In der Bibel ist an einigen Stellen vom Teufel die Rede. Das wollen manche heute nicht so gerne hören. Sie versuchen, uns den Teufel auszureden, das sei doch nur symbolisch gemeint. Doch genau damit arbeiten sie dem Versucher in die Hände.
Der französische Schriftsteller Charles Baudelaire bemerkte dazu treffend:
„Die größte List des Teufels ist die, uns zu überzeugen, dass es ihn gar nicht gibt.“
Es gibt ihn aber, den Versucher, griechisch „Diabolus“, der Durch-
einanderwerfer, der Faktenverdreher, der Verleumder. Viele Heilige haben ihre Erfahrungen mit ihm machen müssen, so z.B. der heilige Pfarrer von Ars.
Dieser Durcheinanderwerfer ist kein harmloses Kerlchen, keine alberne Witzfigur mit Mistgabel und Pferdefuß. Die Bibel sagt, dass er eine mächtige Persönlichkeit ist und im Trotz gegen Gott die Welt beherrschen will und die Menschen in seinen Aufstand hineinzu-
ziehen versucht. Doch die Bibel sagt auch, dass Gott selbst ihm die Grenzen steckt: bis hierher und nicht weiter!
Im heutigen Evangelium hat er es auf Jesus abgesehen. Er will ihn anlocken, damit Jesus ihm auf den Leim gehen soll. Er soll kleben bleiben an den Verlockungen, die ihm der Teufel verspricht: das Haben- und Genießenwollen, die Eitelkeit, Macht haben – das sind die Trümpfe, mit denen der Satan hoch pokert. Er will Jesus ein-
reden, er könne die ganze Welt beherrschen und besitzen, wenn er nur vor dem Teufel niederfalle und ihn anbete.
Dabei gibt sich der Versucher erstaunlich bibelfest, indem er aus Psalm 91 zwei Sätze zitiert (91,11-12). Doch selbst seine Bruch-
stücke aus der Heiligen Schrift helfen ihm nicht weiter, da Jesus ihm sofort überzeugend Kontra gibt.
Dem Satan geht es in dieser TÜV-Untersuchung Jesu darum, dessen absolutes Vertrauen auf seinen himmlischen Vater zu erschüttern, seine Bewährungsprobe und damit langfristig seinen weiteren Weg als Heiland scheitern zu lassen. Jesus lehnt es jedoch schroff und kategorisch ab, sich auf sinnlose Debatten mit dem Verführer einzulassen – er fertigt ihn kurz und bündig ab!
In der heutigen Zeit herrscht eher die Meinung vor, man solle doch immer den Kompromiss suchen und alle Möglichkeiten ausloten, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Jesus ist dagegen knallhart: Mit dem Bösen kann es keinen Dialog geben. Nur zu gut weiß er: Wenn man dem Teufel den kleinen Finger reicht, nimmt er mindestens die ganze Hand…
stellung seiner Macht alle Mühe gegeben hat. Jesus sagt NEIN zur Lebensgestaltung aus eigenen Wunschvorstellungen nach Macht, Ehre, Reichtum usw. Sein himmlischer Vater allein ist Herr seines Lebens. Ihm will er dienen und alle Ehre erweisen. Mit dieser konsequenten Haltung schmettert Jesus den Machtanspruch des Teufels nieder.
Am Ende des heutigen Evangeliums heißt es als Ergebnis seines Kampfes mit dem Teufel nur ganz kurz: „Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel für eine gewisse Zeit von ihm ab.“
Jesus hat für sich Klarheit gewonnen und hat der Versuchung widerstanden. Er hat sich nicht zu einem König nach Art dieser Welt machen lassen; auch später hat er immer sehr barsch reagiert, wenn seine Jünger ihn von seinem Weg abbringen wollten. Nur so konnte er für uns die Macht des Teufels brechen und ihn für das Heil der Welt endgültig an die Kette legen. Bellen kann der Satan noch, aber er beißt niemanden mehr, so lange man ihm nicht zu nahe kommt…
Und wir? Unsere Versuchungen lauern auf uns, täglich und lebenslänglich. Beim Stichwort „Versuchung“ zählt eine Internet-Suchmaschine allein 2.400.000 Fundstellen. Sie ist also all-
gegenwärtig, die Versuchung. Der Dramatiker Oscar Wilde witzelte: „Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.“
Doch allgemein kann man sicher sagen: Niemand kann verhindern, dass sich einem ein Vogel auf den Kopf setzt. Aber man kann durchaus verhindern, dass er dort sein Nest baut…
Ein, zwei gute Vorsätze sind da sicher hilfreicher als geistliche Kraftanstrengungen, die man doch nicht durchhalten kann. Schlechte Erfahrungen („ach, ich schaffe das doch sowieso nicht!“) führen nur dazu, dass man das Kind mit dem Bade ausschüttet und das Fasten gleich ganz bleiben lässt.
Wie wäre es z.B. mit einem Fasten der Sprache? Wie gerne jammern wir über alles, und auch über die Kirche. Bringt uns das aber wirklich weiter? Hilft es jemandem?
Wie wäre es also mit einem Verzicht auf das Jammern?
Vielleicht hilft es, wenn man diesen Tipp dazu befolgt: Versuche doch, deinen Nächsten immer so zu sehen, wie Gott ihn wohl sieht und wie Gott ihn gemeint hat! - Sie werden staunen, wie spannend das werden kann…!
Predigt Prof. Dr. Dr. Klaus Müller>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pater Martin Löwenstein SJ
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Predigtgedanken Pater Werner Schwind SJ (pdf)
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Informationen zur Fastenzeit (Bistum Münster)
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Vom Sinn der Fastenzeit (Kurzinfo Bistum Köln)
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Katholische Kirche: Fastenzeit – mehr als nur eine Diät
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Artikel über den Pfarrer von Ars, auch über den Teufel
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Unsere Sprache und der Teufel… (Artikel der „Wiener Zeitung“)
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Neue Materialien bei „KIRCHE IN NOT“: Kreuzweg usw.
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Katholischer Erwachsenenkatechismus online
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40 Jahre „Theologie im Fernkurs“, siehe auch pdf „Im Blickpunkt“
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Veranstaltungstipp:
„TRADITION“ (Kurs Nr. 4 im Programm 2010)
Termin ist 5.-7.März in der Abtei Weltenburg (Anmeldung s.u.)
Die Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und die Zulassung der Messfeier im "außerordentlichen Ritus" durch Papst Benedikt XVI. haben vieleDiskussionen hervorgerufen. Die beiden Referenten werden aufzeigen, dass niemand Angst vor der Tradition zu haben braucht und wie wichtig diese für die Kirche von heute ist.
Weihbischof Ziegelbauer ist zu diesem Themenkreis bereits mit seinem Buch "Angst vor der Tradition? Die heilige Messe und die Kirche von heute" an die Öffentlichkeit getreten.
Generalvikar Walser referierte dazu auf der 21. Internationalen Theologischen Sommerakademie in Aigen: In der Verkündigung würden seit Jahrzehnten wesentliche Glaubensaussagen verschwiegen, zum Beispiel aus der Lehre von den letzten Dingen. An Beispielen der Bestattungsliturgie und des Kindertaufritus zeigte er, dass der Glaubensverfall bis ins Innerste der Kirche, bis in die Liturgie eingedrungen ist. Der tiefere Grund liege darin, dass Opportunität teilweise den Vorrang erhalten habe vor der Unver-
fälschtheit des Glaubens.
Weihbischof em. Ziegelbauer:
geboren am 06.09.1923 in Memmingen; 21.05.1950 Priesterweihe;
seelsorglich-pfarrliche und diözesane Tätigkeit (Seelsorgeamt);
22.10.1983 Bischofsweihe; 1984 - 1998 Bischofsvikar für den Bereich "Kirche und Kultur"; 07.09.1998 Emeritierung
Prälat Dr. Markus Walser:
Geboren 1965 in Feldkirch (Vorarlberg) Aufgewachsen in der Schweiz (Zürich) 1984 Abitur in Zürich, 1984-1986 Studium der Philosophie und Theologie in Rom (Angelicum), 1986-1989 Studium der Theologie in Fribourg (lic.theol.)
1989 Priesterweihe in Chur, 1989 bis 1994 Studium des Kirchenrechts in München (Dr.iur.can.) und Kaplan in München, 1994 bis 2000 Pfarrer in Untervaz (Schweiz)
Seit 1995 Lehrbeauftragter bzw. Dozent für Kirchenrecht an der Theologischen Hochschule Chur, seit 2000 Generalvikar und Gerichtsvikar des Erzbistums Vaduz
Kontakt und Anmeldung:
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sowie Informationen: >> BITTE KLICKEN !
Virtueller Rundgang:
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„Glauben Sie an Wiederauferstehung nach dem Tod?" fragt der Chef seinen neuen Angestellten.„Nein, wieso?" antwortet dieser. „Weil Ihr Großvater, wegen dessen Beerdigung Sie gestern freibekommen haben, Sie am Telefon verlangt."
Ein Sportler springt mit seinem Fallschirm ab. Er zieht hinten an der Leine, der Fallschirm öffnet sich nicht. Er zieht vorne an der Reserveleine, der Reserveschirm geht auch nicht auf. Er fällt weiter frei nach unten, da sieht er einen Mann von unten entgegenrasen. Diesem ruft er zu: „Heeee, haben Sie Ahnung von Fallschirmen?"
„Neeeiiin, ich repariere Gasleitungen…!"
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