Maria kommt sofort wieder in den Sinn, was der Engel Gabriel betont hatte: „…Denn für Gott ist nichts unmöglich“ - hier erlebt sie das wieder, geradezu als nochmalige Bestätigung für die Ankündigung von Gabriel.
„Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen…“ -
Was Elisabet da vom Heiligen Geist erfüllt so freudig ausruft, das ist uns allen wohlbekannt. Im „Ave Maria“ wird es millionenfach seit vielen Jahrhunderten z.B. im Rosenkranz immer und immer wieder bekannt und gebetet: Maria ist die von Gott ganz besonders Gesegnete, die „Gebenedeite“.
Weder durch eine demo-kratische Wahl noch durch Gelehrten-
meinung ist sie dies geworden, sondern allein durch Gottes Gnade, durch Gottes Ratschluss. Was der Mensch nicht sieht, das hat Gott in diesem Mädchen gesehen und sie für würdig befunden, Mutter des Gottessohnes zu werden. Nun strahlt sie in Gottes Glanz.
Elisabet hat diese Größe Mariens vom Geist geleitet sofort erkannt und fragt sich: „Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ - Elisabet, die ältere und menschlich gesehen ranghöhere Priesterfrau, macht sich ganz klein vor diesem großen Wunder. Die Mutter meines Herrn kommt zu mir – dass ich dieses Glück erleben darf!
Ohne Theologie-Studium hat diese Frau es sofort punktgenau getroffen: Das Kind, das jetzt im Leib Mariens heranwächst, das ist größer als alles, was man sich vorstellen kann. Dieses Kind ist mein Herr, der so lange ersehnte Heiland dieser Welt!
Elisabet erklärt Maria aber nicht nur einfach für selig, sondern sie fügt noch etwas Bemerkenswertes an, einen Kommentar gewissermaßen: „Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ – Der Glaube Marias ist es also, der hier so überschwänglich von ihr gelobt wird. Das ist es, worin Maria unschlagbar ist –das absolute Vertrauen in die Weisheit und Vorsehung Gottes, komme, was da wolle!
Auch Maria hätte zur Bedenkenträgerin werden können, hätte sich alle denkbaren Probleme als guten Grund zum Rückzug und Unglauben vor Augen halten können, wie das Zacharias tat. Ihre Herzenstür war aber nicht verschlossen, als der Engel Gabriel bei ihr vorsprach.
Maria war keineswegs so naiv, um sich die entsetzten Reak-
tionen von Josef und ihrer ganzen dörflichen Umwelt nicht sehr lebhaft vorstellen zu können. Was damals Schlimmes mit Mädchen geschehen konnte, die unverheiratet schwanger wurden, das hatte sie wahrscheinlich schon selbst als Zuschauer miterleben müssen.
Aber Maria ist wirklich in anderen Umständen, anders, als nur schwanger zu sein. In anderen Umständen ist sie nicht nur im Bauch, sondern auch im Kopf. Sie macht sich nicht verrückt, sondern sie lässt sich von Gott dahin verrücken, wohin er sie haben will.
Gott hat sie zur rechten Zeit zusammengeführt: Maria und Elisabet - zwei Frauen, zwei Schwangere mit zwei auf den ersten, menschlichen Blick verrückten Geschichten. Nun können sie sich gegenseitig beistehen und stärken. Drei Monate sind eine lange Zeit: da wird es viele gute Gespräche geben, viel Beten und sicher auch viel fröhliches Lachen.Maria hat die erfahrene Freundin gefunden, die trotz ihres langjährigen harten Schicksals nie mit Gott gehadert hat.
Und Elisabet hat eine Stütze, die kräftig anpacken kann und ihr gute Gesellschaft leistet – ihr Mann ist ja schließlich zur Zeit auffallend schweigsam…
Was für eine wunderbare Idee Gottes, so für die beiden zu sorgen! Selbst ein Sprichwort weiß darum: Geteilte Freude ist eben doppelte Freude.
Und da kommt nun die Stelle, wo auch wir in dieser Szene unseren Auftritt haben. Wie durch ein großes Guckfenster hat uns der Evangelist Lukas am Geschehen teilhaben lassen, heute, am 4. Adventssonntag.
Wir sind Zeuge einer Revolution geworden. Hier heißt es zwar nicht „Wir sind das Volk“, aber eine Art Mauer fällt hier auch.
Die Revolution, die sich hier direkt vor unseren Augen abspielt, ist die friedliche Revolution Gottes.
Gott stellt alle Herrschafts-ansprüche dieser Welt auf den Kopf, oder genauer:
er verrückt sie,
er rückt sie wieder richtig, er stellt alles vom Kopf wieder auf die Füße. Und bei Gott hat eben alles Hand und Fuß, in diesem Falle Hände und Füße.
Gottes Weihnachtsgeschenk ist schon für uns bereit.
Jetzt stehen wir da und schauen staunend auf Maria und Elisabet, die beiden glücklichen Schwangeren.
Was werden wir tun? Lassen wir uns eher vom folgenschweren Zweifel des Zacharias anstecken oder vom Gottvertrauen dieser beiden Frauen? Gottes Gnadengeschenk liegt jedenfalls für uns bereit. Vielleicht wagen wir es einfach einmal in einer stillen Stunde kurz vor Weihnachten.
Schauen wir diese beiden Frauen an, die jede auf ihre Weise
Ja und Amen gesagt haben. Sie haben Gott ihr Leben wirklich anvertraut. Und dabei durften sie erfahren, wie sehr er für die Seinen sorgt.
Lukas lädt uns ein: Kommt mit dazu! Steht nicht länger abseits! Lasst auch euer Herz so von Gott erfüllen, dass der Jubel euch ansteckt! Und für die ganz Mutigen hier – aber das ist jetzt nur ein Geheimtipp ganz unter uns: Fragt Gott in der stillen Stunde vor Weihnachten doch auch mal was. Doch Vorsicht – mit Antwort ist zu rechnen! Am besten fragt ihr das hier: Sag mal, lieber Gott, was wünschst du dir eigentlich von mir?
Herzlichen Dank an alle Leser, die mich auf interessante Seiten für Linktipps hinweisen!Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Pfarrei St. Martin, Bamberg
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Exegetisch-theologischer Kommentar zu Lk 1, 39-45 (pdf)
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Predigt Pfarrerin Margot Runge (pdf)
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Predigt Prof. Dr. Josef Spindelböck
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Karl-Leisner-Jugend: Gewissenserforschung vor Weihnachten
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Kurzvideo Youtube: Chor „Übers Gebirg Maria ging“
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Kurzvideo Yotube: Chor „Maria durch ein Dornwald ging“
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Weihbischof Dr. Andreas Laun: „Ein Foto ging um die Welt“
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Liste der Sonntage und Bibelstellen Lesejahr C 2009/2010 (pdf)
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Ratschläge zum Gottesdienstbesuch für „Seltengänger“
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Nach einer Legende von Leo Tolstoi
Es war einmal ein Schuster, der Martin hieß und in einem Keller wohnte. Durch das kleine Kellerfenster konnte er die Menschen sehen, die draußen auf der Straße vorübergingen. Zwar sah er nur ihre Füße, aber er erkannte jeden an seinen Schuhen. Fast alle diese Schuhe und Stiefel hatte er schon ein paar mal geflickt und ausgebessert.
Er lebte ganz allein in dem Keller der zugleich Wohnung und Werkstatt war. Seine Frau und alle seine Kinder waren gestorben.
"Warum hat Gott mir das angetan?" sagte er eines Tages zu einem alten Freund. "Ich habe keine Freude mehr am Leben." "Gott hat es dir gegeben" antwortete der Freund, „Wenn du für ihn lebst, wirst du nicht mehr traurig sein."
"Wie kann ich denn für Gott leben?" fragte Martin.
"Lies die Bibel - dann weißt du es."
Von diesem Tag an las Martin jeden Abend in der Bibel. Tagsüber arbeitete er fleißig - er nagelte neue Sohlen auf die Schuhe und flickte die geplatzten Nähte. Sobald es jedoch dämmerig wurde, zündete er die Lampe an und holte die Bibel. Je öfter er darin las, desto leichter wurde ihm zumute. Eines Abends war er so müde, dass er über der Bibel einschlief.
Am nächsten Morgen schaute er immer wieder aus dem Fenster. Bald sah er ein Paar geflickte Filzstiefel, und er wußte, dass es Stepan war, der alte Soldat, der draußen Schnee schaufelte.Martin schlug eifrig Nägel in die Schuhsohle. Weil es ihm aber doch keine Ruhe ließ, schaute er erneut zum Fenster hinaus. Er sah, wie müde der alte Soldat war und wie sehr ihn das Schnee-
schaufeln anstrengte. "Komm herein, Stepan, und wärm dich in meinem Keller!"
Der alte Mann schüttelte den Schnee von den Stiefeln und kam herein. "Setz dich zu mir" sagte Martin, „und trink ein Glas Tee. Das wird dir gut tun.“ - Nachdem der Alte den heißen Tee getrunken hatte und fort gegangen war, arbeitete Martin weiter.
Nach einer Welle sah er auf der Straße eine junge Frau mit einem Kind auf dem Arm. Die Frau fror in einem viel zu dünnen ärmlichen Kleid und versuchte vergeblich, ihr Kind vor dem kalten Wind zu schützen. "Komm herein!", rief ihr Martin zu. "Setz dich an den Ofen, damit dir warm wird." Er schnitt ein Stück Brot ab, nahm die Suppe vom Herd und füllte einen Teller. Während die Frau aß, nahm Martin das Kind auf den Schoß und spielte mit ihm. Bevor die Frau fortging, holte er seine Jacke. "Da! Nimm sie! Ich habe nichts Besseres, aber du kannst zumindest dein Kind darin einwickeln." Und für das Kind holte er die besten Kinderschuhe, die er je gemacht hatte.
Nicht lange danach hörte Martin lautes Geschrei vor seinem Fenster. Eine Marktfrau schlug auf einen kleinen Jungen ein, der einen Apfel aus ihrem Korb gestohlen hatte. "Warte nur, du Dieb!" schrie sie zornig. "Ich bringe dich zur Polizei."
Martin rannte auf die Straße hinaus. "Laß ihn doch laufen!", sagte er zu der Frau. "Er wird es bestimmt nicht wieder tun. Den Apfel werde ich dir bezahlen."
Er gab der Frau ein paar Münzen, dann nahm er den Apfel und schenkte ihn dem Jungen. "Du mußt dich aber entschuldigen", sagte er.
Der Junge fing an zu weinen. "Ist schon gut!" sagte die Frau. Als sie weiterging, lief ihr der Junge nach und half ihr, den schweren Korb zu tragen.
Inzwischen war es dunkel geworden, und Vater Martin wurde sehr traurig. Es war so dunkel, dass er die vorbeigehenden Leute kaum mehr erkennen konnte. Vater Martin sah den Laternenanzünder kommen. "Jetzt muss ich wohl auch Licht machen", dachte er daheim, zündete sein Licht an und stellte es auf den Tisch. Er nahm das Neue Testament vom Regal und las darin.
"So war es also doch nur ein Traum", seufzte er, und dicke Tränen liefen ihm über die Wangen. "Ich wollte so sehr, dass Jesus vorbeikäme!" Kaum hatte Vater Martin das gesagt, da schien ihm, als wäre da jemand hinter ihm. Er sah sich um: Da war es, als stünden Menschen in der dunklen Ecke, aber er konnte sie nicht erkennen. Und eine Stimme flüsterte ihm ins Ohr: "Vater Martin! Hast du mich nicht erkannt!"
"Wen denn?" fragte Vater Martin. "Mich", sagte die Stimme, "ich war es doch!" - Und aus der dunklen Ecke trat Stepan, lächelte und verschwand wieder...
"Auch das war ich", sagte die Stimme. Und aus der dunklen Ecke trat die Frau mit dem Kind, und beide lachten und verschwanden wieder... - "Und auch das war ich", sagte die Stimme wieder, und zu sehen war der Junge mit dem Apfel und die Marktfrau. Da erfüllte auf einmal eine große Freude Vater Martins Herz. Schnell setzte er die Brille auf und las auf der aufgeschlagenen Seite des Buches: "Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt." Weiter unten auf der Seite las er: "Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!"
Da erkannte Vater Martin, dass er nicht betrogen worden war. Jesus war an diesem Tag wirklich zu ihm gekommen, und Schuster Martin hatte ihn aufgenommen.
(Textquelle der Nacherzählung mir leider nicht bekannt)
Zwei Rentnerpaare sind mit einem großen Mercedes auf der Autobahn unterwegs und fahren nicht mehr als etwa 80 km/h. Ein Polizist hält das Auto an, weil ihm das verdächtig vorkommt. Der Opa fragt: "Waren wir zu schnell?" Polizist: "Nein, im Gegenteil, Sie fahren auffallend langsam!"
Opa: "Darf man denn hier schneller fahren?"
Polizist: "Ich denke, 120 – 130 km/h kann man hier ruhig fahren."
Opa: "Aber auf den Schildern steht doch dauernd: A 81!"
Polizist: "Ja, und? Was meinen Sie?"
Opa: "Na, da muss ich doch auch 81 km/h schnell fahren."
Polizist: "Nein, das ist doch nur die Nummer der Autobahn."
Opa: "Ach so. Danke für den Hinweis!"
Der Polizist schaut sicherheitshalber noch auf die Rückbank des Autos und sieht zwei stocksteif sitzende Omis mit weit aufgerissenen Augen. Da fragt der Polizist fürsorglich die beiden Rentner vorne: "Was ist denn mit den zwei Damen da hinten los? Ist den Damen nicht gut?"
Da sagt der andere Opa: "Doch, doch. Nur, wir kommen nur gerade von der B 252!!"
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