Dieses starke Bild wird durch die deutsche Über-
setzung „er berührte ihn“ eigentlich nur sehr unvoll-
kommen wiedergegeben. Der griechische Ausdruck „hapte-in“ heißt mehr als nur berühren. Er wird verwendet für an
fassen und umarmen! Jesus hat diesen Mann, der sich wahrschein-
lich mittlerweile vor sich selber ekelte, also regelrecht um-
armt! Er hat ihn fest gedrückt, wie man ein Familien-
mitglied oder einen anderen lieben Menschen drückt. Mehr Solidarität geht nun wirklich nicht! Jesus ist ihm ganz nahe gekommen, so nahe wie es geht, ganz hautnah!
Jesus hat keine Furcht. Er ist der Reine, der alle Unreinheit überwindet, indem er das Unreine, unsere Sünden, am Kreuz auf sich laden wird. Er ist so rein, dass diese Krankheit des Aussätzigen ihm nichts anhaben kann.
Jesus erhört das Flehen dieses Mannes und heilt ihn auf der Stelle. Uns fällt aber auf, dass Jesus dem Mann noch Hausaufgaben aufgibt: „Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis sein.“
Zum einen soll der Geheilte über das Geschehene schweigen. Jesus will wohl nicht, dass er nur als Wunderdoktor gesehen und überrannt wird.
Die Gefahr besteht, dass dabei seine Hauptbotschaft vom Reich Gottes bei den Leuten auf der Strecke bleibt.
Zum anderen nötigt er den Mann, sich bei den offi-
ziellen Stellen zu melden und sich dort untersuchen zu lassen. Außerdem soll der Geheilte das vorgeschrie-
bene Opfer darbringen.
Jesus will also, dass der Mann die Gebote beachtet, die in diesem Falle gelten. Er will, dass der Mann seine Gesundung nicht nur selbst erlebt, sondern sie auch von zuständigen Priestern bestätigt bekommt. Erst dann ist er auch offiziell geheilt. Erst dann wird er faktisch wieder in die Gemeinschaft aufgenommen, auch in die Gottesdienst-Gemeinschaft.
Dies ist sicher ein kluger Rat Jesu. Wieder gesund ist eben behördlicherseits nicht der, der sich gesund fühlt, sondern wer es schriftlich hat.
Ob der Mann sich daran hält – wir wissen es nicht. Das Schweigegebot jedenfalls bricht er. Überall erzählt er herum, was ihm passiert ist. Vielleicht will er endlich einmal im Mittelpunkt stehen, sich wie ein Star fühlen. Für Jesus heißt das leider, wie befürchtet, dass er dem gewaltigen Ansturm ausweichen muss, indem er die Städte eine Zeitlang meidet.
Haben wir heute aus dem Geschehenen gelernt? Haben wir aufmerk-
sam registriert, wie Jesus mit diesem armen Menschen um-
gegangen ist? - Machen wir Jesu Allergie-Test: Wo und wem gegenüber reagieren wir als Christen immer noch zu ablehnend?
Wir sind weder die Richter noch die Saubermänner der Welt. Überlassen wir dies getrost allein Gott. Bevor wir unseren vorhandenen Berührungsängsten freien Lauf lassen, ist es gut, wenn wir innehalten:
Habe ich nicht auch irgendwo einem wunden Punkt? Wo halte ich Abstand, weil mir eine Meinung oder eine Nase nicht passt? Wo trage ich noch Verletzungen aus der Vergangenheit mit mir herum, die mich belasten und meinen Blick trüben?
Wir beten so gerne im Vaterunser „Dein Wille geschehe“, und wir beten vor der Kommunion alle „Herr, ich bin nicht würdig…!“ - Die Frage ist nur, ob wir das nur als feierliche Worte verwenden oder ob dies uns auch in unserem Alltag trägt. Wenn wir uns dessen bewusst sind, wie unrein wir vor Gott trotz sämtlicher moderner Waschmittel sein können, dann fällt es uns auch leichter, den Schmutz anderer auszuhalten. Porentief rein, fasertief rein, piccobello sauber – nein, das sind wir wirklich nicht!
Aber dennoch streckt der Herr der Welt die Hand aus, und wir dürfen heil werden.
Das weiß auch der Papst, der für die Einheit der Kirche verantwortlich ist
und daran schwer zu tragen hat. Auch ein dickköpfiger und immer noch von seinem Amt sus-
pendierter Bischof Williamson mit seinen schlimmen Aussagen über die Gaskammern und die 600.000 Anhänger der Priesterbruderschaft St. Pius X. haben erst einmal im Sinne der Barmherzigkeit Jesu ein Recht auf das Gespräch und Zeichen des guten Willens. Eine endgültige Lostrennung jener Gruppe von der katholischen Kirche löst die Probleme nicht, sondern verschiebt sie nur. Danken wir unserem Papst für seine demütige Geduld und beten, dass unser aller Herr die Kirche durch schwierige Zeiten führen möge. Amen.
Predigt: Gott hat Mitleid. Er hat es schließlich erfunden >>> RECHTSKLICK !
Uni Heidelberg, Predigt Walter Boes (pdf) >>>
Predigt Pfr. Jürgen Grote (ev.): Eine Ungeheuerlichkeit >>> RECHTSKLICK !
Pfr. Dr. Johannes Holdt: Mit Gottes heilender Macht rechnen >>> RECHTSKLICK !
Prof. Dr. Dr. Klaus Müller, Uni Münster: Wie Jesus seine Rolle findet >>> RECHTSKLICK !Pater Damian de Veuster, Helfer der Lepra-Kranken >>> RECHTSKLICK !
Erklärung des stellv. Vors. der Französischen Bischofskonferenz >>> RECHTSKLICK !
Dem da, dem anderen,
dem x-beliebigen, dem wildfremden,
der mir wurscht ist, der mich nichts angeht,
dem man nicht vertrauen kann,
dem man besser aus dem Weg geht,
dem man's schon von weitem ansieht,
dem da, dem Spinner, der nicht so tun soll,
dem es noch leid tun wird,
der mir's noch büßen soll, der noch was erleben kann,
dem ich's noch zeigen werde,
der mir die Stolpersteine in den Weg gelegt hat,
dem da - dem wünsche ich Frieden !
(Quelle: leider unbekannt)
Bei einer Privat-Audienz im Vatikan gratuliert ein Teilnehmer der kleinen Gruppe dem Papst zum Namenstag. Papst Benedikt schaut etwas verdutzt drein: „Wieso, heute ist doch nicht Benno oder Benedikt?!“
Doch schon folgt seitens des Gratulanten der entscheidende Hinweis: „Das nicht, aber heute ist doch der Sechzehnte…!“
Der Papst besucht die Philippinen. Ein vorwitziger Reporter drängelt sich durch die Menge vor einer Kirche und fragt den Papst: „Werden Sie in Manila auch Nachtclubs besuchen?“ – Der Papst versucht den Ball zurückzuschießen, indem er fragt: „Gibt es hier denn überhaupt Nachtclubs?“
Entsetzen am nächsten Tag: Der Privatsekretär des Papstes hat die örtlichen Zeitungen gekauft. Titelschlagzeile auf Seite 1: „Papstbesuch: Seine erste Frage: Gibt es hier Nachtclubs?“
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