(Fortsetzung)
Auf ihrem Bundesparteitag im Dezember 2011 be-
schlossen die Piraten, die „Trennung von Staat und Religion“ zu verlangen. Die christlichen Kirchen seien privilegiert, und das vereinbare sich nicht mit der welt-
anschaulichen Neutralität des Staates. Die finanzielle „Alimentierung“ der Kirchen sei ebenso einzustellen wie der (von den Kirchen bezahlte) Kirchensteuer-Einzug durch den Staat.
Zumindest im Saarland fordert man, wo man gerade dabei ist, gleich auch die „Aufhebung sämtlicher Son-
derrechte“ für Religionsgemeinschaften und die „Ab-
schaffung“ des Religionsunterrichtes. Für Schleswig-Holstein steht im Wahlprogramm: „Einen konfessions-
gebundenen Religionsunterricht lehnen wir ab.“
In einer Analyse solcher Forderungen kommt die Konrad-Adenauer-Stiftung zu dem Schluss, die Piratenpartei sei „nicht nur a-religiös, sondern sogar anti-religiös motiviert“. Das zeigt auch die energische, allerdings vor Gericht letztlich vergebliche Bekämpfung des Karfreitags-Tanzverbotes durch die Piraten.
schlossen die Piraten, die „Trennung von Staat und Religion“ zu verlangen. Die christlichen Kirchen seien privilegiert, und das vereinbare sich nicht mit der welt-
anschaulichen Neutralität des Staates. Die finanzielle „Alimentierung“ der Kirchen sei ebenso einzustellen wie der (von den Kirchen bezahlte) Kirchensteuer-Einzug durch den Staat.
Zumindest im Saarland fordert man, wo man gerade dabei ist, gleich auch die „Aufhebung sämtlicher Son-
derrechte“ für Religionsgemeinschaften und die „Ab-
schaffung“ des Religionsunterrichtes. Für Schleswig-Holstein steht im Wahlprogramm: „Einen konfessions-
gebundenen Religionsunterricht lehnen wir ab.“
In einer Analyse solcher Forderungen kommt die Konrad-Adenauer-Stiftung zu dem Schluss, die Piratenpartei sei „nicht nur a-religiös, sondern sogar anti-religiös motiviert“. Das zeigt auch die energische, allerdings vor Gericht letztlich vergebliche Bekämpfung des Karfreitags-Tanzverbotes durch die Piraten.
Konsequent wäre nach dieser Ana-lyse eigentlich die logische Erweite-
rung der schon bestehenden Forderung nach „Privatisierung der Religion“ durch die Forderung nach Abschaffung christlicher Feiertage. Doch da verhält man sich bei den Piraten (noch) auf-
fallend still. Man will es sich wohl nicht mit den Wählern verscherzen, die sich über freie Tage freuen.
Eine weitere Forderung ist die nach einem „bedingungs-
losen Grundeinkommen… ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit oder anderen Gegen-
leistungen“ – da würde dann mit vollen Händen zusätz-
liches Geld ausgeteilt, das der Staat im Zweifelsfalle erst einmal über alle Steuerzahler finanzieren müsste. Sollten die Piraten sich damit durchsetzen? - Vielleicht hilft es da, wenn man die nötigen Drogen zu sich nimmt, deren Kauf gemäß Parteitagsbeschluss der Piraten-
partei legalisiert werden soll…?!
losen Grundeinkommen… ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit oder anderen Gegen-
leistungen“ – da würde dann mit vollen Händen zusätz-
liches Geld ausgeteilt, das der Staat im Zweifelsfalle erst einmal über alle Steuerzahler finanzieren müsste. Sollten die Piraten sich damit durchsetzen? - Vielleicht hilft es da, wenn man die nötigen Drogen zu sich nimmt, deren Kauf gemäß Parteitagsbeschluss der Piraten-
partei legalisiert werden soll…?!
- Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung
- Wahlplakat: Religion privatisieren!
- freie Drogen für freie Bürger
Aha! – Ein Interview mit Berliner Piraten…
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4 Kommentare:
Die Piraten sind im Moment der Schrecken für die etablierten Parteien. Sie werden gewählt, weil sie die anderen Parteien "aufmischen". Das Volk ist unzufrieden und jetzt hat es mal eine Partei geschafft, aus dem "Sonstigen"-Dunkel herausgekommen und schon nutzen die Wähler die Gelegenheit, "Dampf abzulassen". Diese antikirchlichen Programme findet man übrigens auch bei den anderen Parteien - in Berlin ist der Religionsunterricht schon seit Jahren durch "Ethik" ersetzt (durchgesetzt von Rot-Rot) - und ich denke nicht, dass die CDU das wieder ändern wird. Wir alle sollten uns von der Illusion befreien, dass (mit Ausnahme der CSU) noch eine Partei für kirchliche Belange eintritt...
Das Gute ist, dass die Piraten den Grünen die Stimmen wegnehmen. Und wenn man die Panik sieht, in der die anderen Parteien gerade sind, ist das doch eher sehr unterhaltsam.
Interessant ist, dass die Piraten nur gegen den kirchlichen Feiertag Karfreitag vorgehen, wenn sie gegen das Verbot öffentlichen Tanzens klagen (privat kann jeder Party machen ohne Ende). Es gibt schließlich noch weitere "stille Tag", z.B. Totensonntag und Volkstrauertag.
Eine leicht zu durchschauende populistische Massnahme der Piraten, die auf der derzeitigen Glaubensfeindlichen Welle mitsurfen wollen. Reine Politik ohne Verständnis der zugrundeliegenden Traditionen und ihrer Bedeutung.
Richtig so! Die privilegierte Stellung der Kirche ist nicht mehr zeitgemäß. All das magische Denken, dass den gesellschaftlichen Alltag bestimmt, wurde bereits zur Zeit der Aufklärung über Bord geworfen, und das zurecht!
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