01.10.2010

Priester: Verbotene Verkleidung...

(Fortsetzung)

Das Signal, das von einem Priester ausgeht, der korrekt gekleidet ist, möchte ich einmal so formulieren: Mit meiner Kleidung lege ich öffentlich Zeugnis ab für meinen Glauben, für meinen Herrn Jesus Christus. Ich erinnere daran, dass die Zugehörigkeit zu Gott für den Christen an erster Stelle im Leben steht.
Mit meiner Kleidung biete ich meiner Umgebung eine stille Katechese darüber, dass wir in Christus als neue Menschen leben wollen. Ich weiß, dass Kleider Leute machen und will damit ein Signal sein, will wie ein Leuchtturm sein, der an die richtige Richtung erinnert. -
Mit meiner Priesterkleidung mache ich mich nicht größer als ihr Laien. Ich zeige im Gegenteil deutlich an, dass ich in meiner Gemeinde und meiner Umgebung Diener sein will, ein offenes Ohr habe, ohne Begrenzung auf einen 8-Stunden-Arbeitstag, sondern immer dann, wenn man meinen Dienst in Anspruch nehmen will.
Bei meiner Priesterweihe habe ich ein Weiheversprechen ab-
gegeben, mich zu bemühen, mich täglich enger mit Christus zu verbinden und meinem Bischof Gehorsam zu leisten; das vergesse ich nicht.
Wenn Priester argumentieren, sie wollten mit ziviler Kleidung Schwellenangst abbauen und für das allgemeine Priestertum aller Gläubigen eintreten, dann sollten sie sich an ihre Weihe erinnern,
die ja keinesfalls jeder Gläubige bekommen hat. Nicht die korrekte Priesterkleidung schafft Distanz zu den Menschen, sondern das mittlerweile flächendeckende Zusammenwerfen von Pfarrein zu großen Verbünden, in denen der Priester nur noch als fliegender Sakramentenspender wahrgenommen wird. Es soll inzwischen Pfarrer geben, die schon längst keine Alten und Kranken mehr besuchen, weil einfach die Zeit dafür fehlt, heißt es.

Mit dem Tragen ziviler Kleidung wie alle anderen Gläubigen verkleidet sich der Priester. Er trägt nicht das Gewand, das man mit seinem Amt in Verbindung bringt, sondern ein Allerweltskostüm. Anstatt mit korrekter Priesterkleidung ein Anstoß zum Nachdenken und oft auch für ein Gespräch zu sein, verschleudert er mit seinem Aussehen diese Gelegenheit zum Kontakt.
Niemand will den Pfarrherren alten Stils, den es leider auch gegeben hat, eine unnahbare Autoritäts-
person, der man aus dem Wege ging. Doch nun wird das andere Extrem gelebt, man schüttet gewissermaßen das Kind mit dem Bade aus.
Die örtliche Umgebung hat meist ein feines Gespür dafür, ob ein Priester auch das lebt, was er da verkündet. Und wenn er außerhalb des Gottesdienstes aussieht wie Hinz und Kunz, dann entsteht natürlich der Eindruck, er habe sich für die Messe verkleidet wie ein Schauspieler für ein Theaterstück.
Ein Priester, der gekleidet ist wie ein Laie und womöglich auch noch überall spendabel das „Du“ anbietet, ist „ein trauriges Zeichen des Ungehorsams und auch der Uneinigkeit im Klerus“, wie es Pfarrer Hendrick Jolie vom „Netzwerk katholischer Priester“ formuliert.

Sehr aufschlussreich ist, auf welch riesiges Interesse korrekt gekleidete Priester auch in den Medien stoßen. In Frankreich haben es drei junge Geistliche mit ihrem Gesang bis in die Albumcharts geschafft: >> BITTE KLICKEN !

Ähnlich erging es den Mönchen aus dem Stift Heiligenkreuz mit ihrem Album „Chant – Music for Paradise“.
Und die Ausrede, eine Soutane sei unpraktisch, lassen überzeugte Priester so auch nicht gelten. Sogar Fallschirm-Absprünge sind damit möglich, wie dieses Video beweist:

Also, ihr Priester, kommt nicht in Allerweltskleidung daher!
Nutzt die zusätzliche Chance der Verkündigung, die euch die korrekte Priesterkleidung bietet! – Zugegeben: Bis in die Bistums-
spitzen hinein sieht man mittlerweile die Krawattenpriester, und auch in der Priesterausbildung gibt es Priester, die den jungen Männern lauthals verkünden, der „klerikale Kleiderständer“ sei nicht mehr „in“.
Wo ist da nur die Freude geblieben, Priesterkleidung tragen zu dürfen und auch so Botschafter für den Herrn zu sein? – Wenn jemand eine seriöse Vertrauensperson für Fragen zum Glauben sucht, die ihn umtreiben, geht er dann wirklich lieber zu dem Herrn mit der bunten Krawatte?
Wer dringend nach seelsorgerlicher Hilfe schreit, der wird sicher jemanden bevorzugen, der auch vom Äußeren her seine Lebensform dokumentiert, und nicht jemand, der ausstrahlt: Ach, wir sind doch alle gleich und wir haben uns doch lieb…!
Wie schön wäre es, wieder ganz viele Priester in Soutane zu sehen, die signalisieren: Schaut her, hier sind welche, die weihen ihr ganzes Leben Gott, und man sieht ihnen an, wie sehr sie dafür überall eintreten, auch wenn sie damit innerhalb und außerhalb der Kirche anecken.
Beleg (1) = BITTE KLICKEN !
Beleg (2) = BITTE KLICKEN !

BISCHOFSKONFERENZ:Arbeitshilfe 36 „Priesterliche Lebensform“ (1984) bestellen >> BITTE KLICKEN !
Vortrag Dr. Peter Wolf: „Damit die Freude bleibt!“ (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
ADSUM - ein Film zum Priesterjahr
>> BITTE KLICKEN !
Erzbistum München: Die Feier der Priesterweihe
>> BITTE KLICKEN !
Viele Priester führen ein Doppel-Leben (pdf-Datei)
>> BITTE KLICKEN !

zurück zur Hauptseite? >> BITTE HIER KLICKEN !


3 Kommentare:

Der Predigtgärtner hat gesagt…

Ihr Kommentar erscheint hier erst nach Freischaltung durch den Predigtgärtner. Bitte etwas Geduld - danke!

Der Herr Alipius hat gesagt…

Sehr schön! Mußte mal gesagt werden!

cordulchen hat gesagt…

Danke! :)

Kommentar veröffentlichen

Zur Zeit keine Kommentare möglich.

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.