13.07.2008

Buchtipp: Paulus von Tarsus













(Fortsetzung)
Die Skeptiker gibt es freilich auch unter den Bibelwissenschaftlern. In einem Interwiew mit der Aktion „Kinder in Gefahr“ (siehe unten) formuliert Hesemann es so: „Mittlerweile erleben wir die geradezu absurde Situation, dass Historiker und Archäologen viel eher an die Authentizität der Apostelgeschichte und der meisten Paulusbriefe glauben als die Theologen und Exegeten. Oft habe ich den Eindruck, dass mancher Theologe sich gar nicht für den archäologischen Befund interessiert, weil dieser seine schönen Hypothesen…infrage stellen würde. Da kommt es dann zu den schönsten Spekulationen, die so fern von der Lebenswirklichkeit sind, dass man schon schmunzeln muss.“

So mag es also durchaus sein, dass einige Exegeten die eine oder andere Aussage anders deuten. Mir geht es da sicher wie den meisten Lesern: Kleinlicher Detailstreit mag zwar wissenschaftlich interessant sein, hilft mir aber nur selten. Mein Eindruck: Mit diesem Buch ist Erfolgsautor Michael Hesemann ein großer Wurf gelungen. Ein so faktenreiches Buch zu schreiben, das den ernsthaft interessierten Leser bis zur letzten Seite fesselt, ist eine beeindruckende Fleißarbeit.
So manches (Vor-) Urteil über Paulus wird da gut begründet korrigiert, z.B. der vermeintliche Sturz vom Pferd bei seinem Damaskus-Erlebnis (S.63) oder
dessen angebliche Frauenfeindlichkeit (S.132). Allerdings:
Der Reichtum an Details verlangt vom Leser konzentrierte Aufmerksamkeit, ein Lesen „so nebenbei“
ist nicht angeraten.

Michael Hesemann:
„Paulus von Tarsus. Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels“
Sankt Ulrich Verlag, 256 Seiten,
19,90 Euro
ISBN 978-3-86744-024-0


Hier weitere Informationen:

Der Direktlink zu diesem Buch beim Verlag
Sankt Ulrich
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Buchbesprechung (Bistum Augsburg)
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Interview mit "kath.net" über sein Buch "Die Dunkelmänner" - Mythen und Legenden um die Kirchengeschichte >> hier klicken!

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