Die Investition ins Christen-tum rechnet sich nicht, wenn man den Mitmenschen glaubt. Und als meine Jünger habt ihr ständig diejenigen vor Augen, denen es augenscheinlich ohne den Glauben doch auch recht gut geht. Sie machen sich einen schönen Tag und ignorieren Gott einfach.
Lasst euch nicht täuschen, rüttelt Jesus seine Jünger auf. Und dann spricht er ausdrücklich von dem, was jetzt ist: „Selig, die ihr jetzt hungert, … selig, die ihr jetzt weint…“
Das ist keine Vertröstung auf später, auf irgendwann im Himmel. Nein, sagt Jesus, jetzt schon sage ich euch das zu: Ihr gehört garantiert mit dazu zur großen Schar der Seligen! Ihr seid ganz aufgehoben in Gottes Hand, als seine geliebten Kinder!
Damit ist auch klar: Wer sich wirklich zu Jesus bekennt, der ist nicht von ihm ermutigt, arm zu werden, sondern in Wahrheit sehr reich, überreich. Das zeigen ja auch die Gleichnisse und Wundertaten Jesu, wie wir das z.B. erst am vorigen Sonntag mit dem sensatio-
nellen Fischfang erlebt haben: Gott ist kein Geizhals und kein Buchhalter, sondern er spendiert eine gigantische Menge!
Selig sein, das ist dabei nicht eine vorübergehende Seligkeit wie
bei einem Rausch, der oft genug mit einem Brummschädel endet. Der Ausdruck für „selig“, den die Bibel verwendet, war bei den Griechen nur für die Götter reserviert und drückt ein unbeschreib-
liches, nicht mehr zu überbietendes andauerndes Glücklichsein aus, gewissermaßen die Luxusausgabe des Paradieses.
Bevor Jesus überhaupt mit den Seligpreisungen beginnt, steht dort etwas, das beim ersten Lesen ganz selbstverständlich erscheint: „Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger…“ –
Da wird ein Blick umschrieben, ein ganz besonderer Augen-Blick.
Seine Augen auf etwas oder jemand richten, das ist nicht dasselbe wie anschauen oder sehen. Der Blick Jesu ist auf seine Jünger gerichtet, ganz auf sie konzentriert, damals und heute. Er schaut ihnen fest in die Augen, wie das vielleicht Verliebte tun.
Nicht nur Worte können etwas sagen, sondern Blicke auch. Nicht ohne Grund gibt es die Formulierung, dass jemand einen anderen keines Blickes würdigt. Für den ist man dann abgehakt, wie tot. Das ist bei Jesus anders, ganz anders. Sein herzlicher Blick hat ein Ziel. Er hat uns, seine Jünger, im Auge. Das gibt dem, was er an-
schließend sagt, zusätzliches Gewicht.
So wie der himmlische Vater ihn anschaut, so schaut Jesus seine Jünger an, mit dem Blick der allumfassenden göttlichen Liebe.
Was die Worte sagen, das bestätigen die Augen: Was ich dir zusage, das gilt. Genau so ist es, so und nicht anders.
Und dies gilt natürlich dann auch für den zweiten Teil der Rede Jesu. Der beginnt erst einmal mit einer Art Bekräftigung des ersten Teils, den Seligsprechungen. Da heißt es jetzt, dass man sich freuen und sogar jauchzen soll wegen des großen Lohnes im Himmel. Nachdem das noch einmal ausdrücklich klargestellt ist, erst danach, da kommen die Wehe-Rufe Jesu! Auch hier fällt sofort auf, wie das „jetzt“ betont wird. Wer jetzt reich ist, wer jetzt satt ist, wer jetzt lacht, wer jetzt von allen Menschen gelobt wird, dem gilt das „Weh euch“ Jesu.
Da sind die Zuhörer erst einmal geschockt und wachgerüttelt, be-sonders heute, in einer Zeit der vollen Regale und des Wohlstandes.
Wie kann Jesus nur so energisch gegen die Reichen sein, oder noch schlimmer: gegen diejenigen, die satt sind und gegen diejenigen, die lachen? Es ist doch schön, dass es vielen Menschen so gut geht und dass sie sich des Lebens freuen!
Die „Wehe“-Rufe klingen nicht nur sehr bedrohlich, sondern sie widersprechen offenbar zumindest streckenweise sogar dem eigenen Handeln Jesu. Eine seiner ersten Wundertaten war es schließlich, auf der Hochzeit zu Kana für Riesenmengen des allerbesten Weines zu sorgen – und kräftig mitgefeiert hat er da sicher auch!
Oft genug hat Jesus sich auch einladen lassen, und da hat er ganz sicher auch gut zugelangt und gewiss kräftig mitgelacht. Und an vielen Stellen hat er den Himmel mit einem großen Gastmahl verglichen oder gar mit einer königlichen Hochzeitsfeier! - Da muss also etwas ganz anderes dahinterstecken bei den „Wehe“-Rufen!
Diejenigen, die da von Jesus gemeint sind, sind eben nicht einfach nur reich, die sind nicht einfach nur fröhlich. Es ist eine besondere Art von reich, von satt, von lachen, die Jesus da so eindrucksvoll auf’s Korn nimmt. Jesus will uns Christen wachrütteln: Passt auf, denn da gibt es auch für euch eine ganz große Gefahr!
Diese Reichen, diese Satten, diese Lachenden – das sind hoch-
mütige Menschen, die sich selbst und das Geld zum Gott erklärt haben, vielleicht sogar unbewusst.
Gerade aktuell haben wir es wieder eindrucksvoll vorgeführt bekommen: Steuersünder, die ihr Geld im Ausland verschwinden lassen, um nur ja keine Steuern zahlen zu müssen. Und jetzt zittern sie, dass sie durch eine CD mit ihren Bankdaten auffliegen könnten…!
Dieses Denken, diese Grundeinstellung prangert Jesus an: das ist doch geradezu asozial, was solche Leute vor lauter Geldgier machen. Schlimm genug, dass sie nicht von ihrem vielen Geld für Arme abgeben, aber noch schlimmer, dass sie derart süchtig nach Geld sind, dass sie noch nicht einmal wie alle anderen ordnungs-
gemäß ihre Steuern zahlen wollen. Sie können den Hals einfach nicht voll genug kriegen wie die Leute, die die Finanzkrise ausgelöst haben.
Aber natürlich geht es Jesus da nicht nur um die Superreichen.
Wir alle, die ganze Gesellschaft, sind in akuter Suchtgefahr, in solch eine Gier nach immer mehr zu geraten. Die Spaßgesellschaft und die Leistungsgesellschaft fordern nämlich große Opfer. Sie spiegeln uns vor: Selig ist der, der erfolgreich ist! Selig ist, wer als wichtigsten Körperteil die Ellenbogen hat! Selig ist, wer andere aus dem Rennen drängt und wer beruflich über Leichen geht! Selig ist der, der alle paar Jahre ein neues Wohnzimmer und ein neues Auto kaufen kann und immer nach der aktuellen Mode gekleidet ist!
Vorsicht, sagt Jesus, Vorsicht vor solch einer Welt, in der man sich auf Kosten anderer bereichert, in der man sich den Bauch voll-
schlägt und die anderen auslacht. Diese Art Lachen ist es, die Jesus so verurteilt! Dieses Denken ist es, das so gottes- und menschen-
feindlich ist und auch Christen wie eine ansteckende Krankheit befallen kann: Statt großzügig abzugeben, statt zu teilen, wird gerafft und eingesackt, was man nur kriegen kann. Und da interessiert es auch nicht, dass es anderen Menschen hier und anderswo dreckig geht. Vielleicht hat man sogar noch einen flotten Spruch auf den Lippen: „Lieber reich und gesund als arm und krank!“
Seid auf der Hut, sagt Jesus. Ehe ihr es überhaupt gemerkt habt, habt auch ihr dieses Denken im Kopf. Da ist es ganz selbstver-
ständlich geworden, auf Kosten anderer zu leben. Die haben eben Pech gehabt. Das ist doch nicht mein Problem.
„Weh euch!“ rüttelt Jesus uns alle wach. Diese selbstzufriedenen Leute mit der getönten Brille wollen nicht sehen, was um sie herum los ist. Sie sind ganz mit ihrem Geld beschäftigt, damit es ihnen nur ja nicht wegläuft. Im Evangelium heißt es: „Weh euch, die ihr reich seid, denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.“ Die Formulierung der Übersetzung ist etwas ungenau. Es handelt sich im griechischen Original um einen im damaligen Geschäftsleben üblichen Begriff, der soviel bedeutet wie: Ihr habt jetzt schon alles ausgezahlt bekommen, sogar mit einem Beleg, mit Quittung. Ihr habt damit keine weiteren Ansprüche mehr, es ist alles erledigt.
Die Eindringlichkeit von Jesu Worten ist jetzt klar: Wer sich derart an die egoistischen Spielregeln dieser Welt angepasst hat, der hat ja seinen Anteil schon. Gott kümmert sich dann um die anderen, um die, die ihr im Stich gelassen habt. Ihnen wird er dann die Tore des Himmels so weit wie möglich öffnen. Ihre Eintrittskarte haben sie schon. Selig sind sie!
So gesehen, können wir Jesus gar nicht dankbar genug sein für diese “Wehe“-Rufe, die unsere Augen öffnen sollen. Jesus ist eben nicht die Spaßbremse, sondern er ist besorgt um unsere ewige Freude, unser wirkliches Glück.
All das, was ihr hier auf Erden so mühsam anhäuft, all das ist vergänglich.Von einer Minute zur anderen kann all das kaputt sein. Eine schlimme Krankheit, eine große Krise, irgendetwas, was euch aus der Bahn wirft – und schon ist all das vorbei. Und todsicher kommt auch für euch persönlich der Tag mit dem letzten Hemd, das keine Taschen hat. Klammert euch also nicht an Geld, an Erfolg, an die Schmeicheleien von Mitmenschen und an all das, was euch von Gott ablenkt und fernhält.
Nutzt jeden Tag, den Gott euch noch schenkt, um euch Reichtum zu sammeln, der nicht vergeht. Fragt euch jeden Abend nicht: Wieviel Geld habe ich auf dem Konto? Sondern fragt euch jeden Abend:
Wie habe ich heute gelebt? Wo habe ich auf Kosten anderer gelebt? Wo habe ich anderen etwas vorenthalten, was ich ihnen geben könnte? Und wo habe ich weitergeschenkt, was Gott mir geschenkt hat?
Kein Geld der Welt ist als Währung im Himmel anerkannt, sondern als Zahlungsmittel gilt nur das, was mit dem Geld, mit der Zeit und mit der Zuwendung für andere Gutes getan wird. Und den riesen-
großen Anteil an Gnade, an Liebe und Barmherzigkeit – den gibt Gott dann selbst dazu. Das dürfen wir feiern, und zwar das ganze Jahr über!
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Jesus! Ein Dieb bricht nachts in ein Haus ein. Als er gerade durch das stockfinstere Wohnzimmer schleicht, hört er eine Stimme:
„Ich sehe dich und Jesus sieht dich auch!"
Der Einbrecher erschrickt zu Tode, schaltet seine Taschenlampe ein und sieht auf einer Stange in der Ecke einen Papagei sitzen. Dieser sagt nochmals: „Ich sehe dich und Jesus sieht dich auch!"
Meint der Einbrecher erleichtert: „Hast du mich aber erschreckt!!!
Ich dachte schon, hier ist ein Mensch…! Wie heisst du denn?"
„Elfried!"
„Elfried ist doch wohl wirklich ein selten blöder Name für einen Papagei!"
Da grinst der Vogel: „Na und, Jesus ist auch ein selten blöder Name für einen besonders scharfen Rottweiler!"
Wussten Sie schon, dass alle Chirurgen Aufschneider sind?
Der Kuss
Der ersten Liebe Hochgenuss
ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist verliebt und macht vergnügt,
ob man ihn gibt oder ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich,
denn meistens ist er ja nur mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
so muss man erst mit Macht und List,
den Abstand zu vermindern trachten,
um sich mit Blicken anzuschmachten.
es nähern sich die Unterkiefer,
dann pflegt man mit geschlossenen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Doch nicht der Mund allein
braucht der Küsse Ziel zu sein.
Man küsst die Wangen, küsst die Hände
und auch noch andre Gegenstände,
die rundherum mit Wohlbedacht,
an unserem Körper angebracht.
Auch wie man küsst, ist sehr verschieden,
ob Norden, Osten, Westen, Süden,
der eine saugt, der andre schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche,
vermeidet jegliche Geräusche.
Die einen kurz, die andren länger,
die längsten nennt man Dauerbrenner.
Kurzum ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinander pappen!
( Quelle mir leider unbekannt )
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