29.09.2011

Papstbesuch-Analyse: Reformtipp für die deutschen Bischöfe!

(Fortsetzung)

Der Papst jedenfalls hat klare Worte gefunden, z.B. mit seinem Appell an die Jugend, „glühende Heilige“ zu werden. Darum geht es ihm immer wieder in seinen Ansprachen – um einen Glauben, der nicht in fauler Bequemlichkeit und Mittelmäßigkeit erstarrt. Wie treffend dazu seine Bemerkung, dass der größte Schaden für die Kirche „nicht von ihren Gegnern“ kommt, sondern von den „lauen Christen“.
Wer es verstehen wollte,
der verstand es, als er dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken erklärte, dass es in Deutschland
„einen Überhang an Strukturen gegenüber dem Geist gibt“. In dieses Bild passt auch sein mahnender Hinweis an seine Mitbrüder in Deutsch-
land, dass die Kirche zwar in der Welt, aber nicht von dieser Welt sein darf. Gerade bei uns ist die Kirchenführung schnell dabei, sich so richtig nett mit Politik und Gesellschaft zu arrangieren, auf Kuschelkurs gewissermaßen.
Der Appell des Papstes, langfristig überflüssigen Ballast abzu-
werfen,könnte zur Überlebensfrage für die Kirche werden, denn eine Kirche, die mit der Zeit geht, die geht mit der Zeit…!
Besonders die wohlhabende Kirche in Deutschland sollte sich das so bemerkenswerte Papstwort hinter die Ohren schreiben: Passt euch nicht zu sehr dieser Welt an – ehe ihr es bemerkt,
hat sie euch vereinnahmt. Setzt stattdessen ganz energisch Jesus Christus in eurem Leben an die erste, wichtigste Stelle!

Ein kleiner Teil der deutschen Bischöfe hat sich inzwischen sogar öffentlich lobend bis begeistert über den Papstbesuch geäußert. Ein ganz ungewöhnliches, fast schon privates Papstlob kommt dabei von
Bischof Bode aus Osnabrück. Weil es so typisch ist für die Demut Benedikts XVI., will ich es hier erwähnen, nach-
zulesen im Blog (!) jenes Bistums. Bischof Bode erzählt eine Begebenheit beim gemeinsamen Essen von Papst und Bischöfen in Freiburg. Jeden einzelnen aus der Küchen- und Bedienungs-
mannschaft habe der Papst freundlich per Handschlag begrüßt (die Bischöfe hingegen nicht). Bischof Bode fügt hinzu, diese Geste der Zuwendung sei
„sicher nachhaltiger wirksam als viele große und erhabene Worte“. –
Kirchenreform in Deutschland, liebe Bischöfe, fängt eben immer bei jedem Einzelnen an, ganz ohne Dialog…!

Bistumsblog Osnabrück „Gänsehaut…“
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Guido Horst: „In der Welt, aber nicht von dieser Welt“ –
jetzt sind die deutschen Bischöfe dran
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Bischöfe wollen Papstreden demnächst analysieren, haben
aber schon fertige Antworten parat – Beispiel Kirchensteuer

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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Papst is wieder in Rom - und schon kommen die üblichen AgitatorInnen wieder aus ihren Löchern, oder wie ist die Unterschriftenaktion der KFD zu werten!? KFD könnte man meinen, wäre eine 5te Kolonne von Alice Schwarzer in katholischem Gewand!

Hermann Rech hat gesagt…

Das deutsche Kirchensteuersystem ist in der Tat seltsam. Wäre ein System nicht besser, bei dem alle zahlen, auch die Ausgetretenen?
Soweit ich weiß, gibt es viele Länder, z.B. Italien, die das mit Erfolg praktizieren. Man kann wählen, wofür der Beitrag ist, aber zahlen muss jeder.
Das ist nicht nur gerechter, sondern damit würde auch so mancher Grund zum Kirchenaustritt entfallen...

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