Jesus bestätigt uns: Ja, ihr habt es in eurer Hand, ihr habt die freie Wahl, wer für euch Hirte sein soll. Darum schaut sie euch genau an, eure Führer, eure Leitfiguren, eure Ratgeber.
Seid auf der Hut vor denjenigen, denen es erst in zweiter Linie um euch und eure Zukunft geht, sondern hauptsächlich um ihr eigenes Wohlergehen.
Damit es auch wirklich jeder kapiert, sagt Jesus es gleich zweimal im Text: „Ich bin der gute Hirt.“ – Direkt im Anschluss an diese Klarstellung liefert er eine nähere Begründung dafür: „Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“
Das heißt doch: Es gibt nur einen einzigen wirklich guten Hirten. Jesus sagt schließlich nicht: „Ich bin ein guter Hirt“, sondern er sagt es ganz exakt und unmissverständlich: „Ich bin der gute Hirt.“
Das ist nicht nur eine klare Distanzierung von all denen, die als Hirte versagt haben, sondern die Feststellung: es kann sowieso nur einen guten Hirten geben, und das ist Jesus selbst.
Dies wird noch besser verständlich, wenn man den Begriff „guter Hirt“ noch wörtlicher aus dem Originaltext übersetzt. Das Wort „kalos“ bedeutet nämlich so viel wie edel, schön, wahr. Jesus ist demnach also der wahre Hirt, edel und schön – ein wirklich leuchtendes Vorbild.
In seiner Verantwortung für die ihm Anvertrauten geht Jesus sogar so weit, sein Leben für sie zu opfern. Wenn nur er allein der gute Hirte ist, ergibt sich daraus aber noch mehr: Es sind demnach auch seine eigenen Schafe, sie gehören ihm. Er und diese Schafe – sie gehören zusammen. Alle diese Schafe stehen unter seiner Verantwortung, unter seinem Schutz.
Er hat diese Verantwortung als Auftrag seines himmlischen Vaters empfangen. Nun steht er mit seinem Herzblut ganz und gar für seine Herde ein. Er lässt keines seiner Schafe einfach im Regen stehen. Wer bei ihm ist, wird zwar auch Gefahren erleben, aber er wird sie unter der Führung Jesu meistern.
Dies wird auch deutlich an seiner Erklärung: „…ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich..“ - Was aber bedeutet das genau?
Was will Jesus mit dem Wort „kennen“ sagen?
Schon in unserer deutschen Sprache ist das Wort „kennen“ sehr vielschichtig. Sie kennen sicher die Bundeskanzlerin. Das heißt vielleicht aber nur, dass Sie wissen, wie sie heißt und wie sie aussieht.
Sie kennen sicher auch ihren Nachbarn oder Arbeits-
kollegen. Bei diesem Kennen geht es schon um deutlich mehr. Man weiß so einiges aus deren Leben, aus deren Gewohnheiten und Einstellungen. Wenn man jemanden „kennengelernt“ hat, kann das jedoch eine Enttäuschung werden, denn der hat sich vielleicht bei einem ersten Treffen nur von seiner Schoko-
ladenseite gezeigt. Ganz anders ist es, wenn man seine Mutter kennt oder seinen Ehepartner. Für die große Nähe einer solchen Beziehung reicht der Begriff „kennen“ kaum aus.
Die Bibel spricht auch an verschiedenen Stellen von „kennen“. Damit ist ebenfalls immer ein ganz intensives Kennen gemeint, eine Beziehung, ein vertrauter Umgang miteinander, eine wirkliche Gemeinschaft. Wenn Jesus also seine Schafe kennt, ist das alles andere als oberflächlich. Jesus weiß nicht nur, wer zu ihm gehört, sondern er kennt ihn oder sie auch genau. Schon ein normaler Schafhirte kann
alle Tiere seiner Herde voneinander unterscheiden, obwohl sie für uns Laien alle gleich aussehen.
Jesus aber kennt die Seinen wirklich. Er weiß nicht nur ihren Namen und ihre Eigenheiten. Er kennt sie durch und durch, auch ihre Schattenseiten und Macken. Doch auch seine Herde kennt ihn so gut, dass man sie nicht täuschen kann: die Schafe wissen sehr genau, wer ihr Hirte ist, der es gut mit ihnen meint.
Trotzdem mag das Bild mit der Schafherde nicht jedem auf Anhieb gefallen. Gerade heutzutage wollen wir eigenständige Persönlichkeiten sein, keine Massen, die jemandem hinterherlaufen. Da kommt der
Gedanke, ein Schaf in der Herde Jesu zu sein, erst einmal nicht so besonders gut an. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto erfreuter bin ich über diesen Vergleich Jesu. Ja, ich bin wie Sie auch ein Schaf, und das ist keineswegs eine Beleidigung! Ich bin ein Schaf in der großen Herde Jesu, und ich bin sehr, sehr glücklich darüber!
Ich habe gelernt, dass dieser wirklich gute Hirte auf meinen und unseren Weg achtet. Ich bin ganz und gar nicht allein. Wir alle sind mit ihm auf dem Weg. Noch weitere Schafe werden dazukommen, denn Jesus sagt: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.“
Für uns ist der richtige Stallgeruch wichtig: Wir unterscheiden, wer zu uns gehört und wer nicht. Anderen gegenüber sind wir eher skeptisch oder gar ablehnend. Das durchzieht alle menschlichen Lebensbereiche einschließlich der Religion.
Jesus jedoch prophezeit uns: Es wird so kommen, dass auch die anderen Schafe, die ihr nicht kennt, auf meine Stimme hören werden. Aus allen Herden wird nur eine einzige Herde werden unter meiner Führung.
Wirklich, was für ein Glück, ein Schaf zu sein! In der Gemeinschaft der Herde Jesu folgen alle einem Ruf, nämlich seinem Ruf. Der gute Hirte weiß, wo es lang geht. Er ist immer für sie da, ganz egal, was passiert. Ganz zuverlässig führt er die Seinen zum Ziel. In dieser Gemeinschaft hat jedes Schaf seine Eigenart, und nicht alle kommen im gleichen Tempo voran. Manche brauchen mehr Zeit, manche sind schon mal zu stürmisch. Doch alle haben nur diesen einen Hirten, und eine Konkurrenz untereinander ist völlig unsinnig. Der Hirte sorgt schon für das richtige Tempo und für alles, was seine Schafe brauchen.
Was für ein Glück, ein Schaf Jesu zu sein! Freilich: Damit man den Hirten nicht aus den Augen verliert und in irgend-
welche Ab-
gründe stürzt, muss man schon selber mit aufpassen. Also immer Augen und Ohren auf!
Kostenlose Seh- und Hörtests gibt’s übrigens auch. Das kann man in aller Ruhe ausprobieren, und das sollte man auch möglichst oft. Dieses Testprogramm gibt’s als Buch, als Computerprogramm und vieles mehr. - Wie es heißt? Das ist ganz leicht zu merken: DIE BIBEL !
Tipps zum Marienmonat Mai: siehe unten!
Eine Zeitlang möchte ich hier als ersten Linktipp Internetseiten von Pfarreien vorstellen, die mir positiv aufgefallen sind, z.B. durch Predigten, durch Pfarrbriefe, durch gelungene Gestaltung usw. - Gerne sind weitere Vorschläge Ihrerseits willkommen!
Meine Heimatpfarrei Selters findet sich auch hier
Ev. Brüderverein: Kurzinfo über Schafhirten (pdf)
Gottesdienstentwurf: Weltgebetstag für
geistl. Berufe >> BITTE KLICKEN !
Predigtvorschläge der Karl-Leisner-Jugend
Bildpredigt über den gedungenen Hirten
„MEIN PREDIGTGARTEN“ – Gedanken 4. Oster-
sonntag C 2008 >> BITTE KLICKEN !
Puppen, Bücher usw. zum Thema „Hirte“
(Oncken-Verlag) >> BITTE KLICKEN !
Marienlob im Monat Mai
(mit Linktipps) >> BITTE KLICKEN !
29.-31.Mai: Bibel-Seminar mit Prof.Dr.
Klaus Berger (pdf)>> BITTE KLICKEN !
Per Telefon zur gewünschten Uhrzeit kurze Text-Infos
kostenlos an deutsche Festnetznummern, z.B.
Nachricht an Freunde >> BITTE KLICKEN !
Gut aufgepasst: Der Bischof höchstpersönlich hatte sich ausnahmsweise zur Prüfung eines jungen Reli-
gionslehrers in einem Bergdorf angekündigt. Der Prüfungskandidat belehrte darum seine Schüler: „Kinder, glaubt bitte nicht, weil wir zu unserem Herrgott „du" sagen, dürft ihr auch unseren hoch-
würdigsten Herrn Bischof so anreden; zu dem sagt man immer „Euer Bischöfliche Gnaden!"
Während der Religionsprüfung fragte der Oberhirt ein braves Mädchen: „Kannst du mir sagen, wie das sechste Gebot lautet?"
Das Mädchen dachte an die eindringliche Belehrung des Lehrers und antwortete pflichtbewusst: „Euer Bischöfliche Gnaden sollen nicht Unkeuschheit treiben."
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