Dies ist z.B. bei uns heute mit der alten Sütterlin-Schrift der Fall, die junge Leute nicht mehr lesen können. Sie sehen zwar den Text, aber sie können nichts damit anfangen. Ohne „Übersetzung“ durch Ältere, die die Sütterlin-Schrift noch kennen, sind die jungen Leute bezüglich dieser Schrift nicht besser dran als Blinde, die gar nichts sehen.
Jesus sieht die bestürzten Gesichter und greift un-
verzüglich ein, indem er auf seine Wunden hinweist und gleich die Schlussfolgerung daraus mitliefert: „Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“
verzüglich ein, indem er auf seine Wunden hinweist und gleich die Schlussfolgerung daraus mitliefert: „Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“
Es berührt uns schon etwas seltsam, dass sie jetzt immer noch nicht so recht begreifen. Doch fairer-
weise sollten wir uns daran erinnern, dass sie aus ihrer jüdischen Vorgeschichte heraus hier erst einmal eine Art „Denk-Blockade“ überwinden müssen.

weise sollten wir uns daran erinnern, dass sie aus ihrer jüdischen Vorgeschichte heraus hier erst einmal eine Art „Denk-Blockade“ überwinden müssen.

Wenn wir heute einem Nichtchristen die Auferstehung nahebringen wollen, erleben auch wir, wie schwierig das ist. Erst einmal wird er sich heftig sträuben, diesen schwer verdaulichen Brocken zu schlucken, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat.
Von den Jüngern heißt es weiter im Evangelium:
„Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.“
Uns mag die Aussage irritieren, dass sie „vor Freude“ nicht glauben konnten. Es ist doch eigentlich nichts dagegen einzuwenden, dass die Jünger nun wie befreit reagierten und in Feierlaune waren. Wir können uns gut vorstellen, wie glücklich sie jetzt waren.
Gerade hier wird aber deutlich, was „glauben“ heißt. Es ist eben weit mehr als Freude, als Jubel und Gefühle der Ergriffenheit. All dies ist nicht schlecht, aber wirklicher Glaube im Sinne Jesu hat nicht die Freude als Fundament, sondern das Wort Gottes. Gefühle der Freude, vielleicht sogar Momente von Ekstase, kommen und gehen. Das Wort Gottes aber bleibt.
zum päda-
gogischen Mittel der Anschauung.
Vor ihren Augen isst er ein Stück Fisch, was ein Geist nicht kann. Geister essen und trinken bekanntlich nicht.
Wie ein Lehrer vertieft Jesus nun das soeben Gelernte. Er stellt einen Bezug her zu etwas, was die Jünger schon kennen. Jesus erinnert sie daran, dass er ihnen doch bereits vor seinem Leiden und Sterben genau das alles angekündigt hat.
Wer seine Worte und die Heilige Schrift kennt, der kann doch 1 + 1 zusammenzählen. Es war alles vorhergesagt, und es musste alles in Erfüllung gehen. Gottes Wort ist nämlich verbindlich, im Gegensatz zu manchen Formulierungen von Menschen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.
Die Augen öffnen – das heißt: die Augen waren vorher eben nicht offen, zumindest nicht offen genug. Erst durch die Hilfe Jesu wurden sie wirklich zu Menschen mit offenen Augen, zu Sehenden. Im Originaltext steht hier nicht einfach nur „öffnen“, sondern sicher nicht ohne guten Grund die seltene Wortform „dianoigo“ statt „anoigo“.
Ganz streng übersetzt würde das bedeuten: Jesus eröffnete ihnen die Augen. Bei Eröffnung denken wir z.B. an einen Laden, ein Geschäft, eine Gaststätte usw. – Wenn der Besitzer gewechselt hat oder gründlich renoviert wurde, dann wird anschließend neu eröffnet. Oft wird dafür sogar geworben: „Achtung – Neueröffnung!“
Eröffnung, das ist etwas Neues. Öffnen, das geschieht jeden Tag, immer wieder. Aber eröffnen, das geschieht nur, wenn etwas Neues geöffnet wird.
Wir feiern heute den 3. Sonntag der Osterzeit. Ostern – das ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, das mit der Auferstehung Jesu abgehakt ist. Das heutige Evangelium erinnert daran, dass Ostern weitergeht, dass Ostern auch ein fortlaufender Prozess ist. Mit Ostern hat sich die Welt grundlegend geändert, denn der Tod hat seinen Stachel verloren.
Ostern – das ist wie ein Loch, wie ein Durchbruch durch eine dicke Wand, die wir Menschen im Gefängnis der Sünde und des Todes nach dem Bauplan des Bösen errichtet hatten.
Der Durchbruch des göttlichen Erbarmens, den die Auferstehung Jesu bewerkstelligt hat, wird nicht wieder zugemauert. Dieser Durchbruch bleibt, und Ostern geht weiter.
denen Orten erschienen ist, dann geschah das nicht einfach nur so. Jesus begegnete ihnen und belehrte sie, damit sie seine Neu-Eröffnung auch deutlich sehen können. Doch nicht nur das, denn sie selbst sollen an andere weitergeben, was sie selbst erfahren durften. Im heutigen Evangelium heißt es dazu nur knapp: „Ihr seid Zeugen dafür.“ - Das Wichtigste hat sich Jesus hier bis zum Schluss aufgehoben: Ihr seid Zeugen dafür!
Wenn jemand Zeuge ist, wenn er oder sie etwas gesehen hat, was andere nicht gesehen haben, dann hat derjenige oder diejenige eine wichtige Aufgabe. Wir kennen das z.B. durch Zeugenaussagen vor Gericht, die zur Klärung einer Angelegenheit beitragen, etwa Aussagen zu einem Unfallgeschehen. Ein Zeuge muss auch bereit sein, mit seinem Namen zu seinen wichtigen Angaben zu stehen, denn es geht um die Wahrheitsfindung und um die Gerechtigkeit.
Ihr seid Zeugen dafür! - Dieser Aufruf Jesu ging nicht nur damals an die Jünger, sondern er geht seit Ostern immer wieder an jeden, der ihm nachfolgen will. Lege Zeugnis ab für das, was du im Glauben erfahren hast. Denn Jesu Ziel ist es, dass alle Völker zu ihm umkehren, damit bei allen endlich Ostern werden kann.
In unseren Eucharistiefeiern betet die ganze Ge-
meinde als Zuruf beim Hochgebet: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“
meinde als Zuruf beim Hochgebet: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“
Verkünden und preisen – diese Aufgaben, die wir für die Heilige Messe selbst so klar formuliert haben, erwartet der österliche Jesus von denen, die seine Jünger sein wollen. Dann erfahren alle von der Neu-Eröffnung!
- Hier gibt’s die Ausmalbilder zum
Sonntagsevangelium >> BITTE KLICKEN !
- Predigt Pfr. Sendker: „Ihr seid
Zeugen dafür!“
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- „…und deine Auferstehung preisen wir“ (liturg. Hinweis) >> BITTE KLICKEN !
- Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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- Liturgische Bausteine der Steyler Missionare
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- Predigten und Fürbitten der Karl-Leisner-Jugend
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- Gänseblümchen-Predigt und Fürbitten (pdf)
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- Predigt und Fürbitten Pfr. Bruno Layr
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- Predigt Ruedi Heinzer: „Zweifel im Keller meiner Seele“ >> BITTE KLICKEN !
-VIRC Wien: Lesungstexte und kurze Einführung (pdf)
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- „Botschaft für die Woche“ >> BITTE KLICKEN !
liche Geschichte über eine Klosterge-
meinschaft, der im Laufe der Jahre immer mehr die Begeisterung abhanden gekommen war.
Nur noch eine Handvoll alter Mönche schleppte sich mühsam durch die Gänge…
Hier nachlesbar (pdf) >> RECHTSKLICK !
Heute ist Pilotenprüfung für Hubschrauber. Der Prüfer will den ersten Prüfling etwas aus der Reserve locken und fragt: „Wozu hat ein Hubschrauber eigentlich diese Rotorblätter?“
Die Antwort irritiert ihn doch etwas: „Damit der Pilot nicht so schwitzt!“
Etwas angesäuert reagiert der Prüfer: „Lassen Sie solchen Unsinn!“
Der Kandidat jedoch beharrt auf seiner Antwort: „Nein, nein, das ist schon richtig so! Neulich habe ich beim Training mal einen gesehen, bei dem die Rotorblätter ausgefallen sind. Was glauben Sie wohl, wie da der Pilot geschwitzt hat…!“:
Prüfungsangst: Der Religionslehrer vor der
mündlichen Abfrage zu einem Schüler: „Marc, du siehst ja heute richtig blass
aus. Hast du Angst vor meinen Fragen?“ -- „Nein, aber vor meinen
Antworten!“
Spezial-Garderobe: In der
neu renovierten Sakristei wurden auf Wunsch des Pfarrers auch einige
zusätzliche Kleiderhaken angebracht. Über dem Haken unmittelbar in Türnähe ließ
der Pfarrer auch noch ein Schild anbringen: „Nur für Priester!“
Am nächsten Sonntag stand nach der Messe darunter auf einem Zettel: „Man kann da aber auch Mäntel aufhängen.“
Am nächsten Sonntag stand nach der Messe darunter auf einem Zettel: „Man kann da aber auch Mäntel aufhängen.“
Die heutigen Predigtgedanken können Sie auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.6.2012):
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