19.10.2010

30. Sonntag im Jahreskreis C - 24.10.2010

(Fortsetzung)

Und durch seine un-
bestritten vielen guten Taten glaubt er, den Himmel bereits im Vorverkauf erworben zu haben. Für den Zöllner da hinten hat er nur einen verächtlichen Blick übrig.
Jesus macht solchen Leuten einen Strich durch die Rechnung. Es geht um Gläubige, die „von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten“. Solche Menschen sehen ihre Mitmenschen durch ihre eigene Gerechtigkeits-Brille, aber nicht mit dem liebenden Blick, der die Sünde hasst, aber den Sünder liebt.
Die Sympathie von Jesus gehört eindeutig dem Zöllner, aber nicht wegen seiner üblen Machenschaften. Jesus sieht auf sein Herz.
Er sieht, was der Pharisäer nicht sehen will: da ist ein verachteter Sünder, der in seinem Leben ganz unten angekommen ist.

Der Zöllner weiß, dass er ein Sünder ist. Er beschönigt gar nichts. Er sagt nicht: „Einer muss es doch machen!“ oder „Meine Eltern und meine Erziehung sind schuld!“ oder sonstwas, womit man sich gerne herausreden will. Das ist heute ja schon fast ein Volkssport:
alles lässt sich irgendwie entschuldigen. Der Zöllner hat seine Lage wirklich erfasst. Sein Leben ist eigentlich wie ein Schrotthaufen.
Jetzt zieht er vor Gott Bilanz und bekennt voller Schmerz:
Lieber Gott, was man im Leben falsch machen kann, das habe ich auch alles falsch gemacht. Ich bin vor dir hoffnungslos in den roten Zahlen…! - Er wagt gar nicht, zu Gott aufzublicken. Der Kopf bleibt vor Scham gesenkt.
Jesus zeigt mit diesem Beispiel: Dieser Mann zeigt echte Reue.
Im Gegensatz zum Pharisäer weiß er, dass er sich nicht in den Himmel einkaufen kann. Und vor allem: er kehrt vor der eigenen Tür und nicht bei anderen! Und dieser Mann verlässt den Tempel in den Augen Gottes als „Gerechter“, der Pharisäer aber nicht.
Wir lernen daraus, dass wir die Beurteilung anderer Menschen getrost Gott überlassen sollten – der ist der einzige Experte!
Franz von Assisi soll dazu gesagt haben: „Der Mensch ist nur das, was er vor Gott ist, nicht mehr und nicht weniger!“
Gott erhebt durch Jesu Wort laut Einspruch gegen alle unsere Arten von Hochmut. Der ist nämlich die Grund-
sünde schlechthin. Schon im Paradies hat der Mensch sich überschätzt und wollte „sein wie Gott“. - „Hochmut kommt vor dem Fall“, sagt ein Sprichwort dazu.
Wir alle sind immer wieder in Gefahr, ein Stück weit solch ein Pharisäer zu werden, der seinen Stellenwert aus dem Vergleich mit anderen und mit der Verachtung anderer definiert. Vor Gott hat aber jeder Schuld auf sich geladen; niemand ist unschuldig am Zustand dieser Welt.
Es bleibt eine lebenslange und anstrengende Aufgabe, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen (man zeigt dann mit vier Fingern auf sich selbst).
Es sind schon mehr Leute über ihre lose Zunge ge-
stolpert als über ihre Füße, sagt eine Redewendung.
Niemand von uns hat die Eintrittskarte für den Himmel schon in der Tasche. - Aber Jesus ist kein Angstmacher; im Gegenteil: das heutige Beispiel ermutigt uns, dass wir wie der Zöllner mit allem, was wir falsch gemacht haben, vor Gott kommen sollen und es aussprechen dürfen.
Machen wir es wie der Zöllner - besinnen wir uns und beten:
„Gott, sei mir Sünder gnädig!“

Predigt Prof. Dr. Gerhard Rau, Heidelberg (pdf)
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Predigt Pfr. Michael Thein, Bayreuth
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Predigt Pfr. Heiner Reinhard, Walkenried (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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missio-Gestaltungselemente zum Sonntag der Weltmission
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Heiliger Beistand für die kostbaren Daten?
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Beinahe Philosophisches - Wenn Superkleber wirklich überall klebt, warum nicht auf der Innenseite der Tube?
- Warum muss man für den Besuch beim Hellseher einen
Termin haben?

- Warum ist einsilbig dreisilbig?
- Leben Verheiratete länger, oder kommt ihnen das nur so vor?
- Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht, kann er dann wegen Geiselnahme verurteilt werden?
- Wenn nichts an Teflon haftet, wieso haftet es dann an der Pfanne?
- Auf den meisten Verbrauchsgütern steht "Hier öffnen". Was wäre, wenn dort stehen würde: "Woanders öffnen"?
(Quelle: mir leider nicht bekannt)

Lecker: Aufregung bei Familie Schmitz: Die 17-jährige Tochter bringt ihren neuen Verehrer am Sonntag zum Abendessen mit.
Der Freund ist vom üppigen Essen begeistert und macht der Hausfrau ein Kompliment: „Also, so gut wie bei Ihnen habe ich schon lange nicht mehr gegessen!“ Alles strahlt, bis man den Kommentar des kleinen Bruders deutlich hört: „…und wir auch nicht!“

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1 Kommentar:

Der Predigtgärtner hat gesagt…

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