07.09.2011

"Unter Ketzern" sorgt für Empörung: Herr Brummer, treten Sie als Chefredakteur von "CHRISMON" zurück!

(Fortsetzung)

Wenn also Herr Brummer z.B. den Papst massiv kritisiert oder die Heilige Messe, dann hat das einen anderen Stellenwert als Äußerungen von Lieschen Müller.
Mit anderen Worten: Dunkle Gewitterwolken sind am Ökumene-Himmel aufgezogen, herbeigeführt durch einen erfahrenen Journalisten im Dienste der Evangelischen Kirche. So greift er etwa den Papst an, indem er im vorwirft, es kümmere ihn nicht, „wenn ein Boot absäuft und ein anderes an den Klippen des Lebens zerschellt“.
Der Papst stehe außerhalb des Lebens wie ein Leuchtturm außerhalb des Ozeans. Die Formulierung Brummer’s ist unfreiwillig komisch, denn es heißt schließlich in der Bibel, dass das Petrusamt auf Fels gebaut ist und damit nicht in den Wellen hin und her geworfen wird. Außerdem sei der Herr Chefredakteur daran erinnert, dass die meisten Leuchttürme tatsächlich außerhalb
des Ozeans stehen, in der Nähe des Ufers.
Jedenfalls glaubt Brummer zu wissen, dass aufgeklärte Katho-
liken am „unfehlbaren Lehrgebäude des Papsttums“ verzweifeln, woraus man schließen muss, dass die Millionen von Katholiken, die die kirchliche Lehre für richtig halten, demnach alle unauf-
geklärt sind, sprich dumm.
Die Heilige Messe habe er als ehemaliger Katholik als „Holy Horror Picture Shows“ erlebt, und außerdem eine „überzogene, vergötzende Marienfrömmigkeit“, um nur einige wenige Stichworte zu nennen.
So etwas findet man als gläubiger Katholik nicht sonderlich witzig. Und auch nicht die Tatsache, dass Herr Brummer mit seinem großen Artikel kostenlos Reklame für sein Buch macht. Bisher hört man jedoch aus verantwortlichen evangelischen Kreisen weder Worte des Bedauerns über die bedenkliche Ausdrucksweise noch Kritik an der millionenfachen Buch-
werbung. Darf und muss man daraus schließen, dass dieser Affront gegen Papst und Katholiken auf höchster evangelischer Ebene Zustimmung findet?
Nichts gegen die Meinungsäußerung des Journalisten Brummer. Verwunderlich ist jedoch nicht nur der Zeitpunkt unmittelbar vor dem Papstbesuch, sondern auch die theologische Qualität. Was für ein Unsinn beispielsweise, die Katholiken würden Maria vergötzen!
Herr Brummer sollte es eigentlich besser wissen, und wenn nicht, dann hätte ein Griff ins Bücherregal Abhilfe schaffen können.
Ein solcher Angriff auf die katholischen Glaubensbrüder ist je-
denfalls ein Schlag gegen die Ökumene und eigentlich „zu sehr unter der Gürtellinie“, wie das Kölner domradio schreibt.
Nun kann sich jeder einmal „vergaloppieren“, aber dann ist es spätes-
tens nach Kenntnis der heftigen und empörten Reaktion der betrof-
fenen Mitchristen an der Zeit, in sich zu gehen und zu prüfen, ob ein Wort der Klarstellung oder Entschuldigung noch etwas retten kann. Doch auch das ist, soweit ich das feststellen kann, bisher unterblieben.
Zumindest einen Hinweis des Autors, wonach es ihm fernliegt, die religiösen Gefühle von Mitchristen zu verletzen, hätte man doch wohl nach den heftigen Reaktionen erwarten dürfen.
Daher möchte ich zur Schadensbegrenzung dem Autor, der weitere verantwortliche Positionen innehat, hiermit empfehlen: Herr Brummer, treten Sie als Chefredakteur von „CHRISMON“ zurück!
- Der Artikel bei „CHRISMON“
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- Hamburger Abendblatt: „Polemischer Essay“
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- Buch ab 6.9. zu haben, natürlich auch bei „WELTBILD“
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- Kölner Domradio: „Ökumenisches Störfeuer“
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6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Kostenlose Eigenwerbung in einem kirchensteuerfinanzierten Blättchen - erstaunlich!
Zur Buße sollte Herr Brummer vielleicht 4 "Gegrüßet-seist-du-Maria" beten... (grins)!

Anonym hat gesagt…

Herr Brummer ist Profi-Journalist und nicht dumm. Die empörten und enttäuschten Reaktionen konnte er vorhersehen. So stellt sich die Frage: Warum hat er das getan? Was steckt dahinter?

Agi Maurer, nicht mehr evangelisch! hat gesagt…

Der angerichtete ökumenische Flurschaden ist beträchtlich, und das vielsagende Schweigen der EKD-Offiziellen macht den Skandal perfekt.

Der Predigtgärtner hat gesagt…

Ein Leser schickte mir eben zwei Links, die zeigen, dass evangelischerseits die Tragweite dieser verbalen Attacke schon klar ist:

"Ein Sprengsatz vor dem Papstbesuch" heißt es in idea-Spektrum Nr. 36/2011
http://www.ideaspektrum.de/

"Publizistische Prügel für den Papst" titelt das evangelische Nachrichtenportal idea und schreibt von "ungewöhnlicher Schärfe"
http://www.idea.de/nc/nachrichten/detailartikel-newsticker/artikel/publizistische-pruegel-fuer-den-papst.html

P. Gregor hat gesagt…

Arnd Brummer in einem Text an evtl. Anzeigenkunden: "Chrismon arbeitet nach den Kriterien des Qualitätsjournalismus: eigenständiges Denken, saubere Recherche, verständliche Sprache, differenziertes Urteil, mutige Stellungnahme." -- Jetzt wissen wir also, wie evangelischer Qualitätsjournalismus aussieht!

Anonym hat gesagt…

"Dunkle Gewitterwolken sind am Ökumene-Himmel aufgezogen". Soll das ein Scherz sein? Ökumene ist für den Katholiken eben NICHT der Zusammenhalt von Protestantismus und Katholizismus, sondern die Rückbesinnung der durch den Papst titulierten "Ketzern" (Protestanten)zur "wahren" Religion.

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