Sie wollen in die Tat umsetzen, was sie gerade gelernt haben.
Sie wollen etwas tun, um sich ihren Platz beim himmlischen Festmahl zu sichern. So war das und so ist das. Man will etwas tun, damit man auf der sicheren Seite ist.
Am liebsten hätten sie gehört, wenn Jesus gesagt hätte: In Ordnung, mit 20 frommen Gebeten und 50 angezündeten Opferkerzen seid ihr dabei.
Doch genau das tut Jesus eben nicht! Es gibt keine Bedienungsanleitung für den Himmel nach dem Motto: Geldeinwurf rechts, und dann die Auswahltaste drücken! Schon hat man sich seiner Pflichten entledigt und ein gutes Geschäft mit Gott gemacht.
Nein, sagt Jesus, das läuft schon etwas anders. Eure Rituale, Opfer und Spenden sind gut, aber nicht der Kern der Sache. Wenn ihr wirklich so leben wollt, wie Gott das will, dann glaubt an mich als den, den Gott gesandt hat.
Erstaunlich, wie schnell sich doch die Menschen drehen können! Eben noch wollten sie Gottes Werke tun, und nun schon wird ihnen die Sache zu brenzlig. Sie wollten sich eher nur loskaufen, und fertig. Aber an Jesus glauben, ihn Tag für Tag als Herrn ins Herz lassen? Das muss nun auch wieder nicht unbedingt sein, denkt da so mancher. Um aus dieser Situation heil raus-
zukommen, geht man am besten so vor, dass man Jesus den „Schwarzen Peter“ zuschiebt.
Woher nimmst du das Recht, das zu ver-langen? Welche Beweise hast du denn? Unsere Vor-
fahren wurden auf ihrer Wüstenwanderung immerhin regelmäßig mit Manna versorgt. Da konnte man die Uhr nach stellen: Jeden Morgen fanden sie als Geschenk Gottes ihr lebens-
rettendes Manna wie Brot vom Himmel, immer und immer wieder. Daher interessiert uns: Und was gedenkst du zu tun, Jesus?
So ist das bei uns Menschen: Ganz, ganz dünn ist unsere Eisdecke des Glaubens. Ob sie hält? Ob sie einbricht? Wie belastbar ist sie wohl, wenn der Zweifel sie betritt?
Jesus bleibt jedenfalls keine klare Antwort schuldig. Und wieder spricht er ganz, ganz eindringlich, mit dem doppelten „Amen“ am Anfang: „Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.“
Nein, nicht Mose ist der eigentliche Brotgeber. Er ist nur der Diener dessen, der wirklich für das Brot für alle sorgt. Das Manna damals hat das Volk satt gemacht, aber es war noch nicht das ewige Brot, noch nicht das wahre Brot, das unvergänglich ist und das die Welt am Leben hält. Die Zuhörer Jesu reagieren verwirrt: Wenn das so ist, dann hätten wir doch gerne dieses Brot, von dem du uns da erzählst! Bleib bei uns und gib uns immer dieses Brot! Sie verstehen es also immer noch nicht!So muss Jesus noch deutlicher werden. Im Evangelium steht: „Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“
Wir spüren die Eindringlichkeit der Worte Jesu: Schaut doch her, ich bin es, der nach dem Plan Gottes für euch zum notwendigen Brot wird, das euch ewiges Leben schenkt! Wer an mich glaubt und sich zu mir auf den Weg macht, der wird den Speiseplan Gottes selbst miterleben dürfen. Da ist kein Gott,
der regelmäßig sein Ambrosia essen muss, damit er ewig lebt. Da ist kein Gott, der fein für sich bleiben möchte, nach dem Motto: Betreten des Himmels verboten! Der wahre und ewige Gott braucht kein Doping mit Ambrosia. Er sperrt nicht aus, sondern er lädt für immer zu sich ein: Kommt zu mir und erlebt es doch selbst: Mein Himmelsbrot macht euch wirklich satt; nie mehr werdet ihr Hunger oder Durst haben.Schöne Aussichten sind das! Das ist fast so, als wenn man sich jahrelang auf einen ganz tollen Urlaub oder auf die Zeit als Rentner freut, aber natürlich eben nur fast. Jesus sagt: Vergiss das nicht in deiner Alltags-
routine, in deiner Sorge, in deiner Geschäftigkeit, in deiner Gier nach Sättigung, in der Jagd nach immer mehr – alles das hat ein Ende, auf alles das ist schon ein unsichtbares Verfallsdatum aufgedruckt.
Das wirkliche, einzig wahre Brot, das deinen Hunger auf ewig stillen wird, das ist Jesus Christus. Er ist da.Aber wo bin ich, wo bist du? Folgen wir dem Hunger unserer Seele. Sehen wir, wo er steht und die Arme ausbreitet. Hören wir, wenn er uns ruft. Treffen wir eine kluge Entscheidung, eine Entscheidung für das ewige Leben.

Bibel-Lexikon über Manna >> BITTE KLICKEN !
Bibelarbeit des Jugendverbands „Entschieden für Christus“ (14 S. pdf) >> BITTE KLICKEN !
Predigt: „Jesus Christus – das Brot des Lebens“
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Dr. Oetker Götterspeise Rezepte
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In eigener Sache: Ganz neu auf meiner Predigtseite ist die Suchfunktion, zu finden im rechten Infofeld unter „Blog durchsuchen“ (z.Z. unmittelbar vor dem Foto „Gartenschönheit 6“). Bei der Suche nach Begriffen empfiehlt es sich, den Suchbegriff (z.B. „16. Sonntag“ oder „Mk 6,30-34“) in „Redezeichen“ zu setzen.
Schlagfertig: Ein Besucher fragte Papst Johannes XXIII., wie viele Menschen eigentlich im Vatikan arbeiteten. Er überlegte einen Moment, dann antwortete er: „Ich schätze, etwa die Hälfte!“Das Land litt unter einer lang anhaltenden Dürre.
In dieser Not liess der Geistliche seine Gemeinde zu einem Bittgebet um Regen zusammenrufen.
In Massen strömten die Leute herbei. Als der Prediger mit der Predigt begann: "Euren Eifer und Eure Gebete um Regen in Ehren – doch um Euren Glauben ist es schlecht bestellt. Denn was sehe ich: kein einziger von Euch hat einen Regenschirm…!"
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