In der christ-lichen Gemeinde hat der Um-
gangston der gottfernen Um-
welt nichts zu suchen. Die herzliche Art Jesu soll den Seinen so in Fleisch und Blut übergehen, dass auch dadurch in der Gemeinde die Anwesenheit Jesu spürbar wird.
Es ist also im Sinne Jesu alles andere als „normal“, wenn Christen untereinander so miteinander umgehen, dass das Christentum eher abstoßend als einladend wirkt. Wenn Christen übereinander her-
fallen, und sei es auch nur mit dem, was aus ihrem Mund kommt, ist das wahrlich kein Qualitätssiegel. Wenn es schon in der oft so feindlich eingestellten Welt da draußen für uns häufig nur schwer möglich ist, in der Nachfolge Jesu zu leben, dann soll dies umso mehr in der christlichen Gemeinde geschehen, zum leuchtenden Zeichen für die Welt.
Eine christliche Gemeinschaft, die sich in ihrem Verhalten an die egoistischen und ungerechten Sitten dieser Welt anpasst, ist kein Leuchtturm mehr, an dem man sich in der Dunkelheit orientieren kann. Sie ist wie ein Licht, das erloschen ist, also eigentlich nur noch eine schlechte Imitation eines Lichtes und damit auch so etwas wie Produktpiraterie.
Was uns Jesus da als Lektion mit auf den Weg gibt, ist auf jeden Fall alles andere als leichte Kost. Der Zeitpunkt, an dem er das sagt, ist nicht ohne Bedeutung: Judas ist gerade hinausgegangen, um Jesus zu verraten. Es ist also kurz vor der Passion, kurz vor seinem Leiden und Sterben. Darauf weist auch der Satz Jesu hin: „Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.“ – Es ist also schon so etwas wie ein Abschiedswort Jesu, so etwas wie ein Vermächtnis, wie ein letzter Wille. Das bedeutet für uns aber auch, dass diese Äußerung Jesu ein ganz besonderes Gewicht hat.
Darauf weist auch die liebevolle, ja fast zärtliche Anrede mit
„Meine Kinder“ hin. Wenn man es genau übersetzt, heißt es sogar: Meine Kindlein! -
Jesus, für den jetzt bald der Zeitpunkt seines Lebensopfers und damit auch seiner Verherrlichung durch Gott kommt, dieser Jesus lässt die Seinen nicht im Stich.Fast wie kleine Kinder sind sie in seinen Augen, wie Kindlein, die zwar ver-
schieden sind, aber doch jedes für sich auf seine Hilfe und Fürsorge angewiesen sind. Ein ganz bunter Haufen kommt da zusammen in einer christlichen Gemeinde, mit verschiedenen Einstellungen, Erfahrungen und Temperamenten.
Da gibt es ganz automatisch immer welche, die werden nie Freunde füreinander werden können, so verschieden sind sie. Da sind Alte und Junge in der Gemeinde und erst recht in der Heiligen Messe versammelt, da gibt es eher Konservative und eher Fortschrittliche, Zurückhaltende und Temperamentvolle, Fleißige und eher Gemächliche. Da gibt es welche, denen fällt es leicht, zu glauben, aber auch solche, die immer wieder darum kämpfen müssen, die sich jeden Sonntag gewaltig anstrengen müssen, um überhaupt zur Kirche zu kommen.
Das ist wie bei einer gemeinsamen Wan-derung oder wie beim Ausdauer-Sport. Da ist manch einer schon nach zwei Kilometern fix und fertig. Und ein anderer überlegt vielleicht gerade, was er nach dem Marathon heute noch unternehmen könnte.
Die Liste lässt sich fortsetzen. Auch Sie und ich sind dabei mit all unseren Stärken und Schwächen. Wir alle sitzen im Gottesdienst zusammen. Der Friedensgruß, bei dem sich selbst wildfremde Menschen freundlich zunicken und die Hand reichen, ist da ein schönes Zeichen. Hier und jetzt sind wir mehr oder weniger zufällig Nachbarn, gemeinsam Glaubende, die sich die Hand reichen, die sich gegenseitig als Christen herzlich grüßen.
Für Jesus ist es ein großes Herzensanliegen am Abend vor seiner Verhaftung, am Abend seines Abschiedes, dass wir Gotteskinder uns seiner großen Liebe wirklich anvertrauen und durch sie immer wieder stärken lassen, auch durch den Empfang der Heiligen Kommunion.
Denn nicht allein aus unserer schwachen Kraft heraus können wir das leisten. Für Fußballfreunde könnte man sagen: Das würde bestimmt kein Schuss ins Tor, ja noch nicht einmal ein Pfostenschuss. Der Ball ginge bei den meisten sicher etliche Meter daneben. Wenn die christliche Gemeinde als Ganzes und jeder Einzelne in ihr die von Jesus so nachdrücklich erbetene Nächstenliebe praktizieren wollen, kann das nur durch Jesu Hilfe wirklich gelingen. Er verherrlicht seinen himmlischen Vater durch seinen bedingungslosen Gehorsam und seine unbegrenzte, ver-trauensvolle Liebe bis hin zur Hingabe seines Lebens, und dieser verherrlicht seinen Sohn, indem er ihn auferweckt und als Richter auf den Thron zu seiner Rechten setzt.
Diese göttliche Wirklichkeit lässt sich aus unserer irdischen und so unvollkommenen Sicht nicht erfassen. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, das sei wie mit einem schön gemusterten Teppich. Hier auf Erden sehen wir leider von diesem Teppich immer nur die Unter-
seite. Die eigentliche Pracht, die große Schönheit des Ganzen, das wunderbare Muster von allem bleibt uns auf Erden verborgen.
Es ist fast wie mit einem Puzzle, zu dem wir die ent-scheidenden Teile einfach nicht finden können. - Lassen wir uns als Gotteskinder von Jesus an die Hand nehmen und führen. Versuchen wir, immer wieder in seiner Nähe zu sein und mit ihm Kontakt aufzunehmen, um seine Stimme zu hören. Dann geben wir seiner herzlichen Liebe gute Chancen, in uns zu wirken.
Und wenn die Liebe Christi das tut, dann geht das einfach wie von selbst, das mit dem christlichen „Liebet einander!“ . Dann geht es uns vielleicht wie jenem Mädchen in einem armen Land, das seinen verletzten jüngeren Bruder kilometerweit auf der Schulter bis zum nächsten Krankenhaus trug. Die Ärzte dort konnten das kaum fassen und meinten: „Das muss ja eine ganz schreckliche Last für dich gewesen sein!“
Das Mädchen schüttelte fassungslos den Kopf und meinte nur: „Was denn für eine Last? Das ist doch mein Bruder…!“
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Internet-Infos über Produktpiraterie
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Ein braver Mann stirbt und kommt in den Himmel.Er bekommt bloß ein Wurstbrot und es ist alles furchtbar fromm.
Da schaut er in die Hölle runter und sieht, dass es da ganz lustig zugeht. Alle sind fröhlich und haben ein riesengroßes Festmahl. Da kann sich der Gute nicht halten und sagt zu Petrus: „Ich will auch runter in die Hölle!" - Meint Petrus: „Meinetwegen! Ist deine Entscheidung, geh nur!"
Also kommt der Mann in die Hölle und wird gleich vom Teufel gepackt, in einen Kochtopf geworfen und erst mal kräftig untergetaucht.
Als er wieder auftaucht, fragt er den Teufel: „Ich habe doch vorhin vom Himmel aus ganz was anderes gesehen! Wo ist denn das Festmahl und die Feier?" - Darauf der Teufel:
„Ach das! Das ist nur unsere Werbeabteilung!"
Der Richter fragt: „Erkennen Sie in dem Angeklagten den Mann wieder, der Ihnen Ihr Auto zerkratzt hat?" Zögert der Zeuge: „Nach der Rede des Herrn Verteidigers bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt jemals ein Auto besessen habe."
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