31.08.2008

Computersicherheit: Das größte Risiko sitzt vor dem Bildschirm

(Fortsetzung)

2.) Anti-Spyware-Programme:

Lassen Sie Ihren Computer nicht ausspionieren durch heimliche Installation von Programmen, die Daten weitergeben oder sogar das Kommando über Ihren PC übernehmen können!

Kostenlos, aber recht gut: "ad-aware"
>> RECHTSKLICK!

Eine gute Ergänzung dazu ist „spybot search & destroy“: >> RECHTSKLICK!

Von Microsoft gibt’s zusätzlich ein kostenloses Programm mit „Echtzeit“-Schutz, den "Defender":
>> RECHTSKLICK!

Die genannten Programme vertragen sich normalerweise gut miteinander und ergänzen sich, denn jedes hat natürlich seine Stärken und Schwächen, also sollte man alle drei nutzen.
Der beste Schutz ist auch hier ein gesundes Misstrauen beim Surfen im Internet. Manche angeblich kostenlose Software, manches Foto oder Video, ja sogar manche Internetseite ist so präpariert, dass einem schnell ein Schädling ins Haus geliefert wird.
Auch bei den Anti-Spyware-Programmen gilt: Für das wichtige Update der neuesten Aufspür-Dateien und ab und zu den Gesamtcheck des Systems muss jeder selbst sorgen, und da hapert es leider oft…

3.) Ihr Internet-Browser:

Ob „Internet-Explorer“ oder „Firefox“ (meine Leser nutzen zu 56 % den Firefox): diese Programme, die ein Durchstöbern des Internets erst möglich machen, sind auch häufiges Ziel von Angriffen. Daher ist auch hier von Zeit zu Zeit eine Aktualisierung anzuraten, denn alle paar Monate gibt’s eine verbesserte Version.
Den „Internet-Explorer“ und den „Firefox“ kann man auch nebeneinander auf dem Computer installieren. Beim Surfen muss man sich allerdings von Fall zu Fall für einen der beiden entscheiden. Der Vorteil, wenn man beide hat:
Manche Seiten sehen nur in einem der beiden Browser besser und fehlerfrei aus (bei meinem „Predigtgarten“ ist dies der „Firefox“). In puncto Sicherheit und persönlichen Einstell-Möglich-keiten hat der „Firefox“ derzeit wohl die Nase vorn…

4.) Gefährliche E-Mails:

Immer noch eine besonders beliebte Methode, Computer zu verseuchen: Präparierte E-Mails!
Da gibt es diverse Tricks. Sogar Absender-
Adressen werden geschickt gefälscht. Besonders gefürchtet sind E-Mail-Anhänge, die beim Öffnen ein Schadprogramm installieren. Man sollte daher nur solche Anhänge öffnen, denen man wirklich vertrauen kann.
Gerne werden z.B. lustige Fotos von Bekannten weitergereicht, die sich später als gar nicht lustig herausstellen…
Ein bekannter Trick ist auch eine angeblich nicht zustellbare Mail, die „zurück“ kommt oder die angebliche Grußkarte. Und natürlich verschickt weder Ihre Bank noch Microsoft E-Mails mit anklickbaren Sicherheits-Updates… (Siehe auch Linktipps)

5.) Datensicherung:

Ein ganz großer Schwachpunkt! Eine Unachtsamkeit, und schon ist eine wichtige Datei gelöscht, von System-Abstürzen und einem Schaden an der Festplatte des Computers ganz zu schweigen… Experten geben daher drei Grundregeln an, um böse Überraschungen zu vermeiden: 1.) Daten sichern, 2.) Daten sichern, 3.) Daten sichern…! Weil, wie Wilhelm Busch schon wusste:
Stets findet Überraschung statt dort, wo man’s nicht erwartet hat!

Für Word-Dateien gibt es ein bewährtes kleines Programm
(natürlich bei mir auch im Einsatz), das eine identische Kopie jeder Word-Datei anlegt: „Smart Tools Auto-Backup“ >> RECHTSKLICK!
Von Zeit zu Zeit muss man da natürlich entrümpeln, sonst haben Sie bald alle Dateien der letzten Jahre doppelt…

Für die Daten-
sicherung gibt es ver-
schiedene Methoden. Jede hat ihre Vor- und Nachteile und ihre „Fan-
Gemeinde“. Es gibt Backup-
Programme, die dies erledigen, ferner käufliche automatische online-Backups, bei denen man sich um nichts zu kümmern braucht wie z.B. „Carbonite“ für 49,95 Euro jährlich, und natürlich das Speichern auf eine externe Festplatte. Das sollte man allerdings nicht vergessen. Wie bei allen anderen Sicherheitsmaßnahmen ist da ein kleiner Erinnerungs-Zettel am Bildschirm eine einfache, aber wirkungsvolle Methode.
"Carbonite" 2 Wochen kostenlos testen: >> RECHTSKLICK!
Das erste online-backup kann durchaus 10 und mehr Stunden dauern (z.B. nachts laufen lassen!), danach immer nur wenige Minuten, nebenbei im Hintergrund laufend.

6.) Linktipps zur Computer-Sicherheit:

Da hier nicht der Ort ist, das Thema ausführlich zu behandeln, verweise ich auf empfehlenswerte Internetseiten, die dies tun:

a) Bundesamt für Sicherheit:
http://www.bsi-fuer-buerger.de/viren/index.htm

b) Sicherheits-Newsletter dieses Amtes:
https://www.buerger-cert.de/abonnieren.aspx

c) Sicherheits-Check und viele Tipps:
https://www.sicher-im-netz.de/privatnutzer/201.aspx

d) Sicherheits-Infos von „klicksafe“:
http://www.klicksafe.de/schmutz/viren.php

e) „Heise“-Security: Browser-Check und Tipps:
http://www.heise.de/security/dienste/browsercheck/

f) PC-Tipps zum download (Pax-Bank):
http://www.paxbank.de/fuer-private/downloads-publikationen/pc-tipps-kleine-helferlein.html

g) Umfangreiche Sicherheits-Linksammlung:
http://www.internetfallen.de/Links/links.html

Alle PC-Tipps und Links nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr!

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27.08.2008

22.Sonntag im Jahreskreis A - 31.8.2008


(Fortsetzung)

Im zweiten Teil des heutigen Evangeliums nutzt Jesus als Meister das gerade Geschehene sofort zur Belehrung seiner Schüler: „Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“
Jesus richtet dieses deutliche Wort nicht an das ganze Volk. Es geht an die Adresse derer, die sich für ihn entschieden haben.
„Wer mein Jünger sein will…“, sagt Jesus. Gott zwingt niemanden dazu. Er lässt uns den Willen, die Freiheit. Entscheiden muss jeder selbst. Die Versuchung aber trifft nicht nur Jesus und Petrus, sie trifft uns alle.

Eine der größten Versuchungen ist es, dass wir wie die Jünger damals zwar bei der Auferstehung gerne dabei sein wollen, beim Kreuz aber bitte nicht. Wir alle wissen: Das Kreuz ist schmerzhaft. Seine Last drückt sich oft tief in unser Fleisch und unsere Seele ein. Da schreit natürlich niemand „Hurra!“

Viele Kreuze gibt es, die auf der Erde getragen werden. Das Kreuz körperlicher oder seelischer Leiden ist allgegenwärtig. Wie viele Menschen sind schwer erkrankt, oft auch noch mit großen Schmerzen! Das Kreuz, von den eigenen Kindern nicht verstanden zu werden oder gar vom Ehepartner: viele kennen dies. Das Kreuz, in ein Altenheim entsorgt zu werden: bei uns in Europa schon Normalität, während man z.B. in Afrika nur fassungslos den Kopf darüber schüttelt.
Das Kreuz, das Nötigste zum Leben nicht zu haben und am Abend nicht zu wissen, wie man die
Kinder am nächsten Tag satt bekommt: Hunderttausende tragen es und müssen dabei immer neu gegen die Verzweiflung ankämpfen.
Viele, viele Kreuze gibt es.
Die Leute früher sagten dazu: „Unter jedem Dach ein Ach!“ - Nicht jedes Kreuz macht sich laut bemerkbar. Viele werden still ge- und ertragen. Manche werden auch schamhaft versteckt, auch bei den oberen Zehntausend. Wie viele Kreuze auch beim ewigen Einerlei, bei der täglichen erschöpfenden Routine, dem nie endenden Berg an Arbeit, wie in einem Hamsterrad.
Das Kreuz der Benachteiligung und der Verfolgung haben viele Christen zu tragen, bis hin zu Folter und Tod in einigen Ländern dieser Erde. Wer bei uns heute als Jugendlicher „gesteht“, dass er Messdiener ist, kann des Spottes seiner Mitschüler sicher sein.

Alles Leiden kostet uns viel Kraft. Es geht an die Substanz. Die schöne heile Glitzerwelt hat einen tiefen Riss. Viele moderne Menschen empfinden jede Art von Leid als bösartige Sabotage an ihrem Recht auf ein schönes, sorgenfreies Leben. Bitte nicht stören!
Jesus jedoch ist da auch ganz präzise in seiner Aussage für alle, die ihm nachfolgen wollen: So bitte nicht! „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Er packt hier gleich drei wichtige Aussagen in einen einzigen Satz: Die erste: „der verleugne sich selbst“.
Leugnen heißt abstreiten, zurückweisen, widerrufen. Wer sich in diesem Sinne selbst verleugnet, der weist seinen eigenen Lebenstraum, seine eigenen Wünsche an das große Glück in die nötigen Schranken. Er lässt seinen Egoismus nicht wuchern wie unkontrolliertes Unkraut.
Auch er wird ständig von allem Möglichen in Versuchung geführt, heutzutage mehr als in früheren Zeiten. Auch ein Christ kann kaum verhindern, dass sich der Vogel der Versuchung auf seinen Kopf setzt. Aber er kann und muss verhindern, dass der sich dort ein Nest baut!
Wer Christus ernsthaft nachfolgen will, kann nicht gleichzeitig in die ent
gegengesetzte Richtung laufen. Der Christ lehnt das Schöne und Angenehme im Leben nicht ab, ganz im Gegenteil: er ist Gott von Herzen dankbar dafür. Er lässt aber militärisch gesprochen nichts davon zum Kommandanten über sein Leben werden. In der Taufe und bei jedem Kreuzzeichen bekennt der Christ sich dazu, dass es für ihn nur einen einzigen Herren geben kann: Jesus Christus.
Sich selbst verleugnen heißt also nicht, dass man nur noch im Büßergewand herumrennen muss, mit doppelter Portion Asche auf dem Haupt. Sich selbst verleugnen heißt: Gott die Ehre erweisen, die ihm gebührt.
Und ernst nehmen, was da im Vaterunser immer aus unserem Mund kommt: „Dein Wille geschehe…“

Die zweite wichtige Aussage Jesu in diesem Satz: „der…nehme sein Kreuz auf sich“ :
Also kein Ausweichmanöver, wie Petrus es in guter Absicht vorschlägt. Nicht nur Jesus Christus geht seinen Weg durch das Leid, auch im zeitweiligen Gefühl der Gottverlassenheit. Wer ihm nachfolgt, darf vor dem Leid keine Tricks und Eiertänze probieren. Jesus liest uns hier das im Geschäftsleben gerne Kleingedruckte laut vor: Auf jeden kommt sein spezielles Kreuz zu, früher oder später, größer oder kleiner.
Jesus sagt: Stehe tapfer dazu! Nimm dein persönliches Kreuz auf dich, wie ich mein Kreuz auf mich genommen habe! Du hast Anteil an meinem Kreuz, und du hast Anteil an meiner Auferstehung!

Sage nicht wie Petrus: Das darf nicht geschehen! Hilf mir lieber beim Kreuztragen!
Beim Evangelisten Lukas (9,23) heißt es noch deutlicher, dass jeder „täglich“ sein Kreuz auf sich nehmen muss, also Tag für Tag.
Jeder Tag hat seinen Schmerz. Jeden Tag gibt es auf dieser Erde viel zu viele Kreuze. Hilf beim Tragen, damit die Last der Leid-Tragenden geringer wird. Wenn du mich, deinen Herrn, wirklich liebst, wie du sagst, wird dir das ein Stück leichter fallen. Verkünde wie eine Glocke, die laut läutet, durch dein tätiges Beispiel deinen Glauben. Mach es nicht wie die wort-
gewandten Schriftgelehrten, die sich aus allem herausreden, sondern lass Taten sprechen!

Die letzte wichtige Aussage Jesu aus seinem Satz zum Schluss:
Jesus sagt nicht nur: „der nehme sein Kreuz auf sich“, sondern es geht weiter mit: „und folge mir nach.“
Vielleicht werden Sie denken: Was soll daran Besonderes sein? Jeder soll eben sein Kreuz tragen. -
Nein, das „und folge mir nach“ ist ganz, ganz entscheidend! Erinnern Sie sich daran, dass die Jünger Jesu hinter ihrem Meister hergingen, wie es üblich war? So soll auch jeder von uns ihm nachfolgen.
Das aber heißt nichts anderes als: Ich gehe nicht allein, auch nicht in meinem Schmerz, mit meinem Leid. Um mich herum sind die anderen, die ebenfalls mit ihm gehen. Aber das Allerbeste ist doch:
Man kann nur jemand nachfolgen, wenn einer vor einem geht, der einen führt, der einem den Weg zeigt, der einen nicht im Stich lässt, der einen ans Ziel dieser Wanderung bringt.
Das dürfen wir nie vergessen, Sie und ich: Wenn wir über den dunklen Schatten unseres Kreuzes hinaus schauen, dann sehen wir ihn, unseren Meister. Er geht direkt vor uns beiden! Achten wir nur ja darauf, dass wir mit ihm immer in Verbindung bleiben! Bleiben wir ihm dicht auf den Fersen. Er bringt uns sicher heim. Amen.


Verfolgte Christen weltweit: Karte, Infos >> Rechtsklick!
Warum lässt Gott das Leid zu? >> Rechtsklick!
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Der Berg der Kreuze in Litauen >> Rechtsklick!
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60 Jahre "Tagespost" - Glückwunsch! >> Rechtsklick!

Vorsitzender: "Erkennen Sie in dem Angeklagten den Mann wieder, der Ihnen Ihr Auto gestohlen hat?" Zögert der Zeuge: "Nach der Rede des Herrn Verteidigers bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt jemals ein Auto besessen habe."

Eine Blondine zur anderen: Dieses Jahr fällt Weihnachten auf einen
Freitag. Sagt die andere: Hoffentlich nicht auf einen 13.! --
Zwei Blondinen unterhalten sich. Ich habe gestern einen
Schwangerschaftstest gemacht, sagt die eine. Die andere fragt
entsetzt: "Und, waren die Fragen schwierig?"

Wenig rücksichtsvoll war die Mutter des (späteren großen) Theologen Origenes (185 – 253/254). Als sein Vater bei der Christenverfolgung getötet wurde, wollte der Sohn ihm in den Märtyrertod nachfolgen.
Doch die Mutter griff beherzt ein und stahl ihm seine Hose, sodass er nicht das Haus verlassen konnte, - und Origenes lebte weiter und wurde ein bedeutender (wenn auch umstrittener) Kirchenmann.
http://www.theology.de/theologie/theologen/origenes.php


Meine Last ist zu schwer

Ein Mann war mit seinem Los unzufrieden und fand seine Lebenslast zu schwer. Er ging zu Gott und beklagte sich darüber, dass sein Kreuz nicht zu bewältigen sei.
Gott schenkte ihm einen Traum: Der Mann kam in einen Raum, wo alle Kreuze der Menschheit herumlagen. Eine Stimme befahl ihm, er möchte sich das Kreuz aussuchen, das seiner Meinung nach für ihn passend und
erträglich wäre.
Der Mann ging suchend und prüfend umher. Er versuchte ein Kreuz nach dem anderen. Einige waren zu schwer, andere zu kantig und unbequem, ein goldenes leuchtete zwar, war aber untragbar. Er hob dieses und probierte jenes Kreuz. Keines wollte ihm passen.
Schließlich untersuchte er noch einmal alle Kreuze und fand endlich eines, das ihm passend und von allen das erträglichste schien. Er nahm es und ging damit zu Gott. Da erst drehte er es auf die Rückseite und las dort seinen Namen. Jetzt erkannte er, dass es genau sein Lebenskreuz war, das er bisher so unzufrieden abgelehnt hatte. - Als er wieder erwacht war, nahm er dankbar seine Lebenslast auf sich und klagte nie mehr darüber, dass sein Kreuz zu schwer für ihn sei.

Nur für heute
NUR FÜR HEUTE werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
NUR FÜR HEUTE werde ich mich den Gegebenheiten anpassen, ohne zu verlangen, dass sich die Gegebenheiten an meine Wünsche anpassen.
NUR FÜR HEUTE werde ich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe.
NUR FÜR HEUTE werde ich nicht danach streben, die anderen zu kritisieren oder zu verbessern - nur mich selbst.
NUR FÜR HEUTE werde ich eine gute Tat vollbringen.
NUR FÜR HEUTE werde ich zehn Minuten meiner Zeit einem guten Buch widmen.
NUR FÜR HEUTE werde ich keine Angst haben.
NUR FÜR HEUTE werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen.
Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: Vor der Hetze und der Unentschlossenheit.
NUR FÜR HEUTE werde ich glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten - dass Gott für mich da ist, als gäbe es sonst niemand auf der Welt.
Ich will mich nicht entmutigen lassen durch den Gedanken, ich müsste dies alles mein ganzes Leben lang durchhalten.
HEUTE ist es mir gegeben, das Gute während zwölf Stunden zu wirken.

Nach Johannes XXlll., "Dekalog der Gelassenheit"

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Vorschau: Am kommenden Montag,1.Sept.:

In der Reihe "PC-Tipps":
Sicherheit - das größte Risiko sitzt vor dem Bildschirm!

Der Predigtgarten hat übrigens ab und zu Besuch von anderen Predigtschreibern - siehe die Linktipps!

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20.08.2008

21.Sonntag im Jahreskreis A - 24.08.2008


(Fortsetzung)

Jesus will nicht wissen, was „man“ von ihm hält. Seine Jünger sollte das auch nicht wirklich interessieren. Deshalb formuliert Jesus so klar abgrenzend:
„Ihr aber…“
Das „aber“ signalisiert schon den Unterschied zur Meinung der anderen. Mit der Doppelfrage will Jesus gerade dies herausstellen. Nicht, was die Leute so daherreden, ist für einen Jünger Jesu von Bedeutung. Jünger Jesu kommen gar nicht drum herum, sich vom dummen Geschwätz anderer abzugrenzen. Das ist wie in der Musik: Wer ein anderes Lied spielen will, kann nicht die selben Noten benutzen.

Das Evangelium erzählt, dass nur einer von den Jüngern sofort und auf der Stelle Farbe bekennt, während die anderen mit ihrer Antwort noch abwarten. „Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Da ist sie wieder, die spontane, schnelle, mutige Reaktion des Petrus, die wir schon kennen. Er fackelt nicht lange. Er windet sich nicht heraus. Petrus bezieht klar Stellung. Da gibt es keinen Interpretations-Spielraum. Jesus ist der Messias, auf den das Volk Israel schon so lange gewartet hat. Er ist es, der ersehnte Erlöser und Sohn des lebendigen Gottes, in dem Gott selbst zu uns spricht. Er, und kein anderer. Basta!

Die Reaktion folgt prompt: „Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“
Diese Aussage Jesu ist von großer Bedeutung, denn sie stellt klar, dass der Fischer Petrus nicht wegen seiner Klugheit oder anderer Talente solch ein Bekenntnis ablegt, sondern durch eine Eingebung, durch eine Hilfeleistung Gottes.
Dementsprechend preist Jesus ihn nicht wegen der korrekten Antwort auf eine theologische Prüfungsfrage selig, sondern weil der Vater im Himmel ihn zu dieser Aussage geführt hat.

Dann folgt die Konsequenz Jesu daraus: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“
Jetzt erst spricht Jesus ihn mit seinem neuen Namen an. Jetzt erst ist er wirklich Petrus, der Fels. Da Petrus sich in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes befindet, kann Jesus auf ihm seine Kirche bauen. Die Mächte der Unterwelt kämpfen zwar stets gegen die Kirche an, aber Gott steht hilfreich hinter ihr und speziell hinter Petrus.

Petrus als Fels operiert also nicht im luftleeren Raum, sondern gewissermaßen unter den Augen Gottes. Nur so kann Petrus die Last dieser Aufgabe über-
haupt an-
nehmen. Nur so kann er diese Bürde tragen.
Mit dieser gewaltigen Aufgabe setzt er sich dem Widerspruch aus; er steht jetzt sozusagen offiziell in der Schusslinie der Unterwelt. Papst Johannes Paul II musste dies bei einem Attentat am 13.Mai 1981 sehr schmerzlich zu spüren bekommen. – Petrus starb in Rom den Tod am Kreuz, wie sein Herr, wie Jesus. Interessant ist am heutigen Evangelium auch, dass Petrus auf die Erklärung Jesu gar nicht antwortet.
Normalerweise ist er doch mit dem Mund sofort dabei. Hier aber schweigt er, denn er spürt, dass dies kein Diskussionsvorschlag Jesu ist, sondern ein Versprechen, eine feste Zusage.

„…auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ . Da ist nur einer, der handelt, und zwar Jesus. Es ist nicht die Kirche des Petrus, es ist nicht unsere Kirche, schon gar nicht „Wir sind Kirche“, sondern es ist die Kirche des Herrn. Sie ist sein Eigentum, aber Petrus und uns allen anvertraut. Es ist auch kein Zufall, dass die heutige Szene sich unmittelbar vor Jesu Ankündigung seines Leidens und Sterbens abspielt.
Es geht weiß Gott also nicht um Pomp, Würde und Macht, sondern beim Papstamt geht es um Opfer und schwere Last im Dienste des Herrn.

Das bedeutet freilich auch, dass Petrus und jeder seiner Nach-
folger auf dem Stuhl Petri nicht schalten und walten kann, wie er will. Er ist nur der Verwalter, nicht der Besitzer. Wenn ich eine Wohnung gemietet habe, kann ich nicht eigenmächtig Wände herausbrechen oder Untermieter bei mir aufnehmen. Alle größeren Entscheidungen habe ich als Mieter mit dem Besitzer meiner Wohnung abzusprechen. Das Papstamt in der katholischen Kirche ist nur in dieser engen Verbindung mit dem eigentlichen Herrn der Kirche denkbar.

Dabei bleibt Petrus und jeder Nachfolger stets ein Mensch mit Fehlern und Schwächen und auch ein Sünder.
Mit der dreimaligen Verleugnung seines Herrn dient Petrus da als trauriges Beispiel.
Die Mächte der Unterwelt geben eben nicht klein bei. Sie versuchen immer wieder, der Kirche die dicksten Stolpersteine in den Weg zu legen, am liebsten aber diejenigen, die man erst viel zu spät bemerkt. Die Kirchengeschichte ist leider auch ein Beispiel für solche Fallen, doch das ist ein abendfüllendes Extra-Thema.

Das heutige Evangelium schließt mit Jesu Sätzen: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern niemand zu sagen, daß er der Messias sei.“

Hier wird es geradezu feierlich. Petrus als Schlüssel-
dienst! Er bekommt die Schlüssel des Himmelreiches von Jesus. Das ist nun wirklich eine Schlüsselposition! Und was so ein richtiger Schlüsseldienst ist, der schließt natürlich hauptsächlich auf, nicht zu!
Der eigentliche Besitzer ist Jesus Christus selbst, und der möchte, dass möglichst vielen Menschen das Himmelreich aufgeschlossen wird!

Petrus, der Hitzkopf, wird in die größte Verantwortung genommen. Jesus ist also nicht wie ein Fußball-
Manager, der einen Stürmer nach einem Patzer auswechselt. Jesus steht zu Petrus, er baut auf ihn und baut ihn auf. Er schätzt dessen Qualitäten, besonders den Mut. Petrus zeigt Führungsqualitäten.
Dazu gehört auch, dass er Fehler eingestehen kann, ja sogar bitterlich darüber weinen kann. Das ist heute oft anders: Fehler z.B. in der Politik werden nur äußerst ungern zugegeben, und wenn doch, dann verkauft man sie am liebsten noch als Erfolg. Das Weinen überlässt man anderen.

Wenn Petrus diese gewaltige Aufgabe annimmt, dann nur im Vertrauen auf Gottes Hilfe. Er weiß, dass er nicht der Supermann der Kirche ist. Gerade das ist vielleicht ein Teil seines Erfolges in der jungen Kirche. Petrus spielt nicht den Helden, den Star. Und mal unter uns gesagt: Ein theologisches Hochschulstudium oder gar ein Abschluss-Examen soll er angeblich auch nicht nachweisen können. Das wären heute schlechte Chancen bei einer Bewerbung im Kirchendienst, oder?

Dieser Petrus bekommt die Himmelsschlüssel. Aber was bedeutet das konkret? Klar ist aus der Formulierung, dass seine Aufgabe auf die Erde begrenzt ist: „…was du auf Erden binden wirst…“ und „was du auf Erden lösen wirst…“

Was ist mit „binden“ und „lösen“ auf Erden gemeint, das auch im Himmel gelten soll?
Die Binde- und Lösegewalt war zur Zeit Jesu ein bekannter Begriff. Die Gesetzeslehrer und Schriftgelehrten hatten die Aufgabe, über die religiösen Vorschriften zu wachen, aber auch die Pflicht, diese Regeln für den Alltag der Menschen zu interpretieren und so Klarheit zu schaffen. So kamen die Menschen zu den Schriftgelehrten, um sich ein Gebot für ihren Fall auslegen zu lassen: Darf ich das, oder darf ich das nicht? Oder man kam, um sich über jemand in der Gemeinde zu beklagen. Diese Gesetzeslehrer hatten dann die Aufgabe, im Konfliktfalle Menschen notfalls aus der jüdischen Gemeinde zu verbannen, natürlich nach ausführlicher Prüfung. Das nannte man „binden“, das Aussprechen des Bannes über eine Person. Ebenso konnte nach reiflicher Prüfung ein Bann wieder aufgehoben werden. Durch dieses „Lösen“ wurde der Sünder wieder in die jüdische Gemeinde aufgenommen.

Die Aussage Jesu macht ja nur Sinn, wenn seine Zuhörer die Begriffe „binden“ und „lösen“ in ihrer Bedeutung für die Gemeinde bereits kannten. Jesus gibt keine Ausführungsbestimmungen dazu, sondern gibt nur diese Erklärung ab: „…was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein….“
Petrus fragt nicht nach: Wie meinst du denn das? Er wusste genau, um was es ging. Jesus vertraute ihm für die Zukunft die Entscheidung darüber an, wie der Wille Gottes für seine Kirche in der Praxis aussieht. Das ist eine Art Vollmacht, wie wir sie aus dem Geschäftsleben kennen. Petrus soll im Auftrage unterschreiben, er soll entscheiden, was gilt und was nicht. Dabei geht es nicht um Gezänk und Recht-
haberei.
Es geht auch nicht um Ent-
scheidungen nach eigenem Ermessen. Das wird im griechischen Urtext deutlich durch die grammatikalische Form in der Zeitform der vollendeten Zukunft: Durch sie wirkt der Satz schon fast steif. Dort steht genau:
„…was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden gewesen sein“ bzw. beim zweiten Teil: „…das wird im Himmel gelöst gewesen sein.“

Das ist kein Streit um Worte, sondern es gibt dem zukünftigen Tun des Petrus einen klaren Hintergrund: Wenn er bindet oder löst im Auftrage Jesu Christi, dann tut er gerade in diesem Moment real etwas, was im Himmel längst beschlossene Sache war. Im Himmel ist es schon gelöst gewesen, im Himmel ist es schon gebunden gewesen!

Petrus wäre völlig überfordert, wenn er aus sich heraus die Kirche auf Kurs halten sollte. Jesus verspricht im heutigen Evangelium ihm und seinen Nachfolgern: Ihr tragt die Verantwortung gar nicht alleine. Das könntet ihr gar nicht leisten. Das geht über alle menschliche Kraft und auch über alle menschliche Urteilskraft.
Ihr könnt aber felsenfest auf Gott vertrauen. Wenn ihr auf ihn baut, werdet ihr Entscheidungen treffen, wie der Himmel sie haben will.

Dabei seid ihr oft genug in heidnischer Umgebung. Man wird euch anfeinden, weil ihr die Götzen nicht verehrt, denen die Mehrheit der Menschen huldigt. Die Götzen-
stadt Cäsaréa Philíppi ist überall und zu jeder Zeit. Bleibt wie Petrus felsenfest! Keine Macht den Götzen!


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Attentat auf Papst Johannes Paul II >> Rechtsklick!

Ein Anwalt kam nach einer erfolgreichen und ehrlichen Karriere an die Himmelspforte, gleichzeitig mit dem Papst. Petrus grüsste zuerst den Papst und begleitete ihn zu seiner neuen Wohnung: Der Raum war klein und schäbig, ähnlich einem drittklassigen Autobahnmotel. Danach wurde der Anwalt zu seinem Quartier gebracht: Eine palastähnliche Anlage mit Swimming-pool, einem Park und Garten, und eine Terrasse mit malerischer Sicht auf die Himmelspforte. Der Anwalt war irgendwie ein bisschen überrascht und sagte zu Petrus: "Ich finde es sehr eigenartig, wenn ich diese meine Wohnstätte betrachte, nachdem ich gesehen habe, wie billig selbst der Papst untergebracht worden ist." Da antwortete Petrus: "Ach, weißt du, wir haben hier oben gut 200 dieser Päpste, und ehrlich gesagt langweilen sie uns langsam ziemlich - aber wir hatten noch nie einen Anwalt!"

Ein braver Mann stirbt und kommt in den Himmel.
Er bekommt auch bloß ein Wurstbrot und es ist alles furchtbar fromm.
Da sieht er in die Hölle runter und sieht, dass es da ganz lustig zu geht. Alle sind fröhlich und haben ein riesengroßes Festmahl. Da kann sich der Gute nicht halten und sagt zu Petrus: "Ich will auch runter in die Hölle!" - Meint Petrus: "Meinetwegen! Ist deine Entscheidung, geh nur!" Also kommt der Mann in die Hölle und wird gleich vom Teufel gepackt, in einen Kochtopf geworfen und erst mal kräftig untergetaucht.
Als er wieder auftaucht, fragt er den Teufel: "Ich habe doch vorhin vom Himmel aus ganz was anderes gesehen! Wo ist denn das Festmahl und die Feier?" - Darauf der Teufel: "Ach das! Das ist nur unsere Werbeabteilung!"


Ein Mann kommt zum Himmelstor...der Zugang wird ihm verweigert! Empört ruft er aus: "Ich habe jede Menge Kirchensteuer bezahlt und regelmäßig gespendet, ich hab jetzt wohl das Recht, hier reinzukommen!"
Petrus ruft nach hinten: "Gebt dem Mann sein Geld zurück, und dann kann er gehen!"


Die Blume Petri

Im christlichen Glauben gibt es Er-
zählungen rund um die Entstehung der Schlüsselblume, z.B. diese: Petrus erfuhr eines Tages, dass sich jemand den Schlüssel für die Himmelstüre nachgemacht hatte.

In seiner Aufregung ließ er den Hauptschlüssel auf die Erde fallen. Sofort wurden Engel los geschickt, um diesen zurückzubringen. Doch dort, wo der Schlüssel liegen sollte, war er nicht zu finden - stattdessen wuchsen Felder von Blumen, deren gelbe Blüten die Form des Himmelsschlüssels hatten.


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17.08.2008

Schlaumeier: Experten-Tipps zu "Google" in Büchern und Internet


(Fortsetzung)

Meine Erfahrung ist die, dass die Informationen aus guten Fachbüchern meistens am hilfreichsten sind. Dort sind in der Regel Experten am Werk, die es auch verstehen, mit guten Beispielen und umfangreichem Bildmaterial den Leser Schritt für Schritt zu führen.
Nun liegt das Sparen natürlich im Trend, aber im Falle der bestmöglichen Informationen ist Geiz nicht geil, sondern doof. Während man für eine Tankfüllung immer wieder locker 60 Euro hinblättert, zucken viele Zeitgenossen zusammen, wenn sie mal knapp 10 oder 15 Euro für ein hochwertiges Fachbuch zahlen sollen, auf das sie immer wieder zurückgreifen können.
Ich wage es dennoch, hier auf bedrucktes Papier hinzuweisen.
Die nachfolgenden Titel fand ich persönlich sehr hilfreich, um mich
in „Google“ hineinzudenken: (Ich bin mit den Verlagen weder verwandt noch verschwägert; die Bücher habe ich mir ganz normal gekauft!)

„Alles besser finden mit Google“ (Autor: Philip Kiefer)
DATA BECKER
3-8158-1709-9, 160 Seiten, 5,95 Euro
Schon der absolute Preishammer mit 5,95 Euro für 160 Seiten mit farbigen Abbildungen gibt gute Suchtipps für eine optimale Trefferquote bei „Google“. Keine langen Texte, sondern zügig Schritt für Schritt erklärt!

„Sehen & verstehen: Alles ganz einfach finden mit Google“ (Autor: Wolfram Gieseke)
DATA BECKER
3-8158-2919-4, 234 Seiten, 14,95 Euro
Dieses „visuelle Einsteigerbuch“ ist mein persönlicher Favorit. Das Buch ist wirklich Praxis pur, wie der Verlag verspricht.
Es ist optisch sehr gut gestaltet mit detaillierten Bild-für-Bild-Anleitungen.
So kommt man nicht nur schneller zum gewünschten Suchergebnis, sondern lernt auch die Nutzung von Bildern, Musik, News usw. – Man lernt aber auch, den niedrigsten Preis für ein Produkt zu finden oder z.B. ein Lied, das einem nicht aus dem Kopf geht.
Auch wie man sich z.B. Suchbegriffe bei Google ganz einfach farbig markieren lassen kann, wird anschaulich erklärt. Die einzelnen Kapitel sind zur leichteren Unterscheidung am Rand mit ver-
schiedenen Farben markiert. Im Randbereich gibt’s kurze Infos und Tipps.










Meine weiteren Empfehlungen:

„Google-Suche für Dummies“
Wiley VCH Verlag
3-527-70282-2, 228 Seiten, 12,00 Euro

„Die ultimativen Praxistipps zu Google & Google Earth“
DATA BECKER
3-8158-2927-5 , 600 Seiten, 14,95 Euro

„Google – Bild für Bild“
MARKT UND TECHNIK
3-8272-4376-9 ,264 Seiten, 9,99 Euro

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12.08.2008

20.Sonntag im Jahreskreis A - 17.08.2008

(Fortsetzung)

Sie ist wohl völlig am Ende. Ein Ehemann ist weit und breit nicht zu sehen. Da ist es der Mut der Verzweiflung, dass sie als Frau mitten am Tag diese Fremden anspricht. So etwas tut man eigentlich nicht als Frau. Und schon gar nicht in diesem unmöglichen Ton! Einfach skandalös ist das! - So fertig, wie diese Frau ist, hat sie nichts mehr nach Männer- und Frauenrollen zu fragen. Sie ist ohnehin mutterseelenallein mit der Zentnerlast ihres Problems.

Es geht um ihre Tochter, wahrscheinlich um ihre einzige Tochter. Es geht um das Liebste in der Welt, was sie hat. Jede Mutter kann ihr nachfühlen, dass sie nun wie eine Löwin kämpft. Ihre geliebte Tochter ist schwer erkrankt. Wie Jesus ihrem Geschrei entnehmen kann, wird die Tochter von einem Dämon gequält. Was es genau ist, wissen wir nicht.
Ist es eine schwere psychische Erkrankung? Ist sie in seelische
Abhängigkeit von irgend-
welchen Geister-
beschwörungen geraten? Jedenfalls macht die Krankheit das Leben der Tochter und damit auch das Leben der Mutter zur Hölle. Es ist eine tägliche, nicht enden wollende Qual, aus der man nicht entrinnen kann. Die Krankheit hat beide fest im Griff. Wahrscheinlich hat die Mutter schon alle Heiler der Gegend aufgesucht. Niemand konnte die Tochter aus ihrem elenden seelischen Gefängnis befreien. Die Mutter wird ihr letztes Geld geopfert haben, doch alles war vergebens. Sie selbst ist nur noch ein einziger Schrei, ein Nervenbündel, völlig fertig.

Nun verstehen wir, warum diese heidnische Frau dem Juden Jesus hinterher rennt. Sie hat blitzschnell die Lage begriffen: Das ist doch dieser Wunder-Rabbi, von dem viele sagen, er sei der Sohn Gottes!
Dass der sich hierher verirrt – das ist ein völlig unerwartetes Geschenk des Himmels für mich! Dass mir das aber passiert – das ist mein Sechser im Lotto!

Die Frau fackelt nicht lange. Sie schreit aus Leibeskräften! Jetzt oder nie! Es lohnt sich, genau hinzuhören, was sie schreit: „Hab Er-
barmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.“

Diese heidnische Frau ruft nicht einfach nach Hilfe. Schon mit ihrem Ruf signalisiert sie, dass sie genau weiß, wer dieser Heiler ist:
Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids!“

Sie spricht Jesus ganz korrekt und formvollendet in biblischer Sprechweise als den Herrn an, als den Erlöser und Sohn Gottes, der aus dem Stamme Davids kommt. Im Gottesdienst beten wir heute noch so: „Herr, erbarme dich!“

Diese fremde Frau tut also, zu was die gebildeten Schriftgelehrten seines eigenen Volkes nicht fähig waren: Sie legt ein kurzes Glaubensbekenntnis ab. Ja, ich bekenne es, dass du der Sohn Gottes bist! Sie hat absolutes Vertrauen zu ihm und ist sich sicher, dass er ihr helfen kann. Mit ihrem gewagten Auftritt riskiert sie schließlich, sich vor ihren Landsleuten endgültig lächerlich zu machen, wenn das schiefgeht. Ausgerechnet einen Juden bittet sie so lauthals um Hilfe. Damit kann sie sich bis auf die Knochen blamieren und ist endgültig unten durch…

Jesus aber reagiert anders als erwartet. Er tut so, als überhöre er ihr Rufen. Absolut keine Reaktion. Was der Grund für diese Sturheit ist, erfahren wir kurz darauf: „Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.“
Die Jünger halten es nicht mehr aus. Sie flehen Jesus an, der Frau doch zu helfen. Ihr Motiv ist allerdings egoistisch: Jesus soll sie endlich abfertigen; sie wollen schließlich ihre Ruhe haben!
Die Reaktion Jesu fällt jedoch anders aus als erhofft. Er erklärt ihnen, die Frau falle gewissermaßen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich.
Er habe sich nur um die verlorenen Schafe des Hauses Israel zu kümmern.

Das bestürzt uns auf den ersten Blick. So kennen wir Jesus doch gar nicht! Die Evangelien sind voll davon, wie Jesus geholfen und geheilt hat. Ist Jesus nur zuständig für die Juden? Ist das wie in einer Anliegerstraße: Fremde sollen hier nicht rein, nur die Leute, die dort leben?
Zuerst einmal ist es korrekt, dass ein jüdischer Rabbi nicht ohne weiteres mit einer Heidin spricht. Das gehört sich nicht. Doch das Problem sitzt natürlich tiefer.
Ein moderner Unternehmensberater würde wahrscheinlich begeistert vermerken: Jesus will eindeutige Prioritäten setzen. Man nennt das heute das Kerngeschäft. Sich nicht verzetteln. Jesus will sich auf seinen eigentlichen Auftrag beschränken, als Jude für die Juden die Frohe Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes zu verkünden. So hat es ihm sein Vater im Himmel aufgetragen. Sein eigenes Volk der Juden ist seine eigentliche und erste Zielgruppe, die er nie aus den Augen verlieren darf.
Mit seiner ablehnenden Haltung demonstriert Jesus auch, wie fest er auf dem Boden des Judentums steht. Aber auch in Israel hat er nicht flächendeckend das komplette Volk geheilt. Immer ging es um die Setzung von Zeichen, von Zeichen für das anbrechende Reich Gottes.

So hart es ist: Jesus fühlt sich hier nicht zuständig. Vielleicht ist er auch skeptisch, was die Tochter betrifft. Soll er wirklich jemand helfen, der statt an den lebendigen Gott an irgendwelche Götzen glaubt und nun hilflos in deren Fängen zappelt? Macht es Sinn, ihr zu helfen, wenn sie Gott gar nicht als alleinigen Herrscher für ihr Leben anerkennt? Der Fruchtbarkeitskult der Kanaaniter war schließlich jahrhundertelang eine Herausforderung und Bedrohung für den Glauben des Volkes Israel.
Wenn schon die Schriftgelehrten der Juden ihn nicht begreifen wollen, wie dann die Tochter dieser Frau, die wahrscheinlich Götzen verehrt?

Hier spüren wir schon, wie sehr das heutige Evangelium auch uns selbst betrifft. Wir müssen uns immer wieder kritisch fragen, welches Bild wir uns von Jesus gemacht haben. Haben wir vielleicht ein etwas zu simples und kuscheliges Jesus-Bild? Glauben wir, dass Jesus automatisch für uns zuständig ist, nur weil wir katholisch getauft sind? Wir lernen heute, dass Gott auch Absagen erteilen kann. Er ist kein Wunsch-Automat, der auf Zuruf Hilfe verspricht.

Doch das Evangelium belässt es nicht bei dieser Erkenntnis. Die ungewöhnliche Begegnung geht noch weiter. Die Frau hört sehr wohl, was Jesus zu seinen Jüngern sagt. Mit ihr selbst hat er ja nicht gesprochen.
Sicher hätten viele nach dieser ersten Erfahrung mit einem schon fast arrogant wirkenden Jesus die Sache aufgegeben. Nicht so diese Frau! Sie kann es sich nicht leisten, die beleidigte Leberwurst zu spielen. So leicht lässt sie sich nicht abwimmeln. Sie bleibt am Ball, statt davonzulaufen.

Schnell nimmt sie einen neuen Anlauf, und zwar diesmal frontal. Offenbar hat sie die Gruppe eingeholt und versperrt ihnen von vorne den Weg. Jetzt kann Jesus ihr nicht mehr ausweichen. Im Evangelium heißt es: „Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.“ Die Frau fällt vor Jesus nieder. Sie wirft sich vor ihm in den Staub. Sie macht sich ganz klein, kleiner geht’s nicht. Und wieder ihre eindeutige Anrede mit dem Wort „Herr“. Mit diesem Titel erkennt sie ihn also ausdrücklich als Messias an. Sie bittet interessanterweise nicht für ihre Tochter, sondern lenkt Jesu Augenmerk ganz auf sie selbst: „Herr, hilf mir!“ - Es ist, als spüre sie instinktiv die Bedenken Jesu. Sie signalisiert ihm darum: Es geht um mich, um meine Not, um mich ganz konkret. Schau mich an, Jesus, und schau auf meinen Glauben! Ich weiß, dass du allein mir helfen kannst, und ich bitte dich inständig und von ganzem Herzen darum!

Jetzt ist es endlich so weit. Sie hat mit ihrer Hartnäckigkeit etwas erreicht. Jesus spricht mit ihr. Er weicht ihr nicht aus. Der jüdische Rabbi hat sie als Gesprächs-
partner erst einmal akzeptiert. Was er ihr zu sagen hat, ist weniger erfreulich: „Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.“ - Ja, wir haben richtig gehört. Spätestens hier dürfte auch heute jedes idyllische Jesus-Bild sein Ende finden. Mit seiner harten Formulierung bestätigt Jesus nochmals, dass er sich in erster Linie zum Volk Israel gesandt weiß. Sein Auftrag ist es, diesen Kindern Gottes seine Nahrung zu geben, das Brot des Wortes.
Dafür setzt er all seine Kraft ein, und davon darf ihn nichts abhalten. Jesus fühlt sich ganz gehorsam an diesen Auftrag des Vaters gebunden. Er geht nicht zu den Römern, nicht zu den Griechen, und er geht auch nicht zu den Heiden der Nachbarschaft. Er hat einen klaren Auftrag. Nichts darf ihn davon ablenken. Als Petrus ihn später vom Weg des Leidens abbringen wollte, hat er ihn bitterböse zurechtgewiesen.

Wenn Jesus die Nachbarvölker als „Hunde“ bezeichnet, ist das nicht so schockierend, wie wir das heute verstehen. Dieser Ausdruck war im Volk Israel damals der geläufige Begriff für alle Heiden. Man sagte „Hunde“, und jeder wusste, was gemeint war. Interessanterweise gibt es die „Kanaanhunde“ als Rasse wirklich. Sie sind halb wilde, intelligente, aber vorsichtige Hunde, immer in der Nähe des Menschen lebend. Hunde schützten Haus und Hof, und natürlich bekamen sie Brocken vom Tisch ihrer Herren zugeworfen. Ebenso selbstverständlich war, dass erst die Menschen dran waren, danach bekamen die Hunde ihren Teil. Sie durften nur das bekommen, was man selbst nicht mehr benötigte.

Nun sollte das Maß doch wohl voll sein, denken wir schnell. Jesus lässt die Frau einfach mit dem Hinweis abblitzen, das Brot dürfe seinem Volk nicht weggenommen werden. Mit anderen Worten: Ich kann mich auch nicht zerteilen. Wenn ich dir jetzt helfe, wird das schnell zum Präzedenzfall. Das heißt, andere Heiden werden sich darauf berufen: Der Frau hast du ja auch geholfen…!

Wir erleben Jesus hier in einer richtigen Zwickmühle. Die Frau spürt, wie er mit sich ringt. Deshalb gibt sie auch nicht auf. Sie protestiert auch nicht gegen die harten Worte. Im Gegenteil: Die Frau zeigt sich sehr geschickt in der Gesprächsführung, denn sie bestätigt Jesus ausdrücklich: „Ja, du hast recht, Herr!“ Sie akzeptiert die Spielregeln. - Natürlich verstehe ich dein Anliegen, Herr! Ich kann das gut nachvollziehen. Ich laufe auch nicht empört davon und ich schreibe auch keinen bösen Leserbrief an die Zeitung! Nein, ich bestätige dir, du hast recht!
Dein eigenes Volk geht vor. Meine große Not schmerzt mich furchtbar, aber ich weiß, dass ich keinerlei Ansprüche zu stellen habe. Ich lege es allein in deine Hand, wie du mit mir verfährst. -
Sicher war Jesus einen Moment lang sprachlos. Diese Frau hat verstanden, was die Führer seines eigenen Volkes nicht verstehen. Während jene meinen, Gott ganz sicher als Besitz in ihren Taschen zu haben, ist sich diese Frau ihrer armen Situation voll bewusst. Sie weiß, dass sie mit leeren Händen vor ihm steht.
Die Frau nimmt Jesu Argumentation auf: „Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“
Damit bestätigt sie Jesus, der offenbar sehr nachdenklich geworden ist: Ich nehme niemanden etwas weg! Ich trete in Demut vor dich hin. Mir genügen die kleinen Abfälle, die vom Tisch herunterfallen. Erbarme dich meiner und meiner armen Tochter!

Jesus ist von der Demut und dem Vertrauen dieser Frau überwältigt. Deshalb heißt es am Schluss des heutigen Evangeliums: „Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.“
Diese namenlose heidnische Frau wurde uns heute ausführlich vorgestellt. Der Evangelist Matthäus stellt sie uns als Beispiel vor. Mit ihrer unglaublichen Geduld hat sie Jesus überzeugt. Damit ist sie auch für uns ein Vorbild. Nicht die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, sondern der persönliche Glaube wurde zum entscheidenden Punkt.
Das kann sich jeder hinter die Ohren schreiben: Bitte, und dir wird gegeben werden!
Habe Vertrauen und Geduld, und lege dein Schicksal demütig in Jesu Hände. Vor allem aber gib nicht vorschnell auf!



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Unterhalten sich ein russischer Gehirnchirurg und ein Kosmonaut über den lieben Gott. Sagt der Kosmonaut: "Ach, hör mir auf mit Deinem Gott, ich war schon oft im All, habe alle Sterne und Planeten gesehen, da war nichts zu sehen von Deinem Gott ..." - Sagt der Chirurg: "Und ich habe in meinem Leben schon so viele Gehirne gesehen, habe aber nie einen einzigen Gedanken entdeckt."

"Sagst du auch jeden Abend schön dein Gebet?", fragt der Pfarrer den kleinen Tobias.
"Nein, das macht die Mutti für mich!"
"So? Und was sagt sie denn für dich?"
"Gott sei gedankt, dass du endlich im Bett bist!"

Im Eilzug erwischt der Schaffner einen Schotten ohne Fahrkarte. Nach einem erregten Wortwechsel verliert der Beamte seine Geduld, packt den Koffer des Reisenden und brüllt: „Wenn Sie nicht augenblicklich zahlen, werfe ich Ihren Koffer aus dem Zugfenster!" Darauf schreit der Schotte auf und rauft sich die Haare: "Erst wollen Sie mich arm machen und jetzt auch noch meinen einzigen Sohn töten?!?"

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