufmerksame Messdiener von Bank zu Bank gehen und die Kollekte einsammeln.

Das bedrohliche Körbchen kommt näher und näher.

In letzter Sekunde entschließt sich einer der Schotten zu einer Ohnmacht. Die beiden anderen packen ihn und tragen ihn hinaus…


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21.12.2008

In der Heiligen Nacht - 24.12.2008

(Fortsetzung)

Hirten – das waren damals

rau(h)e Ge-

sellen, die bei Wind und Wetter bei den Schafen waren. Die allermeisten von ihnen waren bezahlte Knechte, bewachten also nur die Herden anderer. Sie waren im Volk nicht gerne gesehen, denn sie waren schmutzig, ungepflegt und wanderten jahrein jahraus mit den Herden zu den Futterplätzen, ohne am Gemeinschaftsleben oder an religiösen Feiern teilnehmen zu können. Sie waren Außen-Seiter im wahrsten Sinne des Wortes, für die sich wirklich niemand interessierte, und sie waren alles andere als fromm.

Ausgerechnet zu diesen hartgesottenen Burschen schickt Gott seinen Engel mit der Botschaft von der großen Freude der Geburt des Messias – das muss man erst einmal verdauen! Wie man sieht, ist Gott immer für eine Überraschung gut und beteiligt sich offensichtlich nicht an unserem Einsortierungssystem

von Menschen in Gute und Böse.


Was könnte die Hirten für Gott so interessant gemacht haben? Sicher zuerst einmal die Tatsache, dass Hirten eine Fähigkeit haben, die anderen fast verloren gegangen ist: Hirten können gut hören! Das klingt so harmlos, ist es aber nicht: Der Beruf des Hirten war gefährlich, besonders in der Nacht. Es gab lebens-

bedrohliche Überfälle und vor allem wilde Tiere, die die Herden angriffen. Hirten lebten ganz mit der Natur, und sie verließen sich nachts nur auf ihr trainiertes Gehör, denn sehen konnte man in der freien Wildnis nichts.

Hirten waren Hörende, und Hirten waren Menschen, die wachten, wenn andere schliefen. Hirten wussten um die Gefahr – sie waren stets in Alarmbereitschaft. Nicht umsonst bezeichnete Jesus sich selbst gerne als den guten Hirten, der seine Schafe beschützt. Wenn es heißt, das die doch so hartgesottenen Hirten sich über die Engel-Erscheinung sehr fürchteten, können wir erahnen, wie ungeheuer mächtig diese Erscheinung wohl war.


So nähern wir uns dem, was Gott uns hier durch Lukas sagen will: Die Engel sind da, um die große Freude der Weihnacht zu verkünden, die im Himmel so großen Jubel auslöst. Die Engel sind da. Jesus ist da. Dein Retter ist da.

Dein Ansehen, dein Schmutz – alles spielt keine Rolle: Höre nur – und öffne dich – komm in den Stall, schau ihn dir an und schenke ihm dein Herz! Dann ist Weihnachten wirklich bei dir angekommen.

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Angelus Silesius (Johannes Scheffler, gest. 1677), Mystiker, Priester und Dichter: „Wäre Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, doch nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“

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Hier findet man die Kalender-Daten von katholischen Sonntagen, Fest- und Feiertagen von 1970 - 2100. Praktisch für langfristige Pläne...

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Info-Seite des NDR: Alle Infos rund um die Kult-Sendung an Silvester "Dinner for One"

(Der 90.Geburtstag)

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Der Wert von Statistiken: „Wenn Sie mit den Füßen im kalten Eiswasser stehen und mit dem nackten Hintern auf der heißen Herdplatte sitzen, dann haben Sie im statistischen Durchschnitt eine angenehme Körpertemperatur.“ (Peter Paterna)


Ein Fallschirmspringer macht seinen ersten Absprung aus 5000 m Höhe – erst mal alles prima. Bei 3000 m will er den Fallschirm öffnen: nichts! Notfallschirm: nichts! – Er versucht es immer wieder: nichts!

Auf 400 m Höhe saust ihm von unten einer raketenartig entgegen. Der Springer fragt: „Können Sie mir helfen?“ – Die kurze Antwort: „Tut mir leid,

ich kann nur Gasleitungen reparieren!....“


In der Eisenbahn sitzt ein Kirchenhasser. Als sich ein Priester auf den freien Platz gegenüber setzt, will der Spötter sofort provozieren: „Wenn mein Sohn dumm wäre, würde ich ihm eine Ausbildung zum Priester nahelegen!“ - Der Priester schmunzelt und meint: „ Ihr Vater war in dieser Frage ja ganz offensichtlich anderer Ansicht!“


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Am Heiligen Abend - 24. Dez. 2008

(Fortsetzung)

Doch dann kam das, was in einer bekannten Redewendung so klingt: Der Mensch denkt, und Gott lenkt. - Gott griff energisch in das Geschehen ein: Er schickte einen Boten, einen Engel, der Josef zum Traum-Mann machte.

Im Traum wurden ihm die Augen geöffnet, und er bekam sogar den Auftrag, die juristische Vaterstelle anzunehmen. Die Namensgebung war damals eine ehrenvolle Aufgabe, die immer nur dem Vater zufiel. - Der Engel hielt sich nicht mit langen Reden auf: „Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben.“

Das war eine klare Ansage! Und Josef?

Maria hatte, als der Engel ihr erschienen war, gleich nachgefragt: Wie soll das geschehen? Nicht so Josef! Er hatte keine Frage, und er antwortete auch nicht, zumindest nicht mit Worten. Der Engel im Traum war für ihn dennoch so real wie eine Engel-Begegnung am hellichten Tag. Josef tat den Traum nicht als Träumerei ab, sondern er wusste, dass Gott auch über Träume mit uns in Verbindung tritt. Josef ist ein Mann der Tat. Er gehorchte, auch wenn er nicht alles verstand. Heute ist es genau anders: heute will man alles verstehen, aber nicht gehorchen.


Josef gibt uns mit seinem Verhalten einiges zum Nachdenken. Er übernahm die Verantwortung, die ihm der Engel zugedacht hatte. Für ihn ist es typisch, dass er weder fragte noch antwortete. Seine Rolle war eher die hinter Jesus und Maria, und nicht an vorderer Stelle. Josef, der Traum-Mann war ein Mann mit Güte, mit Geduld, mit Herz. Mehrmals noch wird in der Bibel davon erzählt, wie er ohne Wenn und Aber dem Ruf Gottes folgte.


So ist der heilige Josef auch für uns heute ein wirkliches Beispiel: Gott gehorchen und dienen kann man auch in der zweiten Reihe. Nicht jeder kann und will im Vordergrund stehen.

Es kommt für Gott auch nicht darauf an, was wir sagen; es kommt darauf an, was wir tun. Gott findet wie bei Josef immer einen Weg zum Ziel. Auch wenn manche Situation im Leben eher zum Davonrennen ist – denken wir an Josef, der seine zugedachte Rolle im Plan Gottes liebend angenommen hat.

Vielleicht denken wir daran, wenn wir im Vaterunser beten: „Dein Wille geschehe!“ - Wenn Gottes Wille auf Erden geschieht, dann ist wirklich Weihnachten!




Josef von Nazareth

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Dr. Jörg Sieger: Josef, Mann der Tat

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Hörpredigt Pfr. Liebig, ca. 11 min. (MP 3)

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Ansprache: Josef gehorcht

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Der heilige Josef

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pdf-Datei: Der hl. Josef, skizziert nach den Evangelien

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Die letzte Adventswoche ist angebrochen, und Familie Müller sitzt mit ihren beiden Kindern beim Abend-

essen. Es ist unvermeidlich, dass es jetzt auch immer mal wieder um das Thema Weihnachten geht.

Auf einmal bemerkt die fünfjährige Chantal: „Mami, Papi, was wünscht ihr euch eigentlich zu Weihnachten?“

Die Eltern sind natürlich gerührt. Wie sich das gehört, winkt die Mama lächelnd ab: „Ach, eigentlich nichts. Oder doch: Wir wünschen uns zwei liebe Kinder!“

„Prima!“, ruft Chantal, „dann haben wir endlich zwei Spielkameraden!“


Ein großer Tag im örtlichen Zisterzienserkloster: Ein Pater wird als ältester Priester des ganzen Bistums gebührend gefeiert, und natürlich ist auch die Presse mit dabei. Der Reporter will unbedingt wissen, wie er es angestellt habe, mit seinen 94 Jahren noch so rüstig zu sein.

Da hören alle natürlich gespannt hin. Der Jubilar verkündet: „Mein Geheimnis heißt Knoblauch!“ -

Aus dem Hintergrund hört man einen Mitbruder aufstöhnen: „Ein Geheimnis ist das leider wirklich nicht…!“



2.Vorschlag: Am Heiligen Abend


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:


Bitte umsteigen!


Wer mit der Bundesbahn, mit U-Bahn, Straßenbahn oder Linienbus fährt, der kennt das: Um an ein weiter entferntes Ziel zu gelangen, muss man oft mehrmals umsteigen.

Das kann nicht nur sehr anstrengend und verwirrend sein, sondern man muss auch noch zusehen, dass man die passende Anschlussverbindung in der oft knappen Zeit noch rechtzeitig erwischt. Ein davon gefahrener Zug bedeutet auf jeden Fall Zeitverlust. Manchmal kann man bei Fernverbindungen durch Irrtum oder Verspätung sein Ziel an diesem Tag überhaupt nicht mehr erreichen. Das schafft zusätzliche Kosten und Ärger.


Die richtige Verbindung bekommen – das ist heutzutage ein ganz allgemeines Problem. An jeder Ecke, in jeder Talkshow, in jeder Werbung findet sich jemand, der es angeblich gut mit mir meint und ganz genau weiß, was er oder sie mir empfehlen kann, damit es mir gut geht, damit ich glücklich bin. Tag für Tag werden wir zugedröhnt mit bunt schillernden Versprechungen. Jedes Waschmittel ist natürlich das wirksamste der Welt, jede Creme ist die haut-

freundlichste und macht um Jahre jünger, und alle Verkäufer überschlagen sich mit Sonderangeboten für ihr tolles Produkt.


Offensichtlich leben wir also im Paradies oder im Gelobten Land. Wir sind satt und wir haben von allem satt genug, zumindest im Vergleich mit den meisten Ländern dieser Erde.

Auch wenn es in der Wirtschaft jetzt heftig kriselt und viele um ihren Arbeitsplatz und Wohlstand bangen müssen: Bitte keine Panik auf der Titanic! Alles im grünen Bereich!

Und Gott? Der scheint sowieso ganz weit weg zu sein, jedenfalls nach Meinung der meisten Leute. Ob er vielleicht ein längeres Nickerchen hält, ob er sich im Streik befindet oder ob er vielleicht ganz außer Betrieb ist?

Die vielen zum Teil himmelschreienden Ungerechtigkeiten auf dieser Erde verführen viele Menschen dazu, das alles einem untätigen Gott in die Schuhe zu schieben. Immer, wenn etwas Schreckliches passiert, privat oder bei einer großen Katastrophe, sind schnell die Schlagzeilen formuliert: Gott, wo warst du? Warum lässt du das zu?


Eine solche Katastrophe hat auch den Josef im heutigen Evangelium erwischt. Seine Verlobte bekommt ein Kind, und das ist ganz sicher nicht von ihm. Auch Josef mag gedacht haben: Gott, was machst du da mit mir? Habe ich dir nicht immer treu gedient? Und jetzt diese entsetzliche Blamage – ausgerechnet mir muss das passieren! Lieber Gott, ich habe es mir nicht leicht gemacht im Leben, immer habe ich zu dir gestanden und alle Gebote erfüllt, so gut es ging. Ist das jetzt der Dank dafür?


Josef bleibt jedoch nicht beim Jammern stehen. Er sucht nach einem Ausweg.

Er liebt seine Maria so sehr, wie man nur lieben kann. Er fragt sich also nicht nur, wie er aus dieser Nummer wieder rauskommt, sondern vor allem, wie seine Verlobte da raus kommt. Für Ehebruch drohte ihr nämlich die Strafe der Steinigung. - Josef bleibt nicht beim Jammern stehen. Josef will tun, was er tun kann, um Maria zu schonen. Er sucht nach verschiedenen Wegen. Schließlich beschließt er, Maria in aller Stille zu verlassen und damit in den Augen der anderen als der Böse dazustehen, der die werdende Mutter einfach im Stich lässt. So wäre Maria jedenfalls gerettet.


Josef könnte nun auch verärgert seinen Glauben an Gott an den Nagel hängen. Josef, der Zimmermann, gibt aber so schnell nicht auf, und seinen Glauben auch nicht. Zwar hat ihn eine heftige Krise erwischt, die auch eine Glaubenskrise ist, aber Josef bleibt in Verbindung. Er bleibt in Verbindung mit Gott. Vielleicht hat Maria ja recht mit dem Hinweis auf den Heiligen Geist, den Josef nicht verstehen kann. Josef weiß: Das, was für uns Menschen gleich das Naheliegende ist, das ist manchmal eben gar nicht nahe liegend, sondern von weit her hergeholt.

Josef macht jetzt nicht dicht. Er belässt es nicht beim ersten Eindruck. Er bleibt weiterhin offen für Gott, im Gegensatz zu den vielen heute, die sofort ihre Rolläden herunterlassen und nicht mehr hinhören wollen, was Gott ihnen zu sagen hat, sobald im Leben etwas querläuft.


Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber gehören Sie etwa auch zu den Leuten, die beim Kauf und bei Geschenken vor allem auf die Verpackung achten? - Schöne, raffinierte Verpackungen werden uns präsentiert und locken zum Kauf. Was nicht schön verpackt ist, findet gleich weniger Interesse.

Wenn Sie ein Weihnachtsgeschenk bekommen, das wenig einladend verpackt ist, werfen Sie das dann aber gleich unausgepackt fort?

Mit unserem Leben machen wir das jedenfalls gerne so. Was uns äußerlich abstößt, was uns irritiert, was nicht schön ist, was uns weh tut, das wollen wir wegwerfen. Weg mit dir, du störst mein Bild, mein Ideal von einem schönen Leben!


Josef, der seine Rolläden nicht heruntergelassen hat, sondern offen für Gott bleibt, erlebt eine Über-

raschung: im Traum bestätigt ihm ein Engel, was Maria ihm zu erklären versuchte. Josef versteht jetzt: So unfassbar es ist, Gott hat in seiner unendlichen Liebe Mittel und Wege gefunden, der Welt seinen Sohn zu schenken, um uns alle zu erlösen. Wie gut, dass Josef sich nicht von der Verpackung blenden ließ, die ihm nur Ärger versprach! Er achtete auf seinen Traum, auf das Zeichen Gottes, und nahm es dankbar an. So konnte er treu bei Maria bleiben und für Jesus ein vorbildlicher Vater werden.


Die Festtagsstimmung von Weihnachten wird auch bei Ihnen schnell wieder vorbei sein. Manche bauen schon in wenigen Tagen die Weihnachtsbäume wieder ab. Aus und vorbei! Wirklich aus und vorbei?

An Gott jedenfalls liegt das nicht. Gottes Weihnachts-

geschenk bleibt. Das Gnaden-

geschenk seiner barmherzigen Liebe, sein Geschenk an jeden von uns.

Es liegt an uns! Lassen wir uns von bunten Verpackungen und Verlockungen blenden? Fallen wir auf geistige Mogelpackungen heutiger Marktschreier herein? Oder nutzen wir das Geschenk der Weihnacht, um uns neu zu orientieren, um uns im Fahrplan unseres Lebens die besten Verbindungen zu Gott herauszusuchen?


Suchen wir sie, die Verbindungen zu Gott, und dann aber bitte auch umsteigen! Sie wissen ja: Wer im Zug nach München sitzt, obwohl er eigentlich nach Hamburg will, der kann so schnell fahren wie er will – es ändert nichts, er hat sein Ziel verpasst!

Ihnen allen gesegnete Weihnachten - …und umsteigen bitte!


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17.12.2008

4. Adventssonntag B - 21.12.2008

(Fortsetzung)

So lässt der Engel seiner Gesprächspartnerin Maria Zeit für Nachfragen und Bedenken: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“

Maria nimmt kein Blatt vor den Mund.

Sie sagt, was sie denkt. Wie soll das geschehen?

Gabriel antwortet ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“

Was für ein herrliches Bild für etwas, was unserem naturwissenschaftlich orientierten Verstand widerstrebt, der immer nur 1 und 1 zusammenzählen will und so tut, als müsse sich Gott gefälligst dem unterordnen, was wir bisher an Naturgesetzen erkannt haben wollen. Dem Gott, der aus dem Nichts alles so wunderbar erschuf, dem trauen viele trotz des Hinweises von Gabriel noch nicht einmal eine Geburt aus einer Jungfrau zu.


Doch der Heilige Geist lässt sich nicht so klein machen wie der menschliche Verstand. Wie ein Schatten wird er über Maria kommen, heißt es.

Als wir Kinder waren, haben wir alle gerne Schattenspiele gemacht. Wenn wir genau in den Schatten eines Größeren getreten sind, war unser eigener Schatten einfach nicht mehr sichtbar, unsere eigene Statur nicht mehr zu erkennen. Unser Schatten war vereint mit dem größeren Schatten. Im heißen Israel wusste man zudem: was überschattet ist, das kann leben, das muss nicht in sengender Sommersonne verbrennen. So deutet das Bild des Engels nur an: Der große Gott ist Schattenspender und Lebenspender, ohne dass dafür auch nur eine Berührung erforderlich wäre.

Freilich, um Missver-

ständnissen vorzubeugen:

Wir feiern an Weihnachten nicht irgendwelche biologischen Tricks von Gott. Die hat Gott nun wirklich nicht nötig. Wir feiern das unfassbar große Geschenk der Gnade und Liebe Gottes, unseres Herrn.

Für die Gottessohnschaft Jesu ist ohnehin gar nicht entscheidend, dass Jesus weder Josef noch einen anderen Mann als Vater hatte. „Die Lehre vom Gottsein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre“, schreibt Papst Benedikt XVI. daher in seinem Buch „Einführung in das Christentum“ (S.22)

Die Empfängnis Jesu bedeute eben nicht, schreibt er weiter, dass in Jesus ein neuer Gott-Sohn in Maria entstehe, denn der dreieinige Gott ist in Ewigkeit Vater, Sohn und Geist. Vielmehr ziehe „Gott als Sohn in dem Menschen Jesus das Geschöpf Mensch an sich“. Jesus ist also wahrer Gott und wahrer Mensch, wie wir es im Großen Glaubensbekenntnis („Gotteslob“ Nr. 356) auch aussprechen.


Doch zurück zu der Szene im heutigen Evangelium. Um Maria das Verständnis und die Entscheidung zu erleichtern, verrät der Erzengel Gabriel ihr noch ein Geheimnis: ihre schon recht alte Tante Elisabeth, die seit Jahrzehnten als unfruchtbar galt, erwartet jetzt ein Kind und ist bereits im sechsten Monat. Und Gabriel fügt erklärend hinzu: „Denn für Gott ist nichts unmöglich.“

Dieses Zeichen Gottes räumt bei Maria die letzten Zweifel und Ängste aus dem Weg. Was nach menschlicher Erkenntnis eigentlich gar nicht passieren kann, was keine Frucht mehr hervorbringen kann, das kann Frucht tragen, wenn Gott es nur will.

Maria weiß nun genug, um eine Entscheidung treffen zu können. Sie ist sich nun der Größe dieses Gottesgeschenkes bewusst. Voller Demut vor dem Herrn gibt sie dem Engel ihr JA-Wort: „Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.“


Auch hier ist die Übersetzung etwas ungenau. Wörtlich heißt es eigentlich nicht „Magd“, sondern „Sklavin“. Damit will Maria zum Ausdruck bringen, dass sie nun in absolutem Vertrauen in Gottes Ratschluss eingewilligt hat und stets das tun will, was seinem Willen entspricht. Ihr beherztes JA-Wort macht den Weg frei für Gottes Pläne, für Weihnachten für uns alle, damals und heute.


Das große Vorbild der Jungfrau Maria, die ihre eigenen Lebenspläne und Wünsche zurückgestellt hat, kann uns eine große Hilfe für unser eigenes Leben sein. Ihr großes Gott-

vertrauen kann auch uns Mut machen, zu JA-Sagern zu werden. Gerade in den letzten Tagen der Adventszeit, unmittelbar vor dem großen Fest der Geburt Christi, sollten wir innehalten. Wir haben das Fest vorbereitet. Aber haben wir es wirklich vorbereitet? Haben wir uns wirklich vorbereitet? Können wir schon JA sagen, wenn Gott uns braucht?




Verkündigungsbasilika in Nazareth: Fotos, Infos

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Historische Kurz-Info über Nazareth

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Johanna Domek: Wie soll das geschehen? (Lk 1,34)

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Lk 1,26-38: „Ein gutes Gespräch“

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Monika Dittmann: „Um Himmels Willen…!“ (Predigt)

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Joachim und Anna, die Eltern Mariens

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Über Geburt und Kindheit Mariens

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Die letzte Adventswoche ist angebrochen, und Familie Müller sitzt mit ihren beiden Kindern beim Abend-

essen. Es ist unvermeidlich, dass es jetzt auch immer mal wieder um das Thema Weihnachten geht.

Auf einmal bemerkt die fünfjährige Chantal:

„Mami, Papi, was wünscht ihr euch eigentlich zu Weihnachten?“

Die Eltern sind natürlich gerührt. Wie sich das gehört, winkt die Mama lächelnd ab: „Ach, eigentlich nichts. Oder doch: Wir wünschen uns zwei liebe Kinder!“

„Prima!“, ruft Chantal, „dann haben wir endlich zwei Spielkameraden!“


Ein großer Tag im örtlichen Zisterzienserkloster: Ein Pater wird als ältester Priester des ganzen Bistums gebührend gefeiert, und natürlich ist auch die Presse mit dabei. Der Reporter will unbedingt wissen, wie er es angestellt habe, mit seinen 94 Jahren noch so rüstig zu sein.

Da hören alle natürlich gespannt hin. Der Jubilar verkündet: „Mein Geheimnis heißt Knoblauch!“ -

Aus dem Hintergrund hört man einen Mitbruder aufstöhnen: „Ein Geheimnis ist das leider wirklich nicht…!“


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