18.03.2012

Erzbistum München bietet in Rom für 9,7 Millionen Euro ein günstiges Quartier auch für Pilger und Familien!

(Fortsetzung)

Das Haus solle aber auch „Kontaktpunkt“ sein, um mit dem Heiligen Stuhl „stetig im Dialog“
zu sein, was telefonisch oder durch Besuche mit Unterbringung in vorhandenen Hotels und Gäste-
häusern natürlich schier unmög-
lich ist, oder?
Und schließlich habe man eine römische Partner-Pfarrgemeinde, mit der man so besser kommuni-
zieren könne, findet auch der Vorsitzende des Diözesanrates. -- Als selbstverständlich völlig uninformierter Laie denkt man an die Kosten für den laufenden Betrieb, man denkt an die bereits zahl-
reich in Rom bestehenden Unterkunftsmöglichkeiten, und man fragt sich sicher ganz unberechtigterweise auch, ob man gerade in heutiger Zeit knapp 10 Millionen nicht besser – sprich sozialer und fairer – ausgeben kann, wo es doch so viel Not gibt, auch in Deutschland. Das wäre dann auch ein beachtliches Signal, das bei den Menschen ankäme.
Doch die Münchener Diözesanleitung beeilt sich, darauf hinzu-
weisen, dass man dafür keine Gelder aus Kirchensteuern ausge-
geben habe, sondern aus dem Vermögen der Erzdiözese. Soll wohl heißen: Regt euch nicht auf, ist ja nicht euer Geld!
Da fragt man sich als Außenstehender vielleicht etwas naiv:
So, wieviel Vermögen hat die Kirche in München denn eigentlich auf der hohen Kante, und was geschieht verantwortlicherweise damit?
Böse Zungen werden, was völlig aus der Luft gegriffen ist, jetzt womöglich behaupten, hier habe man für die Spitze und das Personal des Erzbistums München für teures Geld einfach eine bequeme Möglichkeit für Rombesuche geschaffen. Na, Haupt-
sache ist vielleicht, dass der Kardinal mit dem „Palazzo Marx“ jetzt noch näher dran ist am Vatikan, oder? – Das weist man im Ordinariat empört von sich: Das von einer Schwesternkongre-
gation bisher als Seniorenheim genutzte Gebäude werde eher spartanisch eingerichtet, und angesichts der aktuellen Finanzlage sei es ohnehin „kein Nachteil, in Immobilien zu investieren“.
Na, denke ich mir, wenn das so ist, dann könnte das Erzbistum doch sein Geld dadurch sichern, indem es günstige Mietwoh-
nungen für sogenannte sozial Schwache erwirbt und zur Ver-
fügung stellt…
So, liebe Rom-Pilger, jetzt forscht mal schön nach der Adresse … und dann nix wie raus mit den Anmeldungen…!

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3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das Foto belegt doch, dass in München gespart wird. Leiht denn niemand dem Kardinal einen Rasierapparat?

Der Thuriferar hat gesagt…

Aber das ist doch wie vom Predigtgarten gefordert eine Investition für einen guten Zweck: Den Schwestern ist mit dem Geld geholfen, sie können es sozial investieren. Und das Bistum kann endlich besser mit dem Vatikan kommunizieren. Sowas ist doch immer gut, oder?

Hans L. hat gesagt…

So ist das bei unserer lieben Mutter Kirche: Unten an der Basis wird gespart, und oben... - Ich bin Mesner und bekomme noch nicht mal das Benzingeld, wenn ich Blumen usw. kaufe.
Unseren Kirchenfürsten ist der Blick für die Realität der armen Leute weitgehend abhanden gekommen.

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