Es geht doch nicht darum, um des Kaisers Bart zu streiten, sondern um die Frage nach Moral und Mammon bei einem Unternehmen in kirchlicher Hand, von Kirchensteuergeldern auch noch kräftig mitfinanziert. Blogger-Kollege CHRYSOSTOMOS
hat das in seinem Blog "Tacheles" punktgenau kommentiert
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Nicht an den Haaren herbeigezogene Defi- nitionen interessieren insbesondere uns katholische Christen, sondern die Glaub- würdigkeit unserer Institutionen. Und da hat einer der Mitgesellschafter von WELTBILD vor Jahren schon die Konsequenzen gezogen: Im Jahre 2008 hat man alle Anteile abgegeben, und das Erzbistum „dränge seit Jahren darauf, sich von der Verlagsgruppe zu trennen“, erklärte der Kölner General- vikar Dr. Schwaderlapp gegenüber domradio.de >> BITTE KLICKEN !
Auch die weiteren Bemerkungen, die WELTBILD jetzt in seiner Erklärung macht, sind erstaunlich: „Eine Zensur findet nicht statt, Weltbild geht vom mündigen Bürger aus.“ – Was soll denn das nun wieder heißen? - Wie Blogger-Kollegin BARBARA WENZ unter die Überschrift „Wie lächerlich ist dann denn jetzt wieder?“ so treffend in ihrem Blog "Elsas Nacht(b)revier" bemerkt, ist es doch wohl auch beispielsweise keine Zensur, „wenn ein jüdischer Verlag grundsätzlich nur koschere Literatur vertreibt“ >> BITTE KLICKEN !
Aufgescheucht von der über sie hereingebrochenen öffentlichen Debatte hatten die Bischöfe bezüglich WELTBILD am 21.10. erklärt, das „Sortiment erfährt eine ständige Prüfung hinsichtlich der Wertbindungen der kirchlichen Gesellschafter. In diesem Sinn befasst sich der Aufsichtsrat auch regelmäßig mit dem Angebot der elektronischen Vertriebswege." – Und nun, kaum eine Woche später, heißt es vom Verlag also ganz im Gegenteil: „Eine Zensur findet nicht statt, Weltbild geht vom mündigen Bürger aus.“ – Was gilt denn nun?
Muss es denn wirklich sein, dass der ach so mündige Bürger seine erotische (statt: pornografische) Grundversorgung aus- gerechnet von einem katholischen Verlagshaus bzw. dessen Tochterunternehmen bezieht? – Obwohl man das angeblich gar nicht so genau herausfiltern kann, weiß das Unternehmen übrigens laut seiner jetzigen Erklärung, dass mit Erotik-Artikeln im Jahre 2011 bisher „unter 0,017 Prozent“ Umsatz gemacht wurden. - Liebe Leute von WELTBILD: Wenn das so ist, dann hätte es euch doch noch viel leichter fallen dürfen, diese Abteilung komplett zu streichen!?
Das eigentliche Problem für WELTBILD ist wohl ein anderes: Was folgt nach dieser Debatte um Erotik & Co.? - Wie steht es z.B. um Bücher von Ron Hubbard über SCIENTOLOGY, wie etwa um ein Video, das zeigt, wie eine Mutter ihren schwulen Sohn in den Selbstmord treibt, und vieles mehr. - Wenn man also hier und jetzt den Forderungen von Presse und Katholiken nachgibt, was muss man dann wohl als Nächstes streichen?
Nicht nur meiner Meinung nach führt aber kein Weg an einer ehrlichen Grundsatzentscheidung von Bischöfen und WELTBILD vorbei. Was wollen wir Katholiken wirklich in einem katholischen Verlag: Den sogenannten „mündigen“ Bürger, der hier alles bekommt, was er anderswo auch kaufen kann, oder setzen wir ein klares, unmissverständliches Signal?
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