11.01.2012

Predigt zum 2.Sonntag im Jahreskreis B - 15.1.2012

(Fortsetzung)

Es heißt dann: „Johannes richtete seinen Blick auf ihn“.
Es heißt nicht: Johannes sah ihn. Nein, er richtete seinen Blick auf ihn, das bedeutet: Für ihn gibt es in diesem Augenblick nur Jesus. Ganz konzentriert blickt er ihn an, nur ihn allein. Zu ihm hin richtet er seinen Blick und auch sein Herz aus. Seit Jesu Taufe weiß Johannes es endlich ganz genau: Das ist er, der Messias, der Gesalbte, der unser aller Hoffnung auf Rettung erfüllen wird. Ihm kann man sich voll und ganz anvertrauen.
Wie ein Touristenführer, der sich als Einziger in einer dunklen Höhle auskennt, wird Jesus die ihm Anvertrauten ganz sicher durch alle Wirren und Dunkelheiten zum Licht geleiten.
Oder, um ein anderes Bild zu benutzen: Jesus, der geliebte Sohn Gottes, ist so etwas wie ein geistliches Umspannwerk. In solchen Umspannwerken und Trafo-Stationen wird die Hochspannung durch Transformatoren in eine niedrigere Stromspannung umgewandelt, die vom Endverbraucher überhaupt erst verwertet werden kann. - Jesus transformiert durch sein Wort und sein Handeln gewissermaßen Gottes Willen auf eine Verstehens-
ebene, die auch der zweifelnde Mensch leichter begreifen kann.
Dennoch: für Johannes ist das nicht einfach. Er selbst muss kleiner werden, damit auch wirklich alle in Jesus den Größeren erkennen können. Die Aufmerksamkeit, die bisher ihm allein galt, muss er also umlenken, umleiten. Sonst kapieren die Leute das nicht, was sich mit Jesus hier entwickelt. Die Menschen müssen gewissermaßen wie bei öffentlichen Verkehrsmitteln umsteigen von Johannes zu Jesus, damit sie wirklich an ihrem Ziel an-
kommen. Jetzt ist in Jesus Christus endlich die Verbindung da, die direkt zu Gott führt.
Das gehört eben auch zur Größe des Johannes, dass er sich
jetzt ganz klein machen kann.
Er muss nicht sein Ego pflegen, sein Ansehen bei den Leuten. Er will nur Bote und Herold sein für den König, der da kommt. Dafür lebt und stirbt er. So sagt er seinen beiden Jüngern, die neben ihm stehen: „Seht, das Lamm Gottes!“ - Was für uns vielleicht ganz harmlos klingt, ist für Johannes also ein ganz großes Bekenntnis und ein mutiger Schritt.
Das Lamm Gottes wurde bereits vom Propheten Jesaja (53,4-7) angekündigt. Selber ganz unschuldig, wird es alle Schuld auf sich laden. Das war den Israeliten wohlbekannt. Bereits kurz vor dem Auszug aus der Sklaverei Ägyptens feierten sie auf Gottes An-
weisung hin das Passahfest. Dabei bestrichen sie auftragsgemäß die Türpfosten ihrer Häuser mit dem Blut des geschlachteten Lammes und wurden so vom Strafgericht Gottes über die Ägypter verschont.
Das Wort „passah“ heißt dementsprechend übersetzt „über-
springen“
. Sie wurden vom Gericht übersprungen, ausgelassen, verschont. Das Blut des Lammes hatte sie gerettet. Noch heute denkt man im Judentum jedes Jahr beim Passahfest an dieses Gottesgeschenk. - Ferner gab es im Judentum einen echten „Sündenbock“, auf den die Sünden des ganzen Volkes am „Versöhnungstag“ vom Hohepriester durch Handauflegung und Sündenbekenntnis übertragen wurden. Dann wurde das arme Tier im wahrsten Sinne des Wortes „in die Wüste geschickt“,
wo es schließlich elend umkam (vgl. Lev 16,8-21).
Wenn Johannes nun seinen beiden Jüngern sagt: „Seht, das Lamm Gottes!“, dann ahnen sie es: Das da muss er sein, der lange ersehnte Retter und Erlöser, der als Sündenbock (vgl. auch Joh 11,47-53) stirbt, aber dann doch den Sieg über die Sünde erringt und uns aus der Macht des Todes befreit.
Doch das Bild des Lammes sagt auch: Dies geschieht nicht als Demonstration von Macht und Gewalt, sondern ganz in Demut und Gehorsam. Wir heutzutage feiern seinen Ostersieg auch mit allerlei Bräuchen wie z.B. in manchen Familien mit dem Backen eines Osterlammes.
Die beiden Jünger kennen den Täufer Johannes lange genug: So, wie er jetzt reagiert, ist der sich wohl absolut sicher: der da geht, der ist es!
Ihnen ist blitzartig aber auch klar, warum ihr Lehrmeister ihnen das jetzt sagt. Das ist nicht nur eine Information zur gefälligen Kenntnisnahme, gewissermaßen zum Abheften im Ordner.
Sie verstehen, was ihr Meister Johannes ihnen damit auch sagen will: Ja, ihr habt bei mir viel gelernt und mir auch treu als Schüler gedient. Doch jetzt gilt es! Jetzt denkt an die Gelegen-
heit, die ihr nie wieder bekommt. Es geht nicht anders: Ich muss loslassen, und ihr müsst loslassen, auch wenn es schwerfällt und wehtut. Also, nun lauft schon los!
Auf das Wort des Johannes hin lassen die beiden hier alles stehen und liegen und machen sich auf zu Jesus. Das ist sicher eine beachtlich spontane Entscheidung, wie man sie manchmal an wichtigen Wendepunkten im Leben treffen muss. Da kann man nicht immer alles in Ruhe überschlafen, da kann man sich auch nicht sämtliche Hintertürchen offen halten. Da gilt es einfach: jetzt oder nie!
Die Jünger des Johannes und später die Jünger Jesu waren aber keine weltfremden Träumer. Die meisten waren Handwerker oder Fischer, also grundsolide, zupackende Leute, mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Irgendeiner Fata Morgana rennen die nicht hinterher.
Jesus ist laut der heutigen Bibelstelle offenbar in diesem Moment schon dabei, einfach weiterzugehen. Sein Signal jedoch ist bei Johannes angekommen. Nun lässt Jesus ihm die nötige Zeit, darauf zu reagieren. Jesus geht langsam weiter. Er will Johannes nicht bedrängen.
Doch der hat sich schnell entschieden. Johannes gibt seinen beiden Jüngern jetzt gewissermaßen einen geistigen Schubs.
Er weiß: Nach und nach werden immer mehr Menschen sich direkt an Jesus wenden. Und um ihn, um Johannes, wird es stiller und einsamer werden. Dennoch verweist er selbst seine Schüler an Jesus. Im Evangelium heißt es: „Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, daß sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr?“
Leider ist die Über-
setzung hier wieder einmal etwas un-
genau. Eigentlich fragte Jesu gar nicht: „Was wollt Ihr?“, sondern er fragt
„was sucht ihr?“
Die beiden Jünger sind nämlich Suchende, und Jesus weiß das sofort. Sie gehören nicht zu denjenigen, die da meinen, schon alles zu wissen und zu können. Sie sind Suchende, und sie hal-
ten ihre Augen offen. Sie sind wie Wächter, die im entscheiden-
den Augenblick die Ankunft ihres Herrn nicht verschlafen. Johannes hat sie das gelehrt.
Erst einmal sind sie aber schüchtern und stumm hinter Jesus hergegangen. Doch dann dreht der sich um und spricht sie an.
Er wendet sich um, er wendet sich geistig und körperlich zu ihnen hin. Diese Zuwendung Jesu beginnt mit einer Frage, die er auch heute immer wieder stellt: Was sucht ihr?
- Was erhofft ihr euch von mir?
- Was versprecht ihr euch davon, mir zu folgen?
Natürlich will er damit niemand verärgern oder gar abschrecken. Aber er will erreichen, dass die beiden Jünger sich darüber klar werden, und dass wir uns klar werden über das, was man von Jesus eigentlich für sich erhofft.
Doch da geht es den beiden Jüngern wie so manchem von uns. Es liegt einfach nicht jedem, viele Worte zu machen. Nicht jeder kann anderen gegenüber verständlich ausdrücken, was ihn oder sie im Innersten bewegt.
Wahrscheinlich sind die beiden jetzt etwas verlegen. Sie wollen ihn kennenlernen, sich selbst ein Bild von ihm machen. Aber wie kann man das jetzt bloß so schnell formulieren?
Was ihnen dann einfällt, lesen wir im heutigen Evangelium: „Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du?“
Auch hier ist die Einheits-
übersetzung leider etwas ungenau. Sie wollen natürlich nicht die Straße und die Haus-
nummer von Jesus erfragen. Sie wollen ihn ja nicht ge-
legentlich mal zum Kaffee-
trinken besuchen. Sie wollen stattdessen jetzt auf der Stelle mitgehen.
Und so heißt ihre Frage genauer übersetzt: Wo bleibst du?
Wo kommst du unter? Wo ist deine Herberge? Das heißt so viel wie: Wo und wie lebst du? Von wo kommst du, was sind deine geistlichen Grundlagen?

Das war es, was Jesus wohl von ihnen hören will. Die beiden kreisen nicht mehr nur um ihr eigenes Ich, nur um ihr eigenes Seelenheil, sondern sie wollen eine grundsätzliche Antwort.
Wer bist du eigentlich?
Daher ist die Antwort Jesu auch dementsprechend. Er fasst sich dabei extrem kurz. Er sagt nur: „Kommt und seht!“

„Kommt und seht!“ – was für eine herrliche Einladung ist das!
Das heißt nicht nur: Kommt mit mir in meine Wohnung, in meine gute Stube. - Dazu sollte man auch wissen, dass es im Orient eine große Ehre ist, in die Privatwohnung eingeladen zu werden. In der Regel wurde und wird man z.B. in ein Café eingeladen. Die eigene Wohnung bleibt nur der Familie und wirklichen Freunden vorbehalten. „Kommt und seht!“ – Das heißt doch: Ich verstecke nichts, ich lege euch alles offen, bei mir ist sozusagen immer Tag der offenen Tür! - Ich möchte, dass ihr euch ein eigenes Bild von mir macht und nicht einfach irgendetwas nachplappert, was Johannes oder sonstwer euch vorgesagt hat. Ich will euch nicht überrumpeln und nichts aufschwatzen. Kommt mit und verschafft euch selbst einen gründlichen eigenen Eindruck von mir und meiner Botschaft.
Kommt und nehmt euch die Zeit dafür, ich nehme mir auch die Zeit und schenke sie euch.
Nehmt eine Kostprobe von mir – probiert es doch einfach mal aus! Ja, testet mich ruhig mal, denn gedankenlose Hinterherläufer kann ich nicht gebrauchen. Ich möchte, dass ihr wisst, worauf ihr euch mit mir einlasst, wenn ihr mir nachfolgt! - „Kommt und seht“, oder genauer übersetzt, „kommt und ihr werdet sehen“ – das heißt eben: Nur wer sich der Mühe unterzieht, sich mit mir wirklich tief ins Gespräch zu begeben, der wird auch sehen können, der wird die Frohe Botschaft erst wirklich verstehen können. Du kannst nämlich 100 kluge Theologie-Bücher lesen und trotzdem nichts begreifen.
„Kommt und ihr werdet sehen“, das ist etwas anderes als eine kleine Wohnungsbesichtigung bei Tee und Keksen. Es ist ein Eintauchen in die Gedankenwelt Jesu, in seine Lebenshaltung, und das ist alles andere als ein Plauderstündchen. Jesus gibt keine billigen Ratschläge und keine schnellen Rezepte, bei denen die Enttäuschung später schon vorprogammiert ist.
Bei Jesus gibt es kein „Man nehme…“ wie im Schul-Kochbuch. - Da geht es an die eigene Substanz, da geht es ans Einge-
machte, da muss Butter bei den Fisch! Wo stehst du, was glaubst du?
So folgen die beiden Jesus, den sie schon in ihrer Frage aner-
kennend „Rabbi“, also „Meister“, genannt haben. Sie folgen ihm in sein Quartier. Damals war es so üblich, dass ein Rabbi seine Schüler bei sich zu Hause unterrichtete. Sie lernten bei ihm und lebten in täglicher Gemeinschaft mit ihm.
So macht es Jesus auch. Im Evangelium ist sogar die genaue Uhrzeit angegeben und die Formulierung: sie „blieben jenen Tag bei ihm“.
Das können wir uns gut vorstellen. Da gab es schließlich so viele Fragen, und auf alle gab Jesus geduldig und klar eine Antwort. Da wären wir sicher alle gerne dabei gewesen, um ihm vielleicht auch die Frage zu stellen, die uns gerade im eigenen Glaubensleben Kopfzerbrechen macht.
Wirklich auch sehr schade, dass im heutigen Evangelium so rein gar nichts über die einzelnen Themen dieser langen Gesprächs-
nacht verraten wird! – Das lässt darauf schließen, dass dies wohlbedachte Absicht des Evangelisten ist. Den Hörern und Lesern soll klar werden, wo der Aussage-Schwerpunkt des heutigen Textes liegt.
Schau, so wird uns hier vor allem gesagt, da haben richtig viel Mut gehabt; da haben welche den Mut gehabt, sich ganz auf Jesus einzulassen.
Sie haben sich von ihm zum Gespräch einladen lassen. Sie haben sich mit ihrem Glauben, aber auch mit ihren Zweifeln auseinandersetzen müssen. - Jesus überfällt aber niemand und rennt niemand die Bude ein. Du musst dich schon selbst wie diese Jünger in Bewegung setzen und auf seinem Weg ein gutes Stück weit mit ihm gehen. Wie wär’s: Mach dich doch auch auf den Weg und nimm mal eine Kostprobe!
Den beiden Jüngern in unserem Beispiel hat das lange Gespräch jedenfalls die Augen geöffnet. Erst jetzt wird ein Name verraten: Andreas, der Bruder des Simon Petrus, ist einer der beiden. Der ist so begeistert, so aus dem Häuschen, dass er sich am nächs-
ten Tag sofort als der erste Missionar betätigt: Er macht sich auf den Weg zu seinem Bruder, und dann sprudelt es nur so aus Andreas heraus. Uns ist davon nur der entscheidende Satz überliefert: „Wir haben den Messias gefunden.“
Was für ein Satz! - Ein Satz, so energisch wie ein Fanfarenstoß, ein Satz, der alles Glück der Welt enthält: Wir haben den Messias gefunden! Da schlägt das Herz vor Aufregung bis
an den Hals – mehr Glück geht gar nicht!
Diesen Schatz darf man natürlich nicht für sich alleine behalten. Man muss die gute Nachricht unbedingt hinausposaunen, man darf sie seinen Nächsten auf keinen Fall vorenthalten! – So be-
tätigt sich Andreas bei seinem Bruder als Zeuge und Anwerber. „Er führte ihn zu Jesus“, heißt es im Text.
Er führte ihn. Das heißt: Ganz alleine kann man Jesus nicht
so einfach entdecken.
Da werden Helfer gebraucht, gute Führer, die einen zu ihm hinbringen,
die einem den Weg zeigen, die den Weg auch ein Stück weit mitgehen.
So hat es angefangen mit den Jüngern Jesu, sagt das Evan-
gelium. Es ist wie beim „Domino-Day“, den viele aus dem Fernsehen kennen. Da ist eine unglaublich lange Reihe von Domino-Steinen mühsam aufgebaut, und sie alle werden nach und nach in Bewegung gesetzt. Eine Art riesige Kettenreaktion wird da ausgelöst. Das geschieht dadurch, dass jeder Stein den Anstoß von einem anderen Stein vor ihm bekommt. Einer wird angestoßen, und dann geht das immer so weiter, einer nach dem anderen.
Dieser Domino-Effekt funktioniert auch im Glaubensleben, und das will uns das heutige Evangelium auch anschaulich zeigen. Der Glaube wird weitergegeben, von einem zum anderen, von einem kleinen Missionar zum nächsten.
Den einen hat es gepackt. Er durfte Jesus kennenlernen. Das muss einfach weitergesagt werden! Da darf es keine falsche Scheu geben: Oh, entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich katholisch bin! Es soll auch nicht wieder vorkommen!
So verhält sich keiner, der Jesus wirklich nachfolgen will.
Das Evangelium zeigt: Wer Jesus kennengelernt hat, der darf nicht schweigen.
Natürlich soll er oder sie niemanden ande-
ren überreden wollen, denn das schadet nur. Jeder soll Jesus selbst ausprobieren, selbst eine Kostprobe nehmen, ihn selbst testen und sich eine eigene Meinung bilden.
Dazu ist es aber nötig, dass ihn jemand an die Hand nimmt und zu Jesus führt. Das ist die Aufgabe der Kirche. Das ist die Auf-
gabe jedes Christen.
Handlanger Jesu sollen wir alle sein. Also Hilfskräfte, die tüchtig mit anpacken, die dem Meister Jesus zuarbeiten. Nicht wir bauen das Haus der Kirche. Es ist der Meister selbst, der da baut. Aber ihm zuarbeiten, ihm nach Kräften helfen, das können und sollen wir schon. Diese Handlanger sind dringend gesucht, überall auf der Baustelle Jesu. Packen wir’s also an!

Predigt Pfr. Johannes Taig zu Joh 1,35-42
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Predigt, erzählt aus der Sicht des Andreas (pdf)
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Predigt Pfr. Andreas Wendt
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Predigt Pfr. Heinz Janssen (anlässlich Konfirmationsjubiläum)
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Predigt (Semestereröffnung) Prof. Dr. André Heinze (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Ein weiser geistlicher Lehrer sagte einmal zu einem seiner Schüler: “Wenn du nach Gott verlangst, so wird er zu dir kommen.“ Der Schüler verstand nicht. Eines Tages badeten beide im Fluss und der Lehrer sagte:“ Tauche unter!“
Der Schüler tat es. Sofort war der Lehrer über ihm und hielt ihn unter Wasser fest, bis der Schüler erschöpft war. Dann ließ er ihn frei. Aufgetaucht fragte er ihn: „Was hast du da unten empfun-
den?“ - „Das unbändige Verlangen nach einem Atemzug“, antwortete der Schüler. „Sehnst du dich nach Gott ebenso?“
„Nein.“ - „Dann musst du es lernen“, erwiderte darauf der Meister, „denn erst, wenn du das tust, wirst du Gott finden.“
(Quelle: leider unbekannt)

Bibelfest: Kurz vor der Messdienerstunde: Großes Geschrei draußen vor der Kirche. Der Pfarrer sieht aus dem Fenster des Pfarrhauses, wie einer der neuen Ministranten unter den interessierten Blicken seiner Kumpels seine Katze schwungvoll am Schwanz durch die Luft wirbelt. Kurz danach beginnt der Unterricht. Natürlich tadelt der Pfarrer diese üble Tierquälerei und stellt die schon fast obligatorische Frage, was denn wohl Jesus dazu gesagt hätte. Kurzes Grübeln bei den Lausbuben, doch dann hat einer eine Eingebung: „Er hätte gesagt: Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen!“

Informationsbedarf: Großes Entsetzen von Pfarrer Schmidt beim Blättern in der Tageszeitung: Im Anzeigenteil muss er die Schandtat eines Witzboldes lesen, nämlich eine große Todes-
anzeige für ihn, den Pfarrer. Sofort ruft er seinen Bischof an,
um den Vorfall zu melden und auch, um jeglichen Irrtümern vorzubeugen. Der ziemlich beschäftigte Bischof hört ihm viel-
leicht nicht ganz aufmerksam zu, aber er drückt dem Gepeinigten schließlich doch sein herzliches Mitgefühl aus. Er schließt mit den Worten: „Eine Frage habe ich allerdings noch, lieber Mit-
bruder. Von wo aus rufen Sie eigentlich an?“

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