31.10.2011

Bischöfe als Luft-Verpester? - - Anmerkungen zu einer Dienstwagen-Umfrage...

(Fortsetzung)

Lediglich vier Bischöfe hätten Dienstwagen, die die zulässige Obergrenze einhalten würden. Und ein bisschen Spott ist auch dabei: In puncto Spritverbrauch gebe es offenbar keine Trennung von Kirche und Staat, denn auch die Spitzenpolitiker hätten ähnlich schlechte Dienstwagen-Ergebnisse.
Als Konsequenz fordert die DUH die Bischöfe auf, im Sinne ihrer Vorbild-Funktion auf Modelle umzusteigen, die längst schon die Richtlinien erfüllen.
Das Ergebnis überrascht wohl kaum, und ebenso wenig die Aufforderung zum Umstieg auf klimafreundlichere Fahrzeuge. Doch vielleicht sind die Presseleute, die sich gierig des Themas angenommen haben, etwas zu kurz gesprungen: Es wurde z.B. nicht erfasst, wie viele Kilometer mit den Fahrzeugen zurück-
gelegt wurden. Selbst ein klimafreundlicheres Fahrzeug kann bei sehr intensivem Gebrauch wesentlich mehr schädliche Abgabe ausstoßen als ein herkömmliches Fahrzeug, das wenig und durch einen geschulten Chauffeur ohne den berühmten Bleifuß gefahren wird.
Hinzu kommt, was gerne übersehen wird, dass auch neue, umweltfreundlichere Fahrzeuge schon vor ihrer ersten Fahrt eine sehr negative Umweltbilanz aufweisen, denn bei der Herstellung werden enorme Mengen an Rohstoffen und Energie verbraucht. Laut Umweltbundesamt sind das bei einem Oberklassewagen sage und schreibe mehr als 43 Tonnen!
Und schließlich darf man dreimal raten, was mit dem vom Bischof ausgemusterten Fahrzeug passiert – na klar, es wird als gepfleg-
ter Gebrauchtwagen noch viele Jahre seine Abgase in die Luft blasen.
Und was die Vorbildfunktion betrifft, darf man auch kritisch fragen, welchen Eindruck es macht, wenn die Kirchenführer sich stets in den allerneuesten Modellen kutschieren lassen. Kurzum: Umrüsten bei Dienstwagen ja, aber bitte mit Bedacht!


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- Mitteilung der DUH >> BITTE KLICKEN !
- Detail-Liste der Bischofs-Autos (pdf) >> BITTE KLICKEN !
- Autoherstellung: negative Öko-Bilanz >> BITTE KLICKEN !

Bei den Bischöfen sehr beliebt: der BMW 530 d

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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da die Bischöfe in der Regel ja nicht als Verkünder der Klimareligion auftreten, sondern unseren katholischen Glauben verkünden, seien ihnen die sog. "klimafeindlichen" Autos gegönnt.
Dass das bei Politikern anders ist, die sich selbst als Religionsführer in Sachen Klimareligion darstellen, ist klar. Deshalb nehmen die auch lieber die Flugbereitschaft der Bundeswehr und lassen sich zum Papst fliegen (Frau Schavan) oder lassen die Flugzeuge der Bundeswehr für Ausflüge in den brasilianischen Urlaub "nachkommen" (Frau Künast, Herr Trittin). Besonders gute Klimareligionsführer nehmen die Bundesbahn (Herr Gabriel) und lassen den Dienstwagen hinterherfahren.
Aber katholische Bischöfe werden natürlich sofort als Umweltsünder gebrandmarkt.
Die Zeitschrift Ökotest, die diesen Bericht veröffentlicht hat, gehört übrigens der SPD.

Cinderella01

Dave hat gesagt…

interessanter Bericht....

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