Jesus bleibt wie alle anderen schön in der Reihe und wartet, bis er dran ist. Jesu Größe besteht auch darin, dass er sich ganz klein macht, wie er das später noch öfter demonstrieren wird, z.B. beim Waschen der Füße seiner Jünger.Uns Menschen fällt so etwas meistens sehr schwer. Wir wollen uns lieber größer machen, als wir eigentlich sind. Klein machen wir uns in der Regel nur dann, wenn es einen triftigen Grund gibt, sich zu ducken, z.B. um nicht anzuecken oder um Ärger zu vermeiden.
Jesus aber macht sich freiwillig ganz klein. Er tanzt nicht aus der Reihe. Er will keine Extrawurst gebraten haben. Wir verstehen, was er uns damit zeigen will: Ich stelle mich solidarisch in eine Reihe mit euch Sündern! Obwohl ich das überhaupt nicht nötig habe, lasse auch ich mich im Wasser des Jordans taufen so wie ihr und bin damit einer von euch. Ich gehe euch Sündern nicht aus dem Weg, sondern ich gehe mit euch.
Und das wiederum heißt: Gott ist immer ganz konkret. Er gehört nicht zu den Sprücheklopfern, die wir oft genug erleben: große Worte, und nichts dahinter!
Nein, Jesus lebt wie einer von uns, um uns Sünder durch sein Vorbild und seinen Zuspruch wieder aufzurichten. Denken wir nur an solche Beispiele wie seinen Aufsehen erregenden Hausbesuch beim krassen Außenseiter, dem Obergauner und Zöllner Zachäus.
Jesus geht den Weg der sündigen Menschen mit. Für den himm-
lischen Vater ist dies auch ein Zeichen, wie sehr Jesus bereit ist, den Weg der Demut und des Gehorsams zu gehen, um Gottes Willen zu erfüllen.
Über die eigentliche Taufe Jesu verliert das Evangelium nur wenige Worte: „Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen.“ Mehr nicht. Keine un-nötigen Einzelheiten sollen von der Hauptsache ablenken, denn die kommt jetzt erst.
Im Bibeltext heißt es: „Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“
Nicht irgendwann öffnete sich der Himmel, sondern unübersehbar genau dann, als Jesus bei der Taufe betete! Wir verstehen, was das heißt: Jesus steht im intensiven Gebetskontakt zu seinem himm-
lischen Vater, und genau dann öffnet sich der Himmel für ein gewaltiges Zeichen!
Jetzt, mitten im Gebet, bekommt Jesus endgültige Klarheit ge-
schenkt über den Weg, den er zu gehen hat. Aber
Gottvater lässt auch keinen Zweifel daran, wie sehr Jesus sein über alles geliebter Sohn ist. Auch in den schweren, dunklen Stunden, die vor Jesus liegen, wird er aus der Kraft dieser göttlichen Liebe heraus leben. Jesus ist wie alle anderen zu Johannes ge-gangen, um sich taufen zu lassen. Wie alle anderen hat er dieses Zeichen des reinigenden Wassers angenommen. Mit dem Unter-
tauchen des ganzen Körpers im Wasser und dem anschließenden Wiederauftauchen ist zeichenhaft ausgedrückt: Der alte, sündige Mensch geht unter und stirbt. Als neuer Mensch, wie neugeboren und rein komme ich aus den Fluten des Wassers wieder hervor.
Hier sollten wir abschließend einen kurzen Blick auf unsere eigene Taufe werfen. Auch wir haben dieses Wasser-zeichen bekommen. Wasserzeichen kennen wir auch z.B. von Geldscheinen. Erst wenn man einen Schein gegen das Licht hält, wird das sonst nicht erkenn-
bare Wasserzeichen sichtbar.
Es signalisiert uns: Dieser Geldschein ist wirklich echt und wertvoll.
Mit unserer Taufe ist es so ähnlich. Im Alltag besteht allzu leicht die Gefahr, deren großen Wert zu übersehen: In der Taufe sind doch auch wir geliebte Gotteskinder geworden, unverwechselbar beim eigenen Namen gerufen!
Erst wenn wir unsere Taufe gegen dieses Licht der Liebe Gottes halten, erkennen wir ihren unschätzbaren Wert. Wunderbar ist dies in unserem „GOTTESLOB“ im Lied Nr. 635 ausgedrückt:
„Ich bin getauft und Gott geweiht durch Christi Kraft und Zeichen,
das Siegel der Dreieinigkeit wird niemals von mir weichen.
Gott hat mir seinen Geist geschenkt, ich bin in Christus eingesenkt und in sein Reich erhoben, um ewig ihn zu loben. Aus Wasser und dem Heilgen Geist bin ich nun neu geboren, Gott, der die ewge Liebe heißt, hat mich zum Kind erkoren…“
(Nicht vollständig abgedruckt, da ich nicht weiß, ob darauf noch Copyright besteht.)
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„Gotteslob“ Nr. 635: „Ich bin getauft und Gott geweiht…“>> BITTE KLICKEN !
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Predigt Diakon Roland Pressl, Memmingen
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Werkblätter Kath. Landvolkbewegung: Taufe
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Deutsche Bischofskonferenz: „Die Feier der Kindertaufe“ (pdf)
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Jesus und Johannes – Cousins und Konkurrenten?
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