28.06.2012

Bischöfe verkaufen WELTBILD doch nicht: Ich hab's geahnt...

(Fortsetzung)

Ob diese kosmetische Operation in diesem Falle aller-
dings wirklich den gewünschten Saubermann-Effekt bringt, wage ich zu bezweifeln. Beispielsweise hat sich Weltbild-Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz zu Wort gemeldet und schon mal vorab erklärt, dass ein Weg-
lassen der beanstandeten Titel „nicht zielführend“ wäre, sondern einen „gigantischen Schaden“ verursachen würde.
(Den Ton beim Video bitte lauter stellen...!)
Mit anderen Worten: Die Querelen um das Sortiment der Weltbild-Gruppe werden weitergehen. Da ändern auch die neuen juristischen Winkelzüge nichts dran. Und die Kirche steht mitsamt ihrer Glaubwürdigkeit da wie ein Unternehmer, der Vermögensteile auf dem Papier auf seine Frau überschrieben hat, und jeder weiß, was davon zu halten ist.
Ich hatte es übrigens geahnt. Am 23.2.2012 schrieb ich, „dass die Verkaufspläne im stürmischen Herbst 2011 hauptsächlich zur Beruhigung der Gemüter verkündet worden sind…"  >> BITTE KLICKEN !
Im Blog „Echo Romeo“ formuliert man jetzt Klartext: „Es macht mich sprachlos und wütend, wenn in unserer Kirche… Sünden nicht beendet, sondern einfach umdefiniert werden…“ >> BITTE KLICKEN !  
Da kann ich bedauerlicherweise nicht widersprechen…

Artikel in der "FAZ" >> BITTE KLICKEN !
Weltbild: Wenn das Geld im Kasten klingt...
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Unbelehrbar: Beteiligung an "Pubbles"
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Weltbild-Imagefilm: Alles super, oder was…?
:
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Kölner Gerichtsurteil gegen Beschneidung: Und was ist mit Namensgebung, mit Taufe und mit Ohrloch-Stechen...?

(Fortsetzung)
Bischof Mussinghoff, in der Deutschen Bischofs-
konferenz für die Beziehungen zum Judentum zustän-
dig, nannte das Urteil „äußerst befremdlich“. Es sei nicht einsichtig, weshalb die Beschneidung dem Interesse des Kindes zuwiderlaufe; der Gegensatz zwischen dem Erziehungsrecht der Eltern und dem Wohl des Kindes sei von den Richtern konstruiert. Die Freiheit des Kin-
des, sich später für eine andere Religion zu entschei-
den, sei durch den Eingriff nicht eingeschränkt.


Da haben wir nun den Salat! Auf der einen Seite erklärte sogar das Bundesverfassungsgericht zum Erstaunen mancher Beobachter das betäubungslose Schächten von Tieren aus religiösen Gründen für erlaubt, und nun soll ein weltweit häufig praktizierter medizinischer Ein-
griff illegal sein, obwohl die Beschneidung seit Jahr-
tausenden zentraler Bestandteil des Judentums ist.
Kein Wunder also, wenn manche in diesem Urteil letzt-
lich das Verbot des gelebten Judentums in Deutschland sehen. Den Betroffenen bliebe dann nur der Weg ins Ausland oder in irgendein medizinisch bedenkliches Hinterzimmer. Nachvollziehbar also, wenn die Em-
pörung groß ist.

Mir scheint, die Richter haben hier nicht zu Ende ge-
dacht und wesentliche Gesichtspunkte übersehen.
Die Beschneidung wird z.B. in den USA bei etwa 70 % der Jungen praktiziert, auch bei Christen. Doch auch
in Europa ist die Maßnahme verbreiteter, als man an-
nehmen möchte. Zum Beispiel die Zeitschrift „Der Stern“ berichtete über medizinische Vorteile, und „Der Spiegel“ schilderte gerade bei der Oberschicht von einem regel-
rechten Trend, bis hin zum englischen Königshaus.

Die maßgebliche Frage ist jedoch die, ob der Ansatz des Gerichtes stichhaltig ist, hier würde durch die religiöse Be-
schneidung das Wohl des Kindes gefährdet, weil sein Körper „dauerhaft und irreparabel verändert“ werde. Folgt man diesem Argument, ergeben sich nämlich weitere Fragen: Wie ist das dann mit Eltern, die ihrem Kind in den ersten 
Lebensjahren, also vor seiner Mün-
digkeit, Ohrlöcher stechen lassen? Selbst seine Zu-
stimmung wäre irrelevant, da es die Folgen für sein weiteres Leben gar nicht übersehen kann.
Und wie ist es mit anderen Entscheidungen der Eltern für ihr Kind, z.B. bei einer riskanten Operation? Und was ist mit lebensprägenden Entscheidungen wie die Kinder-
taufe oder die Auswahl des Vornamens?
Man könnte sicher eine lange Liste aufstellen bis hin zur Auswahl der Schule oder der Wahl des Wohnortes, wo Eltern für ihr Kind folgenreiche Entscheidungen treffen.
Man kann es absehen: Wenn die Kölner Richter glau-
ben, das dieses Urteil langfristig für ganz Deutschland bindend wird, dann haben sie sich aber gewaltig geschnitten! 

Gericht: Beschneidung = Straftat >> BITTE KLICKEN !
Protest Bischof Mussinghoff >> BITTE KLICKEN !
Josef Bordat: Judentum strafbar? >> BITTE KLICKEN !
DER STERN:"Operation Vorhaut" >> BITTE KLICKEN !
DER SPIEGEL: "Schwapp - Ab!" >> BITTE KLICKEN ! 

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21.06.2012

Herder-Verlag: Umfragen zu kirchlichen Themen mit eingebautem Abo?

(Fortsetzung)

Zum einen darf man die Art der Fragen durchaus kritisch sehen; man könnte diese zumindest zum Teil als Suggestiv-
fragen bezeich-
nen (Beispiele: siehe Linktipps), was man bei den veröffentlichten Er-
gebnissen berücksichtigen sollte.
Wie aussagekräftig die Prozentwerte zuweilen tat-
sächlich sind, mögen zwei Umfragen aus 2012 demonstrieren. Während in der Befragung „Glauben 2012“ im April auf die Frage: „Muss den Glauben ein neues Konzil retten?“ beachtliche 52,4 % mit „NEIN“ antworten, ergibt die Befragung „50 Jahre Konzil“ im Mai auf die Frage: „Ist ein neues Konzil notwendig?“
ein völlig anderes Bild: 52,3 % sind für die vorgegebene Antwort „Unbedingt“, nur 14,2 % antworten diesmal mit „NEIN“. Und damit hätten wir dann endlich Klarheit über des Leservolkes Meinung, oder wie…?!
Und wer das "Dankeschön" für die Teilnahme an der Umfrage haben möchte und deshalb „JA“ ankreuzt, gibt seine Anschrift an und muss unterschreiben. Und schon gibt’s dann ein Probe-Abo, das sich automatisch verlängert, wenn man nicht rechtzeitig eine Woche nach Erhalt der Gratis-Ausgaben widerspricht. 
Hat der Herder-Verlag ein solches Verhalten nötig? Offensichtlich ja…

- Umfrage: "Worüber geredet werden muss"
- Ein Umfrage-Ergebnis im April 2012
(man beachte auch die "tollen" Frage-Kombinationen) >> BITTE KLICKEN !
- Umfrage-Ergebnis im Mai 2012 
- Blogger-Kollege veröffentlicht praktische "Ausfüllhilfe"... >> BITTE KLICKEN !
- Antwortvorschläge eines weiteren Blogger-Kollegen
- Und noch ein Blogger zum Thema...
- Dieser Kollege ärgert sich auch darüber...
- Gratis-Ausgaben als Dankeschön, die auto-
matisch zum Abo werden, wenn man nicht aufpasst
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20.06.2012

Diskussion um Kommunion-Empfang wiederverheiratet Geschiedener: Was allzu gerne verschwiegen wird...

(Fortsetzung)
Alles in einen Topf zu werfen, ist ein beliebtes Argu-
mentationsmuster. Das Beispiel ist aber völlig daneben. Der aufrichtig bereuende Mörder behält sich der Kirche gegenüber nicht das Recht vor, weitere Morde zu be-
gehen und bittet dafür schon mal um Barmherzigkeit.
Selbst Geschiedene dürfen zur Kommu-
nion hinzutreten; sie dürfen sogar Paten sein usw.
Anders sieht es allerdings aus, wenn eine neue – auch sexuelle - Beziehung eingegangen wird, obwohl die vorige vor Gott ge-
schlossene Ehe aus kirchlicher Sicht noch nicht beendet ist. In diesem Zustand schwerer Sünde darf man nicht zum Tisch des Herrn treten.
In der Öffentlichkeit wird häufig der Eindruck erweckt, dieses Schicksal treffe nur die wiederverheiratet Geschiedenen. Verschwiegen wird dabei, dass es eine ganze Reihe von schweren Verfehlungen gibt, die vom Kommunionempfang ausschließen, wie etwa eine er-
folgte Abtreibung, öffentlich demonstrativ gelebte Homo-
sexualität oder etwa Kirchenaustritt. Es gibt sogar prominente Beispiele, wo vom Ortsbischof eine Exkommunikation wegen kirchenfeindlicher Reden ausgesprochen wurde. Hat man z.B. je die Forderung von Priestern vernommen, man möchte diejenigen,
die ein Menschenleben durch Abtreibung getötet haben, zur Kommunion zulassen?

Ich bestreite nicht, dass es viele Katholiken gibt, die sehr darunter leiden, dass sie die Kommunion nicht empfangen dürfen. Es be-
fremdet mich aber, wenn das Leben als Christ nur an diesem Punkt festgemacht
wird, denn von den aller-
meisten Dingen ist man ja keineswegs ausgeschlossen.
Barmherzigkeit gelten lassen und gegenüber diesen Menschen großzügig verfahren – das klingt gut und das möchte eigentlich auch jeder. Aber ist es wirklich eine Lösung, wenn die einen alles quasi „zum Nulltarif“ (so Prof. Dr. Wilhelm Rees) bekommen, während die ande-
ren sich die Mühe machen, ein langwieriges kirchliches Eheverfahren auf sich zu nehmen?
Vieles gäbe es noch gegen die z.T. allzu oberflächliche öffentliche Diskussion einzuwenden. Dabei muss ich das Rad nicht neu erfinden, sondern ich verweise erst einmal auf weiterführende hilfreiche Links:

- Astrid Weiland: Geschieden – wiederverheiratet- abgewiesen (pdf) >> BITTE KLICKEN !
- Karl Veitschegger: Geschiedene ohne Rechte?
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- Katholik Kennedy von Kommunion ausgeschlossen
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- Pastorale Handreichungen eines Bistums (pdf)
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- Artikel über Stephan Wahl
>>
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19.06.2012

13 Millionen schon verbaut: Staat will Pfarrei wegen Bau einer Raststätte enteignen

(Fortsetzung)
Der Grund: Noch nicht geregelte Besitzverhältnisse
der benötigten Grundstücke und fehlende Verträge für Wasser und Kanal (Abwasser).
Mit anderen Worten: Die Autobahndirektion ließ schon mal mit dem Bau beginnen, obwohl Grundlegendes noch nicht geklärt war. Der örtlichen katholischen Pfarrgemeinde droht nun ein Enteignungsverfahren

für neun Hektar Kirchenwald. Bislang weigert sich Pfarrer Markus Schmid nämlich, das benötigte Grundstück zu verkaufen. Er möchte kein Geld, sondern ein Ersatzgrundstück im Tausch, so wie das laut Planfeststellungsverfahren für betroffene Landwirte gilt.
Seit etwa sechs Jahren geht es nun in diesem Streitfall hin und her, weil der Staat nicht zum Tausch bereit ist. Und dann hat man 2011 einfach an-
gefangen zu bauen. Der Pfarrer erhielt ein amtliches Schreiben, das ihm schon mal die Enteignung androht. Seltsamerweise gibt es in der Nähe bereits einen Auto-
hof, und zwei weitere nicht weit entfernt. Die wollen die neue Autobahnraststätte natürlich nicht, denn dadurch sind Arbeitsplätze in Gefahr, während hier neue ent-
stehen würden.
Ende Juli sollen aber auf der neuen Raststättenbau-
stelle wenigstens die 218 Parkplätze freigegeben werden, und dann hat man kurioserweise hier die einzige Raststätten-Anlage in Deutschland, bei der Tankstelle und Raststätten-Gebäude fehlen. Die Stadt ist auch sauer, obwohl sie eigentlich klar für den Neu-
bau ist. Der Stadtrat kritisiert, dass die Frage der erwar-
teten großen Mengen von Wasser- und Abwasser auch noch nicht geklärt ist, da sowohl die Autobahndirektion als auch der künftige private Betreiber der Anlage sich weigern, einen Vertrag mit der Stadt zu unterschreiben, der die Übernahme der Kosten klarstellen soll. Es könne ja wohl nicht sein, empört sich die Stadt, dass man als Betreiber die Gewinne einstreichen wolle, aber die er-
heblichen Kosten für Wasser- und Abwasseranschluss auf die Bürger der Stadt abwälzen möchte.

Man darf also gespannt sein, wie das ausgeht.
Liegt Schilda eigentlich in Bayern…?
Ob Pfarrer Schmid nachts noch ruhig schlafen kann?
Einfach nachgeben wird er wohl nicht: „So wie hier mit uns umgegangen wird, kann das nicht rechtens sein“, erklärt er schon mal der Presse.


- Bericht mit Foto
>>
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- Einen Autohof gibt es längst…
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- Planfeststellungsbeschluss: Ersatzland für Bauern (4.2) (pdf)  >> BITTE KLICKEN !
- Info der Autobahndirektion ohne Autohöfe (pdf)
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- Die Rekord-Tiefenbohrung
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Vielleicht nimmt auch Pfarrer Schmid (im Video im Hintergrund zu sehen) eine kleine Stärkung?


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15.06.2012

Will die Zeitung "DER WESTEN" die Kirchenhasser-Nummer durchziehen? - Seltsamer Kommentar zur "Schulanfangsbox"l

(Fortsetzung)

Redakteurin Gerrit Dorn präsentierte der Leserschaft einen Kommentar mit der Schlagzeile: „Die Kirche manipuliert Kinder mit billigen Verkaufstricks“
(siehe Linktipps unten). Die Kirche stelle sich ein „Armutszeugnis“ aus, wenn sie mit diesen Boxen ver-
suche, „Kinder zu ködern und zu missionieren. Das sollten die Kirchenoberen schleunigst unterbinden“, sonst rücke man „in die Nähe obskurer Sekten“.
Die ach so kindergefährdende Frühstücksbox enthält z.B. ein Ausmalbuch, einen Würfel, aber auch ein Kindergebetbuch, „mit dem Sechsjährige sicherlich nichts anfangen können. Doch wenn es erst einmal im Kinderzimmer liegt, dann werden sie es eines Tages auch lesen“, befürchtet Gerrit Dorn – wirklich eine grauenhafte Vorstellung…?! - Man ködere Kinder,
„die ansonsten vielleicht niemals mit derartigem Material in Kontakt gekommen wären“, beklagt die Kommen-
tatorin.

Soll das so eine Art Kirchen-
hasser-Nummer werden?
Jedenfalls: Da die Zeitungs-
frau be-
merkens-
wert schlecht informiert ist, hier einige Infos als kleine Nachhilfe:
1.) Die Box wurde an nur 20 Kinder verschenkt an-
lässlich der Präsentation, ansonsten wird sie interes-
sierten Kirchengemeinden, Eltern, Schulen usw. zum Kauf angeboten.
2.) die Paderborner Schule, an der diese Aktion statt-
fand, ist eine katholische Schule, in die Eltern ihre Kinder mit Absicht schicken. Wie man leicht durch das Studium des Schulprogrammes feststellen könnte, werden dort Kinder sogar mit so „schlimmen“ Dinge wie Schulgottesdienst, Schulgebet und sogar eine Extra-Seelsorge-Stunde durch den Pfarrer „geködert“. Das ist Frau Dorn offenbar ganz entgangen.

3.) Es mag ja sein, dass Frau Dorn nicht weiß, was man mit einem Kindergebetbuch macht. Ich „fürchte“, etliche Eltern würden es ihr gerne erklären.
4.) An staatlichen Schulen ist genau durch Verord-
nungen geregelt, ob und was verkauft werden darf. Weder irgendein Händler noch die Kirche können da einfach so etwas verteilen. Sogar jedes Plakat, jeder Aushang muss vom Schulleiter genehmigt werden.
In Zweifelsfällen tagt die Schulkonferenz oder die zu-
ständige Schulaufsicht entscheidet.

5.) Spätestens durch die Pressemitteilung des Bonifatiuswerkes war erkennbar, dass überhaupt nicht an eine Massenverteilung gedacht ist. Die Box wie auch die Schulabschlusstasche müssen erst mal von Interes-
sierten erworben werden, und die werden sicher vorab vor Ort klären, ob und wie eine Verteilung stattfinden wird. Beim Preis von mindestens 9,90 Euro pro Stück wird wohl kaum jemand Lust haben, die Materialien einfach mal so abzugeben, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.


Frage: Ist es nicht eher so, dass sich die Zeitung
„DER WESTEN“ mit diesem seltsamen Kommentar selbst ein Armutszeugnis ausgestellt hat? Wollte man vielleicht sogar mit der provozierenden Schlagzeile Leser ködern und missionieren? – So etwas sollten
die Zeitungsoberen schnell unterbinden, denn wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen: Schließlich könnte man darauf hinweisen, dass die Verlagsgruppe WAZ/WP/WR… versucht, z.B. mit dem Verteilen von Zeitungen in Schulen und mit dem sogenannten ZEUS-Programm, Kinder für ihre Zeitungen zu ködern.
Ich darf mal aus Ihrem Text für Grundschulkinder zitieren: „Viertklässler durchstöbern die Tageszeitung, entdecken die Tricks der Redakteure und machen als ZEUSKids-Reporter Jagd auf spannende Nach-
richten…“
- Da hätte ich jetzt spontan sogar einen Themenvorschlag…

- Pressemitteilung Bonifatiuswerk >> BITTE KLICKEN ! 
- Bestellseite Schulanfangs-Box >> BITTE KLICKEN ! 
- Artikel in "DER WESTEN"  >> BITTE KLICKEN !
- Kommentar von Gerrit Dorn in "DER WESTEN "
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- Schulprogramm Bonifatius-Schule (pdf)
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- Werbung an Schulen? (pdf) >> BITTE KLICKEN ! 
- Schulgesetz in NRW  (pdf) >> BITTE KLICKEN !
- Wie "DER WESTEN" an Schulen wirbt
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12.06.2012

Predigt 11. Sonntag im Jahreskreis B -- 17.06.2012

(Fortsetzung) 
Ein Arbeits-
loser über 55 findet deshalb heute kaum noch einen Job – der ist einfach zu alt und zu lang-
sam, heißt es.
Der wird dann im Arbeitsleben einfach ausgemustert wie ein Gegenstand, den man nicht mehr braucht. - Wenn die Natur das zuließe, gäbe es sicher jetzt auch eine „Turbo-Schwangerschaft“, die möglichst nur 6 statt 9 Monate dauerte. Viele Eltern erwarten ohnehin, dass ihr Nachwuchs sich als Hochleistungskind zeigt. Grundschullehrer berichten immer häufiger, dass Eltern versuchen, Druck auf sie auszuüben, damit das Kind nur ja auf’s Gymnasium kommt, auch wenn das Kind eigentlich damit überfordert ist.
Die Natur weiß es aber besser als die gestressten Menschen von heute: Alles braucht seine Zeit bis zur Reife, bis es soweit ist! Das kann nicht nur bei Pflanzen verschieden lange sein, sondern auch bei Menschen. Früher, als das Leben noch ländlich geprägt war, wusste schon jedes Kind aus eigenem Erleben im Garten oder auf dem Feld: Von der Saat bis zur Ernte vergeht eben eine lange Zeit, ob uns das passt oder nicht. Etwa durch das Wetter bedingt läuft es eben nicht immer so, wie wir es gerne hätten. Regelmäßig geht man nachschauen: Kommen zum Beispiel die Bohnen schon aus der Erde raus? Setzen sie schon Blüten an? Heutige Stadtkinder dagegen erleben so etwas nur, wenn sie Glück haben, in Langzeit-Versuchen im Sachunterricht der Grund-
schule. Viele Kinder wissen schon nicht mehr, wo die Milch herkommt oder die Pommes, vom Miterleben etwa einer Schwangerschaft ganz zu schweigen. Sie lernen heute schon spielerisch ein bißchen Englisch im Kinder-
garten, aber viel zu viele von ihnen werden wohl nie das Vergnügen haben, in einem Bachlauf einen Staudamm aus Steinen zu bauen. Sie werden professionell in der Schule mit Wissen vollgepackt, aber niemand hat ein wenig Zeit, um sie die faszinierende Schönheit eines Sonnenaufgangs mit dem großen Jubelkonzert der Vogelwelt erleben zu lassen. 

Das wussten schon die Kinder früher: alles im Leben hat seine Zeit. Alles ist in Bewegung. Da wird geboren und da wird gestorben, und all dies geschah selbstverständlich im Schutze der Familie. Alles hatte seine Zeit. Keine Erd-
beeren im Dezember, und alles kam dann frisch auf dem Tisch, wenn es reif war, und nicht früher.
Die To-
maten damals schmeckten nicht nach schnittfesten Wasserbehältern, sondern herrlich aromatisch und fruchtig, allerdings hierzulande eben nur von Juli bis Oktober. Es war ein Rhythmus, auf den man sich ein-
gestellt hatte, so sicher wie das Amen in der Kirche.


Mitten in dieses ländliche Leben hinein führt auch das heutige Evangelium. In seinen Gleichnissen spricht Jesus immer so, dass die Alltagswelt darin erläutert wird als sehr anschauliches, einprägsames Beispiel für Jesu eigentliche Aussage-Absicht.
Heute vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Senfkorn. Im Gegensatz zu unserer Heimat sind die klimatischen Bedingungen in Israel so, dass zumindest zur Zeit Jesu jeder die Senfstaude sehr gut kannte.
Sie wuchs bis zu drei Meter hoch und überragte damit alle anderen
Gartengewächse. In fast jedem Garten gab es die Senfstaude sowie auch eine ganze Reihe ande-
rer Gewürzkräuter, die man für die täglich frische Küche benötigte.

So musste auch jeder Zuhörer Jesus zustimmen, wenn er von der Winzigkeit des Senf-
samens sprach. Die Senf-
samen-Sorte, die dort von so vielen für ihren Haushalt privat verarbeitet wurde, hat nichts mit den
größeren Senfkörnern zu tun, wie wir sie heute kennen.
Jene Senfstaude produzierte Samenkörner, die so klein waren, dass man sie mit bloßem Auge gerade noch erkennen konnte. Da es die Sorte heute noch an einigen Standorten gibt, haben Biologen mal nachgezählt: Etwa 700 von diesen winzigen Samenkörnern ergeben ge-
rade mal 1 Gramm an Gewicht – nur ein Windstoß genügt, und die Samen sind wer weiß wo.
Dabei verfügt diese Senfstaude auch noch über eine geradezu unver
schämte Wüchsigkeit. Egal ob am Feldrand, auf einer Weinbergsmauer oder eben im Garten – sie wächst wie ein Weltmeister und lässt sich dabei durch nichts und niemanden aufhalten. Daher galt sie damals bei vielen schon fast als Unkraut, da andere Gartengewächse von ihr verdrängt werden können, wenn man die zahlreichen kleinen Abkömmlinge nicht rechtzeitig entfernte.
Der römische Gelehrte Plinius der Ältere schrieb da-
mals, der Senf wachse derart ungestüm, dass man „das Land kaum wieder davon reinigen“ könne. – Ja, so ist das: ganz winzig klein und unscheinbar hat es be-
gonnen, und innerhalb eines Jahres ist ohne das geringste Zutun eines Menschen daraus eine Pflanze geworden, die alles überragt, die alles in den Schatten stellt. Das nutzen natürlich auch die Vögel, um in den weit ausladenden Zweigen auch Schatten zu suchen und um dort zu nisten.

Was der Mensch dabei nur tun muss, ist das Säen des massenhaft vorhandenen Samens bzw. auch nur das Nicht-Ausreißen einer einzigen Jungpflanze – und schon wächst die Senfstaude gewissermaßen mit eingebauter Erfolgs-
garantie. Jeder Zuhörer Jesu wusste: das kann gar nicht anders sein, das geschieht einfach, es geschieht wie automatisch. Interessanterweise steht auch genau dieses Wort „automatisch“ im biblischen Originaltext, leider aber nicht mehr in unserer heutigen Einheits-
übersetzung.

Wir erinnern uns - Jesus sagte zu seinen Zuhörern: „Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Sa-
menkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Das Herzensanliegen Jesu ist es, den Menschen immer wieder klarzumachen: Das, wonach ihr euch sehnt, das, was ich euch versprochen habe, das kommt mit abso-
luter Sicherheit. Das Reich Gottes fängt zwar
offen-
sichtlich ganz klein und geradezu mickrig an, aber man sollte sich
davon besser nicht täuschen lassen. Unaufhaltsam wächst es zu seiner endgültigen Größe heran, ohne dass dafür auch nur ein einziger Mensch einen Finger krumm machen müsste. Eben ohne unser Zutun, eben automatisch, wie von selbst. Über diesen Prozess des Wachstums kann kein Mensch verfügen. -
Irgendwie macht uns dieses Gleichnis Jesu heutzutage natürlich nervös. Kann Jesus das denn wirklich gemeint haben?
Das widerspricht doch offensichtlich seinen Aussagen, die man an vielen Stellen der Bibel findet, wonach wir uns für das Himmelreich abmühen sollen – wir sollen die Gebo-
te einhalten, wir sollen unsere Nächsten lieben, wir sollen den Glauben allen Völkern verkünden usw.
Kann er das denn wirklich so gemeint haben wie mit dem Gleichnis vom Senfkorn? Wenn ja, heißt das dann, dass wir ab sofort unsere Hände in den Schoß legen dürfen, weil Gott das doch lieber alleine machen will?
Nein, das wäre ein furchtbares Missverständnis! Natürlich sollen wir Menschen unseren Teil zum Ernte-Erfolg Gottes beitragen. Das Gleichnis Jesu will uns jedoch sagen: Euer Einsatz ist gut und wichtig, aber ihr braucht dabei wirklich nicht in Stress und Aktivismus zu verfallen. Das Reich Gottes wird euch letztlich doch geschenkt – seid euch dessen immer bewusst!
Lasst euch also von dessen anfänglicher Unschein-
barkeit nicht täuschen.
Es wird groß und mächtig, ob ihr euch nun vor Sorgen verrückt macht oder nicht! –
Und damit hat Jesus wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, denn diese demütige und wartende Haltung ist, wie eingangs
geschildert, nicht gerade die Stärke des modernen Menschen.
Auch wenn dies den Pfarrern und allen engagierten Gläubigen zu-
weilen
Bauch-
schmerzen bereitet, weil es so gar nicht voran zu gehen scheint
in der Gemeinde und in der ganzen Kirche – Jesus sagt uns : Nur keine Sorge, meine Lieben, das ist bei Gott alles im Griff, alles im grünen Bereich. Aber es geht eben nicht so, wie ihr euch das vorstellt, nicht dalli-dalli. Gott lässt vieles nach und nach wachsen, all-
mählich heranreifen.

Die moderne Kultur, alles möglichst schnell haben zu wollen wie einen löslichen Instant-Kaffee, die funk-
tioniert bei Gott nicht. So funktioniert das nicht mit dem Reich Gottes – einfach aufschütten, umrühren, fertig!


Jesus mahnt mit dem Versprechen, dass das Reich Gottes garantiert zu seiner vollen Größe heranwachsen wird, unsere Geduld an. Mehr noch mahnt er aber unser Gottvertrauen an. Ja, eure kleine Gemeinde und der geringe Gottesdienstbesuch mag euch mickrig er-
scheinen und euch manchmal traurig machen. Dass eure Kinder so gar nichts mit der Kirche am Hut haben, das mag euch persönlich kränken und enttäuschen. – Aber habt doch Vertrauen! Es liegt alles letztlich über-
haupt nicht in eurer Hand, sondern in Gottes Hand, und genau da gehört es auch hin.

Wenn Jesus mit dem Gleichnis vom Senfkorn mehr Ver-
trauen in Gott anmahnt, ist das wirklich ein dringendes Anliegen. Natürlich darf man mal klagen und enttäuscht sein, wenn man mal wieder einen schlechten Tag hat. Aber ganz grundsätzlich ist das mangelnde Gottver-
trauen ganz klar eine Sünde, eine Sünde gegen den Heiligen Geist.

Solch ein Klagen über das schleppende Vorankommen ist nämlich, wenn man es zu Ende denkt, eine Beleidigung des himmlischen Vaters! Solch ein Jammern unterstellt ja indirekt, dass Gott da wohl etwas nicht so ganz im Griff hat. Es unterstellt, Gott habe so etwas wie eine altersbedingte Sehschwäche, wenn er z.B. den Zustand der deutschen Kirche offenbar nicht richtig erkennt.
Das ist also das eigentlich Traurige bei aller Angst, bei aller übereifrigen Sorge: unser mangelndes Vertrauen
in Gott selbst! Jesus hat es doch oft genug klargestellt: Da geht kein Schaf aus der großen Herde verloren,
da geht kein Mensch und keine Pfarrei verloren – zugegebenermaßen vielleicht dem ersten Eindruck nach, aber nicht bei Gott!

Lassen wir uns also nicht täuschen und ins Bockshorn jagen: Das Himmelreich wird kommen, und zwar, weil Gott es so will. Angefangen hat es bereits, und es wird wachsen, immer weiter wachsen. Also entspannt euch und schaut mal in den Spiegel - ihr tragt die Welt wirk-
lich nicht auf euren Schultern.

Der beliebte Papst Johannes XXIII. hat mal erzählt, dass ein junger Bischof ihm ganz verzweifelt und erschöpft geklagt habe, wegen der großen Last der Verantwortung für sein anvertrautes Bistum könne er nachts kaum noch schlafen. Zuerst stimmte der Papst ihm zu, dass er dieses Gefühl spätestens seit seiner Wahl zum Papst auch immer mal wieder erlebt habe. Dann aber fügte er hinzu: „Einmal aber erschien mir ein Engel im Traum. Er sagte mir nur einen einzigen Satz: Giovanni, nimm dich doch nicht so wichtig! – Seitdem kann ich wieder wunderbar schlafen…“


Predigt Pfr. Josef Mohr
Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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VIRC: Lesungstexte und kurze Einführung ins Evangelium (pdf) >> BITTE KLICKEN !
Pfr. Bruno Layr: Gottesdienstentwurf mit Predigt
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Predigt Pfarrerin Dr. Christine Ritter
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Predigt Pfr. Markus Lohner (pdf)
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Gruppenstunde / Kindergottesdienst „Senfkorn“
(8 S./pdf) >> BITTE KLICKEN !
Dominus-Verlag (Dr. Peter C. Düren), u.a. interessantes Buch „Kleines ABC des Zweiten Vatikan. Konzils“ >>  BITTE KLICKEN !



Ein Rasenmäher und ein Schaf stehen nebeneinander auf der Wiese. Da sagt das Schaf: „Mäh! Mäh!“
Antwortet der Rasenmäher: „Von dir lass ich mir nix befehlen!“


Ein Bischof bittet seine Priester zu einem Gespräch,
bei dem Fragen der Verkündigung durchgesprochen werden. Da sagt der Bischof: „Meine lieben Mitbrüder, Sie müssen, wenn Sie predigen, das bitte auch mit Ihrer Mimik unterstreichen. Wenn Sie z. B. vom Himmel reden, müssen Sie ein strahlendes und fröhliches Gesicht machen.“
Da meldet sich ein etwas vorwitziger Pfarrer und fragt: „Und wenn ich aber nun von der Hölle rede?“
Der Bischof bemerkt dazu nur ganz trocken: „Dann können Sie natürlich so bleiben, wie Sie immer sind!“ 


Diese Predigtgedanken können Sie auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.8.2012)
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08.06.2012

Frage: Wie steht's in Deutschland konkret mit der geplanten Neu-Evangelisierung?

(Fortsetzung)
Es geht auch nicht um eine bloße von Theologie-Experten vor Ort umzusetzende Wiedereintritts-Kampagne in die Kirche. Die Neuevangelisierung will tiefer gehen: Sie will gewissermaßen die Schatztruhe unseres Glaubens neu für Menschen öffnen, denen der Schlüssel dazu verlorengegangen ist. Den Verant-
wortlichen in Rom und anderswo ist dabei durchaus bewusst, dass Neuevangelisierung erst einmal eine „Selbstevangelisierung“ voraussetzt. Bereits Johannes Chrysostomos (344 – 407 n.Chr.) schrieb dazu ganz eindringlich: „Es gäbe keine Heiden, wenn wir wahre Christen wären… Aber: Dem Geld huldigen wir genau wie die Heiden. Vor dem Tod haben wir Angst wie sie. Armut fürchten wir wie sie… Wie sollen sie vom Glauben überzeugt werden?“
Papst Paul VI. hatte es so ausgedrückt: „Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte…“

Alle diesbezüg-
lichen Konferen-
zen sind zu begrüßen, doch sollte man sich auch ehrlicher-
weise bewusst sein, dass der Erfolg der Überlegungen und Aktionspläne letztlich damit steht oder fällt, in welchem Zustand die Kirche und ihre Vertreter vor Ort sind. Glaubwürdigkeit ist heute mehr denn je gefragt, und Verkünder des Glaubens, denen man nicht ansieht, dass sie selbst wirklich von Gott begeistert sind, dass ihr Herz für Gott brennt, locken kaum jemand hinter dem Ofen der Bequemlichkeit hervor.
Eine Kirche, die sich z.B. in Deutschland eher als zer-
stritten präsentiert, wirkt nicht gerade einladend. Hinzu kommt, dass es eigentlich schon immer und auch ohne solche Konferenzen in der Kirche den Auftrag zur Mis-
sionierung gibt, laut kirchlichem Gesetzbuch übrigens besonders für Bischöfe und ihre Priester.
Doch wie sieht die Realität aus…? Früher gab es z.B. auch schon ähnliche Anstrengungen, etwa die Volks-
missionen. Meistens besuchte ein Team von speziell geschulten Priestern die Pfarrei für mehrere Tage, hielt Vorträge, machte Hausbesuche und vieles mehr. Doch wer traut sich sowas heute noch?
Welcher Pfarrer macht systematisch Hausbesuche, deren Erfolg – auch bei aus der Kirche Ausgetretenen – hinlänglich bekannt ist? Ist es nicht eher so, dass Austritte registriert und abgehakt werden, und dass diese Menschen einfach vergessen werden?
Viele Gelegenheiten gibt es auch im Rahmen der „normalen“ kirchlichen Arbeit, z.B. bei der Sakra-
mentenkatechese. Doch in der Realität sieht es leider oft ganz traurig aus, denn da reicht der Pfarrer diese wichtige Aufgabe gerne an Laien weiter, die oft weder theologisch noch pädagogisch dafür vorbereitet sind. Viel zu viele Kommunionkurse werden auf diese Weise als Chance vertan, und man „winkt die jungen Leute einfach durch“, wie es Kardinal Walter Kasper einmal drastisch ausdrückte. Weder die Katechese noch An-
lässe wie z.B. Beerdigungen werden ausreichend
für die Evangelisierung genutzt.

Neuevangelisierung – das ist etwas für Ausdauer-
sportler im Glauben. Erfahrene Seelenführer wissen es: Diese zweite Bekehrung ist wesentlich schwieriger zu erreichen als die erste. Wer erst einmal den Schritt fort von der Kirche gegangen ist („mir fehlt doch nix, mir geht es gut“), der kommt nur selten mit fliegenden Fahnen zurück, bloß weil er einen Einladungszettel für einen Bibelabend in die Hand gedrückt bekommt.

Nun stehen wir kurz vor der Som-
merpause, in der auch in der Kirche (noch) weniger geschieht als üblich. Mit anderen Worten: Bald wird ein ganzes Jahr nach jenem großen Anlauf in Rom vergangen sein, und das ausgerufene „Jahr des Glaubens“ steht un-
mittelbar vor der Tür. Da sei die Frage erlaubt, ob die Kirche z.B. in Deutschland wirklich alle Anregungen aus Rom aufgegriffen und umgesetzt hat, was 
„wünschens-
wert“
wäre, wie der Papst sich höflich ausdrückte.
Hat man wirklich überall die Ärmel hochgekrempelt, von den Bistumszeitungen bis hin zu Schulungen? Nicht nur eine Blogger-Kollegin bezweifelt das.
Vielleicht (hoffentlich!) täuscht der Eindruck, aber viele Kirchenführer machen einen müden Eindruck, als würden sie am liebsten Dienst nach Vorschrift schieben. Ob das wirklich noch ein großer Wurf werden kann mit der Neu-Evangelisierung?

Immerhin, da und dort tut sich was. Beispielsweise in Köln, wo man im nächsten Jahr einen großen eucha-
ristischen Kongress plant. Oder in Freiburg, wo man für dieses Wochenende die katholischen Blogger einge-
laden hat, über ihren Beitrag zu diesem wichtigen Thema nachzudenken. Immerhin. Ich wünsche von ganzem Herzen viel Erfolg, der Blogger-Tagung und unserer Kirche…!


Blogger-Kollegin kritisiert bischöfliche Schläfrigkeit…
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Beispiel einer privaten Blogger-Initiative zum
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Teilnahme-Empfehlung: Eucharistischer Kongress
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Gelungene Impressionen einer Fachtagung „Gott im Web“

Vortrag Kardinal Kasper: Kirche ist ihrer Natur nach missionarisch


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06.06.2012

Protest oder Selbstbetrug? -- 140 Freiburger Priester spenden "barmherzige" Kommunion an wiederverheiratete Geschiedene

(Fortsetzung)
Das Ehepaar Wulff hatte sich auseinandergelebt,
und jeder der beiden lebte „immer mehr sein eigenes Leben“, wie damals in der Presse zu lesen war.
War die Ehe aber wirklich zerrüttet? Haben sich beide wirklich intensiv und lange bemüht? Oder musste als einfache Lösung eine Jüngere her?  
Barmherzigkeit wollen die Protestler, und die wollen wir alle gerne in Anspruch nehmen, wenn wir gesündigt haben. Aber wie sieht es beispielsweise mit der Barmherzigkeit gegenüber den Kindern der ersten Ehe aus, und wie mit dem verlassenen Ehe-
partner?
Da gäbe es viele traurige Geschichten zu erzählen, und als Grundschullehrer mit fast 30 Jahren Berufspraxis habe ich im Gespräch mit verstörten Kindern so man-
ches erlebt. Und ich vergesse beispielsweise auch nicht den in einer Pfarrgemeinde sehr engagierten Familien-
vater, der Frau und Kinder für eine jüngere attraktive Arbeitskollegin verließ, in die er sich verliebt hatte. Während er nun händchenhaltend zum Sonntags-
gottesdienst geht, traut sich seine erste Frau nicht mehr zur Heiligen Messe, aus Angst und Scham.                
Ja, die Einzelschicksale sind oft kompliziert. Barm-
herzigkeit kommt in den Medien und beim Kirchenvolk erst mal gut an. Aber ist es nicht ein Selbstbetrug, wenn man so tut, als könne man mit der Zulassung zur Kom-
munion und zum Bußsakrament alles wieder gut machen?   
Die kirchliche Lehre ist eindeutig, und das unter Be-
rufung auf Jesus selbst. Seine Haltung zum Ehebruch ist unmissverständlich. Die Ehe ist ein heiliger, vor Gott geschlossener und unauflöslicher Bund, aus dem man nicht einfach aussteigen kann. Selbstverständlich gibt es Ehen, die sind beim besten Willen nicht zu retten, aber vielfach wird heute zu früh kapituliert. Wenn Scheidung und Wiederheirat fast schon der Normalfall sind, ist der Druck natürlich geringer, sich wirklich mit aller Kraft und vielleicht auch unter Hilfestellung außen-
stehender Berater um die verfahrene Ehesituation zu bemühen, zumal schon „Ersatz“ in Sicht ist. Und wenn nun auch noch die Kirche signalisiert, dass man sogar in neuer Besetzung zum eucharistischen Mahl zugelassen werden kann, wird die Schwelle weiter abgesenkt. 
Ich bestreite nicht, dass es viele Katholiken gibt, die sehr darunter leiden, dass sie nicht zum Tisch des Herrn hinzutreten dürfen. Dazu gehören ja nicht zur die wiederverheiratet Ge-
schiedenen, sondern alle, die in schwerer Schuld leben, z.B. Menschen, die durch bestimmte Taten fak-
tisch exkommuniziert sind. Als Stichworte mögen hier Abtreibung, öffentlich demonstrativ gelebte Homo-
sexualität oder Kirchenaustritt genügen. Es gibt sogar prominente Beispiele, wo vom Ortsbischof (siehe Linktipps) eine Exkommunikation wegen kirchen-
feindlicher Reden ausgesprochen wurde. Dies mag verdeutlichen, dass es gerade jetzt, da Priester aus Protest die kirchlichen Weisungen ignorieren, dringend nötig ist, über den würdigen Kommunionempfang nachzudenken.
Die ersten Christen etwa bekannten öffentlich, dass sie ohne den Gottesdienst nicht leben konnten. Beispiels-
weise diejenigen, die mehr als dreimal fehlten, schloss man prompt vom Kommunionempfang aus, so streng waren die Sitten. Im Mittelalter ging man z.T. vor lauter Ehrfurcht nicht mehr zur Kommunion, sodass ange-
ordnet werden musste, dass man mindestens einmal jährlich, und zwar in der österlichen Zeit, die Kommu-
nion zu empfangen habe.
Heute haben wir das gegenteilige Extrem: Eigentlich gehen alle zur Kommunion, und das nicht immer nur aus frommen Motiven. Reihenweise geht man, um sich den Leib Christi abzuholen, und da will niemand aus der Reihe tanzen und auffallen. Aufgabe der Priester wäre es da, über den würdigen Empfang aufzuklären, statt Hinz und Kunz herzlich einzuladen.
- Das Freiburger Memorandum >> BITTE KLICKEN !   
- Schriftliche Hausarbeit zum Thema (32 S./pdf)
>>
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- Pastorale Handreichung eines Bistums (pdf)
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- Katholik Kennedy von Kommunion ausgeschlossen  >> BITTE KLICKEN !

 
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03.06.2012

Predigt zu Fronleichnam -- 07.06.2012

(Fortsetzung)

Es ist aber wirk-
lich schwierig mit den Katholiken!
Da haben sie oft genug so schöne Kirchen – und dann machen
sie solch einen gemeinsamen Wandertag, den sie mit allerhand Aufwand vorbereiten. Früher war das noch wesentlich umfangreicher. Teil-
weise hat da das ganze Dorf tagelang mitgeholfen beim Blumenpflücken, beim Legen des Teppichs und beim Aufbau der Altäre. In einigen Gegenden war es auch für die Evangelischen das Selbstverständlichste der Welt, dabei mitzuhelfen, in anderen allerdings wurde von ihnen schon fast ganz traditionell ausgerechnet an diesem Tag die stinkende Jauche auf’s Feld gefahren…

Was ist das aber für ein Fest? Warum ziehen die Katho-
liken durch die Straßen, tragen die Hostie, den Leib Christi, in einem kostbaren Schaugefäß, der Monstranz? Warum bekommt bei diesem Rundgang die Hostie sogar einen Tragehimmel, ein eigenes Dach über dem Kopf?

Im heutigen Evangelium werden wir wieder einmal an die tiefere Bedeutung des Fronleichnamfestes erinnert. Wir erfahren, wie Jesus mit den Zwölfen unmittelbar vor Jerusalem angekommen ist. Da schickt er zwei Boten mit ganz klaren Aufträgen voraus. Wir bekommen hier demonstriert, wie genau Jesus um alle Zuammenhänge der Zukunft weiß. Die beiden Vorboten treffen alles genau so an, wie Jesus es ihnen vorhergesagt hatte. Ein großer Raum steht bereit, wo er mit den zwölf Aposteln das traditionelle Pascha-Mahl so feiern wird, wie alle Juden dies an diesem Abend tun.
Jesus weicht im Text jedoch von den Vorlagen ab, die für das feierliche Mahl vorgesehen sind, das große Fest der Erinnerung an die Befreiung durch Gott aus der Sklaverei Ägyptens. Bei diesem letzten Abendmahl schenkt er sich nämlich selbst in den Gaben der Eucharistie. Jesus nimmt aber nicht etwa ein leckeres Stück Fleisch vom Paschalamm, um die berühmten Worte zu sprechen. Er nimmt etwas ganz Alltägliches, ein Fladenbrot. Das zerteilt er in Stücke, die er seinen Jüngern reicht: „Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“
Brot und Wein, damals alltägliche Lebensmittel und Überlebensmittel, dienen Jesus beim letzten Abend-
mahl, um sich selbst zu verschenken.
Nichts besonders Edles, keine Feinschmeckerei, hat er sich dafür aus-gesucht, sondern das, was man jeden neuen Tag unbedingt zum Leben braucht.
Das ist mein Leib, das ist mein Blut, sagt Jesus. – Die Jünger Jesu wissen sofort, dass er es auch genau so meint. Das Wort „Leib“ bedeutet dabei nicht bloß den Körper aus Haut und Knochen usw., sondern „Leib“ bedeutet: das bin ich, so wie ich bin, der ganze Mensch!
Die Jünger Jesu wissen auch aus ihrer jüdischen Tradi-
tion heraus: Blut ist ein ganz besonderer Saft. Blut gilt als der eigentliche Sitz des Lebens.
Sogar bei uns heute heißt es zuweilen, dass ein kluger Mensch in einem gewalttätigen Konflikt weiteres Blutvergießen vermieden hat. Blutvergießen steht hier natürlich für das Sterben weiterer Menschen.
Blut Jesu bedeutet also: mein Sterben, mein Blutver-
gießen, mein Tod für euch. – Nicht um den Alten Bund, um die feierliche Erinnerung an die geschichtliche Befreiung aus Ägypten geht es Jesus jetzt, sondern hier ist durch sein Opfer ein ganz neuer Bund entstanden, durch den
wir gewissermaßen alle zu Blutsbrüdern Jesu geworden sind.
In diesem Neuen Bund sind wir seine Verbündeten, und zwar Verbündete gegen die Macht des Bösen und des Todes. Daher will Jesus nicht nur leibhaftig zu seinen jetzigen Jüngern kommen, sondern Jesus Christus hat dabei die ganze erlösungsbedürftige Welt im Blick.

Als Jesus den Zwölfen an diesem Abend bei Tisch erklärt, dass ausgerechnet einer von ihnen ihn verraten und ausliefern werde, sind alle traurig und geschockt. Alle fragen bei ihm nach, wie das Evangelium berichtet: „Doch nicht etwa ich?“
Das kann uns gewiss ein Stück weit trösten. Da sitzt bei den Jüngern also nicht die Jahreshauptversammlung der Supermänner am Tisch. Offenbar hat jeder so seine Schwächen, und jeder von denen hält es zumindest für denkbar, selbst zum Verräter zu werden. Und das also ist die Elite der jungen Kirche!
Diese auf-
richtigen Männer haben vielen von uns heute jedoch etwas voraus:
sie machen sich nichts vor, und das muss man ihnen hoch an-
rechnen: sie wissen um die Macht des Bösen, und zwar erst recht bei sich selbst.
Ihnen ist offensichtlich klar, wie schnell das gehen kann, dass man auf die schiefe Bahn gerät, dass man vom rechten Weg abkommt – wie ein Autofahrer, der jahrzehntelang unfallfrei fährt und jetzt gerade mal für eine halbe Sekunde am Steuer einge-
nickt ist und der dadurch vielleicht einen schrecklichen Unfall baut.

Jesus scheut sich nicht vor denen, die viele Fragen ans Leben haben, mehr Fragen als Antworten. Bei den Jüngern hieß es: „Doch nicht etwa ich?“ - Das kann man auch heutzutage immer wieder fragen. Viele fragen es, und zwar in den verschiedensten Zusammenhängen. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Warum bin gerade ich so schwer krank? Warum habe ausgerechnet ich solche heftigen Glaubenszweifel? Warum wurde gerade ich als Berufsfahrer zu schnell erwischt und bin nun meinen Führerschein und meinen Job los? Warum habe ich bloß immer so viel Pech mit meinen Beziehungen? Die Menschen haben Fragen, viele Fragen. Da gibt es so vieles auf dieser Welt, dass man so eigentlich nicht hinnehmen darf. Vieles, wo man Protest anmelden muss:
Nein, so darf man mit Men-
schen nicht verfahren!

Es ist gut und richtig, dass auch Christen hier gemeinsam mit vielen ande-
ren immer wieder ihre Stimme gegen das Unrecht erheben, ob
gefragt oder ungefragt.
Die Fronleichnamsprozession ist aber etwas anderes; sie ist noch lange keine Demo. Wenn Katholiken das Allerheiligste feierlich aus der Kirche heraus und durch die Straßen tragen, dann tun sie das, ohne große Spruchbänder mit markigen Sprüchen zu schwenken. Stattdessen schmücken sie, wo dies möglich ist, Straßen und Häuser und errichten Altäre außerhalb
der Kirche.

Wir Katholiken sind also keine Heimlichtuer. Wir haben nichts zu verbergen. Und schon gar nicht unseren Herrn Jesus Christus. Der Tragehimmel über der Monstranz zeigt es schon: Hier kommt jemand ganz Besonderes, hier kommt unser Herr und König!
Er möchte zu allen Menschen kommen, auch und vielleicht erst recht zu denen, die sich selbst für un-
würdig halten, ihm zu be-
gegnen. Zu denen,
die auf irgendeine Art leiden oder Ungerechtigkeit erfahren. Er möchte von sich aus zu denen kommen, die den Weg zu ihm in die Kirche nicht oder noch nicht gefunden haben. Und er möchte all denen beistehen,die auf seine Hilfe vertrauen.
Was liegt da näher, als unseren Herrn in der Gestalt der heiligen Hostie zu den Menschen zu tragen? - Eigentlich erstaunlich, dass die Kirche erst im 13. Jahrhundert und dann erst nur sehr zögerlich diese Idee umsetzte, ange-
regt durch eine Vision der Nonne Juliana von Lüttich.
Was für ein sinnenhaftes Fest Fronleichnam doch ist! - Die Kirche trägt den Leib Christi aus der schützenden Kirche hinaus dorthin, wo sich das tägliche Leben mit all seinen Problemen abspielt. Manche Gemeinde baut darum auch einen Altar z.B. beim Krankenhaus auf oder bei einer Fabrik. 

Der Leib Christi kommt zu den Menschen, und wir schmücken ihm dafür den Weg, legen ihm einen Blütenteppich und errichten Altäre, beten und singen, um unsere Freude und Verehrung auszudrücken. Dass dabei vielleicht gelegentlich mal in südlichen Ländern begeisterte Volksfrömmigkeit und Folklore über’s Ziel hinausschießen können, da steht auf einem anderen Blatt.
In unseren Breitengraden herrscht dagegen bei den außenstehenden Prozessionsbeobachtern und – igno-
ranten eine Mischung aus Befremden und Respekt vor. Donnerwetter, die Katholiken, die trauen sich was!

Die gehen noch auf die Straße für ihre Überzeugung,
für ihren Herrn!

Und so kann es durchaus sein, dass da auch mal je-
mand von den Zu
schauern einen neuen Anstoß be-
kommt, es noch einmal mit dem eigenen Glauben zu versuchen.

Wenn doch nur alle auch in ihrem Herzen wüssten, dass sie ihrem Herrn und Erlöser in der Gestalt des Brotes begegnen dürfen! Vor Scham im Erdboden versinken wollten sie dann vielleicht, wenn sie an ihre bisher gleichgültige oder ablehnende Haltung denken müssten.

Es ist schon höchst merkwürdig: Da glauben diese Schlauberger z.B. daran, dass ein von der deutschen Bundesbank schön bunt bedrucktes Stückchen
Papier auch tatsächlich den Wert hat, der auf ihm vermerkt ist, z.B. 20 Euro. Wenn man ihnen sagen würde: Du, schau doch mal, das ist doch nur ein Stück bedrucktes Papier, wären sie erstaunt und erklärten einen für verrückt. Tatsache ist aber, dass der Staat nicht einmal mehr eine ausreichende Goldreserve im Gesamtumfang des im Umlauf befindlichen Geldes hat.
Nein, das Ganze ist im wesentlichen eine Sache des Vertrauens, dass man für dieses spezielle Stück Papier überall in seinem Geltungsbereich auch tatsächlich beliebige Dinge im Wert der aufgedruckten Zahl erwerben kann. Der Geldschein ist Papier und bleibt Papier, aber er hat zu Recht eine andere Wirkung als ein gleich großes Stück Schokoladenpapier. Dem Staat traut man zu, dass er trotz aller Krisen dafür sorgen kann, dass solche bunten Papierstückchen weiterhin zum Tausch gegen Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden können.
Doch viele der gleichen Leute, die klugerweise bei einem Stück Papier mit Bundesbank-Aufdruck darauf vertrauen, dass es mehr bewirkt als seine wenigen Cent Papierpreis es vermuten lassen, die trauen es merk-
würdigerweise Jesus Christus nicht zu, in der äußeren Gestalt einer von ihm gewandelten Hostie zu uns kommen zu können. Da sagen sie dann womöglich: ach, das ist doch nur eine Backoblate. Wie soll das denn der Leib Christi sein?

Mit der Fronleichnamsprozession durch unseren Ort,
in dem wir die meiste Zeit zubringen, drücken wir auch unsere eigene Ehrfurcht und Liebe zu Jesus aus: Wenigstens einmal im Jahr wollen wir unsere Welt, unsere Mitbürger anschaulich daran
erinnern, das eigentlich alles auf Erden dem Herrn gehört. So wie früher ein König auf einer Sänfte durch sein Herr-
schaftsgebiet getragen wurde, so tragen wir den le-
bendigen Jesus und zeigen ihn allen mit der Monstranz. Jeder soll es wissen: Jesus hat sich uns in der Eucharistie geschenkt. Darum schaut her und freut euch mit uns! Stellt auch ihr euch unter seine Führung, denn ihm könnt ihr wirklich vertrauen.

Zum Schluss ein Hinweis für die schlauen Bankleute unter uns: Ja, bei Gott gibt es mehr als genug „Gold-
reserven“. Es gibt da für uns einen Riesenschatz im Himmel, an dem jeder Anteil hat, der glaubt.
Und dabei ist der Himmel noch nicht einmal ein ganz neuer Ge-
heimtipp, sondern schon lange bekannt.

Und jetzt noch das Allerbeste: Jeder von uns ist jetzt schon herzlich eingeladen. Nur sich auch wirklich auf den Weg machen, das muss man schon selbst tun… 
 
 

Predigt Kaplan Christian Kaiser
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Bistum Würzburg: Texte für die Fronleichnamsprozession
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Pastorale Einführung zum Fronleichnamsfest (pdf)
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Karl-Leisner-Jugend: Predigten und Fürbitten
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Predigt und Ablaufplan einer Pfarrei
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Predigt Pfr. Jonas Eck
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Pfarrer Bruno Layr: Gottesdienst-Entwurf mit Predigt
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf) 
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Artikel über Fronleichnam
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Enzyklika zur Eucharistie (2003)
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Juliana von Lüttich, Nonne mit Visionen
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Viele Fotos von Fronleichnamsteppichen
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Fronleichnam in den 1930er Jahren. Ein Bericht
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Tradition: Der versteckte Zwerg im Fronleichnamsaltar
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Banknoten, Zahlungsmittel ohne Einlösungspflicht
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Buch: Fronleichnam, ein Fest in Bewegung
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Eine ökumenische Station bei der Prozession
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Schöne Internetseite über Fronleichnam
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Fronleichnam – Glaubensbekenntnis oder Brauchtum?
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Das fehlte noch: Geweihte Hostien per Postversand
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Anschaulich: Eine Hostienbäckerei
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Simple Frage: Der Geschichtslehrer prüft mündlich die Hausaufgaben und will von Florian wissen: „Wer hat denn früher regiert, Otto I. oder Heinrich I.?“
Das weiß Florian natürlich: „Die haben alle beide früher regiert!“

„Sebastian, hast du dem Papagei diese schrecklichen Schimpfwörter beigebracht?“ – „Nein, Mami, ganz im Gegenteil: Ich habe ihm ganz genau erklärt, welche Wörter er auf keinen Fall sagen darf!“ 

Diese Predigtgedanken können Sie auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.8.2012):
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- die Kurzfassung (pdf)  >> BITTE KLICKEN !

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