pflanzt hat. Feigenbäume gab es damals in fast jedem Garten. Sie gelten als Musterbeispiel für einen Ernte-Ertrag in Hülle und Fülle. Im warmen Klima Israels trägt ein ausgewachsener Feigenbaum zwei- bis dreimal jährlich leckere, süße und saftige Feigen. Etwa 50 Jahre lang schenkt dieser Baum seinem Besitzer üblicherweise mindestens 80 bis 100 Kilogramm der beliebten Frucht pro Ernte. Die Feige ist für den Menschen ein sehr gesunder und schneller Energie-Lieferant und war besonders früher in ge-
trocknetem Zustand für Wanderer und Nomaden ein willkommener Nahrungsvorrat. Der Baum selbst ist sehr anspruchslos und wächst im warmen Klima fast überall. In Weinbergen war er auch als Schattenspender für die Arbeiter sehr beliebt.
Nun ist da also ein solcher Feigenbaum, doch der benimmt sich ganz und gar nicht wie ein solcher. Ein Feigenbaum, der gewisser-
maßen aus der Rolle fällt.
Der Weinbergsbesitzer hat im Weinberg viel Platz für ihn geopfert und verspricht sich jetzt herrliche Früchte.Die gespannte Vorfreude kann sich jeder Garten-
besitzer lebhaft vor-
stellen.
Der Feigenbaum im Gleichnis ist offenbar schon erwachsen. Da gibt es eigentlich keinerlei Grund für die kleinste Ausrede. Der Besitzer kann völlig zu Recht von ihm erwarten, dass er das tut, wozu er schließlich da ist: Reiche Frucht bringen. Doch genau das tut dieser Baum einfach nicht. Und er tut das nicht nur ein Jahr lang nicht, sondern schon volle drei Jahre lang. Mehr als ein halbes Dutzend mögliche Ernten hat er verpatzt. Er trägt auch nicht etwa nur wenige Früchte; nein, er trägt schlicht und einfach gar nichts. Er steht einfach nur da und raubt den umliegenden Pflanzen, die Frucht bringen wollen, wichtige Nährstoffe aus dem Boden. Mit seinem Verhalten wird er zu einem Ärgernis für die anderen Gewächse.
Allmählich wird dem Besitzer das jahrelange Warten zu dumm,
was die Zuhörer Jesu gut nachvollziehen können. Schließlich gibt es genügend andere Feigenbäume, die sich über diesen schönen Platz im Weinberg freuen würden. So handelt der Besitzer auch keines-
wegs übereilt, wenn er nach jahrelangem Zuschauen doch die Geduld verliert und sich denkt: Irgendwann muss man in diesem Falle eine Entscheidung treffen.
Diese Entscheidung trifft er jetzt, indem er seinem Weingärtner erklärt: „Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?“Lange genug hat es ja gedauert, doch nun kann der Besitzer diesen unnützen Baum einfach nicht mehr ertragen. Da ist keinerlei Besse-
rung in Aussicht; er tut einfach nicht, was er soll. Interessanter-
weise heißt es im Originaltext auch nicht „Frucht tragen“, sondern „Frucht tun“.
Doch die große Überraschung für die aufmerksamen Zuhörer Jesu kommt jetzt! - Der angesprochene Weingärtner stimmt dem Plan nicht wie zu erwarten zu, sondern widerspricht dem wirtschaftlich vernünftigen Vorhaben seines Herrn. Was er sagt, ist ganz erstaun-
lich: „Herr, laß ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann laß ihn umhauen.“
Was ist das nur für ein Wein-gärtner? Warum tut er sich das bloß an?
Er will den Boden um den Baum herum aufgraben und düngen, heißt es. Das klingt so harmlos, ist es aber nicht.
Was er mit dem fruchtlosen Baum vorhat, das ist Schwerarbeit ohne jede Erfolgsgarantie!
Den Weinbergsboden aufgraben bei der Hitze Israels und dann auch noch jede Menge Mist als Dünger herbeikarren, das wird eine Fleiß- und Schweißarbeit! Verspottet wird er von den Leuten werden, die das mitansehen. Wo gibt es denn sowas? Der plagt sich ab für einen hoffnungslosen Fall.
Soll er ihn abhacken, und aus die Maus. Neue Ableger von guten Feigenbäumen gibt’s an jeder Straßenecke. Wozu bloß die ganze Mühe und das Risiko des totalen Misserfolgs?
Da hat er sich ganz schön was aufgehalst, der hilfsbereite und mitfühlende Weingärtner! Er bittet für einen Baum um eine weitere Chance, der das eigentlich augenscheinlich nicht verdient hat. Dieser Baum bekommt ein ganzes Jahr zur Bewährung geschenkt. Wird er nun endlich tun, wozu er da ist?
Wenn wir genau hinschauen, merken wir, dass das Ende der Geschichte völlig offenbleibt. Das Gleichnis bietet keinerlei Anhaltspunkt, ob der Baum nach der Jahresfrist umgehauen wird oder Frucht bringt. Da kann und soll sich jeder selbst so seine Gedanken machen.
Dieser Weingärtner jedenfalls ist mutig. Er traut dem Baum zu, dass er sich doch noch ändert. Er traut ihm zu, dass er umkehrt, dass er sein altes Verhalten ablegt. Und dabei unterstützt er ihn nach Leibeskräften und legt sich für den Versager mächtig ins Zeug. Dieser Weingärtner hat sich dem Besitzer gegenüber gewissermaßen zum Verteidiger, zum Anwalt des Angeklagten gemacht. Zu einem Anwalt, der mit seinen Hilfs-maßnahmen zeigt, dass er nichts in seinen Kräften Stehende unversucht lassen will.
Wir haben es längst verstanden. Dieser so überaus mutige Weingärtner ist Jesus selbst. Er weiß um das Gericht, das dem fruchtlosen Baum bevorsteht. Jesus vermittelt diesem nutzlosen Baum eine letzte Gnadenfrist, indem er sich selbst für ihn aufopfert.
Es liegt letztlich dann nicht mehr am Gärtner, sondern es liegt aus-schließlich an diesem Feigenbaum selbst, ob das angedrohte Gericht über ihn hereinbrechen wird. Wird er die be-
grenzte Zeit sinnvoll nutzen, die ihm jetzt noch geschenkt wurde? - Damit ist der Kreis zum Anfang des heutigen Evangeliums ge-
schlossen. Der Baum, der keine Frucht bringt, das ist jeder Mensch, der zwar im Weinberg Gottes stehen darf und weiß, worauf es ankommt, aber dennoch einfach nicht tut, was von ihm erwartet wird.
Doch nicht genug damit, der fruchtlose Baum schadet mit seinem Verhalten auch noch den anderen Gewächsen, indem er ihnen die Nährstoffe zum Wachsen raubt.
Wir wissen es. Das kann und wird der Weinbergsbesitzer auf Dauer nicht zulassen. Gerade in der Fastenzeit, in der Zeit der Vorbereitung auf Ostern, rüttelt dieses Evangelium uns deshalb alle auf.
Prüft euch gründlich, wie ihr selbst im Weinberg Gottes dasteht!
Seid auch ihr ein Baum, der Frucht „tut“, wie es ja im Originaltext heißt, oder legt ihr eurem Gott gegenüber auch solch eine stille Verweigerungshaltung an den Tag?
Für Jesus gibt es jedenfalls keine von vorneherein hoff-nungslosen Fälle. Er traut auch jedem, der jahrelang NEIN gesagt hat, immer noch die persönliche Umkehr zu. Ja, auch du kannst noch Frucht bringen. Gott schenkt dir eine letzte Chance. An dir selbst liegt es nun, dich zu entscheiden, was du willst. Der Gerichts-Vollzieher wird kommen und dich erneut prüfen, ob du dieses Gnadengeschenk, diesen Aufschub, wirklich genutzt hast. Wie sehr würde er sich freuen, wenn du tust, was er von dir erwartet.
Alle mögliche Hilfe, die du dazu brauchst, ist dir ausdrücklich zuge-
sichert. Korrigiere deine Einstellung und entscheide dich für das Leben, für dein Leben!
Predigt Felix Gietenbruch: „Unglück und Katastrophen…“ (pdf)>> BITTE KLICKEN !
Predigt: „Früchte gefragt“ (pdf)
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Predigt Pastor Heiko von Kiedrowski (pdf)
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Kath. Bibelwerk: Einführungen und Lesehilfen für Lektoren (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Sr. M. Gruber: „Gerichtskonsequenz oder Gnadenchance?“ (pdf)
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Wikipedia-Artikel: „Echte Feige“
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Bischof J. Wanke: „Das Evangelium auf den Leuchter stellen“ (pdf)
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„Compatibility Pack“: Word-2007-Dateien in Word 2003/XP öffnen
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Installationshinweise zum „Compatibility Pack“
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Natürlich können Sie den „Predigtgarten“ und andere Internetseiten auch maschinell online übersetzen lassen.
Für Nutzer des „Firefox“-Browsers geht das schnell und einfachmit dem Add-on „BabelFish“ Instant Translation.
Für Infos >> bitte klicken!
Ansonsten geht das auch - etwas umständlicher – mit dem Über-
setzungs-Dienst von „google“. Infos hier >> bitte klicken !
Solche maschinellen Übersetzungen sind eine erste Hilfe, weisen aber stets auch eine Reihe von Übersetzungsfehlern auf.
Der Lehrer nimmt den Menschen durch und spricht von dessen Muskeln. "Angenommen - ich springe über diese Bank", fragt er die Klasse, "welche Muskeln werden dann beansprucht?" -"Die Lachmuskeln, Herr Lehrer!" meinte ein Knirps.
"Hochwürden, ich bin vorgestern aus der CSU ausgetreten", gesteht der sterbende Bauer. "Das ist doch nicht so schlimm", tröstet ihn der Pfarrer. "Noch was, Hochwürden! Ich bin aber gestern in die SPD eingetreten." Jetzt ist der Geistliche aber entsetzt: "Warum hast du denn das bloß gemacht, Sepp?"
"Ja mei", sagt der Bauer, "ich hab' mir gedacht, lieber stirbt einer von denen als einer von uns..."
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