03.01.2011

Keine Heiligen Drei Könige ?

(Fortsetzung)

Die Frage nach Beweisen ist eine typisch moderne Frage, weil wir meinen, echt ist nur das, was mit unseren heutigen technischen Mitteln und unserem Verstand als echt erwiesen ist. So gesehen, lässt sich derzeit die Echtheit ebenso wenig beweisen wie die Unechtheit !
Aber es spricht doch für die Echtheit, dass diese Gebeine nachweislich seit dem Altertum geschützt und verehrt wurden.
Die Stoffe, mit denen die Körper umhüllt sind, waren typisch für die damalige Zeit und für ihre Heimat Syrien. Aber ein Restrisiko bleibt, wie meistens im Leben… Streng gesehen sind die „Heiligen“ Drei Könige sowieso keine Heiligen,denn zur Heiligsprechung gehört in der Kirche ein spezielles Heiligsprechungsverfahren, das es in diesem Falle nie gegeben hat.
Aber treffen wir mit dieser Spitzfindigkeit wirklich den Kern der Sache? Man könnte sagen, dass sie im Laufe der Zeit für ihr mutiges und vorbildliches Verhalten vom Kirchenvolk „heilig“ gesprochen worden sind… Der „Dreikönigenschrein“ ist jedenfalls eine der Hauptattraktionen des Kölner Domes geworden und eine der schönsten Goldschmiedearbeiten des Mittelalters.
Insgesamt schmücken den Schrein über 1000 Edelsteine und Perlen.
Mit dem Eintreffen der Reliquien setzte in Köln ein Ansturm von Wallfahrern ein; Köln war mit einem Schlag eine der bedeutendsten Wallfahrtstätten Europas geworden – man hatte gewissermaßen ein symbolisches Stückchen „Himmel zum Anfassen“.
Verständlich, dass die Kölner sich nun zu einem monumentalen Neubau entschlossen, der Platz für bis zu 20.000 Personen hat.
Der Nordturm mit 157 m Höhe war damals das höchste Bauwerk der Erde. Der Dom gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Virtuelle Führung durch den Kölner Dom
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Filmausschnitt über den Kölner Dom und das Grab der Heiligen
Drei Könige (Dauer: 4 Minuten, leider schlechte Bildqualität)

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1 Kommentar:

Thomas Didymos hat gesagt…

Nun, dazu ist mehreres zu bemerken.
Das eine betrifft die Weisen selbst. Sie waren wohl vermutlich Sterndeuter an einem königlichen Hof (oder mehreren solchen). Wurden sie von dort entsandt dann auch mit entsprechenden Vertretungsvollmachten ausgestattet. Sie waren also in diesem Fall tatsächlich "an Königs statt" unterwegs und daher war der betreffende König durch sie tatsächlich anwesend. Dafür gibt es natürlich keinen Beweis, aber ich persönlich glaube, daß unsere Brauchtümer nicht zufällig entstehen und daher die Bezeichnung der drei als Könige durchaus aus der Tradition erwachsen sein kann. Es ist für mich daher immer wieder ein großes Ärgernis, wenn Brauchtümer gedankenlos weitergeführt werden oder unbedacht und unüberlegt in ihrem Kern verändert. Die Gefahr, die wertvolle Überlieferung dadurch zu verlieren ist groß.
Das andere ist die Heiligkeit der drei Weisen. Hier widerspreche ich explizit, denn es ist nicht undbedingt nötig heiliggesprochen zu werden! Wie ich darauf komme? Soweit ich weiß hat auch niemand die Apostel heiliggesprochen und doch sind sie Heilige. Bitte mich zu korrigieren, falls es doch jemals ein Heiligsprechungsverfahren für Petrus, Paulus oder Johannes gegeben haben sollte.

Matthias

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