30.05.2012

Predigt Dreifaltigkeitssonntag B - 03.06.2012

(Fortsetzung)  
Sicher war man dabei durch im-
mer neue Anläufe wesentlich erfolg-
reicher als das Reichsgericht 1879 mit der Definition der Eisenbahn. Doch wie Menschen so sind, beließen sie es nicht nur beim Nachdenken. Die Kirche war in der Zeit des berühmten Konzils von Nicäa (325 n.Chr) so heftig über die Frage der Dreifaltigkeit zerstritten, dass es sogar zu Prüge-
leien, Verbannungen und Kirchenausschlüssen kam.
Es tobte unter Gelehrten und Bischöfen ein regelrechter Meinungskampf insbesondere um die Stellung Jesu innerhalb der göttlichen Dreifaltigkeit.

Sogar der damalige römische Kaiser Konstantin war wegen der Gefahr einer größer werdenden Krise darü-
ber so sehr beunruhigt, dass er mit seiner ganzen politischen Autorität schließlich für eine klare Glaubens-aussage des Konzils sorgte, um endlich wieder Ruhe in die Kirche hineinzubekommen. Als Folge davon kennen wir alle seit jenem Konzil das „Große Glaubensbe-
kenntnis“ („GOTTESLOB“ Nr. 356), das insbesondere an Hochfesten wie heute statt des kürzeren aposto-
lischen Glaubensbekenntnisses gesprochen wird.
Doch manchmal ist es eben mit solchen komplizierten Denkgebäu-
den im Glau-
ben doch ein wenig wie mit der gericht-
lichen Definition der Eisenbahn. Alles ist vom Gedan-
kengang her hundertprozentig richtig, und doch entsteht bei Nicht-Theologen leicht das Gefühl, der Aussage fehle gewissermaßen die Seele.

Es ist, als habe man eine schöne Scheibe Brot ver-
sprochen bekommen, aber man erhält dann doch stattdessen leider nur ringsherum den harten Rand, die zähe Kruste der dogmatischen Formulierungen, an der man ganz schwer zu kauen hat. Das leckere und be-
kömmliche Innere der Scheibe Brot, das schon ein Baby problemlos und genüsslich kauen kann, ist dabei irgendwie abhanden gekommen.

Da ist es nur gut, sich am heutigen Festtag auf den Text des Evangeliums zu besinnen. Es handelt sich um die allerletzten Sätze des Matthäus-Evangeliums, also nach der Auferstehung Jesu.

Das wissen wir alle: Die letzten Worte eines Menschen haben ein ganz besonderes Gewicht. Wenn jemand z.B. bei einem Verkaufsgespräch sagt: „Das ist mein letztes Wort!“, dann ist da kein Millimeter mehr Platz für weitere Verhandlungen. Das Evangelium schildert heute, wie die Jünger Jesu zurück nach Galiläa ziehen. Sie gehen gemeinsam auf einen Berg, den sie schon von Jesus kennen. In der Stille und Einsamkeit des Berggipfels fühlen sie sich so wie viele andere Menschen auch Gott besonders nahe. Tatsächlich dürfen sie dort dem Auf-
erstandenen noch einmal begegnen. Doch ganz genau steht im Text, dass sie Jesus sehen. Das ist schon ein Unterschied zum Begriff „sehen“, wie wir in im Alltag gebrauchen: Sehen im biblischen Sinne ist nämlich mehr, sehen ist erkennen, sehen hat zu tun mit dem tieferen Wahrnehmen der Person.

Kein Wunder also, dass die Jünger vor Jesus niederfallen. Sie sind in diesem Moment dabei, Jesus wirklich zu sehen. Sie sind gerade dabei, ihn in seiner ganzen machtvollen göttlichen Größe plötzlich vor Augen und Herz zu haben.
Dieses Sehen, diese neue Sicht haut die Jünger einfach um. Nur zu verständlich also, dass sie vor Jesus niederfallen, wie das Evangelium erklärt.
Auch da lohnt es, auf die Feinheiten zu achten: Niederfallen ist nicht der eingeübte und ruhige Wechsel vom Stehen zum Knien, wie wir das aus dem Gottes-
dienst kennen. Niederfallen – das ist etwas Spontanes, etwas ganz und gar Unvermeidliches, es ist die einzig mögliche Reaktion auf einen gewaltigen Sinnesein-
druck. Sie stürzen zu Boden. Sie knien nicht, sondern sie liegen der Länge nach bäuchlings auf der Erde. Kleiner kann man sich nicht mehr machen, um seine Ehrfurcht auszudrücken. Wir kennen das auch von der Diakonen- und Priesterweihe, von Ordensgelübden und anderen Gelegenheiten, wo die Kandidaten sich flach auf den Boden legen.

Die letzten, entscheidenden Worte Jesu an seine Jünger werden jetzt gesprochen. Jesus lenkt ihren Blick auf gezielt das, was kommen wird. Er sagt: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Das ist eine geballte Ladung an klärender Information und präzisem Auftrag. Zuerst bestätigt Jesus seine Gott-
heit. Ihm ist alle Macht gegeben. Alle Macht im Himmel und auf der Erde. Das Wort „gegeben“ signalisiert aber auch die innige Verbindung mit seinem Vater. Nicht aus eigener Initiative heraus, sondern in allerengstem Miteinander
innerhalb der göttlichen Dreifaltigkeit wirkt Jesus. „Ich und der Vater sind eins“, sagt demgemäß Jesus an anderer Stelle (Joh 10,30). Was immer der Vater will, das will der Sohn, das will der Heilige Geist.
Da ist absolute Harmonie, für uns unfassbar innige liebende Gemeinsamkeit, aber auch die vollkommene Macht, die alles im Himmel und auf Erden umschließt und in Händen hält. Gott ist Liebe und Glück in ewiger Vollendung.
Interessant ist auch, dass Jesus zu den Jüngern sagt: „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern…“
Dreieinigkeit ist nichts Abstraktes. Gott hat ein Ziel, sonst hätte er die Welt nicht erschaffen. Gott ist kein Gott, der öfter mal Langeweile hat und deshalb die Erde von ferne lenkt wie ein Kind sein Fernlenkauto. Er sitzt auch nicht einsam auf seinem himmlischen Vorstands-Sessel und schüttelt dabei immer häufiger sein Haupt, wenn er die Menschheit von oben herab betrachtet.
Die ganze Schöpfung ist von ihm aus überströmender Liebe geschaffen, und die Menschen sind es erst recht. Jesus sagt ja im heutigen Evangelium, darum sollten alle Menschen zu seinen Jüngern gemacht werden, weil Gott über alle wirkliche Macht im Himmel und auf Erden verfügt.

Alle Menschen sollen zu gläubigen Jüngern Jesu werden. Das heißt doch: Gott hat etwas vor mit uns allen. Jeder Mensch liegt ihm wirklich so sehr am Herzen, als gäbe es nur ihn oder sie allein auf der ganzen Welt. Wirklich niemand soll außen vor bleiben, wenn es um den Himmel geht. Alle Menschen sollen das große Los ziehen dürfen, alle sollen das Glück haben, sich in Gottes Angesicht auf ewig wie im siebten Himmel fühlen zu dürfen, in seligem Glück ihn und sein Erbarmen lobpreisend.
Um genau das geht es: der dreieinige Gott ist die Liebe in Vollendung. Er liebt uns so sehr, dass er sein Glück im Himmel mit uns Menschen teilen möchte. Gott möchte, dass jeder Mensch schließlich und endlich den Weg zu ihm nach Hause findet und an Gottes Glück teilhat. Früher haben mehr Menschen um diese Wahrheit gewusst als heute. Da hieß es denn auch nach dem Tod eines Menschen: Er oder sie ist heim-
gegangen, also in sein wirkliches Zuhause. Heute wird im Text der Todesanzeigen oft genug einfach nur noch gestorben.

Alle Jünger Jesu be-
kommen im heutigen Evangelium einen ganz konkreten Auftrag: „…macht alle Menschen zu meinen Jüngern;
tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“
Bei Gott ist die Erdenzeit also immer auch Erntezeit. Menschen sollen gefischt werden für das Himmelreich. Alle Menschen sollen von Gott erfahren und sich dann als Jünger zu ihm bekennen. Durch die Taufe im Namen des dreieinigen Gottes werden sie dann endgültig seiner Obhut anvertraut.
Manche Christen hören das heute mit sehr gemischten Gefühlen, wenn zur Bekehrung anderer Menschen aufgerufen wird. Man tut heute so, als sei das ein schwerer Eingriff in die Intimsphäre fremder Menschen. Doch es gibt hier keinen Spielraum für Verharmlosung und Abschwächung. Jesus meint es wirklich so: Auf-
gabe der Jünger, also auch heute Aufgabe der Kirche und damit unsere Aufgabe ist es, so vielen Menschen wie möglich den Weg zu Gott aufzuzeigen.

Natürlich gilt das Sprichwort: Gebranntes Kind scheut das Feuer. Es ist traurig und leider wahr, dass im Na-
men der Mission im Laufe der Jahrhunderte auch viel Unrecht geschehen ist. Dazu gehört z.B., dass Men-
schen mit Gewalt zu Christen gemacht wurden, wie wir das auch von anderen Religionen kennen.

Wir neigen heute dazu, es jedem selbst zu überlassen, was er glaubt oder nicht glaubt. Das klingt ganz men-
schenfreundlich und tolerant. Man kommt niemanden in die Quere und erwartet auch von anderen, gefälligst in Ruhe gelassen zu werden. Schließlich sind wir doch keine Zeugen Jehovas, die zu zweit von Haus zu Haus gehen.

Was da so wohlwollend und tolerant klingt, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Überlegen wir doch mal:
Wie sind wir selbst denn zum Glauben gekommen?
Na sicher – in aller Regel durch andere Menschen, die uns diesen Weg gezeigt haben. Was wäre wohl aus uns geworden, wenn die Generationen vor uns genauso gedacht hätten wie so viele heute? Was wäre wohl aus uns geworden, wenn nicht im Laufe der Jahrhunderte
so viele ihren Glauben an den liebenden Gott sogar mit ihrem Leben bezeugt hätten?

Jesus hat es uns heute noch einmal ganz bewusst gemacht: Es ist weniger die Frage, wie wir den drei-
faltigen Gott mit vielen klugen Worten zu beschreiben versuchen. Wichtiger ist es, ob wir ihn überhaupt ernst nehmen. Was ist dieser liebende Gott, der auf uns und alle wartet, für mich persönlich? Halte ich ihn mir nur für alle Fälle vorsorglich mal warm - oder versuche ich, ihm die gebührende Liebe und Ehre zu erweisen?

Wir wissen ja: Gottes sehnlichster Wunsch ist es, möglichst vielen seiner so geliebten Menschen Anteil an seiner Freude zu schenken. Unsere Aufgabe ist es, mit Gottes Hilfe das Evangelium zu verbreiten und Wegweiser für andere zu sein. Es darf uns eben nicht wurstegal sein, ob unsere Mitmenschen zum wahren Gott finden oder nicht, ob sie auf ewig glücklich werden oder nicht.
Den schönsten Schluss für diese Predigt hat übrigens Jesus heute selbst gesprochen. Sicher hat er dabei auch daran gedacht, wie leicht wir Christen mutlos werden können, statt Flagge zu zeigen.
Seine Zusage sollten wir darum nie vergessen. Jesus verspricht allen seinen Jüngern: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ 


Predigt Eberhard Gottsmann: „Sind Sie ein Ketzer?“ 
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Artikel über den Dreifaltigkeitssonntag
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Meine Predigtgedanken Dreifaltigkeitssonntag A
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Karl-Leisner-Jugend: Katechese über Dreifaltigkeit
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Pfarrer Karl Edelmann zum Dreifaltigkeitsfest
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Kardinal Schönborn: Mission ist ein zentrales Thema…
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:


Gut gesagt… Wenn Gott den Menschen misst, dann legt er das Maßband nicht um den Kopf, sondern um das Herz. (Irisches Sprichwort)

Der Wert von Statistiken: „Wenn Sie mit den Füßen im kalten Eiswasser stehen und mit dem nackten Hintern auf der heißen Herdplatte sitzen, dann haben Sie im statistischen Durchschnitt eine angenehme Körper-
temperatur.“ (Peter Paterna)

Von Mutter Angelika – der amerikanischen Ordensfrau, die eine Fernseh-Station aufgebaut hat – wird folgende Anekdote erzählt: Ein Mann erzählte ihr von seiner Bekehrung, meinte aber, er könne nicht katholisch werden, weil es in der Kirche so viele Heuchler gebe. Mutter Angelika zerstreute seine Bedenken: „Tun Sie
es ruhig, auf einen Heuchler mehr oder weniger in der Kirche kommt es auch nicht mehr an . . ." 

Auch die heutigen Predigtgedanken können Sie
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22.05.2012

Predigt Pfingstsonntag -- 27.05.2012

(Fortsetzung)
Ihre Angst war auch nicht unbegründet: die ersten Christen wa-
ren aus der jüdischen Synagogen-Gemeinschaft ausgegrenzt worden und wurden zum Teil von ihren Mitbürgern regelrecht verfolgt. Wir erinnern uns da z.B. an Paulus, der vor seiner dramatischen Begegnung mit Jesus als Christenhasser Saulus heftig gegen die ver-
meintliche Sekte ankämpfte.

Johannes erzählt nun im Evangelium, wie die Jünger-
schar vom auferstandenen Jesus vollkommen über-
rascht wird. Geschlossene Türen und dicke Mauern interessieren ihn offenbar überhaupt nicht. Er steht
ein-
fach vor ihnen und tritt in ihre Mitte, heißt es. Er selbst ist jetzt die Mitte, er ist der Mittelpunkt des Geschehens. Um ihn herum drängt sich die Gemeinschaft der Jünger, von denen wir noch nicht einmal erfahren,
wie viele es hier gerade sind und wer alles dabei ist. Das spielt auch keine Rolle, denn hier im Text geht es um Jesus und um das, was er zu sagen hat.

Und da fällt sofort auf, dass er nicht nur zum Beweis seine Hände und seine Seite vorzeigt, sondern gleich zweimal extra betont: „Friede sei mit euch!“ - Warum wiederholt er das bloß? Johannes will uns damit sagen: Achtung, das hier dürft ihr auf keinen Fall übersehen – das ist Jesus ein besonderes Herzensanliegen!
Friede ist natürlich nicht gleich Friede, das wissen wir nur zu gut. Es gibt Arten von Frieden, die eher an Fried-
hofsruhe erinnern.
Jesus dagegen sagt: „Shalom!“ - Damit meint er die ungetrübte Gemeinschaft mit Gott, der Friede Gottes, den nur er dem Menschen schenkt. Kein fauler Friede, der wegsperrt, kein Friede, der ausgrenzt, oder der in Schub-
laden einordnet und die vermeint-
lich einzige Wahrheit als Keule gegen andere einsetzt.

Der Friede Gottes ist ganz anders. Es ist ein Friede im Heiligen Geist, und der ist schöpferisch, der ist Tröster, der ist Beistand und Helfer in jeder Lage. Zärtlich und gütig ist er. Seine Wahrheit ist nicht so wie unsere, die meistens wie eine Keule geschwungen wird, nein, sie ist wie ein wärmender Mantel, der uns zum Hineinschlüp-
fen entgegen gehalten wird.

Genau diesen Heiligen Geist ruft Jesus an Pfingsten auf die Jünger herab. Dies geschieht, indem er sie anhaucht und spricht: „Empfangt den Heiligen Geist!“ - Natürlich denken wir beim Stichwort „anhauchen“ sofort an die Schöpfungsgeschichte: Gott haucht dort dem Menschen den Lebensatem ein!
Diese Parallele ist kein Zufall: Ostern beginnt die neue Schöpfung Gottes, ein neuer Anfang, vom Heiligen Geist begleitet. So wie der Atem gefährliche Krankheits-
keime übertragen kann - daher ja auch
der Mundschutz der Ärzte im Operationssaal - , so kann der Atem des Heiligen Geistes wie eine Mund-zu-Mund-Beatmung wiederbeleben. Das sind sozusagen Gottes Gesund-
heitskeime!

Wer durch die Sünde zusammengebrochen und wie
tot war, der kann
durch die Atemspende des Heiligen Geistes neu leben und noch mehr: Der Heilige Geist kann wie Sauerstoff in die Blutbahn gelangen, kann Mut und Kraft geben, als Christi Jünger zu leben und davon Zeugnis zu geben.
Überhaupt nur mit der Hilfe des Heiligen Geistes konnten die Jünger damals den Auftrag Jesu erfüllen: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“
Sie alle waren jetzt im wahrsten Sinne des Wortes be – geistert. Nun konnten sie das Wort Gottes verkünden, die „frohe Botschaft“, wie das Wort „Evangelium“ über-
setzt heißt. Ein besonderer Teil dieser frohen Botschaft ist, dass sie in der Kraft des Heiligen Geistes Sünden vergeben können.

Das fällt schon auf -
die Zusage der Sünden-
vergebung steht im Evan-
gelientext ganz unmittelbar im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist!
Wer wirklich Jünger Jesu ist, der erledigt also Auftragsarbeiten und nicht etwa eigene Ideen. Wer wirklich Jünger Jesu ist, der kann vergeben, wenn sich jemand an ihm versündigt hat. Im Vaterunser hat uns Jesus schließlich gelehrt zu beten: „…wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. In jeder Heiligen Messe verpflichten wir uns dazu, das sollte man bitte nicht vergessen!
Über die Größe Gottes kann man nur immer wieder staunen – er traut uns das also zu, wir können ver-
geben, wir können das, im Sakrament der Buße, aber auch auf andere Weise.

Was aber kann dann der weitere Hinweis Jesu be-
deuten: „Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Wörtlich heißt es eigentlich: „Wem ihr die Sünden festhaltet…“ - Das gibt es nämlich auch, dass Menschen im Zustand der praktischen Gottlosigkeit bleiben. Vielleicht sagen sie zwar „ja,ja“ zu Gott, aber in Wirklichkeit leben sie im Alltag doch ganz gegen den Heiligen Geist.
Gott ist die Liebe, aber seine Liebe zwingt niemand zu seinem Glück! Wer unbedingt meint, ohne Pfingsten in seinem Herzen leben zu wollen, wer absolut keine Einsicht in seine Schuld hat, der bleibt eben im Zustand der Sünde, dem kann nicht geholfen und vergeben werden!
Damit sind wir wieder ganz am Anfang der heu-
tigen Predigt-
gedanken: Es gibt tatsächlich diese Gefahr, nicht gestört werden zu wollen und auch die Gefahr, einfach nicht hören und wissen zu wollen,
was Gott von uns will. Das ist wie beim Handy: Wer es immer ausgeschaltet hat, der kann natürlich auch keinerlei wichtige Nachrichten bekommen!
Er oder sie hat sich selbst davon ausgeschlossen.

So ist das mit Pfingsten: Wer sich wie mit einer dicken Sonnencreme eingerieben hat, sozusagen mit „Gottesschutz-Faktor 24“, in dessen Herz dringt der Geist Gottes nicht ein. Und dies betrifft bestimmt nicht nur die sogenannten Fernstehenden, sondern uns alle, jeden in der christlichen Gemeinde. Wenn wir uns z.B. in der Heiligen Messe gegenseitig den Friedensgruß geben und Jesu Worte nachsprechen: „Der Friede sei mit dir!“, dann geht es nicht nur um den Frieden zwischen denen, die da gerade mehr oder weniger zufällig nebeneinander in einer Bank sitzen und sich mehr oder weniger gut verstehen. Beim Friedensgruß handeln wir im Grund pfingstlich, im Geiste Gottes: Ja, Gottes Friede soll bitte über dich kommen, über alle hier, ausnahmslos und ohne unsere persönliche Abneigung oder Zuneigung.
Im Friedensgruß reiche ich dem-
jenigen die Hand, den Gott neben mich gesetzt hat. Ich gebe den Gruß, aber ich empfange ihn auch. Und wer schon mal darauf geachtet hat, wie froh viele dabei sind, der ahnt vielleicht ein wenig von der liebenden Kraft und von den Möglichkeiten, die der Heilige Geist noch für uns parat hat, wenn wir ihm zur Abwechslung das Steuer unseres Lebens tatsächlich überlassen. In die-
sem Sinne: Komm, heiliger Geist, ja bitte, störe mich!





Pfingsten – Am Vorabend (Joh 7, 37-39)

Predigt Pfr. Karl Sendker 
Predigt Stadtmission Peine (pdf) 
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Pfingsten – Am Tag (Joh 20, 19-23)

Dr. Jörg Sieger: Predigt zur Sündenvergebung
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Predigt in „Dienst am Wort“ (etwas nach unten scrollen)
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Pfr. Thomas Grossenbacher (pdf)
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Predigt Pfr. Heinz Büsching
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Predigt Rektor Richard Baus
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Viele Tipps für Gruppe und Kindergottesdienst
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Umfrage: nicht mal die Hälfte kennt das Pfingstfest
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Brauchtum: Pfingstochsen, Pfingstkönig usw.
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Wikipedia über Pfingsten
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Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten
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Material zur RENOVABIS-Pfingstaktion 2012
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Matthias Niche: Einige Gedanken zur Beichte
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Leisner-Jugend: Die Beichte erklärt
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Pfingstmontag (Lk 10, 21-24)

Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Rektor Richard Baus
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Ein Manta-Fahrer zum anderen: "Ich habe mein Puzzle jetzt endlich fertig." -- Der Andere: "Ach ja ? Und wie lange hast du dafür gebraucht ?"
Erster: "Na etwa sechs Monate."
Zweiter: "Ist das gut ?"
Erster: "Ich denke schon, auf der Packung stand: vier bis sechs Jahre !"

Klein Peter muss zur Strafe 100 mal schreiben:
"Ich darf den Lehrer nicht duzen."

Er schreibt es 200mal. "Warum denn das?", fragt der Lehrer.
Peter: "Weil ich dir eine Freude machen wollte!"

In einer Schulklasse bespricht die Religionslehrerin
die kirchlichen Feiertage. Sie fragt: „Was geschah an Christi Himmelfahrt?“

Gelernte Antwort: „Da ist Jesus in den Himmel gefahren.“
Sie nickt wohlwollend und fragt überraschend weiter:
„Und was war an Pfingsten?“

Tiefes Schweigen und alle Blicke der Schüler gesenkt.
Nach einigem Nachdenken meldet sich doch ein Schüler.
„An Pfingsten, da war er dann endlich oben angekommen...“ 
 :
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16.05.2012

Predigt 7. Sonntag der Osterzeit B -- 20.05.2012

(Fortsetzung) 

Es ist also schon was los auf Mutter Erde. Allerdings stecken auch wir Christen da mittendrin. Weder körperlich noch seelisch oder mora-
lisch sind wir dage-
gen immun. Wir tragen auch keinen undurchdringbaren Schutzanzug. Auch Christen leben  in und mit dieser Welt. Ein ge-
sonderter Kontinent für ein anständiges Leben nur nach Gottes Geboten ist hier leider bisher nirgendwo für uns reserviert. So wird auch jeder Christ oft genug in seinem Leben mit dem konfrontiert, was wir Sünde nennen. Ehe man sich’s versieht, ist man plötzlich in irgendwas ver-
wickelt, und die eigene weiße Weste hat dabei erheblich gelitten. Wenn das z.B. einem Priester passiert, wird dies sehr gerne genüsslich in der Öffentlichkeit ausge-
breitet. Da hilft dann auch kein Omo, kein Persil, kein Weißer Riese und wie sie alle heißen.
Und manch einer, der auf dieser Erde im materiellen Elend lebt, der hat sich nur zuschulden kommen lassen, dass er sich die falschen Eltern oder den falschen Erd-
teil für sein Leben ausgesucht hat.
Immer wieder in der langen Geschichte des Christen-
tums und in vielen lebendigen Pfarrgemeinden, in Or-
densgemeinschaften, in christlichen Gruppen, in den Familien usw. kommt das Thema irgendwann unaus-
weichlich und meist überraschend auf den Christen zu: Wie entscheide ich mich jetzt in dieser oder jener Frage? - Darf ich bei einer Sache mitmachen, oder muss ich den Mund auftun, so gut ich es kann?
Als Beispiele mögen genügen: Wie stehe ich zur Genforschung am Menschen, und wie zum konkreten Umweltschutz bei mir daheim?
Wo in meinem täglichen Leben stecke ich den Kopf in den Sand, wo eigentlich ein lautes NEIN das einzig Richtige gewesen wäre?
Das gilt übrigens auch für manche Pfarrgemeinde, wo es zum Beispiel bei der einen noch recht stattliche Be-
träge auf den Bankkonten gibt, während der Nachbar-
gemeinde und Christen in der Dritten Welt sowieso das sprichwörtliche Wasser schon längst bis zum Hals steht.
Ein weites Feld, ich weiß, und nicht frei von Emotionen. Bereits die
ersten Christen schlugen sich mit solchen Problemen herum, wie das heutige Evangelium zu erkennen gibt. Im Gebet spricht Jesus dort:  
„Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“
Unmittelbar vor seiner Verhaftung wendet sich Jesus mit diesem eindringlichen Gebet an seinen Vater im Him-
mel. Er kennt die Seinen, und er weiß um die großen Versuchungen für uns schwache Menschen. Wer sein Jünger sein will, der ist eigentlich nur Gast auf Erden, wie es in einem Kirchenlied heißt. Doch wir Gäste sind immer in der Gefahr, es uns so gemütlich einzurichten, dass wir diese Wahrheit verdrängen. Das bleibt immer die kritische Frage unseres Herrn an uns Jünger: Ist uns das eigentlich überhaupt noch bewusst, dass wir als Christen unsere wirkliche Heimat im Himmel haben? Haben wir noch die Erinnerung im Herzen, dass wir hier auf Erden eigentlich nur so etwas wie Gastarbeiter sind?
Viele von uns kennen noch den grünen Katechismus von 1956, in dem unser Glaube in Frage und Antwort behandelt wurde. Die Frage Nr. 1 lautete: „Wozu sind wir auf Erden?“ – Die Antwort darauf war präzise und einprägsam: „Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen und einst ewig bei ihm zu leben.“
Dies ist wirklich die Frage Nr. 1 für uns Menschen, ge-
wissermaßen die Frage aller Fragen. Wozu sind wir überhaupt auf Erden?
Diese Welt aber will in der Regel nichts von Gott wissen. Das würde den Alltag nur stören. Dann müsste man sich ja ändern. Das geheime Motto heißt nun mal
bei vielen Menschen:
„Ich konsumiere, also lebe ich“. Mit anderen Worten: Hauptsache, mir selbst geht es wirtschaftlich gut. Alles andere ist nur Nebensache. - Und das würde in Frage gestellt, und die Ausplünderung unseres Planeten auch, wenn man ernsthaft die Frage stellt, wie man nach Gottes Geboten leben sollte.  Und genau das will diese Welt üblicherweise nicht. Sie will sich von Gott nicht dreinreden lassen. Die Welt wird dabei verstanden als die Masse derer, die mit Gott bewusst nichts mehr am Hut haben wollen, die lieber nach ihren eigenen ego-
istischen und kurzsichtigen Gesetzen leben wollen.
Wir Christen aber müssen uns diese Frage immer wieder stellen, wozu wir auf Erden sind, und welche Konsequenzen das für uns hat.
Wie es im Gebet Jesu schon heißt: Wir werden nicht von Gott aus dieser Welt genommen und in einen katholischen Luftschutzkeller gesteckt. Doch wie in der Vaterunser-Bitte  „und führe uns nicht in Versuchung“ sagt Jesus auch hier: Vater, bitte bewahre sie vor dem Bösen, das hier auf Erden leider überall so prächtig wuchert.
Jesus legt also in diesem Gebet die Verantwortung für die Seinen in die Hände seines himmlischen Vaters zurück. Er weiß, dass sein Abschied auf Erden bald bevorsteht. Nun bittet er den Vater, seine Jünger zu schützen und zu bewahren, damit sie nicht verloren gehen. Er kann diese Aufgabe bald nicht mehr selbst wahrnehmen.
Doch der Schutz der Seinen hat nicht das Ziel, ihnen das Erdenleben bloß zu erleichtern. Im heutigen Text heißt es dazu: „Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.“  -  Jesus hat also stets die konkrete Gemein-
schaft der Christen im Blick. Der von Jesus hier so inständig erbetete Schutz bezieht sich darauf, dass sie eins sind, wie Jesus und sein Vater eins sind. Daran sehen wir, welch einen hohen Rang die Einheit der Christen in den Augen Jesu hat. Dabei geht es aber nicht an erster Stelle um die Einheit der Konfessionen, also um die Ökumene.
Jesus formuliert ja: „…damit sie eins sind wie wir.“ – Was für ein imposantes Bild:  die Christen sind dann so sehr eins wie Gott, also noch weit mehr als ein Herz und eine Seele. Zank und Streit, Zerwürfnisse und Unge-
rechtigkeiten sind der Christen weltweit und vor Ort nicht würdig. Wenn Christen also in ihren Gemeinden im Geiste Jesu aufeinander zugehen und miteinander reden, ist schon viel gewonnen.
Doch Jesus geht es um noch mehr.
In seinem heutigen Gebet heißt es: „Heilige sie in der Wahr-
heit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.“ 
-  Wir sind also Gesandte, wir alle sind tatsächlich so etwas wie Botschafter. Wir sind auf Erden nicht im Wellness-Urlaub, nicht in den großen Ferien oder Flitterwochen. Wir alle sind gesandt, wir sind mit einem Auftrag ausgerüstet, wir sind  so etwas ähnliches wie Paketzusteller im Dienst. Das Paket, das wir möglichst vielen Menschen bringen sollen, ist natürlich die Frohe Botschaft Jesu vom Reich Gottes, das uns versprochen ist.
Wir sind aber nicht nur von Gott gesandt, sondern wir sind und werden in der Wahrheit geheiligt, sagt uns der heutige Text. Jesus heiligt die Seinen in der Wahrheit, und genau darum bittet er hier auch seinen himmlischen Vater.
Bei dem Wort „heilig“ herrscht heute oft das Miss-
verständnis, es gehe dabei um völlig unnahbare, abge-
rückte Athleten des Glaubens, um Supermänner und Superfrauen, die am besten rund um die Uhr aus-
schließlich Halleluja singen und händeringend nach Leuten Ausschau halten, an denen sie das nächste Wunder wirken könnten. Und selbstverständlich trinken sie grundsätzlich nur Weihwasser, wenn überhaupt.
Wer so denkt, der hat natürlich den Vorteil, dass er oder sie das Thema „heilig“ für sich selbst sofort als völlig unerreichbar zum geistigen Abfall geben kann. Das hat sich dann wohl erledigt. Die ersten Christen dachten nicht so, und Jesus auch nicht. Das Wort „heilig“ hat wenig mit dem hochglanzpolierten Heiligenschein zu tun. Vielmehr bedeutet „heilig“ dem eigentlichen Wort-
sinn nach: ausgesondert sein, sich bewusst vom Gewöhnlichen abwenden.
Natürlich gibt es sie, die ganz Großen unter den Christen, die mit Recht als Heilige öffentlich verehrt werden. Denken wir nur an die vielen, die ihr Leben für ihren Glauben hingegeben haben. Doch nicht ohne Grund feiern wir auch Allerheiligen. Es gibt eben weit mehr Heilige, als uns auf Anhieb bewusst ist. Manche von denen haben so unauffällig gelebt, dass ohnehin nur Gott selbst um ihre Heiligkeit weiß.
Jesus möchte jedenfalls, wie wir heute wieder erfahren haben, dass seine Jünger „in der Wahrheit geheiligt sind“.  In seinem Gebet, das schon fast wie ein Testament, wie ein Vermächtnis klingt, liegt ihm das sehr am Herzen. Doch was heißt das, in der Wahrheit ge-
heiligt zu sein?
Wie wir wissen, sagt Christus von sich selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.  Jesus ist der eigentliche Heilige Gottes, der mit seinem Opfer-
tod am Kreuz der Wahrheit endgültig zum Sieg ver-
holfen hat.
Entgegen dem modernen Lebensmotto: „Ach, eigentlich haben doch alle irgendwie Recht“, das bloß die Be-
quemlichkeit als Toleranz ausgibt, sagt die Bibel ganz klar: Es gibt die Wahrheit, und diese Wahrheit spricht aus dem Wort Gottes, spricht aus Jesus. 
Jesus möchte, dass wir alle geheiligt werden, heilig werden durch die Wahrheit des Wortes Gottes. Dadurch, dass wir das Wort Gottes in uns aufnehmen und es für unser Leben annehmen, legen wir unser persönliches Bekenntnis ab. Es ist eben nicht alles Jacke wie Hose, und es genügt eben nicht, wenn alle irgendwie doch so ein bisschen auf ihre Art an Gott glauben.
Damit macht sich ein Christ natürlich unbeliebt. Die Folge spricht Jesus selbst im heutigen Evangelium aus: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.“
Die Jünger Jesu sind nicht von dieser Welt. Dafür werden sie abgelehnt, belächelt, benachteiligt oder gar verfolgt. Wer Christus nachfolgt, der muss sich schon auf einige Unannehmlichkeiten gefasst machen, wie etwa diese: Wie, Sie sind katholisch? Oder: Was, Sie gehen immer noch zur Kirche? - Warum sehen Sie das nicht auch einfach locker, so wie ich, denn man lebt doch schließlich nur einmal…!
Vielleicht kennen Sie das auch, diesen oder ähnliche Sprüche. Inzwischen tut diese Welt schon so, als sei es z.B. das Natürlichste der Welt, schwul zu sein und das allen zu zeigen. Aber katholisch sein?  Nein, das ist doch schon fast eine Zumutung für die Allgemeinheit!
Mit dem Reden von der Wahrheit und dem Willen Gottes stören wir praktizierenden Christen doch nur
den faulen Frieden, wie diese Welt  ihn gerne hat.
Lassen wir uns nicht täuschen!  - Diese Welt hat nun wirklich noch ganz andere und schwerwiegendere Fieber-Krankheiten als Schweinegrippe, EHEC, Rinder-
wahn und wie sie alle heißen. Keine davon darf uns Christen wurstegal  sein. Zu gefährlich sind sie, zu ansteckend, und  manchmal kosten sie die christliche Existenz, das ewige Leben.
Ein Mundschutz und ein paar Tabletten rei-
chen zum Schutz vor dem eigentlichen Fieber dieser Welt nicht aus. Dass wir jetzt die Koffer packen und aus dieser Welt fliehen, das will Jesus aber auch nicht. Also braucht man einen anderen Schutz vor diesen Ansteckungskrankheiten, die den Glauben angreifen und vergiften.
Jesus spricht im heutigen Evangelium zum himmlischen Vater: „Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.“  -  Das heißt doch: Jesus möchte, dass alle sei-
ne Jünger Anteil haben an seiner himmlischen Freude, und zwar „in Fülle“, also in einem geradezu verschwen-
derischen Übermaß.
Ganz voller Freude wünscht er sich die Seinen schon hier auf Erden. Es ist die Freude, ein geliebtes Kind Gottes zu sein, einen festen Platz in seinem Herzen zu haben und von ihm behütet zu sein.
Christen sind also nie alleingelassen auf der Welt. Wenn sie in der Wahrheit des Glaubens zu leben versuchen, stehen sie unter Gottes Schutz, auch wenn ihnen das manchmal nicht so vorkommt.   Na, wenn das keine Freude ist…!


Predigt Dr. Josef Spindelböck
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Predigt Pfr. Heinz Büsching
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Predigt Pfr. Josef Mohr
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Betrachtungen - Ökumenischer Christusdienst
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Renovabis-Pfingstaktion 2012: Materialien
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Leider geistlos:  An Pfingsten wollte ein Pfarrer eine Predigt halten, über die noch tagelang gesprochen werden sollte. Deshalb besorgte er sich als besonderen Gag eine Taube und gab dem Küster den Auftrag, die Taube zum abgesprochenen Stichwort "der Heilige Geist kam herab" schnell aus dem Käfig vor der Sakristeitür zu nehmen und in die Kirche fliegen zu lassen. In der Predigt fiel denn auch das Stichwort, aber der Küster schüttelte merkwürdigerweise nur den Kopf. Der Pfarrer war etwas ungehalten und wiederholte das Stichwort noch einmal lauter.
Da rief der verzweifelte Küster aus der Sakristei:
"Herr Pfarrer, der Heilige Geist kommt heute nicht, er ist gerade von Ihrer Katze gefressen worden!"

DUMMKÖPFE :   Zwei Lehrer unterhalten sich bei einem Ausflug mit ihren Klassen über die Schüler.
Jeder von ihnen meint, den dümmsten Schüler zu haben. Da ruft der erste Lehrer den Uli und sagt: „Uli, da hast du 100 Euro, kauf mir dafür einen neuen BMW!"

Uli nimmt das Geld und geht. Der zweite Lehrer ruft Jörg und sagt: „Du weißt ja, wo ich wohne. Lauf schnell zu meiner Wohnung und schau mal nach, ob ich zu Hause bin!" – „Ja, klar!", sagt Jörg und rennt los. 
Auf der Straße begegnen sich Uli und Jörg. Meint Uli: „Also, mein Lehrer ist ganz schön belämmert. Da soll ich ihm heute noch für 100 Euro einen BMW kaufen. Das geht doch gar nicht – die Geschäfte sind schon zu!" 
Meint Jörg: „Auch mein Pauker ist schön dumm. Ich soll doch bei ihm zu Hause nachschauen, ob er da ist. Dabei hätte er sich einfach selbst mit seinem Handy anrufen können…!"
:
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08.05.2012

Predigt 6. Sonntag der Osterzeit B -- 13.05.2012

(Fortsetzung) 

So kritisierte z.B. der Philosoph Friedrich Nietzsche: „Erlöster müssten die Erlösten ausschauen, damit ich an ihren Erlöser glauben kann!“
Offenbar ist es vielen Christen gar nicht bewusst, was für ein Glück sie eigentlich haben, ein Christ sein zu dürfen, zu Jesus Christus zu gehören. Auch im heutigen Evangelium bestätigt Jesus aus-
drücklich, dass die Jünger nicht ihn erwählt haben, sondern dass er seine Jünger erwählt hat. Wenn das kein Grund zur Freude ist…! 

Aber auch heute können das viele nicht so recht glauben: Ich soll von Jesus erwählt sein? Ich bin doch kein Apostel und kein Heiliger!
So war es schon immer so, dass viel zu viele Christen genau wie alle anderen Mitmenschen ihren großen Sack mit Sorgen ständig mit sich herumschleppen. In der Zeit, in der das heutige Evangelium entstanden ist, sorgte sich so manch einer ganz konkret um sein Leben, seine Existenz. Das junge Christentum wurde weithin mit Misstrauen beobachtet und dementsprechend verfolgt. Mitglieder mancher Gemeinden mussten nicht nur mit Nachteilen für ihre Familie rechnen, sondern in dieser Zeit erlitten schon einige tapfere Christen den Tod als Märtyrer.
Eine schwierige Situation also, in der einige sich fragten, ob sie dieses Risiko wirklich für ihren Glauben auf sich nehmen wollten. In diese Verunsicherung hinein strahlt das Wort Jesu: „Dies habe ich euch gesagt, damit mei-
ne Freude in euch ist und damit eure Freude vollkom-
men wird“
und „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr euch aufmacht und Frucht bringt und daß eure Frucht bleibt.“

Das heißt aber doch: Wie ein Fußballtrainer entscheidet, wer beim nächsten Spiel antreten darf, so hat Jesus auch entschieden. Nicht der Spieler bestimmt, wer wann was macht, sondern der Trainer.
Jesu Worte wirken, sie sind ein Trostwort in der Not. Er will sagen: Ich habe euch, jeden von euch doch selber ausge-
wählt. Was macht ihr
euch also Tag für Tag so viele Sorgen, anstatt mir zu vertrauen?
Ich habe euch persönlich aus-
gesucht, und dann kümmere ich mich auch um euch. Für jeden von euch habe ich einen Plan, eine Lebensaufgabe.
Die einzelne Aufgabe ist zwar verschieden, aber jeder soll an seinem Platz Frucht bringen.
Da ist man vielleicht schon mal in Versuchung, wenn die Wolken im Glaubensalltag besonders tief hängen. Am liebsten möchte man dann sagen: Lieber Jesus, oder in diesem Falle genauer: Lieber Platzanweiser! Gut, dass du mir einen Platz in deinem Orchester zugeteilt hast. Wer weiß, was ich mir sonst ausgesucht hätte… Aber mal eine ganz private Frage, lieber Jesus: Bist du dir wirklich sicher, dass ich das zugeteilte Instrument beherrsche? - Manchmal habe ich eher den Eindruck, ich bin am falschen Platz, an einem zu schwierigen Instrument. Da fällt es mir schon ab und zu ganz schön schwer, das auszuhalten und weiterzumachen. Falls du also doch noch etwas Geeigneteres, Einfacheres für mich in Aussicht hast, dann lass es mich bitte wissen. Mit freundlichen Grüssen. Dein….

Auch ohne die Gefahr, als Märtyrer sterben zu können, ist das Leben als Christ eben nicht immer nur Zucker-
schlecken. Es gibt auch so etwas wie Märtyrer der christlichen Geduld. Unzählige sind es, die im Vertrauen auf die Botschaft Jesu in schwierigen Situationen, ja, fast schon auf verlorenem Posten, weiter ausgeharrt haben. Auch heute pflegen viele Christen geduldig Schwerkranke, kümmern sich jahrelang um Pflege-
bedürftige, bewältigen anstrengendste Erziehungsarbeit, dienen in einer Ordensgemeinschaft, harren aus in Krankheit und Hilflosigkeit usw., und das alles auf dem Platz, auf den sie von Jesus, ihrem persönlichen Platzanweiser, irgendwann hingestellt worden sind. Dort, an ihrem Platz, bringen sie so gut sie können die Frucht, von der Jesus sprach.

Wenn man liebt, fällt alles leichter. Ich bezweifle, dass die Wolken alle durch-
nummeriert sind, aber es heißt sogar, Verliebte schwebten auf Wolke Nummer 7.
Auch Jesus spricht heute ausdrücklich von der Liebe.
Er sagt: „Wie mich der Vater geliebt hat,
so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.“
Wir spüren sofort die Eindringlichkeit, die Dramatik die-
ser Worte.
Es ist, als wollte Jesus jedem seiner Jünger diese Ermahnung fest einschärfen. Das wird uns leichter verständlich, wenn wir wissen, dass der heutige Evan-
gelientext wie der des vorigen Sonntags aus Jesu Abschiedsreden stammt, kurz vor seinem Leiden und Sterben.


Nach der christlichen Freude ist die christliche Liebe Jesu großes Thema. „Bleibt in meiner Liebe!“ – so mahnt er. Bleiben, das ist ihm ein wichtiges Anliegen. Bleiben heißt: nicht wegrennen, nicht aufgeben, Geduld haben, Vertrauen schenken.
Man kann aber nur in Jesu Liebe bleiben, wenn sie schon da ist, wenn Jesu Liebe schon in einem drinnen ist. Und das ist sie: Durch die Taufe sind wir ausdrück-
lich aufgenommen in die Gemeinschaft mit Jesus.
Wir alle sind gemeint, wenn er sagt: „Bleibt in meiner Liebe!“ -Damit die Jünger damals und wir heute diese Liebe Jesu aber nicht aus unserem Blick verlieren, spricht er davon, dass seine Gebote gehalten werden sollen.

Das klingt für unsere Ohren unge-
wohnt. Was haben denn Gebote mit Liebe zu tun?
Haben wir nicht sowieso schon genug Paragraphen, Richtlinien und Verbote, auch in der Kirche?

Wie meint Jesus das also: „Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben“ ?
Mit Geboten meint Jesus natürlich keine Gesetze und Paragraphen. Es geht ihm allgemein um das, was Gott von uns erwartet, um die Erfüllung seines Willens. Im Vaterunser beten wir es sogar alle: Dein Wille geschehe!“
Wenn wir auch wirklich meinen, was wir da sagen, dann leben wir bereits nach den Geboten Gottes. Nicht, was unser Wille und manchmal auch unser Dickkopf ist, sondern der Wille Gottes soll gelten, so beten wir.
Wenn wir aber so leben, dass Gottes Wille von uns wirklich akzeptiert wird, dann hat die Liebe Jesu natür-
lich Platz in uns. Wenn wir dagegen
Gottes Willen für uns innerlich ablehnen, wenn wir Gott in Wirklichkeit nicht so recht über den Weg trauen, hat Jesu Liebe es in uns schwer.
Das ist wie bei der Liebe unter Menschen: wenn einer das Liebeswerben des anderen ablehnt, wenn die Zuneigung nur einseitig ist, dann hat diese Verbindung keine Chance. Dann steht da zwischen den beiden irgendwo unsichtbar ein großes Schild: „Zutritt streng verboten!“
Wer aber als Christ bewusst und immer wieder neu versucht, den Willen Gottes im eigenen Leben zu suchen und darin einzuwilligen, der gewährt der Liebe Jesu bei sich freien Zugang. Dann kann die Liebe Jesu wirken wie ein heilsames Medikament. Wer dagegen die vom Arzt verordnete Arznei daheim einfach ungeöffnet liegen lässt, der kann leider nicht gesund werden. Jesus ermahnt darum alle, die ihm nachfolgen wollen: Lasst den Willen Gottes doch in euer Herz hinein, dann werdet ihr auch ganz handfest erfahren, wie meine Liebe in euch ist und bleibt.

Sogar von Freundschaft spricht Jesus, denn er sagt: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.“
Das Leben für die Freunde hingeben – hier klingt das unmittelbar bevorstehende Leiden Jesu deutlich an. Jesus gibt sein Leben hin, er verschenkt es gewisser-
maßen an die, welche er in sein Herz geschlossen hat, an seine Freunde.

Wenn Jesus seine Jünger und uns ausdrücklich als seine Freunde bezeichnet, dann ist dies eine große Ehre für uns. Wir sind nicht Knechte, die nur Befehle und Dienstanweisungen ausführen. Nein, wir sind für
ihn Freunde. Jesus sagt ganz betont: „Ihr seid meine Freunde…“
das ist also kein Privileg, dass wir uns
erst noch mühsam mit größten Frömmigkeitsübungen erarbeiten müssten. Nein, Jesus macht uns seine Freundschaft ausdrücklich ohne Vorbedingungen zum Geschenk!

Was ein Freund oder eine Freundin ist, das wissen wir. Freunde gehen ganz vertraulich miteinander um, und sie können sich alles sagen. Es ist selbstverständlich, dass Freunde zuhören, aber auch schweigen können. Freunde gehen miteinander durch dick und dünn.
Sie kennen sich ganz genau und sie haben keine Geheimnisse voreinander. Da ist es gar nicht
immer nötig, sich alles haarklein mit Worten zu erklären. Gute Freunde fühlen auch so, wie es dem anderen geht.
Freunde sind natürlich ganz verschiedene Personen mit unterschiedlichem Aussehen, Charakter und Temperament.
Es kann also z.B. durchaus sein, dass der eine sein Frühstücks-Ei noch halb flüssig bevorzugt, während der andere sich schon beim bloßen Gedanken daran heftig schüttelt und das Ei nur essen kann, wenn es schon fast steinhart gekocht ist. Dennoch sind unsere beiden Ei-Esser Freunde, denn in den wirklich wichtigen Fragen denken sie ähnlich. Und vor allem: sie wissen, wie sehr sie sich aufeinander verlassen können; zu jeder Tages- und Nachtzeit sind sie füreinander einsatzbereit, wenn es wirklich mal „brennt“…

Wen Jesus zum Freund erwählt hat, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Er weiß, dass er von Jesus ausdrücklich geschätzt und geliebt ist. Jesus hat seine Treue und Verlässlichkeit schon dramatisch unter Be-
weis gestellt, bis hin zum Tod am Kreuz. Mehr Freund-
schaft geht nun wirklich nicht. Was Jesus seinerseits von seinen Freunden erwartet, das hat er ja im heutigen Evangelium gesagt: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.“

Daran hat es bei Jesus nie gemangelt: beim wirklichen Tun dessen, worauf es ihm ankommt. Denken wir beispielsweise an die Fußwaschung. Jesus macht sich dabei zum geringsten Diener aller Jünger. Trotz des Protestes der Apostel, denen das furchtbar peinlich ist, besteht Jesus auf diesem Anschauungsunterricht. Natürlich hätte er auch bloß mit vielen Worten erklären können, wie Liebe sich selbst klein macht und das Wohl des anderen im Blick hat. Jesus aber macht es lieber ganz handfest und ganz fußfest. Er lässt da keinen Millimeter Platz für falsche Interpretationen und Ausreden.
Nein, Jesus bringt es immer wieder auf den Punkt. Wir haben seine ganz klare Ansage: Von seinen Freunden erwartet er, dass sie auch tun, was er ihnen aufgetragen hat. Jesus nennt wohl ganz bewusst hier nur ein ein-
ziges Beispiel. Zu verschieden ist das, was er seinen Freunden
als Aufgabe anvertraut hat; zu verschieden sind die Plätze, die er jedem persönlich angewiesen hat.
Für alle aber gilt, was er gleich zweimal im heutigen Evangelium sagt: „Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“ – Unser Freund und Platzanweiser stellt also klar, dass es in einer christlichen Gemeinde nur ein Miteinander in Achtung und freundlicher Zuwendung geben darf. Dieser Auftrag gilt, und er ist sogar zum Markenzeichen der Christen geworden, von denen selbst heidnische Beobachter respektvoll sagten:
„Seht, wie sie einander lieben!“
Zum Schluss nochmal zur Erinnerung und zum Ein-
prägen der heutige Appell Jesu: „Bleibt in meiner Liebe!“ - und zwar jeder an seinem Platz.
Sie und ich. Alle hier und überall. Wie man in seiner konkreten Lebenslage auf diese Liebes-Erklärung Jesu antwortet, das liegt an jedem selbst. Jeder hat die freie Wahl, wie er oder sie sich zu Jesu Angebot stellt: Entweder Zutritt bei mir verboten - oder aber: Ja, Jesus, bitte in mein Herz eintreten!




Predigt Pfr. Karl Sendker 
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Klarer Fall:  Auf dem Schulhof steht plötzlich eine große Menge Zuschauer um zwei Kampfhähne herum. Sofort eilt der Aufsichtslehrer herbei und zieht die beiden Kontrahenten auseinander. Seine erste Frage: „Also, wer von euch beiden hat die Schlägerei an-
gefangen?“ – Meint der eine: „Der da! Der hat zuerst zurückgeschlagen!“


Wie lautet das heimliche Motto der Organisten?
- Siehe Phil 1,21!

(„Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn…“)

Was ist der Unterschied zwischen der Mission und dem Generalvikariat?
- Die Mission macht die Wilden fromm.


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