30.06.2010

14. Sonntag im Jahreskreis C - 04.07.2010

(Fortsetzung)
Die Leute in den aufzusuchenden Ortschaften haben sicher schon so allerlei Wander-
prediger erlebt.
Diese hier fallen durch ihr fast demütiges Verhalten auf. Und dieses Signal kommt bei den Menschen an, ist im wahrsten Sinne des Wortes glaub-würdig: Wer so lebt, der muss es wirklich ernst meinen mit dem, was er da verkündet!
Aber warum sollen sie unterwegs niemanden grüßen? Für ein freund-
liches „Guten Tag!“ sollte doch wohl noch Zeit sein!
Natürlich ist hier etwas anderes gemeint: Gerade der Orient ist be-
kannt dafür, dass es mit einer kurzen Begrüßung nicht getan ist.
Da gibt es Begrüßungsrituale, die können tatsächlich mit allerlei Höflichkeitsfloskeln und Plaudereien stundenlang dauern; Zeit spielt da kaum eine Rolle. So wird die Absicht Jesu schnell klar: Lasst euch nicht auf Dinge ein, die euch von eurem dringenden Botendienst nur ablenken! Behaltet stets euer Ziel im Auge!

Wenn die beiden Boten endlich am Zielort ange-
kommen sind, dann dürfen, dann sollen sie sich ins Haus einladen lassen, von wem auch immer.
Und das allererste, was sie dann tun sollen, ist das Aus-
sprechen des Friedensgrußes an alle in diesem Haus. Allen An-
wesenden den Frieden Gottes wünschen, damit beginnt ausdrücklich jeder missionarische Dienst. Ganz eindringlich ermahnt Jesus seine Boten auch, sich als Gäste an die vorgefundenen Gegebenheiten anzupassen.
Gleich zweimal werden sie ermahnt, das zu essen, was auf den Tisch kommt, was man ihnen vorsetzt. Damit ist nicht gemeint, immer schön brav den Teller leer zu essen, auch wenn man eine Speise eigentlich nicht ausstehen kann. Gemeint ist vielmehr: Wer jetzt einige Tage lang sein Leben mit den Gastgebern teilt, der soll sich ganz und gar auf diese Menschen und ihr Leben, ihre Gewohnheiten einlassen.
Dann kommt es ganz bestimmt zu segensreichen und tiefen Gesprä-
chen, die so manches Herz für Gottes Wort aufschließen. Über mehrere Tage kann keiner nur sein nettes Sonntagsgesicht aufsetzen. Da sieht man die konkreten Nöte und Probleme der Menschen, und dann kann man da ansetzen. Würden die beiden Boten dagegen ihr Quartier im Dorf wechseln, weil bei der Nachbarshausfrau das Essen besser schmeckt, würde es zu Eifersüchteleien der Dorfbewohner kommen, und das wäre der Anfang vom Ende ihrer Mission.

Die Dienstanweisungen Jesu sind also wohldurchdacht. Seine Boten sollen ganz darauf vertrauen, dass Gott sie auf jeden Fall auf dem richtigen Weg führen wird. Alle Koffer, allen Ballast dürfen sie im Vertrauen auf Gottes Fügung beiseite lassen. - Gottes Heil können die Menschen vor Ort dabei auch ganz konkret und wortwörtlich hautnah erleben, wenn Leidende von ihren Krankheiten befreit werden. All dies soll den Men-
schen den Kernsatz Jesu nahebringen: „…sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.“

Jeder Bibeltext ist auch immer eine kritische Anfrage an uns heute,
an uns selbst: Wir neigen heute auch in der Kirche dazu, jede Menge Koffer zu packen, in gutgemeinter Absicht. Man trägt schließlich Verantwortung, man kann nicht leben wie ein Wanderprediger damals. Der Text sollte in uns dennoch eine heilsame Unruhe auslösen: Behaltet stets gut im Auge, was ihr macht, wie ihr als Christen und als Kirche lebt.
Da sollten wir uns schon immer wieder fragen: Was schleppe ich,
was schleppen wir als Priester, als Gemeinde, als Ordensgemeinschaft usw. mit uns herum, was wir nicht loslassen können?
Was belastet mich im wahrsten Sinne des Wortes und versucht mich daran zu hindern, Gott wirklich zu vertrauen?
Wo vertraue ich meiner eigenen Kraft, meiner eigenen Leistung mehr als der Kraft Gottes?

Die Frage eines Schülers an einen Rabbi mag uns dabei helfen:
„Wie kommt es eigentlich, Meister, dass die Engel fliegen können?“ Die Antwort lautete: „Das kommt wohl daher, weil sie sich so leicht nehmen!“
In diesem Sinn können wir den Entlassungsruf aus der lateinischen Messe in uns aufnehmen: „Ite, missa est!“ – Das heißt mehr als das bekannte „Gehet hin in Frieden!“. Das heißt eigentlich: „So geht doch endlich! Brecht doch auf – jetzt erfüllt eure Sendung, jetzt lasst die Menschen an euch spüren, wie schön es ist, ein Gotteskind zu sein!“

Predigt P. Schwind SJ (pdf)
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Ihr Predigtgärtner

Der Kaplan zeigt beim Erstkommunionunterricht den Kindern den Beichtstuhl. Ein kleiner Junge sieht die Stola dort hängen und fragt den verdutzten Kaplan: "Müsst ihr euch jetzt auch anschnallen?"

Kommt ein Tscheche zum Augenarzt. Der hält ihm die Buchstabentafel vor, auf der steht: C Z W X N Q Y S T A C Z "Können Sie das lesen?" "Lesen?", ruft der Tscheche erstaunt aus, "ich kenne den Kerl!"

Die weitere Planung:
15. Sonntag im Jahreskreis C - 11.7.2010 Lk 10,25-37
"Wer ist mein Nächster?"

16. Sonntag im Jahreskreis C - 18.7.2010 Lk 10,38-42
"Marta nahm ihn freundlich auf -
Maria hat das Bessere gewählt"
17. Sonntag im Jahreskreis C - 25. Juli 2010 Lk 11,1-13
"Bittet, dann wird euch gegeben"

Zum 18. Sonntag C (1.August) und 19. Sonntag C (8.August)
wegen Urlaub keine Predigtgedanken!


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26.06.2010

Hl. Petrus und Hl. Paulus - 29.6.2010

(Fortsetzung)

Er war bis ins Mark getroffen und über
sein bisheriges Leben seitdem nur noch erschüttert. Radikaler als bei ihm kann eine Lebensumkehr nicht sein: von nun an setzte er alles daran, das Christentum bis ans Ende der damals für ihn erreichbaren Welt auszubreiten. Wie man sich gut vorstellen kann, hatte er in den Christengemeinden aufgrund seiner Vorgeschichte nicht nur Freunde, sondern es gab auch einige, die ihm nicht so recht über den Weg trauten.
Obwohl er kränklich war, schonte er sich nicht, sondern legte Hun-
derte von Kilometern zu Fuß zurück, war mehrmals im Gefängnis, erlitt Schiffbruch, wurde einige Male verprügelt und litt auch sehr unter manchen Streitigkeiten in der jungen Kirche, besonders in den von
ihm gegründeten Gemeinden.

Was Paulus anpackte, das machte er hundertprozentig. Zu Beginn seiner Lebenswende suchte er Petrus auf und blieb volle 14 Tage bei ihm. Von ihm, dem Augenzeugen Jesu, erfuhr er nicht nur das wirklich Wesentliche des christlichen Glaubens, sondern die beiden lernten sich und ihre Wesenszüge gut kennen. Verschiedener als die beiden kann ein Team eigentlich nicht sein: Paulus, unverheiratet, hoch-
gebildeter, stets genau abwägender, aber von seinem Wesen her nicht sehr kompromissbereiter Stadtmensch und weltgewandter römischer Bürger – daneben Petrus, verheiratet, unumstritten die Nr. 1 der Apostel, aber keine theologische Ausbildung, sondern mehr der Praktiker, der seine Brötchen als Fischer verdient hatte, bevor Jesus ihn zum Menschenfischer machte.
Paulus war mehr der Vordenker und Theologe, Petrus war eher kom-
promissbereit, aber zuweilen etwas zu impulsiv und über’s Ziel hinausschießend, wie einige Begebenheiten zeigen, wie z.B. sein Schwerthieb gegen den Diener Malchus, dem er bei der Festnahme Jesu ein Ohr abtrennte, und das, obwohl es dort von römischen Soldaten nur so wimmelte, die ihn niedermetzeln könnten.
Paulus legte sich auch mit Petrus an, wenn er dies in der Sache für erforderlich hielt. Es gab nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen, sondern es ging im Streit auch mal hart zur Sache, wie wir in der Bibel nachlesen können. Paulus war z.B. überzeugt, dass Heiden, die Christen werden wollten, nicht erst den Weg über den jüdischen Glauben gehen mussten. Über die Art und Weise, wie sich die christlichen Gemeinden konkret gegenüber Nichtjuden öffnen konnten, wurde mehrfach heftig gestritten. Die Gegner von Paulus waren in Sorge, man werde das „Stammpublikum“ der Judenchristen durch zu viele Zugeständnisse an die Heidenchristen vernachlässigen. Offenbar gelang es Petrus aber, durch geschicktes Verhandeln beiden Seiten zu ihrem Recht zu verhelfen.

Freilich muss man heute berücksichtigen, dass ein solches Debattieren damals ein selbstverständlicher Teil der Kultur im vorderen Orient war, während wir heute eher geneigt sind, offene Diskussionen in religiösen Fragen zu vermeiden, zum Teil auch aus falsch verstandener Toleranz.
Petrus und Paulus haben sich gegenseitig in ihrer Sichtweise ernst
genommen. Sie waren zwar ein nicht immer spannungsfreies Team, aber niemand hat den anderen ausgegrenzt und schlecht geredet.
Sie haben ihre Arbeitsbereiche aufgeteilt; Paulus kümmerte sich speziell um die Heidenchristen, Petrus war der „Kapitän“ und hatte den Blick mehr auf die Christen gerichtet, die aus dem Judentum kamen.


Petrus und Paulus sind schon ein beein-
druckendes Paar, rein menschlich gesehen alles andere als gleich-
gesinnte Freunde, zu verschieden in Temperament, Lebenserfahrung und Einstellungen. Jesus Christus hat in seiner Kirche zusammengebracht, was nach aller menschlichen Erfahrung eigentlich nicht miteinander harmonieren konnte.

Von Anfang an war die Kirche kein Ort, an dem sich absolut Gleich-
gesinnte kuschelig in ihr Nest zurückgezogen haben. Von Anfang an gab es verschiedene Blickwinkel, verschieden getönte Brillen, mit denen man auf das Evangelium sah.


Wenn die Kirche für so verschiedene Charaktere wie Petrus und Paulus einen gemeinsamen Festtag begeht, setzt sie ein Signal:
Ja, in der Kirche ist Platz für alle, die sich zu Jesus Christus als Messias bekennen, als Sohn des lebendigen Gottes. Da ist Platz für die Zweifler, die sich ihren Glauben immer wieder hart erkämpfen müssen, da ist Platz für die Gelehrten, da ist Platz für fromme Hochleistungssportler wie auch für Amateure, ebenso wie für Konservative und für Fortschrittliche, was auch immer diese simplen Etiketten bedeuten mögen. Nicht beispielsweise die Frage ist entscheidend, ob Hand- oder Mundkommunion, ob alte oder neue Messe, ob dies oder das, sondern die Frage Jesu: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

Das ist die Frage, die Sie und ich wirklich beantworten müssen.
Alles andere ist zweit- und drittrangig. Wer sich nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit aufrichtigem Herzen zu Jesus bekennt, der gehört zur Kirche, zur „ekklesia“, zu den Herausgerufenen.
Gott sei Dank!


Petrus und Paulus – zwei Säulen der Kirche…
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23.06.2010

13. Sonntag im Jahreskreis C - 27.6.2010

(Fortsetzung)

Das Dorf liegt auf dem Gebiet der Samaritaner, die wir aus dem Gleichnis vom barmherzigen Sama-
riter kennen, der den unter die Räuber Gefallenen so großzügig versorgt hat.
Als die Leute im Dorf er-
fahren, dass die Gruppe auf dem Wege nach Jerusalem ist, verwei-
gern sie ihnen jedoch die übliche Gastfreundschaft. Die Erklärung ist einfach: Auf die Juden in Jerusalem sind diese Menschen nicht gut zu sprechen. Gegenseitig spricht man sich ab, den jüdischen Glauben richtig zu leben. Der Streit ging in der Vergangenheit sogar so weit, dass die Führung in Jerusalem im Jahr 128 vor Christus das Heiligtum der Samaritaner auf dem Berg Garizim zerstören ließ. So sitzt das Misstrauen verständlicherweise tief.
Die beiden hitzköpfigen Jünger Jakobus und Johannes, die nicht ohne Grund den Spitznamen „die Donnersöhne“ tragen, schäumen vor Zorn und wenden sich an Jesus: „Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?“ Die Antwort Jesu, der wie üblich vor seinen Jüngern hergeht, wird vom Evangelisten Lukas nicht wörtlich genannt. Aber es heißt: „Da wandte er sich um und wies sie zurecht.“ – Sie bekommen also eine richtige Abmahnung vom Chef. So geht das nicht, will Jesus sagen, ich bin nicht gekommen, um zu vernichten, sondern um zu heilen und zu retten. Und ihr haltet euch da besser heraus. Ein Urteil über eure Mitmenschen steht euch nicht zu.

Während die Gruppe weiterzieht, kommt es dann zu drei Begegnungen mit Männern, die sich der Bewegung Jesu anschließen wollen. So etwas geschah immer wieder; hier wird es von Lukas ausdrücklich zum Thema gemacht. Der erste von ihnen ist sich offensichtlich seiner Sache ganz sicher. Klar doch, Jesus, „ich will dir folgen, wohin du
auch gehst.“
Das ist kein Problem für mich! - Hat er den Mund zu voll genommen?
Jesus jedenfalls macht ihn darauf aufmerksam, das es hier nicht um einen gemütlichen Sonntagsspaziergang geht. Ich habe noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf, erklärt er ihm. Bist du sicher, dass du auch zu mir hältst, wenn es unbequem und unangenehm wird?
Ein zweiter will schon gern mit Jesus ziehen, aber er hat zuerst noch eine Pflicht zu erfüllen.
Es ist doch wohl Ehrensache, dass ihm jetzt die Be-
erdigung vorgeht. Jesus möge doch bitte noch eine Zeitlang auf ihn warten!
Das klingt in unseren Ohren wirklich einleuchtend und vor allem menschlich. Das geht ja gar nicht, dass die Toten ihre Toten be-
graben, wie Jesus ihm antwortet. Und es gehört sich doch einfach, dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Danach, ja danach, dann steht er zur Verfügung.
Warum ist Jesus da so hart, mögen wir uns fragen. Warum lässt er dem Mann nicht die Zeit? - Denken wir einmal ganz praktisch: Natürlich würde die Beerdigung nicht ins Wasser fallen, wenn der Mann Jesus sofort folgte. Die Verwandtschaft ist schließlich groß genug, und das ganze Dorf hält auch zusammen und zieht mit dem Trauerzug ans Grab. Der Tote wird also nicht im Stich gelassen. Für Jesus und seine Jünger würde die Teilnahme des Mannes an der Beerdigung aber bedeuten, dass sie alle mindestens einen halben Tag vor Ort auf ihn warten müssten, dass sie vorerst nicht weiterziehen könnten.
Doch nicht nur das. Die Mahnung Jesu endet schließlich so: „…du aber geh und verkünde das Reich Gottes!“ - Es geht hier also nicht um eine Frage der Ehre oder der Pietät. Es geht schlicht und einfach um die entscheidende Frage, was dem Mann letztlich wichtiger ist: die Teilnahme an der Beerdigung oder das Reich Gottes, das allen verkündet werden soll!
Lukas führt noch eine dritte Begegnung an. Der Mann ist bereit, seine Familie für eine Zeitlang zu verlassen, um Jesus zu folgen. Aber das geht doch nicht einfach mal so – da muss man zumindest ordentlich Abschied feiern. Zu Jesus sagt er: „Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen.“
So wie wir die orientalischen Menschen kennen, wird das dauern, so wie beim zweiten Bewerber. Da wird geredet, umarmt, gemeinsam gegessen und getrunken, da kommen die Nachbarn herbei und werden mit ihren Bedenken gegen den geplanten Schritt sicher nicht hinterm Berg halten. Vielleicht wird er sogar einige handfeste Vorwürfe zu hören kriegen. Man kann sich schon denken, wie unsicher der Mann werden wird. Er wird ins Grübeln kommen: Ist das wirklich die richtige Entscheidung? Soll ich nicht besser noch eine Nacht darüber schlafen?
Jesus erkennt den guten Willen des Mannes, aber er merkt auch sofort, dass der seine Vergangenheit nie loslassen wird. Hätten Jesu Jünger, die jetzt schon um ihn sind, ebenso gehandelt – sie säßen heute noch daheim am Tisch…
Wie hatte er doch zu Jesus gesagt? „Zuvor aber…“ - So viele sind es, die aus dem Munde Jesu die Frohe Botschaft vernehmen. Die Worte dringen bei vielen in ihr Ohr, doch nicht wirklich tief genug in ihr Herz. Da ist das berühmte Wort „aber“.
Natürlich würde ich gerne, aber… - Du hast ja recht, aber… - Eigentlich müsste man, aber… - Wir alle kennen das aus unserem Leben leider nur allzu gut. Wie hatte es ein Spötter mal formuliert: Eigentlich bin ich ja ein guter Mensch, aber leider komme ich nicht dazu…!
Jesus nimmt da kein Blatt vor den Mund. Er antwortet dem Mann mit einem Beispiel aus der Praxis: „Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.“ Das wussten die Leute aus eigener Anschauung: Wer beim Pflügen nach hinten schaut, der kommt schnell aus der Spur, aus dem Tritt. Wer eine gute Ernte erreichen will, der braucht gleichmäßige, gerade Furchen für das Saatgut. Von einem Menschen, der innerlich ins Trudeln geraten ist, der nicht mehr so recht weiß, was er eigentlich tun soll, von dem sagen wir heute noch: Der ist aus der Spur geraten! - Das heißt für die Bauern zur Zeit Jesu: Wer aus der Spur gerät, der kann umkippen, der kann steckenbleiben, der spurt nicht mehr, der gerät auf Zickzack-Kurs, der taugt nicht für diesen Job.
Bei der Arbeit der Jünger Jesu damals und heute ist es nicht viel anders. Wer immer wieder zurückschaut, wer mehr an die Ver-
gangenheit als an die Gegenwart denkt, der wird den Blick nicht fest nach vorne richten können, der kriegt zwangsläufig nicht mit, was direkt vor ihm geschieht.
Nichts gegen Traditionen, nichts gegen das, was früher war. Jesus selbst hat das immer sehr ernst genommen. Die große Gefahr für einen, der Jesu Jünger sein will, ist nur die, dass er sich dadurch freiwillig in Ketten legen lässt, z.B. in die Ketten von „das war doch schon immer so“.

Viele wichtige Dinge gibt es in unserem Leben, das weiß auch Jesus. Die Frage ist nur, was in unserem Christenleben die Oberhand ge-
winnt. Man kann nicht nur von Alkohol und Drogen abhängig werden, ohne dass man es so richtig mitbekommt, ab wann man davon abhängig ist. Viel zu vieles gibt es, das einen an die Kette legen kann. Das kann Geld sein, das kann Macht und Erfolg sein, das kann die sogenannte Selbstverwirklichung sein und wer weiß was sonst noch alles.
Zu interessant, zu verlockend ist so vieles, damals wie heute. Wobei heute die Möglichkeiten natürlich weitaus größer sind, und damit auch die Gefahren. Und auch goldene Ketten sind Ketten, auch wenn sie recht hübsch aussehen.
Wir leben heute mit der Fernbedienung und zappen uns so ständig durch’s Programm. Das An-
gebot ist so vielfältig, da will man doch mal sehen, dass man nichts verpasst, was vielleicht noch besser ist.
Für die Nachfolge Jesu ist das allerdings wenig hilfreich. Da bringt dir das Zappen gar nichts. Da musst du dich entscheiden. Was ist das Wichtigste in deinem Leben? Wer ist bei dir die Nummer 1?
Was hat auf deiner Straße Vorfahrt?
Wie das bei den drei Männern ausging, die uns im heutigen Evangelium begegnet sind, das erfahren wir überhaupt nicht. Das Ende bleibt bewusst offen. Entscheiden sie sich für Jesus, oder fallen sie in ihren Alltagstrott zurück? Bringen sie den Mut auf, sofort mitzugehen, oder vertagen sie das doch lieber auf den Sankt-Nimmerleins-Tag?
Bei diesen dreien ist das Ergebnis also offen. Es gibt aber viele, viele andere, die haben sich entschieden. Die haben für ihr Leben die Priorität eindeutig gesetzt: Ja, ich gehe mit Jesus, und damit fange ich hier und heute an. Da mache ich keine halben Sachen mehr. Jesus hat ihnen im heutigen Evangelium gewissermaßen den Beipackzettel vorgelesen. Ja, das Christentum kann auch Nebenwirkungen haben. Bei den Leistungs-Sportlern haben wir es erfahren: Wer konsequent für etwas ist, der wird zwangsläufig anderes auf die hinteren Plätze verfrachten müssen.
Von den vielen Heiligen und Märtyrern will ich an dieser Stelle gar
nicht groß reden. Das wäre ein Extra-Thema. Immer wieder müssen Christen für ihren Glauben den Kopf hinhalten, manchmal auch ganz wörtlich. Vor wenigen Wochen, am Fronleichnamstag, ist dies Bischof Padovese in der Türkei passiert. Ein moslemischer Fanatiker hat ihm tatsächlich den Kopf abgeschlagen, wie wir aus der Presse erfahren mussten.
Doch es gibt auch die unzähligen Jesus-Jünger, die eher nicht ins öffentliche Rampenlicht geraten. Als sie für sich den Ruf Jesu hörten: „Folge mir nach!“ ,
da haben sie sich auf die Socken gemacht. Manche von ihnen dienen ihm und uns allen z.B. mit einem Leben in einer klösterlichen Ge-
meinschaft.
„Respekt!“ kann man da nur sagen. Den wenigsten ist die Ent-
scheidung leicht gefallen. Freunde, Familie, bisherige Arbeitsstelle, eigenes Geld – da bleibt vieles von nun an auf der Strecke. Wie gut aber für uns, dass wir ihr Beispiel immer vor Augen haben.
Viele sind es, die Christus an dem Platz nachfolgen, an den sie gerade hingestellt worden sind. Die heilige Teresa von Ávila (1515-1582) hat es mit diesen Worten auf den Punkt gebracht: „Christus ist auch in der Küche, mitten zwischen den Kochtöpfen.“
Entscheiden wir uns. Gehen wir ihm nach. Er sorgt schon für uns.

Predigt Margit Gill (pdf)
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Predigt Pastor Hartmut Dinse (pdf)
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Hinweise des Bibelwerks für Lektoren usw. (pdf)
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Näheres von mir zu Jesus und den Samaritanern
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H. Kügler: „Kann christliches Ordensleben glücklich machen?“ (pdf)
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„Wie hältst du’s mit der Religion?“ Allensbach-Studie
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Ordensgemeinschaften in Deutschland
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Sören Kierkegaard (1813-55), Christ und Philosoph, erzählt
folgende Geschichte:

„Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunder-
baren Hof. Sie veranstalten alle sieben Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredtste Gänserich mit ergreifenden Worten schnatternd die Herrlichkeit der Gänse dartut. Immer wieder kommt er dabei darauf zu sprechen, wie in Vorzeiten die Gänse mit ihrem mächtigen Gespann die Meere und Kontinente beflogen haben.
Er vergisst auch nicht, das Lob an Gottes Schöpfermacht zu betonen. Schließlich hat er den Gänsen ihre kräftigen Flügel und ihren un-
glaublichen Richtungssinn gegeben, dank deren die Gänse die Erdkugel überflogen.
Die Gänse sind tief beeindruckt. Sie senken andächtig ihre Köpfe und drücken ihre Flügel fest an den wohlgenährten Körper, der noch nie den Boden verlassen hat. Sie watscheln auseinander, voll Lobes für die gute Predigt und den beredten Gänserich. Aber das ist auch alles. Fliegen tun sie nicht. Sie machen nicht einmal den Versuch. Sie kom-
men gar nicht auf den Gedanken. Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.”

Quelle und noch mehr dazu: „Born to be wild! – Lernen von Wildgänsen“ >> BITTE KLICKEN !

Der Arzt wird mitten in der Nacht gerufen. Er untersucht den Patienten: „Haben Sie schon Ihr Testament gemacht?"
„Nein, Herr Doktor, ist es denn wirklich so schlimm?"
"Lassen Sie einen Notar kommen und rufen Sie sofort Ihre nächsten Verwandten!"
„Heißt das, dass es mit mir zu Ende geht?"
„Das nicht, aber ich will nicht der Einzige sein, der mitten in der Nacht sinnlos aus dem Bett geholt wird..."


Die Polizei hält den Pfarrer abends an, weil das Licht an seinem Fahrrad nicht brennt: „Das kostet 10 EURO!“ Beim Schreiben der Quittung fragt der Polizist: „Haben Sie denn keine Angst, dass Ihnen etwas passiert, wenn Sie so im Dunkeln fahren?“
Darauf der Pfarrer: „Nein, ich habe keine Angst, der Herr ist doch bei mir.“ - Darauf der Polizist: „Was? Zu zweit auf einem Fahrrad? Das macht allerdings 20 EURO!“

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16.06.2010

12. Sonntag im Jahreskreis C - 20.06.2010

(Fortsetzung)

Schließlich hat der sich damit ganz schön weit vorgewagt. Die Reaktion Jesu fällt jedoch ganz anders aus. Im heutigen Evangelium heißt es: „Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen. Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muß vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schrift-
gelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.“

Warum macht Jesus das? Warum verlangt er von seinen Jüngern jetzt striktes Stillschweigen? Er ist doch sonst immer daran interessiert, dass seine Frohe Botschaft viele Menschen erreicht?!

Der Grund Jesu ist leicht einsehbar. Wenn die Jünger jetzt Jesus lauthals als den Messias verkünden würden, könnte das zu einer Gefahr für seinen eigentlichen Auftrag werden. Das Volk sehnt sich nach einem Messias mit Macht und Pracht, wie Jesus es nicht sein will. Jesus ist nicht gekommen, um die Juden von den verhassten Römern zu befreien, und auch nicht, um allen möglichst viel Wohl-
stand zu bringen. Er will und darf sich nicht vereinnahmen und vom vor ihm liegenden Weg abbringen lassen.
Jesus schildert den Getreuen seinen bevorstehenden Leidensweg, um ihnen die Augen zu öffnen, gewissermaßen als Schock-Therapie. Er will verhindern, dass auch sie ihn gründlich miss-
verstehen. Seine Geschichte wird keine Erfolgsstory zur Erfüllung allzu menschlicher Wunschzettel.

Der Schluss des heutigen Evan-
geliums nennt die Konsequenzen für jeden Einzelnen in aller Schärfe:
„Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ -
So etwas hört man nicht besonders gerne. Das klingt verdächtig nach Aufopferung, nach jeder Menge Scherereien, nach Unter-
drückung eigener Wünsche, nach viel Schmerz und Leid. Schauen wir also etwas genauer hin. Zuerst einmal: Bei Jesus gibt es nichts Kleingedrucktes , keine Abzocke und keine Abo-Falle. Jesus sagt klipp und klar, was Sache ist.
Im Original heißt es eigentlich nicht, „wer mein Jünger sein will“, sondern: „Will jemand hinter mir hergehen, dann..“ – Der Wille, die Entscheidung liegt immer bei uns. Wer sich entschieden hat, der soll wissen: Jünger Jesu zu sein, heißt, hinter ihm herzugehen. Das war damals ohnehin so üblich: Die Schüler eines Rabbis gingen stets in einer Reihe hinter ihm her, folgten ihm auf Schritt und Tritt.
Man brauchte sich über den richtigen Weg keine Gedanken zu machen, das war Sache des Rabbis. Er sorgte für die Seinen.
Wer als gläubiger Christ also hinter Jesus hergehen will, der muss sich keinen Kopf machen, wohin
die Reise geht.
Er muss nur seinen Blick immer auf Jesus richten, der vorangeht. Er darf ihn nicht aus den Augen verlieren. Dann wird schon alles gut. – Doch was heißt dann „…der verleugne sich selbst“ ? – Soll ich etwa „Nein“ zu mir selbst sagen, zu dem, was meine Person ausmacht?
Das ist natürlich nicht gemeint. Das würde auch keinen Sinn machen. Jesus hat, als er sich die ersten Jünger ausgesucht hat, keine Nickmännchen gesucht. Das waren handfeste Leute, manchmal sicher auch kleine Dickschädel, wie das halt so ist.
Wir wissen z.B. aus der Bibel, welche Scherereien er etwa mit Petrus hatte, der ihn dreimal verleugnete. Nein, diejenigen, die Jesus nachfolgen wollen, sind keine Übermenschen, die sich nur von Weihwasser ernähren.
„Sich selbst verleugnen“ – damit ist etwas anderes gemeint als Duckmäusertum. Wenn Gott bloß Marionetten wollte, hätte er uns sicher anders erschaffen. „Sich verleugnen“ heißt: Nein sagen, sich weigern, wenn es um die egoistische Grundhaltung des Menschen und der Gesellschaft geht, die unsere Welt für einen großen Selbst-
bedienungsladen hält, ohne Rücksicht auf andere und auf Gott.
Dies erkennt man auch aus der Fortsetzung des Satzes: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ -
Wir Christen halten die Welt eben nicht für eine große Party, wo sich jeder selbst bedienen kann und sich das Leckerste vom Büffet herauspickt.
Für den Jünger Jesu, der ihm nachfolgen will, gibt es keine Selbstbedienung. Auch das Kreuz, auch das Leiden, kannst du dir nicht einfach aussuchen, und wenn Gott das so eingerichtet hat, dann ist das sicher gut so.
Jeder hat eben sein Kreuz, sein spezielles Kreuz. Oft genug steht es ganz plötzlich vor einem, riesengroß und angsteinflößend.
Nie im Leben hätte man sich gerade dieses Kreuz ausgesucht. Jesus drückt sich ganz klar und unmissverständlich aus: Wenn du an mich glaubst, dann hat das für dich Konsequenzen. So wie ich mein Kreuz auf mich genommen habe, so wartet dein Kreuz auf dich. Nimm es an, nimm es auf die Schulter, da trägt es sich am besten. Nimm es täglich auf dich, und nicht nur dann, wenn du selbst es dir zutraust. Nimm es an, akzeptiere es, und frage nicht: Warum gerade ich? Warum muss das ausgerechnet mir passieren?

Jesus ermahnt die Seinen: Folgt meinem Rat. Wenn eure Lebenspläne schmerzhaft durchkreuzt werden, dann denkt daran, dass dies einfach mit dazugehört. Schließlich betet ihr doch auch im Vaterunser so oft: „Dein Wille geschehe…!“ – Also macht es als Christen nicht wie die anderen, die meinen, sie müssten selber den Chef spielen. Wenn ihr ständig danach Ausschau haltet, wie ihr im Leben am billigsten davonkommt, dann wird das nichts mit der Nachfolge. Dann könnt ihr das glatt vergessen. Wer so denkt, wer sein Leben schmerzfrei halten will, der muss letztlich alles ent-
sorgen, was sein Wohlbefinden stört. Wohin das führt, sieht man an einer Gesellschaft, die alles abtreibt, was den eigenen Erfolg und Wohlstand behindert, vom Baby bis zum alten Menschen, der allein im Krankenhaus in einer Abstellkammer stirbt.
Jesus sagt uns die Wahrheit auf den Kopf zu: Du entscheidest selbst, ob du mir gläubig folgen willst. Wenn du aber dazu „JA“ sagst, dann wirst du auch erfahren, dass das Leid dich nicht besiegen wird. Du bist auf meiner Seite, und ich bin bei dir. Keine Sorge – alles wird sich schon fügen. Ich gehe dir ja voran. Allerdings – damit dir das gelingt, musst du schon auf der Spur bleiben, auf der richtigen, auf meiner Spur.
Lass dich vom Geschwätz dieser Welt nicht irre machen. Glaube den falschen Versprechungen nicht. Die handeln wie solche, die
eine Blinddarmentzündung mit einer Schmerztablette behandeln.
Mit solch einem Verhalten retten sie sich nicht, sondern sie zerstören in Wahrheit ihr Leben. Also komm hinter mich, lass dich wirklich auf mich ein, vertraue mir. Du wirst es nicht bereuen.

Predigt Pfarrer Karl Sendker
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Pfr. Werner Portugall: „Für wen halten mich die Leute?“ (pdf)
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Predigt Thomas Steiger: „Jesuanische Verwechslungen“
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda
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Vortrag von Kardinal Meisner beim Priestertreffen in Rom
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Mein Artikel „Katholische Blogs – so bunt wie das Leben“
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Beliebtheits-Umfrage: Mal Wulff, mal Gauck vorne…
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Ein Vater nimmt seinen Sohn ins Gebet. „Dein Klassenlehrer sagte mir, dass er sich große Sorgen um dich macht, weil du im Unterricht überhaupt nicht bei der Sache bist!" – „Ach, Papa," antwortet der Sohn treuherzig, „was kümmern uns die Sorgen anderer Leute."

„Wie hoch wäre denn meine Auszubildendenvergütung?" fragt der Bewerber für die Lehrstelle als Bankkaufmann als erstes.
"720 Euro in diesem Jahr, später natürlich deutlich mehr", sagt der Personalchef. - "Wenn das so ist, dann komme ich natürlich später wieder.“

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13.06.2010

Katholische Blogs - so bunt wie das Leben

(Fortsetzung)

Ultramontan
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Rom, römer, am römsten
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