Der Evangelist Lukas schildert zuerst, wie mühsam der Weg von Josef und Maria ist – von Nazareth bis nach Bethlehem sind es über 100 Kilometer Fußweg!Aber Josef fügt sich bereitwillig dem Befehl des Kaisers Augustus zur Volkszählung, und so kommen sie in seine Vaterstadt Bethlehem.
Der Befehl des damals mächtigsten Herren der Welt fügt sich aber genau in den Plan Gottes, denn nur so kommt Jesus ausgerechnet in der Königsstadt Davids zur Welt, ein besonderer Hinweis auf sein eigenes Königtum!
Doch nur eine kümmerliche Krippe in einem zugigen Stall steht
für dieses Königskind zur Verfügung. Er nimmt sich keinerlei Sonderrechte heraus – ganz im Gegenteil! Da kann jeder sehen: Wenn Gott leibhaftig zu uns kommt, macht er sich ganz klein, armselig und hilflos – so unendlich groß ist seine Liebe!
Und wer erfährt zuerst vom weihnachtlichen Geschehen im Stall? Nicht König oder Bürgermeister, nicht Lehrer oder Priester! - Es sind Hirten, die draußen auf dem Feld bei ihrer Herde Nachtwache hielten. Auf sie richtet der Evangelist Lukas seine und unsere Aufmerk-
samkeit. Hirten – das waren damals rau(h)e Gesellen, die bei Wind und Wetter bei den Schafen waren. Die allermeisten von ihnen waren bezahlte Knechte, bewachten also nur die Herden anderer.
Sie waren im Volk nicht gerne gesehen, denn sie waren schmutzig, ungepflegt und wanderten jahrein jahraus mit den Herden zu den Futterplätzen, ohne am Gemeinschaftsleben oder an religiösen Feiern teilnehmen zu können. Sie waren also Außen-Seiter im wahrsten Sinne des Wortes, für die sich wirklich niemand interessierte, und sie waren in der Regel alles andere als fromm im üblichen Sinn.Ausgerechnet zu diesen hartgesottenen Burschen schickt Gott seinen Engel mit der Botschaft von der großen Freude der Geburt des Messias. Das muss man erst einmal verdauen!
Wie man sieht, ist Gott immer für eine Überraschung gut und beteiligt sich offensichtlich nicht an unserem üblichen Einsor-
tierungssystem von Menschen in gute und böse.
Was aber könnte die Hirten für Gott so interessant gemacht haben? Sicher zuerst einmal die Tatsache, dass Hirten eine Fähigkeit haben, die anderen fast verloren gegangen ist: Hirten können gut hören!
Das klingt so harmlos, ist es aber nicht: Der Beruf des Hirten war gefährlich, besonders in der Nacht.
Es gab lebensbedrohliche Über-fälle und vor allem wilde Tiere, die die Herden angriffen.
Hirten lebten ganz mit der Natur, und sie verließen sich nachts nur auf ihr trainiertes Gehör, denn sehen konnte man in der freien Wildnis nichts. Hirten waren Hörende, und Hirten waren Menschen, die wachten, wenn andere schliefen. Hirten wussten um die Gefahr – sie waren stets in Alarmbereitschaft. Nicht umsonst bezeichnete Jesus sich selbst gerne als den guten Hirten, der seine Schafe beschützt.
Wenn es heißt, dass die doch so hartgesottenen Hirten sich über die Engel-Erscheinung sehr fürchteten, dann können wir vielleicht erahnen, wie ungeheuer mächtig diese Erscheinung wohl war.
So nähern wir uns dem, was Gott uns hier durch Lukas sagen will: Die Engel sind da, um uns die große Freude der Weihnacht zu verkünden, die im Himmel so großen Jubel auslöst. Die Engel sind da. Jesus ist da. Dein Retter ist da. Dein Ansehen, dein Versagen, dein Schmutz – alles spielt jetzt keine große Rolle:
Höre nur – und öffne dich wirklich! Komm mit in den Stall, schau ihn dir an und schenke auch du ihm dein Herz!
Dann ist Weihnachten wirklich bei dir angekommen.
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerks
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Predigt: „Ein Fest für Mängel-Exemplare“ (pdf)
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Predigt Rektor Richard Baus: „Du bist Weihnachten!“
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Predigt Pfr. Wolfgang Gürtler: „Eine Träne im Augenwinkel“
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Predigt Pfr. Johannes Taig: „Die Macht von Weihnachten“
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Die Glocken der Erzabtei St. Ottilien selbst läuten lassen
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Pintscher Glockenspiel (Luxemburg) selbst läuten
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Seelsorgerlicher Rat: Bei der Erstbeichte ist der kleine Sebastian besonders schnell fertig. „Ist das wirklich schon alles?" fragt deshalb der Beichtvater. „Ja, das ist alles!", antwortet Sebastian mit ganz unschuldiger Miene. „Hast du denn z.B. noch nie mit einem Messer das Sparschwein geplündert?", hilft der Pfarrer dem Jungen auf die Sprünge. „Nein, aber vielen Dank für die gute Idee!", erwidert dieser.Simple Frage: Der Geschichtslehrer prüft mündlich die Haus-
aufgaben und will von Florian wissen: „Wer hat denn früher regiert, Otto I. oder Heinrich I.?“ Das weiß Florian natürlich: „Die haben alle beide früher regiert!“
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