Auf Erden ist es schon so, dass wir im Gesicht rot anlaufen, wenn wir uns ertappt fühlen. Siedend heiß wird uns, wenn durch unsere Schuld etwas dramatisch schiefläuft, wenn wir kläglich versagt haben. Es heißt, dass viele dann am liebsten vor Scham im Erdboden versinken möchten.
Dies hilft uns, den Sinn des Fegefeuers zu erahnen: Das Fegefeuer führt wohl kaum zu echten Ver-
brennungen oder wie angeblich beim Bauern Sepp zu wohlig warmen Füßen.
Es ist eher eine Art Reinigungsort, ein Zustand der Vorbereitung, ein Vorgang des Übergangs. Noch ist der Verstorbene nicht wirklich in der Lage, im Himmel das Glück zu teilen, in Gottes Glanz und Seligkeit leben zu können. Im Bewusstsein der eigenen Schuld könnte er es nicht ertragen, Gottes Blick auf sich zu wissen. Zu quälend ist noch die Erkenntnis dessen, was man Böses getan und Gutes unterlassen hat.
Wenn wir immer wieder für die Verstorbenen beten, dann tun wir, was Christen aller Zeiten gemacht haben: wir bitten Gott darum, dass die immer noch vorhandenen Grenzen und Mängel ihrer Liebe im Feuer seiner barmherzigen Liebe bald schon von unseren Verstorbenen abgewaschen sind. Dann können sie mit reinem, geläuterten Herzen für ewig und selig in seiner Nähe sein. Dann können sie im wahrsten Sinne des Wortes in aller Seelenruhe das ewige Licht
leuchten sehen, in ewigem Glück!
Das wünschen wir ihnen von ganzem Herzen, und so sind sie in Ver-
bundenheit mit uns eigentlich keine armen Seelen, sondern ein Stück weit schon eher reiche Seelen: Sie gehören schon zu Gott, sie sind unumkehrbar schon auf seiner Seite!
Bei einem Diamanten würde man sagen, dass ihnen nur noch der letzte Schliff fehlt. Sie können eben noch nicht himmlisch glänzen.
Die schwere Erdenlast ist jedoch bereits von unseren lieben Verstorbenen abgefallen. Sie müssen sich nicht mehr so wie wir mit allerlei Nöten und Zweifeln herumplagen. Sie sind schon dabei, sich ganz auf Gott auszurichten, so wie eine Magnetnadel nach Norden.
Also dürfen wir uns als Christen erst einmal für unsere Verstorbenen von Herzen freuen. Wäre es nicht so ungewohnt im Zusammenhang mit dem Tod, könnte man sogar sagen: Herzlichen Glückwunsch!
Ihr lieben Verstorbenen seid schon unwideruflich in Sichtweite des himmlischen Vaters, der nach seinen verlorenen Söhnen Ausschau hält. Im Gebet an Allerseelen und das ganze Jahr über bitten wir für euch, dass ihr bald schon in seinen ausgebreiteten Armen liegen dürft.
Weltbischofssynode - Abschlussbotschaft
Allerseelen aus meinem Predigtgarten-Archiv
(Predigt-Text zum 5.Fastensonntag A)
Mein Artikel über Halloween und Allerheiligen (24.09.2008)
Pfarrbriefservice: Halloween vor Allerheiligen
Über das christliche Sterben
Enzyklika über die Hoffnung (Spe salvi)
Predigten Allerheiligen:
Karl-Leisner-Jugend (11 Kurzpredigten)
Kaplan Dr. Josef Spindelböck, St.Pölten
Pfarrer Dr. Johannes Holdt, Schömberg
Pfarrer Dr. Johannes Holdt, 2.Predigt
Erzabtei St. Ottilien OSB
Kardinal Schönborn, Wien
Pfarrer Mag.Christian Poschenrieder
Perikopen.de, München (pdf)
Eberhard Gottsmann, Eschenbach
Liturgisches Institut, Schweiz
Pfarre St.Michael, Wien (pdf)
Der Arzt wird mitten in der Nacht gerufen.
Er untersucht den Patienten: „Haben Sie schon Ihr Testament gemacht?"
„Nein, Herr Doktor, ist es denn wirklich so schlimm?"
"Lassen Sie einen Notar kommen und rufen Sie sofort Ihre nächsten Verwandten!"
„Heißt das, dass es mit mir zu Ende geht?"
„Das nicht, aber ich will nicht der Einzige sein, der mitten in der Nacht sinnlos aus dem Bett geholt wird..."
Am Ende der Messe sagt der Pfarrer bei den Ankündigungen: "Die 20.000 Euro, die wir für unsere Orgelreparatur brauchen, sind Gott sei Dank schon vorhanden. Es gibt nur ein kleines Problem: Sie be-
finden sich derzeit noch auf euren Sparbüchern!"


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