Viele der Jünger waren mit so großen Hoffnungenmit Jesus
durch Galiläa gezogen. Dieser großartige Rabbi würde Gott in Israel sicher wieder in den Mittelpunkt rücken und ihrem persönlichen Leben Sinn und Ziel geben. Manch einer träumte vielleicht sogar von einem guten Posten, falls Jesus tatsächlich König der Juden werden würde. –
Doch jetzt reicht’s aber wirklich! Wir wollen das nicht hören, dass man durch Fleisch und Blut Jesu, nur durch dieses Himmelsbrot in Ewigkeit leben kann. Das können wir nicht glauben, das ist uns zu radikal! - Unsere Schmerzgrenze ist hiermit eindeutig überschritten!
Wie wir sehen, ist das eine handfeste Krise. Erst sind nur einige aus dem Kreis seiner Jünger enttäuscht fort-
gegangen, doch ihnen schließen sich nach und nach immer mehr Anhänger Jesu an. Eine richtige Ketten-
reaktion des Davonlaufens und der Flucht vor dem Anspruch Jesu kommt da in Gang. Das hatte man sich eben ganz anders vorgestellt!
Ein kleiner Trost nebenbei: Es passiert also nicht nur in unserer Kirche heute, und es passiert nicht nur dem oft gescholtenen aktuellen „Bodenpersonal“, dass Menschen von der Wahrheit des Glaubens nichts mehr hören wollen. Es passiert auch Jesus selbst.
Ganz schön mutig jedenfalls vom Evangelisten Johannes, so offen und ehrlich über diese Pleite zu berichten. Die meisten haben sich nach einigem Überlegen schließlich gegen Jesus entschieden, manche sicher nicht ohne Bauchweh wegen ihrer Entscheidung.
Die Bibel redet nicht drumherum. Da kann man lesen und hören, was Sache ist. Und dazu gehört auch, dass Menschen sich wie ein Strohfeuer schnell entflammen lassen, aber im Glauben auch ebenso schnell wieder erlöschen. Wir Menschen neigen eben gerne dazu, großen Schwierigkeiten und Anforderungen auszuweichen.
Große Belastungen können wir nicht dauerhaft bewältigen, wenn wir keinen Sinn darin sehen. Wenn etwas für jemanden immer wieder zum Davonlaufen ist, dann wird
er es wahrscheinlich auch tun.
Und da habenwir schnell die Parallele zwischen den Jüngern damals und uns heute. Ein Ehe-
partner, der an seine Ehe glaubt und um sie kämpft, wird wohl eher nicht davonlaufen. Ein Priester, der sich ganz vertrauensvoll in Gottes Hände geben kann und sich trotz aller Enttäuschungen unter Gottes Schutz weiß, der wird wohl eher nicht aufgeben.
Wohlgemerkt: Dies ist keinerlei Vorwurf! Wir müssen einfach wissen, dass Jesus immer wieder zur größten Entscheidung unseres Lebens ruft: Bist du für mich oder bist du gegen mich? Vertraust du mir oder vertraust du mir nicht? - Die Entscheidung bleibt uns nicht erspart, und sie ist in der Regel auch nicht lebenslang haltbar. Immer wieder kommt diese Frage: Glaubst du, oder glaubst du nicht?
Es war an den Jüngern und es ist an uns, eine Ent-
scheidung zu treffen. Wer gehofft hatte, Jesus würde jetzt aus sogenannten „pastoralen Gründen“ und aus Schmerz über diese Massenflucht seine provozierenden Sätze nicht mehr verkünden, der wurde enttäuscht.
Jesus bleibt konsequent bei seinen Aussagen, er nimmt nichts zurück und er verharmlost auch nichts.
Vielleicht denkt so mancher, dass Jesus ein bißchen diplomatischer formulieren könnte, um nicht so viele vor den Kopf zu stoßen.
Oder er könnte eine wortgewandte und begeisternde Rede an seine Jünger halten, in denen er ihnen mächtig einheizt und ihnen klarmacht, was alles für sie auf dem Spiel steht.
Nein, Jesus macht all das nicht. Jesus nimmt nichts zurück und beschönigt nichts. Es bleibt einfach dabei: der Glaube kennt auch große Zumutungen, kennt auch das Wagnis des Vertrauens dort, wo man nicht versteht. Wie ein Kapitän, der sein Ziel kennt, hält Jesus das Schiff auf Kurs, auch wenn Sturmwellen über es hereinbrechen. Er bildet auch keinen Ausschuss von Jüngern, die Vorschläge formulieren sollen, wie man die Zweifler besser bei der Stange halten könnte.
Nein, Jesus muss damit leben, dass er verlassen wird.
In der Wahrheit gibt es eben keinen Kompromiss. Er ak-
zeptiert die bedauerliche und traurige Entscheidung, so wie Gott die freie Entscheidung des Menschen gegen Gottes Willen und Gebote stets akzeptiert hat.
Jesus drängt sogar die Kerngruppe, die zwölf Apostel,
zu einer Entscheidung. Im heutigen Evangelium heißt es: „Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?“
Es wird immer klarer: Jesus will keine willenlosen Nachläufer und Mitläufer. Jesus wird niemand aufhalten. Wer davonlaufen will, der soll eben gehen. Es wird niemand überredet. Es wird niemand ein Vorwurf gemacht.
Die Entscheidung freilich wird niemand erspart. Um die kommt man nicht herum, so oder so. Wer nicht für Jesus ist, der ist gegen ihn.
Petrus ist es, der sich wieder einmal hervorwagt. Er spricht offenbar für alle, denn er antwortet: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Petrus und die anderen Apostel haben der Abwanderung wider-
standen. Sie wollen standhaft und treu an Jesu Seite bleiben.
Aber warum können sie so reagieren, während andere Jesus im Stich lassen? Die Antwort steckt in der Aussage des Petrus. Die Apostel und auch der übriggebliebene Rest der Jüngerschar wissen: Es gibt überhaupt keine wirkliche Alternative zu Jesus! Zu wem soll man da gehen? Keiner sonst ist der Heilige Gottes, der Sohn Gottes!
Da spielt es kaum eine Rolle, ob man jetzt zur Mehrheit oder zur Minderheit gehört. Wer Jesus vertraut, wer Jesus glaubt, der weiß, wie er sich zu entscheiden hat, der denkt weiter. Und wer weiter denkt, der weiß, dass auch das weiteste Davonlaufen irgendwann an ein Ende kommt. Wer weiter denkt, der weiß, dass es letztlich nichts bringt, sich aus dem Staub machen zu wollen.
Vieles, was uns jetzt vielleicht ach so wichtig erscheint, auch an Fragen an die Kirche, wird wohl bei der „Sterbebett-Prüfung“ (so Dr. Manfred Lütz) nicht bestehen können. Wenn es so weit ist und wir ein letztes Mal gefragt werden, wie wir uns entscheiden, dann sollten wir uns schon Gedanken gemacht haben, was wir antworten werden.
„Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte das ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Pfr. Winfried Abel: „Der göttliche Märchenkönig“ (pdf)>> BITTE KLICKEN !
Predigt Kardinal Friedrich Wetter:
„Keine Kompromisse…“ >> BITTE KLICKEN !
Wortgottesdienst mit Predigt: „Zuschauerschwund“
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Predigt Pfarre Machstrasse: „Gott stellt uns vor die Wahl“
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Dr. Manfred Lütz: „Die Sterbebett-Prüfung oder: Ist die Kirche noch zu retten?“ >> BITTE KLICKEN !
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Zum Pfarrer eines kleinen Dorfes kam eines Tages ein Mann, der sich über den Glauben lustig machen wollte. Er fragte den Pfarrer: „Wie kann denn aus Brot und Wein Fleisch und Blut Christi werden?“Der Pfarrer lächelte und meinte: „Wenn schon dein Körper die Nahrung, die er zu sich nimmt, in dein eigenes Fleisch und Blut umsetzen kann, warum soll Gott nicht auch das andere können?“
Der Kritiker ließ nicht locker: „Aber wie kann denn in so einer kleinen Hostie der ganze Christus sein?“
Der Pfarrer antwortete geduldig: „Schau doch mal auf die großartige Landschaft mit all ihren schönen Einzelheiten, die du siehst. Obwohl diese Landschaft so riesengroß ist, passt das alles in den Blick deines kleinen Auges. Warum sollte dann nicht in der kleinen Hostie der ganze Christus vorhanden sein?“
Der Mann war schon etwas an-gesäuert wegen der klugen Antworten, aber er glaubte noch eine Trumpfkarte im Ärmel zu haben: „Das mag schon sein, aber es ist doch unmöglich, dass derselbe Christus in all euren Kirchen weltweit gleichzeitig anwesend sein kann!“
„Einen Moment mal“, sagte der Pfarrer und kam mit einem großen Spiegel zurück. „Was siehst du im Spiegel, wenn du hineinschaust?“, fragte er. –
Sein Kritiker antwortete etwas irritiert: „Das ist doch klar. Ich sehe natürlich mich selbst! Aber was soll das?“
Da ließ der Pfarrer den Spiegel mit großem Schwung auf den Boden knallen, wodurch der Spiegel in Hunderte von Stücken zerbrach.
Der Pfarrer nahm nun zwei der kleinen Stückchen hoch und hielt sie dem Zweifler entgegen.
Der Pfarrer schmunzelte, als er sagte: „Schau ruhig hinein in die Scherben. Nimm so viele, wie du willst. In jedem dieser kleinen Stückchen wirst du dich jetzt sehen, und zwar gleichzeitig! Und wenn das schon funktioniert, warum fragst du dann ernsthaft, wie Gott das fertigbringt?“
Der Besucher zog es nun doch vor, den Pfarrer mit einem hastigen Gruß schnellstens zu verlassen… (Quelle: leider unbekannt)
„Tut mir leid“, sagt Petrus zu dem jungen Mann, “aber du musst schon eine gute Tat vorweisen, sonst kann ich dich hier leider nicht reinlassen.“ Nach kurzem Überlegen sagt der Mann: „Ich habe beobachtet, wie eine Gruppe Rocker einer alten Dame die Handtasche wegnehmen wollte. Da bin ich hinge-
gangen, hab das Motorrad des Anführers umgestossen, ihm ins Gesicht gespuckt und seine Braut beleidigt.“ –
„Und wann war das ungefähr?“ –
„Naja, ich schätze, so vor etwa 3 Minuten.“
"Die neuen Schuhe werden in den ersten Tagen ein wenig drücken", sagt der Verkäufer.
Darauf Jens: "Das macht nichts. Ich trage sie sowieso erst in der nächsten Woche!"
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