10.08.2009

20. Sonntag im Jahreskreis B - 16.08.2009

(Fortsetzung)


Wer Jesu Jünger sein will, der nimmt ihn nicht zu sich wie eine kleine Vorspeise, wie eine Delikatesse, die dem ver-
wöhnten Gaumen schmeichelt. - Sondern: Wie eine Leseratte ein spannendes Buch geradezu verschlingt, wie sie einfach nicht mit Lesen aufhören kann, bis sie alle gewünschten Informationen hat, so soll es auch sein mit dem, der Jesus in sich aufnimmt.

Wer diese kostbare Speise zu sich nimmt, der weiß um ihren Wert, der weiß um das zugesagte ewige Leben.
Der durch Leid und Tod gegangene Herr kommt zu mir, schenkt sich mir ganz. Er, der jetzt erhöht zur Rechten des himmlischen Vaters sitzt, lebt in dir und mir. In Fleisch und Blut geht er in uns über.

Wenn wir uns das immer wieder bewusst machen, können wir erahnen, wie sehnsüchtig viele Heilige auf den täglichen Empfang der Eucharistie warteten. Jesus ist die absolute Leibspeise, die voller Freude inständig erhofft wird. Nur aus der Kraft des täglichen Kommunion-Empfangs konnte z.B. Mutter Theresa in Kalkutta Tag für Tag und Jahr für Jahr so viele Sterbende mit größter Liebe pflegen und trösten.
Von einigen Heiligen ist sogar bekannt, dass sie jahrelang keine andere Nahrung mehr zu sich nahmen außer dieser himmlischen Speise.

Das heutige Evangelium ist sehr eindringlich. Es geht Jesus aber nicht um akademische Gedanken-Akrobatik. Wir müssen dieses große Geschenk Gottes nicht mit unserem Kopf verstehen. Was stattdessen von uns erwartet wird, ist die gläubige Zustimmung.
Fast beschwörend klingen seine Worte im Evangelium,
die er mehrmals wiederholt. Deutlicher geht’s nicht:
Um Himmels willen, vergesst das bloß nicht!

Jesus, unser Herr, kommt leibhaftig zu uns. Er schenkt uns durch seine Speise ewiges Leben, ewiges Glück bei Gott. Wir wären ausgesprochen dumm, wenn wir dieses Angebot ablehnen würden.
Wer diese Speise ablehnt, der verhält sich fast wie jemand, der mit dem reservierten Zug in seinen Traumurlaub starten kann, aber auf dem Bahnsteig sitzen bleibt, während der Zug davonfährt.
Also aufgepasst: Verpassen Sie Ihren Zug nicht! Nur hier ist Ihr Platz reserviert. Und am Ziel werden Sie sogar schon überaus herzlich erwartet!


Erzbischof Dr. Zollitsch Predigt (4 S./pdf)
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Wetteifern drei Jungs, wer den schnellsten Vater hat. Der erste sagt: "Meiner ist Jetpilot bei der Lufthansa; der fliegt in acht Stunden von New York nach Frankfurt." Darauf der zweite: "Meiner ist schneller. Der ist Pilot bei der Bundeswehr und fliegt in vier Stunden von Hamburg ans Nordkap und zurück." Darauf der dritte: "Meiner ist noch schneller. Der ist Beamter, der hat um vier Feierabend und ist schon um zwei daheim!"

Bei der Bundeswehr, erster großer Absprung für die wehrpflichtigen Fallschirmjäger. Der Feldwebel gibt im Flugzeug den Tagesbefehl aus: "Männer, in drei Minuten ist Absprung. Denkt dran: wenn ihr auf 1000 Meter seid, Reißleine ziehen, der Fallschirm öffnet sich. Tut er es nicht, Ersatzleine ziehen, der Reservefallschirm öffnet sich. Wenn ihr gelandet seid, holt euch der LKW ab!"
Der Gefreite Meier springt also, zieht bei 1000 Meter die Reißleine, aber keine Reaktion. Er zieht die Ersatzleine, aber nichts passiert!
Darauf der Gefreite Meier: "Typisch Bund, nichts klappt hier! Jede Wette, dass der LKW auch nicht da ist!"


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