19.12.2012

Predigt 4. Adventssonntag C -- 23.12.2012

Elisabet jedenfalls wurde trotz ihres vorgerückten Alters und jahrzehntelanger Unfruchtbarkeit endlich doch schwanger. Die Bibel erwähnt ausdrücklich, dass sie nun als Schwangere ganz zurückgezogen lebt. Sicher will sie allem Getratsche und dummen Bemerkungen aus dem Wege gehen. Und da kommt nun Maria mit
ins Spiel. Auch sie hatte hohen Besuch. Sechs Monate nach dem Besuch bei Zacharias stattete der Erzengel Gabriel diesem damals vermutlich etwa 14-15jährigen Mädchen aus frommem Hause einen Besuch ab.
In diesem Alter wurden damals die meisten Mädchen verlobt und bald darauf verheiratet.
So war es für Maria auch längst alles verabredet, und sie und ihr Verlobter Josef freuten sich jetzt schon auf das große Fest. Wie wir wissen, bekam auch Maria bald einen „verrückten“ Grund, dem dummen Gerede aus dem Wege zu gehen. Ungeheuerliches war ihr passiert: Sie war von Gott begnadet und auserwählt, Mutter des Gottessohnes zu werden. Maria nahm sich aber keine Bedenkzeit, sondern stimmte der Ankündigung des Engels sofort aus voller Seele zu: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ - Das war alles andere als leicht für sie, und alles andere als leicht für Josef!
Da ist es eine gute Idee, ihrer Tante Elisabet einen längeren Besuch abzustatten. Maria weiß von deren über-
raschender Schwangerschaft; sowas spricht sich auch ohne Handy in einem halben Jahr leicht in der Verwandtschaft herum, und der Engel Gabriel bestätigt es ihr ja auch. Wir dürfen davon ausgehen, dass die beiden Frauen schon immer ein gutes Verhältnis haben, sodass Maria nicht nur daran denkt, Elisabet in den letzten und beschwerlichen Monaten zur Hand zu gehen. Sicher darf sie auch darauf hoffen, in ihrer lebenserfahrenen Tante eine gute Beraterin und Gesprächspartnerin zu finden, fernab vom Dorftratsch in Nazareth.
Ganz so einfach ist der Weg dorthin freilich nicht, denn die im Evangelium genannte „Stadt im Bergland von Judäa“ ist En Kerem, damals etwa sieben Kilometer von Jerusalem entfernt, heute längst ein eingemeindeter Stadtteil. Von Nazareth aus sind das in dem gebirgigen und steil ansteigenden Gelände etwa vier bis fünf Tage mühsamen Fußwegs. Es ist naheliegend, dass Maria den gefährlichen Weg mit männlicher Begleitung zurückgelegt hat, doch auch dies wird im heutigen Bibeltext bewusst ausgeblendet. Wir sollen hier eben nur auf Maria und Elisabet achten. 

 
Von Maria heißt es, dass sie „eilte“ – sicher will sie nach dem umwerfenden Erlebnis mit dem Engel keine Zeit verlieren, um mit Elisabet ins Gespräch zu kommen.
Auf dem langen Weg hat Maria genug Zeit, sich die Begegnung mit ihrer Tante in Gedanken schon auszu-
malen. Wie wird sie wohl dort aufgenommen? Soll sie schon bald von ihrer eigenen spektakulären Mutterrolle erzählen oder lieber erst einmal abwarten?
Als Maria endlich bei ihr eintrifft, wird es noch „ver-
rückter“: Kaum hat Maria Elisabet herzlich begrüßt, erleben wir mit, wie das Kind im Mutterleib prompt reagiert. Jede Schwangere hat das schon selbst erlebt, was für temperamentvolle Knüffe ein Kind im sechsten Monat austeilen kann. Im Evan-
gelium heißt es: „Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.“
Johannes hüpfte in ihrem Leib – wir wissen aus der Medizin längst, wie sensibel Kinder im Mutterleib auf ihre Umwelt reagieren, auf Musik, auf laute Geräusche und vieles mehr. Johannes reagiert noch sensibler. Bereits das Ungeborene hüpft und strampelt; es ist geradezu außer sich vor Freude. Schon im Mutterleib ist Johannes durch Einwirkung des Heiligen Geistes ganz von der Freude über den kommenden Messias erfasst, von Gottes unfassbar großem Geschenk an die Menschen.
Jetzt wird auch Elisa-
beth hellhörig. Durch ihr Kind vorbereitet, wird auch sie vom Heiligen Geist erfüllt. Sie ruft „mit lauter Stimme“, obwohl das für die direkt
vor ihr stehende Maria sicher auch leiser genügt hätte: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Ist das nicht „verrückt“? - Eben noch hat Maria sich Gedanken gemacht, wie sie baldmöglichst das Ge-
spräch auf ihre eigene Schwangerschaft bringen kann, und dann sagt ihr das Elisabet einfach so auf den Kopf zu.
Aber was heißt da „sagt“ – sie schreit es regelrecht aus sich heraus, so sehr ist sie aus dem Häuschen, so sehr ist sie in heller Aufregung. Maria kommt sofort wieder in den Sinn, was der Engel Gabriel betont hatte: „…Denn für Gott ist nichts unmöglich“ - hier erlebt sie das wieder, geradezu als nochmalige Bestätigung für die Ankündi-
gung von Gabriel.
„Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen…“ - Was Elisabet da vom Heiligen Geist erfüllt so freudig ausruft, das ist uns allen wohlbekannt. Im „Ave Maria“ wird es millionenfach seit vielen Jahrhunderten z.B. im Rosenkranz immer und immer wieder bekannt und ge-
betet: Maria ist die von Gott ganz besonders Geseg-
nete, die „Gebenedeite“.
Weder durch eine demo-
kratische Wahl noch durch kluge Gelehrten-
meinung
ist sie dies geworden, sondern allein durch Gottes Gnade, durch Gottes Ratschluss. Was der Mensch nicht sieht, das hat Gott in diesem Mädchen gesehen und sie für würdig befunden, Mutter des Gottessohnes zu wer-
den. Nun strahlt sie in Gottes Glanz.
Elisabet hat diese Größe Mariens vom Geist geleitet sofort erkannt und fragt sich: „Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ - Elisabet, die ältere und menschlich gesehen ranghöhere Priesterfrau, macht sich ganz klein vor diesem großen Wunder. Die Mutter meines Herrn kommt zu mir – dass ich dieses Glück erleben darf!
Ohne Theologie-Studium hat diese Frau es sofort punktgenau getroffen: Das Kind, das jetzt im Leib Mariens heranwächst, das ist viel größer als alles, was man sich vorstellen kann. Dieses Kind ist mein Herr, der so lange ersehnte Heiland dieser Welt!
Elisabet erklärt Maria hier aber nicht nur ein-
fach für selig, sondern sie fügt noch etwas Bemerkenswertes an, eine Art Kommentar gewissermaßen: „Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ – Der Glaube Marias ist es also, der hier so über-
schwänglich von ihr gelobt wird. Das ist es, worin Maria unschlagbar ist – das absolute Vertrauen in die Weisheit und Vorsehung Gottes, komme, was da wolle!
Auch Maria hätte zur Bedenkenträgerin werden können, hätte sich alle denkbaren Probleme als guten Grund zum Rückzug und Unglauben vor Augen halten können, wie das Zacharias tat. Ihre Herzenstür war aber nicht verschlossen, als der Engel Gabriel bei ihr vorsprach.
Maria war keineswegs so naiv, um sich die entsetzten Reaktionen von Josef und ihrer ganzen dörflichen Umwelt nicht sehr lebhaft vorstellen zu können. Was damals Schlimmes an Strafen mit Mädchen geschehen konnte, die unverheiratet schwanger wurden, das hatte sie wahrscheinlich schon selbst als Zuschauerin mit-
erleben müssen.
Aber Maria ist wirklich in anderen Umständen, anders, als nur schwanger zu sein. In anderen Umständen ist sie nicht nur im Bauch, sondern auch im Kopf. Sie macht sich nicht verrückt, sondern sie lässt sich von Gott dahin verrücken, wohin er sie haben will.
Gott hat sie zur rechten Zeit zusammengeführt: Maria und Elisabet - zwei Frauen, zwei Schwangere mit zwei auf den ersten, menschlichen Blick verrückten Ge-
schichten. Nun können sie sich gegenseitig beistehen und stärken.
Drei Monate sind eine lange Zeit: da wird es viele gute Gespräche geben, viel Beten und sicher auch viel fröh-
liches Lachen. Maria hat die erfahrene Freundin gefunden, die trotz ihres langjährigen harten Schicksals nie mit Gott gehadert hat. Und Elisabet hat eine Stütze, die kräftig anpacken kann und ihr gute Gesellschaft leistet – ihr Mann ist ja schließlich zur Zeit auffallend schweigsam…
Was für eine wunderbare Idee Gottes, so für die beiden zu sorgen! - Selbst ein bekanntes Sprichwort weiß darum: Geteilte Freude ist eben doppelte Freude.
Und da kommt nun die Stelle, wo auch wir in dieser Szene unseren Auftritt haben. Wie durch ein großes Guckfenster hat uns der Evangelist Lukas am Gesche-
hen teilhaben lassen, heute, am 4. Adventssonntag.
Wir sind Zeuge einer Revolution geworden. Hier heißt es zwar nicht „Wir sind das Volk“, aber eine Art Mauer fällt hier auch. Die Revolution, die sich hier direkt vor unseren Augen abspielt, ist die friedliche Revolution Gottes.
Gott stellt alle Herrschafts-
ansprüche dieser Welt
auf den Kopf, oder genauer: er verrückt sie, er rückt sie wieder richtig, er stellt alles vom Kopf wieder auf die Füße. Und bei Gott hat eben alles Hand und Fuß, in diesem Falle Hände und Füße. Gottes Weihnachts-
geschenk ist schon für uns bereit. Jetzt stehen wir da und schauen staunend auf Maria und Elisabet, die beiden glücklichen Schwangeren.
Was werden wir tun? - Lassen wir uns eher vom folgenschweren Zweifel des Zacharias anstecken oder vom Gottvertrauen dieser beiden Frauen?
Gottes Gnadengeschenk liegt jedenfalls für uns bereit. Vielleicht wagen wir es einfach einmal in einer stillen Stunde kurz vor Weihnachten. Schauen wir diese beiden Frauen an, die Ja und Amen gesagt haben, jede auf ihre eigene Weise. Sie haben Gott ihr Leben wirklich anvertraut. Und dabei durften sie erfahren, wie sehr er für die Seinen sorgt.
Lukas lädt auch uns ein: Kommt bitte mit dazu!
Steht doch nicht länger abseits! Lasst auch euer Herz so von Gott erfüllen, dass der Jubel euch ansteckt!
Und für die ganz Mutigen hier – aber das ist jetzt nur ein Geheimtipp ganz unter uns: Fragt doch bitte Gott in ei-
ner stillen Stunde vor Weihnachten auch mal was.
Doch Vorsicht – mit einer klaren Antwort ist zu rechnen! - Am besten fragt ihr für den Anfang das hier: Sag mal, lieber Gott, was wünschst du dir eigentlich von mir?



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              Martin, der Schuster

          Nach einer Legende von Leo Tolstoi

Es war einmal ein Schuster, der Martin hieß und in einem Keller wohnte. Durch das kleine Kellerfenster konnte er die Menschen sehen, die da draußen auf der Straße vorübergingen. Zwar sah er nur ihre Füße, aber er erkannte jeden an seinen Schuhen. Fast alle diese Schuhe und Stiefel hatte er schon ein paar mal geflickt und ausgebessert.
Er lebte ganz allein in dem Keller der zugleich Wohnung und Werkstatt war. Seine Frau und alle seine Kinder waren gestorben.
"Warum hat Gott mir das angetan?" sagte er eines Tages zu einem alten Freund. "Ich habe keine Freude mehr am Leben."
"Gott hat es dir gegeben" antwortete der Freund, „Wenn du für ihn lebst, wirst du nicht mehr traurig sein."
"Wie kann ich denn für Gott leben?" fragte Martin.
"Lies die Bibel - dann weißt du es."
Von diesem Tag an las Martin jeden Abend in der Bibel. Tagsüber arbeitete er fleißig - er nagelte neue Sohlen auf die Schuhe und flickte die geplatzten Nähte. Sobald es jedoch dämmerig wurde, zündete er die Lampe an und holte die Bibel. Je öfter er darin las, desto leichter wurde ihm zumute. Eines Abends war er so müde, dass er über der Bibel einschlief.
Am nächsten Morgen schaute er immer wieder aus dem Fenster. Bald sah er ein Paar geflickte Filzstiefel, und er wußte, dass es Stepan war, der alte Soldat, der draußen Schnee schaufelte.
Martin schlug eifrig Nägel in die Schuhsohle.
Weil es ihm aber doch keine Ruhe ließ, schaute er erneut zum Fenster hinaus. Er sah, wie müde der alte Soldat war und wie sehr
ihn das Schneeschaufeln an-
strengte. "Komm herein, Stepan, und wärm dich in meinem Keller!"
Der alte Mann schüttelte den Schnee von den Stiefeln und kam herein.
"Setz dich zu mir" sagte Martin, „und trink ein Glas Tee. Das wird dir gut tun.“ - Nachdem der Alte den heißen Tee getrunken hatte und fort gegangen war, arbeitete Martin weiter.
Nach einer Welle sah er auf der Straße eine junge Frau mit einem Kind auf dem Arm. Die Frau fror in einem viel zu dünnen ärmlichen Kleid und versuchte vergeblich, ihr Kind vor dem kalten Wind zu schützen.
"Komm herein!", rief ihr Martin zu. "Setz dich an den Ofen, damit dir warm wird." Er schnitt ein Stück Brot ab, nahm die Suppe vom Herd und füllte einen Teller. Während die Frau aß, nahm Martin das Kind auf den Schoß und spielte mit ihm. Bevor die Frau fortging, holte er seine Jacke. "Da! Nimm sie! Ich habe nichts Besse-res, aber du kannst zumindest dein Kind darin einwickeln." Und für das Kind holte er die besten Kinderschuhe, die er je gemacht hatte.
Nicht lange danach hörte Martin lautes Geschrei vor seinem Fenster. Eine Marktfrau schlug auf einen kleinen Jungen ein, der einen Apfel aus ihrem Korb gestohlen hatte.
"Warte nur, du Dieb!" schrie sie zornig. "Ich bringe dich zur Polizei."
Martin rannte auf die Straße hinaus. "Laß ihn doch laufen!", sagte er zu der Frau. "Er wird es bestimmt nicht wieder tun. Den Apfel werde ich dir bezahlen."
Er gab der Frau ein paar Münzen, dann nahm er den Apfel und schenkte ihn dem Jungen. "Du mußt dich aber entschuldigen", sagte er.
Der Junge fing an zu weinen. "Ist schon gut!" sagte die Frau. Als sie weiterging, lief ihr der Junge nach und half ihr, den schweren Korb zu tragen.
Inzwischen war es dunkel geworden, und Vater Martin wurde sehr traurig. Es war so dunkel, dass er die vorbeigehenden Leute kaum mehr erkennen konnte. Vater Martin sah den Laternenanzünder kommen. "Jetzt muss ich wohl auch Licht machen", dachte er daheim, zündete sein Licht an und stellte es auf den Tisch. Er nahm das Neue Testament vom Regal und las darin. "So war es also doch nur ein Traum", seufzte er, und dicke Tränen liefen ihm über die Wangen. "Ich wollte so sehr, dass Jesus vorbeikäme!"
Kaum hatte Vater Martin das gesagt, da schien ihm, als wäre da jemand hinter ihm. Er sah sich um: Da war es, als stünden Menschen in der dunklen Ecke, aber er konnte sie nicht erkennen. Und eine Stimme flüsterte ihm ins Ohr: "Vater Martin! Hast du mich nicht erkannt!"
"Wen denn?" fragte Vater Martin.
"Mich", sagte die Stimme, "ich war es doch!"- Und aus der dunklen Ecke trat Stepanytsch, lächelte und verschwand wieder...
"Auch das war ich", sagte die Stimme. Und aus der dunklen Ecke trat die Frau mit dem Kind, und beide lachten und verschwanden wieder...
"Und auch das war ich", sagte die Stimme wieder, und zu sehen war der Junge mit dem Apfel und die Marktfrau.
Da erfüllte auf einmal eine große Freude Vater Martins Herz. Schnell setzte er die Brille auf und las auf der aufgeschlagenen Seite des Buches: "Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt."
Weiter unten auf der Seite las er: “Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!"
Da erkannte Vater Martin, dass er nicht betrogen wor-
den war. Jesus war an diesem Tag wirklich zu ihm gekommen, und Schuster Martin hatte ihn aufgenommen.
     (Textquelle der Nacherzählung ist mir leider nicht bekannt)

 



Zwei Rentnerpaare sind mit einem großen Mercedes auf der Autobahn unterwegs und fahren nicht mehr als etwa 80 km/h. Ein Polizist hält das Auto an, weil ihm das verdächtig vorkommt. Der Opa fragt: "Waren wir zu schnell?"
Polizist: "Nein, im Gegenteil, Sie fahren auffallend langsam!"
Opa: "Darf man denn hier schneller fahren?"
Polizist: "Ich denke, 120 – 130 km/h kann man hier ruhig fahren." - Opa: "Aber auf den Schildern steht doch dauernd: A 81!"
Polizist: "Ja, und? Was meinen Sie?"
Opa: "Na, da muss ich doch auch 81 km/h schnell fahren."
Polizist: "Nein, das ist doch nur die Nummer der Autobahn."
Opa: "Ach so. Danke für den Hinweis!"
Der Polizist schaut sicherheitshalber noch auf die Rückbank des Autos und sieht zwei stocksteif sitzende Omis mit weit aufgerissenen Augen. Da fragt der Polizist fürsorglich die beiden Rentner vorne: "Was ist denn mit den zwei Damen da hinten los? Ist den Damen nicht gut?"
Da sagt der andere Opa: "Doch, doch. Nur, wir kommen nur gerade von der B 252!!" 

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Beten kann man überall und jederzeit - auch beim Autofahren, und da ist es mitunter besonders an-
gebracht. Weil man aber doppelt betet, wenn man singt, bietet sogar das Gesangbuch "Gotteslob" den Auto-
fahrern viele Anregungen. Beim Start passt z.B. Lied
Nr. 303 („In Gottes Namen fahren wir“), bei zäh-
fließendem Berufsverkehr in der Stadt etwa Nr. 473
(„Im Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen“), auf der Autobahn bei 120 km/h bei regen-
nasser Fahrbahn die Nummer 656 („Wir sind nur Gast auf Erden“). Und wenn man auf der Autobahn im Baustellenbereich von einem Drängler überholt wird, empfiehlt sich Nr. 84 („Zum Paradies mögen Engel dich geleiten“), und ab 160 km/h ist Lied Nr. 659 situations-
gerecht („O Welt, ich muss dich lassen“). 

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Die heutige Predigt können Sie als E-Mail-Datei bei mir anfordern oder aber selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.3.2013):
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