28.06.2009

14. Sonntag B - 05.7.2009

(Fortsetzung)

Wenn er mit seinen Reden die Herrschen-

den gegen sich auf-

brachte, konnte das womöglich auch seinen Verwandten und dem ganzen Dorf Nachteile bringen. Wer weiß, was die Obrigkeit sich einfallen lassen würde!

Also wirklich: Jesus übertreibt es einfach!

Prediger sein ist ja in Ordnung, aber muss man gleich so radikal sein? Wie konnte man ihn nur wieder zur Vernunft bringen? -

Doch heute, als Jesus mit seinen Jüngern ins Dorf eingezogen ist, sind diese Gedanken erst einmal beiseite geschoben. Man will hören, was dieser große Sohn des Dorfes zur Schriftstelle dieses Tages zu sagen hat. Mal sehen, wie er sich so macht als Rabbi, unser Jesus…


Schade, dass wir dem Evangelium nicht entnehmen können, was Jesus nun genau gesagt hat. Doch sicher können wir davon ausgehen, dass er hier nichts anderes verkündete als anderswo auch.

Das war natürlich nicht nur angenehm. Da ist die Stimmung schnell im Eimer, wenn man so konkret mit der Nase darauf gestoßen wird, dass es Gott nicht um bloße Lippen-

bekenntnisse geht. Glaube an Gott ist eine Herzens-

beziehung, eine Liebes-

beziehung. Gott schenkt sich uns und wirbt immer wieder um uns, um unsere tägliche bewusste Zustimmung, seinen und nicht unseren Willen zu tun. Das hat Jesus vorgelebt, bis zum Tod am Kreuz.

Verständlich, dass dieser liebende Gott nicht bloß den Lückenbüßer spielen will, wenn mal gerade kurzfristiger Bedarf an Trost und Hilfe angemeldet wird.


In Nazareth jedenfalls ist die Synagoge an diesem Tag rappelvoll. Nachdem Jesus gesprochen hat, fängt es in der Menge an zu brodeln. Wie das Evangelium uns verrät, stellen seine Zuhörer die Grundsatzfrage: „Woher hat er das alles?“

Leider übersetzt die Einheitsübersetzung auch hier etwas zu ungenau. Wörtlicher heißt es nämlich so: „Woher hat der da das?“

„Der da“ – so sagen sie. Da es unwahrscheinlich ist, dass die Bewohner seines Heimatdorfes allesamt plötzlich an Gedächtnisschwund leiden und seinen Namen vergessen haben, ist die Aussageabsicht klar: Die Stimmung ist endgültig gekippt. Jesus hat die, welche ihn zu kennen glauben, mit seiner klaren Ansage völlig vergrault. Sie schalten auf stur.


Ihr Signal ist klar: Wir kennen dich doch von Kindesbeinen an! Also spiele dich hier nicht so auf, uns Vorschriften machen zu wollen! Wenn du uns so kommst, dann bist du für uns wie einer, dessen Namen wir nicht kennen, ein Fremder. Woher nimmst du dir bloß so viel heraus?

Schnell wird klar, was sie mit ihrer Frage ausdrücken wollen, woher er seine Weisheit denn eigentlich hat und wodurch er Wunder wirken kann. Er ist doch nur der Zimmermann, nur der Sohn der Maria!


Wie wir hier sehen, sind die Bewohner von Nazareth ganz offenkundig ein Musterbeispiel einseitigen Denkens. Sie haben ihre Schablone, sie haben ihre Schublade, und da wird man ruckzuck einsortiert.

Unser Jesus soll der Sohn Gottes sein? Dieser ehemalige Bauarbeiter?

Im Leben nicht…!

So denken sie.

Da muss es also eine andere Kraftquelle geben, woher Jesus seine Weisheit und Macht hat. Da bleibt als Erklärung für sie eigentlich nur: Der da steckt mit dem Teufel unter einer Decke! Vielleicht ist er gar besessen, wie einige Verwandte vorher schon behauptet hatten…!? - Dieser Verdacht wird nicht offen ausgesprochen, liegt aber auf der Hand.


Das heutige Evangelium fasst seinen öffentlichen Auftritt im Heimatort so zusammen: „Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.“

Unter einem Heimspiel stellt man sich jedenfalls etwas anderes vor. Das hier war wohl eher ein Schlag ins Wasser, ein klarer Misserfolg Jesu.

Um dies nochmals zu bestätigen, fügt das Evangelium sogar noch hinzu: „Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie.“


Warum wird in der Bibel aber von solch einem Fehlschlag Jesu berichtet? Warum unterschlägt man nicht einfach diese Pleite?

Zum einen mag es als ein Trost gedacht sein für die Jünger Jesu damals und alle Glaubensverkünder heute: Ihr müsst von vorneherein mit Ent-
täuschungen und Fehlschlägen rechnen. Gegen Betonköpfe kommt man nicht an. Schon das Schicksal vieler Propheten und auch vieler Heiliger demonstriert es: Wer die Leute empfindlich stört, der muss eben mit heftigen Reaktionen rechnen.


Für uns hier und heute kann eine Lehre daraus aber auch so heißen: Ihr habt das Glück, aus den Fehlern anderer noch lernen zu können. Macht Gott also bitte keine Vorschriften, was er zu tun hat und wie er es zu tun hat. Gottes Möglichkeiten sind einfach unvorstellbar!

Die Menschen in Nazareth haben Gottes Sohn nicht akzeptiert, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Ausgeschlossen, dass Gott seinen Sohn aus solchen Verhältnissen völlig unköniglich auf den Weg schickte, meinte man.


Das heutige Evangelium mahnt also zur Vorsicht: Nazareth mit seiner Blindheit kann überall sein!

Denkt also bloß nicht, dass ihr schon auf der sicheren Seite seid, bloß weil ihr Jesus kennt!

Euch wird immer wieder auf eurem Lebensweg eine Entscheidung abgenötigt: Vertraue ich diesem Gott, auch wenn ich ihn nicht begreifen kann? Bin ich offen auch für ungewöhnliche Wege Gottes oder lasse ich das nicht an mich heran? Nehme auch ich wie die Leute in Nazareth an ihm Anstoß? Denke ich kleinkariert von Gott, statt für seine Überraschungen empfänglich zu sein?


Wenn ich mich querstelle, wenn ich Gott gegenüber bockig bin, dann wird mich bestimmt kein Wunder erreichen! Das ist ja schon in der Medizin so: Ärzte bestätigen immer wieder, wie wichtig es bei vielen Krankheiten ist, dass der Patient mithilft, dass er den Willen zur Heilung hat, dass er Vertrauen hat.

Es ist schon eigenartig:

Da vertrauen die Leute ihrem Arzt, ihrem Steuer-

berater, dem Lebens-

mittelhändler, dem Flugkapitän und wer weiß wem noch alles.

Man denkt: Der hat’s schon drauf. Der wird schon wissen, was er tut. Ich blicke da ohnehin nicht durch. Und selber operieren kann ich mich ja auch nicht. Wozu hat man denn Fachleute? - Bei Gott aber, der gewissermaßen der uneingeschränkte Fachmann für unser ewiges Glück ist und der sich um uns sorgt , da spielt man jedoch gerne mal den Besserwisser.


Lernen wir also aus der Sturheit der Leute von Nazareth. Gott braucht nicht das Sensationelle, das Exotische. Er kann auch im Alltäglichen, im Kleinen, im Unscheinbaren kommen. Jemand hat mal gesagt, die Menschen könnten Gott heute nicht mehr so gut erkennen, weil sie sich nicht mehr so tief bücken wollten. Schauen wir also genau hin. Hören wir also genau zu. Halten wir Augen und Ohren offen.




Interessante Info-Seite über Nazareth damals und heute >> BITTE KLICKEN !


Predigt Dr. Jörg Sieger: „Dich kenne ich doch…“

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Predigt Pfr. Karl Sendker >> BITTE KLICKEN !


Predigt Pfr. Dr. Walter Wimmer (doc-Dokument,

nach unten scrollen) >> BITTE KLICKEN !


Geschwister Jesu? Ausführliche Erläuterung von

Dr. Ludwig Neidhart >> BITTE KLICKEN !


Geschwister Jesu? Kurze Erläuterung von Opus Dei >> BITTE KLICKEN !


Muttenzer Monatspredigt (August 2006 / pdf)

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Neue Website des Vatikans zum Priesterjahr 2009/2010 >> BITTE KLICKEN !




Am Montag, 6.Juli folgt eine SONDER-AUSGABE:

“Urlaub mit Jesus“-

mit Link-

tipps/Adressen von christlichen Reiseveranstaltern, Unterkünften usw.




Späte Rache: Einem Bischof, der sehr zum Ärger der Betroffenen in seinem Bistum viele bisher eigen-

ständige Pfarreien zu größeren Pfarrverbänden zusammengepackt hat, schlägt sein letztes Stündlein.

Bald steht er vor der Himmelstür. Natürlich ist er überglücklich, am Ziel zu sein. Energisch klopft er an und ist hell entsetzt, als ihm der Teufel höchst-

persönlich die Tür aufmacht. - Der Bischof versucht auf den ärgerlichen Irrtum hinzuweisen:

„Ich dachte, ich sei hier am Himmelstor", protestiert er. Der Teufel grinst ihn an und sagt: „Ja, ja, das sind Sie auch. Aber nach dem Beispiel eines hier frisch angekommenen Bischofs haben auch wir vor einigen Monaten fusioniert.“



16.06.2009

12. Sonntag B - 21.6.2009

(Fortsetzung)

Als Jesus konkret angesprochen und um Hilfe an-

gebettelt wird, lässt er sich keine Zeit. Er schreitet sofort zur Tat. Ohnehin ist es unwahrscheinlich, dass er bei solch einem Wetter und dem hektischen Treiben an Bord fest geschlafen hat. Es heißt im Text: „Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.“

Jesus hat nicht nur seine Ruhe sofort nach dem Hilferuf unterbrochen, sondern er handelt auch offen-

bar sehr schnell und effektiv. Dabei wirkt das Geschehen ganz bewusst so, als sei das ganz selbst-

verständlich eine der leichtesten Übungen, solch ein Unwetter in Sekunden wie auf Knopfdruck auszuschalten.


Die erschöpften Jünger, die gerade erst ihre Vorwürfe bei Jesus an den Mann gebracht hatten, müssen sich jetzt allerdings auch seine deutliche Belehrung anhören: „Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, daß ihm sogar der Wind und der See gehorchen?“

Jesus stellt hier also seine Anhänger zur Rede, und das hat gesessen. Man könnte es so übersetzen:

Ihr behauptet doch, ihr würdet mir vertrauen, ihr würdet meinen Worten glauben. Dann erklärt mir doch bitte mal, warum in aller Welt ihr solch eine Heiden-

angst habt, eine Angst, wie sie eigentlich nur Heiden haben!

Bemerkenswert ist auch, dass Jesus nicht fragt, warum sie so wenig Glauben haben. Er fragt, warum sie keinen Glauben haben. Hier wird klar: Wer sich so panisch verhält, obwohl Jesus in seiner Nähe ist, der glaubt überhaupt nicht an Jesus. Ein hartes Wort Jesu an die Männer, die ihn schon lange begleiten!


Da sind wir also am Knackpunkt des heutigen Textes an-

gekommen. Die Kernfrage ist die, wie sich wirklicher Glaube im Leben auswirkt. Es lässt sich nämlich ziemlich leicht dahersagen, dass man an Gott glaubt. Der Schritt, mit Worten seinen Glauben zu bekennen, ist natürlich beachtenswert. Wirklicher Glaube aber ist mehr. Da können wir von den Kindern lernen, wie sie Vertrauen schenken, wie sie sich auf ihre Eltern verlassen und ihren Anweisungen folgen. Wenn der Vater sie hoch in die Luft wirft, vertrauen Kinder ganz selbstverständlich darauf, dass er sie garantiert auch wieder heil auffängt. Darum sagte Jesus ja auch immer wieder, man solle werden wie die Kinder, um ins Himmelreich einzugehen. Beim Glauben gibt es keine halben Sachen, wie auch z.B. in der Liebe nicht. Auch nur ein bißchen schwanger sein dürfte nicht klappen. Hier und anderswo gilt: Entweder – oder! Du bist vor eine Entscheidung gestellt!


Das heutige Evangelium ist für uns alle wie eine lehrreiche Unterrichtsstunde. Auch das Schiffchen des Glaubens und das der Kirche kann in schweren Seegang geraten. Da kann es regelrecht drunter und drüber gehen, und man wird ordentlich durch-

geschüttelt und vielleicht auch seekrank. Auch wer sich zu Jesus bekennt, bleibt nicht von Krisen und Stürmen verschont, die einen meistens sogar völlig unvorbereitet treffen. Solch eine Seenot ist also keineswegs nur eine Angelegenheit von Ungläubigen, und eine Schutzimpfung dagegen gibt es auch nicht.


Den Jüngern hat Jesus eine anschauliche Lektion erteilt, und uns vielleicht auch. Es gibt durchaus den handfesten, hartnäckigen Unglauben in der Ver-

packung des Glaubens. Nach außen sieht alles prima aus, denn Jesus ist ja mit von der Partie.

Man fühlt sich in seiner Nähe, fühlt sich ihm ver-

bunden. Na klar ist man Christ und glaubt an Gott – was soll bloß die Frage?

Dann aber, wenn es im Leben und damit im Glauben wirklich hart auf hart kommt, wenn einem das Wasser womöglich bis zum Hals steht, dann wird ganz offensichtlich, ob man sich den Glauben wirklich zu Herzen genommen hat oder ob er irgendwo im Kopf steckengeblieben ist. Dann wird offenbar, dass bei vielen der angebliche Glaube nur eine Mogelpackung ist.


Die Jünger haben gerudert, was das Zeug hält. Sie haben sich in der Not nur auf sich selbst verlassen, auf ihre Erfahrung, auf ihre eigene Kraft. Selbst ist der Mann, heißt es so schön.

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.

So ganz scheint das aber nicht zu stimmen, zeigt uns das Evangelium. Selbst ist der Mann, der schließlich untergehen wird.

Wer Jesus wirklich vertraut, der beleidigt ihn nicht dadurch, dass er ihn von seinen Problemen und Nöten ausschließt. Jesus ist da, und er wartet nur darauf, per Notruf angerufen zu werden. Wenn ich Jesus längst zu meinem Chef gemacht habe, dann will er nicht nur mein Schönwetter-Chef sein, nicht mein Frühstücksdirektor, der nur dekorativ herumsitzt, aber im Alltag nichts zu sagen hat.


Irgendwie ist die heutige Begebenheit auch ein Stück weit tröstlich. Man sollte eigentlich doch annehmen, dass die Jünger, die Jesus tagtäglich zum Anfassen nahe vor sich haben, nicht so unwissend sind.

Zum Schluß setzen sie aber sogar noch eins drauf.

Es heißt: „Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, daß ihm sogar der Wind und der See gehorchen?“

Wir sind wohl auch ein Stück weit erschüttert, wie wenig sie trotz des persönlichen Erlebens und trotz vieler Unterweisungen von Jesus verstanden haben. Wenn sie jetzt auch noch große Furcht vor Jesus ergreift, heißt das doch, dass sie die Bändigung des Sturmes durch Jesus in erster Linie als unheimlich empfinden, wie bei einem Gespenst.

Ganz sicher will Jesus nicht, dass seine Anhänger Furcht vor ihm haben; im Gegenteil: immer wieder hat er von der großen Freude und vom großen Fest im Himmel gepredigt.


Auch für die frühen christlichen Gemeinden, die oft durch ihre feindselig eingestellte Umgebung in Bedrängnis gerieten, dürfte das heutige Evangelium ein Wort des Trostes gewesen sein. Ihnen ging es oft so wie den Jüngern, die trotz größter Anstrengungen letztlich keine Chance gegen die Gewalten des Sturmes hatten. Ebenso wie bei den Jüngern war die Resignation, die Mutlosigkeit besonders in den kleinen Gemeinden gewiss ein ständiges Thema. Hat es überhaupt Sinn, uns weiter zu engagieren, wenn doch alles angegriffen und zum Teil auch kaputtgeschlagen wird?

Hat unser Glaube noch Sinn, wenn doch immer wieder ein Orkan des Unglaubens alles hinwegfegt, was uns so am Herzen liegt?

Hat es Sinn, sich weiter so abzustrampeln, wenn man immer wieder eins auf den Deckel kriegt? -

Es ging ihnen wie den Jüngern: Irgendwann wird man es leid. Man wird müde, und am liebsten würde man die Brocken hinwerfen. Ist ja doch alles vergebliche Liebesmüh…!


Spätestens da merken wir, wie brandaktuell das heutige Evangelium auch für uns ist. Stürme erleben wir wahrlich mehr, als uns lieb ist! Manchmal, wenn man sieht, dass es anderen besser geht, kann man sogar denken, die große Sturmwelle, die über einen hereinbricht, hat es nur ganz speziell auf uns abgesehen. Während vielleicht sogar der Ungläubige lustig und vergnügt sein Leben genießen kann, wird der Fromme von Krankheit und Not regelrecht verfolgt.


Da mögen einige von Ihnen am liebsten heftig mit dem Kopf nicken: Ja, genau so ist es! – Doch Vorsicht: Jesus hat nirgendwo behauptet, für seine Jünger werde der Sturm von vornherein per himmlischem Beschluss abgeschafft.

Nein, die Lebensstürme bleiben auch ihnen nicht erspart. Die Frage ist aber, ob sie, seine Jünger damals und heute, aus dem Evangelium gelernt haben. - Jesus sagt: Vergiss es, wenn du glaubst,

du könntest mit deinen Kräften und mit deinen Mitteln den Sturm auch nur ein Stückchen weit besiegen.

Da kannst du nur verlieren – weder noch mehr Kraftaufwand noch ein größeres Schiff werden dich retten!


Ich allein bin es, der dich retten kann, der dich retten will.

Lerne also aus dem, was du heute erfahren hast. Lerne, wirklich an mich zu glauben. Vertraue mir, dass ich die Macht und den Willen habe, für meine Jünger und für euch alle zu sorgen.

Sagt euch also los von eurer eines Christen unwürdigen Heidenangst, von eurem Unglauben. Selbst in den schlimmsten Stürmen seid ihr in Gottes Hand.

Allerdings: Gott wird sich euch aber nicht markt-

schreierisch aufdrängen wie sauer Bier, das eigentlich keiner haben will. Wenn ihr wirklich seine Jünger sein wollt und ihm vertraut, dann geht zu ihm, dann bittet ihn eindringlich und immer wieder um seine Hilfe. Jesus hat es uns vorgemacht, dass wir immer und immer wieder zum Vater im Himmel beten sollen. Sogar das Vaterunser hat er uns als Gebetsanregung geschenkt.

Seid sicher, er wird euch nicht im Stich lassen, auch wenn seine Lösung vielleicht anders aussieht, als ihr euch das geträumt habt. Glaubt an ihn, klammert euch regelrecht an ihn, macht euch an ihm fest. Dafür gibt es sogar ein Wort. Es heißt AMEN.




Predigt Prof. Dr. Dr. Klaus Müller: „Was Gott mit dem Schlafen zu tun hat“ >> HIER KLICKEN !


Predigt: „Angst – wie werde ich damit fertig?“ (pdf)

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Hier können Sie meine Predigten als pdf herunterladen

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Bischöfl. Generalvikariat Aachen: „Kirchenaustritt –

Anlass zum Gespräch“ (16 Seiten, pdf)

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Bewegung „Kleine Christliche

Gemeinschaften“

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Wikipedia-Artikel: Spinnenangst - erlerntes Verhalten?

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Ein Mann, der zu Lebzeiten allerhand angestellt hatte, klopfte an die Himmelstür und bat um Einlass. Petrus überprüfte die Personalien, sah das lange Sünden-register und schickte den Burschen eine Tür weiter. Aber auch an der Tür zum Fegefeuer hatte der Übeltäter kein Glück. Er sei auch durch dieses Feuer nicht mehr zu reinigen, wurde ihm mitgeteilt.

So blieb ihm nur noch die Hölle. Der Teufel öffnete ihm freundlich die Tür und winkte ihn herein. Ängstlich schaute der Mann sich um und sah einen nett hergerichteten Raum mit einem Tisch, auf dem sogar kleine Deckchen an jedem Platz lagen. Auch eine Vase mit frischen Blumen und eine brennende Kerze sorgten für eine angenehme Raum-Atmosphäre.

„Das hatte ich mir ehrlich gesagt viel schlimmer vorgestellt", staunte der Bursche und schaute den Teufel verblüfft an.

„Naja, das ist auch noch nicht lange so wie jetzt", erklärte der Teufel etwas verlegen, „aber seit wir hier auch Ordensfrauen haben, hat sich hier einiges verändert."


Bitte beachten: Zum 13. Sonntag im Jahreskreis erscheinen wegen Urlaub keine Predigtgedanken!




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10.06.2009

11. Sonntag im Jahreskreis B - 14.6.2009

(Fortsetzung)

Was der Mensch dabei tun muss, ist das Säen des massenhaft vorhandenen Samens bzw. auch nur das Nicht-Ausreißen einer einzigen Jungpflanze – und schon wächst die Senfstaude gewissermaßen mit eingebauter Erfolgsgarantie. Jeder Zuhörer Jesu wusste: das kann gar nicht anders sein, das geschieht einfach, es geschieht wie automatisch. Interessanterweise steht auch genau dieses Wort „automatisch“ im biblischen Originaltext, leider aber nicht mehr in unserer heutigen Einheitsübersetzung.


Wir erinnern uns - Jesus sagte zu seinen Zuhörern: „Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen,

mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?

Es gleicht einem Senfkorn.

Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“


Das Herzensanliegen Jesu ist, den Menschen immer wieder klarzumachen: Das, wonach ihr euch sehnt, das, was ich euch versprochen habe, das kommt mit absoluter Sicherheit. Das Reich Gottes fängt zwar offensichtlich ganz klein und geradezu mickrig an, aber man sollte sich davon besser nicht täuschen lassen. Unaufhaltsam wächst es zu seiner endgültigen Größe heran, ohne dass dafür auch nur ein Mensch einen Finger krumm machen müsste. Eben ohne unser Zutun, eben automatisch, wie von selbst. Über diesen Prozess des Wachstums kann kein Mensch verfügen.


Irgendwie macht uns dieses Gleichnis Jesu natürlich nervös. Kann Jesus das denn wirk-

lich gemeint haben?

Das widerspricht doch offensichtlich seinen Aussagen, die man an vielen Stellen der Bibel findet, wonach wir uns für das Himmelreich mühen sollen – wir sollen die Gebote einhalten, wir sollen den Glauben allen Völkern verkünden usw.

Kann er das denn wirklich so gemeint haben wie mit dem Gleichnis vom Senfkorn? Wenn ja, heißt das dann, dass wir ab sofort unsere Hände in den Schoß legen dürfen, weil Gott das doch lieber alleine machen will?


Nein, das wäre ein furchtbares Missverständnis! Natürlich sollen wir Menschen unseren Teil zum Ernte-Erfolg Gottes beitragen. Das Gleichnis Jesu will uns jedoch sagen: Euer Einsatz ist gut und wichtig, aber ihr braucht nicht in Stress und Aktivismus zu verfallen. Das Reich Gottes wird euch letztlich geschenkt – seid euch dessen immer bewusst!


Lasst euch also von dessen anfänglicher Unscheinbar-

keit nicht täuschen. Es wird groß und mächtig, ob ihr euch nun vor Sorgen verrückt macht oder nicht! –

Und damit hat Jesus wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, denn diese demütige und wartende Haltung ist, wie eingangs geschildert, nicht gerade die Stärke des modernen Menschen.

Auch wenn dies den Pfarrern und allen engagierten Gläubigen zuweilen Bauchschmerzen bereitet, weil es so gar nicht voran zu gehen scheint in der Gemeinde und in der ganzen Kirche – Jesus sagt: Keine Sorge, das ist bei Gott alles im Griff, alles im grünen Bereich. Aber es geht eben nicht so, wie ihr euch das vorstellt, nicht dalli-dalli. Gott lässt vieles wachsen, heranreifen. Die moderne Kultur, alles möglichst schnell haben zu wollen wie einen löslichen Instant-Kaffee, die funktioniert bei Gott nicht. So funktioniert das nicht mit dem Reich Gottes – einfach aufschütten, umrühren, fertig!


Jesus mahnt mit dem Versprechen, dass das Reich Gottes garantiert zu seiner vollen Größe heran-

wachsen wird, unsere Geduld an. Mehr noch mahnt er aber unser Gottvertrauen an.

Ja, eure kleine Gemeinde und der geringe Gottes-

dienstbesuch mag euch mickrig erscheinen und euch manchmal traurig machen. Dass eure Kinder so gar nichts mit der Kirche am Hut haben, mag euch persönlich kränken und enttäuschen. - Habt doch Vertrauen! Es liegt alles letztlich überhaupt nicht in eurer Hand, sondern in Gottes Hand, und da gehört es auch hin.


Wenn Jesus mit dem Gleichnis vom Senfkorn mehr Vertrauen in Gott anmahnt, ist das wirklich ein dringendes Anliegen. Natürlich darf man mal klagen und enttäuscht sein, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Aber ganz grundsätzlich ist das mangelnde Gottvertrauen eine Sünde, eine Sünde gegen den Heiligen Geist.


Solch ein Klagen über das schleppende Vorankommen ist nämlich eine Beleidigung des himmlischen Vaters! Solch ein Jammern unterstellt ja indirekt, dass Gott da wohl etwas nicht so ganz im Griff hat. Es unterstellt, Gott habe eine altersbedingte Sehschwäche, wenn er z.B. den Zustand der deutschen Kirche offenbar nicht erkennt.


Das ist also das eigentlich Traurige bei aller Angst,

bei aller übereifrigen Sorge: mangelndes Vertrauen in Gott selbst! Jesus hat es doch oft genug klargestellt: Da geht kein Schaf verloren, da geht kein Mensch und keine Pfarrei verloren – vielleicht dem ersten Eindruck nach, aber nicht bei Gott!

Lassen wir uns also nicht täuschen und ins Bockshorn jagen: Das Himmelreich wird kommen, weil Gott es so will. Angefangen hat es bereits, und es wird wachsen, immer weiter wachsen. Also entspannt euch und schaut mal in den Spiegel - ihr tragt die Welt wirklich nicht auf euren Schultern.


Der beliebte Papst Johannes XXIII. hat das mal so erzählt, dass ein junger Bischof ihm geklagt habe, wegen der großen Last der Verantwortung für sein anvertrautes Bistum könne er kaum noch schlafen. Zuerst stimmte der Papst ihm zu, dass er dieses Gefühl spätestens seit seiner Wahl zum Papst auch erlebt habe.

Dann aber fügte er hinzu: „Einmal aber erschien mir ein Engel im Traum. Er sagte mir nur einen einzigen Satz: Giovanni, nimm dich doch nicht so wichtig! – Seitdem kann ich wieder wunderbar schlafen…“




Liturgievorlagen Kathol. Auslandssekretariat

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Thema Berufung: Vesper mit Baumpflanzung

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Gruppenstunde / Kindergottesdienst „Senfkorn“

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Wer sich als Getaufter von Gott getragen weiß, ist von Freude bestimmt. Vielleicht lässt sich das durch folgende Fabel verständlich machen: Ein Vogel liegt auf dem Rücken, die Beine starr gegen den Himmel gestreckt. Ein anderer Vogel fliegt vorbei, sieht das und fragt verwundert: „Was ist denn mit dir los? Warum liegst du auf dem Rücken und streckst die Beine so starr nach oben?"


Der Befragte antwortet: „Siehst du das denn nicht? Ich trage den Himmel mit meinen Füßen. Wenn ich sie zurückziehe, stürzt der Himmel ein."

In diesem Augenblick löst sich in der Nähe ein Blatt vom Baum und fällt raschelnd zu Boden. Erschrocken dreht sich der Vogel um und fliegt davon. Der Himmel aber bleibt weiterhin an seinem Ort.



Ein Kirchengegner-Ehepaar geht ins Museum. Sie sehen sich die Bilder an - und bleiben schließlich vor einem herrlichen Gemälde von Rubens "Die Heilige Familie auf der Flucht" stehen. Sie betrachten lange das kostbare Bild. Schließlich wendet der Mann sich zu seiner Frau um:

„Siehst du, so sind die Christen! Seit Jahrhunderten erzählen sie den Leuten, Maria und Josef seien so arm gewesen, dass Maria ihr Kind in einem Stall zur Welt bringen musste. Aber um sich von Rubens malen zu lassen - dafür hatten sie immerhin Geld genug…!"


Ein Rasenmäher und ein Schaf stehen nebeneinander auf der Wiese. Sagt das Schaf: „Mäh! Mäh!“

Antwortet der Rasenmäher: „Von dir lass ich mir nix befehlen!“


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07.06.2009

Fronleichnam (B) - 11.6.2009

(Fortsetzung)

Das Wort „Leib“ bedeutet dabei nicht bloß den Körper aus Haut und Knochen usw., sondern „Leib“ bedeutet: das bin ich, so wie ich bin, der ganze Mensch!

Die Jünger Jesu wissen auch aus ihrer jüdischen Tradition heraus: Blut ist ein ganz besonderer Saft.

Blut gilt als der eigentliche Sitz des Lebens. Sogar bei uns heißt es zuweilen, dass ein kluger Mensch in einem gewalttätigen Konflikt weiteres Blutvergießen vermieden hat. Blutvergießen steht hier natürlich für das Sterben weiterer Menschen.

Blut Jesu bedeutet also: mein Sterben, mein Blutvergießen, mein Tod für euch. – Nicht um den Alten Bund, um die feierliche Erinnerung an die geschichtliche Befreiung aus Ägypten geht es Jesus jetzt, sondern hier ist durch sein Opfer ein ganz neuer Bund entstanden, durch den wir gewissermaßen zu Blutsbrüdern Jesu geworden sind.

In diesem Neuen Bund sind wir Verbündete, und zwar Verbündete gegen die Macht des Bösen und des Todes. Daher will Jesus nicht nur leibhaftig zu seinen jetzigen Jüngern kommen, sondern Jesus Christus hat die ganze erlösungsbedürftige Welt im Blick.


Als Jesus den Zwölfen an diesem Abend bei Tisch erklärt, dass ausgerechnet einer von ihnen ihn verraten und ausliefern werde, sind alle traurig und geschockt. Alle fragen bei ihm nach, wie das Evangelium berichtet: „Doch nicht etwa ich?“

Das kann uns gewiss ein Stück weit trösten. Da sitzt also nicht die Jahreshauptversammlung der Super-

männer am Tisch. Offenbar hat jeder so seine Schwächen, und jeder hält es zumindest für denkbar, selbst zum Verräter zu werden. Und das also ist die Elite der jungen Kirche!


Diese Männer haben vielen von uns heute jedoch etwas voraus:

sie machen sich nichts vor, und das muss man ihnen hoch an-

rechnen: sie wissen um die Macht des Bösen, und zwar erst recht bei sich selbst.

Ihnen ist klar, wie schnell das gehen kann, dass man auf die schiefe Bahn gerät, dass man vom rechten Weg abkommt – wie ein Autofahrer, der jahr-

zehntelang unfallfrei fährt und jetzt gerade mal eine halbe Sekunde am Steuer eingenickt ist und dadurch vielleicht einen schrecklichen Unfall baut.


Jesus scheut sich nicht vor denen, die viele Fragen ans Leben haben, mehr Fragen als Antworten.

Bei den Jüngern hieß es: „Doch nicht etwa ich?“ -

Das kann man auch heute immer wieder fragen.

Viele fragen es, und zwar in den verschiedensten Zusammenhängen.

Um nur wenige Beispiele zu nennen: Warum bin gerade ich so schwer krank? Warum habe aus-

gerechnet ich solche heftigen Glaubenszweifel? Warum wurde gerade ich als Berufsfahrer zu schnell erwischt und bin nun meinen Führerschein und meinen Job los? Warum habe ich bloß immer so viel Pech mit meinen Beziehungen?


Die Menschen haben Fragen, viele Fragen. Da gibt es so vieles auf dieser Welt, das man so eigentlich nicht hinnehmen darf. Vieles, wo man Protest anmelden muss: Nein, so darf man mit Menschen nicht verfahren! - Es ist gut und richtig, dass auch Christen hier gemeinsam mit vielen anderen immer wieder ihre Stimme gegen das Unrecht erheben, gefragt oder ungefragt.


Die Fronleichnamsprozession ist aber etwas anderes; sie ist noch lange keine Demo. Wenn Katholiken das Allerheiligste feierlich aus der Kirche heraus und durch die Straßen tragen, dann tun sie das, ohne Spruch-

bänder mit markigen Sprüchen zu schwenken. Stattdessen schmücken sie, wo dies möglich ist, Straßen und Häuser und errichten Altäre außerhalb der Kirche.

Wir Katholiken sind keine Heimlichtuer. Wir haben nichts zu verbergen. Und schon gar nicht unseren Herrn Jesus Christus. Der Tragehimmel über der Monstranz zeigt es schon: Hier kommt jemand ganz Besonderes, hier kommt unser Herr und König!

Er möchte zu allen Menschen kommen, auch und vielleicht erst recht zu denen, die sich für unwürdig halten, ihm zu begegnen. Zu denen, die auf irgendeine Art leiden oder Ungerechtigkeit erfahren. Er möchte von sich aus zu denen kommen, die den Weg zu ihm in die Kirche nicht oder noch nicht gefunden haben. Und er möchte all denen beistehen,

die auf seine Hilfe vertrauen.


Was liegt da näher, als unseren Herrn in der Gestalt der heiligen Hostie zu den Menschen zu tragen? Eigentlich erstaunlich, dass die Kirche erst im 13. Jahrhundert und dann erst nur sehr zögerlich diese Idee umsetzte, angeregt durch eine Vision der Nonne Juliana von Lüttich.

Was für ein sinnenhaftes Fest Fronleichnam doch ist! Die Kirche trägt den Leib Christi aus der schützenden Kirche hinaus dorthin, wo sich das tägliche Leben mit all seinen Problemen abspielt. Manche Gemeinde baut darum auch einen Altar z.B. beim Krankenhaus auf oder bei einer Fabrik.

Der Leib Christi kommt zu den Menschen, und wir schmücken ihm dafür den Weg, legen ihm einen Blütenteppich und errichten Altäre, beten und singen, um unsere Freude und Verehrung auszudrücken. Dass dabei vielleicht gelegentlich mal in südlichen Ländern begeisterte Volksfrömmigkeit und Folklore über’s Ziel hinausschießen können, steht auf einem anderen Blatt.


In unseren Breitengraden herrscht dagegen

bei den außenstehenden Prozessionsbeobachtern und – ignoranten eine Mischung aus Befremden und Respekt. Donnerwetter, die Katholiken, die trauen sich was! Die gehen noch auf die Straße für ihre Überzeugung, für ihren Herrn!

Und so kann es durchaus sein, dass da auch mal jemand von den Zuschauern einen neuen Anstoß bekommt, es noch einmal mit dem eigenen Glauben zu versuchen.


Wenn doch nur alle wüssten, dass sie ihrem Herrn

und Erlöser in der Gestalt des Brotes begegnen! Vor Scham im Erdboden versinken wollten sie, wenn sie an ihre bisher gleichgültige oder ablehnende Haltung denken müssten.

Es ist schon höchst merk-

würdig:

Da glauben diese Schlau-

berger z.B. daran, dass ein von der Bundesbank schön bunt bedrucktes Stückchen Papier auch tatsächlich den Wert hat, der auf ihm vermerkt ist, z.B. 20 Euro. Wenn man ihnen sagen würde: Du, schau doch mal, das ist doch nur ein Stück bedrucktes Papier, wären sie erstaunt und erklärten einen für verrückt. Tatsache ist aber, dass der Staat nicht einmal mehr eine Goldreserve im Gesamtumfang des Geldes hat.

Nein, das Ganze ist im wesentlichen eine Sache des Vertrauens, dass man für dieses spezielle Stück Papier überall im Geltungsbereich Dinge im Wert der aufgedruckten Zahl erwerben kann. Der Geldschein ist Papier und bleibt Papier, aber er hat zu Recht eine andere Wirkung als ein gleich großes Stück Schokoladenpapier. Dem Staat traut man zu, dass er trotz aller Krisen dafür sorgen kann, dass solche Papierstückchen weiterhin zum Tausch gegen Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden können.


Doch viele der gleichen Leute, die klugerweise einem Stück Papier mit Aufdruck vertrauen, dass es mehr bewirkt als seine wenigen Cent Papierpreis vermuten lassen, die trauen es Jesus Christus nicht zu, in der äußeren Gestalt einer von ihm gewandelten Hostie zu uns kommen zu können. Da sagen sie merk-

würdigerweise: ach, das ist doch nur eine Backoblate. Wie soll das denn der Leib Christi sein?


Mit der Fronleich-

nams-

prozession

durch unseren Ort, wo wir die

meiste Zeit zubringen, drücken wir auch unsere Ehrfurcht und Liebe zu Jesus aus: Wenigstens einmal im Jahr wollen wir unsere Welt anschaulich daran erinnern, das alles auf Erden dem Herrn gehört. So wie früher ein König auf einer Sänfte durch sein Herrschaftsgebiet getragen wurde, so tragen wir den lebendigen Jesus und zeigen ihn mit der Monstranz. Jeder soll es wissen: Jesus hat sich uns in der Eucharistie geschenkt. Darum schaut her und freut euch mit uns! Stellt auch ihr euch unter seine Führung, denn ihm könnt ihr wirklich vertrauen.


Zum Schluss ein Hinweis für die schlauen Bankleute unter uns: Ja, bei Gott gibt es mehr als genug „Goldreserven“. Es gibt einen Riesenschatz im Himmel, an dem jeder Anteil hat, der glaubt.

…und dabei ist der Himmel noch nicht einmal ein ganz neuer Geheimtipp, sondern schon lange bekannt.

Und jetzt noch das Allerbeste: Jeder von uns ist schon herzlich eingeladen. Nur sich auf den Weg machen, das muss man schon selbst…


Artikel „Abendmahl“ bei Wikipedia

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Artikel über Fronleichnam

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Enzyklika zur Eucharistie (2003) -pdf-

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Juliana von Lüttich, Nonne mit Visionen

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Internetplattform für Fronleichnamsteppiche

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Fronleichnam in den 1930er Jahren. Ein Bericht

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Der versteckte Zwerg am Fronleichnamsaltar

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Banknoten, Zahlungsmittel ohne Einlösungspflicht

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Seelsorgerlicher Rat: Bei der Erstbeichte ist der kleine Sebastian besonders schnell fertig.

"Ist das schon alles?" fragt deshalb der Beichtvater. "Ja, das ist alles!" antwortet Sebastian mit ganz unschuldiger Miene.

"Hast du denn z.B. noch nie mit einem Messer das Sparschwein geplündert?" hilft der Pfarrer dem Jungen auf die Sprünge.

"Nein, aber vielen Dank für die Anregung" erwidert dieser.


Simple Frage: Der Geschichtslehrer prüft mündlich die Hausaufgaben und will von Florian wissen:

„Wer hat denn früher regiert, Otto I. oder Heinrich I.?“

Das weiß Florian natürlich: „Die haben alle beide früher regiert!“


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