Und indem Jesus sich wie alle anderen taufen ließ, bekannte er seinem himmlischen Vater, dass der Sohn Gottes ganz und gar bereit war, den Weg der Demut und des Gehorsams zu gehen, um so schließlich Gottes Sicht von Ge-
rechtigkeit zu erfüllen.
Sein Signal war ganz unmissverständlich: Ja, ich tue genau das, was mein Vater im Himmel will, was er von mir erwartet. Dass dies seine Bestimmung war, wurde sofort anschließend an dieses Gespräch zwischen Johannes und Jesus deutlich. Ganz erstaunlich: Kein einziges Wort verliert das heutige Evangelium über den Vorgang der Taufe Jesu selbst – das Wie ist auch hier überhaupt nicht wichtig, denn wichtig ist nur, dass Jesus sich im Gehorsam taufen ließ. Jesus ließ es zu, und Johannes ließ es auch zu, was Gottvater wollte.
Über das Ergebnis dieses Zulassens sagt uns das Evangelium: „Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel...“ – Wir sehen also: Mit dieser demütigen Taufe ist ganz Einmaliges geschehen. Ein neues Kapitel der Geschichte Gottes mit uns Menschen hat begonnen. Der Himmel öffnete sich, um etwas mitzuteilen. – Im Text heißt es dann: „…da öffnete sich
der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe.“
Heute würde man in unserem modernen Sprachgebrauch vielleicht sagen: Hier hat Gott sich öffentlich „geoutet“ – hier stellt er aus dem Himmel heraus klar, wer dieser gehorsame Jesus ist: er ist kein Geringerer als der geliebte Sohn Gottes!Diese Offenbarung aus dem Himmel bestätigte Jesus in aller Eindeutigkeit und in aller Eindringlichkeit seinen vor ihm liegenden Lebens- und Leidensweg als Sohn, als Knecht Gottes. Von der göttlichen Stimme „wie vom Blitz getroffen“, gab es für Jesus keinen Zweifel darüber, was seine Bestimmung auf Erden war.
Und wir? – Wissen wir auch, zu wem wir gehören? Wissen wir auch, unter wessen Flagge wir gewissermaßen durch unser Meer des Lebens fahren? – Immerhin haben wir mit unserer eigenen Taufe Gottes Stellenangebot ausdrücklich angenommen: Ja, wir gehören zu ihm! Ja, wir arbeiten für ihn! – Mit unserem Taufnamen stehen wir dafür ein.
schlossen. Aber was noch viel wichtiger ist: Gott hat in der Taufe einen Vertrag mit uns geschlossen - Ja, du gehörst verbindlich und für immer zu mir, in meine Zuständigkeit. Ich, dein Gott, ich lasse dich nicht fallen, ich kenne dich bei deinem Namen, du bist für mich ganz einmalig und ganz unverwechselbar. – An uns liegt es, uns das immer wieder hinter die Ohren zu schreiben, damit wir nicht vergessen, dass wir königliche Gotteskinder sind. Wird das ver-
gessen und verdrängt, dann ist der Taufschein das Papier nicht mehr wert, auf dem diese Vereinbarung mit Gott geschrieben steht!
Martin Luther hatte oft wie so viele Menschen heute auch mit Traurigkeit und Angst zu kämpfen. In seinen Briefen hat er das oft geschildert. Aber Martin Luther verriet auch sein Rezept gegen diese Angst, gegen diese Depressionen. Wenn ihm wieder einmal vor lauter Schwermut fast die Luft zum Atmen wegblieb und er am liebsten die Brocken hingeschmissen hätte, dann nahm er sich ein Stück Kreide und schrieb erst einmal in großer Schrift einen kleinen Satz auf sein Schreibpult. Der Satz lautete: „Ich bin getauft!“
Ich bin getauft! – Dieser Satz sollte auch von uns nie und nimmer vergessen werden. Er ist wie ein wunderbares Rezept gegen allerlei Krankheiten wie Angst oder Enttäuschung. Dieser Satz ist das Rezept zur Steigerung unserer seelischen Abwehrkräfte, zur Verbesserung unseres Immunsystems gegen die Krankheiten unserer Zeit. Dazu gehören z.B. das Immer-mehr-haben-wollen,
der Neid auf andere, Macht und Ansehen haben wollen und vieles andere. Die Angriffe des Bösen sind da recht individuell und phantasievoll, auf die jeweiligen Schwachstellen des Christen gut abgestimmt.
Doch wer ein gut funktionierendes Immun- und Abwehrsystem hat, der wird nicht so leicht krank wie einer, der schon geschwächt am Boden liegt. So wie man z.B. die Tropfen aus der Apotheke auch wirklich gewissenhaft 3 mal täglich einnehmen muss, so sollten wir es uns auch zu einer festen Gewohnheit machen, uns immer wieder an unseren Vertrag mit Gott zu erinnern.Wer sich dessen wirklich bewusst ist, dass er oder sie in Gottes Liebe hinein getauft worden ist, der braucht keine Angst zu haben, im Leben vielleicht etwas zu verpassen. Wer zu Gott gehört, der weiß: Ich bin ganz fest in Gottes Hand, komme, was da wolle!
Doch wer meint, es genüge, sich den Taufschein schön ordentlich irgendwo abzuheften, der darf sich in seinem Leben und nach seinem Tod nicht wundern. Er benimmt sich nämlich wie jemand, der die Tropfen zwar bekommen hat, sie dann aber einfach im Medizinschrank abstellt, statt sie einzunehmen. Da kann natürlich nichts heil werden, das weiß doch jedes Kind.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen die richtige göttliche Medizin – und natürlich gute Besserung!
Predigt Pfr. Roland Höhr: „Mein Ja zu Gott und Gottes Ja zu mir“>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Johannes Taig: „Aller Anfang ist leicht“
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Alles um die Kinderkirche: Materialien zur Taufe Jesu
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Predigt Pfr. Josef Mohr, Heidelberg
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P. Dr. Gerhard Voss OSB: „Die Taufe Jesu und unsere Taufe“ (pdf)
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Prof. Dr. Johannes Stöhr (Hrsg.): „Die Taufe“ (122 S. pdf)
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Interessante Ansprache zur Taufe eines Kindes kirchenferner Eltern
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Werkblätter der Katholischen Landvolkbewegung, auch zur Taufe
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Pfr. Dr. Johannes Holdt: „Vom Sinn der Kindertaufe“
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„Die Feier der Kindertaufe. Pastorale Einführung“ ( 27 S. pdf)
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Zum Pfarrer eines kleinen Dorfes kam eines Tages ein Mann, der sich über den Glauben lustig machen wollte. Er fragte den Pfarrer: „Wie kann denn aus Brot und Wein Fleisch und Blut Christi werden?“ Der Pfarrer lächelte und meinte: „Wenn schon dein Körper die Nahrung, die er zu sich nimmt, in dein eigenes Fleisch und Blut umsetzen kann, warum soll Gott nicht auch das andere können?“Der Kritiker ließ nicht locker: „Aber wie kann denn in so einer kleinen Hostie der ganze Christus sein?“ Der Pfarrer antwortete geduldig: „Schau doch mal auf die großartige Landschaft mit all ihren schönen Einzelheiten, die du siehst. Obwohl diese Landschaft so riesengroß ist, passt das alles in den Blick deines kleinen Auges. Warum sollte dann nicht in der kleinen Hostie der ganze Christus vorhanden sein?“
Der Mann war schon etwas angesäuert wegen der klugen Antworten, aber er glaubte noch eine Trumpfkarte im Ärmel zu haben: „Das mag schon sein, aber es ist doch unmöglich, dass derselbe Christus in all euren Kirchen weltweit gleichzeitig anwesend sein kann!“ „Einen Moment mal“, sagte der Pfarrer und kam mit einem großen Spiegel zurück. „Was siehst du im Spiegel, wenn du hinein-
schaust?“, fragte er.
Sein Kritiker antwortete etwas irritiert: „Das ist doch klar. Ich sehe natürlich mich selbst! Aber was soll das?“
Da ließ der Pfarrer den Spiegel mit großem Schwung auf den Boden knallen, wodurch der Spiegel in Hunderte von Stücken zerbrach. Der Pfarrer nahm nun zwei der kleinen Stückchen hoch und hielt sie dem Zweifler entgegen.
Der Pfarrer schmunzelte, als er sagte: „Schau ruhig hinein in die Scherben. Nimm so viele, wie du willst. In jedem dieser kleinen Stückchen wirst du dich jetzt sehen, und zwar gleichzeitig!
Und wenn das schon funktioniert, warum fragst du dann ernsthaft, wie Gott das fertigbringt?“
Der Besucher zog es nun doch vor, den Pfarrer mit einem hastigen Gruß schnellstens zu verlassen…
(Quelle: leider unbekannt)
Das könnte hinkommen: Ein Journalist fragte Papst Johannes XXIII., wie viele Menschen eigentlich im Vatikan arbeiteten. Der überlegte einen Moment, dann antwortete er: „Ich schätze, etwa die Hälfte!“Datenübertragung: „Tut mir leid“, sagt Petrus zu dem jungen Mann am Himmelstor, "aber du musst schon eine gute Tat vorweisen, sonst kann ich dich hier leider nicht reinlassen.“
Nach kurzem Überlegen sagt der Mann: „Ich habe beobachtet, wie eine Gruppe Rocker einer alten Dame die Handtasche wegnehmen wollte. Da bin ich hingegangen, hab das Motorrad des Anführers umgestossen, ihm ins Gesicht gespuckt und seine Braut beleidigt.“ –
„Hmm“, meint Petrus etwas irritiert, weil er darüber keinen Vermerk finden kann. „Und wann war das ungefähr?“ – „Naja, ich schätze, so vor etwa 3 Minuten.“
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