Wie es heißt, trudeln täglich E-Mails mit mehr und vor allem weniger brauch-baren Hinweisen ein. Ziel der Aktion unter or-
ganisatorischer Leitung von David Berger ist es, den Behörden mög-
lichst eindeutiges Material liefern zu können, um – ja, um was eigentlich…?
Da man die Server von kreuz.net offenbar trotz vieler Versuche nicht dauerhaft angreifen kann und kreuz.net „überall und nirgends“ ist, wie "DER SPIEGEL" den aktuellen Standort ziemlich dürftig umschreibt, will man stattdessen die Verantwortlichen persönlich erwischen. Und was die betrifft, so gibt es merkwürdigerweise recht verschiedene Angaben der privaten Ermittler gegen kreuz.net: Der Schwulen- und Lesbenverband etwa verkündete, beim Personal von kreuz.net handele es sich um „insgesamt 14 Personen: neun katholische Pfarrer, ein Bischof, ein Diakon, ein Landtagsabge-ordneter aus Bayern und zwei Atheisten.“ Hingegen weiß „DIE ZEIT“ von David Berger, dass es sich „um eine drei- bis vierköpfige Redaktion handelt“, bestehend aus Kirchenmitarbeitern, und sogar „im Hinblick auf die Finanzierung“ sieht Berger Verbindungen zur Kirche, kann man dort lesen.
Doch auch „DER SPIEGEL“ hat diesbezügliche Informationen von David Berger erhalten. Der Berliner Staatsanwaltschaft sei eine Liste mit fünf (!) Namen übergeben worden: „eine Person lebt in Deutschland, eine in der Schweiz, drei Personen leben in Österreich“, behauptet er dort, und „auch ein deutschsprachiger Bischof ist unter den Verdächtigen“, aber „die Beweis-
lage ist noch zu dünn“.
Um das Bild von den Erkenntnissen Bergers abzu-
runden, sei noch die „AUGSBURGER ALLGEMEINE“ erwähnt, die ihn mit dem Hinweis zitiert, dass auffallend viele kreuz.net-Nutzer aus dem Bereich der Diözese Augsburg kämen. – Na, nun wissen wir es also ganz genau, wo die Verantwortlichen stecken…
Konkrete Namen werden auch gehandelt, so etwa der von Pfarrer Hendrick Jolie, einer der Sprecher des Netzwerkes katholischer Priester. Der aber ist sauer über die Unterstellung und distanziert sich „in aller Deutlichkeit“ von kreuz.net…
Einige journa-listische Beobachter können sich ange-
sichts dieser Lage etwas Ironie nicht ganz verkneifen.
So heißt es etwa
bei „heise.de“, die aktuelle Kampagne gegen kreuz.net habe denen „eine Million Extra-Zugriffe durch den Presserummel“ beschert. Man verstehe auch nicht ganz, warum solche Leute sich darüber aufregten (dass von Dirk Bach behauptet wird, er schmore nun in der Hölle), die selbst gar nicht an die Existenz der Hölle glaubten. Spöttisch schließt der Artikel dort mit einem fiktiven Ausblick auf den ggf. anstehenden Gerichtspro-
zess, in dem man sich dann erst mal richterlich mit dem Problem beschäftigen müsse, „ob eine Hölle existiert und wie sich diese untergliedert…“ --
Na, ich fürchte, da ist noch reichlich Material in Reserve für die nächsten Kapitel in diesem Krimi…
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David Berger outet sich…
Entzug der Lehr-Erlaubnis…
David Berger: Papst für Todesstrafe für Schwule?
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9 Kommentare:
Sehr treffend beobachtet und formuliert! kreuznet wird überall in der katholischen Kirche gelesen, wie die hohen Zahlen beweisen. Schade, dass man sich dort so im Ton vergreift, das ist in meinen Augen unchristlich.
Schade, dass man sich dort so im Ton vergreift, das ist in meinen Augen unchristlich.
Aber im Prinzip hat kreuz.net doch Recht, wollen Sie damit doch sagen ... oder etwa nicht?
David Berger teilt gerne aus, ist aber beleidigt, wenn er einstecken soll.
Interessant, was die Zeitschrift "Theologisches", deren Chefredakteur er lange Zeit war, bevor er sich als schwul outete, über ihn schreibt:
http://www.theologisches.net/CausaBerger.htm
David Berger teilt gerne aus, ist aber beleidigt, wenn er einstecken soll.
Das kennen wir doch unter der Bezeichnung "Christenverfolgung". Da wird von Christen auch gerne gegen gleichgeschlechtlich Liebende, wie Herrn Berger, "ausgeteilt", wenn aber ein Diskriminierungsverbot wirksam wird, wird sofort über angebliche "Christenverfolgung" geklagt. Kardinal Meisner und Gott seis geklagt.
Die Kirche hat sich stets klar ausgedrückt: Gelebte Homosexualität ist Sünde.
Für manche ist es regelrecht ekelhaft, was z.B. in dem Verlag angeboten wird, der die 15.000 Euro Kopfprämie (fehlt nur noch der Zusatz: "tot oder lebendig") zur Ergreifung der kreuz.net-Leute ausgelobt hat.
Reichlich gewagte These von Herrn Berger, hinsichtlich der Finanzierung von kreuznet gäbe es Verbindungen zur katholischen Kirche. Er kann froh sein, dass man nicht gerichtlich von ihm verlangt, dies zu belegen.
Die Unterstellung soll doch wohl heißen, die deutschen Bischöfe jammerten offiziell über kreuznet, finanzierten die Seite aber mit.
Starkes Stück!
Die Kirche hat sich stets klar ausgedrückt: Gelebte Homosexualität ist Sünde.
Und deswegen darf der Staatsanwalt kreuz. net nicht an den Kragen gehen? Und gleichgeschlechtlich Liebende dürfen dabei nicht, wie jeder andere Bürger, zu Zeugen werden? Und es dürfen auch keine Belohnungen für die Verfolgung dieser Hetze ausgelobt werden? Darf das nur dann geschehen, wenn es um Picassos oder Monets geht? Da bin ich denn doch sehr dankbar, dass unsere Demokratie in der Gewaltenteilung eine Machtkontrolle besitzt.
F.M., Ihre Fragen kapiere ich nicht. Wer hat denn sowas je behauptet?
Ich verstehe, dass David Berger jetzt sauer ist und vielleicht von Racheplänen getrieben ist. Vorher war er der Star, und jetzt...
Sie nehmen immer nur das aller Schlechteste von Ihren Mitmenschen an? Sehr gut! Es ist echt katholisch alles und jeden sub ratione peccatis zu sehen.
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