29.02.2012

Predigt 2. Fastensonntag B -- 04.3.2012

(Fortsetzung)

Das Ganze beginnt damit, dass Jesus von seinen Jüngern drei beiseite genommen hat. So steht es ausdrücklich in der Bibel. Drei von ihnen, die ihm besonders wichtig sind, nimmt er mit auf einen hohen Berg. Es sind Petrus, Jakobus und Johannes, die auch am Abend vor seinem Leiden mit ihm im Garten Getsemani wachen sollen. Wie wir wissen, versagen sie dabei allerdings kläglich, weil sie noch nicht einmal eine Stunde ausharren, ohne dabei einzuschlafen.
Heute sind die drei mit von der Partie, wenn Jesus auf den Berg Tabor geht, denn nur um diesen kann es sich hier handeln. Der Rest der Jünger muss unten warten, während die kleine Gruppe sich auf den mühsamen Weg nach oben macht.
Warum nimmt Jesus eigentlich nicht einfach alle mit?
Warum wählt er aus? - Wir wissen es nicht und können nur Vermutungen anstellen. Sicher will er nicht ungerecht sein, aber ihm liegt gewiss jetzt daran, dass das Geschehen dort oben auf dem Berg nicht gleich an die große Glocke gehängt wird. Zu ge-
waltig wird das sein, was die drei dort oben zu sehen bekommen. Das muss erst einmal verkraftet und im Kopf verarbeitet werden.
Im Evangelium heißt es dazu: „Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.“
Vergessen wir dabei nicht, was dem heutigen Text in der Bibel vorausgeht: Jesus ist auf dem Wege nach Jerusa-
lem. Seinen Jüngern hat er schon an-
gekündigt, dass er dort vieles erleiden werde, getötet werde und nach drei Tagen wieder auferstehe. Die Jün-
ger reagierten darauf verstört, und Petrus machte ihm deswegen sogar Vorwürfe, sodass Jesus ihn scharf zurechtweisen musste. Jesus belässt es jedoch nicht bei dieser Schelte; am heutigen Tag darf Petrus schon einen ersten Blick tun in das Geheimnis der Herrlichkeit des Herrn.
In der Einheitsübersetzung heißt es, dass Jesus „verwandelt“ wird. Er wird dabei in solch ein grellweißes Licht gehüllt, wie dies „kein Bleicher machen kann“. Das heißt anders ausgedrückt: einfach überirdisch und mit menschlichen Worten nicht zu be-
schreiben. In diesem Moment wird Jesus gewissermaßen ins rechte Licht gerückt, was den Jüngern jedoch glatt die Sprache verschlägt. Das Evangelium verrät uns über Petrus: „Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.“
Der griechische Originaltext spricht nicht nur von einer Ver-
wandlung Jesu, sondern von „Metamorphose“, das ist ein Hinübergehen von einem Zustand in einen ganz anderen, was uns zum Beispiel geläufig ist durch die Umwandlung der Raupe in einen Schmetterling.
So will der Text mit den begrenzten Möglich-
keiten unserer Sprache andeuten, dass hier ausnahmsweise so etwas wie ein kleiner Blick hinter die himm-
lischen Kulissen ge-
währt wird, und auch eine Vorankündigung des nachösterlichen Jesus in Macht und Herrlichkeit. Jesus ist in diesem Moment so weiß, weißer geht’s wirklich nicht – einfach umwerfend!
Natürlich findet dieses Erlebnis, noch verstärkt durch die le-
bendige Begegnung mit Mose und Elija, nicht zufällig gerade auf einem hohen Berg statt. Mose selbst ist Gott auf einem hohen Berg begegnet, auf dem
2.285 m hohen Berg Sinai.
Dort hat er von Gott die Zehn Gebote empfangen. Entsprechend der jüdischen Tradition rechnete man für das Ende der Zeiten mit der Wiederkehr des Mose auf Erden. Kein Wunder also, dass den drei Jüngern bei seinem Anblick fast der Atem stehenblieb.
Hohe, einsame Berge galten schon immer als bevorzugte Orte der Begegnung mit Gott. Sternstunden des Glaubens gelingen nur selten im Trubel und Lärm des Alltags. Der Berg verschafft erst den nötigen Abstand, der Berg verschafft Weite und Über-
blick. Die Probleme und Problemchen verlieren aus der Distanz betrachtet an Bedeutung und wirken schon fast lächerlich.
Wenn wir von jemand sagen, „er ist über den Berg“, dann wissen wir, er hat eine zumeist gesundheitliche Krise endlich über-
wunden. Er oder sie hat es endlich geschafft. Er hat wieder eine neue Perspektive für sein Leben.
Für Petrus jedenfalls ist das Erlebte so faszinierend, dass er sofort weiß: Hier sollten wir immer bleiben, immer im Lichte Gottes, gewissermaßen geschützt vor allem Ärger. Und natürlich gleichzeitig auch weit weg von all diesen
Ankündigungen Jesu über sein Leiden. Davon will Petrus nichts wissen, und das kann man ihm gut nachfühlen.
So wie es jetzt ist, so soll es bleiben, so himmlisch!
Ja, das ist unsere große Sehnsucht und nur allzu gut verständ-
lich: Wir möchten das Glück am liebsten festbinden, wir möchten die schönen Augenblicke nie vergehen lassen! - Da sollte die Zeit einfach stehenbleiben! Das große Glücksgefühl eines außer-
gewöhnlichen Moments oder die Ergriffenheit bei einem ans Herz gehenden Gottesdienst – das hätten wir gerne wie die Tages-
zeitung im frei Haus gelieferten Abonnement.
Dann wären wir auch mit einem Schlag unsere elenden Glau-
benszweifel los, dann würden wir z.B. in diesem Lichte
Gottes in allen Menschen nur das Gute sehen. Und wenn ganz viele Menschen diesen Blick ins göttliche Licht tun dürften, dann gäbe es sicher keinen Streit, keinen Hunger auf der Welt und keinen Krieg. Gott sollte am besten für alle Menschen einmal mit einer ordentlich Angst einjagenden Machtdemonstration klarstellen, dass er es ist, der auch in unserer Welt das Sagen hat. Das ist doch die Sprache, die alle verstehen!
Ach, wie wäre das schön…! - Diesen tiefen Seufzer hätte man damals sicher auch bei Petrus hören können. Seine Seele ist
hier im Lichte der göttlichen Liebe so wunderbar leicht, alles ist einfach nur seliges Glück! - Der Fischer Petrus muss nicht lange überlegen: Da sollte man jetzt praktisch denken und Jesus überreden, Jerusalem bitte einfach zu vergessen. Er kann doch auch mit Predigten und Heilungen den Menschen genug Gutes tun, wozu dann noch das schreckliche Leid und Kreuz?
Klar, einmal hat er mich ja bereits zusammengestaucht, als ich ihm das vorschlug, denkt Petrus vielleicht. Aber jetzt ist der Moment dafür sicher gut. Jesus im göttlichen Glanz, in über-
irdischer Herrlichkeit, und im Gespräch mit Mose und Elija.
Das muss doch auch für Jesus ein erhebender Moment sein!
Petrus ist ein temperamentvoller Mann der schnellen Zunge. Also platzt es einfach aus ihm heraus, ganz der praktisch denkende Handwerker. Er nutzt die vermeintliche Gunst der Stunde und stellt bei Jesus so etwas wie einen Bauantrag: „Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“
So, denkt Petrus, endlich ist es raus! Ich musste das einfach loswerden, egal, was der Chef wieder dazu sagt. Meine Meinung ist eben: Lasst uns hierbleiben für immer – diese Chance auf das ganz große Glück kriegen wir später nie wieder!
Doch, wie es scheint, hat er schon wieder kräftig daneben gegriffen. Sein Bauantrag wird noch nicht einmal beantwortet. Von Jesus gibt’s dazu einfach keinerlei Kommentar. Er ignoriert den Wunsch völlig. Das sieht wohl nicht so gut aus für Petrus…!
Doch ehe er über diese klare Abfuhr ins Grübeln gerät, gibt es doch noch eine Antwort, wie das Evangelium berichtet: „Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.“
Petrus und die anderen sind mit einem Schlag wie wachgerüttelt: Eine Wolke wirft ihren Schatten auf das ganze Geschehen, wo-
durch die grelle Helligkeit sofort verschwindet. Durch die Wolke vernehmen sie klar und deutlich Gottes Wort: „Das ist mein ge-
liebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“

Petrus fühlt sich wie aus einem schönen Traum gerissen.
Hier hat er ihn nun, den göttlichen Klartext, den er wollte.
Der fällt aber deutlich anders aus, als es zu erwarten war. Keine Machtdemonstration für die böse Menschheit, keine göttlichen Drohgebärden, sondern stattdessen nur eine präzise Information, wie sie knapper nicht ausfallen könnte. Der Vater im Himmel erklärt in einem einzigen Satz das Entscheidende der Nachfolge Christi: Erstens – dieser Jesus da ist mein geliebter Sohn, er ist der versprochene Messias! Und zweitens: Für euch ergibt sich daraus als einzige Konsequenz, dass ihr auf ihn hören sollt!
Wir merken es mal wieder: Gott drückt sich gerne klar und eindeutig aus. Da gibt es nichts misszuverstehen und herum-
zudeuteln. Deshalb witzelte der Humorist Mark Twain ja auch einmal: „Mir machen nicht die Stellen in der Bibel Sorgen, die ich nicht verstehe, sondern vielmehr diejenigen, die ich verstehe!
Das heutige Evangelium lässt für Petrus und für uns alle also keinerlei Zweifel daran, wer Jesus ist. Allerdings lässt es auch keinen Zweifel daran, was daraus für jeden Christen die logische Folgerung ist: Auf ihn sollt ihr hören!
Und dieser Jesus stellt gleich klar, dass er nichts davon hält, wenn wir Anstalten machen, uns auf dem Berg des himm-
lischen Erlebnisses wohnlich einzu-
richten. Sofort nach der göttlichen Klarstellung aus der Wolke heraus beginnt Jesus darum auch mit dem Abstieg vom Berg. Den drei Jüngern bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Außerdem gebietet er ihnen auch noch, über die ganze Angelegenheit zu schweigen, bis er von den Toten auferstanden ist.
Ja, so ist das mit unseren Bergen der Erkenntnis, mit unseren Sternstunden und mit unseren religiösen Höhenflügen! - Jesus rüttelt uns auf und signalisiert jedem unmissverständlich: Hallo, nun komm mal wieder runter! Deine Gefühle voller Seligkeit dürfen sein, um dich auf dem Weg durch den mühsamen Alltag zu stärken. Aber der Berg ist eben nicht dein Alltag. Der Berg
der Seligkeit macht dich glücklich und lässt dich ein Stück weit ahnen, wie schön der Himmel ist.
Doch jetzt bist du noch nicht im Himmel, und die Erde ist weiß Gott nicht der Himmel. Und auf dieser Erde wirst du jetzt noch gebraucht. Ich freue mich, wenn dir deine Glückseligkeit im Glauben hilft, wenn sie dir möglichst viel Kraft gibt. Aber dort kannst du auf Dauer nicht bleiben! Du musst wieder hinunter
in den mühsamen Alltag – schau, wie ich es dir vormache und höre auf mich!
Vergiss nicht, gerade in der persönlichen Vorbereitungszeit auf Ostern: Wir alle haben auf der Erde eine Aufgabe, aber die Erde ist nicht der Himmel. Und alle menschlichen Versuche, die Erde zum Himmel zu machen, sind gründlich schiefgegangen.
Hier wirst du nicht deine letzte Erfüllung finden. Alle Versuche, das Glück für immer festzuhalten, werden auf Erden garantiert scheitern. Deshalb, und nur deshalb, muss ich solche Bau-
anträge auch weiterhin leider ablehnen, und zwar wegen langfristiger Einsturzgefahr!

Predigt Eberhard Gottsmann: „Lichte Momente“
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Karl Sendker: „Vorschau“
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pastoralref. Martin Günter: „Sechs Tage danach“
>> BITTE KLICKEN !
Pfr. Walter Wimmer: Predigt (pdf): -auf der Seite nach unten scrollen!- >> BITTE KLICKEN !
Meine Predigt zum 2. Fastensonntag A 2008
>> BITTE KLICKEN !
Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Lesehilfe Kath. Bibelwerk (pdf)
>> BITTE KLICKEN !

(K)ein leerer Stuhl

Ein älterer Mann, der viele Jahre gelähmt und bettlägerig war, klagte dem Pfarrer beim Krankenbesuch, wie sehr er darunter leide, nicht richtig beten zu können. Immer werde er abgelenkt, weil er neidisch an die Gesunden denke.
Der erfahrene Priester gab ihm den Rat, sich Jesus ganz konkret in seiner Nähe vorzustellen. Um dies zu erleichtern, solle er einen leeren Stuhl ans Kopfende stellen und sich beim Beten vorstellen, Jesus säße darauf. Dieses Geheimnis solle er am besten für sich behalten.
Einige Wochen später brachte die Tochter des Kranken dem Pfarrer die traurige Nachricht, dass ihr Vater vergangene Nacht gestorben sei. Weinend erzählte sie: „Er lag so friedlich da, ja, regelrecht glücklich. Man könnte meinen, er wollte mir damit noch etwas sagen. Und etwas war ganz eigentümlich, fällt mir gerade ein: Sein Kopf lag dabei überhaupt nicht im Bett, sondern auf dem Stuhl, der neuerdings daneben steht…“

Ganz nach Wunsch: Der Gast hat ausgewählt: „Herr Ober, bringen Sie mir bitte eine Forelle!“ – „Gerne, der Herr!“
Der Gast vom Nebentisch hat zugehört und ruft: „Mir bitte auch. Aber eine frische!“ - Der Ober lautstark an die Küche: „Bitte zweimal Forelle, eine davon frisch!“


Herzliche Einladung: In der Fastenzeit bietet die Pfarrei einige Gesprächsabende an. Diese Woche steht im Pfarrbrief zu lesen: Am Dienstag um 20 Uhr im Pfarrsaal: Die sieben Todsünden – bitte nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie mit. Ihr Pfarrer.“


Sie können diese Predigtgedanken auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 15.4.2012):
- als pdf-Datei >> BITTE KLICKEN !
- als WORD-Datei >> BITTE KLICKEN !
- als Kurzfassung (pdf) >> BITTE KLICKEN !

zurück zur Hauptseite >> BITTE KLICKEN !

28.02.2012

Anonyme Internet-Hacker greifen auch den Vatikan an: Der Papst soll zurücktreten...

(Fortsetzung)

Ein paar Dutzend „Profis“ scannen mit spezieller Spionage-Software, die bei-
spielsweise im Ost-
block käuflich zu erwerben ist, die Internetseiten ihres Opfers nach Schwachstellen, in die man eindringen und Daten stehlen kann. Danach ist die betreffende Internetseite für die Einbrecher so weit offen wie ein Scheunentor.
Sie können beispielsweise andere Inhalte einschmuggeln oder mit erbeuteten Kundendaten und Passwörtern auf weitere Raubzüge gehen. Das geschah es beispielsweise kurz vor Weihnachten 2011, als man ausgerechnet online in ein US-
Sicherheitsunternehmen einbrach und bis zu 90.000 Kredit-
kartendaten rauben konnte. Manche Kreditkartenbesitzer staunten nicht schlecht, als man von ihrem Konto Abbuchungen für einen guten Zweck vornahm, z.B. 180 Dollar für das Rote Kreuz. Den Hackern ging es hier also nicht um eine persönliche Bereicherung, sondern um eine Machtdemonstration. Man wollte auch die Regierung blamieren, die gegen die Enthüllungs-
plattform „Wikileaks“ vorgegangen war.
Der Angriff auf die Vatikan-Seite verlief freilich deutlich glimpflicher
als von den Angreifern erwünscht. Sie mussten im Internet kleinlaut einräumen, nicht genügend Helfer für diesen Coup gefunden zu haben – zumin-
dest diesmal nicht.
Dabei war der Vatikan nicht zum ersten Mal ihr Ziel. So wurde 2001 die Seite von „Radio Vatikan“ geknackt und stundenlang gegen eine andere Seite ausgetauscht. Insgesamt jedoch scheint es bisher so, als habe der Vatikan sehr gute Internet-Spezia-
listen, die ständig beobachten, was sich an Angriffen gegen online-Auftritte des Vatikans tut und eventuelle Schlupflöcher schließen.
Das gelang anderen katholischen Webseiten nicht so gut, und so waren 2011 einige Bistümer und z.B. die „Katholische Aktion Österreich“ Opfer von manipulierten Seiten. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, und so erhielt die letztgenannte Seite von den Hackern sogar symbolisch einen Preis verliehen für „größtmögliche Offenheit“ – sprich: für einen schlecht gesicherten Internetauftritt.
Wie gefährlich solche Hacker-Angriffe werden können, zeigt beispielsweise der Diebstahl von rund 25.000 persönlichen
Daten aus einer österreichischen Polizei-Kartei. Die Folge:
Nun konnten Kriminelle z.B. auf die Wohnanschrift von Tausen-
den von Polizisten zugreifen – eine enorme Gefährdung der be-
troffenen Einsatzkräfte und deren Familien.
Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich u.a. auch die Kirche mit solchen digitalen Strolchen herumplagen muss.
Der „FOCUS“-Bericht >> BITTE KLICKEN !
Polizisten-Adressen gestohlen >> BITTE KLICKEN !
Hacker melden Kumpels Erfolge… >> BITTE KLICKEN !
Gefahr für die Züge der Deutschen Bahn
>> BITTE KLICKEN !

USA: Sogar FBI und Weißes Haus betroffen…



Gute Hacker und böse Hacker... (!?)


zurück zur Hauptseite >> BITTE KLICKEN !
:

27.02.2012

Übrigens, Herr Pater Heck: Jesus war kein Steyler Missionar ...

(Fortsetzung)

Diese Priester sind aber die große Ausnahme. Ich habe mich
mit der Arbeit von Räten befasst und war auch selbst PGR-Vor-
sitzender. Nach meiner Kenntnis ist es in unseren Pfarreien eher so, dass händeringend Leute gesucht werden, die mitdenken und mitanpacken. Wenn z.B. Helfer gesucht werden, die im Wohnort etwas verteilen sollen oder Kranke besuchen, dann sind es oft genug immer die gleichen „Dummen“, die sich dafür breitschla-
gen lassen. Viele Mitglieder in den Gremien haben tolle Vor-
schläge – solange es andere machen; natürlich gilt das nicht pauschal. Den Sitzungskatholizismus habe ich auch zur Genüge erlebt, bei dem – das ist jetzt auch mal einseitig! – mancherorts vor allem viel und lang geschwätzt wurde.
Mein Eindruck ist ferner der, dass es bei Konflikten zwischen Pfarrer und manchen Laien nicht automa-
tisch der Pfarrer ist, der Schwierigkeiten macht. Ich habe eine Reihe von Fällen miterlebt, in denen es den Räten sogar ge-
lungen ist, einem missliebigen Pfarrer durch intensive und an-
dauernde Beschwerden beim Ordinariat und andernorts zu
einem endgültigen Tapetenwechsel zu verhelfen.
Zu einem Konflikt gehören ohnehin immer mindestens zwei,
und ich weiß aus Erfahrungen, dass auch in der Kirche gilt: Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es auch wieder heraus. Manches wird derart penetrant debattiert, dass ein verantwort-
licher Gemeindeleiter schlaflose Nächte hat, von persönlichen Animositäten auf beiden Seiten ganz zu schweigen.
Wie Sie in meinen untenstehenden Linktipps sehen und hoffentlich auch aus eigener Erfahrung bestätigen können,
gibt es aber auch Seelsorger, die in ihren Gemeinden sehr beliebt sind und wegen der guten Zusammenarbeit ausdrücklich gelobt werden. Bewusst vergessen wird das Zweite Vatikanische Konzil von der Kirchenführung ganz gewiss nicht. Immer wieder gibt es – auch im Internet – Anstöße, an dieses anzuknüpfen. Dazu gehören auch Initiativen aus Rom, die Sie kennen dürften.
Was nun Ihre Schlussbemerkung betrifft, bin ich erstaunt:
Was wollen Sie damit ausdrücken?
Jesus gehörte nicht zum Priesterstand, klar, aber ein Steyler Missionar und Cursillo-Seelsorger war er auch nicht.
Was soll man also daraus schließen? Ist das ein Argument für eine Kirche, die nur aus Laien besteht?

Mit etwas ratlosen freundlichen Grüßen: Der Predigtgärtner

- Orginal-Artikel von Pater Heck >> BITTE KLICKEN !
- PGR freut sich über Pfarrer >> BITTE KLICKEN !
- PGR dankt für Zusammenarbeit >> BITTE KLICKEN !
- Ohne Ordensgewand: Steyler Leitung >> BITTE KLICKEN !
- Kardinal Lehmann: Wortwörtliches sorgt für Missverständnisse >> BITTE KLICKEN !
- Papst: Anzahl engagierter Laien gering >> BITTE KLICKEN !
- Ein kleines Beispiel, wo Reformer sich lieber nicht ans Konzil halten >> BITTE KLICKEN !

- zurück (PREDIGTGARTEN-Hauptseite) >> BITTE KLICKEN !

21.02.2012

Predigt 1. Fastensonntag B -- 26.2.2012

(Fortsetzung)

Niemand kann bestreiten, dass auf dieser Erde an allen Ecken und Enden dringend Hilfe be-
nötigt wird, und die MISEREOR-Kollekte der Katholiken am
5. Fastensonntag ist da ein Segen! -- Wäre es also nicht dringen-
der gewesen, dass Jesus sich nach seiner Taufe sofort in die Arbeit für das Himmelreich gestürzt hätte?
In 40 Tagen hätte er schließlich Tausende zusätzlicher Menschen mit der Frohen Botschaft erreichen können! Stattdessen begibt er sich in die Wüste, ins Risiko, in die trostlose, lebensfeindliche Einöde und damit auch noch in Lebensgefahr. Wie soll man das nur verstehen? Warum tut er sich das bloß an?
Das Wichtigste: Jesus wird vom Geist in die Wüste geschickt, und Jesus folgt diesem eindringlichen Ruf ohne Wenn und Aber. Er gehorcht und vertraut, auch wenn Ungeheures von ihm er-
wartet wird. Aus seinem Gefühl der absoluten Sicherheit in der vorher noch so anschaulich erlebten Verbindung mit dem himm-
lischen Vater wird er hinausgetrieben. Genau der Geist, der Jesus eben noch das großartige Wort des Vaters geschenkt hat, der treibt ihn nun in die Wüste.

Wüste – das heißt: Die Tage sind entsetzlich heiß, und die Nächte sind bitter kalt. Dein Körper wird durch diese Belastung ständig schmerzhaft herausgefordert. Schlimmer ist aber, dass du auf dich allein gestellt bist.
Es ist wie in einer Einzelzelle, wie in Isolationshaft. Der Tag geht überhaupt nicht herum, er scheint nie enden zu wollen. Endlos zieht sich die Zeit, ohne dass irgendetwas passiert. Das Gehirn, das stets nach neuen Informationen lechzt, bekommt nichts als nur tödliche Langeweile geboten. Immer dasselbe, stundenlang, tagelang, wochenlang.
So etwas zermürbt ungeheuer. Es entsteht eine immer stärkere seelische Müdigkeit und Lähmung, eine Art Überdruss, eine furchtbare Leere und ein Gefühl von Selbstmitleid und Re-
signation. Man zweifelt dann mit der Zeit an sich selbst:
Warum mache ich das bloß? Warum tue ich mir das an?
Warum tut Gott mir das an? Warum lässt er mich hier geistlich so vertrocknen? Womit habe ich das bloß verdient? - Ich strenge mich doch so an, aber es ist wirklich kaum noch zum Aushalten hier!
Alle möglichen bösen Gedanken überfallen mich und quälen mich immer und immer wieder! Hier in der Einsamkeit kommen solche Gedanken sogar viel öfter als früher, in der Betriebsamkeit eines normalen Alltags. Langsam aber sicher werden mir meine eigenen Schwachstellen schonungslos bewusst!
Dieses Gefühl der Trostlosigkeit zehrt ganz schrecklich an den Nerven. Immer wieder dieser tote Punkt, wo es nicht weitergeht, wo man im Gegenteil das Gefühl hat, dass alles einfach nur sinnlos ist. Viele einsam lebenden Mönche, Eremiten und Heilige haben über diese Qualen berichtet. Sie haben sich zwar von der Welt zurück-
gezogen, um in der Anbetung zu leben, aber allzuoft hat sie gerade dort die Welt in Form der Versuchung gesucht und gefunden.
Die Wüste, die Einsamkeit, ist alles andere als eine Auszeit.
Die Wüste ist in Wirklichkeit eine ganz harte Schule der Wahrheit. In der Wüste wird Klarheit geschaffen, da wird geistliche Spreu vom Weizen getrennt. Da kann man sich nichts mehr in die Tasche lügen. Alles Scheinheilige und Oberflächliche wird gnadenlos hinweggefegt.
Gott lässt die Versuchung aber zu, bei den Einsiedlermönchen und auch bei Jesus. Da ist nichts mehr mit Sprüchen wie
„Nun reiß dich mal am Riemen!“ oder „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“. Der Schmerz, die Seelenpein, wird kommen und dich quälen. Und die Versuchung des Teufels, der dir immer und immer wieder einzufüstern versucht:
„Mach es dir doch nicht so schwer! Wozu plagst du dich immer wieder? Du siehst doch, dass das alles gar nichts bringt!“ - So und so ähnlich sind sie, die Sticheleien des großen Lügners und Durcheinanderwerfers.
So will er diejenigen zu fassen kriegen, die in der Wüste ange-
kommen sind, freiwillig oder vom Schicksal aufgenötigt.
Jesus stellt sich der Herausforderung der Wüste. Für ihn und alle, die in der Wüste ihres Lebens tapfer ausharren, ist diese schier endlos wirkende Zeit äußerst wichtig. Wenn der Teufel
jetzt Jesus versucht, dann will er herausfinden, ob dieser wirklich der Sohn Gottes ist, dessen Speise es ist, den Willen des himmlischen Vaters zu tun. Wenn der Teufel den Mönch und Einsiedler versucht, will er herausbekommen, wie weit dieser schon mit Gottes Hilfe Herr über sich und seine Antriebe ist.
Wie weit hat er schon die Demut gelernt, auf jeden Fall in seiner kleinen Zelle auszuharren und den aufdringlichen Flucht-
gedanken zu widersagen?
Und wenn der Teufel jeden Christen ver-
sucht, dann will er herausbekommen, wieviel der bereit ist, für seinen Glauben zu investieren und wie stark der dabei schon geworden ist. Immer flüstert der Satan dem Menschen ein, der in seiner Wüste eigentlich ausharren will: „Sei doch nicht so dumm, auf ein schönes Leben zu verzichten! Hau einfach ab, lass hier alles stehen und liegen! Quäle dich doch nicht unnötig, das dankt dir doch sowieso niemand!“
Bei dieser Strategie werden Verzicht und Opfer als etwas Tö-
richtes hingestellt. Das teuflische Motto gilt: Wirf doch einfach über Bord, was dir im Wege steht! Mach kaputt, was dich kaputt macht!
Wenn deine Ehe nicht so funktioniert, wie du dir das wünschst: Lass dich doch scheiden – andere machen es doch auch so!
Wenn das kirchliche Bodenpersonal mal wieder einen Bock geschossen hat, was selbstverständlich extrem selten vorkommt …: Tritt doch einfach aus dem Laden aus und spar dir den Ärger und die Kirchensteuer!
Wenn es in der Pfarrgemeinde nicht so recht vorangeht und die Erfolgsbilanz nicht so glänzt wie
bei den kirchlichen Nachbarn: Gebt doch einfach z.B. den frustrierenden umfangreichen Firmunterricht auf und macht nur ein paar Schmalspur-Angebote, ein paar nette, bunte Probier-Häppchen des Glaubens. Das schont eure Zeit und Kraft und peppt trotzdem die Statistik eurer Pfarrgemeinde auf!
Ihr Pfarrer und Mitarbeiter, tut euch die viele Arbeit doch nicht an – das habt ihr doch gar nicht nötig!
Was nach solchen Appellen passiert, die im Dauerbeschuss auf uns alle herniederprasseln, das bekommen wir ständig mit trau-
rigen Statistiken z.B. von sinkenden Priesterzahlen, Kloster-
austritten und Ehescheidungen vorgeführt. Jeder der dort Betroffenen hat für sich resigniert, sieht es als sinnlos an, sich weiter gegen alle scheinbare Vernunft anzustrengen.
Doch genau das lehrt uns die Wüste: Ihr Lerneffekt heißt:
Renne bitte nicht weg! Halte aus! Stürze dich nicht in Ablenkung und Resignation! Aber decke den Mangel auch nicht mit zeit-
weiligem Aktionismus zu! – Bleibe geduldig, wo du bist!
Wenn du ausharrst, wenn du irgendwann wirklich zur Ruhe kommst, dann wirst du etwas bemerken, was du schon vom Wasser kennst:
So lange darin z.B. von einem Steinwurf in den See noch Wellen sind, kannst du nicht auf den Grund sehen. Erst wenn das Wasser ganz zur Ruhe kommt, erst wenn auch der aufgewirbelte Dreck sich wieder vollständig abgesetzt hat, dann kannst du auch sehen, was sich da alles im Wasser spiegelt.
Doch all dies ist wie beim Fasten in der Fastenzeit nicht eine Angelegenheit für finstere Mienen und heldenhafte Durchhalte-Parolen nach dem Motto: „So, nun benimm dich wenigstens mal eine Zeitlang!“ Es geht eben nicht darum, die Zähne zusammen-
zubeißen, sondern das Herz zu öffnen.
Diese Offenherzigkeit ist nötig, damit Gott Platz in diesem Herzen finden kann. Einen Platz, der erst einmal freigeräumt werden muss. Da muss erst einmal entrümpelt werden. Da muss man sich von manchem trennen, an das man sich doch so gewöhnt hat, einschließlich der so lange gepflegten Vorurteile.
So lange da im Menschen noch diverse wilde Tiere herumtoben, das Kommando in ihm übernommen haben und zu allem Über-
fluss auch noch immer wieder reichlich gefüttert werden, so lange wird einfach keine Ruhe einkehren.
Offenherzigkeit heißt, sich offen vor Gott hinzustellen: Ja, Herr,
in mir ist Wüste! Schau sie dir an, meine vielen Verwüstungen, meine trostlosen Steppen, meine gesammelten persönlichen Katastrophen und Pleiten – ach, ich könnte Bücher damit füllen!
Schau sie dir an, unsere Beziehungswüsten, unsere qualvollen Verletzungen, unsere Heucheleien und Schönfärbereien, unsere überspielten Hilflosigkeiten, unsere Resignation, unseren Stolz und unsere Feigheit, unsere tägliche Auflehnung gegen dich und deine Barmherzigkeit.
Die wilden Tiere werden nicht verschwinden. Auch Jesus hat in der Wüste mit ihnen gelebt, sagt das heutige Evangelium. Doch die wilden Tiere können dazu gebracht werden, einem nichts anzuhaben. In der Wüste kann man lernen, mit seinen wilden Tieren zu leben. Man kann sie kennenlernen und man kann ihnen aus dem Weg gehen. Man lernt ihre Gewohnheiten besser ken-
nen und weiß, wann sie besonders munter sind. Man bekommt Respekt vor ihnen, aber man muss nicht vor ihnen davonlaufen.
Die wilden Tiere sind in der Wüste, und jeder von uns ist in der Wüste, der eine mehr, der an-
dere weniger lang und heftig. Die Wüste ist eine Schule, sie ist
ein Trainingslager.
Die Wüste hat ihre Berechtigung, auch wenn manch einer das nicht sieht, solange er leidend darin hockt. Steckt man gerade mitten in seiner Wüste, dann sieht man zuallererst natürlich nur den Mangel, den schmerzlichen Mangel an allem, und die Frage kommt mit Sicherheit: Warum gerade ich? Was habe ich nur verbrochen?
Eine Redewendung sagt: Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. So ist es auch bei der Frage nach meiner persönlichen Wüste, in der ich vielleicht schon zu verdorren drohe und mir völlig gottverlassen vorkomme. Die Frage etwa: „Warum gerade ich?“ darf man schon stellen. Ja, es wäre sogar schlimm, wenn man sie nicht stellen würde. Dann nämlich hätte man schon komplett aufgegeben. Aber warum gerade ich? Warum muss mir das passieren?
In einer Predigt ist nicht genug Zeit, um ein Thema zu bewäl-
tigen, über das Dutzende kluger Theologen ebenso kluge Bücher geschrieben haben, die Frage nach dem letzten Sinn des Leidens. Aber einen Denkanstoß kann die Predigt liefern:
Wir alle wissen, was eine Schutz-Impfung ist. Eine für die Gesundheit wirklich gefährliche Substanz wird dem Körper in einer solchen Dosis zugeführt, die er gerade noch verkraften kann. Das Immunsystem nimmt den Kampf gegen den krankmachenden Eindringling auf und gewinnt ihn nach einer Weile, weil es geeignete Abwehrstoffe dagegen bildet. Dabei kann es durchaus zu hohem Fieber, Zerschlagen-
heit und anderen Krankheitsanzeichen kommen. Doch es entsteht bald eine gute, funktionierende Immunabwehr gegen den Feind.
Die meisten dieser Schutzimpfungen müssen dennoch von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden, damit der Impfschutz weiterhin leistungsfähig bleibt. Wer dagegen gar nicht geimpft ist und dann von einem bedrohlichen Krankheitserreger heimgesucht wird, der kann dies mit dauerhaften körperlichen Schäden oder sogar mit dem Leben bezahlen.
Jesus ging gestärkt aus der Wüste hervor, weil er der Versu-
chung durch den Satan erfolgreich widerstand. Der Kampf in der Wüste hatte ihn eben nicht geschwächt, sondern hatte ihm gewissermaßen die besten Abwehrstoffe geliefert. Sogar die Engel dienten ihm, heißt es im Evangelium. Der lebensbe-
drohliche Krankheitserreger namens Satan wurde im Laufe der 40 Tage endgültig besiegt.
Die Einsiedler-Mönche und auch wir alle leben in einer Welt, in der wir immer wieder den Angriffen des Bösen ausgesetzt sind. Da ist es gut, im Trainingslager der Wüste eine Schutzimpfung bekommen zu haben, auch wenn diese schwer zu verstehen und schwer zu bewältigen ist. Wir Christen sind hoffentlich nicht nur in der Fastenzeit, die eine lange Vorbereitung auf das Osterfest ist, ganz hellwach. Wir bereiten uns hoffentlich gut vor auf unsere Wüsten und deren Gefahren.
Rüsten wir uns gut aus, um gewappnet zu sein, wenn wir in die Wüste geschickt werden. Viele Men-
schen leben dagegen heute wie die beiden Fallschirmspringer, die aus 3000 Meter Höhe abspringen und erst unterwegs mer-
ken, dass sie ihre Fallschirme im Flugzeug vergessen haben.
In nur noch 100 Meter Höhe tröstet der eine den anderen:
„Siehst du, kein Grund zur Sorge. Bis jetzt hat doch alles prima geklappt!“…

Predigt Thomas Heck, Steyler Missionar
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pater Lothar Janek, Steyler Missionar
>> BITTE KLICKEN !

Prof. Dr. Jozef Niewiadomski, Innsbruck: Die Kirche wird in die Wüste geschickt >> BITTE KLICKEN !
Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Meine Gedanken zum 1.Fastensonntag A , 2011
>> BITTE KLICKEN !
Meine Linktipps zur Fastenzeit 2012
>> BITTE KLICKEN !
Aufruf der deutschen Bischöfe zur MISEREOR-Fastenaktion (pdf) >> BITTE KLICKEN !
Fastenhirtenbrief Erzbischof Zollitsch, Freiburg (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Film „Die grosse Stille“ >> BITTE KLICKEN !
Erfahrungs-Reise „Eremit auf Zeit“ am Sinai
>> BITTE KLICKEN !
Wege erwachsenen Glaubens: Unterwegs nach Emmaus
>> BITTE KLICKEN !



Wie man Frösche kocht

Warum ist eine schlechte Gewohnheit so gefährlich? -- Ein Blick in die asiatische Küche soll es verdeutlichen: Wirft man einen Frosch in einen Topf mit heißem Wasser, springt er umgehend wieder heraus. Setzt man den gleichen Frosch aber in wohl-
temperiertes Wasser und erhöht nur ganz langsam die Tempe-
ratur, fühlt das Tier sich wohl und genießt die Wärme, ohne die ihm drohende Gefahr zu bemerken. Allmählich macht der Frosch dann aber schlapp und läßt sich kochen, bis er tot ist.

„Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung…“
(Oscar Wilde)


Wer zuletzt lacht… : Hochbetrieb im Flughafen beim Last-Minute-Schalter. Endlich kommt Herr Müller an die Reihe, ein schrecklich auf-geblasener Wichtigtuer und Stinkstiefel. Er mäkelt aber auch an allem herum: Der Preis ist zu hoch, die Fluggesellschaft nicht seriös, der für ihn vorgesehene Sitzplatz ungünstig usw. usw. … So dauert die Abfertigung etwas länger. Die Dame am Schalter bleibt sogar ganz gelassen, als er sie mit „Lahme Ente“ be-
schimpft. Endlich ist die Buchung erledigt, und der nächste Fluggast ist dran. Der kann sich nicht beherrschen und meint
zu ihr: „Ehrlich gesagt, ich bewundere Ihre Ruhe! Wohin fliegt denn dieser Flegel?“ Die Dame grinst jetzt: „Der Flegel fliegt nach Thailand, und seine Koffer nach Miami…!“


Wie du mir… Zwei ehemalige Klassenkameraden treffen sich nach 40 Jahren zufällig am Kölner Hauptbahnhof. Beide haben es zu etwas gebracht: Einer ist General bei der Bundeswehr geworden, und der andere Kardinal. Wie sich das gehört, stehen die zwei in voller Dienstkleidung da. Doch die beiden haben sich ihre gründliche Abneigung aus der Schulzeit offenbar gut be-
wahrt, und so frotzelt der Kardinal: „Ach, verzeihen Sie, Herr Bahnhofsvorsteher, wann fährt denn bitte der nächste Zug nach München?“ - Der General blickt erst ziemlich missvergnügt auf den Kardinal, doch dann lächelt er und meint: „Wollen Sie in Ihrem Zustand wirklich noch verreisen, gnädige Frau…?“


Diese Predigtgedanken können Sie auch selbst herunterladen
(der Link funktioniert mindestens bis ca. 1.4.2012):
- als pdf-Datei >> BITTE KLICKEN !
- als WORD-Datei >> BITTE KLICKEN !
- als Kurzfassung (pdf) >> BITTE KLICKEN !

zurück zur PREDIGTGARTEN-Hauptseite
>> BITTE KLICKEN !
: