(Fortsetzung) Das ist heute so und das war schon zur Zeit Jesu so: Es gibt immer wieder so ein paar Oberschlaue, die sich möglichst wenig Arbeit machen wollen. Es war zur Zeit Jesu mühsam und teurer, nicht in der Nähe eines Flusses zu bauen. Die Bearbeitung des zumeist felsigen Bodens war schweißtreibend und zeitraubend. Außerdem hatte man einen weiteren Weg zum Fluss, wenn man Wasser brauchte. Die Zuhörer Jesu kannten die Gefahr: ein ruhiger Fluss konnte nach heftigen Regen- fällen und Stürmen innerhalb von Stunden zu einem Ungeheuer werden, das alles in Ufernähe mitreißt, weil es dort im sandigen Boden keinen Halt hat. Wir kennen das auch von den Sandburgen, die manche mit Begeisterung stundenlang am Meeresstrand bauen: eine einzige große Welle, und die ganze Pracht ist mit einem Schlag dahin…
Um die heutige Botschaft Jesu besser verstehen zu können, betrachten wir zuerst die erste Aussage des zweiteiligen Evangeliums: Jesus erklärt seinen Jüngern, dass es viele geben wird, die ausdrücklich in seinem Namen auftreten werden und dabei sogar Wundertaten vollbringen. Wenn sie dann aber eines Tages vor Jesus stehen und ins Himmelreich wollen, wird er zu ihrem Schrecken antworten: „Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ Zuerst einmal sind wir irritiert: Da setzen sich Menschen doch tatkräftig für Jesu Botschaft ein und haben damit offensichtlich auch Erfolg. Und dann reagiert Jesus mit solch heftiger Kritik. Wer kann das bloß verstehen? Freut Jesus sich denn gar nicht über diese engagierten Leute? Sie sprechen ihn doch auch ausdrücklich mit „Herr, Herr“ an und bestätigen damit seine Autorität als Gottes Sohn. Kann man denn noch mehr verlangen als solch einen Einsatz für das Reich Gottes, dazu noch ausdrücklich im Namen Jesu? Wir kommen der Zurechtweisung durch Jesus auf die Spur, wenn wir genauer hinhören: Jesus nennt sie „Übertreter des Gesetzes“. Das Gesetz, das diese Erfolgschristen, Erfolgsprediger und Wundertäter übertreten, ist also der Angelpunkt, an dem alles hängt. Es geht dabei nicht um ein menschliches Gesetz, um irgendwelche Paragraphen und Verordnungen, die sie vielleicht übersehen hätten. Nein, Jesus sagt ihnen auf den Kopf zu, dass sie das Gesetz Gottes übertreten haben. Dieses Gesetz besteht vor allem darin, alles aus Liebe zu Gott und alles nach seinem Willen zu tun. Das beten wir ja auch im Vaterunser, wenn wir ausdrücklich erklären: „Dein Wille geschehe…“ Man könnte den harten Vorwurf Jesu also so übersetzen: Ja, ihr wart wirklich toll! Super habt ihr das gemacht, spitzenmäßige Predigten, viele Leute geheilt und Wunder gewirkt. Die Bewunderung und der Beifall aller Mitchristen sind euch damit sicher! Aber seid doch mal ehrlich zu euch selbst: Um was ging es euch dabei wirklich? War da nicht auch eine ganz große Portion Eitelkeit dabei? Wart ihr nicht auch besonders stolz darauf, besser dazustehen als euer Amtskollege, euer Mitchrist? In der heutigen Zeit könnte Jesus ergänzen: Schön, dass jede Woche etwas in der Zeitung stand über euch und eure Pfarrei! Aktionen hier und Aktionen da, hier ein Konzert, da ein Spektakel… Jesus kann ganz schön brutal offen sein. Er ist nicht gegen den Erfolg, aber der darf nie zum Maßstab werden. - Seine Belehrung ist eindeutig: es gibt nur einen einzigen Maßstab für Christen, und der heißt allein so: In allem den Willen Gottes tun! Es reicht eben nicht, möglichst laut „Herr, Herr“ zu rufen und so richtig toll zu sein. Der Vater im Himmel will nicht unsere Großtaten, sondern unser liebendes Herz und die Erwiderung seiner barm- herzigen Liebe. Jesus ist also gegen Falschspieler und gegen Fälscher. Wir kennen das auch aus unserem Alltag: da wird oft genug Markenware imitiert und billig auf den Markt geschleust. Äußerlich sieht das vielleicht super aus, aber oft genug stimmt die Qualität nicht, und die Sicherheit kann auch in Gefahr sein, zum Beispiel bei nachgemachten Auto-Ersatzteilen. Was da alles passieren kann…! Falschspieler haben also bei Jesus keine Chance. Darüber regt er sich so richtig auf. Wo Jesus draufsteht, da muss auch Jesus drin sein! Du kannst alle Wunder dieser Erde tun und das Weihwasser meinetwegen literweise trinken – es wird dir nichts helfen, wenn du dich bei deinem Tun nur des Namens Jesu bedienst. Du betreibst dann doch nur Etikettenschwindel! Also frage bei deinem Handeln immer danach, was Gottes Wille ist, und nicht dein eigener Wille. Da kann es dir allerdings schon passieren, dass dies nicht unbedingt das Gleiche ist. Es kann sogar richtig unangenehm werden und weh tun: Vielleicht ist Gott dein Riesenerfolg nicht wirklich sooo wichtig… Vielleicht hat er sogar etwas ganz anderes mit dir vor? Aber hast du ihn überhaupt danach gefragt?
Damit sind wir wieder bei der Sturmwarnung Jesu angelangt, beim zweiten Teil des heutigen Evangeliums. „Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“, erklärt Jesus. Jesus ist also unser Ratgeber. Er kennt unsere Versuchung, der Einfachheit halber auf Sand zu bauen. Es ist ja auch verlockend und bequemer. Und äußerlich sieht dieses Haus auch genauso schön und stabil aus wie eines, das auf Felsen gebaut wurde. Doch die ganze Herrlichkeit kann mit einem Schlag zerstört werden. Jesus möchte nicht, dass uns das passiert. Er kritisiert nicht, um zu verletzen oder um zu kränken, sondern er kritisiert, um zu helfen, um zu retten. Klar, im ersten Moment muss man schon schlucken, wenn man einen Tadel bekommt. Angenehm ist das nicht gerade. Und modern auch nicht. Heute soll man ja eigentlich nur loben und motivieren. Damit hält Jesus sich aber nicht auf. Es geht ihm nicht darum, sich bei uns mit netten Sprüchen beliebt zu machen. Ach, wie nett Jesus das wieder mal gesagt hat…! Jesus weiß, dass die Stürme im Leben kommen werden. Manche Stürme und Fluten sind so mächtig, dass wir sie kaum ertragen können. Der Bau-Experte Jesus drängt uns darum mit aller Eindringlichkeit: Baut bloß nicht auf Sand, setzt euer Leben nicht in den Sand! Lasst euch nicht blenden vom schönen Schein und oberflächlichen Maßstäben wie z.B. Erfolg! Baut euer Lebenshaus lieber so, wie ich es euch sage: Baut auf ganz festen Untergrund. Folgt dem Plan Gottes, denn darauf könnt ihr felsenfest bauen. Der Sturm wird kommen, die Bewährung wird kommen – plötzlich und unerwartet, so wie auch eure leibhaftige Begegnung mit dem lebendigen Gott. Plötzlich unerwartet – so heißt es oft auch in den Todesanzeigen. Vielleicht hören wir da Jesus fragen: Wieso denn das? Wieso denn plötzlich und unerwartet? Ich habe es euch doch gesagt! Ihr seid doch nicht unerwartet, im Gegenteil: ihr werdet erwartet, und wie…!
Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf) >> BITTE KLICKEN ! Lesehilfen des Kath. Bibelwerks (pdf) >> BITTE KLICKEN ! Bauen auf Fels – wie geht das? (pdf) >> BITTE KLICKEN ! P. Josef Nagiller: „… denn es war auf Fels gebaut“ >> BITTE KLICKEN ! Familiengottesdienst: „Auf diese Steine kannst du bauen“ >> BITTE KLICKEN ! Ideen von „Alles um die Kinderkirche“ >> BITTE KLICKEN ! GreifBar: Predigt über Mt 7,24-28 (pdf) >> BITTE KLICKEN ! „Wie Halt entsteht“ – Kindergruppe/Kindergottesdienst (13 S. pdf) >> BITTE KLICKEN ! Pastor Matthias Müller: „Festes Fundament – Pfusch am Bau“ (pdf) >> BITTE KLICKEN ! Vorsicht vor gefälschten E-Mails aus dem Vatikan! >> BITTE KLICKEN !
Tolerant: Der Arzt zu einem neuen Patienten: „Ich kann Ihr Leiden leider nicht genau feststellen; vermutlich ist der Alkohol daran schuld.“ - Patient: „Macht nichts, Herr Doktor, dann komme ich eben wieder, wenn Sie nüchtern sind!“
Freiwillige vor! - Eine Gruppe amerikanischer Soldaten ist anläßlich einer Übung in Deutschland. Einige der Soldaten sind katholisch und besuchen einen Gottesdienst, obwohl sie kein Wort verstehen. Ein Mann in der Reihe vor ihnen erhebt sich plötzlich, und so denken sie, der Gottesdienst sei zu Ende, stehen auf und wollen gehen. Als sie alle die Bankreihe verlassen wollen, bricht die ganze Kirche jedoch in Gelächter aus. Die Soldaten fragen nachher den Englisch sprechenden Pfarrer, was das bloß zu bedeuten habe. Dieser antwortet: „Wir wollten eben mit einer Kindstaufe beginnen, und da habe ich den Vater schon mal gebeten, sich zu erheben.“
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(Fortsetzung) Was natürlich niemand der Vorüber-Eilenden wusste: Sie wurden ausgerechnet hier in der U-Bahn-Station kurzfristige Zuhörer eines der größten Musiker der Welt, nämlich des Violinisten Joshua Bell. Ausgerechnet hier spielte er bei diesem Experiment die schönsten und schwierigsten Musikstücke aus seinem aktuellen Konzert, für das man zwei Tage vorher im ausverkauften Konzertsaal durch- schnittlich 100 Dollar pro Platz hinblättern musste. Und die Geige, auf der er im Untergrund von Washington spielte, kostet mal gerade schlappe 3,5 Millionen Dollar.
Und was man daraus lernen könnte: Von 1070 Personen, die an ihm vorbeigehetzt sind, gaben nur 20 eine kleine Spende, und nur ganze 6 Menschen blieben kurzzeitig stehen, um zuzuhören. Applaus? Fehlanzeige! - Da darf man sich schon fragen, ob wir in der Hetze und Routine des Alltags überhaupt noch ein Ohr und ein Auge dafür haben, was sich an Schönem um uns herum abspielt. Wenn wir als Turbo-Menschen durch den Tag eilen, verpassen wir offenbar eine ganze Menge...
... und hier heimliche Video-Aufnahmen von jener Aktion:
(Fortsetzung) Das jetzt gegründete Netzwerk hat beschlossen, als thematische Schwer- punkte ihrer Aktionen und Veran- staltungen diese Themen zu wählen (vielleicht raten Sie jetzt erst mal und geben Ihre Tipps ab, bevor Sie weiterlesen): Sexuelle Selbstbestimmung, Gleich- berechtigung der Geschlechter, Bejahung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln - so zumindest teilte es der Sprecher des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Berlin) offiziell mit. Einfach genial, diese Themenwahl, oder? Welche Überraschung - darauf konnte man natürlich als Leser niemals kommen... Wenn der Papst dann am 22. und 23. September in Berlin zu Gast ist, möchte man ihn zum Beispiel morgens früh um 6 Uhr mit einem "Kiss in" wecken - dabei küssen sich die Demonstranten, nachdem sie durch ein Trillerpfeifen-Signal dazu aufgefordert wurden. Sensationell auch, was die Giordano-Bruno-Stiftung jetzt schon enthüllt: Man wolle die Chance der medialen Öffentlichkeit des Papstbesuches nutzen, um Schwierigkeiten der Kirche, "speziell der katholischen" (von mir aus dafür schon mal 100 Gummipunkte für die korrekte Zuordnung des Papstes!), ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen (Na endlich mal, das hat bisher ja auch noch niemand getan!): "Wir haben vor, ein richtiges Vatikantribunal zu machen. Das heißt, wir wollen wirklich aufdecken, was hat denn der Vatikan in den letzten Jahrzehnten oder im letzten Jahrhundert tatsächlich verbrochen..." - so der Vorstandssprecher jener Stiftung. Na, da wird dem Papst sicher jetzt schon ganz schlecht vor lauter Angst... Um es ganz deutlich zu sagen: Im Grunde sind jene Protestierer ein ganz schwaches, unbe- deutendes Häufchen von Leuten, deren Parolen schon seit Jahren auf der Bartwickelmaschine laufen. Weil sie selbst auch wissen, wie wenig Bedeutung sie haben, können sie nur dadurch Aufmerk- samkeit erregen, indem sie sich an große Veranstaltungen der Kirche dranhängen, um dann im Windschatten der Berichterstattung auf Reporter zu hoffen, die gebetsmühlenartig über Proteste gegen den Papst berichten, mit dementsprechend wohl ausgewählten Bildausschnitten.
Man darf also gespannt sein, wie originell die Protestierer wirklich sein werden. Als Papst Paul II. vor 15 Jahren in Berlin war, reichte es gerade mal für ein Demonstratiönchen von ca. 2.000 Leuten, die sich an Originalität überboten, indem sie sich als Nonnen, Mönche oder Teufel verkleideten und sogar eine "Gegenpäpstin" ernannten. Wow!
(Fortsetzung) Man muss Prioriäten setzen. Während der Verteidigungsminister im Bundestag den Entwurf zur Aussetzung der Wehrpflicht begründete, spazierte Jürgen Trittin beispielsweise durch den Saal und plauderte angeregt und laut mit mehreren Parteifreunden. Während in Afghanistan Bundeswehr-Soldaten ihr Leben lassen, streitet man hierzulande mit Hingabe über den "Schummelbaron" bzw. über den "Plagiator". Diskussionsrunde reiht sich an Diskussions- runde, Talk-Show an Talk-Show. Quintessenz: Der böse Verteidigungsminister - hat er doch tatsächlich kräftig bei seiner Doktor-Arbeit gemogelt! - Viele Journalisten mühen sich nach Kräften, Stimmung gegen den Minister zu machen - vielleicht auch deshalb, weil sie nicht nur über ihn verärgert sind, sondern auch über die eigene Kundschaft. Wie man weiß, sind die Umfrage-Werte für Karl-Theodor zu Guttenberg nach wie vor mit ca. 70 % Zustimmung auffallend hoch. Da muss rasch eine Erklärung her, und die lautet, etwas vereinfacht ausgedrückt: Die Leute sind eben zu dumm, um die Schwere des Vergehens begreifen zu können. Sie haben keine Ahnung von den Prinzipien, die für wissenschaftliches Arbeiten gelten! Aber sind die Leserinnen und Leser wirklich so dumm, bloß weil sie anders denken, als die Meinungsmacher das gerne hätten? Mal ehrlich, Leute: Fast jeder weiß, dass so ein Doktor-Titel noch nichts über die tatsächlichen Qualitäten eines Menschen aussagt."Doktorspiele in der Politik" heißt es dann auch in einem kurzen Video >> BITTE HIER KLICKEN ! Ohne das Fehlverhalten des Herrn zu Guttenberg gutheißen zu wollen, hat sich auch in der Bevölkerung herumgesprochen, dass es eine ganze Reihe von diskreten Hilfen gibt, derer sich nicht nur manche Doktoranden gegen entsprechendes Entgelt bedienen, beispielsweise hier >> BITTE KLICKEN ! Solche Büros haben zuweilen mehr als 50 Mitarbeiter und liefern von 2.000 Euro an aufwärts alles, was das Herz begehrt. Ferner ist es auch kein Geheimnis, dass es unter den zigtausend jährlichen Doktorarbeiten viele gibt, die zwar korrekt zitiert haben, aber ansonsten nicht viel mehr sind als nette akademische Sand- kastenspiele. Beispiel: "Pädagogisch betreutes Häkeln unter besonderer Berücksichtigung des Minnegesangs im Hochmittelalter" >> BITTE KLICKEN ! Die hohe Zustimmung zum Verteidigungsminister heißt nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung Betrügereien toll findet. Aber die Mehrheit hat wohl doch den Eindruck, dass dieser Mann weiß Gott einen hohen Preis für sein Verhalten gezahlt hat, indem man ihn gnadenlos in den Medien zerrissen hat. Was jetzt ganz entgegen der Absicht seiner Gegner eintritt, ist eher ein Mitleids-Effekt: Ihr Dauer-Kritiker, lasst es jetzt auch endlich mal gut sein - der Mann hat seine Quittung bekommen, er hat sich entschuldigt, und nun sollte man vielleicht mal wieder zu wirklich wichtigen Dingen übergehen. Also, ihr Jäger, blast eure Treibjagd ab, bevor es auch für eure Zunft nur noch peinlich wird!
(Fortsetzung) Es betrifft uns heu- te mehr denn je. Schließlich leben wir doch in einer Gesellschaft, in der uns von der Politik ständig gepredigt wird, wie wichtig die persönliche Vorsorge ist, zum Beispiel zur eigenen Absicherung im Alter. Wir müssen vorsorgen, mit Kranken-Versicherungen, mit Bauspar-Verträgen, Lebensversicherungen und vielem mehr. Heimlich mag der eine oder andere deshalb bei sich denken: Da ist Jesus doch ganz schön naiv! Wir leben nun mal in einer Welt, in der wir nichts geschenkt bekommen. Es wäre geradezu unverantwortlich, auch den eigenen Kindern gegenüber, wenn man auf der faulen Haut liegen würde und andere später die Rechnung dafür präsentiert bekämen! - Nein, lieber Jesus, so geht das nicht! Wer so denkt, hat jedoch nicht gründlich genug auf Jesu Worte aufgepasst. Nirgendwo sagt Jesus, dass wir unser Erdenleben als einen einzigen großen Urlaub betrachten sollen. Im Gegenteil: wir erinnern uns an Aussagen Jesu, in denen er z.B. dem untreuen Diener vorwirft, die Talente vergraben zu haben, statt sie arbeiten zu lassen. Wir erinnern uns auch an die Arbeiter im Weinberg, die in der glühenden Hitze arbeiten mussten. Nein, Jesus will nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen und Däumchen drehen. Und die Jünger Jesu sind auch nicht nackt durch die Gegend gelaufen, sondern ordentlich gekleidet. Von Jesus selbst ist ja bestens bekannt, wie gerne er mit anderen Mahl gehalten hat, wie gerne er gefeiert hat, z.B. bei der Hochzeit zu Kana, wo er sogar auf Bitten Marias für reichlich Nachschub vom besten Wein sorgte. Nein, Jesus geht es hier um etwas anderes. Hören wir ihm zu: „Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“
Ja, genau darum geht es: wie viel wir dem himmlischen Vater wert sind, und welche Konsequenzen das hat. Weil wir Gott so viel wert sind, sorgt er für uns. Salopp gesagt: Er lässt uns nicht hängen. Auf ihn können und sollen wir uns verlassen. Und genau das ist der springende Punkt. Jesus ist nicht dagegen, für sein Alter vorzusorgen. Jesus ist nicht dagegen, sich finanziell abzusichern. Das müssen wir tun, das muss z.B. auch jede Ordensgemeinschaft tun, die für die Alters- sicherung ihrer Mitglieder Sorge tragen muss, und bisher ist deshalb auch noch keine Nonne und kein Ordensbruder verhungert. Nein, nicht das Kümmern um eine finanzielle Absicherung ist für uns Christen das Problem. Zum Problem kann werden, wie man das tut. Um was kreisen die Gedanken? Was steht in unserem eigenen Leben an erster Stelle? Jesus sagt klar, dass man ihm nur dann nachfolgen kann, wenn man Gott an die erste Stelle seines Lebens setzt, und vor allem dabei das Vertrauen auf Gott, so wie ein Kind hoffentlich seinen Eltern vertrauen kann, dass es nicht Steine statt Brot bekommt. Jesus wiederholt es eindringlich: „Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“ Ja, das tagtägliche Sorgen und die ständige Angst ist etwas, um das es typischerweise bei den Heiden geht. Sie haben nämlich eine Heidenangst. Kein Wunder, denn die Götter der Heiden sind unberechenbar und launisch, und man weiß nie, womit man diese dauerhaft gnädig stimmen kann. - Wer aber als Christ in Angst und Sorge lebt und in Gedanken ständig darum kreist, der verhält sich also genau so wie ein Heide. Ein solches Denken ist demnach eindeutig ein Rückfall ins Heidentum! Daher auch die harte Aussage Jesu im heutigen Evangelium: „ihr Kleingläubigen!“ – Gott als euer himmlischer Vater weiß doch selbstverständlich, was ihr zum Leben braucht, sagt Jesus. Im Grunde ist ein solches ständiges sich sorgen noch mehr: es ist letztlich sogar eine offensichtliche Misstrauenserklärung gegen Gott, auch wenn manchem das gar nicht so bewusst ist. Man traut Gott einfach nicht mehr zu, uns die „Speise zur rechten Zeit“ zu geben, wie es in einem Tischgebet heißt. Noch schärfer gesagt: man traut Gott eigentlich gar nichts mehr zu und man glaubt auch nicht wirklich, dass er sich um uns kümmert. Das nimmt man dann doch lieber sicherheitshalber alles selber in die Hand und schuftet dafür von morgens bis abends… Unversehens hat man sich so lang- sam aber sicher vom Christen in einen Schnäpp- chenjäger ver- wandelt, dessen Bibel die Werbe- prospekte der Discounter sind. Da ist der Schritt nicht mehr allzu weit zum raffgierigen Steuerhinterzieher und Versicherungsbetrüger. Wir erinnern uns an spektakuläre Fälle von solcher Geldgier bei einigen Spitzenmanagern. Warum machen Menschen das, obwohl sie doch schon so viel besitzen? Wann ist es bei denen endlich genug? Aber Vorsicht! Das Geld ist nicht nur bei vielen Managern zum Gegenspieler Gottes geworden, also selbst zum neuen Gott gemacht worden. Auch der Normalbürger hat schnell das Gefühl, im Leben häufig zu kurz gekommen zu sein. Doch dieser Gott des Geldes, Jesus nennt ihn „Mammon“, der ver- langt große Opfer an Zeit, große Opfer an Gesundheit, Opfer an Freiheit und Lebensfreude. Und was bringt einem dieser Gott des Geldes letztlich unterm Strich? - Jesus fragt das seine Jünger: „Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“ Da sieht man, wer hier der Realist ist! - Jesus bringt es genau auf den Punkt: Was habt ihr von all eurer übertriebenen Sorge? Was habt ihr davon, wenn ihr Gott das Sorgerecht über euch entzogen habt? Jesus gibt dann selbst die Antwort: Langfristig gesehen habt ihr gar nichts davon! - Ihr könnt euer Leben damit um keine einzige Sekunde, um keinen einzigen Atemzug verlängern. Er könnte vielleicht hinzufügen: Alles, was ihr dabei gewonnen habt, sind ein paar Euro mehr. Was ihr aber verloren habt, das ist ent- scheidend mehr, nämlich das Vertrauensverhältnis zum wahren Gott. Irgendwann wird schließlich auch für euch die Stunde kommen, wo jeder allein vor Gott steht und für seine Person Rechenschaft geben muss: War es das wirklich wert? Für alle diese tagtäglichen Sorgen gilt darum der Rat Jesu: Nimm doch die tägliche Plage nicht so furchtbar wichtig; sie kommt doch so oder so. Zerbrich dir nicht den Kopf für den lieben Gott! Quäle dich doch nicht unnötig selbst! - Bei einem Ballonfahrer würde er sagen: Wirf doch endlich Ballast ab, damit du aufsteigen kannst! Nur eines ist für Christen wirklich abso- lut vorrangig, nur eines soll bei uns an erster Stelle stehen, wie das Fundament beim Hausbau: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazu- gegeben.“ - So mahnt Jesus damals und heute. Damit meint er nicht bloß eine innere Einstellung, sondern auch ein ganz konkretes Tun. Eine andere Bibelübersetzung sagt dies noch deutlicher: „Zuerst trachtet nach dem Reich Gottes…“ - Das alte Wort „trachten“ bedeutet so viel wie: gezielt nach etwas suchen, nach etwas streben, etwas ganz intensiv tun. Wir kennen es noch z.B. in der Redewendung: „Er hat mich regelrecht traktiert…“ – Es ist also etwas ganz Energisches, ein Nicht-in-Ruhe-lassen, etwas geradezu Aufdringliches… Das Suchen nach Gottes Reich z.B. durch intensives Gebet, durch aktive christliche Nächstenliebe, durch großzügiges Spenden an Notleidende, durch Mitmachen in einer konkreten Gemeinde usw. lässt den Blick von den eigenen Sorgen wegwandern und öffnet das so Herz für Gott. Wer den Willen Gottes, das Himmelreich, in sei- nem Leben ganz bewusst an die erste Stelle setzt, von dem sagt Jesus, dass ihm alles andere von Gott dazugegeben wird. Und den darf man erfahrungsgemäß immer beim Wort nehmen… In diesem Falle sollte man doch wirklich zum Schnäppchenjäger werden, oder?
Klassentreffen: Einige Ehemalige eines Münchener Gymnasiums treffen sich alle zehn Jahre zu einem Klassentreffen. Als sie 40 Jahre sind, wollen sie zum Paulanerbräu. Warum? Der eine meint: „Weil da die Kellnerinnen so hübsch sind!“ Mit 50 überlegen sie, wo sie sich diesmal treffen, und sie ent- scheiden sich für den Paulanerbräu in München, weil da die Speisekarten mit so großer Schrift gedruckt sind. Mit 60 fällt die Wahl auf den Paulanerbräu. Warum? Weil es da auch Diät-Seniorenteller gibt. Mit 70 wählen sie den Paulanerbräu, weil der Eingang auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Als sie 80 werden, überlegen sie lange hin und her, wo sie sich dies- mal treffen sollen. Da macht einer den Vorschlag Paulanerbräu. Warum? „Weil wir da noch nie waren…!“
Ach, deshalb…! Der Pfarrer ärgert sich ständig über die schier endlosen Telefonate seiner Haushälterin, die die Leitung blockieren. Doch heute hat er Grund zur Freude: „Prima, Sie haben gerade ja nur zehn Minuten telefoniert. Wer war denn da am anderen Ende?“ – „Was weiß denn ich“, antwortet sie, „die Frau hatte sich verwählt.“
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...übersetzt
Gartenschönheit A
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