Doch bei genauerem Hinsehen klärt sich das als völlig falsche Deutung der Worte Jesu auf. Es heißt ja, dass er sich auf dem Berg hinsetzte, „und seine Jünger traten zu ihm.“ - Für die Menschen damals war klar: wenn Jesus sich hinsetzte, war dies ein Zeichen, dass er wie auf einem Thron mit höchster Autorität spricht, denn damals war eigentlich das Lehren nicht im Sitzen üblich, sondern
im Gehen und im Stehen.
Die Wirkung wird noch verstärkt durch die anschließende Aussage im Evangelium: „Dann begann er zu reden und lehrte sie.“ - Sofort fällt uns auf: Niemand hatte vorher eine Frage an Jesus gestellt.
Er selbst ist es, der im geeigneten Moment die Initiative ergreift, denn auf diesem Berg hat er ganz Grundsätzliches zu verkünden, so wie Gott dem Mose auf dem Berg mit den Zehn Geboten ganz Grund-
sätzliches verkündete.
Jesus wendet sich mit den folgenden Ausführungen ausdrücklich
an seine Jünger, also an Menschen, die sich eigentlich bereits entschieden haben, ihm nachzufolgen. Sie sind es, die er hier belehren will.
stunde, über den wir jetzt nachdenken, lautet wie folgt: „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmel-
reich.“ - Es geht also eindeutig nicht um eine materielle Armut, die man durch ungerechte Verhältnisse erdulden muss. Es geht hier ausschließlich um Armut vor Gott, und die ist für Jesus so wichtig, dass er sie ganz an den Anfang seiner Rede stellt.
Dieser Satz zu Beginn gibt gewissermaßen die Tonart an für die nachfolgenden Sätze, in denen Gottes Musik gespielt wird, so wie auch bei uns immer die Tonart-Zeichen am Anfang eines Musik-
stückes dessen Klangcharakter bestimmen.
Diese Grundsatzerklärung Jesu ist auch der Kirche so wichtig, dass sie in allen drei Lesejahren (A,B,C) an einem wichtigen Festtag als Evangelium gelesen und erläutert wird, nämlich an Allerheiligen.
Was ist aber damit gemeint, dass denjenigen das Himmelreich zugesagt wird, die arm sind vor Gott? - Die Frage ist doch: Wer ist denn arm vor Gott bzw. wie wird man arm vor Gott?
Arm ist üblicherweise, wer sich aus eigenen Mitteln, aus eigener Kraft noch nicht einmal das Lebensnotwendigste beschaffen kann. Wer wirklich arm ist, der ist ganz auf Hilfe angewiesen. – Und wer arm ist vor Gott, der weiß, dass er aus sich selbst heraus im Grunde nichts ist und nichts kann, sondern ganz auf Gott angewiesen ist. Gott, der Schöpfer, hat ihn in dieses Erdenleben gerufen und wird ihn auch wieder aus diesem Erdenleben hinwegnehmen.
Jesus will seinen Jüngern mit dieser eindringlichen Einleitung verdeutlichen, dass man letztlich nur mit dieser inneren Einstellung der Demut, wie seine Mutter Maria es in Vollendung vorgelebt hat, den Weg der Nachfolge als Jünger Jesu gehen kann.
Wer arm ist vor Gott, der sieht sich selbst als leeres Gefäß, das nur Gott allein wirklich füllen kann. Dem Armen vor Gott ist nur Gott sein eigentlicher Reichtum, sein großer Schatz, und nicht etwa Geld, Macht, Ansehen oder was sonst auch immer.
Wenn wir in der Heiligen Messe zur Kommunion nach vorne gehen, um den Leib Christi zu empfangen, sind unsere geöffneten Hände auch leer wie eine Schale, ein Gefäß, und sie werden durch Gott selbst gefüllt.
Sicher ist Ihnen auch aufgefallen, dass Jesus nicht gesagt hat:
„Ihr müsst arm sein vor Gott, sonst…“ - Jesus will uns eben keine Vorschriften machen, sondern er spricht stattdessen herzliche Glückwünsche aus. Er gratuliert denjenigen Christen, die um ihre Schwäche, um ihre Begrenztheit, um ihre Armut vor Gott wissen und sich mit allem, was sie sind und zu ihrem eigenen Bedauern leider nicht sind, ganz dem Erbarmen Gottes anvertrauen. Das ist fast wie bei einem kleinen Kind, das zu 100 % auf die Hilfe und Zuwendung seiner Eltern angewiesen ist und aus sich heraus keine Woche lang überleben könnte.
Arm vor Gott werden – viele haben sich auf diesen Weg gemacht, nicht nur Mönche, Ordensschwestern, Priester und viele andere. Dafür haben sie auf vieles verzichtet. Ein eindrucksvolles Beispiel von vielen: Der Millionenerbe Hubert Liebherr (die Firma baut Kräne, Maschinen, Kühlschränke und vieles mehr) hat auf sein großes Erbe verzichtet. Statt Manager zu sein, engagiert er sich jetzt für den Glauben und erzählt überall davon, wie er persönlich Gott erfahren hat und wie er jetzt für das Reich Gottes lebt.
Sie haben einen Zipfel des Himmelreiches schon auf Erden in der Hand. - Jesus sagt nicht „vielleicht“ oder „ihr habt gute Chancen“, sondern er gibt eine verbindliche Erklärung ab, eine ganz klare Zusage.
Alle diese „Selig sind…“ –Sätze beginnen im Original mit „makarios…“ , und das heißt: „Selig zu preisen sind…“ - also:
sie kommen definitiv in Gottes Seligkeit. Das ist bei Gott beschlossene Sache. Das ist noch sicherer als das Amen
in der Kirche. Amen.
Predigt Eberhard Gottsmann: „Selig die Armen…?“>> BITTE KLICKEN !
Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Gedanken Fachschaft Religion Gymnasium Landshut
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Predigtanregung Pastor Siegfried Ochs: „Glück – und nicht Erfolg“
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Predigt Päpstlicher Prediger P. Raniero Cantalamessa
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Pater Anselm Grün: Neuübersetzung der Seligpreisungen
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Materialien des BONIFATIUSWERKES zu Erstkommunion
und Firmung >> BITTE KLICKEN !
„Impulse für die Pastoral“ – bisher ca. 20 Themenhefte, pdf
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Der ersten Liebe Hochgenuss
ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist verliebt und macht vergnügt,
ob man ihn gibt oder ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich,
denn meistens ist er ja nur mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
so muss man erst mit Macht und List,
den Abstand zu vermindern trachten,
um sich mit Blicken anzuschmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer,
dann pflegt man mit geschlossenen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Doch nicht der Mund allein
braucht der Küsse Ziel zu sein.
Man küsst die Wangen, küsst die Hände
und auch noch andre Gegenstände,
die rundherum mit Wohlbedacht
an unserem Körper angebracht.
Auch wie man küsst, ist sehr verschieden,
ob Norden, Osten, Westen, Süden,
der eine saugt, der andre schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Die einen kurz, die andren länger,
die längsten nennt man Dauerbrenner.
Kurzum ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinander pappen!
(Quelle: mir leider unbekannt )
ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist verliebt und macht vergnügt,
ob man ihn gibt oder ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich,
denn meistens ist er ja nur mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
so muss man erst mit Macht und List,
den Abstand zu vermindern trachten,
um sich mit Blicken anzuschmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer,
dann pflegt man mit geschlossenen Augen
sich aneinander festzusaugen.
braucht der Küsse Ziel zu sein.
Man küsst die Wangen, küsst die Hände
und auch noch andre Gegenstände,
die rundherum mit Wohlbedacht
an unserem Körper angebracht.
Auch wie man küsst, ist sehr verschieden,
ob Norden, Osten, Westen, Süden,
der eine saugt, der andre schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Die einen kurz, die andren länger,
die längsten nennt man Dauerbrenner.
Kurzum ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinander pappen!
(Quelle: mir leider unbekannt )
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