So hat etwa das Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein für seinen Zuständigkeitsbereich alle Betreiber von Webseiten definitiv aufgefordert, den „Gefällt mir“-Button auf ihren Seiten zu entfernen, weil er gegen Datenschutzrichtlinien verstoße. Komme man dem nicht nach, könne man sogar ein Bußgeld gegen den „facebook“-Fan verhängen (siehe Linktipps).
Wie man jetzt schon in „MEIN PREDIGTGARTEN“ feststellen kann, werde ich zukünftig ebenfalls den „Gefällt mir“-Button von „face-book“ unter jedem meiner Artikel entfernen. Der Ge-
danke, dass alle Leser eines Artikels in meinem Blog von „facebook“ genau beobachtet werden, gefällt mir nicht sonderlich.
Eine Überraschung erlebte ein „facebook“-Nutzer, der von seinem Recht Gebrauch machte und von dort eine schriftliche Kopie der über ihn vorhandenen Daten anforderte: nach mehreren Anläufen erhielt er endlich seine Unterlagen – immerhin 1200 Seiten. Klar, dass „facebook“ damit für die datenhungrige Wirtschaft und Werbebranche ein interessanter Partner ist…
Vielfach wird auch ein arrogantes Verhalten Kunden gegenüber beklagt. So wird z.B. darüber berichtet, dass missliebige Seiten Gefahr laufen, von „facebook“ ohne Vorwarnung entfernt zu werden. Ein Datenschutz-Ex-
perte erklärt, herausgefunden zu haben, dass „face-
book“ sogar dann Daten sammeln kann, wenn man sich dort ausgeloggt hat. Er rät deshalb jedem, der seine Privatsphäre schützen will, speziell für alle „facebook“-
verbundenen Seiten mit einem anderen Browser zu surfen als sonst, was in der Praxis wohl ziemlich umständlich sein dürfte.
Erst kürzlich alarmierte eine Idee der SCHUFA die „facebook“-Kritiker: Man könne doch die Daten, Ver-
bindungen und Freunde von „facebook“-Anhängern auswerten, um die Kreditwürdigkeit besser beurteilen zu können. Sprich: Wer viele wohlhabende „Freunde“ hat, bekommt leichter Geld geliehen…
Da wundert es nicht, dass sich inzwischen viele Nut-zer zum vorläufigen oder endgültigen Ausstieg aus „facebook“ entschließen. Dazu kann man seinen Account entweder de-
aktivieren, oder – was gar nicht so einfach ist - ihn endgültig löschen.
Die „facebook“-Konten bestehen sogar über den Tod hinaus, wie einige Beispiele zeigen. Ich weiß, dass auch „google“ & Co. keine Unschuldslämmer sind, aber die Daten-Sammelwut von „facebook“ geht mir persönlich doch zu weit. Das wusste ich vorher nicht!
Daher habe ich mich – bestimmt nicht leichten Herzens! – dazu entschlossen, auch meinen „PREDIGTGARTEN“ so lange zur „facebook“-freien Zone zu erklären, bis der Datenschutz dort ernster genommen wird.
Meinen Account bei „facebook“ werde ich daher morgen deaktivieren und bitte um Verständnis für diese Ent-
scheidung. Meine Leser finden sicher auch ohne den Umweg über „facebook“ direkt zu „MEIN PREDIGT-
GARTEN“.
Wie andere Aussteiger auch, hoffe ich durch diesen Schritt gewisse Leute im Unternehmen „facebook“ zum Umdenken anzuregen. Wer weiß – dann ist vielleicht auch ein Wiedereinstieg drin. Und für wirklich gute Argumente – auch von „facebook“ selbst – bin ich immer zu haben…
Ausstieg aus wirtschaftlichen Gründen
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„facebook“-Accounts ausspionieren…?
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Anderen Browser für „facebook“ benutzen?
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Schufa will „facebook“ nutzen
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„facebook“ inzwischen in den roten Zahlen?
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Datenschutzrechtliche Bewertung (25 S. pdf)
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Datenschützer: Finger weg von „Gefällt mir…“
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Danke für den „Facebook-freie Zone“ Button !
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Viele Firmen blockieren "facebook" schon
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PR-Berater: Bloggen ist besser
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Kündigung wegen Betätigung von „Gefällt mir“
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facebook – Milliardengeschäft Freundschaft…
facebook-Skandal mit persönlichen Daten…
zurück zur Hauptseite >> BITTE HIER KLICKEN !
Linktipp-Nachtrag am 4.8.:
Schauen Sie auch mal hier und hier für mehr Infos!
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7 Kommentare:
Ein mutiger Schritt.
Ich würde mich das nicht trauen!
Gut, dass Sie die Notbremse gezogen haben.
Ich habe sowie nie verstanden, warum Sie
da mitgemacht haben.
Wenn ich regelmäßig einige Lieblingsblogs lesen will, dann speichere ich mir diese als Favoriten in meiner Lesezeichen-Liste.
Da brauche ich keine facebook dafür.
Pure Zeitverschwendung!
Auf meiner Webseite (www.dwrweb.de) gab es nie den richtigen Facebook-Button, sondern nur den (selbst gestalteten) „Faebook-freie Zone“. Die Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“
(www.tagesspiegel.de) veröffentlicht seit Jahren immer wieder Berichte über Facebook, die dafür gesorgt haben, dass das „Zuckerberg-Imperium“ inzwischen zum sprichwörtlichen roten Tuch (nicht nur) für mich geworden ist.
Ich kann bis heute nicht verstehen, warum Millionen (meist junger) Leute bereitwillig ihre persönlichen Daten da abliefern – und irgendwann erschrocken sind, wenn Zuckerberg und seine Helfer sie alle narrren, indem sie sich mit eben diesen Daten dumm und dämlich verdienen. Für die Werbewirtschaft ist das ein gefundenes Fressen, die Schufa wollte auch
mit schmatzen, hat aber dann aufgrund großer Proteste in der Öffentlichkeit zum Glück die Finger davon gelassen. Die Schufa sammelt
im Übrigen auch ohne Facebook viel zu viele Daten; die Verbraucher werden bei fast jedem Geschäft (Kartenzahlung, Onlinehandel,Bank- geschäfte) genötigt, ihr diese freiwillig zu überlassen. Mit dem Abgreifen von Facebook- Daten wäre dann auch noch die Bonität des
Umfeldes zur Beurteilung der eigenen Bonität heran gezogen worden.
Wirkliche Freunde erreicht man auch über Telefon, e-Mail und andere Wege. Die vielen hundert Freunde, die sich in Freundeslisten von
Facebook und anderen Netzwerken tummeln – sind das echte Freunde? Oder muss man für die Freunde des realen Lebens nicht langsam einen neuen Begriff suchen?
Wer den „Facebook-freie Zone“-Button auf seiner eigenen Seite verwenden will, darf das gerne tun. Vielleicht hat er eines Tages eine ähnlich
hohe Verbreitung wie der heutige „Gefällt mir“-Button?! Das wäre dann in meinen Augen auf jeden Fall ein Zeichen, dass ein Umdenken und
Wachwerden in der Gesellschaft begonnen hat.
Diego Wegner
Vor Jahren wollten alle bei "wer-kennt-wen" sein, jetzt ist "facebook" angesagt.
Warten wir mal ab.
Man kann ohnehin nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Manche brauchen sowas, andere nicht.
Ich bin 59 Jahre ohne das ausgekommen.
Glauben Sie wirklich, nur facebook würde massenhaft Nutzerdaten sammeln?
Wie kann man nur so dumm sein?
Sie haben gerade digitalen Selbstmord begangen, Predigtgarten!
Ohne facebook geht doch nichts mehr - fast alle nutzen es!
Geht's auch weniger dramatisch?
Vielleicht wird die Bedeutung von facebook von manchen Zeitgenossen ein kleines bisschen überschätzt.
Ich nenne ausnahmsweise mal konkrete Zahlen für den Predigtgarten, nur heute, bis 20.00 Uhr gezählt:
Seitenzugriffe = 2.475
davon von facebook kommend = 8 (in Worten: acht)
Um mich zu beeindrucken, müsste das doch etwas anders aussehen.
Manche Werbeleute kommen auch ins Grübeln.
Der Aktienkurs ist gerade in den Keller gerauscht...
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