Das kann es doch eigentlich nicht sein, wenn wir bloß mal an die Anfänge der Kirche denken, und an die zahlreichen Märtyrer, die mutig zu ihrem Glauben standen und Verfolgung und Tod auf sich nahmen (in manchen Ländern heute noch). Glaube hat doch eigentlich auch mit Treue und Tapferkeit zu tun, mit Begeisterung und Einsatz, also Tugenden, die durchaus auch als männlich gelten?! Es ist ein Alarmzeichen, wenn die Männer heute in der Kirche die Flucht ergreifen, wenn sie sich dort nicht zuhause fühlen. In vielen Bistümern gibt es inzwischen Beauftragte für Männerarbeit und Männerseelsorge, und so manche Pfarrei hat die Zeichen der Zeit erkannt und steuert mit gezielten Angeboten speziell für Männer gegen den bedrohlichen Trend. Dabei hilft die alte Feststellung, dass die Männer gar nicht wirklich ver-schwunden sind. Nein, sie halten sich nur zurück. Wenn es aber um das Aufstellen der Weihnachtsbäume in der Kirche geht, um den Zeltaufbau für’s Pfarrfest oder die Betreuung des Grills beim Kinderfest, dann lassen sie sich nicht lange bitten, die Kerle.
Wie es scheint, ist es fast wie in der Schule: Männer können nicht so lange stillsitzen, sie mögen ihre Seelen-
lage nur ungerne Frauen gegenüber „outen“, und sie müssen irgendwie immer etwas tun. Die meisten werden ja auch im Urlaub schon gereizt und hibbelig, wenn mal kein Ausflug angesagt ist, sondern einfach nur Ruhe.
Für die Verantwortlichen in der Kirche, überregional und vor Ort, ist es jedenfalls höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie man die Mannskerle wieder „zurückholen“ kann, wie Erz-bischof Schick es formulierte. Materialien und gelungene Beispiele gibt es, wie auch die nachfolgenden Linktipps zeigen:
Männer in der (orthoxen) Kirche (9 S. pdf)
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Kirchenzeitung: Männer wollen „feste Nahrung“…
Männernetzwerk Bistum Trier
Beispiel: „Opa, erzähl doch mal!“
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Infos für Männer (Österreich) >> BITTE KLICKEN !
... und hier >> BITTE KLICKEN !
Infos für Männer (Österreich) >> BITTE KLICKEN !
... und hier >> BITTE KLICKEN !
Männergemeinschaft einer Pfarrgemeinde
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8 Kommentare:
Oha! Die Kirche ist also bei Lichte betrachtet nicht frauenfeindlich, sondern männerfeindlich.
Ein richtiger Hammer ist das!
Die Kirche ist, von einen Resten abgesehen, längst fest in Frauenhand. Und wenn mal nicht, dann reden sie und reden sie und reden sie, bis die Männer ein schlechtes Gewissen bekommen und nachgeben.
Man schaue sich z.B. nur die Programme von Katholikentagen an...
Selten so viele unsinnige und vor allem unwissenschaftliche Klischees über Männer gelesen. So hinter dem Mond ist die Kirche doch gar nicht. Aber vielleicht hilft es ja, die Frauen mal in die schicken Gewänder zu stecken und sie hinter den mit Blumen geschmückten Altar zu stellen, um liebliche Liedchen zu singen und mit gaaanz viel Ruhe zu beten, hahaha. Dann können die strammen Jungs die ganze harte Arbeit leisten, die zur Zeit vor allem von den Frauen getan wird.
In der Kirche macht sich eine allgemeine Wehleidigkeit breit: Alle mal hersehen und mich bitte bedauern...!
Meine Mutter sagte dazu immer: "Du kriegst nicht alles nach Mäulchesmaß..." - übersetzt: Du bekommst nicht alles in mundgerechten Häppchen serviert.
Die Frauen jammern über die Männerkirche, die Männer jammern über die Frauenkirche.
Ach, was für Waschlappen!
Was Erzbischof Schick sagt, klingt dramatisch. Vielleicht wie einige Formulierungen des Predigtgärtners etwas dick aufgetragen, um wachzurütteln, aber die Tendenz stimmt.
Mit guten pfarrlichen Angeboten für Männer lässt sich sicher was machen.
Andererseits: Hat die Kirche es nötig, dass sie sich zum Billig-Tarif anbietet?
Die Kirche als Wohlfühl-Veranstaltung für Männlein und Weiblein?
Solche Sorgen möchte ich haben, denkt da so mancher Christ in Afrika, China oder Saudi-Arabien.
Man fasst sich an den Kopf!
Die Kirche als Wohlfühl-Veranstaltung für Männlein und Weiblein?
Nein Olaf, WOHLFÜHLEN soll sich in der Kirche niemand. GEHORSAM ist die hächste Katholikenpflicht!
Der Zustandsbeschreibung kann ich mich anschließen, aber der Schluss, eine Forderung nach mehr Männlichkeit in der Kirche zu stellen, erscheint mir nicht konsequent. "Wir Männer" sollten das Heft doch einfach in die Hand nehmen und zeigen, wie katholisches Mannsein geht, da braucht es - um bei der Analyse zu bleiben - keinen neuen Stuhkreis für:
http://papsttreuer.blog.de/2012/07/17/maennerkirche-kirche-maenner-14128472/
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