29.12.2011

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel? - Nein, bitte nicht...!

(Fortsetzung)

Der Geist war willig, und das Fleisch mal wieder reichlich schwach. Man hat es also wieder einmal vermasselt.
Was für ein Armutszeugnis für sich selbst…!
So und nicht anders wird es kommen mit den allermeisten guten Vorsätzen, und zurück bleiben seelische Wunden oder zumindest ein schlechtes Gewissen. Warum ich? Warum schaffe ich das einfach nicht?
Gehen wir den Dingen mal ein klein wenig auf den Grund.
Die erste Frage
vor solchen guten Vorsätzen könnte dann sein: Warum eigentlich will ich mich überhaupt in einem oder mehreren Verhaltensweisen grundlegend ändern? - Und: Ist eine radikale Kehrtwende überhaupt realistisch?
Also im Klartext: Wenn ein Elefant sich vornimmt, fliegen zu lernen, wird er garantiert scheitern. Er bleibt ein Elefant, nachher höchstens ein lächerlicher. Ihm fehlen eben wesentliche Voraus-
setzungen, um fliegen zu können. Und selbst wenn er es rein hypothetisch tatsächlich lernen würde, dann wäre er um so vieles anders, dass er kein Elefant mehr wäre.
Im Januar und Februar sieht man sie beispielsweise wieder keuchend durch die Parks joggen, die tapferen und frustrierten Kämpfer gegen den inneren Schweinehund. Ohne spotten zu wollen: Vielen sieht man es an, dass sie wahrlich nicht zum Läufer geboren sind. Der erstaunte Zuschauer sieht es, und sie selbst müssten es eigentlich auch sehen und spüren. Mit hoch-
rotem Kopf und am Ende ihrer Kräfte sinken sie daheim auf die Couch.
Nach einigen Wochen der Selbst-Peinigung ist es vorbei.
Die Kapitulation ist ein Faktum. Sie haben sich selbst etwas vorgemacht. Das konnte nicht gutgehen. Die Vorbedingungen stimmten einfach nicht. So weh es im Einzelfall tun kann – sie sind nicht zum Sportler geboren.
Realistischer wäre es gewesen, nach Kompromissen zu suchen und die Messlatte nicht zu hoch zu legen.
Ein Spaziergang mehrmals in der Woche bringt da beispielsweise mehr als ein Jogging-Abenteuer, bei dem man auf die Nase fällt.
Als Christen wissen wir ohnehin, dass Gott uns nicht deshalb liebt, weil wir uns auch ja immer tüchtig abquälen, sondern weil wir durch seine Gnade Gotteskinder sein dürfen. Gott weiß um unsere Stärken, aber auch um unsere Schwächen. Sie gehören zu uns, und wir müssen sie nicht verstecken.
Wo wir uns oder anderen mit schlechten Angewohnheiten Schaden zufügen können, da ist es allerdings angebracht, das Verhalten zu ändern. Wenn Papa z.B. nur selten Zeit für die Kinder hat, kann das niemand gutheißen.
Weil wir uns aber von Gott geachtet und geliebt wissen, müssen wir uns nicht mit überzogenen Ideen unter Druck setzen. Es ist eher albern, wenn Papi sich einen Ruck gibt und mit den Kindern spielt, während er dabei heimlich alle paar Minuten auf Handy und Uhr schielt.
Als Christen haben wir gelernt, einander anzunehmen.
Das kann im konkreten Fall z.B. helfen, in der Familie gemein-
sam nach wirklich realistischen Lösungen zu suchen, mit denen alle Beteiligten auch zufrieden leben können.
Gute Vorsätze – warum nicht? Aber bitte nicht im Hauruck-Verfahren, weil gerade mal wieder Neujahr ansteht…
Bist du schick?
Bist du dick?
Lebst du stets nur ganz gesund?
Bist du stattdessen kugelrund?
Gott ist’s gleich,
denn in sein Reich
soll’n alle rein;
so muss es sein!

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27.12.2011

Hochfest der Gottesmutter Maria - 1.Januar 2012

(Fortsetzung)

Im Bibeltext heißt es: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war,
in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“
- Da ist sie also, die Anleitung für uns für den richtigen Umgang mit dem Wort Gottes!
Maria lässt die Botschaft gewisser-
maßen „ziehen“, sie gibt dem Wort Gottes die nötige Zeit, damit es seine Wirkung auch ent-
falten kann. Sie bewahrt alles in ihrem Herzen, und nach und nach kann sie den Sinn all dessen entfalten, und nach und nach lernt sie zu verstehen, was die Aufgabe, die Sendung ihres Sohnes ist.
Diese Haltung Mariens war damals nicht selbstverständlich,
und heute ist sie es auch nicht für uns; deshalb heißt es ja auch: „Maria aber…“ - Wir kennen das: man hört etwas, aber es geht im Grunde zum einen Ohr hinein und zum anderen schnell wieder hinaus. Manches im Glaubensleben begeistert uns sogar richtig für einen Moment, aber wir lassen es nicht genug ziehen. Es kann gar keine Wirkung entfalten, wenn man mit den Ge-
danken im nächsten Moment schon wieder ganz woanders gelandet ist.
Maria aber macht die frohe Botschaft Gottes gewissermaßen haltbar, sie konserviert sie in ihrem Herzen. Da ist es kein Wunder, dass die Kirche dieses Fest und diesen Text ganz an den Anfang des neuen Jahres gelegt hat.
So bekommen wir Maria schon gleich als Wegbegleiterin für 2012 mit auf den Weg. Unter ihrem Schutzmantel sind wir alle gut aufgehoben. - Das erinnert an die uralte Regelung, wonach rechtlose, verfolgte Menschen sich unter dem Schutzmantel der Königin vor Verfolgung sicher sein konnten. Ein Marienfest zum 1. Januar, dem Weltfriedenstag – was für eine deutliche Symbolik hat
dieser Termin!
Allzugerne machen die Menschen ihre jeweils eigene Definition von Frieden, und damit geraten sich sich immer wieder auf schlimmste Art und Weise gegenseitig in die Haare, in der großen Politik wie im kleinen Kreis der Freunde und Familien. Wenn Friede nämlich das ist, was wir selbst als solchen fest-
legen, wird es Konferenzen und Debatten geben ohne Ende und diese leider oft auch nur mit spärlichem Erfolg.
Maria aber begibt sich in den Frieden Gottes – sie tut genau das, was er von ihr erwartet. So geschieht es auch mit der Namens-
gebung für Jesus. Es fällt auf, dass im Text des Evangeliums immer nur von dem Kind die Rede ist, ohne den Namen zu nennen: die Hirten fanden „das Kind, das in der Krippe lag“ .
So heißt es auch: „Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte“ - jetzt erst bekommt es den Namen Jesus, jetzt erst wird es mit der Beschneidung aufgenommen in die jüdische Gemeinschaft. So ist es Tradition und Gesetz, und genau so wird es auch von Joseph und Maria gehandhabt.
Jesus feiert jetzt also gewissermaßen an diesem Tag auch seinen Namenstag!
Mit Maria ins Jahr 2012 gehen – da braucht man keine Hufeisen, keine vierblättrigen Kleeblätter, keine Horoskope und kein Blei-
gießen. Beachten wir einfach klugerweise die Verwendungs-
anleitung Marias: Bewahren auch wir das Wort Gottes in unserem Herzen, lassen wir es lange Zeit einwirken und denken darüber nach. Dann kann Maria auch besonders gut über jeden von uns ihren weiten Mantel ausbreiten, wie es im „Gotteslob“ in Lied Nr. 595 so schön besungen wird.


Predigt Subprior P. Franz, Benediktinerstift Göttweig
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Predigt Eberhard Gottsmann
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15 Predigtvorschläge der Karl-Leisner-Jugend
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Predigt Weihbischof Dr. Andreas Laun (Hörpredigt)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Einige Marien-Texte und Überblick über Marienfeste
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Bistum Fulda: Ökumenischer Terminkalender (pdf)
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Betrachten Sie das nachfolgende Bild bitte ganz konzentriert, und zwar ca. 20 Sekunden lang!
(Zeichnung: Mönch, Quelle unbekannt)

Verfärbt es sich braun, ist Ihre Leber krank. Verfärbt es sich grün, ist Ihre Niere krank. Verfärbt es sich rot, ist Ihr Herz krank. Beginnt es vor Ihren Augen heftig zu tanzen, sind Ihre Augen krank.
Passiert nichts dergleichen, sind Sie kerngesund! - Somit gibt es keinen wirklichen Grund, am Sonntag nicht zur Heiligen Messe zu gehen!

Den heutigen Predigttext können Sie per E-Mail bei mir anfordern oder selbst herunterladen (der Link funktioniert bis etwa 1.2.2012):
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22.12.2011

Weihnachten 2011 - "Am Tag"

(Fortsetzung)

Vergessen wir alles, was wir über Menschenworte im Kopf haben. Vergessen wir alles, was sich an Bedenken und Er-
fahrung in uns meldet. Ein einziges Wort, ein einziger Gedanke genügt – und alles, was Gott will, das geschieht.
Sofort zu Beginn der Heiligen Schrift zeigen
uns die Aussagen über die Schöp-
fungsgeschichte, was ein Wort Gottes bewirkt: „Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.“ -
Gottes Machtwort schenkt Licht, Gottes Wort schenkt Leben. Ohne sein Wort läuft gar nichts, würde man heute wohl sagen.
Gottes Wort ist Ausdruck seiner unbegreiflich großen Liebe.
Was Gott damit in Bewegung setzt, ist einfach nur gut. Kein Haken, keine Hintertür, keine Doppeldeutigkeit – einfach nur gut.
Gut – das heißt: genau so, wie von Gott gewollt, genau so
gut wie Gott. Ja, das Wort ist sogar identisch mit dem, der es ausspricht.
So heißt es im heutigen Evangelium „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ - Wenn Gott uns sein Wort gibt, dann schenkt er uns sich selbst.

Heute geht es im weihnachtlichen Evangelium des Johannes,
der selbst Jünger Jesu und Augenzeuge war, genau darum. Gottes Leben und Gottes Licht kommt zu den Menschen.
An Weihnachten kommt er selbst in seinem Sohn zu uns, und er leuchtet in unserer Finsternis. Für den Begriff „das Wort“ steht im griechischen Original übrigens das Wort „Logos“. Darin erkennen wir unseren Begriff „logisch“, der auch in Begriffen
wie Biologie oder Theologie enthalten ist. Er bedeutet so viel wie Sinn, Wort, Kraft oder Tat.
Das bedeutet: An Weihnachten geht es um eine ganz tiefe Wahrheit, um die Offenlegung von etwas, was uns bisher verborgen war. Es geht wirklich um die Sinn-Frage, um die Frage, was die ganze Schöpfung eigentlich für einen Sinn hat und was die Welt im Innersten zusammenhält.
Kein sinnloser Zufall, kein Urknall, weil halt gerade mal so eben einen Moment lang eine gigantische Menge Energie da war, die sich dann netterweise in der Evolution auch irgendwann in Men-
schen verwandelte.
Nein, sagt die Bibel: Gottes Liebe ist es, die all das veranlasst hat und lenkt. Alles ist letztlich in Gottes Hand. Und an Weihnachten ist dieser Gott uns in seinem Sohn ganz, ganz nahe gekommen.
Kein Gott wie ein eingefleischter, alter Junggeselle, fern und realitätsfremd, sondern als Mensch hat er sich eingefleischt,
ist in Jesus in Fleisch und Blut übergegangen.
Doch Johannes und die christlichen Gemeinden mussten in den Jahrzehnten nach Jesu Tod und Auferstehung auch enttäuscht erleben, dass die Finsternis in den Herzen vieler Menschen das leuchtende Licht für sich ablehnte. So heißt es im heutigen Evan-
gelium: „Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ - Gott kommt also in sein Eigentum, und man schlägt ihm buchstäblich die Tür vor der Nase zu. Eintritt für den Herrn und Gott unerwünscht.

Ist das nicht furchtbar? - Es sind die Seinen, heißt es ausdrück-
lich. Die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wir gehören Gott, wir alle sind sein Eigentum, wir gehören seit unserer Taufe zu ihm. Aber wir tun so, als ginge uns das nichts an. Nein danke, wir brauchen nichts!

Mehr noch: Dieser Gottessohn Jesus wurde ausgesprochen lästig. Für so jemand war auf Dauer kein Platz in den Macht-
gefügen dieser Welt.
Im griechischen Urtext heißt es „ou topos“. Das heißt eben nicht bloß nur: kein Platz, sondern wir erkennen unschwer das Wort „Utopie“ darin wieder.
Das bedeutet: In den Denk-Kategorien dieser Welt werden die Gedanken, das Handeln und die Aufforderungen Jesu an uns einfach für utopisch erklärt, für Schaumschlägereien eines realitätsfremden Träumers.
Lieber Gott, du hast ja keine Ahnung, soll das eigentlich heißen.
Wir echten Menschen brauchen nun mal unsere strengen Religions-Vorschriften, unsere Mauern, unsere Grenzen, unsere Panzer und Atom-Raketen. Wenn du wüsstest, wie die anderen Menschen wirklich sind! - Wenn die so wären, wie wir eigentlich sein sollten, dann, ja dann…
Genau da liegt der große Denkfehler, sagt nicht nur das heutige Evangelium. Gott hat nicht mal so nebenbei Mensch gespielt, weil ihm vielleicht langweilig war und er mal was erleben wollte.
Er hat sich nicht etwa als Mensch verkleidet, um sich dann dünne machen zu können, wenn es brenzlig wird.
Nein, sagt auch Johannes, das Wort Gottes ist wirklich und wahrhaftig Fleisch geworden. Nicht geboren wie ein Mensch, sondern geboren als Mensch.
Gott wird mit uns leibhaftig solidarisch gegen Ungerechtigkeit, Leid und Not. Alles, was Menschen erleiden und erleben, ist
ihm wohlbekannt, die Hochzeiten ebenso wie die Trauerfeiern, die Egoisten (auch die in religiöser Verkleidung) ebenso wie die Umkehrwilligen, den Zöllner und Obergauner Zachäus eingeschlossen.
Johannes formuliert dann weiter: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ - Genauer heißt es im Urtext allerdings nicht einfach nur wohnen, sondern „zelten“. Gott schlägt also mitten unter uns sein Zelt auf – was für ein schönes Bild!
Er steht nicht irgendwo auf einem unbeweglichen Denkmal-Sockel, um sich dann und wann verehren zu lassen. Nein, Gott ist mittendrin im wirklichen Leben. Er hat uns nicht im Dunkeln sitzen lassen.
Er ist da, wo wir sind. Er zieht sogar mit uns in unserer Un-
stetigkeit, wenn wir mal wieder irgendwo die Zelte abbrechen müssen auf dem Weg zu unserem Ziel. Er geht mit, durch dick und dünn.
Dieses Motiv des Zeltes hat auch die Kirche aufgegriffen.
Sie spricht vom wandernden Gottesvolk, und daher sind auch zahlreiche Kirchengebäude in zeltähnlicher Form konstruiert.
Wir als Christen wissen, dass das so flexible Zelt ein gutes Symbol für uns ist: Unser Leben hier auf Erden währt nicht ewig. Es ist nur kurzfristig, es hat ein Verfallsdatum, das wir selbst aber nicht lesen können.
Wir können hier nichts wirklich dauerhaft einzementieren; von einem Moment zum anderen kann alles dahin sein, was man so gerne für immer konservieren möchte: Gesundheit, Wohlstand, Arbeit, Glück.
Kommen wir zum wichtigen Schluss des heutigen Evangeliums. Dort heißt es: „…und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
Johannes schreibt ausdrücklich: „Wir haben…“ – Das soll heißen: Wer dem Mensch gewordenen Jesus nicht die Türe
vor der Nase zuschlägt, sondern wer ihn zu sich hereinbittet,
der wird ihn auch kennenlernen können.
Das hat Johannes nicht alleine so erlebt, sondern mit ihm viele Christen in den Gemeinden, damals und heute. Gott lässt die-
jenigen, die ihn bei sich aufnehmen, nicht im Dunkeln sitzen.
Wer ihn wirklich bei sich aufnimmt, der bekommt auch die Kraft geschenkt, ein wirkliches Gotteskind zu werden. Dann muss man nicht mehr schwarz sehen.
Dann darf man von ganzem Herzen Weihnachten feiern, und das sogar, genau genommen, ein ganzes Erdenleben lang. So will es Gott. Und da haben wir sein Wort drauf.


Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Eberhard Gottsmann
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Predigt Diakon Rikard Toplek (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (Langfassung / pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Bischofssynode über das Wort Gottes im Leben der Kirche
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Ihre Lebensuhr – so viel Zeit hat Gott Ihnen schon geschenkt
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In der Eisenbahn sitzt ein Kirchenhasser. Als sich ein Priester auf den freien Platz gegenüber setzt, will der Spötter sofort provo-
zieren: „Wenn mein Sohn dumm wäre, würde ich ihm eine Aus-
bildung zum Priester nahelegen!“ - Der Priester schmunzelt und meint: „ Ihr Vater war in dieser Frage ja ganz offensichtlich anderer Ansicht!“


Ein Kirchengegner-Ehepaar geht ins Museum. Sie sehen sich die Bilder an - und bleiben schließlich vor einem herrlichen Gemälde von Rubens mit dem Titel "Die Heilige Familie auf der Flucht" stehen. Sie betrachten lange das kostbare Bild.
Schließlich wendet der Mann sich zu seiner Frau um: „Siehst du, so sind die Christen! Seit Jahrhunderten erzählen sie den Leuten, Maria und Josef seien so arm gewesen, dass Maria ihr Kind in einem Stall zur Welt bringen musste. Aber um sich von Rubens malen zu lassen - dafür hatten sie immerhin Geld genug…!"


Alle diesjährigen Weihnachtspredigten können Sie auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.2.2012):
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In der Heiligen Nacht 2011

Die meisten kennen die Fernsehsendung, die traditionell seit vielen Jahren an Silvester in den dritten Programmen aus-
gestrahlt wird: „Dinner for One“ oder „Der 90. Geburtstag“ mit Miss Sophie und ihrem Butler James. Einfach unbeschreiblich, dieser Sketch! James fragt mehrmals, in der verzweifelten Hoffnung, dem Alkohol entgehen zu können: „The same procedure as last year, Miss Sophie?” (Die gleiche Prozedur wie vergangenes Jahr), was sie stets bestätigt mit: “The same procedure as every year, James!”
(wie jedes Jahr). - Wie es dabei dem armen James ergeht,
das trainiert unsere Lachmuskeln…
Das Fest der Geburt Jesu steht in der Gefahr, dass es ihm auch so ergeht – also wie jedes Jahr, die gleiche Prozedur, das immer gleiche Fest. Natürlich wird es immer Menschen geben, die lediglich wegen der schönen Stimmung die Christmette in der vollen Kirche in Anspruch nehmen und anschließend das Christentum wieder für ein Jahr an den Haken hängen.

Darum geht es hier aber nicht. Das heutige Evangelium will uns Gläubige alle wachrütteln und uns das unfassbare Geschenk der Weihnacht noch einmal ganz deutlich machen. Die Geburt Christi soll nicht vorschnell „alle Jahre wieder“ gefeiert werden, weil es eben so Tradition ist. Weihnachten - das ist viel, viel mehr. Es ist die schönste Liebeserklärung, die Liebeserklärung Gottes an jeden von uns.

Der Evangelist Lukas schildert zuerst, wie mühsam der Weg von Josef und Maria ist – von Nazareth bis nach Bethlehem sind es über 100 Kilometer Fußweg! Aber Josef fügt sich bereit-
willig dem Befehl des Kaisers Augustus zur Volkszählung; so kommen sie in seine Vaterstadt Bethlehem. Der Befehl des damals mächtigsten Herren der Welt fügt sich aber genau in den Plan Gottes, denn nur so kommt Jesus ausgerechnet in der Königsstadt Davids zur Welt, ein besonderer Hinweis auf sein eigenes Königtum!

Doch nur eine kümmerliche Krippe in einem zugigen Stall steht für dieses Königskind zur Verfügung. Er nimmt sich keinerlei Sonderrechte heraus – ganz im Gegenteil! Da kann jeder sehen: Wenn Gott zu uns kommt, macht er sich ganz klein, armselig und hilflos – so unendlich groß ist seine Liebe!

Und wer erfährt zuerst vom weihnachtlichen Geschehen im Stall? Nicht König oder Bürgermeister, nicht Lehrer oder Priester!
Es sind Hirten, die draußen auf dem Feld bei ihrer Herde Nachtwache hielten. Auf sie richtet der Evangelist Lukas seine und unsere Aufmerksamkeit.
Hirten – das waren damals rau(h)e Gesellen, die bei Wind und Wetter bei den Schafen waren. Die aller-
meisten von ihnen waren bezahlte Knechte, bewachten also nur die Herden anderer. Sie waren im Volk nicht gerne gesehen, denn sie waren schmutzig, ungepflegt und wanderten jahrein jahraus mit den Herden zu den Futter-
plätzen, ohne am Gemeinschaftsleben oder an religiösen Feiern teilnehmen zu können. Sie waren Außen-Seiter im wahrsten Sinne des Wortes, für die sich wirklich niemand interessierte,
und sie waren alles andere als fromm.
Ausgerechnet zu diesen hartgesottenen Burschen schickt Gott seinen Engel mit der Botschaft von der großen Freude der Geburt des Messias – das muss man erst einmal verdauen!
Wie man sieht, ist Gott immer für eine Überraschung gut und beteiligt sich offensichtlich nicht an unserem Einsortierungs-
system von Menschen in Gute und Böse.

Was könnte die Hirten für Gott so interessant gemacht haben? Sicher zuerst einmal die Tatsache, dass Hirten eine Fähigkeit haben, die anderen fast verloren gegangen ist: Hirten können
gut hören! Das klingt so harmlos, ist es aber nicht: Der Beruf
des Hirten war gefährlich, besonders in der Nacht. Es gab lebensbedrohliche Überfälle und vor allem wilde Tiere, die die Herden angriffen. Hirten lebten ganz mit der Natur, und sie verließen sich nachts nur auf ihr trainiertes Gehör, denn sehen konnte man in der freien Wildnis nichts.
Hirten waren Hörende, und Hirten waren Menschen, die wachten, wenn andere schliefen. Hirten wussten um die Gefahr – sie waren stets in Alarmbereitschaft. Nicht umsonst bezeichnete Jesus sich selbst gerne als den guten Hirten, der seine Schafe beschützt. Wenn es heißt, das die doch so hartgesottenen Hirten sich über die Engel-Erscheinung sehr fürchteten, können wir erahnen, wie ungeheuer mächtig diese Erscheinung wohl war.

So nähern wir uns dem, was Gott uns hier durch Lukas sagen will: Die Engel sind da, um die große Freude der Weihnacht zu verkünden, die im Himmel so großen Jubel auslöst. Die Engel sind da. Jesus ist da. Dein Retter ist da. Dein Ansehen, dein Schmutz – alles spielt keine Rolle: Höre nur – und öffne dich – komm in den Stall, schau ihn dir an und schenke ihm dein Herz! Dann ist Weihnachten wirklich bei dir angekommen.
…………………………………………………………………........ Angelus Silesius (Johannes Scheffler, gest. 1677), Mystiker, Priester und Dichter: „Wäre Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, doch nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“
……………………………………………………………...............

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Hier findet man die Kalender-Daten von katholischen Sonntagen, Fest- und Feiertagen von 1970 – 2100. Für sehr langfristige Pläne… >> BITTE KLICKEN !
Infoseite des NDR: Alle Infos rund um die Kult-Sendung an Silvester - „Dinner for One“ (Der 90.Geburtstag)
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Der Wert von Statistiken: „Wenn Sie mit den Füßen im kalten Eiswasser stehen und mit dem nackten Hintern auf der heißen Herdplatte sitzen, dann haben Sie im statistischen Durchschnitt eine angenehme Körpertemperatur.“ (Peter Paterna)

Ein Fallschirmspringer macht seinen ersten Absprung aus
5000 m Höhe – erst mal alles prima. Bei 3000 m will er den Fallschirm öffnen: nichts! Notfallschirm: nichts! – Er versucht es immer wieder: nichts! Auf 400 m Höhe saust ihm von unten einer raketenartig entgegen. Der Springer fragt: „Können Sie mir helfen?“ – Die kurze Antwort: „Tut mir leid, ich kann nur Gasleitungen reparieren!....“

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Die Predigt zu "Weihnachten Am Tag" folgt am Freitag.
Eine Kurzfassung ist diesmal nicht erhältlich.

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