Du hast Dich von Deiner Um-gebung, von Deiner Verwandt-
schaft und allen Bedenkenträgern nicht verrückt machen lassen, sondern Du hast Dich von Gott selbst verrücken lassen, dorthin, wo er Dich brauchte.
Wie groß Deine Freude über das große Erbarmen Gottes war, das schildert uns das heutige Evange-
lium. Elisabet jubelt laut, als sie Dich in ihrem Hause begrüßen darf, und Du lässt Dich von ihrem Jubel geradezu anstecken. Dein Jubel-
lied, das berühmt gewordene „Magnificat“, ist ein ganz leiden-
schaftlicher, begeisternder Ausruf über die Größe und die Güte Gottes.
Gott ist es, der ganz treu ist und die Seinen nicht im Stich lässt.
Er lässt sich nicht blenden von menschlicher Macht, von Reichtum oder anderem, was uns oft so wichtig erscheint. Die Mächtigen dieser Welt, die auf ihren Thronen sitzen, werden vor Gott nicht bestehen. Er macht einen Umsturz, er stürzt sie um und jagt sie von ihrem Ehrenplatz, weil sie in ihren Herzen so hochmütig sind und selbst Gott spielen wollen. Und was in den Augen der Menschen klein und unbedeutend erscheint, das ist es noch lange nicht vor Gott.
Du, heilige Maria, hast uns in deinem Jubellied auch verkündet, dass es nicht unsere Aufgabe ist, diese Machthaber zu stürzen. Es genügt, wenn wir uns von ihnen abwenden. Wir sollen nicht Kain und Abel spielen. Das endet meistens mit viel Blutvergießen. Gott allein steht es zu, die Menschen zu richten, zu be-urteilen.
Dich, Maria, hat Gott ausgewählt aus Millionen von Frauen. Dich hat er für würdig befunden, seinen Sohn auf diese Welt zu bringen. Deinem lauten Jubellied darüber schließt sich die Kirche gerne an. Heute feiern wir Deine leibliche Aufnahme in den Himmel, allgemein gerne „Mariä Himmelfahrt“ genannt.
Das Fest besagt, dass Du mit allem, was Deine Person ausmacht, in den Himmel hinein gestorben bist. Da ist nicht nur eine lebendige Seele im Himmel, sondern das bist Du als ganzer Mensch und Mutter unseres Herrn, mit allem, was Dich ausmacht, was Dich so besonders macht.
Wenn Du später den Menschen vom Himmel her erschienen bist, dann haben sie Dich immer so gesehen, als ganzen Menschen, der plötzlich vor ihnen auftauchen kann. Das hast Du natürlich nicht ohne Grund so gemacht.
Was Gott da an Dir getan hat, das hat herrliche Folgen für uns alle. Verzeih mir, Maria, wenn ich das so locker aus-drücke, aber Du bist gewissermaßen der Prototyp, das Muster, wie wir das z.B. von den neuen Autos kennen, bevor sie in Serie gehen.
Mit Dir hat Gott den Anfang gemacht, hat dem Tod nach der Auf-
erstehung Jesu endgültig alle Macht entrissen, hat auch ihn von seinem kalten Thron gestoßen.
Das heutige Fest ist darum nicht nur ein Feiertag für Dich, sondern erst recht für uns hier auf Erden: Auch am Ende des irdischen Lebens bist du ein Vor-Bild für alle, die Gott fürchten, die Gott ver-
trauen. Sie alle werden es wie Du erleben dürfen, dass sie leibhaftig vor Gott stehen, gewissermaßen mit Haut und Haaren.
Da mag unsere irdische Hülle verfaulen oder verbrennen oder in alle Winde verweht sein – das wird unsere ganze Person im Himmel nicht betreffen. Mit allem, was uns als ganze Menschen ausmacht, werden wir vor Gott hintreten dürfen.
Liebe Maria! Dein Magnificat, dein Jubel-lied, ist dabei, sich zu erfüllen. Wie weitsichtig Du doch damals schon warst, als Du im heutigen Evan-
gelium ausgerufen hast:
„Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.“
Genau so ist es gekommen: So wie Gott Dich auf seine Art geehrt hat, so ehren wir dich, liebe Gottesmutter, auf unsere Art, indem wir von Generation zu Generation und seit Jahrhunderten mit aller-
größter Freude und manchmal auch mit bebendem Herzen in Dein Jubellied einstimmen.
Liebe Maria, lass mich zum Schluss noch um etwas bitten:
Halte meine Augen offen, damit ich sehen kann und mich prüfen kann, vor welchem Thron ich mich im täglichen Leben verbeuge und wessen Loblieder ich wohl singe. Das wünsche ich mir.
Mit den allerherzlichsten Grüßen – Dein ……
Sorry, leider funktionieren inzwischen nicht mehr alle Links...!Broschüre zu Mariä Himmelfahrt (Familien feiern Kirchenjahr/pdf)
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Enzyklika „Redemptoris Mater“
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„Ein provokanter Strahl des Himmels“ – Gedanken zum Hochfest
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Predigt Pfr. Clemens Frey: „Gott ersetzt“ (pdf)
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Predigt Dietrich Bonhoeffer 1933 (pdf)
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Leseprobe „Dienst am Wort“
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Kath. Bibelwerk: Hinweise für Lektoren (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Meine Predigt zu Lk 1,39-45 zum 4. Advent 2009
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(Diese Predigt kann auch als doc- oder pdf-Datei
angefordert werden)Telemann: “Aria from Magnificat” (YouTube-Video, 5 min.)
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Das Magnificat in alten und neuen Vertonungen
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Magnificat – gesungen bei „gloria.tv“ (4 min.)
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„Einmal Pizza Magnificat, bitte!“
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Ein großer Tag im örtlichen Zisterzienserkloster: Ein Pater wird als ältester Priester des ganzen Bistums gebührend gefeiert, und natür- lich ist auch die Presse mit dabei. Der Reporter will unbedingt wissen, wie er es angestellt habe, mit seinen 94 Jahren noch so rüstig zu sein. Da hören alle natürlich gespannt hin. Der Jubilar verkündet: „Mein Geheimnis heißt Knoblauch!“ - Aus dem Hinter-grund hört man einen Mitbruder aufstöhnen: „Ein Geheimnis ist das leider wirklich nicht…!“
Der Wert von Statistiken: „Wenn Sie mit den Füßen im kalten Eiswasser stehen und mit dem nackten Hintern auf der heißen Herdplatte sitzen, dann haben Sie im statistischen Durchschnitt eine angenehme Körpertemperatur.“ (Peter Paterna)
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Sie können diese Predigtgedanken auch selbst herunterladen (der Link funktioniert bis mindestens 1.10.2012) oder bei mir anfordern
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