30.03.2012

Nächste Etappe im Kreuzzug gegen "kreuz.net": Verfassungsschutz ermittelt und will die Seite stoppen

(Fortsetzung)

Und diese sind wirklich beachtlich. Wahr-
scheinlich ist „kreuz.
net“ sogar eine der meistgeklickten „katho-
lischen“ Seiten und lässt so manche kon-
kurrierende Infoseite und die der Bischofskonferenz weit hinter sich.
Der umstrittene Theologe David Berger behauptet gar, dass auch Kirchenvertreter gerne mal da reinschauen: „… auch in vatika-
nischen Büros, von denen ich weiß, dass in ihnen morgens erst einmal… bei kreuz.net nachgeschaut wird, was es Neues gibt“
.
Es ist freilich nicht der erste Versuch, gegen „kreuz.net“ vorzu-
gehen. Im Januar 2008 wurde ein angestrengtes Ermittlungs-
verfahren eingestellt, weil es nicht gelungen war, „einen Tat-
verdächtigen namhaft zu machen“
. Außerdem ist der Server-Standort der Website möglicherweise in den USA zu finden und kann somit nicht von deutschen Behörden abgeschaltet werden. Erfahrene Internet-Juristen weisen darauf hin, dass dort die Meinungsfreiheit noch großzügiger ausgelegt wird als bei uns und daher ein Ersuchen um Rechtshilfe bei den amerikanischen Behörden keine besondere Aussicht auf Erfolg hat.
Nicht nur so mancher Artikel bei „kreuz.net“ reizt offenbar viele bis auf’s Blut, sondern erst recht die stets zahlreichen Leser-
kommentare. Hier werden – meistens anonym oder mit allerlei Phantasienamen – teilweise beleidigende und hetzerische Sprüche losgelassen, für die man sich als Katholik nur schämen kann. Kein Wunder also, wenn die deutschen Bischöfe die Dis-
kussionen dort „unsäglich und unerträglich“ finden – zumal die Amtskirche auch oft genug das Ziel verbaler Attacken ist.
Bislang haben sich allerdings alle Gegner bei „kreuz.net“ eine blutige Nase geholt. Auch zahlreiche Versuche von Internet-Hackern, die Seite zu sabotieren, waren zu deren großer Enttäuschung bislang vergebens. Bei offiziellen Kirchenseiten, auch der des Vatikans, war man da sehr viel erfolgreicher…
Die Gegner von „kreuz.net“ blasen jedenfalls immer und immer wieder zum Sturmangriff. Es gibt sogar einige Seiten, deren ausschließliches Ziel es ist, „kreuz.net“ zu Fall zu bringen.
Die Maßnahmen reichen von Gegen-Artikeln bis hin zu ganz konkreten Tipps, wie man den dortigen Kommentarbereich manipulieren kann.
Das wird dann ja wohl ein spannender Sommer 2012….!

- „FOCUS“-Artikel dazu
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- Interview im „domradio“ (Textbeitrag)
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- Beispiel für Manipulations-Versuche
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- kreuz.net-Standort in USA ?
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6 Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Also die Berliner Zeitung schreibt, Matthias Kopp habe all das gegenüber derselben und nicht gegenüber dem domradio gesagt. Hm, haben die den Pressesprecher der DBK etwa eigens für dieselben Informationen noch einmal angerufen?

Meinungsfreiheit hat gesagt…

Der oberste Verfassungsschützer hat sich gerade weit aus dem Fenster gelehnt.
Jetzt muss aber Butter bei den Fisch!
Dass die Anfrage bezüglich kreuz.net ausgerechnet von Volker Beck kam, ist irgendwie witzig. Der bekennende Homosexuelle vereinnahmt also das Katholischsein für sich...
Für die Vergesslichen unter uns: Beim Papstbesuch in Berlin war Beck nicht ganz so katholisch. Er sprach sich in Interviews gegen die Papstrede vor dem Bundestag aus.
Tja, dumm gelaufen!

Freiburgbärin hat gesagt…

Wer Kommentare auf kreuz.net liest ist selbst schuld. Die Artikel sind in der Regel Gold wert, wenn sie von dem hölzernen drumrum befreit werden.

Dieser Verfassungsschützer hat nur becksche Meinung verbreitet, ohne auch nur einen einzigen konkreten Punkt nennen zu können.

Also, was soll's.

Anonym hat gesagt…

Kreuznet wird sich für die kostenlose Werbung bedanken.
Die behaupten übrigens nirgendwo, die katholische Kirche zu vertreten, sondern sie bringen "katholische Nachrichten".
Wer den Wetterbericht bringt, muss doch auch keine Wolke sein, oder?
Soweit mir bekannt, besitzt der Redakteur der Börsennachrichten im Fernsehen auch kein eigenes Bankinstitut. Also!

Johannes hat gesagt…

Auf der anderen Seite ist kreuz.net im Ton und in der Sache oft nicht gerade ein Aushängeschild fürs Katholische.
So bin ich generell eher nie fürs Zensieren. Aber einen auf den Hut können die schon gebrauchen.

Der Thuriferar hat gesagt…

Hä, wie unprofessionell ist das denn...?!
Da posaunen Verfassungsschutz und Bischofskonferenz hinaus, wie übel ihnen kreuz.net aufstößt - und dass sie jetzt intensiv über Attacken gegen die Seite nachdenken.
Toll, wirklich suuuuuper - sind wir auf dem Marktplatz der Tratschweiber?
kreuz.net hat schon passend kommentiert: Dass man die katholische Kirche jetzt offiziell laut Gerichtsentscheid "Kinderficker-Sekte" nennen darf, darüber verlieren die Bischöfe kein Wort.

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