Wir haben gerade gehört, dass die Jünger sich aus Furcht vor den Juden selbst hinter Schloss und Riegel gebracht haben. Sie haben sich verkrochen und eingeschlossen, sind immer noch geschockt vom Tod Jesu am Kreuz.Mit Recht fragen sie sich jetzt, wie es mit ihnen weiter-
gehen wird. Wird man sie bald auch verfolgen und töten?
Als ihre Stimmung am Gefrierpunkt angelangt ist, be-
kommen sie jedoch überraschend Besuch. Der Aufer-
standene stört sich überhaupt nicht an ihren Sicherheits-
vorkehrungen und steht plötzlich in ihrer Mitte.
Die Jünger, die vor einiger Zeit sogar mutig ihre bürger-
liche Existenz aufgegeben hatten, um seinem Ruf zu folgen, waren vor wenigen Tagen angesichts des schrecklichen Leidens Jesu doch lieber untergetaucht. Zu tief saß ihnen die Angst im Nacken. Der Text des Evangeliums zeigt: Noch ist bei ihnen keine Begeiste-
rung, keinerlei Pfingsten zu spüren. Stattdessen werden sie von ihrer gemeinsamen Angst in Geiselhaft ge-
nommen.
Wir hier und heute, die wir unsere eigene Schwachheit kennen und wahrscheinlich oft genug bedauern, haben sicher viel Mitgefühl übrig für dieses Versagen. Manch einer von uns hat sich bestimmt auch schon in einer stillen Stunde gefragt, was er oder sie denn getan hätte, wenn der Glaube plötzlich lebensgefährlich wird.
Die Frage ist nur, wie Jesus auf die Feigheit seiner Freunde reagiert. Er müsste doch bitter enttäuscht sein über ihr Ver-
halten. Doch stattdessen stellt er sich vor sie hin und sagt: „Friede sei mit euch!“
Damit meint er natürlich nicht das Schweigen der Waffen. Friede – „schalom“, das ist der Friede, den allein Gott geben kann, ein umfassender Friede, wirk-
liches Glück, Heilsangebot und Befreiung von Schuld. Schalom kann man als Mensch nicht machen – das gibt’s nur als Geschenk durch Gott!
Jesus zeigt dann den Jüngern seine Hände und seine Seite, also seine Wundmale. Da erst reagieren die Jünger und freuen sich über ihn – es ist gerade so, als erwachten sie mit einem Schlag aus einem ganz bösen Traum!
Jetzt sind sie auf einmal nicht mehr wie gelähmt, sondern putzmunter und einfach nur glücklich, ihren Herrn wieder bei sich zu haben.
Erstaunlicherweise wiederholt Jesus nun seinen Gruß: „Friede sei mit euch!“ – Offenbar ist ihm das ganz besonders wichtig, und deshalb sagt er es lieber doppelt. Wir sagen dazu gerne: doppelt genäht hält besser!
Für
Jesus ist es ein Herzens-anliegen, dass die Jünger nicht von ihren Schuldgefühlen gefesselt werden. Ihr Versagen will er gar nicht wegdiskutieren, aber er reitet bewusst auch nicht darauf herum. Er ist eben nicht als Ankläger auf die Erde gekommen, sondern vor allem als Retter. Sein wiederholter Friedenswunsch soll also signalisieren: Nun kapiert es doch endlich – Gott hat doch nur euer Heil im Sinn! Ihr seid nach dem Kreuz keine Geiseln des Todes mehr – für alle ist das Lösegeld bereits bezahlt. Freut euch also – denn ihr seid in Gottes Hand!
Einer der Jünger Jesu fehlt jedoch. Es ist Thomas, der oft etwas voreilig „der ungläubige Thomas“ genannt wird. Warum er fehlt, wird im Bibeltext leider nicht verraten. Es heißt dort einfach nur: „Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.“
Wir können also nur Vermutungen anstellen. Es gibt außerbiblische Quellen, die als Grund angeben, ein Sohn des Thomas sei gestorben; wegen der Beerdigung sei Thomas daheim gewesen. Andere spekulieren, Thomas habe es nervlich nicht mehr ausgehalten, einfach nur im Kreise der Jünger herumzusitzen. Der Bibel jedenfalls ist der Grund seines Fehlens offenbar nicht wichtig, und das darf uns dann auch genügen.
Thomas bleibt der Gemeinschaft der Jünger jedenfalls nicht dauerhaft fern. Er taucht bald wieder bei ihnen auf. Wir können uns lebhaft vor-stellen, wie irritiert er jetzt ist. Seine Kollegen sind überhaupt nicht wieder-
zuerkennen, so voller Freude. Strahlend berichten sie ihm, was sie mit Jesus erlebt haben. Jeder will unbe-
dingt erzählen, alle reden auf ihn ein. Ihr Herz ist ganz voll vom Erlebten, das muss man einfach sofort erzählen, sonst platzt man vor Anspannung.
Thomas hört sich das alles schweigend an. Was mag jetzt in seinem Kopf vorgehen? - Er kennt schließlich die anderen Jünger. Das sind keine Träumer und keine Spinner. Es sind ganz solide, bodenständige Leute, so wie er. Angelogen hat ihn von denen noch keiner. Und außerdem sind sie alle dermaßen aus dem Häuschen – das kann man also nicht einfach so abtun.
Thomas könnte nun einfach klein beigeben und sagen: Ja, ja, ihr habt sicher Recht. Natürlich nehme ich euch das ab, was ihr mir hier erzählt!
So einer ist Thomas aber nicht. Da können hundert Freunde sagen, dass die Erde eine Kugel ist – glauben muss er das trotzdem nicht! Thomas will nicht einfach so tun als ob. Er kann es einfach nicht glauben, und das sagt er dann auch. Egal, wenn die anderen deswegen jetzt über ihn herfallen – es ist einfach so: das kann er nicht fassen, das kommt ihm doch sehr unwahrschein-
lich vor.
Klar, er würde es nur
zu gerne glau-ben. Schön, wenn es so wäre! Aber Thomas bringt beim besten Willen kein Halleluja heraus; es bleibt ihm einfach im Halse stecken.
Vielleicht ergeht es Ihnen, liebe Mitchristen, manchmal auch so, dass Sie denken: Der Thomas ist mir irgendwie sympathisch. Der jubelt nicht einfach mal so los, bloß weil die anderen jubeln. Ihm ist nicht zum Jubeln, und er steht dannn auch dazu. Der Thomas lässt sich nichts aufschwatzen, selbst dann nicht, wenn er sich damit bei Freunden unbeliebt macht. Thomas ist eben ein Mann mit Charakter.
Und Thomas passt auch ganz gut zu uns modernen Menschen. Was wird uns heutzutage nicht alles an Geschichten und Bildern aufgetischt!
Oft genug hat sich schon rausgestellt, dass Nachrichten und Behauptungen absichtlich manipuliert worden sind. Da wird etwas weggelassen, dort wird etwas hinzu erfunden, hier wird ein Bild geschickt retuschiert oder eine andere Meinung einfach unterschlagen. Wir haben unsere Lektion im Laufe des Lebens gut gelernt: Sei vorsichtig, trau keinem so schnell über den Weg! - Nein, wir sind gebrannte Kinder. Wir lassen uns so leicht kein X mehr für ein U vormachen. Mit uns nicht!
Und
dann kommt Vieles auch noch auf den Blickwinkel an. Auch unser Gehirn
lässt sich aus-tricksen. Wir kennen das von vielen optischen Täu-
schungen und Spielereien. Der eine sieht es so, der andere eben anders. Da ist dieser Apostel Thomas jemand, den wir nur allzu gut verstehen. Er kann einfach nicht aus zweiter Hand glauben.
Das Bemerkenswerte an dieser damaligen Situation ist aber: Thomas darf seinen Zweifel frei heraus äußern, wie das Evangelium es uns verrät: „Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“
Nein, sie fallen eben nicht über ihn her. Thomas wird nicht ausgebuht oder als störender Nörgler hingestellt, der nur die schöne Stimmung kaputt macht oder mit seiner Außenseiter-Meinung die Gemeinschaft ge-
fährdet. Die anderen Jünger kritisieren ihn überhaupt nicht wegen seiner Glaubenszweifel. Vielmehr hören sie ihm aufmerksam zu, und sie spielen nicht die beleidigte Leberwurst. Eigentlich hätten sie Grund genug dazu, denn sein ausdrücklicher Zweifel an ihren Schilderun-
gen unterstellt doch indirekt, dass ihre Worte keinen Glauben verdienen.
Alle damals Anwesenden spüren, wie ernst es ihm ist, welche Glaubensnot hinter seinem Zweifel steckt. Thomas wird erstaunlicherweise erst einmal so akzeptiert, wie er ist.
Die Gemeinschaft der Jünger ist da ein gutes Beispiel für christliche Gemeinden heute. Nicht jeder Christ hat Jesus so nah erfahren, dass er oder sie ganz selbst-
verständlich begeistert ist. Es gibt auch die Krise, es gibt auch den Zweifel, und in der Gemeinschaft der Nach-
folger Jesu darf man das auch zugeben. Ein kluger Mann hat dazu einmal gesagt: Im Glauben bleibt man sein Leben lang ein Anfänger!
Für unsere Pfarrgemeinden kann das heißen: Hier ist Platz und Verständnis auch für diejenigen Mitchristen, die sich sichtlich schwertun und mit manchem in der Kirche nicht oder noch nicht einverstanden sind.
Das Signal des Thomas und anderer Zweifler heißt ja nicht: Ich
will nicht glauben. Es heißt vielmehr: Ich möchte glauben, aber ich
brauche dazu noch Jesu Hilfe. - Thomas will sagen: Ich möchte den Herrn im
wahrsten Sinne des Wortes begreifen.Ich muss handgreiflich werden, damit ich glauben kann. Tut mir leid, aber anders geht’s nicht!
Um das, was dann bei den Jüngern Jesu passiert, wer-
den viele diesen Thomas sicher beneiden. Er bekommt tatsächlich eine besondere Hilfe von Jesus. Diese Extrawurst für Thomas besteht darin, dass Jesus nach acht Tagen noch einmal bei den Jüngern erscheint, die gerade wieder versammelt sind. Diesmal ist im Bibel-
text keine Rede mehr von Furcht der Jünger vor den Juden; sie haben also durch die vorige Erscheinung neuen Mut gefasst.
Wir sehen auch bei diesem Erscheinen Jesu den gleichen Anfang mit dem herzlichen Friedensgruß wie vorher. Doch dann wendet er sich ganz speziell dem Apostel Thomas zu.
Er nimmt den Zweifler erst einmal so an, wie er ist. Er holt ihn dort ab, wo er gerade in seinem Glauben steht und zeigt sich ganz verständnisvoll und geduldig: „Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!“
Auf vielen alten Gemälden ist zu sehen, wie Thomas mit seinen Fingern regelrecht in der Seitenwunde Jesu herumbohrt. So drastisch hat man sich die Inspektion Jesu durch den „ungläubigen“ Thomas vorgestellt, nach dem Motto: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser!
Und? - Hat er denn nun seine Finger in die Wunde gelegt oder nicht?
Ist Thomas wirklich bei Jesus handgreiflich geworden?
Wer den Bibeltext genau betrachtet, der stellt erstaunt fest, dass der Clou an dieser Stelle gerade der ist, dass Thomas jetzt eben nicht auf der handfesten Prüfung besteht. Von dem, was er vorher ausdrücklich als Bedingung für seinen Glauben an die Auferstehung genannt hatte, ist nicht viel übrig geblieben. Thomas will auf einmal gar nicht mehr seine Finger in die Wunden legen. Er reagiert auf die ausdrückliche Aufforderung Jesu, dies jetzt zu tun, nicht mit Taten, sondern nur mit Worten. Aber diese Worte des Thomas haben es in sich!
Thomas ant-wortet Jesus nämlich mit einem groß-
artigen Be-
kenntnis: „Mein Herr und mein Gott!“
Wer hätte das gedacht? – Ausgerechnet Thomas, der vorher einen so heftigen Auftritt hatte, ist auf einmal wie vom Blitz getroffen. Er ist einfach überwältigt von der Erscheinung Jesu!
Ausgerechnet Thomas, der Zweifler, wird hier zum Vorbild. Nicht nur, dass er den auferstandenen Jesus als seinen Herrn erkennt und anspricht. Nein, ausdrücklich sagt er: „Mein Herr und mein Gott!“
Thomas sind bei der persönlichen Begegnung mit Jesus die Augen aufgegangen. Der Auferstandene ist wirklich Gottes Sohn, ist wirklich Gott! - Thomas ist jetzt mit seinem Glaubensbekenntnis ebenso schnell und eben-
so eindeutig wie ehedem mit seinem Zweifel. Er stellt nun überhaupt keine Bedingungen mehr, sondern er glaubt, und zwar völlig bedingungslos. Was für eine tiefe, herrliche Verwandlung!
Wenn wir an herzergreifende Filme im Kino oder im Fernsehen denken, wäre genau dies doch eigentlich die geeignete Stelle für das happy-end!
Sicher sind in diesem Augenblick damals auch ein paar Freudentränen geflossen, und das käme für die Zu-
schauer auch gut rüber.
Der
Evangelist Johannes will jedoch keine gefühl-volle Story bieten, nach dem Motto „Jesus – live und hautnah“ . Im Bibeltext kommt das eigentliche aha-Erlebnis für uns als Leser und Hörer erst im Anschluss daran: Jesus antwortet Thomas schließlich noch, denn dort steht: „Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ - Jesus sorgt sich also um den Glauben des Thomas, aber eben nicht nur um dessen Glauben. Er hat auch uns alle im Blick. Thomas hat geglaubt, weil
er Jesus unmittelbar mit eigenen Augen sehen durfte. Diese Gelegenheit, dieses Glück hat nicht jeder.
„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“. Diese Aussage ist dem Auferstandenen sehr wichtig. Wir haben also nicht Pech gehabt, wenn wir nicht damals gelebt haben und dabei waren. Der Gedanke geistert schon seit den ersten christlichen Gemeinden in den Köpfen herum: „Ach, hätte auch ich Jesus leibhaftig gesehen, dann könnte ich viel leichter glauben!“
Das sieht Jesus offenbar anders. Handfeste Beweise – das ist alles schön und gut. Der Glaube ist jedoch etwas anderes als die Aktenberge für eine Gerichtsverhand-
lung. Wenn du nach Beweisen fragst, benimmst du dich wie einer, der von seinem Ehepartner verlangt, er solle gefälligst seine Liebe zu dir beweisen. Ist das aber wirklich eine gute Basis für eine glückliche Ehe? Wird dir das in der Partnerschaft weiterhelfen? Und was kommt danach als Nächstes?
Die Kernfrage beim Glauben ist daher die Frage nach dem Vertrauen.Vertraue ich Jesus? Vertraue ich mich ihm grund-sätzlich an? Oder lasse ich den Zweifel übermächtig werden, so wie das Unkraut in kurzer Zeit einen ganzen Garten ruinieren kann?
Jesus hat Recht. Diejenigen, die sich vertrauensvoll auf ihn einlassen, die sind im Grunde viel besser dran als diejenigen, die nach Beweisen verlangen. Wer nämlich Beweise will, der braucht morgen oder in der nächsten Krise wieder neue Beweise, und bald danach wieder neue Beweise und so weiter. So jemand wird abhängig von seiner jeweiligen religiösen Wetterlage.
Wirklich froh, ja selig sind dagegen die, welche „JA“ gesagt haben und bei ihrem „JA“-Wort des Glaubens bleiben. In der Krise wissen diese Christen genau:
Es ist wie mit der Sonne – sie scheint auch, wenn ich sie gerade nicht sehen kann! Jesus ist bei uns, auch wenn ich ihn nicht mit meinen Händen begreifen kann. Solche Menschen sind die wahren Glückspilze, sagt Jesus.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ganz, ganz viel Glück!

Predigt: „Gott schafft Neues, indem er den Zweifel überwindet“ (pdf) >> BITTE KLICKEN !
Predigt: „Der Auferstandene hat seine Wunden behalten“ >>BITTE KLICKEN !
Exegetisch-theologische Überlegungen (pdf)
Kindergottesdienst-Idee (12 S. pdf)>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Karl Sendker >> BITTE KLICKEN !
Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Steyler Missionare: Fürbitten zu diesem Sonntag
Predigten und Fürbitten der Karl-Leisner-Jugend >> BITTE KLICKEN !
10 Leitsätze zur Formulierung von Fürbitten
Predigt: „Vom Zweifel als Bruder des Glaubens“ >> BITTE KLICKEN !
Papst Benedikt über den „ungläubigen“ Thomas
>> BITTE KLICKEN !Pfr. Josef Mohr: Keine harmlose Predigt zur Erstkommunion >> BITTE KLICKEN !
Predigt Weißer Sonntag: „Friede sei mit euch!“
Predigt zur Erstkommunion >> BITTE KLICKEN !Erstkommunion: Ratgeber, katechetische Mappen usw. >> BITTE KLICKEN !
Handreichungen zur Kommunionvorbereitung
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Lecker: Aufregung bei Familie Schmitz: Die 17-jährige Tochter bringt ihren neuen Verehrer am Sonntag zum Abendessen mit. Der Freund ist vom üppigen Essen begeistert und macht der Hausfrau daher ein Kompli-
ment: „Also, so gut wie bei Ihnen habe ich schon lange nicht mehr gegessen!“ - Alles strahlt, bis man den kleinen Bruder deutlich hört: „…und wir auch nicht!“
Katastrophe: Ein Mann hat die Flutkatastrophe von 1962 in Hamburg nur mit Mühe überlebt. Sein Leben lang kennt er seitdem kein anderes Gesprächsthema mehr und geht damit langsam aber sicher allen auf die Nerven. Als er gestorben ist und in den Himmel kommt, sagt Petrus zu ihm: „Wenn es etwas gibt, womit dir das Leben hier noch himmlischer machen können, dann sag es mir ruhig." – Der Mann muss nicht lange überlegen: „Da wäre schon etwas", erwidert er, „ich würde gerne hier im großen Himmelssaal über meine schrecklichen Erlebnisse bei der Überschwemmung von Hamburg erzählen." - Petrus zeigt sich verständnisvoll: „Das wird sich bestimmt machen lassen!"
Der alte Hamburger ist begeistert: Schon am nächsten Tag steht er vor einer stattlichen Anzahl von Zuhörern. Als er gerade mit dem Ausmalen seiner damaligen dramatischen Lage beginnen will, flüstert ihm Petrus noch etwas zu: „Da gibt es allerdings noch etwas, was Sie wissen sollten: Noah sitzt auch im Saal…!“
Die heutigen Predigtgedanken können Sie selbst herunterladen (der Link dorthin funktioniert bis mindestens 1.6.2012)
- als pdf-Datei >> BITTE KLICKEN !
- als Word-Datei >> BITTE KLICKEN !
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Als ihre Stimmung am Gefrierpunkt angelangt ist, bekommen sie jedoch überraschend Besuch. Der Auferstandene stört sich überhaupt nicht an ihren Sicherheitsvorkehrungen und steht plötzlich in ihrer Mitte.
Die Jünger, die vor einiger Zeit sogar mutig ihre bürgerliche Existenz aufgegeben hatten, um seinem Ruf zu folgen, waren vor wenigen Tagen angesichts des schrecklichen Leidens Jesu doch lieber untergetaucht. Zu tief saß ihnen die Angst im Nacken. Der Text des Evangeliums zeigt: Noch ist bei ihnen keine Begeisterung, keinerlei Pfingsten zu spüren. Stattdessen werden sie von ihrer gemeinsamen Angst in Geiselhaft genommen.
Wir hier und heute, die wir unsere eigene Schwachheit kennen und wahrscheinlich oft genug bedauern, haben sicher viel Mitgefühl übrig für dieses Versagen. Manch einer von uns hat sich bestimmt auch schon in einer stillen Stunde gefragt, was er oder sie denn getan hätte, wenn der Glaube plötzlich lebensgefährlich wird.
Die Frage ist nur, wie Jesus auf die Feigheit seiner Freunde reagiert. Er müsste doch bitter enttäuscht sein über ihr Verhalten. Doch stattdessen stellt er sich vor sie hin und sagt: „Friede sei mit euch!“
Damit meint er natürlich nicht das Schweigen der Waffen. Friede – „schalom“, das ist der Friede, den allein Gott geben kann, ein umfassender Friede, wirkliches Glück, Heilsangebot und Befreiung von Schuld. Schalom kann man als Mensch nicht machen – das gibt’s nur als Geschenk durch Gott!
Jesus zeigt dann den Jüngern seine Hände und seine Seite, also seine Wundmale. Da erst reagieren die Jünger und freuen sich über ihn – es ist gerade so, als erwachten sie mit einem Schlag aus einem ganz bösen Traum!
Jetzt sind sie auf einmal nicht mehr wie gelähmt, sondern putzmunter und einfach nur glücklich, ihren Herrn wieder bei sich zu haben.
Erstaunlicherweise wiederholt Jesus nun seinen Gruß: „Friede sei mit euch!“ – Offenbar ist ihm das ganz besonders wichtig, und deshalb sagt er es lieber doppelt. Wir sagen dazu gerne: doppelt genäht hält besser!
Für Jesus ist es ein Herzensanliegen, dass die Jünger nicht von ihren Schuldgefühlen gefesselt werden. Ihr Versagen will er gar nicht weg-diskutieren, aber er reitet bewusst auch nicht darauf herum. Er ist eben nicht als Ankläger auf die Erde gekommen, sondern vor allem als Retter. Sein wiederholter Friedenswunsch soll also signalisieren: Nun kapiert es doch endlich – Gott hat doch nur euer Heil im Sinn! Ihr seid nach dem Kreuz keine Geiseln des Todes mehr – für alle ist das Lösegeld bereits bezahlt. Freut euch also – denn ihr seid in Gottes Hand!Einer der Jünger Jesu fehlt jedoch. Es ist Thomas, der oft etwas voreilig „der ungläubige Thomas“ genannt wird. Warum er fehlt, wird im Bibeltext leider nicht verraten. Es heißt dort einfach nur: „Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.“ Wir können also nur Vermutungen anstellen. Es gibt außerbiblische Quellen, die als Grund angeben, ein Sohn des Thomas sei gestorben; wegen der Beerdigung sei Thomas daheim gewesen. Andere spekulieren, Thomas habe es nervlich nicht mehr ausgehalten, einfach nur im Kreise der Jünger herumzusitzen. Der Bibel jedenfalls ist der Grund seines Fehlens offenbar nicht wichtig, und das darf uns dann auch genügen.
Thomas bleibt der Gemeinschaft der Jünger jedenfalls nicht dauerhaft fern. Er taucht bald wieder bei ihnen auf. Wir können uns lebhaft vorstellen, wie irritiert er jetzt ist. Seine Kollegen sind überhaupt nicht wiederzuerkennen, so voller Freude. Strahlend berichten sie ihm, was sie mit Jesus erlebt haben. Jeder will unbedingt erzählen, alle re-den auf ihn ein. Ihr Herz ist ganz voll vom Erlebten, das muss man einfach sofort erzählen, sonst platzt man vor Anspannung. Thomas hört sich das alles schweigend an. Was mag jetzt in seinem Kopf vorgehen? - Er kennt schließlich die anderen Jünger. Das sind keine Träumer und keine Spinner. Es sind ganz solide, bodenständige Leute, so wie er. Angelogen hat ihn von denen noch keiner. Und außerdem sind sie alle dermaßen aus dem Häuschen – das kann man also nicht einfach so abtun.
Thomas könnte nun einfach klein beigeben und sagen: Ja, ja, ihr habt sicher Recht. Natürlich nehme ich euch das ab, was ihr mir hier erzählt!
So einer ist Thomas aber nicht. Da können hundert Freunde sagen, dass die Erde eine Kugel ist – glauben muss er das trotzdem nicht! Thomas will nicht einfach so tun als ob. Er kann es einfach nicht glauben, und das sagt er dann auch. Egal, wenn die anderen deswegen jetzt über ihn herfallen – es ist einfach so: das kann er nicht fassen, das kommt ihm doch sehr unwahrscheinlich vor.
Klar, er würde es nur zu gerne glauben. Schön, wenn es so wäre! Aber Thomas bringt beim besten Willen kein Halleluja heraus; es bleibt ihm einfach im Halse stecken. Vielleicht ergeht es Ihnen, liebe Mitchristen, manchmal auch so, dass Sie denken: Der Thomas ist mir irgendwie sympathisch. Der jubelt nicht einfach mal so los, bloß weil die anderen jubeln. Ihm ist nicht zum Jubeln, und er steht dannn auch dazu. Der Thomas lässt sich nichts aufschwatzen, selbst dann nicht, wenn er sich damit bei Freunden unbeliebt macht. Thomas ist eben ein Mann mit Charakter.
Und Thomas passt auch ganz gut zu uns modernen Menschen. Was wird uns heutzutage nicht alles an Geschichten und Bildern aufgetischt!
Oft genug hat sich schon rausgestellt, dass Nachrichten und Behauptungen absichtlich manipuliert worden sind. Da wird etwas weggelassen, dort wird etwas hinzu erfunden, hier wird ein Bild geschickt retuschiert oder eine andere Meinung einfach unterschlagen. Wir haben unsere Lektion im Laufe des Lebens gut gelernt: Sei vorsichtig, trau keinem so schnell über den Weg! - Nein, wir sind gebrannte Kinder. Wir lassen uns so leicht kein X mehr für ein U vormachen. Mit uns nicht!
Und dann kommt Vieles auch noch auf den Blickwinkel an. Auch unser Gehirn lässt sich austricksen. Wir kennen das von vielen optischen Täuschungen und Spielereien. Der eine sieht es so, der andere eben anders. Da ist dieser Apostel Thomas jemand, den wir nur allzu gut verstehen. Er kann einfach nicht aus zweiter Hand glauben. Das Bemerkenswerte an dieser damaligen Situation ist aber: Thomas darf seinen Zweifel frei heraus äußern, wie das Evangelium es uns verrät: „Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“
Nein, sie fallen eben nicht über ihn her. Thomas wird nicht ausgebuht oder als störender Nörgler hingestellt, der nur die schöne Stimmung kaputt macht oder mit seiner Außenseiter-Meinung die Gemeinschaft gefährdet. Die anderen Jünger kritisieren ihn überhaupt nicht wegen seiner Glaubenszweifel. Vielmehr hören sie ihm aufmerksam zu, und sie spielen nicht die beleidigte Leberwurst. Eigentlich hätten sie Grund genug dazu, denn sein ausdrücklicher Zweifel an ihren Schilderungen unterstellt doch indirekt, dass ihre Worte keinen Glauben verdienen.
Alle damals Anwesenden spüren, wie ernst es ihm ist, welche Glaubens-not hinter seinem Zweifel steckt. Thomas wird erstaunlicherweise erst einmal so akzeptiert, wie er ist.
Die Gemeinschaft der Jünger ist da ein gutes Beispiel für christliche Gemeinden heute. Nicht jeder Christ hat Jesus so nah erfahren, dass er oder sie ganz selbstverständlich begeistert ist. Es gibt auch die Krise, es gibt auch den Zweifel, und in der Gemeinschaft der Nachfolger Jesu darf man das auch zugeben. Ein kluger Mann hat dazu einmal gesagt: Im Glauben bleibt man sein Leben lang ein Anfänger!
Für unsere Pfarrgemeinden kann das heißen: Hier ist Platz und Verständ-nis auch für diejenigen Mitchristen, die sich sichtlich schwertun und mit manchem in der Kirche nicht oder noch nicht einverstanden sind.
Das Signal des Thomas und anderer Zweifler heißt ja nicht: Ich will nicht glauben. Es heißt vielmehr: Ich möchte glauben, aber ich brauche dazu noch Jesu Hilfe. Thomas will sagen: Ich möchte den Herrn im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Ich muss handgreiflich werden, damit ich glauben kann. Tut mir leid, aber anders geht’s nicht! Um das, was dann bei den Jüngern Jesu passiert, werden viele diesen Thomas sicher beneiden. Er bekommt tatsächlich eine besondere Hilfe von Jesus.
Diese Extrawurst für Thomas besteht darin, dass Jesus nach acht Tagen noch einmal bei den Jüngern erscheint, die gerade wieder ver-sammelt sind. Diesmal ist im Bibel-text keine Rede mehr von Furcht der Jünger vor den Juden; sie haben also durch die vorige Erscheinung neuen Mut gefasst.
Wir sehen auch bei diesem Erscheinen Jesu den gleichen Anfang mit dem herzlichen Friedensgruß wie vorher. Doch dann wendet er sich ganz speziell dem Apostel Thomas zu.
Er nimmt den Zweifler erst einmal so an, wie er ist. Er holt ihn dort ab, wo er gerade in seinem Glauben steht und zeigt sich ganz verständnisvoll und geduldig: „Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!“
Auf vielen alten Gemälden ist zu sehen, wie Thomas mit seinen Fingern regelrecht in der Seitenwunde Jesu herumbohrt. So drastisch hat man sich die Inspektion Jesu durch den „ungläubigen“ Thomas vorgestellt, nach dem Motto: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser!
Und? - Hat er denn nun seine Finger in die Wunde gelegt oder nicht?
Ist Thomas wirklich bei Jesus handgreiflich geworden?
Wer den Bibeltext genau betrachtet, der stellt erstaunt fest, dass der Clou an dieser Stelle gerade der ist, dass Thomas jetzt eben nicht auf der handfesten Prüfung besteht. Von dem, was er vorher ausdrücklich als Bedingung für seinen Glauben an die Auferstehung genannt hatte, ist nicht viel übrig geblieben. Thomas will auf einmal gar nicht mehr seine Finger in die Wunden legen. Er reagiert auf die ausdrückliche Aufforderung Jesu, dies jetzt zu tun, nicht mit Taten, sondern nur mit Worten. Aber diese Worte des Thomas haben es in sich!
Thomas antwortet Jesus nämlich mit einem großartigen Bekenntnis: „Mein Herr und mein Gott!“
Wer hätte das gedacht? – Ausgerechnet Thomas, der vorher einen so heftigen Auftritt hatte, ist auf einmal wie vom Blitz getroffen. Er ist einfach überwältigt von der Erscheinung Jesu!
Ausgerechnet Thomas, der Zweifler, wird hier zum Vorbild. Nicht nur, dass er den auferstandenen Jesus als seinen Herrn erkennt und anspricht. Nein, ausdrücklich sagt er: „Mein Herr und mein Gott!“
Thomas sind bei der persönlichen Begegnung mit Jesus die Augen aufgegangen. Der Auferstandene ist wirklich Gottes Sohn, ist wirklich Gott! - Thomas ist jetzt mit seinem Glaubensbekenntnis ebenso schnell und ebenso eindeutig wie ehedem mit seinem Zweifel. Er stellt nun überhaupt keine Bedingungen mehr, sondern er glaubt, und zwar völlig bedingungslos. Was für eine tiefe, herrliche Verwandlung!
Wenn wir an herzergreifende Filme im Kino oder im Fernsehen denken, wäre genau dies doch eigentlich die geeignete Stelle für das happy-end!
Sicher sind in diesem Augenblick damals auch ein paar Freudentränen geflossen, und das käme für die Zuschauer auch gut rüber.
Der Evangelist Johannes will jedoch keine gefühlvolle Story bieten, nach dem Motto „Jesus – live und hautnah“ . Im Bibeltext kommt das eigentliche aha-Erlebnis für uns als Leser und Hörer erst im Anschluss daran: Jesus antwortet Thomas schließlich noch, denn dort steht: „Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ - Jesus sorgt sich also um den Glauben des Thomas, aber eben nicht nur um dessen Glauben. Er hat auch uns alle im Blick. Thomas hat geglaubt, weil er Jesus unmittelbar mit eigenen Augen sehen durfte. Diese Gelegenheit, dieses Glück hat nicht jeder. „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“. Diese Aussage ist dem Auferstandenen sehr wichtig. Wir haben also nicht Pech gehabt, wenn wir nicht damals gelebt haben und dabei waren. Der Gedanke geistert schon seit den ersten christlichen Gemeinden in den Köpfen herum: „Ach, hätte auch ich Jesus leibhaftig gesehen, dann könnte ich viel leichter glauben!“
Das sieht Jesus offenbar anders. Handfeste Beweise – das ist alles schön und gut. Der Glaube ist jedoch etwas anderes als die Aktenberge für eine Gerichtsverhandlung. Wenn du nach Beweisen fragst, benimmst du dich wie einer, der von seinem Ehepartner verlangt, er solle gefälligst seine Liebe zu dir beweisen. Ist das aber wirklich eine gute Basis für eine glückliche Ehe? Wird dir das in der Partnerschaft weiterhelfen? Und was kommt danach als Nächstes?
Die Kernfrage beim Glauben ist daher die Frage nach dem Vertrauen. Vertraue ich Jesus? Vertraue ich mich ihm grundsätzlich an? Oder lasse ich den Zweifel übermächtig werden, so wie das Unkraut in kurzer Zeit einen ganzen Garten ruinieren kann?
Jesus hat Recht. Diejenigen, die sich vertrauensvoll auf ihn einlassen, die sind im Grunde viel besser dran als diejenigen, die nach Beweisen verlangen. Wer nämlich Beweise will, der braucht morgen oder in der nächsten Krise wieder neue Beweise, und bald danach wieder neue Beweise und so weiter. So jemand wird abhängig von seiner jeweiligen religiösen Wetterlage.
Wirklich froh, ja selig sind dagegen die, welche „JA“ gesagt haben und bei ihrem „JA“-Wort des Glaubens bleiben. In der Krise wissen diese Christen genau: Es ist wie mit der Sonne – sie scheint auch, wenn ich sie gerade nicht sehen kann! Jesus ist bei uns, auch wenn ich ihn nicht mit meinen Händen begreifen kann. Solche Menschen sind die wahren Glückspilze, sagt Jesus.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ganz, ganz viel Glück!
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Steyler Missionare: Fürbitten zu diesem Sonntag
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Lecker: Aufregung bei Familie Schmitz: Die 17-jährige Tochter bringt ihren neuen Verehrer am Sonntag zum Abendessen mit. Der Freund ist vom üppigen Essen begeistert und macht der Hausfrau daher ein Kompliment: „Also, so gut wie bei Ihnen habe ich schon lange nicht mehr gegessen!“ - Alles strahlt, bis man den kleinen Bruder deutlich hört: „…und wir auch nicht!“
Katastrophe: Ein Mann hat die Flutkatastrophe von 1962 in Hamburg nur mit Mühe überlebt. Sein Leben lang kennt er seitdem kein anderes Gesprächsthema mehr und geht damit langsam aber sicher allen auf die Nerven. Als er gestorben ist und in den Himmel kommt, sagt Petrus zu ihm: „Wenn es etwas gibt, womit dir das Leben hier noch himmlischer machen können, dann sag es mir ruhig." – Der Mann muss nicht lange überlegen: „Da wäre schon etwas", erwidert er, „ich würde gerne hier im großen Himmelssaal über meine schrecklichen Erlebnisse bei der Überschwemmung von Hamburg erzählen." - Petrus zeigt sich verständnisvoll: „Das wird sich bestimmt machen lassen!" – Der alte Hamburger ist begeistert: Schon am nächsten Tag steht er vor einer stattlichen An-zahl von Zuhörern. Als er gerade mit dem Ausmalen seiner damaligen dramatischen Lage beginnen will, flüstert ihm Petrus noch etwas zu: „Da gibt es allerdings noch etwas, was Sie wissen sollten: Noah sitzt auch im Saal…!“
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